Chronik Die größten Öl-Katastrophen Amerikas


Nach dem Versinken einer Bohrinsel laufen im Golf von Mexiko der US-Regierung zufolge täglich mehr als 800.000 Liter Öl aus. Der Teppich schwimmt auf die Südküste der USA zu. Die größten Öl-Katastrophen Amerikas.

März 2006 - Prudhoe Bay, Alaska

Mehr als 5000 Barrel Öl (1 Barrel = 159 Liter) strömen aus dem Leck einer Pipeline auf dem Land, die dem britischen Ölkonzern BP gehört. Das Leck entstand durch Rost. Der Konzern muss eine Geldbuße von 20 Millionen Dollar wegen der Grundwasser-Verschmutzung bezahlen. Die Behörden schreiben nach dem Vorfall mehr Kontrollen an Pipelines vor.

August-September 2005 - New Orleans, Louisiana

Während des Hurrikans "Katrina" laufen nach Schätzungen der US-Küstenwache mehr als 167.000 Barrel Öl aus verschiedenen Quellen aus, darunter zerstörte Pipelines, Lagertanks und Fabriken.

28. November 2000 - Port Sulphur, Louisiana

Auf dem Mississippi läuft knapp 100 Kilometer von New Orleans entfernt ein Ölfrachter auf Grund. 13.500 Barrel Rohöl laufen aus - die bis dahin größte Menge seit dem Unglück der "Exxon Valdez" 1989 vor der Küste von Alaska.

19. Januar 1996 - Moonstone Beach, Rhode Island

Mehr als 20.000 Barrel Heizöl laufen vor der Küste des nordöstlichen Bundesstaats aus, nachdem ein Tankschleppkahn Feuer gefangen hatte. Zehn Millionen Hummer werden getötet, das Fischen in dem Gebiet wird für mehrere Monate verboten

10. August 1993 - Tampa Bay, Florida

Nach einem Zusammenstoß eines Frachters mit zwei Schleppkähnen verteilen sich 8000 Barrel Öl.

8. Juni 1990 - Galveston, Texas

Ein Frachter lässt nach einer Explosion im Maschinenraum 121.000 Barrel Öl vor der Küstenstadt frei, ein Großteil davon verbrennt.

7. Februar 1990 - Bolsa Chica State Beach, Kalifornien

Ein Ölfrachter verliert rund 7100 Barrel Rohöl, nachdem sein Rumpf beim Festmachen an einer Pipeline durchstoßen wurde. Ein rund 20 Kilometer langer Ölteppich schwappt in eines der größten Naturschutzgebiete Süd-Kaliforniens.

24. März 1989 - Prince William Sound, Alaska

Das Öl-Frachtschiff "Exxon Valdez" läuft auf ein Riff auf. 260.000 Barrel Öl laufen aus - die schlimmste Katastrophe dieser Art in der US-Geschichte. Der US-Kongress schränkt daraufhin die Öl-Schifffahrt vor der Küste Alaskas ein und schreibt doppelwandige Schiffsrümpfe vor.

15. Dezember 1976 - Buzzards Bay, Massachusetts

Ein in Liberia registriertes Ölschiff läuft südöstlich der Insel Nantucket auf Grund und bricht wenige Tage später auseinander. 183.000 Barrel Treibstoff laufen in den Atlantik.

Januar 1969 - Santa Barbara, Kalifornien

Zehn Kilometer vor der Küste explodiert eine Bohrinsel, 80.000 Barrel Rohöl laufen aus. Der Ölteppich verschmutzt mehr als 50 Kilometer Küste und tötet Tausende von Meerestieren und Vögeln. Die Katastrophe gilt als Antrieb der US-Umweltschutzbewegung. Die Regierung erlässt ein Moratorium für Tiefseebohrungen, das 2008 von Präsident George W. Bush und dem Kongress beendet wird.


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