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Massachusetts Institute of Technology: Jeffrey Epstein: US-Eliteuni nahm Spenden von verurteiltem Sexualstraftäter an

Die renommierte US-Uni MIT erhielt eine großzügige Spende von Jeffrey Epstein. Präsident Rafael Reif bedankte sich mit einem Dankesbrief bei dem verurteilten Sexualstraftäter, der sich vor wenigen Wochen im Gefängnis selbst getötet hatte.

Jeffrey Epstein (l.) spendete, Rafael Reif (r.) schrieb einen Dankesbrief

Jeffrey Epstein (l.) spendete, Rafael Reif schrieb einen Dankesbrief

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Der Präsident des renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) hat eine finanzielle Unterstützung der Universität durch den als Sexualstraftäter verurteilten US-Multimillionär Jeffrey Epstein eingeräumt.

Rafael Reif teilte auf der Website der Elite-Universität mit, er sei von Anwälten, die die Verbindungen zwischen dem MIT und Epstein untersuchten, darauf hingewiesen worden, dass er ein Dankesschreiben an Epstein unterschrieben habe. "Ich habe offensichtlich diesen Brief am 16. August 2012 unterschrieben, etwa sechs Wochen nach Beginn meiner Leitung. Obwohl ich mich nicht daran erinnern kann, trägt er meine Unterschrift", erklärte Reif.

Jeffrey Epstein sollte als Spender anonym bleiben

Mehrere Angestellte der MIT-Verwaltung hätten von Spenden gewusst, die Epstein der Universität zwischen 2013 und 2017 habe zukommen lassen, erklärte Reif in dem Brief. Sie hätten den - inzwischen zurückgetretenen - Direktor des Forschungsinstituts Media Lab, Joi Ito, gebeten sicherzustellen, dass der Spender anonym bleibe, damit Epstein diese nicht zur Wiederherstellung seines Rufs nutzen könne. 

Epstein-Fall vor Gericht: Mutmaßliches Opfer bekräftigt Vorwürfe gegen Prinz Andrew

Die Spende erfolgte vier Jahre nach der Verurteilung Epsteins. Der Investmentbanker war 2008 wegen der Prostitution junger Frauen zu 13 Monaten Gefängnis verurteilt worden und wurde seitdem als Sexualverbrecher geführt. Er soll jahrelang minderjährige Mädchen sexuell missbraucht und zur Prostitution angestiftet haben. 

Jeffrey Epstein nahm sich im August in Haft das Leben

Nach einer erneuten Festnahme und Inhaftierung wurde der 66-Jährige am 10. August dieses Jahres tot in seiner New Yorker Gefängniszelle gefunden. Nach Angaben des US-Justizministeriums nahm er sich das Leben. Bei einer Verurteilung hätten dem US-Multimillionär, der gute Kontakte zu zahlreichen Politikern und Prominenten hatte, bis zu 45 Jahre Haft gedroht.

mik / AFP