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Jahresrückblick

Best of 2019: "Raser"-Taube, Paletten-Parkplatz und verstörende Urin-Probe: die kuriosesten Nachrichten aus Deutschland

Jeden Tag passieren in Deutschland die ungewöhnlichsten Dinge – doch nur selten wird darüber auch überregional berichtet. Hier finden Sie ein Best-of besonders lustiger und kurioser Meldungen im Jahresrückblick.

Jahresrückblick 2019 - Best of Nachrichten aus Deutschland

In Deutschland passieren Tag für die Tag die kuriosesten Geschichten, wie unsere Sammlung von Meldungen aus Deutschland des zurückliegenden Jahres zeigt

Manches ist einfach nur zum Schmunzeln, anderes lässt einen hingegen kopfschüttelnd zurück: Tag für Tag ereignen sich in Deutschland völlig kuriose und/oder witzige Geschichten, die es allerdings nur selten auch in die überregionale Berichterstattung schaffen. Der stern bringt genau solche Meldungen seit einigen Jahren in der Rubrik "Nachrichten aus Deutschland" unter – und in zwölf Monaten kommt da schnell ein buntes Sammelsurium an ungewöhnlichen Ereignissen zusammen.

In diesem Best-of hat die stern-Redaktion noch einmal die kuriosesten Meldungen des vergangenen Jahres für Sie zusammengefasst. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen!

Nachrichten aus Deutschland: das Best-of im Jahresrückblick 2019

Januar

Mann bittet um Einlass in Polizeirevier, um dort kiffen zu können

8. Januar 2019: Ein 21-Jähriger hat bei einem Karlsruher Polizeirevier um Einlass gebeten, um dort Drogen zu konsumieren. Er habe am späten Dienstagabend mehrfach auf dem Revier geklingelt und angegeben, Marihuana rauchen zu wollen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Nachdem die Beamten ihn hereingelassen hatten, wollten sie ihn nach Drogen durchsuchen, weil er einen verwirrten Eindruck machte. Das wollte der Mann nicht zulassen und nahm eine Boxerhaltung ein. Es benötigte drei Polizisten, um ihn unter Kontrolle zu bekommen. Zwei von ihnen und der Tatverdächtige selbst wurden dabei leicht verletzt. Der Mann ist wegen Drogenhandels vorbestraft. Jetzt wird unter anderem wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte gegen ihn ermittelt.

Pärchen hat während Autofahrt Sex hinterm Steuer – und baut einen Unfall

26. Januar 20019: Unfallmeldungen gehören für Verkehrspolizisten zum Alltag. Was allerdings hinter dem Zusammenprall zweier Fahrzeuge in Duisburg steckte, dürfte auch erfahrenen Gesetzeshütern erstaunt die Augenbraue hochziehen lassen: Am späten Nachmittag waren zwei Autos verunfallt, nachdem an einer Kreuzung die Ampel ausgefallen war und einer der beiden Fahrer, ein 70-jähriger Mann, die dann geltende Vorfahrtsregelung missachtet hatte. So weit, so gewöhnlich.

Wie die Polizei dann jedoch weiter berichtet, hatte der Verursacher eine 34-jährige Begleitung im Auto, die Halterin des Wagens. Die Polizisten wollten von beiden wissen, wer gefahren war. Die Antworten fielen nicht eindeutig aus, die Beamten bohrten nach. "Die 34-Jährige räumte letztlich ein, dass sie während der Fahrt auf dem Schoß des Audi-Fahrers saß und man Geschlechtsverkehr hatte", teilt die Polizei mit. Und weiter: "Das Lenken, Schalten und Treten der Pedale habe man sich geteilt". Darüber hinaus hatte keiner von beiden eine gültige Fahrerlaubnis. Auf die beiden kommt nun ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und Fahrens ohne Fahrerlaubnis ein.

Februar

Drei Familienmitglieder nacheinander angetrunken am Steuer erwischt 

6. Februar 2019: Mit einem alkoholisierten Bäumchen-Wechsel-Dich-Spiel am Steuer hat sich eine Familie in Gelsenkirchen mächtig Ärger eingehandelt. Wie die Polizei mitteilte, saßen Vater, Mutter und Sohn am späten Abend nacheinander angetrunken am Lenkrad desselben Wagens - und zwar an der Schalker Arena nach dem DFB-Pokalspiel des FC Schalke 04 gegen Fortuna Düsseldorf.

Auf dem Weg zu einer Parkplatzausfahrt an der Arena steuerte demnach zunächst der 49-jährige Vater aus Castrop-Rauxel den Wagen und überließ dann seinem 19-jährigen Sohn den Fahrerplatz, bevor dieser das Steuer der 48-jährigen Mutter übergab. Als Polizisten den Wagen der Fußball-Fan-Familie stoppten, bemerkten sie starken Alkoholgeruch.

Atemtests ergaben beim Vater 1,42 Promille, bei der Mutter 0,74 Promille und beim Sohn, der als Fahranfänger den Führerschein noch zur Probe hat, immerhin noch 0,42 Promille.

"Rasende" Taube von mobilem Radarwagen geblitzt

nachrichten deutschland - geblitzte taube

Zackig unterwegs: Diese Taube wurde in Bocholt zu einem Social-Media-Star

DPA

Februar 2019: Hätte sie ein Nummernschild, wären jetzt 25 Euro fällig: Im nordrhein-westfälischen Bocholt ist eine Taube im Flug geblitzt worden und hat der Stadt so einen Ansturm von Anfragen in den sozialen Netzwerken eingebracht. Die Stadt hatte in der vergangenen Woche das Blitzerfoto des Tieres auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht. Seither könne sich die Pressestelle vor Nachfragen kaum retten, sagte ein Mitarbeiter. Statt der vorgeschriebenen 30 Kilometer pro Stunde war die Taube laut Mitteilung mit Tempo 45 vor den mobilen Radarwagen geflattert.

Passiert sei das Ganze bereits im Februar. Aber die Auswertung der Bilder habe ein paar Tage gedauert, erklärte die Stadt. Nach Abzug der Toleranz von drei Stundenkilometern sei die rasende Taube noch immer um zwölf Stundenkilometer zu schnell gewesen, rechnete die Stadt vor. Fällig sei damit ein Verwarnungsgeld von 25 Euro. Entscheidend für den Auslöser sei die Bewegung des Tieres gewesen, erklärte der Sprecher der Stadt.

März

Frau meldet Mord an Ehemann, damit Polizei schneller kommt

7. März 2019: Eine betrunkene Frau hat in Bayern über Notruf die Ermordung ihres Mannes gemeldet - weil ihre Garage zugeparkt war. "Die Frau hat gedacht, wenn sie einen Mord meldet, kommt die Polizei schneller", berichtete der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd.

Tatsächlich waren die Beamten – und auch der Notarzt – am frühen Donnerstagmorgen in Berchtesgaden sofort zur Stelle. Sie trafen aber nur die 44-Jährige an, die dem Alkohol erheblich zugesprochen hatte. Weil die Frau offensichtlich dennoch ins Auto steigen wollte, nahmen die Beamten ihr vorsorglich den Fahrzeugschlüssel ab – zur Gefahrenabwehr, wie der Sprecher bestätigte.

Der Dame sollten die Kosten des Einsatzes in Rechnung gestellt, die Führerscheinstelle wurde informiert - und sie erwartete eine Strafanzeige wegen Missbrauchs von Notrufen. Nicht zu klären war zunächst, ob es überhaupt einen Ehemann gibt und wo sich dieser gegebenenfalls aufhielt.

Essen nicht abgeholt: Imbissmitarbeiter rettet Stammkunden das Leben 

9./10. März 2019: Aus Sorge um einen Stammkunden hat der Betreiber eines Grillimbisses am Wochenende die Polizei informiert und dem Mann damit wohl das Leben gerettet. Der 54-Jährige hatte laut Polizei bei seinem Stammimbiss in der Martinstraße Essen bestellt. Als er seine Order nicht wie gewohnt um 17.45 Uhr abholte, machte sich einer der Mitarbeiter Sorgen und rief die Polizei. Die Beamten ermittelten den Wohnort in Düsseldorf-Friedrichstadt und verschafften sich Zutritt, weil es kein Lebenszeichen aus der Wohnung gab. Rettungskräfte fanden den Mann dort bewusstlos auf. Offenbar bestand akute Lebensgefahr. Der 54-Jährige wäre ohne rechtzeitige Hilfe wohl verstorben. Er wurde in ein Krankenhaus eingeliefert.

Landwirt sät riesigen Heiratsantrag in Acker

nachrichten deutschland - heiratsantrag in feld

Mit diesem kreativen wie beeindruckenden Heiratsantrag hatte ein Landwirt aus Bayern vollen Erfolg - im Oktober sollen die Hochzeitsglocken läuten

DPA

März 2019: Im bayerischen Hahnbach hat ein Landwirt seiner Freundin einen ebenso ungewöhnlichen wie kreativen Heiratsantrag gemacht. So hatte Bauer Florian Weiß die Frage aller Fragen – in seinem Fall "Mogst mi heiran?" – bereits vor einigen Monaten in ein Feld gesät, um nun die Früchte seiner Arbeit zu "ernten". "Das war eine Nacht- und Nebelaktion", erzählte der 24-Jährige der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Zuvor hatte "onetz.de" berichtet.

Im vergangenen Herbst habe er die Gerste mit einer modernen und besonders präzise arbeitenden Maschine ausgesät, sagte Weiß. Ein paar Wochen wuchs das Ganze, bis er seine Freundin mit auf das Feld in Hahnbach bei Regensburg nahm, sich gemeinsam mit ihr von einem Kran in 30 Meter Höhe fahren ließ und seine Frage schließlich stellte. Sie sagte ja - die Hochzeit soll in diesem Oktober stattfinden.

April

Feuerwehr befreit 38-Jährigen von Keuschheitsgürtel

2. April 2019: Einen Winkelschleifer musste die Feuerwehr Hamburg einsetzen, um einen Mann aus einer ziemlich misslichen Lage zu befreien. Mit einem verschlossenen Keuschheitsgürtel erschien der 38-Jährige zunächst auf einer Polizeiwache in Poppenbüttel - das berichtete das "Hamburger Abendblatt" zuerst. Laut seiner Aussage hatte die Domina nach einem Treffen auf einem Rastplatz an der A7 bei Lübeck den Schlüssel für das stählerne Korsett behalten. Er soll den Gürtel bereits zwei Wochen getragen haben. Gegenüber der Polizei behauptete er später, von der Domina erpresst worden zu sein. Nach Darstellung der 25-Jährigen, die von der Polizei ermittelt werden konnte, sei abgemacht gewesen, dass sie den Schlüssel behalte. Sie habe sich dann geweigert ihn herauszugeben, weil sich der Mann eine andere Domina gesucht hatte.

Urin in der Regentonne – der faule Nachbar war Schuld

25. April 2019: Statt aufs Klo zu gehen, hat ein Mann im bayerischen Amberg immer wieder in Flaschen gepinkelt und diese aus dem Fenster seiner Dachgeschosswohnung entleert. Das Problem: Über die Dachrinne floss der Urin in die Regentonne einer Nachbarin. Die 35-Jährige habe sich gewundert, wie Urin in ihre derzeit ziemlich leere Regentonne komme, berichtete die Polizei.

Das Rätsel sei tags zuvor "durch eine Beobachtung" geklärt worden. Der 20 Jahre alte Nachbar, dessen Wohnung wohl nur eine Etagentoilette habe, erhielt eine Ordnungswidrigkeitsanzeige - und wurde laut Mitteilung aufgefordert, "dieses Verhalten zu unterlassen".   

Mai

Unbekannte lassen Wasser aus Freibad ab

Unbekannte ließen aus einem Freibad in Bevern das Wasser ab

300 Kubikmeter Wasser ließen die Täter aus dem Freibad in Bevern ab

2. Mai 2019: Im niedersächsischen Bevern haben Unbekannte aus einem Freibad das Wasser abgelassen. Wie die Polizei mitteilte, verschafften sich die Täter Zutritt zu dem Schwimmbad und öffneten dort einen Schachtdeckel. Anschließend betätigten sie einen Schieber, der das Wasser aus dem Pool ablaufen ließ, insgesamt 300 Kubikmeter. Der Schaden belief sich auf rund 1500 Euro.  

Apfelmus löst Sprengstoffalarm an Flughafen aus 

6. Mai 2019: Selbstgemachtes Apfelmus hat am Erfurter Flughafen Alarm ausgelöst. Bei der Sicherheitskontrolle schlug die von einer Familie mitgebrachte Babynahrung  mehrfach in einem Gerät zur Sprengstoffkontrolle an, wie die Bundespolizei mitteilte.

Mit einem solchen Sprengstoffdetektorengerät werden Flüssigkeiten überprüft. Erst nach einer manuellen Nachkontrolle bekam die Familie ihr Apfelmus zurück und konnte ihren Flug ins türkische Antalya antreten.

Juni

Peinliches Missverständnis: Mann gibt bei Kontrolle Sperma- statt Urinprobe ab

18. Juni 2019: Von einer der ungewöhnlichsten und wohl auch kuriosesten Verkehrskontrollen ihres Lebens berichteten Beamte der Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis (Nordrhein-Westfalen). In Lüdenscheid war ihnen der Fahrer eines Kleintransporters aufgefallen. Die Polizisten vermuteten bei dem Mann Drogenkonsum und baten ihn zu einem Vortest. Der Verdächtige willigte ein und verschwand mit einem Becher im Gebüsch.

Dort blieb er der Polizei zufolge "ungewöhnlich lange" und lieferte bei seiner Rückkehr "etwas beschämt" den Becher ab. Statt Urin fanden die Beamten darin allerdings Sperma. Sie erklärten die Probe für ungültig und verlangten als Alternative einen Speicheltest. Der fiel negativ aus, sodass der Mann ohne Konsequenzen weiterfahren durfte. Weitere Angaben machten die Polizisten nicht.

Unbekannte "parken" Auto auf Turm aus 13 Holzpaletten

 

nachrichten aus deutschland pkw auf holzpaletten-turm geparkt

Mit einem Teleporter stapelten Unbekannte in Dörpstedt 13 Holzpaletten übereinander und parkten auf dem Turm einen Pkw 

25. Juni 2019: Einen mehr oder weniger lustigen – in jedem Fall aber gefährlichen – Streich erlaubten sich Unbekannte an einer Kreuzung im schleswig-holsteinischen Dörpstedt. Sie parkten einen Pkw in luftiger Höhe – auf insgesamt 13 übereinander gestapelten Holzpaletten. Wie die Polizei vermutet, behalfen sie sich bei ihrem knapp zwei Meter hohen "Kunstwerk" mit einem Teleporter, der in der Nähe abgestellt und offenbar frei zugänglich war.

Juli

40-Jähriger klaut Rettungswagen, um nach Hause zu fahren 

10. Juli 2019: Eine nicht besonders schlaue Idee hatte in der Nacht zum Mittwoch ein Mann in Remscheid (NRW). Um nach einem Krankenhausbesuch nach Hause zu kommen, klaute der 40-Jährige einen Rettungswagen, der vor einem Altenheim in der Nähe des Krankenhauses wartete. Laut Aussage des Verdächtigen habe der Wagen dort mit laufendem Motor gestanden. Der Mann sei zuvor von eben diesem Rettungswagen in die Klinik gebracht worden, wie ein Sprecher der Kölner Polizei sagte. Die Kölner Autobahnpolizei nahm den Mann auf der Autobahn 3 nahe der Ausfahrt Königsforst fest. Nach Angaben der Polizei war er alkoholisiert und hatte keinen Führerschein.

Frau malt TÜV-Plakette nach und klebt sie an ihr Auto 

Nachrichten aus Deutschland – das gefälschte Wilhelmshavener Kennzeichen

Wirklich geglückt sind der 32-jährigen Halterin die Kopien von TÜV- und Zulassungsstempel nicht. Einem Mitarbeiter des Ordnungsamts fielen die Fake-Plaketten auf.

25. Juli 2019: Selbst gemalte KfZ-Kennzeichen kommen einem im Straßenverkehr immer mal wieder unter. Auf die Idee, die TÜV-Plakette zu fälschen, sind aber noch nicht allzu viele Autofahrer gekommen. Wirklich geglückt waren einer 32-jährigen Halterin die Kopien von TÜV- und Zulassungsstempel dann auch nicht. Die Frau aus Wilhelmshaven hatte sich demnach ihre Buntstifte geschnappt und im Stile eines Drittklässlers sowohl den TÜV- als auch den Zulassungsstempel mit dem Landeswappen von Niedersachsen nachgemalt.

Beide schnitt sie aus und klebte sie ans Kennzeichen ihres Autos, das laut Polizei Anfang Juli wegen fehlendem Versicherungsschutz stillgelegt worden war. Bei einer nachträglichen Kontrolle entdeckte ein Mitarbeiter des Ordnungsamts die selbst gestalteten Plaketten. Die Polizei leitete gegen die Halterin ein Verfahren wegen Urkundenfälschung ein.

August

Falsch getankt: Paar will Auto leerpumpen und fackelt es völlig ab

nachrichten deutschland - auto abgefackelt

Der Pkw brannte nach einer Verpuffung vollständig aus 

9. August 2019: Falsch getankt - was nun? Der Versuch einer 55-Jährigen im südhessischen Eschborn, Benzin aus ihrem Diesel-Wagen zu pumpen, ist mächtig schiefgegangen. Ihr Auto brannte stattdessen vollkommen aus, wie die Polizei mitteilte. Was war passiert? Die Frau rollte den Wagen mit einem Passanten weg von den Tanksäulen, hin zur Staubsaugeranlage. Dort führten die beiden einen Gartenschlauch in den Tank. Ihre Idee: Das Benzin sollte in eine Metallwanne gefüllt werden.

Um den Kraftstoff abzuzapfen, nahmen sie kurzerhand noch einen Staubsauger zur Hilfe. Dabei kam es dann zur Verpuffung, wie es weiter hieß. Erst stand der Staubsauger in Flammen, dann auch das Auto. Der 20-jährige Helfer erlitt eine leichte Handverletzung.

September

56-Jähriger mit E-Bike Marke Eigenbau unterwegs 

Nachrichten aus Deutschland

Mit diesem Vehikel wurde ein Mann auf der Straße gestoppt

5. September 2019: In Kürten im Rheinisch-Bergischen Kreis in NRW haben Polizisten einen 56-Jährigen angehalten, der mit einem zum E-Bike getunten Fahrrad unterwegs war. Der Mann hatte an dem Zweirad mittels Kabelbinder ein Steuerungsgerät an der Längsstange und am Sattelrohr montiert. In einem ebenso angebrachten Topcase befanden sich drei Akkus mit 22,2 Volt und am Lenker ein digitaler Tachograph mit Ein-und Ausschaltknopf, teilen die Beamten mit.

"Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass das zu einem E-Bike umfunktionierte Fahrrad eine Geschwindigkeit von bis zu 52 km/h erzielen konnte", heißt es in der Mitteilung. Der Fahrer hätte aber weder eine Fahrerlaubnis noch eine Betriebserlaubnis für seinen kreativen Eigenbau vorweisen können. Außerdem stellten die Polizisten in seinem Atem einen Alkoholwert von 0,8 Promille fest. Gegen ihn wurde Anzeigen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und wegen des Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz erstattet. Daneben wurden Verfahren wegen Trunkenheit im Verkehr und des Verstoßes gegen die Straßenverkehrsordnung eröffnet. 

Mann löscht brennendes Auto erfolgreich mit Bier

24. September 2019: Mit Bier hat ein Autofahrer auf der Autobahn 3 in Bayern Schlimmeres verhindert. Als sein Wagen seltsame Geräusche machte, fuhr er an der Anschlussstelle Hösbach im unterfränkischen Landkreis Aschaffenburg von der Autobahn ab und hielt im gesicherten Bereich an, wie die Polizei berichtete. Der Mann entdeckte Flammen im Motorraum. Kurzerhand holte er einige Bierflaschen aus seinem Auto und löschte mit dem Gerstensaft den Brand selbst. Der Mann habe perfekt reagiert, hieß es von Seiten der Polizei. Die Feuerwehr habe nicht mehr eingreifen müssen.

Oktober

18-Jähriger steigt aus Liebeskummer in Gefängnis ein 

24. Oktober 2019: Um seine Verflossene zurückzugewinnen, ist ein junger Mann in Niedersachsen in eine Haftanstalt eingestiegen. Der 18-Jährige habe dort mit seiner in der JVA Vechta inhaftierten Ex-Freundin reden wollen, so eine Sprecherin der JVA. Die ebenfalls 18-Jährige hatte sich erst kurz vorher per Telefon von ihm getrennt. Er kletterte erst über eine vier Meter hohe Mauer und dann über die vergitterten Fenster zur Zelle der Frau. Mitarbeiter der JVA stellten den Mann. Da er sich aber weigerte, wieder herunterzuklettern, musste die Feuerwehr ihn per Leiter herunterholen. Gegen den jungen Mann mit Liebeskummer wird nun wegen Hausfriedensbruch und der unerlaubten Kontaktaufnahme mit Gefangenen ermittelt.

November

SEK findet Luft-Luft-Rakete in Wohnung

Nachrichten aus Deutschland – Experten tragen die Luft-Luft-Rakete aus einem Haus

Wegen des Vedachts des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz durchsuchten Spezialkräfte eine Wohnung in Magdeburg. Dabei fanden sie unter anderem diese Luft-Luft-Rakete.

DPA

12. November 2019: Dutzende Waffen aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg haben Spezialeinsatzkräfte der Polizei bei einer Hausdurchsuchung in Magdeburg sichergestellt. Wie die Beamten berichteten, fanden Kripo-Beamte in der Wohnung eines 33-Jährigen unter anderem Minen, Panzerfäuste und Granaten. Dazu beschlagnahmten Experten des Kampfmittelräumdienstes eine manipulierte Luft-Luft-Rakete – offenbar aus Beständen der russischen Armee. Das berichtet die "Magdeburger Volksstimme". Ob es sich bei den sichergestellten Waffen um scharfe Munition handelt, wollte das Landeskriminalamt in weiteren Untersuchungen klären. Den tatverdächtigen Wohnungsinhaber trafen die Beamten demnach nicht an.

17-Jähriger bestellt 40 Kälber im Internet 

20. November 2019: Ein 17-Jähriger aus Konstanz hat offenbar 40 Kälber im Internet bestellt und diese an einen leerstehenden Aussiedlerhof in einem Teilort der Stadt liefern lassen. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft berichteten, erstand der Jugendliche die Tiere bei einem Kleinanzeigenportal für 1500 Euro. Nachdem sich laut Ermittler das Transportfahrzeug im morastigen Boden festgefahren hatte und man in der Nachbarschaft um Hilfe gesucht hätte, wurden dem Bericht zufolge Zeugen auf die Tiere aufmerksam und stellten fest, dass diese ohne Wasser, Milch und Futter "in einer völlig unzureichenden Stallung" untergebracht waren. Die alarmierte Polizei fand daraufhin auf dem alten Hof zwei tote Tiere. Die restlichen Kälber waren demnach unterversorgt und teilweise in einem sehr schlechten Zustand. Acht Kälber mussten mittlerweile vom hinzugezogenen Veterinäramt eingeschläfert werden. Die Tiere stammten aus Norddeutschland.

Warum der Jugendliche die Tiere überhaupt bestellte und wie er sie halten wollte, blieb zunächst unklar. Gegen ihn wurden ebenso wie gegen den Spediteur und den mutmaßlichen Händler Ermittlungen wegen des Verdachts auf einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet.

Dezember

"Ganz entzückter" Lkw-Fahrer guckt Erotikfilm während der Fahrt

4. Dezember 2019: Die Polizei hat in Rheinland-Pfalz einen Lastwagenfahrer gestoppt, der über eine weite Strecke Schlangenlinien gefahren ist. Bei der Kontrolle fanden die Beamten am Mittwochabend auch schnell die Ursache: Der Fahrer hatte auf einer Bundesstraße bei Birkweiler auf seinem Tablet einen Erotikfilm geguckt. Davon war er laut Polizeibericht vom Donnerstag "ganz entzückt wie gleichermaßen auch fahrtechnisch abgelenkt, wie er selbst reumütig zugab". 


mod