HOME

Christchurch: Neue Erdbebenserie richtet nur geringe Schäden an

Schock kurz vor Weihnachten: Ein erneutes Erdbeben reißt die Neuseeländer in Christchurch aus den letzten Vorbereitungen für die Festtage. Doch die Auswirkungen bleiben glimpflich, 19 Menschen erlitten meist leichte Verletzungen.

Eine Serie von Erdbeben hat am Freitag die zweitgrößte neuseeländischen Stadt Christchurch erschüttert und mindestens 19 Menschen verletzt. Nach dem ersten Erdstoß der Stärke 5,8 folgten mindestens zwei weitere Beben von 5,3 und 5,9, wie die US-Geologiebehörde USGS mitteilte. Die Schäden hielten sich nach ersten Angaben in Grenzen, aber unter den Einwohnern breitete sich Panik aus. Die Stadt hat seit September 2010 eine beispiellose Serie von Erdbeben erlebt. Das schlimmste passierte im Februar: Mit einer Stärke von 6,3 zerstörte oder beschädigte es in der Innenstadt mehr als 900 Gebäude; 181 Menschen kamen ums Leben

Die meisten Menschen erlitten Panikattacken und Atemnot, berichtete ein Sprecher des Notdienstes im Rundfunk. Auch die Notaufnahmen in den Krankenhäusern behandelten zahlreiche Patienten mit ähnlichen Symptomen. Nach ersten Informationen wurde niemand durch herabfallende Steine oder einstürzende Wände verletzt.

Neue Schäden an bereits lädierten Gebäuden

Allerdings erhielten bereits zuvor beschädigte Gebäude weitere Risse und stürzten teilweise ein, der Strom fiel in mindestens 26.000 Haushalten aus, Schlammlawinen blockierten Straßen und von einigen Steilwänden in Vororten stürzten Gesteinsbrocken herab. Der Flughafen wurde geschlossen und die Terminals evakuiert. Rund 40 Flüge wurden umgeleitet, damit Sicherheitskräfte die Landebahnen auf Risse untersuchen konnten. Einkaufszentren wurden ebenfalls evakuiert.

Die Stadt war bei dem ersten Erdstoß um 13.58 Ihr Ortszeit voller Menschen, die letzte Weihnachtseinkäufe machten. In Neuseeland begannen am Freitag auch die langen Sommerferien. Das Beben war nach Angaben von Einwohnern in weiten Teilen der Südinsel und bis in den Südteil der Nordinsel zu spüren.

kng/DPA/AFP / DPA