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Malaysia Airlines schickt SMS an Angehörige: Flug MH370 stürzte in den Indischen Ozean

Mehr als zwei Wochen ist Flug MH370 verschollen, mögliche Wrackteile wurden gesichtet. In einer Pressekonferenz konfrontiert Malaysias Regierungschef die Angehörigen mit einer schrecklichen Nachricht.

Das verschollene Malaysia-Airlines-Flugzeug ist nach neuen Analysedaten über dem Indischen Ozean abgestürzt. Das letzte Signal sei von einer Region westlich von Perth in Australien aufgefangen worden, weitab von jeder Landemöglichkeit, sagte Malaysias Regierungschef Najib Razak vor der Presse in Kuala Lumpur. Wie der britische Rundfunksender BBC berichtete, informierte die Fluggesellschaft Angehörige von Passagieren des Unglücksflugs in einer SMS, dass es keine Überlebenden gebe.

"Mit Bedauern und Betroffenheit muss ich sagen (...), dass Flug MH370 über dem südlichen Indischen Ozean geendet hat", sagte Regierungschef Najib. Die neue Analyse stamme von der Satellitenfirma Inmarsat, die die letzten elektronischen Signale der Boeing mit 239 Menschen an Bord aufgefangen hatte.

Chinesen und Australier finden Trümmer

Für Dienstag kündigte Najib weitere Details an. Der Regierungschef benutzte das Wort Absturz selbst nicht. Er machte aber auch deutlich, dass es keine Hoffnung für die Menschen an Bord gebe. "Für die Angehörigen waren die vergangenen Wochen herzzerreißend", sagte Najib. "Ich weiß, dass diese Nachricht noch härter ist. Ich bitte die Medien dringend, ihre Privatsphäre zu respektieren."

Etwa zwei Drittel der Insassen von Flug MH370 waren chinesische Staatsbürger. Deren Familien nahmen die Neuigkeiten mit Erschütterung auf, einige weinten laut. Die Verwandten wurden vor der Pressekonferenz des malaysischen Ministerpräsidenten in einem Pekinger Hotel informiert. Dort kam es zu Tumulten, als wütende Angehörige auf wartende Medienvertreter losgingen. Diese hatten den Saal belagert, in dem die Familien die erschütternden Informationen erhalten hatten. Eine Frau schlug empört mit der Tasche auf Kameras ein. "Haut ab!", schrie sie. Zuvor waren mehrere Verwandte mit tränenüberströmten Gesichtern aus dem Raum gekommen und von Reportern gejagt worden. Einige Angehörige brachen vor laufenden Kameras auf dem Weg zusammen, mehrere wurden in Krankenhäuser gebracht. Eine Angehörige schlug auf eine Kamera ein, die einen Mann am Boden filmte.

Rund 2500 Kilometer südwestlich von Perth wurde Treibgut gesichtet: Die Besatzung eines australischen Flugzeugs entdeckte zwei verdächtige Gegenstände im Indischen Ozean. Das könnten Trümmerteile der Maschine sein. Sicher ist das aber nicht. Ein australisches Schiff wurde zur Fundstelle geschickt. Die starke Strömung in der Region macht die Suche nach möglichen Flugzeugteilen stellenweise schwierig, die Teile treiben rasch übers Meer.

Zuvor hatte bereits die Besatzung eines chinesisches Militärflugzeugs zwei andere "verdächtige Objekte" ausfindig gemacht, wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua meldete. Ein US-Aufklärungsflugzeug konnte die Teile jedoch nicht lokalisieren.

Ermittlungen zu Piloten

Die Boeing 777 war am 8. März auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking von den Radarschirmen verschwunden. Später stellte sich heraus, dass Flug MH370 noch stundenlang mit geänderter Route weitergeflogen sein muss.

Dank der neuen Analyse ist eindeutig, wo das Wrack zu suchen ist. Völlig unklar ist aber nach wie vor, warum die Maschine vom Kurs abwich und warum die Kommunikationssysteme an Bord ausfielen. War es ein Unglück, ein Brand an Bord - oder ein Terrorakt? Die Polizei in Malaysia ermittelt wegen Sabotage, Entführung und Terrorismus.

Die Ermittler haben aber einen technischen Fehler an Bord nicht ausgeschlossen. Weil die wahrscheinliche Absturzstelle in internationalen Gewässern liegt, wird Malaysia als Heimatstaat des Flugzeugs die weiteren Ermittlungen leiten. Unter anderem soll geklärt werden, ob einer der Piloten etwas mit dem Verschwinden der Maschine zu tun hatte.

Blackbox funkt nur noch bis Anfang April

Wenn das Treibgut geborgen werden kann, hätten die Experten ihren ersten handfesten Fund, um die Theorie zu prüfen, ob die Boeing 777-200 in dem abgelegenen Seegebiet abstürzte. Sie sind zuversichtlich, dass sie feststellen können, ob die Teile aus der Maschine stammen oder nicht, wenn sie sie einmal in die Hände bekommen.

Insgesamt waren am Montag zehn Flugzeuge im Einsatz, um die Trümmer der Maschine zu finden, darunter zwei aus China und eines aus Japan. Von Perth bis ins 2500 Kilometer entfernte Suchgebiet dauert es mit dem Flugzeug drei Stunden.

Sobald Wrackteile eindeutig identifiziert sind, können Meeresforscher anhand der Strömungsmodelle feststellen, wo die Maschine ins Wasser getaucht sein muss. Die Zeit drängt: Die Blackbox, die technische Daten und Gespräche im Cockpit aufzeichnet, funkt etwa 30 Tage lang ein Signal. Das ist nach Angaben von Experten noch aus mehr als 4000 Metern Wassertiefe zu empfangen - so tief dürfte das Meer in dem angenommenen Absturzgebiet sein. Funkstille wäre etwa ab dem 7. April.

anb/DPA/Reuters/AFP / DPA / Reuters
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.