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Berlin, Hamburg, München, Köln: Zwischenbilanz: Polizei sagt, wie sich die Menschen an die neuen Regeln halten – und ob die Kriminalität sinkt

Seit Montag gelten zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie strenge Regeln, einzelne Bundesländer hatten ihre Maßnahmen schon zuvor verschärft. Zeit für eine erste Zwischenbilanz: Halten sich die Menschen an die Kontaktbeschränkungen?

Polizeiwagen

Nirgends kommen in Deutschland so viele Menschen zusammen wie in den vier Millionenmetropolen Berlin, Hamburg, München und Köln. Normalerweise. Doch normal ist spätestens seit Montag nichts mehr. In allen Bundesländern gelten seitdem strenge Kontaktbeschränkungen und weitere Einschnitte im öffentlichen Leben. Mehr als zwei Menschen dürfen in aller Regel in der Öffentlichkeit nicht zusammenkommen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte bei der Vorstellung der neuen Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Verbreitung betont, es handele sich um Regeln, nicht um bloße Empfehlungen. Deren Einhaltung soll durch Ordnungs- und Sicherheitskräfte der Kommunen und der Länder überwacht werden, bei Verstößen drohen hohe Strafen. (Lesen Sie hier exemplarisch mehr über die Sanktionen in Nordrhein-Westfalen.) 

Vor dem Brandenburger Tor in Berlin, an den Hamburger Landungsbrücken, auf dem Münchener Marienplatz und vor der Kölner Domplatte, also all dort, wo sonst das Leben tobt, ist nun deutlich weniger los als sonst, berichten Reporter. Nur eine Momentaufnahme? Oder halten sich die Menschen in den vier Städten, die zusammen fast zehn Prozent der deutschen Einwohnerzahl stellen, an die neuen Regeln?

Berlin, Hamburg, München und Köln in Zeiten des Coronavirus

Menschenleer ist es vor dem Brandenburger Tor in Berlin, auf dem Marienplatz in München, an den Hamburger Landungsbrücken und vor dem Kölner Dom in Zeiten des Coronavirus – nur eine Momentaufnahme oder halten sich die Menschen an die Regeln?

DPA

Coronavirus-Regeln werden größtenteils befolgt

Das sagen die Polizeibehörden von Berlin (3,6 Millionen Einwohner), Hamburg (1,8 Millionen), München (1,5 Millionen) und Köln (1,1 Millionen) dazu:

Die Polizei in Berlin veröffentlicht täglich eine Bilanz zur Einhaltung der neuen Verordnung und hat demnach zahlreiche Verstöße festgestellt. In der Hauptstadt wurden seit dem Wochenende Tag und Nacht mehrfach Kontrollen mit mehreren hundert beteiligten Beamten durchgeführt. Es seien fast 400 Objekte (zum Bespiel Geschäfte und Restaurants) und Zusammenkünfte überprüft worden. Insgesamt hätten die Einsatzkräfte dabei rund 180 Verstöße festgestellt, häufig sei es um Gastronomiebetriebe, die geöffnet waren, gegangen. Sie seien dann geschlossen worden. Die Beamten schrieben mehr als 100 Strafanzeigen wegen möglicher Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz, und Ordnungswidrigkeitenanzeigen "aufgrund der Nichteinhaltung der Kontaktbeschränkung" wurden gefertigt, hieß es.

Im Stadtteil Schmagendorf wurde die Berliner Polizei am Montag zu einem Supermarkt gerufen. Dort habe "ein Einhalten des Sicherheitsabstandes nicht gewährleistet werden" können. Nachdem Beamte weitere Kunden am Betreten des Ladens gehindert hätten, habe der Betreiber sein Geschäft vorzeitig geschlossen.

Ein Sprecher der Polizei in Hamburg stellte den Bürgerinnen und Bürgern der Hansestadt auf Anfrage ein gutes Zeugnis aus: "Die Leute halten sich zum überwiegenden Teil an die Allgemeinverfügung des Senats", sagte er dem stern. Die Beamten in Deutschlands zweitgrößter Stadt überprüften schon seit rund einer Woche, ob die  Regeln eingehalten werden. Dabei seien gut 600 Verstöße festgestellt worden. Ob aber tatsächlich alle zu einer Strafanzeige führen, ließ der Sprecher offen. Nicht immer sei von Vorsatz auszugehen. "Die Polizei Hamburg will Augenmaß walten lassen", führte er aus.

Grundsätzlich verändere die Coronavirus-Krise die Arbeit der Polizei in der Hansestadt: "Die Menschen gehen weniger aus, ob zum Shoppen oder in die Kneipe, sodass die Alltagskriminalität zurückgeht: weniger Raubdelikte, weniger Körperverletzungen, weniger Taschendiebstähle. Und auch weniger Einbrüche, weil viele Menschen zuhause sind." Dass im Gegenzug die Fallzahlen etwa von häuslicher Gewalt steigen, sei bisher noch nicht festgestellt worden.

Das verhältnismäßig ruhige Geschehen in der Stadt führe indes dazu, dass die Polizei mehr Präsenz auf der Straße zeige. "Wir haben mehr Zeit für die klassischen Schutzmann-Aufgaben", sagte der Sprecher. Auch dies könne dazu führen, dass die Kriminalität in einigen Deliktsfeldern zurückgehe. Die Ermittler beobachten nach Angaben aus dem Polizeipräsidium jedoch derzeit genau, ob zum Beispiel Betrugsfälle im Zuge der besonderen Situation zunehmen. Die Hamburger Polizei warnt in diesem Zusammenhang vor allem Älterere vor einem abgewandelten "Enkeltrick", bei dem eine Covid-19-Erkrankung vorgetäuscht wird, oder vor Hausbesuchen vermeintlicher Mitarbeiter des Gesundheitsamtes bei Senioren.

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Aus München meldete die Polizei mehr als 5000 Kontrollen seit Montag. Nur bei einem Bruchteil (rund 200) stellten die Beamten Verstöße gegen die geltende Allgemeinverfügung fest, gut 120 davon wurden zur Anzeige gebracht. Die Polizei in München geht nach eigenen Angaben Hinweisen auf Verstöße gegen die neuem Corona-Regeln nach, überprüft aber auch eigeninitiativ die Einhaltung deren.

Ob die Quote der Verstöße hoch oder niedrig ist, wollte die Polizei nicht bewerten: "Wir befinden uns mit diesen Einsätzen in einer erstmaligen Situation, deshalb fehlt jeder Vergleich und es ist derzeit noch schwierig eine Bilanz darüber zu ziehen", schrieb sie bei Twitter.

Welche Verstöße die Beamten konkret festgestellt haben, teilte die Polizei nicht mit. Sie beschrieb lediglich einen kuriosen Fall vom 17. März: Demnach wurde ein 33-Jähriger vorerst festgenommen, nachdem er "einen Fahrkartenautomat der Münchner Verkehrsgesellschaft, eine Haltestange in der U-Bahn und auch den Handlauf einer Rolltreppe ableckte" und dies per Video aufgenommen haben soll. "Mit dem Bezug auf den Corona-Virus verbreitete er schließlich dieses Video in den Sozialen Medien." Gegen den Mann werde wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt.

  

Ähnlich sieht es in Köln aus. "Unser Eindruck ist, dass die Menschen sehr diszipliniert sind", sagte ein Sprecher der Kölner Polizei dem stern. Konkrete Zahlen zu möglichen Verstößen gegen die neuen Regeln, zum Beispiel Zusammenkünfte von mehr als zwei Personen oder unberechtigte Ladenöffnungen, liegen jedoch nicht vor. Die Einhaltung der in Nordrhein-Westfalen geltenden Rechtsverordnungen überprüfe die Polizei im Rahmen des normalen Streifendienstes. Auch in der Domstadt stellen die Beamten einen positiven Nebeneffekt fest: Es gebe weniger Straftaten wie Wohnungseinbrüche oder Taschendiebstähle, so der Sprecher weiter. "Täter haben schlicht weniger Tatgelegenheiten, wenn den ganzen Tag jemand zuhause ist oder weniger Menschen auf den Straßen unterwegs sind."

Quellen: Bundesregierung, Polizei Berlin (1), Polizei Berlin (2), Polizei München (1), Polizei München (2), Nachrichtenagentur DPA

18jähriger Kater und Welpe geht das?
Hallo, wir haben einen 18-jährigen Kater der aber noch recht fit ist. Er ist zwar eigentlich nur zu meiner Mutter anhänglich also kommt immer am Abend auf die Couch und lässt sich streicheln von ihr sonst ist er eigentlich den ganzen Tag in seinem Bett im Keller oder oben auf einer Decke die im Schrank liegt. Erzieht sich also zurück. Nun ist der Wunsch nach einem Welpen doch sehr groß und der einzige Grund der dagegen spricht oder der infrage kommt warum wir keinen holen würden wäre unser Kater. Habt ihr Erfahrung mit alten Katzen und welchen gemacht? Unser Kater ist nämlich Hallo, wir haben einen 18-jährigen Kater der aber noch recht fit ist. Er ist zwar eigentlich nur zu meiner Mutter anhänglich also kommt immer am Abend auf die Couch und lässt sich streicheln von ihr sonst ist er eigentlich den ganzen Tag in seinem Bett im Keller oder oben auf einer Decke die im Schrank liegt. Erzieht sich also zurück. Nun ist der Wunsch nach einem Welpen doch sehr groß und der einzige Grund der dagegen spricht oder der infrage kommt warum wir keinen holen würden wäre unser Kater. Habt ihr Erfahrung mit alten Katzen und welchen gemacht? Unser Kater ist nämlich eigentlich nicht So gut auf Hunde zu sprechen also wenn ein Hund an seinem Garten vorbeigeht springt er schon hinterm Zaun ein bisschen hoch und fängt an zu fauchen. Denkt ihr nicht das Man wird vorsichtiger Eingewöhnung es schaffen könnte dass die beiden sich verstehen? LG und danke im Voraus