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Bei München "Ab hinter die Leitplanke": Klima-Aktivistin will sich auf Autobahn festkleben, Polizist zerrt sie weg

München: Polizist zerrt Letzte-Generation-Aktivistin von der Autobahn
Kompromisslos zieht der Polizist die Aktivistin von der Straße
© Letzte Generation / Twitter
Klima-Aktivisten der "Letzten Generation" sorgten in München mit Protestaktionen für Chaos. Eine Frau wollte sich an der Autobahn festkleben, ein Polizist ging kompromisslos dazwischen.

Seit Monaten versuchen die Aktivist:innen der "Letzten Generation" das Alltagsleben in der Republik zu stören, um auf die Klimakrise aufmerksam zu machen. Sie greifen Kunstwerke mit Lebensmitteln an oder kleben sich auf Straßen fest und halten dadurch den Verkehr auf. Zu diesem Mittel wollte auch eine Aktivistin in München greifen. 

Mitglieder der Gruppe hatten sich in der Münchner Innenstadt am Stachus festgeklebt und gleichzeitig mit Blockaden den Verkehr auf der A9 und der A69 zum Erliegen gebracht. Ein Video, das die "Letzte Generation" auf Twitter veröffentlichte, zeigt, wie die Aktivistin versuchte, sich auf der A9 festzukleben – offenbar war sie dabei komplett auf sich allein gestellt. Ein Polizist ging aber kompromisslos dazwischen.

Lob für Durchgreifen des Polizisten gegen "Letzte Generation"

Der Beamte kam aus seinem Streifenwagen, packte die Aktivistin am Kragen und zerrte sie von der Fahrbahn auf den Grünstreifen. In dem Video ist zu hören, wie sich der Polizist aufregt: "Ab hinter die Leitplanke, ansonsten gibt's was." Als die Aktivistin trotzdem wieder auf die Autobahn geht, herrscht er sie im bayerischen Dialekt an: "Schau, dass du hinter die Leitplanke kommst. Da rüber, ansonsten gibt es was. Das ist eine polizeiliche Anweisung."

Auf Twitter ging das Video viral und wurde innerhalb von 24 Stunden mehr als eine halbe Million Mal angesehen. Einige User lobten das klare Durchgreifen des Polizisten. "Good job!", schrieb Martin Hagen, Vorsitzender der FDP-Fraktion im bayerischen Landtag. Kritiker:innen, welche die Protestaktion für lebensgefährlich hielten, entgegneten die Klima-Aktivist:innen, dass die Autobahn zu dem Zeitpunkt bereits gesperrt gewesen sei.

Die "Letzte Generation" begründet ihre Aktionen mit den aus ihrer Sicht mangelhaften Maßnahmen der Politik gegen den Klimawandel. "Wir haben vielleicht noch 2 bis 3 Jahre, um vom Kurs Richtung Klimakollaps abzukommen. Wenn wir jetzt nicht handeln, werden wir die grausamste Menschheit sein, die es je gegeben hat. Ich möchte nicht, dass meine Kinder das erleben", zitierte die Gruppe die Aktivistin von der Autobahn auf Twitter.

Quellen: "Münchner Merkur" / "Süddeutsche Zeitung" / Letzte Generation auf Twitter

"Die verzichten lieber auf Demokratie": Blome und Augstein diskutieren über Klima-Protest

Sehen Sie im Video: Klima-Protestler kleben sich an die Straßen und verursachen damit nicht nur Staus, sondern behindern auch Rettungseinsätze. Wie weit darf ziviler Ungehorsam gehen? RTL-Politik-Chef Nikolaus Blome und "Der Freitag"-Verleger Jakob Augstein fahren zu den von Aktivsten beschmierten Parteizentralen und diskutieren über die Aktionen der Aktivisten.

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