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Fleischfressende Bakterien: Frau stirbt, nachdem sie rohe Austern gegessen hat

21 Tage, nachdem Jeanette LeBlanc zusammen mit Freunden Austern aß, stirbt sie. Mit den Meeresfrüchten hatte sie auch fleischfressende Vibrio-Bakterien zu sich genommen.

Austern

"Wenn ich das Risiko gekannt hätte, hätten wir keine Austern gegessen", sagt Jeanettes Frau Vicki Bergquist

Es war ein fröhliches Wochenende mit Familie und Freunden gewesen. Jeanette LeBlanc und ihre Frau Vicki Bergquist waren aus Texas an die Küste von Louisiana gereist, um dort mit dem Boot zum Krabbenfischen auf den Lake Pontchartrain rauszufahren. Auf der Heimfahrt kauften sie auf einem Markt frische Austern. 21 Tage später war Jeanette LeBlanc tot. Mit den Austern hatte sie fleischfressende Vibrio-Bakterien zu sich genommen, wie die Website "CBSNews" berichtet.

Zwei Tage nach der Exkursion fand Vicki Bergquist, selbst von Beruf Krankenschwester, ihre Frau mit schwerer Atemnot und einem heftigen Ausschlag an den Beinen. Im Krankenhaus vermuteten die Ärzte zunächst eine allergische Reaktion, revidierten ihre Diagnose aber schnell. Vibrionen, fleischfressende Bakterien, hatten sich im Körper der 55-Jährigen ausgebreitet. "Durch die Bakterien hatte sie mehrere offene Wunden an ihren Beinen", berichtet ihre Frau der britischen Nachrichtenseite "Dailymail". Vibrio-Bakterien, zu deren Art auch der Cholera-Erreger gehört, vermehren sich besonders während der warmen Sommermonate in Gewässern, können über kleine Wunde in den Körper eindringen oder aber durch den Verzehr roher Meeresfrüchte.

"Es war, als ob ihre Haut absterben würde"

Und Jeanette habe an jenem Septemberabend mehr Austern als alle anderen gegessen, erinnert sich ihre Stieftochter, Jennifer Bergquist gegenüber der Website "People.com". Und noch etwas anderes fällt ihr wieder ein. Beim Öffnen der Austern hatte sich die 55-Jährige verletzt. Nur ein kleiner Schnitt. Nicht der Rede wert.

Ob die Bakterien letztendlich über diesen Schnitt oder die gegessenen Austern in Jeanettes Körper eindrangen, ist nicht geklärt. "Wir hatten keine Ahnung von Vibrionen und waren daher sehr optimistisch, dass schon alles gut werden würde", erzählt Jennifer. Doch das Gegenteil war der Fall. Ihrer Stiefmutter ging es immer schlechter. "Sie sagte uns, ihre Beine würden immer schlimmer. Es war, als ob ihre Haut absterben würde. Es sah aus, als ob irgendetwas ihre Haut auffressen würde."

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Hinterbliebende warnen vor Auster-Genuss

Mehrfach wurde Jeanette LeBlanc operiert. Schon bald konnte sie kaum noch sprechen. Ihre Freunde und Familie blieben bei ihr. "Sie wusste, dass sie sterben würde", erzählt Shannon Rose, eine weitere Verwandte "People.com". 21 Tage kämpfte die 55-Jährige gegen die Krankheit. Am Ende verlor sie.

Jaenettes Familie und Freunde wollen nun auf die Krankheit und die Gefahr, die vom Verzehr roher Austern ausgeht, aufmerksam machen. "Wenn wir das Risiko gekannt hätten, hätten wir keine Austern gegessen", sagt Jeanettes Frau Vicki Bergquist dem Sender "KLFY".

tyr
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