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Ebola-Epidemie: WHO zählt mehr als 7500 Tote in Westafrika

Es gibt keinen Anlass für Entwarnung: Über 7500 sind in Westafrika schon an der Ebola-Infektion gestorben, über 19.000 gelten als infiziert. Die Dunkelziffer ist in beiden Fällen viel höher.

Die Leiche eines vermutlich an Ebola Gestorbenen wird in Freetown, der Hauptstadt von Sierra Leone, begraben

Die Leiche eines vermutlich an Ebola Gestorbenen wird in Freetown, der Hauptstadt von Sierra Leone, begraben

Ein Jahr nach Ausbruch der Ebola-Epidemie geben die jüngsten Zahlen keinen Anlass zur Entwarnung. Inzwischen seien in Westafrika mindestens 7518 Menschen gestorben, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Montag in Genf mit. Die meisten Menschen (3376) starben bisher in Liberia. Insgesamt sind laut WHO in Sierra Leone, Liberia und Guinea 19.340 Menschen an der Seuche erkrankt. Die WHO geht von einer hohen Dunkelziffer an Fällen aus.

Der Ebola-Beauftragte der Bundesregierung, Walter Lindner, hält die Lage ebenfalls weiter für schwierig. Für eine Entwarnung sei es noch viel zu früh, sagte Lindner #link;http://www.spiegel.de/politik/deutschland/ebola-bundesregierung-sieht-kein-ende-der-epidemie-in-afrika-a-1008875.html;in einem Interview mit "Spiegel Online".# Nach seinen Angaben prüfen das Deutsche und das Internationale Rote Kreuz eine Ausweitung ihres Engagements in Sierra Leone. Das deutsche Personal sei bislang ausreichend. "Wir gehen da Schritt für Schritt vor. Schon jetzt Personal in Deutschland auszubilden für Einsätze, die noch Wochen entfernt sind, macht wenig Sinn", sagte Lindner.

tis/DPA/DPA