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Plage in Australien: Hunderttausende Fledermäuse tyrannisieren Kleinstadt

Es sind Bilder wie aus Alfred Hitchcocks "Die Vögel". Nur, dass es sich um Fledermäuse handelt, die in Australien über eine Kleinstadt hergefallen sind. Die Bewohner fühlen sich als Geiseln, weil sie kaum noch aus dem Haus können.

Sie fliegen in Scharen am Himmel, hängen zu Hunderten in den Bäumen: In Australien hält eine Fledermausplage ungekannten Ausmaßes die Bewohner einer Kleinstadt in Atem. Mehr als 200.000 Flughunde, die zu den größten der Welt gehören, seien über Charters Towers im Nordosten des Kontinents hergefallen, sagte Bürgermeisterin Elizabeth Schmidt am Montag der Deutschen Presse-Agentur. "Der Gestank ist furchtbar", sagte Einwohnerin Snow Hearne. Zudem ließen die Schreie der Tiere in der derzeitigen Paarungszeit die Menschen nicht schlafen. "Wir können nicht mal in den Garten gehen. Wir werden als Geiseln gehalten", sagte sie. Auch Kot und Urin der Tiere sind für die Einwohner ein ernstes Ärgernis.


Fledermäuse vom Eukalyptus angelockt

Die Fledermäuse werden von einem Überfluss an natürlich vorkommendem Eukalyptus in der Region angezogen. Deshalb seien sie als Problem bekannt, sagten Anwohner. Doch es sei noch nie so schlimm gewesen wie jetzt. Die Stadtverwaltung hat wegen der Plage bereits zwei Parks, ein Schwimmbad und andere öffentliche Anlagen schließen müssen. Am Wochenende demonstrierten Bewohner beim Stadtrat und riefen die Verwaltung auf, etwas gegen die "Plage des Schreckens" zu tun.

jek / DPA