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Millardenschäden nach Neuseelands Erdbeben: 113 Tote und keine Hoffnung auf Überlebende

Mit Spürhunden, Spezialkameras und Ortungsgeräten suchen sie. Doch Hoffnung weitere Überlebende in den Trümmern zu finden, haben sie kaum. Mehr als 100 Tote haben sie bereits geborgen. Der Wiederaufbau, der von dem Erbeben erschütterten Stadt wird Milliarden kosten.

Der Wiederaufbau nach dem schweren Erdbeben in Neuseeland wird voraussichtlich Milliardenbeträge kosten. Der für die Erdbebenkoordination zuständige Minister Gerry Brownlee sagte am Freitag, er rechne mit mehr zehn Milliarden neuseeländischen Dollar (5,4 Mrd Euro). Die lokale Handelskammer in Christchurch geht sogar von fast der dreifachen Summe aus.

Die Suche nach Überlebenden ging unterdessen weiter, aber die Hoffnung schwand, weitere Opfer lebend zu finden. "Wir hoffen weiter, aber es wird unwahrscheinlicher", sagte der Minister für Zivilverteidigung, John Carter.

Bis Freitag waren 113 Leichen geborgen worden. Unter den Trümmern werden noch Dutzende Menschen vermutet. Die Zahl der Todesopfer dürfte nach Polizeischätzungen auf mehr als 200 steigen. An der schwer beschädigten Kathedrale begann am Freitag die Bergung von Opfern. Der Turm des mehr als 100 Jahre alten Gebäudes war eingestürzt. Darunter werden bis zu 20 Opfer vermutet.

Seit Mittwoch war niemand mehr lebend in den Trümmern gefunden worden. Das Beben der Stärke 6,3 hatte die Stadt am Dienstag erschüttert. Seitdem sind hunderte Experten, auch aus dem Ausland, mit Spürhunden, Spezialkameras und Ortungsgeräten im Einsatz, um nach Lebenszeichen zu suchen.

liri/DPA/AFP / DPA