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Landkreis Kulmbach "Entsetzlich und unerklärlich": Zweijähriger entwischt aus Kindergarten und ertrinkt in Wasserbecken

Ludwigschorgast im Landkreis Kulmbach
Ersthelfer in Ludwigschorgast im Landkreis Kulmbach versuchten, den Jungen zu reanimieren und brachten ihn ein nahegelegenes Krankenhaus (Archivbild)
© Fotostand / Gelhot / Picture Alliance
In der Gemeinde Ludwigschorgast im bayerischen Landkreis Kulmbach ist ein zweijähriger Junge durch einen Unfall ums Leben gekommen. Ersten Ermittlungen zufolge sei er in einem Wasserauffangbecken ertrunken.

Ein zweijähriger Junge ist im bayerischen Landkreis Kulmbach aus einem Kindergarten gelaufen und in einem Wasserauffangbecken ums Leben gekommen. Zeug:innen hätten den leblosen Jungen in dem eineinhalb Meter tiefen Becken bemerkt, das Kind sei wenig später in einer Klinik gestorben, teilte die Polizei am Dienstag mit. Wie Regionalzeitungen übereinstimmend berichten, sollen Kinder aus der Mittagsbetreuung der Einrichtung, die sich im Rahmen einer Suchaktion mit den Erzieherinnen und weiteren Privatpersonen auf die Suche gemacht hatten, den Jungen gefunden haben. Ersthelfer versuchten noch, ihn zu reanimieren – allerdings ohne Erfolg. Nach derzeitigem Ermittlungsstand geht man davon aus, dass der Junge ertrank.

Der Zweijährige war Polizeiangaben zufolge am Dienstagmittag in dem Kindergarten in der Gemeinde Ludwigschorgast gewesen, entfernte sich aber in einem unbemerkten Moment. Die Kriminalpolizei ermittle zu den genauen Umständen des tragischen Unglücksfalls, teilte die Polizei mit.

Fassungslosigkeit im Landkreis Kulmbach

Wie die Frankenpost berichtet, hätten die Polizist:innen das komplett eingezäunte Gelände des Kindergartens untersucht und keine Lücken gefunden. Der Junge sei Teil einer 12-köpfigen Kinderschar gewesen, die von drei Betreuer:innen beaufsichtigt wurde. 

Die Mitarbeiter des Kindergartens seien am Boden zerstört, erklärte Doris Leithner-Bisani, die Bürgermeisterin der 1000-Seelen-Gemeinde Ludwigschorgast, gegenüber dem Blatt. Der Vorfall sei "entsetzlich und unerklärlich", in der Gemeinde herrsche pures Entsetzen. Die Familie des Jungen werde von Seelsorgern betreut.

Erst am vergangenen Wochenende wurde in dem Kindergarten ein großes Fest gefeiert – anlässlich seiner fertigen Renovierung, für die 1,4 Millionen Euro investiert wurden. "Wenn ich mich an die vielen lachenden Kinder erinnere, die da am Wochenende mit gefeiert haben, zerreißt es mir das Herz", erzählt einer der Teilnehmer.

Quellen: DPA, Frankenpost, InFranken 

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