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Malaysia Airlines-Boeing: Neue Satellitenbilder von möglichen MH370-Wrackteilen

Es tauchen immer mehr Bilder vermeintlicher Trümmer des verschollenen Flugzeugs auf. Doch identifiziert ist nichts. Für die Bergung wird ein spezielles deutsches U-Boot benötigt.

Mit der Auswertung von Satellitenbildern verdichten sich die Anzeichen dafür, dass die verschollene Malaysia Airlines-Boeing im südlichen Indischen Ozean zerschellt ist. Nun wurden neue Aufnahmen eines französischen Satelliten bekannt, die mögliche Wrackteile zeigen. Am Tag zuvor hatte China ähnliche Aufnahmen veröffentlicht. Am Montag entdeckte zudem ein australisches Flugzeug bei der Suche nach der vermissten Maschine malaysischen Angaben zufolge zwei weitere verdächtige Objekte im Ozean. Zu der Stelle im südlichen Indischen Ozean werde ein Schiff geschickt, sagte Malaysias Verkehrsminister Hishammuddin Hussein in Kuala Lumpur. Das eine Objekt sei kreisförmig, das andere rechteckig.

Bisher wurden die Gegenstände nicht gefunden und auch nicht als Teil der Boeing identifiziert. Deutsche Ozeanologen wollen mit einem speziellen Mini-U-Boot auf Wracksuche gehen. Für die Familien der Vermissten geht der Alptraum in die dritte Woche.

"Wir hoffen auf einen Durchbruch", sagte der australische Vize-Regierungschef Warren Truss bei einem Besuch in der Zentrale der Seesicherheitsbehörde Amsa in der Hauptstadt Canberra. Amsa koordiniert die Suche in dem abgelegenen Seegebiet rund 2500 Kilometer südwestlich von Perth. "Wir werden weitermachen, so lange es Hoffnung gibt."

Schwierige Suche

Am Sonntag erschwerten Nebel und tiefhängende Wolken die Suche, sagte John Young, der Amsa-Abteilungsleiter für Noteinsätze. Insgesamt waren acht Flugzeuge im Einsatz. Ein neuseeländisches Aufklärungsflugzeug mit Spezialkameras versuchte vergeblich die Gegenstände zu finden, die eine andere Crew beim Überflug am Samstag als "eine Art Holzpalette und Haltegurte" beschrieben hatte. "Wir haben uns bei den Experten schlaugemacht, solche Paletten und Gurte werden durchaus in der Luftfracht verwendet", sagte Mike Barton von Amsa.

Die malaysische Boeing 777-200, Flug MH370, war vor gut zwei Wochen mit 239 Menschen an Bord auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking vom Kurs abgewichen und ist seither verschollen. Niemand weiß bislang, was an Bord passierte. Die Polizei ermittelt unter anderem wegen Sabotage und Entführung.

Satellitenaufnahmen schwer zu deuten

Was genau auf den französischen Aufnahmen zu sehen ist, blieb zunächst ebenso unklar wie das Datum, an dem sie aufgenommen wurden. Die fotografierte Region liege entlang des südlichen Flugkorridors, den Experten als mögliche Flugroute ausgemacht hatten. Die chinesischen Bilder stammen vom 18. März und zeigen ein Objekt von 22 Metern Länge und 13 Metern Breite. Frühere australische Aufnahmen vom 16. März zeigen ein Objekt von 24 Metern Länge. Der Tragflügel einer Boeing ist an der Basis 14 Meter breit und 27 Meter lang. Der Rumpf ist gut 60 Meter lang.

Der chinesische Satellit fotografierte das Objekt in dem Suchgebiet, das am Samstag abgeflogen wurde. Allerdings driften die Objekte mit der Strömung, dutzende Kilometer am Tag. Amsa berücksichtigt die Strömung bei der Festlegung der Suchgebiete. Am Sonntag wurde ein Suchgebiet von rund 59.000 Quadratkilometern abgeflogen. Zum Vergleich: Bayern ist rund 70.000 Quadratkilometer groß.

Zwei chinesische Iljuschin-Maschinen kamen am Sonntag auf dem Stützpunkt Pearce bei Perth an, laut Young. Sie sollten am Montag bei der Suche mithelfen. Zwei japanische Orion-P-3-Maschinen waren nach Angaben des malaysischen Verkehrsministers Hishammuddin Hussein auf dem Weg nach Perth. Australien hatte ein Schiff in der Suchregion und schickte das auf humanitäre und Katastropheneinsätze spezialisierte Schiff "Ocean Shield" in die Region, das ein ferngesteuertes Unterwasservehikel an Bord hat.

Fand im Frühjahr 2011 bereits das Trümmerfeld der abgestürzten Air-France-Maschine AF 447 im Atlantik: das deutsche Mini-U-Boot "Abyss"

Fand im Frühjahr 2011 bereits das Trümmerfeld der abgestürzten Air-France-Maschine AF 447 im Atlantik: das deutsche Mini-U-Boot "Abyss"

Wracksuche mit Kieler Spezial-U-Boot

Kieler Ozeanologen wollen laut "Spiegel" ein spezielles Mini-U-Boot zur Wracksuche einsetzen. Das Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung erwarte einen entsprechenden Auftrag, sobald die ersten Trümmer gefunden seien. Vom Typ des autonom operierenden U-Boot "Abyss" gebe es weltweit nur drei, die für eine Suche in Tiefen ab 3000 Metern geeignet seien. Die Kieler Ozeanologen wollen laut dem Bericht mit dem Woods-Hole-Institut in den USA kooperieren, das die anderen zwei U-Boote betreibt.

yps/DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.