HOME
+++ Ticker +++

News des Tages: CDU-Parteitag unterstützt UN-Migrationspakt

Entscheidung beim Parteitag: CDU stimmt UN-Migrationspakt zu +++ Schüler demoliert Schultoilette mit Böller +++ Schüler müssen niederknien - Polizeieinsatz in Frankreich in der Kritik +++ News des Tages im stern-Ticker.

Ralph Brinkhaus und Angela Merkel: Der CDU-Parteitag unterstützt den UN-Migrationspakt

Ralph Brinkhaus und Angela Merkel: Der CDU-Parteitag unterstützt den UN-Migrationspakt

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • CDU-Parteitag stimmt UN-Migrationspakt zu (22 Uhr)
  • Zehnjähriger zündet Böller in der Schule (15.20 Uhr)
  • Rechnungshof: Bahn fährt seit Jahren auf Verschleiß (14.31 Uhr)
  • Bundesnetzagentur warnt vor sprechenden Puppen (12.23 Uhr)
  • Polizeieinsatz gegen Schüler bei Paris in der Kritik (11.10 Uhr)

Alle Infos zum CDU-Parteitag bekommen Sie hier.

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker: 

+++ 22 Uhr: CDU-Parteitag stimmt UN-Migrationspakt zu +++

Der CDU-Parteitag hat einen Antrag des Bundesvorstandes zum umstrittenen UN-Migrationspakt mit großer Mehrheit angenommen. Für den Pakt, der Migration steuern und die Ausbeutung von Arbeitsmigranten bekämpfen soll, warb am Freitag in Hamburg unter anderem Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus. Er sagte, in den vergangenen Wochen sei deutlich geworden, dass es eine beispiellose "Kampagne gegen den Migrationspakt gibt". Teil dieser Kampagne sei "das bewusste Weglassen von Fakten". Bundeskanzlerin Angela Merkel kann nun mit einem positiven Votum ihrer Partei am kommenden Montag und Dienstag nach Marokko reisen, wo die - rechtlich nicht bindende - internationale Vereinbarung auf einem UN-Gipfel angenommen werden soll. Vor allem die AfD hatte in den vergangenen Wochen gegen den Pakt mobil gemacht. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte sich für das Dokument ausgesprochen. 

+++ 19.45 Uhr: Deutscher im Irak offenbar zum Tode verurteilt +++

Ein Strafgericht im Irak hat nach Medieninformationen ein deutsches Mitglied der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zum Tode verurteilt. Wie "Spiegel Online" am Freitag berichtete, verurteilte das Gericht in Bagdad den 33-jährigen Levent Ö. bereits Mitte der Woche wegen der aktiven Teilnahme an Kampfhandlungen. Die irakischen Behörden seien überzeugt, dass der Deutsche in der früheren IS-Hochburg Raka als Ausbilder tätig war. Kurdische Kämpfer nahmen demnach den aus Gladbeck stammenden Ö. nach dem Fall des IS im November 2017 im irakisch-syrischen Grenzgebiet fest. Danach sei er an US-Militärs übergeben worden, die ihn im April 2018 an die irakische Justiz überstellt hätten. Das Auswärtige Amt bestätigte auf "Spiegel"-Nachfrage lediglich, dass ein deutscher Staatsbürger in einem Terror-Verfahren konsularisch betreut werde. Die deutsche Botschaft will Ö. laut "Spiegel" nun dabei unterstützen, die Todesstrafe in einem Berufungsverfahren in eine langjährige Haftstrafe umwandeln zu lassen. Die Bundesregierung lehnt die Todesstrafe grundsätzlich ab.

+++ 19.20 Uhr: Kleinflugzeug in Katalonien stürzt auf Tankstelle - zwei Tote  +++

Beim Absturz eines Kleinflugzeuges auf das Dach einer Tankstelle in Spanien sind die beiden Insassen der Maschine ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich nach Angaben der Rettungskräfte in der Nähe des Flughafens von Sabadell in Katalonien. Die Tankstelle sei größtenteils unbeschädigt geblieben, auch sei es zu keiner Explosion gekommen, hieß es. Die Unfallursache wird noch ermittelt.

+++ 17.30 Uhr: "Spiegel": Kinder inhaftierter IS-Anhänger kommen nach Deutschland +++

Die Bundesregierung hat einem "Spiegel"-Bericht zufolge damit begonnen, Kinder von im Irak verurteilten deutschen Dschihadistinnen nach Deutschland zu holen. Das Auswärtige Amt habe dazu in gut einem Dutzend Fälle Verwandte in Deutschland gefunden, die Söhne und Töchter inhaftierter Anhängerinnen der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) aufnehmen würden, berichtet das Nachrichtenmagazin weiter. Die Kinder wurden oft erst nach der Ausreise der Eltern ins Kriegsgebiet geboren. Die Zahl der geplanten Einreisen minderjähriger Kindern nach Deutschland bewegt sich nach dpa-Informationen im oberen einstelligen Bereich.

+++ 16.18 Uhr: Schlag gegen Geldfälscher - Durchsuchungen in allen Bundesländern +++

Mit einer internationalen Razzia ist die Polizei gegen mutmaßliche Geldfälscher vorgegangen. In Deutschland waren in dieser Woche 900 Polizisten an fast 180 Durchsuchungen in allen Bundesländern beteiligt. Gegen 160 Verdächtige werde bundesweit ermittelt, teilte das Bayerische Landeskriminalamt am Freitag in München mit. Die Beamten stellten Falschgeld, Drogen und Waffen sicher. Gegen einen 53-Jährigen wurde Haftbefehl wegen Verdachts der Geldfälschung erlassen. Er war von der Kripo in Regensburg festgenommen worden.

+++ 16.02 Uhr: 14-Jähriger will Schwester zur Schule fahren und baut Unfall +++

Ein 14-Jähriger hat am Freitag im hessischen Eschwege seine 18 Jahre alte Schwester mit dem Auto zur Schule fahren wollen und dabei einen schweren Unfall gebaut. Beim Linksabbiegen übersah der Jugendliche einen anderen Wagen und kollidierte mit diesem, wie die Polizei mitteilte. Der 38-jährige Fahrer des zweiten Wagens, dessen 14-jährige Beifahrerin und die Schwester des minderjährigen Unfallverursachers wurden bei dem Verkehrsunglück leicht verletzt.

+++ 16 Uhr: Berlins Keinohrkater ist entlaufen - Hinweise willkommen +++

Berlins berühmter "Keinohrkater" Derrick wird vermisst. Das neugierige Tier, dem 2013 wegen einer Krankheit die Ohren amputiert werden mussten, sei seinen Haltern entlaufen, sagte eine Tierheim-Sprecherin und bestätigte einen Bericht im "Berliner Kurier". Da Derrick fast taub ist, gilt sein Ausflug im Stadtteil Pankow als gefährlich für ihn. Der graue Tigerkater mit den weißen Hinterpfoten ist an seinen fehlenden Ohren gut zu erkennen. 

+++ 15.36 Uhr: Obdachlose wegen zweifachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt +++

Das Landgericht Rostock hat eine 45-jährige Obdachlose wegen zweifachen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Nach Gerichtsangaben hatte sie im vergangenen März in Güstrow die Wohnung eines Bekannten angezündet, in der dieser zusammen mit einem Kumpel seinen Rausch ausschlief. Vorher hatten die drei, die sich aus der Trinkerszene kannten, gestritten. Die Angeklagte verließ die Wohnung, kehrte zwei Stunden später mit einem Kanister zurück, verteilte Benzin in der Einzimmerwohnung im dritten Stock und zündete es an. Die 48 und 51 Jahre alten Opfer alarmierten über ihr Handy die Feuerwehr. Sie hatten aber keine Chance, den Flammen zu entkommen.

+++ 15.20 Uhr: Zehnjähriger demoliert Schultoilette mit verbotenem Böller +++

Mit einem verbotenen Böller hat ein Zehnjähriger am Freitag in einer Grundschule in Duisburg die Schultoilette demoliert. Der Junge habe den Knallkörper neben die Toilette gelegt, diesen angezündet und sei hinausgerannt, teilte die Polizei mit. Die Wucht der Explosion zerstörte demnach die Toilette und ein Fenster. Die Glassplitter flogen etwa 15 Meter über den Schulhof, die Decke der Toilettenkabine stürzte herab. Weder der Schüler noch andere wurden verletzt. Wie der Junge an den nicht zugelassenen Böller gelangte, wird ermittelt. Die Polizei warnte vor nicht zugelassenen Feuerwerkskörpern. Ihr Besitz sei nicht nur gefährlich, sondern könne auch mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren bestraft werden.

+++ 15 Uhr: Razzia wegen Falschgeldhandels - Durchsuchungen in ganz Deutschland +++

Im Zuge einer europaweiten Razzia wegen Falschgeldhandels hat es auch in Deutschland in allen Bundesländern Durchsuchungen gegeben. Es habe insgesamt 178 Durchsuchungen bei 160 Tatverdächtigen gegeben, teilten die federführende Zentralstelle Cybercrime Bayern und das bayerische Landeskriminalamt am Freitag in Bamberg und München mit. Dies waren mehr als die Hälfte der europaweit 300 Durchsuchungen bei der Razzia. Ein 32-Jähriger soll aus einer Falschgelddruckerei in Leoben in Österreich selbst produzierte Zehn-, 20- und 50-Eurogeldnoten über illegale Darknetmarktplätze vertrieben und so europaweit in den Zahlungsverkehr gebracht haben. Bei der Aufklärung des Verdachts sei eine Vielzahl von Menschen festgestellt worden, die Falschnoten gekauft hätten. An der Razzia waren in Deutschland 900 Polizisten beteiligt.

+++ 14.31 Uhr: Rechnungshof: Bahn fährt seit Jahren auf Verschleiß +++

Die Deutsche Bahn spart bei der Instandhaltung von Gleisen, Brücken oder Bahnhöfen - solange, bis der Bund zahlen muss. Diesen Vorwurf erhebt der Bundesrechnungshof und verlangt, solche und andere Schwächen in der Finanzierungsvereinbarung zwischen Bahn und Bund schnell zu beheben. Die Bahn fahre schon "jahrelang auf Verschleiß", kritisierte Rechnungshofpräsident Kay Scheller am Freitag.

Die Bahn sei für Bürger und Wirtschaft zu wichtig, als dass Deutschland noch weiter mit einem System fahre, das nicht halte, was es verspreche, sagte Scheller. Es gehe vor allem um die Bahninfrastruktur: 25.000 Eisenbahnbrücken, 5600 Bahnhöfe, 33.000 Kilometer Schienennetz, Stellwerke und Oberleitungen müssten nicht mehr einfach nur instandgehalten werden, sondern "rundweg ersetzt oder in Teilen erneuert".

+++ 14.02 Uhr: Marlboro-Hersteller Altria kauft Milliardenanteil an Cannabis-Firma +++

Der Marlboro-Hersteller Altria steigt in großem Stil beim kanadischen Cannabis-Produzenten Cronos ein. Der Tabak-Riese will Aktien im Wert von rund 1,8 Milliarden Dollar kaufen, wie die Unternehmen mitteilten. Damit ergebe sich ein Anteil von 45 Prozent.

+++ 14.02 Uhr: Katar zahlt 13 Millionen Euro für Hamas-Angestellte in Gaza +++

Katar hat nach Angaben der radikal-islamischen Hamas im Gazastreifen erneut rund 13 Millionen Euro in das Küstengebiet bringen lassen. Damit wurden am Freitag rund 20.000 Angestellten der Hamas ausstehende Gehälter ausgezahlt, wie die Hamas mitteilte. Bereits Anfang November hatte es Israel nach Medienberichten Gesandten aus Katar erlaubt, Koffer mit 15 Millionen Dollar in bar in den Gazastreifen zu bringen.

+++ 13.08 Uhr: Nikolaus beendet Schlägerei in Kasseler Einkaufsmarkt +++

In einem Einkaufsmarkt im nordhessischen Kassel hat ein Nikolaus eine Schlägerei zwischen zwei jungen Männern beendet. In dem Markt kam es am Donnerstag zunächst zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei 13-jährigen Jungen, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Ein 19-jähriger Angestellter verwies die Jungen und ihre Freunde daraufhin des Markts.

Dort kam es dann zu einer Auseinandersetzung zwischen den Kindern und dem Mann, in die ein 28-jähriger Bruder eines der Kinder eingriff. Die Folge war eine Schlägerei zwischen den beiden Männern, die erst von dem 53-jährigen Mann im Nikolauskostüm beendet werden konnte. Die anschließende Vernehmung mussten die Polizeibeamten verschieben. Erst musste der Nikolaus seine Geschenke an die Kinder im Markt verteilen.

+++ 13.05 Uhr: Verfassungsklage gegen Polizeigesetz in Baden-Württemberg +++

Eine Gruppe von Klägern aus der Zivilgesellschaft hat am Freitag beim Bundesverfassungsgericht Klage gegen das baden-württembergische Polizeigesetz eingereicht. Die Gruppe unter Federführung der Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) und des Chaos Computer Clubs Stuttgart kritisiert vor allem den Einsatz von Staatstrojanern, den das neue Gesetz ermöglicht. Damit werde die staatliche Schutzpflicht bei IT-Sicherheitslücken verletzt, kritisieren die Kläger.

+++ 12.57 Uhr: Bei Rauchmeldern darf Eigentümergemeinschaft für alle entscheiden +++

Eine Eigentümergemeinschaft kann den Einbau und die Wartung von Rauchmeldern für alle Wohnungen eines Hauses beschließen. Dies gelte auch dann, wenn Eigentümer einzelner Wohnungen bereits Rauchmelder angebracht haben, entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe am Freitag.

+++ 12.38 Uhr: Partner mit Säge zerstückelt - Angeklagte kündigt Einlassung an +++

Eine Frau, die ihren Lebensgefährten erstochen und mit Elektrosägen zerstückelt haben soll, hat zum Prozessauftakt eine Stellungnahme angekündigt. Über ihren Rechtsanwalt ließ die Angeklagte am Freitag am Landgericht Hanau mitteilen, dass sie sich bei der Fortsetzung des Verfahrens am 21. Dezember zum Fall äußern wolle. Zum Auftakt aber schwieg sie zu den Vorwürfen. Sie hielt sich eine Aktenordnerhülle vors Gesicht, um bei Foto- und Film-Aufnahmen nicht erkennbar zu sein.

Angeklagt ist die 35-jährige Deutsche wegen Totschlags. Der Frau wird vorgeworfen, ihren 47 Jahre alten Lebensgefährten im Juni in Steinau an der Straße mit einem Küchenmesser getötet zu haben. 31 Stichverletzungen wurden gezählt, einige davon im Rücken des Opfers. Danach soll sie die Leiche mit zwei Elektro-Motorsägen in sechs Teile zerschnitten, sie in Mülltüten gepackt und im Badezimmer deponiert haben. Sechs Tage später wurden die Leichenteile gefunden, nachdem die Frau die Polizei informiert hatte.

+++ 12.30 Uhr: Krankenkasse muss 300.000 Euro teure Behandlung in USA bezahlen +++

Die gesetzlichen Krankenkassen müssen unter Umständen auch sehr hohe Kosten für eine Behandlung im Ausland bezahlen. Das entschied das Sozialgericht Bremen zugunsten eines lebensbedrohlich kranken Jugendlichen in einem am Freitag veröffentlichten Urteil, bei dem es um eine 300.000 Euro teure Behandlung in den USA ging. Erfolgversprechende Behandlungsmöglichkeiten in Deutschland habe es nicht mehr gegeben. (Az: S 8 KR 263/17)

+++ 12.23 Uhr: Bundesnetzagentur warnt vor sprechenden Puppen und vernetzten Kuscheltieren +++

Die Bundesnetzagentur warnt in der Weihnachtszeit vor intelligentem Spielzeug wie sprechenden Puppen oder vernetzten Kuscheltieren. Spielzeug, das funkfähig und zur heimlichen Bild- oder Tonaufnahme geeignet ist, könne zum Spionagegerät werden, erklärte Behördenchef Jochen Homann am Freitag. Dritte könnten Gespräche des Kindes mithören oder es heimlich beobachten. Solche Gegenstände seien in Deutschland verboten.

+++ 12.23 Uhr: Sechstes Ligaspiel in Frankreich wegen "Gelbwesten"-Demos abgesagt +++

Vor dem Hintergrund erwarteter Demonstrationen der "Gelben Westen" ist mehr als die Hälfte aller am Wochenende angesetzten Erstliga-Spiele in Frankreich abgesagt worden. Nach Angaben der Französischen Fußball-Liga (LFP) kann auch die Partie zwischen Olympique Nimes und dem FC Nantes nicht wie geplant am Samstag stattfinden. Zuvor war bereits das Topspiel zwischen Thomas Tuchels Paris Saint-Germain und dem HSC Montpellier abgesagt worden. Die weiteren abgesetzten Spiele am Wochenende sind AS Monaco gegen OGC Nizza, AS Saint-Etienne gegen Olympique Marseille, FC Toulouse gegen Olympique Lyon und SCO Angers gegen Girondins Bordeaux.

+++ 12.23 Uhr: Bundesnetzagentur warnt vor vernetzten Kuscheltieren +++

Die Bundesnetzagentur warnt in der Weihnachtszeit vor intelligentem Spielzeug wie sprechenden Puppen oder vernetzten Kuscheltieren. Spielzeug, das funkfähig und zur heimlichen Bild- oder Tonaufnahme geeignet ist, könne zum Spionagegerät werden, erklärte Behördenchef Jochen Homann. Dritte könnten Gespräche des Kindes mithören oder es heimlich beobachten. Solche Gegenstände seien in Deutschland verboten.

Auch Kinderuhren mit Abhörfunktion sind demnach verboten: Diese Uhren verfügen über eine SIM-Karte und eine eingeschränkte Telefoniefunktion, die über eine App eingerichtet und gesteuert werden kann - und über eine Abhörfunktion, wie die Netzagentur warnte. Sie ließen sich dadurch unbemerkt vom Träger und dessen Gesprächspartnern mit einem Handy verbinden und ermöglichten somit ein Mithören.

+++ 12.20 Uhr: Opec berät mit Partnerländern über Produktionsdrosselung +++

Die Organisation Erdöl exportierender Staaten (Opec) und weitere wichtige Förderländer sind in Wien zusammengekommen, um über Produktionssenkungen zur Stabilisierung des Ölpreises zu beraten. Der saudiarabische Energieminister Chaled al-Faleh hatte am Donnerstagabend gesagt, er sei "nicht zuversichtlich", dass eine Einigung gefunden werde. Den 15 Mitgliedern der Opec allein war dies am Donnerstag nicht gelungen.

Am Freitag trafen die Opec-Minister mit Vertretern von insgesamt zehn Ölförderländern zusammen, darunter Russland. Auch der russische Energieminister Alexander Nowak hatte sich am Donnerstag wenig optimistisch geäußert: Für sein Land, zweitgrößter Ölproduzent der Welt, sei es "aufgrund der klimatischen Bedingungen sehr viel schwieriger als für andere Länder, die Produktion zu drosseln", sagte er in Sankt Petersburg. 

+++ 12.16 Uhr: Drogenbeauftragte: Cannabis wirkt immer stärker +++

Cannabis bleibt die am meisten konsumierte illegale Droge bei Jugendlichen und Erwachsenen in Deutschland - und wirkt zusehends stärker. Der Wirkstoffgehalt bei Cannabis-Blüten erreichte mit durchschnittlich 13,1 Prozent einen neuen Höchststand, wie die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, am Freitag mitteilte. Laut dem neuen Jahresbericht der deutschen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht verdoppelte sich zudem der Wirkstoffgehalt von Kokain im Straßenhandel seit 2011.

+++ 11.29 Uhr: Fall Khashoggi: Türkischer Geheimdienstchef unterrichtet US-Senatoren +++

Der Chef des türkischen Geheimdienstes hat Medienberichten zufolge in den USA Mitglieder des Kongresses zu Details im Fall des ermordeten saudischen Regierungskritikers Jamal Khashoggi unterrichtet. Das berichtete die türkische Zeitung "Habertürk" unter Berufung auf nicht genannte amerikanische Quellen in der Nacht zum Freitag. Das Treffen zwischen Hakan Fidan und den Senatoren habe "in kleinem Rahmen" hinter verschlossenen Türen stattgefunden. Details zur Präsentation gab es zunächst nicht.

+++ 11.10 Uhr: Schüler müssen niederknien - Polizeieinsatz in Frankreich in der Kritik +++

Das Vorgehen der Polizei bei einer Massenfestnahme von Schülern hat in Frankreich Betroffenheit und Empörung ausgelöst. "Es hat schockierende Bilder gegeben, weil wir uns in einem Klima außergewöhnlicher Gewalt befinden", sagte Frankreichs Bildungsminister Jean-Michel Blanquer im Sender France Inter.

Am Donnerstag waren in der Nähe von Paris rund 150 Menschen festgenommen worden. Dabei handelte es sich vor allem um Schüler, die in der Nähe einer Schule in Mantes-la-Jolie protestiert hatten. Videos des Polizeieinsatzes zeigen, wie Dutzende Schüler in Reihen und unter der Aufsicht der Sicherheitskräfte auf dem Boden knieten oder hockten, mit den Händen am Kopf oder hinter dem Rücken. Polizeikreise bestätigten die Echtheit der Aufnahmen.

Am Donnerstag waren in der Nähe von Paris rund 150 Menschen festgenommen worden, vor allem Schüler. Videos des Polizeieinsatzes zeigen, wie Dutzende Schüler in Reihen und unter der Aufsicht der Sicherheitskräfte auf dem Boden knieten oder hockten, mit den Händen am Kopf oder hinter dem Rücken. Polizeikreise bestätigten die Echtheit der Aufnahmen.

Am Donnerstag waren in der Nähe von Paris rund 150 Menschen festgenommen worden, vor allem Schüler. Videos des Polizeieinsatzes zeigen, wie Dutzende Schüler in Reihen und unter der Aufsicht der Sicherheitskräfte auf dem Boden knieten oder hockten, mit den Händen am Kopf oder hinter dem Rücken. Polizeikreise bestätigten die Echtheit der Aufnahmen.

+++ 10.41 Uhr: Nabu ruft zu Wintervogelzählung auf +++

Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) ruft zur Zählung der Wintervögel auf. Die sogenannte Stunde der Wintervögel, die größte Vogelzählung ihrer Art in Deutschland, könnte in diesem Jahr überraschende Ergebnisse liefern, wie der Nabu am Freitag erklärte. "Nach dem Jahrhundertsommer 2018 dürfte die Zählung besonders spannend werden", sagte Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Die "Stunde der Wintervögel" ist Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmachaktion. Bis zum 15. Januar können Vogelfreunde eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zählen und dem Nabu unter www.stundederwintervoegel.de melden. Eine besondere Qualifikation ist dafür nicht nötig.

+++ 10.25 Uhr: Bericht: Neuer Verfassungsschutz-Chef will AfD beobachten lassen +++

Der neue Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Thomas Haldenwang, will nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus" die rechte Szene in Deutschland verstärkt überwachen lassen. Demnach setzt sich Haldenwang für eine Beobachtung der rechtspopulistischen Partei AfD.

Derzeit würden in der Behörde Analysen verschiedener Landesämter für Verfassungsschutz über die AfD ausgewertet. Anschließend solle entschieden werden, inwieweit eine Beobachtung nötig sei.

stern-Redakteur Wigbert Löer sitzt in Jackett und grauem T-Shirt vor einem schwarzen Hintergrund. Er trägt eine siberne Brille

+++ 10.14 Uhr: Microsoft-Chef dringt auf Regulierung der automatischen Gesichtserkennung +++

Der Chef des US-Softwaregiganten Microsoft, Brad Smith, hat in einem eindringlichen Appell neue Gesetze zur Regulierung der automatischen Gesichtserkennung gefordert. Bis dahin werde Microsoft für sich selbst Standards ausarbeiten und umsetzen, kündigte Smith am Donnerstag in einer Rede bei der Brookings Institution und in einem Blog-Beitrag an. Er rief die Microsoft-Konkurrenten auf, dem Beispiel zu folgen.

Die neuen Gesetze sollten bereits im kommenden Jahr verabschiedet werden, forderte Smith. Konkret sprach er sich für mehr Transparenz, strenge Kontrollen der Gesichtserkennungsprogramme durch Menschen und Schutz der Privatsphäre aus. Wenn Algorithmen bei den Programmen wichtige Entscheidungen treffen, müsse Diskriminierung vorgebeugt und Meinungsfreiheit garantiert werden. Automatische Gesichtserkennung dürfe nur nach Anordnung durch ein Gericht eingesetzt werden.

+++ 9.31 Uhr: Tausende Frauen aus Myanmar nach China zwangsverheiratet +++

Aus dem verhältnismäßig armen südostasiatischen Staat Myanmar sind nach einem Bericht in den vergangenen Jahren mehr als 7400 Frauen ins große Nachbarland China zwangsverheiratet worden. Die Studie macht Menschenhändler, in vielen Fällen aber auch die Familien der Opfer verantwortlich. Mehr als 5000 Frauen brachten in Ehen, die gegen ihren Willen geschlossen wurden, auch Kinder zur Welt.

In China - mit mehr als 1,3 Milliarden Menschen das bevölkerungsreichste Land der Welt - gibt es einen deutlichen Männer-Überschuss. Die meisten zwangsverheirateten Frauen kamen aus Regionen, die an der Grenze des ehemaligen Birma zur Volksrepublik liegen

+++ 8.55 Uhr: Zoll führt Schlag gegen illegale Pyrotechnik +++

Ermittler in Deutschland, Polen und den Niederlanden sind in einer gemeinsamen Aktion gegen Vertreiber und Besitzer illegaler Pyrotechnik vorgegangen. Bundesweit durchsuchten rund 500 Zollbeamte und weitere Ermittler am Mittwoch und Donnerstag 53 Wohnungen und Lagerstätten, wie die Generalzolldirektion und die Kölner Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilten. Bei der Aktion wurden in Deutschland 27.264 Feuerwerkskörper mit einer Explosivmasse von 315 Kilogramm beschlagnahmt. 

+++ 8.17 Uhr: Mindestens 18 Tote bei Taliban-Angriff im Westen Afghanistans +++

Radikalislamische Taliban haben im Westen Afghanistans einen Militärposten gestürmt und mindestens 18 Soldaten getötet. Mindestens weitere 20 Armeeangehörige seien bei dem in der Nacht erfolgten Angriff im Bezirk Schindand in der Provinz Herat als Geiseln genommen worden, sagte Sardar Bahaduri, ein Mitglied des Provinzrates. Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid veröffentlichte auf Twitter ein Video, auf dem die gefangenen Armeeangehörigen in einem Raum zu sehen sein sollen. Die Echtheit der Aufnahmen konnte zunächst nicht von unabhängiger Seite bestätigt werden. 

+++ 7.34 Uhr: 1,35 Millionen Menschen sterben im Straßenverkehr pro Jahr +++

Weltweit sterben jedes Jahr 1,35 Millionen Menschen bei Unfällen im Straßenverkehr. In nur drei Jahren sei die Zahl der Verkehrstoten um rund 100.000 angestiegen, heißt es in einem am Freitag vorgelegten Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der auf Daten aus dem Jahr 2016 basiert. Im vorherigen Bericht, der sich auf Daten aus dem Jahr 2013 stützte, war die Zahl der Toten im Straßenverkehr auf 1,25 Millionen pro Jahr geschätzt worden.

Unfälle im Straßenverkehr seien inzwischen die häufigste Todesursache für Kinder und junge Menschen im Alter zwischen fünf und 29 Jahren. "Diese Todesfälle sind ein nicht zu akzeptierender Preis für die Mobilität", erklärte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.

+++ 6.51 Uhr: Flugzeug in USA schlittert über Landebahn hinaus +++

Gefährlicher Zwischenfall im US-amerikanischen Flugverkehr: Eine Passagiermaschine ist bei der Landung im kalifornischen Burbank nördlich von Los Angeles über die Rollbahn hinausgeschossen und erst in einer für Notfälle vorgesehenen Sicherheitszone zum Stehen gekommen. Von den mehr als 100 Insassen sei am Donnerstagmorgen (Ortszeit) niemand verletzt worden, zitierte die Zeitung "Los Angeles Daily News" einen Sprecher der Feuerwehr.

+++ 6.41 Uhr: Bericht: Neuer Verfassungsschutz-Chef will AfD beobachten lassen +++

Der neue Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Thomas Haldenwang, will nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus" die rechte Szene in Deutschland verstärkt überwachen lassen. Demnach setzt sich Haldenwang für eine Beobachtung der Partei AfD ein, berichtete das Magazin am Freitag unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Derzeit würden in der Behörde Analysen verschiedener Landesämter für Verfassungsschutz über die AfD ausgewertet. Anschließend solle entschieden werden, inwieweit eine Beobachtung nötig sei.

+++ 6.23 Uhr: Hagel und Überschwemmungen auf Urlaubsinsel Zypern - drei Tote +++

Bei einem schweren Herbststurm mit Hagel und starken Regenfällen sind auf Zypern drei Menschen ums Leben gekommen. Sie starben am Donnerstag im türkischzyprischen Norden der drittgrößten Mittelmeerinsel. Der zyprische Präsident Nikos Anastasiades bot den türkischen Zyprern Hilfe an, wie das Staatsfernsehen (RIK) am Freitag weiter berichtete.

+++ 5.48 Uhr: CNN-Redaktion in New York nach Bombendrohung evakuiert +++

Wegen einer Bombendrohung ist die New Yorker Redaktion des US-Nachrichtensenders CNN evakuiert worden. Der Alarm sei am späten Donnerstagabend ausgelöst worden, teilte CNN auf seiner Website mit. Die Polizei der Millionenmetropole sperrte die Straße vor dem CNN-Gebäude ab und rief Menschen auf, die Gegend zu meiden.

Erst im Oktober war die CNN-Redaktion in New York nach dem Fund eines Sprengsatzes geräumt worden. Damals waren Postsendungen mit Sprengsätzen an eine Reihe von Kritikern von US-Präsident Donald Trump geschickt worden, unter anderem an den demokratischen Ex-Präsidenten Barack Obama und an die frühere Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton.

+++ 5.34 Uhr: Bahn bringt mehr Züge aufs Gleis +++

Die Deutschen Bahn will ihr Angebot ab Sonntag mit mehr Sitzplätzen und einer teils verjüngten Flotte verbessern. So wird der ICE-Sprinter zwischen Berlin und München mit dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember häufiger unterwegs sein. Die jüngste, vierte ICE-Generation wird künftig auch zwischen Düsseldorf und Stuttgart eingesetzt. Die Bahn reagiert nach eigenen Angaben auf die steigenden Fahrgastzahlen auch im Regionalverkehr, dort könne man häufig mit mehr Fahrzeugen und somit mehr Sitzplätzen rechnen. Die Fahrpreise steigen im Fernverkehr im Durchschnitt um 0,9 Prozent. Tickets zum vollen Preis (Flexpreis) werden im Durchschnitt 1,9 Prozent teurer.

+++ 5.07 Uhr: Zahl der Kleinen Waffenscheine in Deutschland steigt weiter +++

Die Zahl der Kleinen Waffenscheine in Deutschland ist laut einem Medienbericht weiter gestiegen. Dieser Waffenschein berechtigt zum verdeckten Tragen von Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen. Laut einer Umfrage des Redaktionsnetzwerks Deutschland bei den Innenministerien der 16 Bundesländer waren Ende Oktober 2018 insgesamt 599.940 Kleine Waffenscheine registriert. Das sei ein Anstieg um rund 130 Prozent seit 2014, als es demnach noch 261.332 solche Erlaubnisse gab.

+++ 4.24 Uhr: Erneut Häftling in Tennessee mit elektrischem Stuhl hingerichtet +++

Nach 36 Jahren im Todestrakt ist im US-Bundesstaat Tennessee ein verurteilter Mörder mit dem elektrischen Stuhl hingerichtet worden. Das Todesurteil gegen den 61-jährigen David Earl Miller wurde am Donnerstagabend in einem Hochsicherheitsgefängnis in Nashville vollstreckt, wie die Behörden mitteilten.

Es war die zweite Hinrichtung eines Häftlings mit dem elektrischen Stuhl in Tennessee innerhalb von rund einem Monat. Anfang November war der wegen Doppelmordes verurteilte Edmund Zagorski hingerichtet worden. Zuvor war der elektrische Stuhl in dem Bundesstaat fünf Jahre lang nicht eingesetzt worden.

Miller war wegen der Ermordung einer jungen, geistig behinderten Frau im Jahr 1981 zum Tode verurteilt worden. Der in seiner Kindheit sexuell missbrauchte Mann soll die 23-Jährige bei einem Date mit Schlägen und Messerstichen getötet haben. Er wurde 1982 und dann 1987 in einem erneuten Prozess verurteilt.

+++ 2.18 Uhr: Leichnam von George H. W. Bush in Texas beigesetzt +++

Nach viertägigen Trauerfeiern ist der verstorbene US-Präsident George H. W. Bush beigesetzt worden. Der 41. US-Präsident wurde am Donnerstag in College Station im Bundesstaat Texas im Kreise seiner Familie bestattet, wie ein Sprecher mitteilte. Er ruht nahe der nach ihm benannten Präsidentenbibliothek an der Seite seiner im April verstorbenen Frau Barbara und seiner im Alter von nur drei Jahren an Leukämie gestorbenen Tochter Robin.

George H. W. Bush war am Freitag vergangener Woche im Alter von 94 Jahren gestorben. Er hatte die USA von 1989 bis 1993 regiert. 

anb / DPA / AFP