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Havarierter Frachter: Erste Ölklumpen an Neuseelands Stränden angespült

Früher als erwartet sind erste Teile eines Ölteppichs von dem havarierten Containerschiff "Rena" an die neuseeländische Nordostküste gespült worden. In der von der Havarie betroffenen Bucht leben unter anderem Wale, Delfine, Pinguine und Seehunde.

Nach der Havarie eines Frachters vor der neuseeländischen Nordinsel ist Öl an der Küste der malerischen Bucht Bay of Plenty angespült worden. Erste "faustgroße" Ölklumpen seien am Montag an den Stränden von Mount Maunganui entdeckt worden, teilte die Meeresschutzbehörde mit. Die Strände wurden gesperrt. Die Rettungsmannschaften versuchten unterdessen, das havarierte Containerschiff abzudichten, aus dem nach Schätzungen der Behörden bereits 20 Tonnen Schweröl ausgelaufen sind.

Die unter liberianischer Flagge fahrende "Rena" war am Mittwoch in der Bay of Plenty auf ein Riff geprallt. Das Schiff droht auseinanderzubrechen und zu sinken. Es hat 1.700 Tonnen Schweröl als Treibstoff an Bord. Nach Angaben der Behörden wurden bis Montagmorgen nur rund zehn Tonnen Treibstoff aus den Tanks des Containerschiffs auf ein anderes Schiff abgepumpt. Dann musste die Aktion aus Sicherheitsgründen vorerst abgebrochen werden.

Die Rettungskräfte versuchten daher gleichzeitig, das Öl aus unsicheren Tanks im vorderen Teil des Schiffes in den geschützteren hinteren Teil umzupumpen. Die Tanks sollen zudem abgedichtet werden, da das Schiff weiterhin zu sinken droht. Ab Montagabend sagen die Meteorologen deutlich schlechteres Wetter mit starken Regenfällen und heftigem Wind voraus.

In der von der Havarie betroffenen Bucht leben unter anderem Wale, Delfine, Pinguine und Seehunde. Sie ist eine der Touristenattraktionen des Landes. Zahlreiche Seevögel sind durch das Öl bereits verendet.

kgi/AFP/DPA / DPA
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