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Nachrichten aus Deutschland Frosttemperaturen und Schnee möglich: Der Winter schaut kommende Woche (kurz) vorbei

Eiskristalle haben sich am Samstag in Mecklenburg-Vorpommern auf einer Rosenblüte gebildet. Auch in den kommenden Tagen wird es kalt
Eiskristalle haben sich am Samstag in Mecklenburg-Vorpommern auf einer Rosenblüte gebildet. Auch in den kommenden Tagen wird es kalt
© Jens Büttner / Picture Alliance
Augsburg: Haftbefehl gegen 19-Jährige nach Gewalttat +++ Berlin: Feuerkugel über Deutschland gesichtet +++ Panorama-Nachrichten aus Deutschland.

Offenbach: Kurzer Wintereinbruch in Deutschland erwartet 

In der neuen Woche erwartet die Menschen in Deutschland ein kurzer Wetterumschwung. "Pünktlich zum Start des meteorologischen Winters am 1. Dezember scheint dieser erstmals auf Tuchfühlung zu gehen und mit seinen Muskeln zu spielen", teilte Meteorologe Lars Kirchhübel vom Deutschen Wetterdienst (DWD) am Sonntag mit.

Die Woche startet am Montag mit einem Wolke-Sonnen-Mix. Die Höchstwerte liegen zwischen 0 und 5 Grad, an der Nordsee werden es bis zu 8 Grad. In der Nacht zu Dienstag ziehen dann Wolken über Deutschland auf. Dabei kann es laut DWD im Süden und Osten teils bis in tiefe Lagen Schnee oder Schneeregen geben, teils auch gefrierenden Regen. Es besteht erhöhte Glättegefahr. Im Tagesverlauf bleibt es laut Vorhersage bewölkt, im Osten und Süden Deutschlands kann es schneien. Die Höchstwerte liegen zwischen 0 und 5 Grad.

Bereits am Mittwoch lockert der Himmel über Deutschland wieder auf, die Temperaturen steigen auf 2 bis 7 Grad. "Wenn man sich den weiteren Verlauf der kommenden Wochen anschaut, dann wird schnell klar, dass der Frühwinter zunächst nur eine Eintagsfliege war", teilte Kirchhübel weiter mit.

Quelle: DPA

Dinslaken: Wildschwein randaliert in Kaufhaus und sorgt für Polizeieinsatz 

Ein Wildschwein hat in einem Kaufhaus in Dinslaken die Sau rausgelassen und für einen Polizeieinsatz gesorgt. Das ausgewachsene Tier richtete am Samstag in dem Laden einen erheblichen Schaden an, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Kunden seien auf Tische und Stühle geflüchtet und auch die Polizisten mussten sich zwischenzeitlich vor dem aufgeschreckten Tier in Sicherheit bringen. Verletzt wurde den Angaben nach aber niemand.

Zuvor war das Schwein am Samstagnachmittag mehrmals gegen die automatische Eingangstür des Kaufhauses im Kreis Wesel in Nordrhein-Westfalen gelaufen. Es habe sich wohl selbst in der Glasfront erkannt und sein Spiegelbild gerammt, ehe es in den Laden eindrang. Das Tier flüchtete schließlich wieder ins Freie. "Das Schwein hat mit seinem Ausflug viel Aufsehen erregt", sagte eine Polizeisprecherin am Sonntag. "Es wurde an dem Nachmittag noch an verschiedenen Orten in der Stadt gesichtet." Facebook-Nutzer teilten Fotos und Videos von den Orten, an denen das Schwein zu sehen war. Die meisten Nutzer äußerten Mitleid mit dem flüchtenden Tier: "Hat sich wohl verlaufen" und "das arme Schwein sieht sehr panisch aus", kommentierten die Dinslakener. Zuletzt sei das Wildschwein am späten Nachmittag an einem Waldstück gesehen worden, hieß es. Nach Einschätzung des zuständigen Jägers gehe von dem Schwein keine weitere Gefahr aus, teilte die Polizei mit. Es werde sich von dem erlittenen Stress erholen.

Quelle: DPA

Augsburg: Haftbefehl gegen 19-Jährige nach Gewalttat

Nach einem tödlichen Streit an einer Bushaltestelle in Augsburg ist eine 19-Jährige in Untersuchungshaft gekommen. Nach Polizeiangaben vom Sonntag erließ ein Ermittlungsrichter gegen die junge Deutsche Haftbefehl wegen Verdachts auf Totschlag. Bei dem Streit war am Freitagabend ein 28-Jähriger ums Leben gekommen. Der rechtsmedizinischen Untersuchung zufolge erlag er einer Stichverletzung im unteren Halsbereich. Gegen den 27-jährigen Begleiter der Tatverdächtigen erging kein Haftbefehl. Es gebe keinen Verdacht auf eine Tatbeteiligung, teilte die Polizei mit. Der 27-Jährige war zusammen mit der 19-Jährigen am Samstagmorgen nach ihrer gemeinsamen Flucht festgenommen worden.

Quelle: DPA

Berlin: Feuerkugel über Deutschland gesichtet 

Am Samstagabend haben zahlreiche Menschen in Deutschland ein helles Objekt am Himmel gesehen. "Wir hatten innerhalb weniger Stunden etwa 90 Eingänge auf unserer Meldeadresse", bestätigte Jürgen Oberst vom Feuerkugelnetz. Das ist ein Gemeinschaftsprojekt des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der TU Berlin. "Die Meldungen beziehen sich alle auf ein Event um etwa 18.40 Uhr, und die meisten Meldungen kommen aus dem Raum Köln-Frankfurt-Stuttgart." Um welchen Himmelskörper es sich genau handele, sei noch nicht klar.

Ein Beobachter aus Siegen berichtete laut Oberst von einem am Himmel entlangziehenden hellen Strahl, der in eine grüne jadeähnliche Farbe übergegangen sei. Der größte Teil sei anscheinend zerbrochen, und es seien zwei kleinere hell leuchtende Kugeln abgegangen. Die Dauer der Sichtung habe höchstens fünf bis sieben Sekunden betragen.

Quelle: DPA

Itzehoe: Auf Waggon geklettert - Stromschlag tötet zwei Menschen

Zwei Menschen sind in Schleswig-Holstein im Bahnhof von Itzehoe auf einen Waggon geklettert und von einem Stromschlag getötet worden. Ein weiterer Mensch sei mit Verbrennungen an der Hand leicht verletzt worden, sagte ein Sprecher der Bundespolizei in der Nacht zum Sonntag. Die Gruppe war demnach am Samstagabend auf den im Bahnhof abgestellten Kesselwagen geklettert. Der Strom war daraufhin von der Oberleitung auf sie übergesprungen.

Nachrichten Deutschland
Ein Polizist fotografiert Spuren am Unglücksort auf dem Kesselwagen in Itzehoe
© Jonas Walzberg / DPA

Nach dem Unglück war nach Angaben des Polizeisprechers ein Großaufgebot an Rettungskräften im Einsatz. Der Bahnhof war am Samstagabend für etwa eineinhalb Stunden gesperrt. Nach Angaben der Deutschen Bahn kam es zu erheblichen Verspätungen. Die Identität der Toten und des Verletzten war zunächst unklar. Die Bundespolizei weist immer wieder darauf hin, dass es auch zu Stromschlägen kommen kann, wenn man die Oberleitung nicht berührt. Bereits wenn man der Leitung mit 15.000 Volt näher als 1,50 Meter kommt, kann der Strom auf den Körper überspringen.

Quelle: DPA

Saarbrücken: Waffenstarrendes Fotoshooting in Park ruft Polizei auf den Plan

Ein 26-Jähriger ist in Saarbrücken in grüner Tarnkleidung mit Maschinengewehr und Patronengürtel über der Schulter sowie einer Pistole am Gürtel durch einen Park spaziert - und hat damit einen Polizeieinsatz ausgelöst. Verschreckte Spaziergänger informierten die Ordnungshüter, wie die Polizei am Samstagabend mitteilte. Umgehend wurde eine Vielzahl von Streifenwagen zum Einsatzort beordert. Die Beamten konnten den Mann nach kurzer Suche in dem Landschaftspark ausfindig machen – und sie staunten nicht schlecht: Der selbst ernannte "Künstler" gab demnach an, er mache gerade ein Fotoshooting. Tatsächlich war er laut Polizei gerade dabei, mitsamt seinen Waffen im Grünen zu posieren und sich hierbei von seiner Partnerin in verschiedenen Posen ablichten zu lassen. Bei den Waffen handelte es sich um täuschend echt aussehende Softairwaffen, bei der Munition um Spielzeug. Den 26-Jährigen erwarten nun mehrere Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten sowie eine saftige Kostenrechnung.

Quelle: AFP

Konstanz: Zwölfjähriger Radfahrer bei Unfall in Baden-Württemberg getötet    

Bei einem Verkehrsunfall in Baden-Württemberg ist am Samstag ein zwölfjähriger Radfahrer getötet worden. Der Junge wurde auf einer Bundesstraße bei Rottweil von einem Pkw erfasst und in den Straßengraben geschleudert, wie die Polizei in Konstanz mitteilte. Der 70-jährige Autofahrer und ein weiterer zwölfjähriger Radfahrer, der mit dem Getöteten unterwegs gewesen war, blieben unverletzt und mussten seelsorgerisch betreut werden. Aufschluss über den genauen Unfallhergang sollen nun die weiteren Ermittlungen geben. Dabei soll nach Polizeiangaben insbesondere geklärt werden, wie die Fahrräder beleuchtet waren und welche Geschwindigkeiten bei dem Unfall gefahren wurden.

Quelle: AFP

Frickingen: Mann klemmt Schwester beim Einparken mit Wohnmobil ein - Frau stirbt 

Ein Mann hat im Bodenseekreis beim Einparken seines Wohnmobils seine Schwester eingeklemmt und tödlich verletzt. Die 71 Jahre alte Frau hatte dem 68-Jährigen am Samstag helfen wollen, das Wohnmobil in die Garage zu fahren, wie ein Sprecher der Polizei am Sonntag sagte. Während die Frau ihren Bruder einwies, gab dieser im Rückwärtsgang offenbar zu viel Gas. Die Frau wurde zwischen Fahrzeug und Garagenwand eingeklemmt. Sie kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus, wo sie noch am Samstag starb.

Quelle: DPA

Nachrichten von Samstag, 28. November:

Berlin: Mann angeschossen - Polizei prüft Verbindungen ins Clan-Milieu 

Ein 29-jähriger Mann ist in Berlin-Kreuzberg angeschossen und schwer verletzt worden. Mehrere Männer hätten sich am Freitagabend dem Mann vor einem Geschäft in Kreuzberg genähert und Schüsse auf ihn abgegeben, teilte die Polizei am Samstag mit. Sie sollen zunächst mit einem in der Nähe geparkten Auto und später zu Fuß geflüchtet sein. Die Polizei stellte den abgestellten Wagen in einer Straße sicher, die mutmaßlichen Täter sind den Angaben zufolge weiter auf der Flucht.

Die Polizei prüft, ob ein Streit zwischen Mitgliedern von arabischen Clans Hintergrund für die Tat war. Der Angeschossene wurde notoperiert und wird intensivmedizinisch behandelt, wie es weiter hieß.

Quelle: DPA

Berlin: Siebenjährige beim Spielen angegriffen

In Berlin-Köpenick ist ein sieben Jahre altes Mädchen am Donnerstag beim Spielen von einem Mann mit einem Baseballschläger leicht verletzt worden. Wie die Polizei berichtet, spielte das Kind gemeinsam mit zwei Gleichaltrigen in einem Hinterhof. "Plötzlich erschien ein Mann mit dem Holzknüppel, welchen sie begrüßen wollte, während die anderen Kinder davonliefen", schreiben die Beamten. Der Mann holte zum Schlag aus, das Mädchen flüchtete, stürzte jedoch. Der Mann schlug laut Polizei erneut zu und traf das Mädchen am Bein. Das Kind konnte sich danach in einem Hausflur bringen. Die Eltern der Spielkameradinnen hatten in der Zwischenzeit die Polizei verständigt. "Mehrere Anwohnende, die auf das Geschehen und den Polizeieinsatz aufmerksam geworden waren, gaben Hinweise auf einen Mann, der dafür bekannt sei, insbesondere spielende Kinder nicht zu mögen", heißt es. Der 57-Jährige wurde in seiner Wohnung angetroffen. Er muss sich nun wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten.

Quelle: Polizei Berlin

Hamburg: Seltener Seeatlas wird versteigert - Schätzpreis 180.000 Euro

Ein wertvoller Seeatlas von 1586 kommt am Montag in Hamburg unter den Hammer. Ein "Meilenstein der nautischen Kartographie" - so beschreibt das Auktionshaus Ketterer Kunst das Werk des Holländers Lucas Janszoon Waghenaer. Der Schätzpreis liegt nach Angaben des Auktionshauses bei 180.000 Euro. Anfragen gibt es bereits aus Großbritannien, den USA und Frankreich. Zuvor befand sich das Exemplar mehr als zwanzig Jahren in einer niederländischen Privatsammlung. Bei "Speculum nauticum" handelt sich um die erste lateinische Ausgabe des zuvor als "Spieghel der Zeevaerdt" (Spiegel der Seefahrt) erschienenen Buches. Was das Objekt so besonders macht: "Es ist der erste gedruckte Seeatlas überhaupt, und das in einer frühen Ausgabe", sagte Antiquarin Christiane Hottenbacher vom Auktionshaus über das Werk in rotem Ledereinband. Es enthält eine Gesamtkarte von Europa und 44 Teilkarten, die nahezu lückenlos die Atlantik-, Nord- und Ostseeküsten Europas abbilden. 

Seeatlas
Der Seeatlas "Speculum nauticum" von 1586 bei einem Fototermin in den Verkaufsräumen des Auktionshauses in Hamburg. Auf der Doppelseite ist ein Teil der Nordseeküste mit der Elbmündung und der Insel Sylt (links) zu sehen. 
© Christian Charisius / Picture Alliance

Die meisten Städte sind in der Landessprache, in Holländisch oder Niederdeutsch (Hamborch, Eemden, Flenßborch, Wismer) verzeichnet. Auf einer Karte der nordfriesischen Küste sei auch die große Insel "Strand" zu sehen, aus der später nach schweren Sturmfluten die heutigen Inseln Nordstrand und Pellworm und die Hallig Nordstrandischmoor entstanden seien, berichtete Hottenbacher. Zudem sei eine Karte der ostfriesischen und westfriesischen Inseln ("Wranger oog", "Spijcker ooch") ebenso zu sehen wie detailreiche Seekarten der Küste von Pommern, Holstein und Schleswig.

Quelle: DPA

Augsburg: 28-Jähriger stirbt nach Streit an Bushaltestelle

Augsburg
Polizeibeamte stehen in Augsburg in der Nähe einer Haltestelle, um die ein Pavillion mit Sichtschutz angebracht wurde. Infolge eines Streits an der Haltestelle ist ein Mann ums Leben gekommen.
© -/ / Picture Alliance

Infolge eines Streits an einer Haltestelle in Augsburg ist ein Mann ums Leben gekommen. Der 28-Jährige sei Zeugenaussagen zufolge am Freitagabend mit einem Pärchen in Streit geraten, sagte ein Polizeisprecher in Augsburg. Der Mann ging demnach zu Boden, das Pärchen flüchtete. Der 28-Jährige sei noch am Tatort gestorben, sagte der Sprecher. Wiederbelebungsversuche seien erfolglos geblieben. Die Ursache des Streits sei noch unklar.

Quelle: DPA

Legden: Mann schießt auf jugendlichen Rollerfahrer

Ein 34-Jähriger steht im Tatverdacht, vergangenen Sonntag im westfälischen Legden im Kreis Borken auf einen 15-jährigen Rollerfahrer geschossen zu haben. Ohne bisher bekannten Grund wäre der Mann auf die Fahrbahn getreten und hätte auf einen sich nähernden Roller gezielt, teilte die Polizei mit. "Da er in ausreichender Entfernung, mutmaßlich mit einer Schreckschusswaffe abdrückte, blieb es beim Schreck für den 15-Jährigen und seinen Begleiter", heißt es. Anschließend flüchtete der Mann seinerseits auf einem Roller, im Rahmen einer sofortigen Fahndung konnte die Polizei jedoch einen Verdächtigen ermitteln. Nun suchen die Ermittler nach Zeugen. Mehr Informationen hier. 

Quelle: Polizei Borken

Nachrichten von Freitag, 28. November: 

Bochum: Henne flattert in Pflegeeinrichtung – und legt ein Ei

Ein Huhn hat am Freitag einen Polizeieinsatz in einer Tagespflegeeinrichtung im Ruhrgebiet ausgelöst. Der Polizei in Herne war zunächst ein herrenloser Hund in der Pflegeeinrichtung gemeldet worden, wie die Ordnungshüter in Bochum mitteilten. Bei dem Telefonat gab es allerdings ein Verständigungsproblem – vor Ort entpuppte sich der vermeintliche Vierbeiner laut Polizeibericht als "prächtig aussehendes Huhn". Der Eindringling fühlte sich den Angaben zufolge in der Pflegeeinrichtung offenbar pudelwohl und legte dort sogar ein Ei. Eine Polizistin nahm den Zweibeiner erst in Gewahrsam und dann im Streifenwagen mit zur Wache. Von dort ging es für das Huhn weiter in ein Tierheim. "Das Ei blieb in der Einrichtung zurück – als kleines Andenken an den tierischsten Hausfriedensbruch in der Geschichte der Herner Polizei", berichtete das Bochumer Präsidium.

Quelle: AFP

Erkrath: Unbekannte klauen Reifen von Luxusautos

Unbekannte haben am vergangenen Wochenende in Erkrath bei Düsseldorf aus einer Gemeinschaftstiefgarage die Reifen zahlreicher Luxusautos entwendet. Wie die Polizei berichtet, hebelten die Täter eine Tür zu der Garage auf. Dort standen mehrere Sportwagen eines Anwohners sowie eines Autohändlers, der seine Fahrzeuge dort untergestellt hatte. An insgesamt sechs Fahrzeugen, darunter drei Ferrari, schraubten die Täter die kompletten Reifensätze samt Felgen ab. Dazu bockten sie die Autos auf Ziegelsteinen oder Altreifen auf. "Anschließend flüchteten die Täter mitsamt ihrer Beute unerkannt", schreibt die Polizei. 

Ferrari
Unter den geplünderten Sportwagen waren drei Ferrari
© Polizei

Nun sucht die Polizei nach Zeugen und bittet um sachdienliche Hinweise zur Aufklärung. Mehr Informationen hier. 

Quelle: Polizei

Berlin: Unbekannte werfen Einkaufswagen aus dem 21. Stock

Ein Kleinkind und zwei Männer sind am Mittwoch in Berlin womöglich nur knapp lebensbedrohlichen Verletzungen entgangen. Unbekannte hatten aus der 21. Etage eines Lichtenberger Hochhauses einen Einkaufswagen auf den Gehweg der Frankfurter Allee geworfen, wie die Polizei mitteilte. Dort soll der Wagen einen Zweijährigen und dessen 33 Jahre alten Vater sowie einen 40-Jährigen nur knapp verfehlt haben. Eine Mordkommission hat Ermittlungen zu einem versuchten Tötungsdelikt aufgenommen.

Vor zwei Jahren war im Märkischen Viertel in Berlin ein Achtjähriger auf seinem Fahrrad von einem herabstürzenden Holzklotz erschlagen worden. Ein Kind hatte das Baumstück aus einem 15-stöckigen Hochhaus geworfen.

Quelle: DPA

Friedberg: Drei Schwerverletzte bei Serienunfall auf Autobahn 5 

Bei einem Serienunfall auf der Autobahn 5 nördlich von Frankfurt sind am Freitag drei Menschen schwer verletzt worden. Einer von ihnen wurde nach Angaben der Polizei in Friedberg mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Die viel befahrene Autobahn wurde in Richtung Frankfurt zeitweise komplett gesperrt. Es kam zu einem Stau.

Nach ersten Informationen der Polizei waren bei Friedberg (Wetteraukreis) zwei Autos bei einem Spurwechsel zusammengestoßen. Vier weitere Fahrzeuge fuhren auf. Insgesamt saßen in den Autos zehn Menschen.

Quelle: DPA

Karlsruhe: Kein Pferdewiehern in der Nacht

Im Streit um einen Pferdestall hat der Bundesgerichtshof (BGH) die Rechte belästigter Nachbarn gestärkt. Steht rechtskräftig fest, dass der Stall ohne Genehmigung und zudem entgegen dem Gebot nachbarschaftlicher Rücksichtnahme errichtet wurde, dürfen dort keine Pferde gehalten werden, wie der BGH am Freitag in Karlsruhe entschied. Belästigte Nachbarn haben danach einen Anspruch auf Unterlassung. Beklagt waren ein Reiterhof in Sachsen-Anhalt und dessen Geschäftsführerin. Im Außenbereich einer Gemeinde hatte der Reiterhof ohne Baugenehmigung einen Offenstall für Pferde errichtet. Die Geschäftsführerin wollte dort eine Reitschule betreiben. Eine nur zwölf Meter entfernt wohnende Nachbarin verlangte, dass in dem Stall keine Pferde mehr gehalten werden. Insbesondere nachts machten die Tiere störenden Lärm.     Eine nachträgliche Baugenehmigung hatte nach der Baubehörde auch das zuständige Verwaltungsgericht abgelehnt. Der Pferdestall sei entgegen dem Gebot der nachbarschaftlichen Rücksichtnahme gebaut worden. Anders als in der Vorinstanz das Oberlandesgericht Naumburg urteilte nun der BGH, dass die Zivilgerichte daran gebunden sind. Aus dem rechtskräftig festgestellten Verstoß gegen das Baurecht ergebe sich zivilrechtlich für die Nachbarin ein Anspruch auf Unterlassung.

Quelle: AFP

Hildburghausen: Landrat nach Drohung unter Polizeischutz 

Der Landrat des bundesweiten Corona-Hotspots Landkreis Hildburghausen, Thomas Müller, steht seit Donnerstag unter Polizeischutz. Er sei zuvor in den Sozialen Medien beleidigt und bedroht worden und habe Anzeige erstattet, sagte ein Sprecher der Polizei in Erfurt der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstagabend. "Freies Wort" und der MDR hatten zuvor über die Drohung berichtet.

Zum Inhalt der Drohung sowie zu mutmaßlichen Tätern und Motiven gab es zunächst keine Informationen. Sie stehe aber "mutmaßlich im Zusammenhang mit der Corona-Schutzverordnung", sagte der Sprecher. Die Kripo in Suhl bearbeite den Fall.

Quelle: DPA

Marl: Beifahrer will Heizung anmachen – Unfall

Ein Beifahrer hat in Marl aus Versehen ein stehendes Auto gestartet und einen Unfall gebaut, als er die Heizung anmachen wollte. Laut Polizei wollte er die Zündung einschalten, um es sich warm machen zu können. Dabei drehte der 20-Jährige den Schlüssel aber so weit, dass der Wagen startete – und einen Satz nach vorn machte. Das Auto stieß frontal gegen einen anderen geparkten Wagen. Durch den Aufprall wurde der Fahrer des zweiten Autos, der gerade Einkäufe im Kofferraum verstaute, leicht verletzt. Der Sachschaden wird auf gut 1000 Euro geschätzt.

Quelle: AFP

Nachrichten von Donnerstag, den 26. November

Bremen: Verängstigter Rottweiler legt Teile vom Hauptbahnhof lahm

Ein kurz zuvor unter dubiosen Umständen per Online-Kleinanzeige gekaufter verängstigter Rottweiler hat am Mittwochabend am Bremer Hauptbahnhof für Sperrungen gesorgt. Wie die Bundespolizei mitteilte, hatte ein 23-Jähriger das Tier zuvor am Bahnhof erworben, konnte anschließend aber nicht mit ihm umgehen. Nachdem ihn der Hund gebissen hatte, band er ihn mit der Leine auf einem Bahnsteig an einen Pfeiler und wählte den Polizeinotruf. Auch die herbeieilenden Bundespolizisten wagten es nicht, sich dem zähnefletschenden und erkennbar aggressiven Rottweiler zu nähern. Weil außerdem unklar war, ob die Leine halten würde, sperrten die Beamten zur Sicherheit der Reisenden einige Bahnsteige. Auch Züge wurden vorübergehend auf andere Gleise umgeleitet. Erst unter Mitwirkung von Hundeexperten gelang es, die Situation zu entschärfen.

Rottweiler
Weil er mit dem Tier nicht umgehen konnte, leinte ein Mann einen auf dubiose Weise erworbenen Rottweiler kurzerhand im Bremer Hauptbahnhof an
© Bundespolizei / DPA

Nach Rücksprache mit einer Tierärztin besorgten die Einsatzkräfte ein Beruhigungsmittel aus einer Tierklinik. Dieses wurde mit Hundefutter vermischt und dem Hund zugeworfen, wie die Bundespolizei am Donnerstag berichtete. Nachdem das Tier davon gefressen hatte, beruhigte es sich zumindest etwas. Hundeführer der Bundespolizei bugsierten den Rottweiler danach mit einer Spezialstange in eine Transportbox. Er kam in ein Tierheim. Wenig Verständnis zeigten die Beamten nach ihrem Einsatz für den jungen Käufer. Dieser hatte den Hund ihren Angaben zufolge für 50 Euro von einem Mann aus Lettland am Bahnhof gekauft, der Kontakt war über eine Kleinanzeige in einem Internetportal zustande gekommen. Der Hund war laut Polizei auch unterernährt. Wie unter diesen Umständen ein Tier gekauft werden könne, sei für die Polizei "nicht nachvollziehbar". Der Hund befinde sich nun im Tierheim in Quarantäne und werde dort versorgt, erklärte die Beamten. Es sei zu hoffen, dass er "mit der nötigen Fürsorge eines Tages in gute Hände vermittelt werden kann".

Quelle: AFP

Euskirchen: Junge rettet Mädchen vor Auto

Selbstlose Tat eines Teenagers in Euskirchen in NRW: Am Dienstag wollte der 13-Jährige gemeinsam mit einer Gleichaltrigen auf dem Schulhof eine Fußgängerampel überqueren, als ein Auto herangefahren kam und laut Polizei "angeblich" das Rotlicht missachtete.

"Der Junge hat dann das Mädchen zur Seite geschubst, damit sie nicht angefahren wurde. Er ist selbst leicht von dem Fahrzeug erfasst worden", teilen die Beamten mit. Über den Grad der erlittenen Verletzungen wurde in den Bericht nicht informiert. Der Wagen soll in der Folge ohne anzuhalten weitergefahren sein. Nun sucht die Polizei nach Zeugen, die Hinweise geben können. Mehr Informationen an dieser Stelle. 

Quelle: Polizei Euskirchen

Struppen: Zu schnell gefahren - Verkehrssünder packt Blitzer ein 

Ein Autofahrer hat in der Sächsischen Schweiz einen Blitzer kurzerhand mitgenommen, nachdem ihn das Gerät beim Zuschnellfahren erwischt hatte. Der 52-Jährige sei am Mittwoch in einer 30er-Zone in Struppen geblitzt worden, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Daraufhin sei der Mann mehrfach an dem mobilen Gerät vorbeigefahren und habe es schließlich samt Akku in sein Auto gepackt. Ein Mitarbeiter des Landratsamtes habe das jedoch beobachtet und den 52-Jährigen angesprochen. Der Mann habe daraufhin sein Auto verriegelt und sei davongefahren. Die Polizei ermittelt nun wegen Diebstahls gegen den Mann. Den Blitzer stellten die Beamten später bei ihm sicher.

Quelle: DPA

Ratingen: Unbekannter überfällt Rettungswagen

Ein Unbekannter überfiel in der Nacht zu Mittwoch in Ratingen in NRW des Fahrer eines Rettungswagens und beraubte ihn. Wie die Polizei berichtet, hatte der Fahrer zunächst angehalten, weil ein Mann winkend auf sich aufmerksam gemacht hätte. In der Annahme, dass der Mann Hilfe benötige, stoppte der Fahrer laut Polizei den Rettungswagen und eilte mit seinem Notfallkoffer zu dem Anhalter. "Völlig unerwartet schlug dieser jedoch den Rettungssanitäter mit einem unbekannten Gegenstand nieder. Anschließend durchsuchte er den Notfallkoffer und entfernte sich mit einem Mountainbike in unbekannte Richtung", heißt es in der Polizeimeldung. 

Nun sucht die Polizei nach Zeugen, die Hinweise zum Vorfall geben können. Mehr Informationen hier. 

Quelle: Polizei Mettmann

Grünstadt: Mehrere Schafe auf einem Anhänger eingepfercht

Auf der A6 bei Grünstadt im Landkreis Bad Dürkheim in Rheinland-Pfalz kontrollierte die POlizei Am Mittwoch einen Autofahrer, der auf einem für 750 Kilogramm zugelassenen Anhänger fünf Schafe transportierte. Dazu teilten die Beamten mit: "Nicht nur dass der Anhänger nicht für den Transport von Lebendtieren ausgestattet war, war das Schlimmste, sondern dass ein Schaf bereits durch den Boden durchgekracht war und mit den Beinen über den Fahrbahnasphalt schleifte". Das Tier konnte durch eine verständigte Amtsveterinärin nur noch "erlöst" werden, hießt es weiter. Gegen den Fahrer wurden in der Folge gleich mehrere Ermittlungsverfahren eingeleitet. 

Schafe Anhänger
Die Polizei leitete gegen den Führer dieses Gespanns gleich mehrere Verfahren ein. 
© Polizei

Quelle:Polizeipräsidium Rheinland-Pfalz

Hameln: Häftlinge wollten Mitgefangenen töten - Urteil erwartet 

Mordversuch im Jugendgefängnis Hameln: Im Prozess gegen zwei junge Männer wegen versuchten Mordes und Beihilfe zum versuchten Mord wird am Donnerstag (9.00 Uhr) voraussichtlich das Urteil am Landgericht Hannover gesprochen. Der Vorwurf: Im Oktober 2019 soll ein heute 19 Jahre alter Häftling geplant haben, einen anderen Gefangenen der Jugendanstalt zu töten, um in die Sicherheitsabteilung verlegt zu werden. Dazu soll er aus einem Kugelschreiber eine Stichwaffe gemacht haben. 

Einen Mitgefangenen soll er gefragt haben, wer das Opfer sein solle. Der mittlerweile 22-Jährige soll das spätere Opfer ausgewählt haben, das wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern im Jugendgefängnis saß. Die Angeklagten seien davon überzeugt gewesen, dass der Mann den Tod verdiene, so die Staatsanwaltschaft. Am 9. Oktober 2019 soll der 19-Jährige ihn in den Schwitzkasten genommen und mehrfach mit dem Kugelschreiber auf seinen Hals und Kopf eingestochen haben. Der Angreifer ließ erst von seinem Opfer ab, als Wärter ihn wegzogen. Das Opfer erlitt Schnitt- und Platzwunden.

Quelle: DPA

Nachrichten von Mittwoch, den 25. November

Duisburg: Polizei stoppt Zwölfjährigen nach gefährlicher Verfolgungsfahrt 

Nach rasanter und gefährlicher Fahrt durch Duisburg hat die Polizei einen von Marihuana berauschten Zwölfjährigen am Steuer ertappt. Eigentlich hatten die Beamten am Mittwochmorgen nur ein Auto mit ungültigem Kennzeichen kontrollieren wollen. Doch statt auf Anhaltezeichen zu reagieren, ergriff der Fahrer die Flucht, wie die Polizei mitteilte. Dabei achtete er nicht auf rote Ampeln oder Fußgänger. So konnte eine Frau ein achtjähriges Mädchen gerade noch von der Straße ziehen, das bei grüner Ampel die Straße überqueren wollte. 

Nach mehreren Kilometern Fahrt stoppte die Polizei den Raser und stellte zur eigenen Überraschung fest, dass ein zwölfjähriges Kind am Steuer saß. Er war gemeinsam mit einem 13 Jahre alten Kumpel unterwegs, der sich die Autoschlüssel seines Vaters genommen hatte. Zusätzlich stellten die Polizisten bei der Befragung des jungen Fahrers fest, dass er Marihuana geraucht hatte. Das Auto wurde sichergestellt, das Jugendamt sei informiert. Nach Angaben der Beamten hatte der Zwölfjährige nicht das erste Mal mit der Polizei zu tun.

Quelle: DPA

Kassel: Schlafender Schöffe – Langwieriger Strafprozess braucht Neuauflage

Mehr als ein Dutzend Verhandlungstage für nichts und wieder nichts: In Kassel muss ein langwieriger Strafprozess noch einmal von vorn beginnen, weil ein Schöffe bei der Verlesung der Anklage geschlafen hat. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe hob das Landgerichts-Urteil mit sämtlichen Feststellungen auf. Eine andere Kammer muss den Fall neu verhandeln, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Beschluss hervorgeht.

Angeklagt ist ein Mitarbeiter des Finanzamts, der jahrelang fremde Steuererklärungen mit falschen Angaben abgezeichnet, manipuliert oder sogar selbst erstellt haben soll. Das Landgericht Kassel hatte ihn im Juni 2019 zu vier Jahren Haft wegen Steuerhinterziehung verurteilt.

Das Problem: Beim Prozessauftakt drei Monate zuvor hatte der Schöffe erwiesenermaßen "über einen nicht unerheblichen Zeitraum fest geschlafen", wie es in dem BGH-Beschluss heißt. Der Verteidiger habe bemerkt, dass der Mann "die Augen geschlossen, den Mund leicht geöffnet und eine erschlaffte Sitzhaltung eingenommen hatte", und den Vorsitzenden Richter auch darauf angesprochen. Trotzdem wurde die Verlesung der Anklageschrift, nachdem der Schöffe die Augen geöffnet hatte, ohne Wiederholung fortgesetzt. Damit war laut BGH die Kammer bei einem wesentlichen Teil der Hauptverhandlung nicht vorschriftsmäßig besetzt - ein absoluter Revisionsgrund.

Zu den sehr komplexen Vorwürfen waren zahlreiche Zeugen befragt worden. Laut Staatsanwaltschaft waren damals 17 Verhandlungstage angesetzt. Das alles muss nun noch einmal stattfinden.

Quelle: DPA

Ahlen: Mann gerät mit Kopf und Oberkörper in Kartoffelsortiermaschine

Im westfälischen Ahlen ist ein Mitarbeiter einer Firma in eine Sortier- und Verpackungsmaschine für Kartoffeln geraten. Unter bisher ungeklärten Umständen wurde der Mann in die Maschine eingezogen und mit Kopf und Brustkorb eingeklemmt, wie die Feuerwehr am Mittwoch erklärte. Der Mann wurde dabei nach Angaben der Polizei Warendorf schwer verletzt. In Lebensgefahr sei er entgegen ersten Einschätzungen nicht gewesen. Gemeinsam mit der Feuerwehr hätten Mitarbeiter der Firma Teile der Maschine demontiert, um den Mann zu befreien. Der Verletzte sei währenddessen mit Medikamenten versorgt worden. Nach seiner Befreiung wurde der Mann laut Polizei ins Krankenhaus gebracht. Insgesamt waren rund 20 Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Rettungsdiensts sowie ein Rettungshubschrauber im Einsatz.

Quelle: DPA

Geraberg: Nach abgewehrtem Kussversuch – Mann gesteht Tötung von 86-Jähriger 

Nach einem abgewehrten Kussversuch soll ein 58 Jahre alter Mann im thüringischen Geraberg eine 86-Jährige getötet haben. Als sich die Frau gegen den Annäherungsversuch wehrte und schrie, soll der Beschuldigte ihr einen Lappen so lange auf Nase und Mund gepresst haben, bis sie erstickte, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Mittwoch in Erfurt mitteilte. Der Mann habe die Tat von vergangener Woche gestanden. Nachdem er festgestellt hatte, dass seine Nachbarin aus einer Gartenanlage tot war, versteckte er den Leichnam demnach in einem Schuppen. Zudem habe er die Geldbörse des Opfers an sich genommen. Gegen ihn besteht der dringende Tatverdacht des Totschlags und der Unterschlagung.

Die Polizei und Spezialisten des Landeskriminalamtes untersuchen einen Tatort im thüringischen Geraberg.
Die Polizei und Spezialisten des Landeskriminalamtes untersuchen einen Tatort im thüringischen Geraberg
© WichmannTV / DPA

Quelle: DPA

Hagen: Ladendieb mit 140 Tuben Haftcreme gefasst 

Gleich 140 Tuben Haftcreme soll ein Ladendieb im nordrhein-westfälischen Hagen gestohlen haben. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, hatte ein Zeuge in einem Geschäft einen Verdächtigen beobachtet, der an der Kasse nur wenige Teile bezahlte - obwohl sein zuvor leerer Rucksack nun prall gefüllt war. Der Zeuge alarmierte die Polizei und verfolgte den Mann, der mit einem Kastenwagen davonfuhr. Als die Beamten den Wagen am Dienstagabend anhielten, entdeckten sie darin die Tuben, die aus mindestens zwei Diebstählen in Discountern stammten. Außerdem stellten sie fest, dass der Führerschein des 31-Jährigen gefälscht war. Der Mann wurde festgenommen.

Quelle: DPA

Schwelm: TV-Bild von Kaminfeuer sorgt für Großeinsatz der Feuerwehr 

Ein Fernsehbild von einem Kaminfeuer hat in Schwelm bei Wuppertal (Nordrhein-Westfalen) für einen Großeinsatz der Feuerwehr gesorgt. Eine Anwohnerin hatte am frühen Mittwochmorgen einen Notruf abgesetzt, weil sie in einer Wohnung des Nachbarhauses einen Feuerschein gesehen hatte, wie die Feuerwehr mitteilte. Als die mehr als 40 Einsatzkräfte am vermeintlichen Brandort eintrafen, stellte sich das Ganze rasch als Fehlalarm heraus: Auf dem Fernseher war ein flackerndes Kaminfeuer zu sehen. Die Bewohner der Wohnung schalteten ihr Gerät daraufhin aus, die Feuerwehr zog wieder ab.

Quelle: DPA

Leipzig: Zu Fuß unterwegs – Mann stirbt bei Unfall auf A38 nahe Leipzig

Auf der Autobahn 38 bei Leipzig ist am Dienstagabend ein Mann ums Leben gekommen. Er war zu Fuß auf der Fahrbahn Richtung Göttingen unterwegs, nachdem er mit seinem Wagen gegen eine Leitplanke gekommen war, wie ein Polizeisprecher sagte. Der Mann soll versucht haben, andere Verkehrsteilnehmer zu warnen. Er sei von einem vorbeifahrenden Auto erfasst und tödlich verletzt wurde. Auf der A38 kam es an der Abfahrt Leipzig-Süd zu Verkehrsbehinderungen. Der Einsatz von Polizei und Feuerwehr dauerte in den späten Abendstunden noch an.

Quelle: DPA

Karlsruhe: Flüchtender raubt erst Auto und dann Lkw – mehrere Unfälle, Festnahme

Nach einem offenbar von ihm verursachten Unfall hat ein Autofahrer in Baden-Württemberg auf der Flucht erst ein anderes Auto geraubt und danach einen Lkw. Den Pkw brachte er in seine Gewalt, indem er die Fahrerin mit einem Messer bedrohte, wie die Staatsanwaltschaft Karlsruhe und das Polizeipräsidium am Dienstag mitteilten. Auf seiner Flucht – wohl über die die Autobahn A5 Richtung Basel – soll der Mann mehrere weitere Unfälle verursacht und wahrscheinlich versucht haben, auf Parkplätzen weitere Fahrzeuge in seine Gewalt zu bringen. Nach einem Unfall im Raum Freiburg wurde der 48-Jährige schließlich festgenommen. Die Polizei sucht nun Zeugen und weiteren Geschädigte. 

Quelle: DPA

Salzwedel: 14-Jährige nach Messerangriff auf Mitschüler in Untersuchungshaft 

Nach dem Messerangriff auf einen 14-Jährigen in einer Schule in Salzwedel muss ein gleichaltriges Mädchen in Untersuchungshaft. Der Schülerin werde versuchter Totschlag und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen, sagte eine Polizeisprecherin in Salzwedel am Dienstag. Noch immer unklar ist das Motiv. Die 14-Jährige soll am Montagmittag im Unterricht einen Mitschüler mit einem Messer angegriffen und am Rücken verletzt haben. Angaben der Polizeisprecherin zufolge ergaben erste Befragungen der Klassenkameraden keine Hinweise auf einen Streit. Das Mädchen selbst habe sich bislang nicht zu den Hintergründen geäußert. Der verletzte Junge sei weiterhin in ärztlicher Behandlung. Lebensgefahr habe nicht bestanden, sagte eine Polizeisprecherin.

Quelle: DPA

Nachrichten von Dienstag, den 24. November

München: Frauenleiche unter Kinderbett gefunden – Polizei fahndet nach Ehemann

In München soll ein 41-Jähriger Mann seine Ehefrau erstochen und die Leiche unter einem Kinderbett versteckt haben. Wie die Kripo am Dienstag mitteilte, floh der mutmaßliche Täter nach Italien. Die Ermittler vermuten, dass der afghanische Staatsangehörige von dort aus in sein Heimatland weiterreiste.

Die Leiche der 34 Jahre alten Mutter war am Freitag versteckt unter dem Bett eines Sohnes in der Wohnung des Paares entdeckt worden, drei Tage nach dem Verbrechen. Die Polizei war in den Tagen zuvor mehrfach in der Wohnung, ohne die Tote zu finden. Die Ermittler erklärten dies damit, dass zunächst nur wegen einer Vermisstenanzeige in der Wohnung nachgeschaut worden sei. Anschließend sei nach Blutspuren gesucht worden. Eine konkrete Durchsuchung habe es dann erst am Freitag gegeben.

Die Frau hatte zwei Kinder in die Ehe mitgebracht. Die drei und sieben Jahren alten Buben werden nun von der Familie der Getöteten betreut.

Quelle: DPA

Bremen: Beerdigung mit 400 Trauergästen löst Polizeieinsatz aus 

Eine Beerdigung mit rund 400 Trauergästen hat in Bremen zu einem Polizeieinsatz geführt. Wie die Beamten am Dienstag mitteilten, kam es zu Verstößen gegen die Kontaktbeschränkungen und Hygieneregeln. "Die zulässige Gesamtzahl für Veranstaltungen war deutlich überschritten", sagte eine Polizeisprecherin über den Einsatz am Montag. Die Beamten forderten das verantwortliche Familienmitglied zum Einlenken auf, danach verließen die Trauergäste nach und nach den Friedhof. Die Polizei dokumentierte die Verstöße und fertigte eine Anzeige. Weitere Ermittlungen soll das Ordnungsamt übernehmen. Die Polizei rief alle Menschen auf, sich an die Regeln zur Eindämmung des Coronavirus zu halten. "Schützen Sie Ihre Gesundheit und die der Menschen in Ihrer Umgebung."

Quelle: DPA

Kassel: Unbekannte versenden gefälschte Einladungen zur documenta

Unbekannte haben weltweit gefälschte Einladungen zur Teilnahme an der kommenden documenta versandt. "Wir wissen von 33 solcher E-Mails", sagte eine Sprecherin der bedeutenden Ausstellung für moderne Kunst am Dienstag in Kassel. Die Schreiben seien unter anderem an Kuratoren, Museumsdirektoren und Künstler gegangen. "Über den Absender können wir bisher nur mutmaßen." Zuvor hatten die "Süddeutsche Zeitung" und "Monopol" über das Thema berichtet.

Die Herkunft der Mails sei relativ gut verschlüsselt. "Wir sind mit Experten daran, wissen aber noch nicht, wer der Absender der E-Mails ist", erklärte die Sprecherin. Es sei aber mittlerweile gelungen, eine Mailadresse, von der Schreiben versendet wurden, schließen zu lassen. Die Fälschungen seien zwar oberflächlich, aber mit Aufwand betrieben. "Es wird mit Namen des Artistic Teams hantiert in Verbindung mit Fake-Namen." Zudem finde auch eine Ansprache des Empfängers mit Bezug zu seinem Schaffen statt.

Da die Teilnahme an der documenta eine große Auszeichnung ist, können die Fälschung falsche Hoffnungen wecken: "Es gibt Künstler, die anrufen oder schreiben, um sicherzustellen, dass die Einladung echt ist und dann sind da natürlich schon Emotionen im Spiel, was wir sehr bedauern." Es entstehe so zwar kein materieller aber doch ein emotionaler Schaden. Die documenta bittet auf ihrer Homepage Empfänger solcher E-Mails, sich zu melden.

Die nächste Ausgabe der documenta findet vom 18. Juni bis 25. September 2022 in Kassel statt. Geleitet wird die Schau mit der offiziellen Bezeichnung "documenta fifteen" vom indonesischen Künstlerkollektiv Ruangrupa.

Quelle: DPA

Salzwedel: 14-Jährige sticht gleichaltrigem Mitschüler in den Rücken

Tatort Klassenzimmer: In Salzwedel in Sachsen-Anhalt hat eine 14-jährige Schülerin einem gleichaltrigen Mitschüler in den Rücken gestochen. Wie die "Magdeburger Volksstimme" berichtet, soll die Neuntklässlerin bei der Messerattacke am Montag den Jungen schwer verletzt haben. Von einer großen Blutlache im Klassenraum war die Rede. Das Mädchen soll später von der Polizei im Beisein eines Elternteils abgeführt worden sein, heißt es weiter. Die Polizei hat den Vorfall bestätigt. "Der Grund für das Handeln des Mädchens ist bislang nicht bekannt und die Ermittlungen dauern an. Es wird nachberichtet", hieß es in einer Pressemitteilung.

Quellen:"Magdeburger Volksstimme", Polizei Salzwedel

Östringen: Schüler nach Messerangriff außer Lebensgefahr

Nach dem Messerangriff eines Mitschülers geht es einem 13-Jährigen aus Baden besser. Der Jugendliche sei außer Lebensgefahr, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag. Ein gleichaltriger Schüler hatte ihn am Vortag in einer Realschule in Östringen im Kreis Karlsruhe mehrmals mit dem Messer in den Oberkörper gestochen. Die beiden Teenager seien seit längerem zerstritten gewesen, sagte die Sprecherin. Hinweise auf ein konkretes Motiv des Angreifers gebe es noch nicht. Unklar sei auch, inwiefern er die Tat geplant und das Messer extra zur Schule mitgebracht habe.

Quelle: DPA

Hofheim: Acht Kinder bei Schulbusunfall in Franken verletzt

Beim Zusammenstoß eines Lastwagens mit einem Schulbus sind am Montag in Hofheim im fränkischen Landkreis Hassberge acht Schüler verletzt worden. Ein Kind kam mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik, drei weitere Kinder kamen ebenfalls ins Krankenhaus, vier Kinder wurden leicht verletzt, wie das Polizeipräsidium Unterfranken in Würzburg mitteilte. Der 28 Jahre alte Lastwagenfahrer erlitt ebenfalls leichte Verletzungen, der Busfahrer blieb unverletzt. Der Schulbus war demnach mit 20 Kindern im Alter von sieben bis 14 Jahren besetzt. Nach ersten Erkenntnissen zum Unfallhergang verursachte der Lastwagenfahrer den Unfall. Der Mann übersah laut Polizei an der Einmündung zur Bundesstraße 303 den Schulbus und fuhr diesem in die linke Seite. Den Sachschaden bezifferte die Polizei auf etwa Hunderttausend Euro.

Bad Mergentheim: Zwölfjähriger sperrt sich in Paketbox ein und muss gerettet werden 

Im baden-württembergischen Bad Mergentheim hat sich ein Junge selbst in das Fach einer Paketstation eingeschlossen und damit einen Rettungseinsatz ausgelöst. Da der Zwölfjährige nicht mehr ohne Hilfe aus der Box kam, musste er von Feuerwehrleuten gewaltsam befreit werden, wie die Polizei am Montag mitteilte. Der Junge hatte zuvor mit einem zehn Jahre alten Freund ein Internetvideo gesehen, bei dem es um einen Code ging, mit dessen Hilfe sich die Paketboxen angeblich öffnen und schließen ließen. Der Praxistest an einer Station in Bad Mergentheim am Samstag scheiterte jedoch. Den beiden Jungen gelang es laut Polizei zunächst offenbar tatsächlich, ein größeres Fach zu öffnen. Daraufhin kam der Zwölfjährige auf die Idee, hineinzuklettern. Die Tür ließ sich jedoch nicht erneut öffnen. Der Zehnjährige, der draußen stand, rief schließlich nach Hilfe. Der eingesperrte Junge kam mit dem Schrecken davon.

Quelle: DPA

Würzburg: 23-jähriger Matrose stirbt bei Unfall auf Main 

Bei einem Unfall auf dem bayerischen Main ist ein 23 Jahre alter Matrose eines Güterschiffs ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich Sonntag an der Schleuse Dettelbach bei einem Anlegemanöver des Schiffsführers des belgischen Schiffs, wie die Polizei in Würzburg am Montag mitteilte. Demnach befand sich das Schiff auf dem Weg in den Dettelbacher Hafen, um knapp 1500 Tonnen Gips zu löschen. Da die Ladestelle noch belegt gewesen sei, habe sich der Schiffsführer entschieden, im Oberwasser der Schleuse anzulegen. Der Matrose sei am Bug des Schiffs gewesen und habe dort versucht, es mit einem Tau an einem Poller an Land festzumachen. Beim Festmachen habe sich ein Teil des Taus zwischen einem sogenannten Reibholz aus Kunststoff und der Spundwand verfangen. Dabei sei das Reibholz unter solche Spannung geraten, dass es nach oben katapultiert wurde und den Matrosen am Kopf traf. Er starb noch am Unfallort.

Quelle: AFP

Östringen: 13-Jähriger sticht in Schule mit Messer auf Mitschüler ein

An einer Realschule im baden-württembergischen Östringen ist am Montagmorgen ein 13-Jähriger mit einem Messer schwer verletzt worden. Er soll von einem gleichaltrigen Mitschüler angegriffen worden sein, wie die Polizei mitteilte. Der Angreifer kam den Angaben zufolge nach der Pause in das Klassenzimmer seines Opfers und fügte ihm mehrere Stichverletzungen am Oberkörper zu. Der schwerverletzte Schüler wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Der Tatverdächtige war von einem Lehrer in einem Zimmer separiert worden und wurde von der Polizei festgenommen. Auch das Messer wurde sichergestellt. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei soll es zwischen den beiden 13-Jährigen seit Monaten Streit gegeben haben. Beide besuchen verschiedene siebte Klassen der Schule. Um die Schüler der Realschule und die eingetroffenen Eltern kümmerten sich Seelsorger und Betreuer. Bis 13 Uhr hatten alle Klassen das Schulgebäude verlassen. Es waren fast 60 Polizisten im Einsatz.

Quelle: DPA

Nachrichten von Montag, den 23. November:

Werne: Kind steckt mit Finger in Badewannenabfluss fest – Feuerwehreinsatz

Weil ein kleines Mädchen mit seinem Zeigefinger im Abflusssieb der Badewanne steckenblieb, musste am Sonntag im nordrhein-westfälischen Werne die Feuerwehr ausrücken. "Ein Kleinkind hatte nach dem Baden, während das Geschwisterkind bereits abgetrocknet wurde, die Chance genutzt und seinen Zeigefinger in den Abfluss der Badewanne gesteckt", teilte die Feuerwehr am Abend mit. Die Männer der Freiwilligen Feuerwehr Werne demontierten zunächst die Abflussschale aus der Badewanne. Doch der Finger steckte noch immer in dem Loch fest. Da die Schale aus gehärtetem Chromstahl gewesen sei, habe leichtes Handwerkszeug nicht ausgereicht, um den "bereits stark angeschwollenen Finger zu lösen", hieß es weiter. Jedoch habe sich das zuvor noch laut schreiende Kind auf dem Arm seiner Mutter schnell wieder beruhigen können. Weil die vorhandenen Werkzeuge der Feuerwehr nicht filigran genug waren, den Finger zu befreien, habe man sich entschieden, das Mädchen in einem Rettungswagen in eine nahe gelegene Kinderklinik zu bringen. 

Quelle: DPA

Düsseldorf: Anklage gegen Schönheitschirurgen erhoben

Nach dem Tod zweier Patientinnen hat die Staatsanwaltschaft in Düsseldorf Anklage gegen einen Schönheitschirurgen erhoben. Sie wirft ihm fahrlässige Körperverletzung mit Todesfolge in zwei Fällen sowie fahrlässige Körperverletzung vor. Die Anklage stützt sich auf ein Gutachten, das dem Operateur mehrere Behandlungsfehler attestiert hatte. So sei nicht ausreichend über die Risiken des Eingriffs aufgeklärt worden. Der Arzt bietet seit mehreren Jahren Po-Vergrößerungen ("Brazilian Butt") mittels Eigenfett-Implantation an. Eine Methode, die von vielen plastischen Chirurgen wegen ihres Risikos kritisch gesehen wird.

Quelle: DPA

Ansbach: 85-Jähriger fährt mit motorisiertem Rollstuhl auf Bundesstraße 

Die Polizei hat bei Ansbach einen 85-Jährigen gestoppt, der mit einem motorisierten Rollstuhl auf der Bundesstraße 13 unterwegs war. Zwar sei es nicht verboten, mit einem sogenannten Krankenfahrstuhl auf einer Bundesstraße zu fahren, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Allerdings habe der Senior am Sonntag auf der Strecke von Ansbach nach Gunzenhausen einen Stau verursacht und sei durch seine unsichere Fahrweise aufgefallen. Außerdem sei er wegen der Dunkelheit für Autofahrer schwer zu sehen gewesen. Als Polizeibeamte den Mann anhielten, merkten sie, dass er sehr schlecht hörte. Eine Passantin brachte ihn anschließend mit dem Auto nach Hause. Den Krankenfahrstuhl übergab die Polizei an Angehörige des 85-Jährigen. Wohin der Mann fahren wollte, konnte der Polizeisprecher nicht sagen.

Quelle: DPA

Speyer: Acht Frischlinge sterben bei Kollision mit Auto

Ein 66-jähriger Autofahrer ist südlich von Speyer mit einer Rotte von Frischlingen kollidiert. Alle acht jungen Wildschweine starben bei dem Unfall am Sonntagabend, wie die Polizei in der rheinland-pfälzischen Stadt am Montag mitteilte. Das Unfallauto musste abgeschleppt werden, weitere sieben Fahrzeuge wurden beschädigt, als sie über Trümmerteile und Kadaver fuhren. Es entstand ein Sachschaden von rund 15.000 Euro. Die Frischlinge hielten sich zum Unfallzeitpunkt auf der Fahrbahn auf, wie die Polizei erklärte. Die Fahrspur musste zur Entfernung der Trümmerteile und zum Abtransport der toten Tiere kurzzeitig gesperrt werden.

Quelle: AFP

Berlin: Polizei löst Technoparty mit mehr als 130 Gästen auf

Eine Technoparty mit mehr als 130 Gästen hat die Berliner Polizei am Wochenende aufgelöst. Die Beamten wurden am frühen Sonntag zu einem Klub im Stadtteil Lichtenberg gerufen, in dem laute Musik lief, wie ein Polizeisprecher am Montag sagte. In der Diskothek trafen die Einsatzkräfte über 130 Menschen an. "Die Einhaltung der Abstände sowie das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung waren in Gänze nicht feststellbar", erklärte die Polizei auf Twitter. Gegen die Anwesenden und den Veranstalter wurden Anzeigen wegen Verstoßes gegen die Hygieneschutzverordnung erstattet. Im Anschluss an die Räumung der Diskothek wurden außerdem Drogen gefunden. Diesbezüglich sei eine weitere Anzeige erstattet worden, die Drogen hätten allerdings keinem der Anwesenden zugeordnet werden können.

Quelle: AFP

Ohrstedt: Ohne Führerschein zum Vernehmungstermin wegen Fahren ohne Führerschein

Ein 50-jähriger Mann aus Nordfriesland hat sich in Sachen Recht als unbelehrbar erwiesen. Bereits zu Beginn des Monats wurde er im schleswig-holsteinischen Wester-Ohrstedt beim Fahren ohne Führerschein erwischt. Als Erklärung gab er an, nur "ausnahmsweise" das Auto genommen zu haben, weil er einen wichtigen Termin wahrnehmen müsse. Überzeugen konnte er die Polizisten damit allerdings nicht, die ihn an der Weiterfahrt hinderten und eine Strafanzeige ausstellten. Dass seine Erklärung für den 50-Jährigen weiterhin galt, zeigte sich am Freitagvormittag, als er einen weiteren "wichtigen Termin" wahrnehmen wollte. Auf dem Weg zu der polizeilichen Vernehmung in Sachen "Fahren ohne Fahrerlaubnis" geriet der Nordfriese erneut in eine Straßenkontrolle – mit dem gleichen Auto und natürlich immer noch ohne Führerschein. Den Beamten erklärte er diesmal, dass er auf den Weg zur Polizei sei. Sie reagierten mit einer weiteren Strafanzeige. Das Auto wurde der Halterin übergeben, die nun in einem Strafverfahren erklären muss, warum sie die unerlaubten Fahrten zuließ.

Quelle: Polizeidirektion Flensburg

Schwangau: 61-Jähriger stirbt bei Gleitschirmabsturz in Bayern

Beim Absturz eines Gleitschirms ist in Bayern am Sonntag ein 61 Jahre alter Mann tödlich verunglückt. Nach Angaben der Polizei ereignete sich das Unglück im Bereich des Tegelbergs in den Ammergauer Alpen. Demnach startete der Mann am Mittag bei guter Sicht. Etwa eine dreiviertel Stunde später hätten Zeugen am Boden beobachtet, wie der Gleitschirm aus unbekannter Ursache einklappte und der Mann aus sehr großer Höhe auf ein Feld nordöstlich der Hornburg stürzte, teilte die Polizei weiter mit. Die Zeugen leisteten demnach erste Hilfe am Unfallort. Der Notarzt habe die Reanimationsmaßnahmen jedoch erfolglos abbrechen müssen, da die schweren, durch den Aufprall erlittenen Verletzungen tödlich gewesen seien. Laut Polizei kann ausgeschlossen werden, dass ein anderes Luftfahrzeug an dem Unfall beteiligt war. Gleitschirm und Ausrüstung wurden zur Überprüfung sichergestellt.

Quelle: AFP

Meckenheim: Mann bei Schusswechsel mit Polizisten nahe Bonn getötet

Nach einem Schusswechsel hat die Polizei in Meckenheim nahe Bonn am Sonntagabend einen Tatverdächtigen überwältigt. Der Mann starb noch vor Ort, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Der Zugriff sei durch Spezialkräfte erfolgt. Um wen es sich bei dem Tatverdächtigen handelt, war ebenso wie sein Motiv zunächst unklar. Die Staatsanwaltschaft und die Kriminalpolizei in Bonn hätten die Ermittlungen aufgenommen, teilte die Polizei in der Nacht zum Montag mit. Im Verlauf des Einsatzes war den Angaben zufolge zuvor auch ein Polizist an der Hand verletzt worden. Er erlitt eine Schussverletzung und kam in ein Krankenhaus. Weitere Verletzte wurden nicht bekannt. Die Gefahrenlage ist beendet", erklärte ein Sprecher in der Nacht. Die Polizei war gegen 21 Uhr alarmiert worden - Zeugen hatten einen Randalierer gemeldet. Den Aussagen zufolge habe er eine Pistole gezogen und auf offener Straße geschossen. Danach soll der Mann weitergezogen sein. "Hierbei gab er - so unser derzeitiger Erkenntnisstand - weitere Schüsse ab", erklärte der Polizeisprecher. Spezialkräfte wurden angefordert.

Quelle: DPA

Dresden: Chance auf Rückkehr der gestohlenen Juwelen

Nach der Festnahme dreier dringend Tatverdächtiger im Fall des spektakulären Einbruchs ins Historische Grüne Gewölbe Dresden sind die Staatlichen Kunstsammlungen "vorsichtig optimistisch" hinsichtlich ihrer gestohlenen Juwelen. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein so großes Konvolut spurlos verschwindet", sagte Generaldirektorin Marion Ackermann vor dem Jahrestag der Deutschen Presse-Agentur. Die Spurenauswertung und auch die Verhöre führten hoffentlich zu neuen Hinweisen. "Man weiß jetzt genauer, wo man ansetzen muss." Laut Ackermann ist es nicht ausgeschlossen, dass die Schmuckstücke noch existieren. "Bisher gibt es jedenfalls weder einen Beleg für eine Zerstörung noch für einen Verkauf." Vielleicht werde zunächst ein Teil gefunden, und dann gebe es Hinweise auf den Rest. "Das ist jetzt viel realistischer als vorher." Nach monatelanger Puzzlearbeit waren vergangenen Dienstag drei von fünf dringend Tatverdächtigen bei einer Großrazzia in Berlin festgenommen worden. Sie gehören wie zwei derzeit flüchtige junge Männer zu einem arabischstämmigen Clan.

Nachrichten aus der Woche vom 16. bis 22. November lesen Sie hier.

sve/jek

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