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News des Tages: Festgenommener soll Messer-Anschlag auf Mallorca geplant haben

Ermittlungsverfahren gegen Marine Le Pen +++ Japan will bis 2030 zum Mond +++ Bundestag beschließt "Ehe für alle" +++ Ryanair plant Hotelportal +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker.

Spanische Polizisten führen einen Verdächtigen in Mallorca ab (Archivbild)

Spanische Polizisten führen einen Verdächtigen in Mallorca ab (Archivbild). Bei einem europaweiten Schlag gegen eine Propagandazelle radikaler Islamisten wurden am Mittwoch in Spanien, Deutschland und Großbritannien sechs Verdächtige festgenommen worden.

Die Nachrichten des Tages im  -Newsticker:

+++ 18.32 Uhr: Hamburger Polizei genehmigt G20-Protestcamp - aber nicht zum Schlafen +++

Die Hamburger Polizei hat nun doch ein Protestcamp von G20-Gegnern erlaubt - aber nicht zum Übernachten und weit außerhalb der Demonstrationsverbotszone. Die Veranstalter dürfen auf einer Freifläche im westlichen Stadtteil Lurup zwei Zirkuszelte sowie 15 Funktions- und Versammlungszelte aufbauen, teilte die Polizei am Freitag nach einem Kooperationsgespräch mit. Auch das Aufstellen eines Bürowohnwagens wurde erlaubt. Schlafzelte, Betten oder Liegen sowie Küchen und Duschen sind verboten. 

Die Organisatoren der Gruppe "Yes we Camp" sprachen von einer Teileinigung und kündigten an, sie würden umgehend mit einem "Teilaufbau" beginnen. Gleichzeitig hoffen sie, dass das Oberverwaltungsgericht doch noch ein geplantes Camp mit Schlafzelten auf einer Spielwiese im Altonaer Volkspark genehmigt.

+++ 17.13 Uhr: Obama besucht Ort seiner Kindheit in Indonesien +++

Ex-US-Präsident Barack Obama hat sich in Jakarta auf die Spuren seiner Kindheit begeben. Nach einem Familienurlaub auf den Inseln Bali und Java traf Obama heute in der indonesischen Hauptstadt ein, in der er als Kind vier Jahre gelebt hatte. Staatschef Joko Widodo empfing Obama im Präsidentenpalast am Stadtrand. Anschließend führte er seinen Gast in ein Café, wo typisch indonesisches Essen serviert wurde. Zur Begeisterung örtlicher Medien begrüßte Obama Widodo mit den indonesischen Worten "apa kabar", was "Wie geht's" bedeutet.

Obama war in den 60er-Jahren mit seiner Mutter nach Jakarta gezogen, weil diese nach der Trennung von seinem kenianischem Vater einen Indonesier geheiratet hatte. Viele Indonesier fühlen sich mit dem ehemaligen US-Präsidenten eng verbunden, in Jakarta erinnert sogar eine Statue namens "Little Barry" an Obamas Vergangenheit in dem südasiatischen Land. Sie zeigt einen jungen Obama in kurzen Hosen und T-Shirt mit einem Schmetterling auf der Hand.

+++ 16.50 Uhr: Islamistische Gefährder näherten sich Tour de France +++

Islamistische Gefährder haben sich der Mannschaftspräsentation der Tour de France in Düsseldorf genähert. Zivilfahnder stoppten ihr Auto gestern Abend, als es den Rhein überquert hatte. Weil sich im Fahrzeug verdächtige Gegenstände befanden, sei es weggebracht und von Spezialisten untersucht worden, berichtete die Polizei jetzt. Der Verdacht, von den Gegenständen könnte eine Gefahr ausgehen, habe sich jedoch nicht bestätigt. Fünf Männer im Alter von 22 bis 53 Jahren kamen für mehrere Stunden in Gewahrsam. Unter ihnen hätten sich zwei 22 und 32 Jahre alte Gefährder befunden. Aus Sicherheitskreisen hieß es, dass es sich um Islamisten handelt. Sie wurden vernommen, überprüft und noch in der Nacht wieder entlassen. Bei dem Einsatz sei niemand verletzt worden. Die Gegenstände im Auto wollte die Polizei nicht näher beschreiben. Der Polizeieinsatz, bei dem es zu einem leichten Verkehrsunfall kam, fand etwa 300 Meter von der Präsentation am Rheinufer statt.

Ob sich die Gefährder bewusst dem Großereignis genähert hatten oder dort zufällig vorbeikamen, blieb unklar. Die Polizei sichert den ersten Auftakt der Tour de France in Deutschland seit 30 Jahren mit mehreren tausend zum Teil schwer bewaffneten Beamten.

+++ 16.40 Uhr: Festgenommener soll Messer-Anschlag auf Mallorca geplant haben +++

Ein auf Mallorca festgenommener Mann soll auf der spanischen Urlaubsinsel nach amtlichen Erkenntnissen einen Terroranschlag geplant haben. Es gebe Hinweise darauf, dass der mutmaßliche Dschihadist vorgehabt habe, auf dem Rathausplatz von Inca etwa 30 Kilometer nordöstlich von Palma Passanten mit einem Messer zu attackieren, teilte der zuständige Ermittlungsrichter nach der Anhörung des Verdächtigen in Madrid mit. Der Mann war am Mittwoch auf Mallorca neben drei weiteren mutmaßlichen Angehörigen des sogenannten Islamischen Staats festgenommen worden. Bei der europaweiten Aktion waren auch in Dortmund sowie im britischen Birmingham jeweils ein mutmaßlicher radikaler Islamist in Polizeigewahrsam genommen worden.

Die vier Männer, die nach rund zweijährigen Ermittlungen in drei verschiedenen Gemeinden Mallorcas festgenommen worden waren, wurden heute dem Richter in Madrid vorgeführt. Dieser ordnete nach der Anhörung für alle vier Untersuchungshaft an. Bei den Verdächtigen sei unter anderem den Dschihad verherrlichendes Videomaterial sichergestellt worden, heißt es im Beschluss, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Einer der Männer habe versucht, auch Kinder für den IS anzuwerben.

+++ 16.28 Uhr: Amnesty International kritisiert Demo-Verbote zu G20 +++

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat die demonstrationsfreien Sicherheitszonen zum G20-Gipfel in Hamburg kritisiert. Es sei Teil der Versammlungsfreiheit, den Ort für den eigenen Protest so zu wählen, dass die Protestierenden von den Adressaten gesehen und gehört werden könnten, heißt es in einer Mitteilung der deutschen Amnesty-Sektion.

Die Sperrung eines 38 Quadratkilometer großen Bereichs in der Hamburger Innenstadt sei vor diesem Hintergrund keine verhältnismäßige Maßnahme. Es sei zu befürchten, dass friedlicher Protest nur außerhalb der Sicht- und Hörweite des G20-Gipfels stattfinden könne. Die Hamburger Behörden müssten nachlegen und Zusatzkräfte fordern, um in der Innenstadt sowohl den G20-Gipfel als auch die Versammlungen zu schützen. 

+++ 16.11 Uhr: Ausnahmezustand in Berlin beendet +++

Die Berliner Feuerwehr hat den Ausnahmezustand nach dem Jahrhundertregen aufgehoben. "Wir gehen wieder in den Normalbetrieb über", twitterte die Behörde.

Der Ausnahmezustand war am Donnerstagmittag nach den ersten heftigen Regenfällen ausgerufen worden. Insgesamt wurde die Feuerwehr zu rund 1750 Einsätzen gerufen, meist ging es um vollgelaufene Keller und U-Bahn-Stationen.


+++ 16.07 Uhr: Ermittlungsverfahren gegen Marine Le Pen +++

Wegen Scheinbeschäftigungsvorwürfen im EU-Parlament hat die französische Justiz ein Ermittlungsverfahren gegen die Rechtspopulistin Marine Le Pen eingeleitet. Die Justiz wirft der Parteichefin der Front National (FN) Veruntreuung vor, wie Le Pens Anwalt sagte. EU-Parlamentsabgeordnete der FN sollen Mitarbeiter als parlamentarische Assistenten bezahlt haben, obwohl diese in Wirklichkeit Parteiaufgaben übernahmen.


+++ 15.47 Uhr: EU richtet Fingerabdruck-Datei ein +++

Die EU richtet eine Datenbank für Reisende aus Drittstaaten ein. Das neue System soll unter anderem dem Anti-Terror-Kampf dienen und Fingerabdrücke und ein Porträtfoto erfassen. Eine entsprechende Vereinbarung zwischen Vertretern des Europaparlaments und der Mitgliedsstaaten bestätigten die EU-Botschafter in Brüssel. Das neue System muss von beiden Seiten noch formal abgesegnet werden. Es soll nach EU-Angaben auch die Zeit bei der Einreise verkürzen und Überschreitungen der erlaubten Aufenthaltsdauer aufdecken helfen.

Betroffen sind Nicht-EU-Bürger, die für Kurzaufenthalte von bis zu 90 Tagen in die Europäische Union einreisen, auch wenn sie dafür kein Visum benötigen. Erfasst werden unter anderem die Daten der Ein- und Ausreise sowie Einreiseverweigerungen. Auch Informationen aus Reisedokumenten werden aufgenommen. Die Daten werden drei Jahre lang gespeichert. Bei Menschen, die länger als erlaubt in der EU geblieben sind, ist die Speicherdauer fünf Jahre. Nach früheren Angaben der EU-Kommission könnte das System ab 2020 funktionieren. 

+++ 15.32 Uhr: Türkei verweigert BBC-Journalist die Einreise +++

Die Türkei hat einem BBC-Journalisten die Einreise verweigert. Jiyar Gol, der für den persischen Dienst des britischen Senders arbeitet, wurde am Donnerstag am Atatürk-Flughafen in Istanbul zudem vorübergehend in Polizeigewahrsam genommen, wie die BBC heute auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. "Gestern wurde ich am Flughafen in Istanbul festgenommen, durchsucht, verhört und dann ausgewiesen, Grund sind meine Reportagen für die BBC", schrieb Gol auf Twitter. Nach seiner vorübergehenden Festnahme sei er zum Rückflug in den Nordirak gezwungen worden.

Gol hatte vor allem über kurdische Themen in der Region berichtet. Die türkischen Behörden bestätigten den Vorfall, gaben aber keine Grund für das Einreiseverbot an. In den vergangenen Monaten haben türkische Behörden ausländischen Journalisten immer wieder die Einreise verweigert. Viele sitzen im Gefängnis, darunter der deutsch-türkische "Welt"-Korrespondent Deniz Yücel. Auf der diesjährigen Pressefreiheit-Rangliste von Reporter ohne Grenzen liegt die Türkei auf Platz 155 von 180.

+++ Neun Schüler nach Abi-Streich mit Feuerlöscher im Krankenhaus +++

Wegen eines missglückten Abi-Streichs sind im rheinischen Zülpich neun Schüler ins Krankenhaus gekommen. Ein 19-jähriger Abiturient eines Gymnasiums habe auf dem Schulhof der benachbarten Realschule einen Feuerlöscher entleert, berichtete die Polizei. Dabei gelangte das Löschpulver in die Luft. Insgesamt 78 Schüler, die durch die Pulverwolke liefen, klagten anschließend über Reizungen der Atemwege und der Augen. Neun von ihnen wurden vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Nach Angaben des eingesetzten Notarztes ist das Pulver nicht gesundheitsgefährdend. Den 19-Jährigen erwartet ein Strafverfahren wegen Körperverletzung.

+++ 15.16 Uhr: Deutsche Touristinnen bei Messerattacke in Tunesien verletzt +++

Die Behörden in Tunesien haben bestätigt, dass bei der Messerattacke in Nabeul zwei deutsche Touristinnen verletzt wurden. Der Angreifer, der nach Behördenangaben unter einer "psychischen Störung" leidet, habe eine Deutsche und ihre 27-jährige Tochter nahe dem Badeort Hammamet verletzt. Der Vorfall ereignete sich demnach in einem Basar. Die Mutter sei leicht an der Schulter verletzt und an Ort und Stelle behandelt worden. Die Tochter werde "medizinisch überwacht", ihr Zustand sei "stabil", teilten die Ministerien für Inneres und Tourismus mit. Der Angreifer sei festgenommen worden. Es handele sich nicht um eine "terroristische Tat".

+++ 15.15 Uhr: Russland setzt Zahlungen an Europarat aus +++

Wegen eines Streits über die russische Delegation im Europarat setzt Russland seine Zahlungen an die Organisation für 2017 aus. Außenminister Sergej Lawrow habe den Generalsekretär des Europarats, Thorbjörn Jagland, in einem Telefonat darüber informiert, erklärte das russische Außenministerium. Die russische Führung ist verärgert darüber, dass ihren Abgeordneten in der Parlamentarischen Versammlung des Europarates wegen der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim das Stimmrecht entzogen wurde.

+++ 15.07 Uhr: Zu leicht bekleidet - Bahn will keine "Curvy Supermodels"-Werbung +++

Die Deutsche Bahn hat sich geweigert, Werbeplakate der RTL II-Castingshow "Curvy Supermodels" zu zeigen, auf denen die Übergrößen-Models ohne BH posieren. "Sexualität soll nicht zu offen herausgestellt werden", sagte ein Bahn-Sprecher der "Bild"-Zeitung. Die Reaktionen auf Werbung der täglich Millionen Besucher von Bahnhöfen habe schon vor Jahren zu dieser Richtlinie geführt. "Im Zweifel also eher mit BH." 

Die Fotos sollten auf 400 Bahn-Werbeflächen gezeigt werden. Darauf sind neun leicht bekleidete Übergrößen-Models zu sehen, die keinen BH tragen, aber ihre Brüste mit den Händen bedecken. Mit den Plakaten wirbt der Münchner Privatsender für die zweite Staffel der Laufstegreihe "Curvy Supermodel - Echt. schön. Kurvig."

+++ 14.10 Uhr: Mario Götze hat sich verlobt +++

Fußballprofi Mario Götze (25) und seine Freundin Ann-Kathrin Brömmel (27) haben sich verlobt. Einen entsprechenden Bericht der "Bild"-Zeitung bestätigte die Agentur des Models der Deutschen Presse-Agentur. Götze postete auf Instagram ein Foto der beiden, wie sie sich bei Kerzenlicht vor einem Pool küssen, dazu ein Herz- und ein Ringsymbol.

Der an einer Stoffwechselstörung erkrankte Mittelfeldspieler von Borussia Dortmund arbeitet derzeit an seinem Comeback. Die 27-Jährige hatte in diesem Jahr bei der RTL-Tanzshow "Let's Dance" mitgemacht. Die beiden sind seit mehreren Jahren ein Paar. Zuletzt besuchten sie gemeinsam die kirchliche Hochzeit von Nationaltorhüter Manuel Neuer in Italien.

+++ 14.05 Uhr: Deutscher stirbt beim Wandern auf indonesischem Vulkan +++

Bei einer Vulkan-Wanderung in Indonesien ist ein deutscher Tourist ums Leben gekommen. Wie die Rettungskräfte berichteten, wurde die Leiche des 48-Jährigen nach achttägiger Suche am Donnerstag nahe einem Wasserfall am Vulkan Sibayak in Nord-Sumatra gefunden. Ein Rettungsteam brauchte wegen des schwierigen Geländes mehrere Stunden, um den Toten zu bergen. Den Angaben zufolge lebte der Mann in Singapur. Seine Witwe habe die Leiche identifiziert. Die Todesursache ist noch unklar.

+++ 14.03 Uhr: Zöllner finden tausende Euro in Unterhose von 38-Jährigem +++

Mit knapp 18.000 Euro in Hose und Unterhose ist ein Mann aus den Niederlanden in die deutsche Grenzstadt Aachen eingereist. Beim Abtasten des überprüften Manns stellte ein Zollbeamter "ungewöhnliche Gegenstände im Genitalbereich" fest, wie das Hauptzollamt Aachen mitteilte. Der Erklärung des 38-Jährigen, dies liege an seiner "besonderen Anatomie", schenkten die Beamten keinen Glauben. Vielmehr forderten sie den Mann auf, die "Gegenstände" aus seiner Unterhose herauszuholen. Zum Vorschein kamen insgesamt 17.990 Euro. Da der Mann auf Befragung durch die Zöllner zunächst nur 2000 Euro Bargeld anmeldet hatte, beschlagnahmten die Beamten das Geld.

Der 38-Jährige muss nun mit einem empfindlichen Bußgeld rechnen: Wer bei der Einreise nach Deutschland aus einem EU-Mitgliedstaat 10.000 Euro Bargeld oder mehr bei sich führt, muss dies auf Befragen dem Zoll mitteilen - andernfalls macht sich der Reisende einer Ordnungswidrigkeit schuldig. Durch die Anzeigepflicht sollen Geldwäsche, Finanzierung von Terrorismus und Kriminalität bekämpft werden.

+++ 13.54 Uhr: Sechs Jahre Haft für versuchten Mord an Bundespolizisten +++

Es gibt weder DNA-Spuren noch Zeugen: Ein 20-Jähriger ist vom Landgericht Ansbach zu einer sechsjährigen Haftstrafe wegen versuchten Mordes an einem Polizisten verurteilt worden. Der Mann hat sich nach Überzeugung des Gerichts selbst als Täter überführt, weil er bei einem Bekannten und Mithäftlingen in der Untersuchungshaft mit der Tat geprahlt habe. Nach Darstellung der Verteidigung wollte der Mann damit um Aufmerksamkeit buhlen. Sie hatte einen Freispruch wegen Mangels an Beweisen gefordert. Selbst der Bundespolizist war sich im Prozess nicht hundertprozentig sicher, ob es sich bei dem Angeklagten um den Täter handelt. Der Angeklagte soll im April vergangenen Jahres den Beamten mit einem spitzen Gegenstand angegriffen haben. Der Polizist stürzte eine Treppe herunter und erlitt Verletzungen.

+++ 13.53 Uhr: Messerattacke in Tunesien: Womöglich deutsche Touristin in Lebensgefahr +++

Bei einem Angriff auf zwei Touristen in Tunesien sind medizinischem Personal und Medienberichten zufolge zwei Menschen verletzt worden. Nach der Messerattacke auf einem Markt in der Mittelmeerstadt Nabeul im Norden des Landes befinde sich eine Person in kritischem Zustand. Medizinische Mitarbeiter sagten der Deutschen Presse-Agentur, bei den Opfern handele es sich um eine Deutsche (51) und ihre Tochter (27). Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es aber bislang nicht. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar.

+++ 13.26 Uhr: Hendricks kündigt nach "Ehe für alle" Heiratsantrag an +++

Nach dem Beschluss des Bundestages zur Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare verliert Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) keine Zeit: Bei einer Kundgebung der Sozialdemokraten vor dem Brandenburger Tor in Berlin kündigte sie an, ihrer langjährigen Partnerin womöglich einen Antrag zu machen. "Ich hab' sie jetzt noch nicht gefragt, aber ich überlege", sagte Hendricks. Es dauere ohnehin noch, bis das Gesetz in Kraft trete. Außerdem sei jetzt erstmal Wahlkampf.

Die Umweltministerin sagte, dass sie am 22. Oktober 2010 eine Lebenspartnerschaft eingegangen sei. Sieben Jahre könne sie dann voll machen und ihre Partnerin am 22. Oktober 2017 heiraten. "Den Antrag muss ich schon noch stellen, wie sich das richtig gehört", fügte Hendricks hinzu.

+++ 13.05 Uhr: Japan will bis 2030 zum Mond +++

Auch Japan will den Mond erobern. Wie die nationale Raumfahrtbehörde mitteilte, soll das Ziel etwa 2030 erreicht werden. Es ist das erste Mal, dass Japan damit kundtut, einen Astronauten weiter als zur Internationalen Raumstation ISS ins All zu schicken. Japan will sich an der Nasa-geführten Mission beteiligen, ab 2025 eine Raumstation in der Mondumlaufbahn zu bauen - als Zwischenstation auf dem Weg zum Fernziel Mars.

Tokio will sich über die Beteiligung ein Sprungbrett zum Mond sichern, wie eine Sprecherin der Raumfahrtbehörde Jaxa sagte. Zuletzt hatten bereits China und Indien, die regionalen Hauptkonkurrenten Japans, mit ambitionierten Raumfahrtprogrammen und Missionen von sich Reden gemacht. So war im November Chinas Shenzhou-11-Raumfähre mit zwei Astronauten zur Erde zurückgekehrt, nach der bislang längsten Allmission chinesischer Astronauten. Zudem will Peking gegen Ende des Jahrzehnts einen Mars-Rover zum Roten Planeten schicken.

+++ 12.49 Uhr: Kurzer Stromausfall im Hamburger Norden +++

Die Stromversorgung im Hamburger Norden ist am Vormittag für Sekundenbruchteile abgebrochen. Um 10.36 Uhr flackerten in mehreren Stadtteilen die Lichter, die Polizei warnte Verkehrsteilnehmer via Twitter vor ausgefallenen Ampeln. Bei Arbeiten am Hochspannungsnetz sei ein Erdungskabel nicht entfernt worden, erläuterte eine Sprecherin der Stromnetze Hamburg GmbH die Ursache. Daher sei es für eine Millisekunde zu einem Spannungseinbruch im Hamburger Nordnetz gekommen.

Betroffen waren unter anderem die Stadtteile Rothenbaum, Eimsbüttel und Fuhlsbüttel. Auch am Flughafen blieb für wenige Sekunden der Strom aus. Die Sicherheitskontrollen und der Flugverkehr wurden nach Angaben des Airports aber nicht beeinträchtig.

+++ 12.37 Uhr: Hilflosen Rentner in Bankfiliale ignoriert - Passanten müssen vor Gericht +++

Vier Passanten, die im Oktober in einer Essener Bankfiliale einen hilflosen Rentner ignoriert haben sollen, müssen sich wegen unterlassener Hilfeleistung vor Gericht verantworten. Eine entsprechende Anklage der Staatsanwaltschaft sei zur Verhandlung zugelassen worden, sagte ein Sprecher des Amtsgerichts Essen-Borbeck. Die Verhandlung ist für den 18. September angesetzt. Im Falle einer Verurteilung drohen den Beschuldigten Geldstrafen und Freiheitsstrafen von bis zu einem Jahr.

Angeklagt sind drei Männer und eine Frau im Alter von 39 bis 62 Jahren aus Essen und Oberhausen, die im Vorraum der Filiale Bankgeschäfte am Automaten erledigt hatten. Anstatt sich um den Rentner zu kümmern, der hilflos am Boden lag, sollen sie ihren Angelegenheiten nachgegangen sein. Erst ein fünfter Kunde wählte den Notruf. Der 83-jährige Rentner erlangte das Bewusstsein aber nicht wieder und starb einige Tage später. Die Polizei hatte die Angeklagten mithilfe ihrer Bankdaten und der Aufzeichnungen einer Überwachungskamera identifiziert. Das Bildmaterial hatte bundesweit für Entsetzen gesorgt und eine Debatte über eine Verrohung der Gesellschaft angefacht.

+++ 12.36 Uhr: Lawrow hofft auf Klarheit zu Beziehungen nach Treffen Putin-Trump +++

Die russische Führung erwartet von einer Begegnung der Präsidenten Wladimir Putin und Donald Trump beim G20-Gipfel Klarheit über die Beziehungen zu den USA. "Ich persönlich hoffe inständig, dass sich der Pragmatismus durchsetzt", sagte Außenminister Sergej Lawrow in Moskau. Von den Beziehungen zwischen Russland und den USA hänge in der Weltpolitik viel ab, betonte der russische Chefdiplomat. "Das Wichtigste ist, dass wir eine normale Etappe in unseren Beziehungen erreichen." Alles andere wäre ein großer Fehler, warnte Lawrow der Agentur Interfax zufolge. 

Das erste Treffen von Trump und Putin wird in der kommenden Woche beim Gipfel der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer in Hamburg erwartet. Das Weiße Haus in Washington bestätigte dies am Donnerstagabend. Der Kreml hatte sich zuletzt noch nicht festgelegt, ob es zu einem persönlichen Gespräch kommen wird, aber nichts ausgeschlossen.

+++ 11.56 Uhr: Umstrittenes Einreisedekret in den USA in Kraft getreten +++

Nach monatelangem Rechtsstreit ist das von US-Präsident Donald Trump verhängte Einreiseverbot für Bürger aus sechs muslimischen Ländern in Kraft getreten. Seit Donnerstagabend (2 Uhr MESZ) dürfen Bürger aus dem Iran, Syrien, dem Jemen, Libyen, Somalia und dem Sudan grundsätzlich nicht mehr einreisen. Ausnahmen sind laut einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs nur für Menschen mit "engen Familienbeziehungen" in die USA möglich.

+++ 11.21 Uhr: Elf Tote bei Kämpfen mit Taliban um Polizeiposten in Westafghanistan +++

Bei zwei Überfällen der radikalislamischen Taliban auf Polizeiposten in Westafghanistan sind sechs Polizisten und fünf Taliban-Kämpfer getötet worden. Das sagte der Sprecher der Polizei der Provinz Farah, Mohammed Ikbal Baher, am Freitag. Zunächst hätten die Taliban in der Nacht einen Posten im Bezirk Scheb-e-Koh angegriffen und dort sechs Polizisten getötet. Bei einem zweiten Angriff im selben Bezirk seien dann fünf Taliban getötet worden.

+++ 11.01 Uhr: Französische Publizistin und Politikerin Simone Veil gestorben +++

Die bekannte französische Politikerin und Publizistin Simone Veil ist tot. Die frühere Präsidentin des EU-Parlaments starb im Alter von 89 Jahren, wie ihr Sohn Jean Veil der Nachrichtenagentur AFP sagte. In Frankreich wurde die Holocaust-Überlebende unter anderem als Vorkämpferin für das Recht auf Abtreibung bekannt.

+++ 09.11 Uhr: Bundestag beschließt "Ehe für alle" +++

Der Bundestag hat die "Ehe für alle" beschlossen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat offenbar mit "Nein" gestimmt.


+++ 08.52: Ryanair plant eigenes Internetportal für Übernachtungen +++

Der Billigflieger Ryanair will ein eigenes Hotelportal anbieten und damit dem weltgrößten Übernachtungsportal Booking.com die Stirn bieten. Ryanair-Verkaufsvorstand Kenny Jacobs sagte der Zeitschrift "Wirtschaftswoche", Ryanair wolle Hoteliers mit besonders günstigen Konditionen für sein Internet-Portal Ryanair Rooms begeistern.

Die notwendigen Computersysteme sollen demnach im kommenden Jahr einsatzbereit sein. Zunächst will die irische Fluggesellschaft sich an Hoteliers in jenen rund 200 Städten wenden, die Ryanair zurzeit in Europa und rund ums Mittelmeer anfliegt.

+++ 08.37 Uhr: Chaosnacht im Athen +++

Linksextremisten haben im Zentrum der griechischen Hauptstadt Athen randaliert. Eine Gruppe von Vermummten schleuderte in der Nacht in dem als Hochburg der Autonomen-Szene geltenden Stadtteil Exarchia Dutzende Brandflaschen und Steine auf Polizeibeamte, wie die Polizei mitteilte. Dabei seien zwei Polizisten leicht verletzt worden. Auch mehrere Müllcontainer sowie ein Auto wurden angezündet.

Im Stadtteil Exarchia kommt es immer wieder zu Ausschreitungen. Autonome, aber auch Drogenhändlerbanden haben dort seit Jahren die Oberhand. Die Post und mehrere Banken haben in den vergangenen Jahren ihre Filialen dort geschlossen.

+++ 08.05 Uhr: Bundestag stimmt über "Ehe für alle" ab +++

Der kann am Vormittag über die Ehe für alle abstimmen. Eine Mehrheit der Abgeordneten sprach sich für eine entsprechende Erweiterung der Tagesordnung aus.


+++ 7.51 Uhr: IS-Bastion Al-Rakka angeblich komplett umzingelt +++

Die US-geführte Militäroffensive auf die IS-Hochburg Al-Rakka in Nordsyrien nähert sich anscheinend ihrem Ende: Übereinstimmenden Angaben zufolge haben die Gegner der Terrororganisation deren inoffizielle Hauptstadt inzwischen vollständig umzingelt. Den IS-Kämpfern sei der letzte Fluchtweg aus ihrem eingeschnürten Kontrollgebiet abgeschnitten worden, teilten die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte und kurdische Quellen am späten Donnerstagabend mit.

+++ 07.30 Uhr: Unwetter-Ausnahmezustand in Berlin hält an +++

Der Ausnahmezustand wegen des bleibt in Berlin noch bestehen. Zunächst sollte er noch bis 8 Uhr morgens anhalten, wie die Berliner Feuerwehr mitteilte. Am Morgen war die Feuerwehr noch mit rund 600 Feuerwehrleuten im Einsatz. Am Donnerstagabend seien sie von etwa 550 ehrenamtlichen Helfern unterstützt worden, sagte Björn Radünz von der Berliner Feuerwehr. Hauptproblem seien nach wie vor vollgelaufene Keller.  


+++ 07.22 Uhr: Unwetter im Norden weniger stark als erwartet +++

Das Unwetter hat den Norden weniger heftig getroffen als befürchtet. In Hamburg sind in der Nacht nach Angaben von Polizei und Feuerwehr durch andauernden Regen mehrere Gullydeckel übergelaufen. Überschwemmungen habe es nicht gegeben. Auch in Schleswig-Holstein fiel heftiger Regen, größere Einsätze verzeichneten die Leitstellen aber nicht.

Stärker betroffen war Mecklenburg-Vorpommern: In Waren mussten die Einsatzkräfte nach Angaben der Regionalleitstelle im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte rund 40 Mal ausrücken. Mehrere Keller standen unter Wasser und einige Straßen waren überschwemmt. In Rostock, Schwerin und Neubrandenburg blieb es trotz anhaltenden Regens überwiegend ruhig. 

+++ 6.16 Uhr: Venus Williams verursacht tödlichen Autounfall +++

Die frühere Tennis-Weltranglistenerste hat US-Medien zufolge einen Autounfall mit einem Toten verursacht. Bei dem Unfall am 9. Juni in Florida wurde der 78-Jährige Beifahrer eines anderen Wagens verletzt, er starb zwei Wochen später im Krankenhaus, wie CNN berichtete. Der Sender zitierte einen Polizeibericht, demzufolge Williams die Vorfahrtsregeln missachtet hatte.

Das Opfer saß demnach neben seiner Frau im Wagen, als Williams mit geringer Geschwindigkeit eine Kreuzung überquerte und dem Auto des Paares dabei die Vorfahrt nahm. Offenbar hatte die Tennisspielerin den anderen Wagen nicht gesehen, dieser rammte daraufhin ihr Fahrzeug.

Ein Anwalt der 37-jährigen Sportlerin teilte mit, seine Mandantin habe bislang keine Gerichtsvorladung wegen des Unfalls erhalten. "Das ist ein bedauernswerter Unfall, und Venus spricht der Familie, die einen Angehörigen verloren hat, ihr tiefstes Mitgefühl aus."

+++ 6.15 Uhr: Auto rammt Sicherheitsbarrieren vor Moschee in Pariser Vorort +++

Die französische Polizei hat einen Mann festgenommen, der mit seinem Geländewagen die Sicherheitsbarrieren vor einer Moschee im Pariser Vorort Créteil durchbrechen wollte. Nach mehreren erfolglosen Versuchen ergriff der Fahrer mit seinem Auto die Flucht und wurde später bei sich zuhause festgenommen, wie die Polizeipräfektur mitteilte. Die Beweggründe des Mannes waren auch am Morgen weiter unklar, die Sicherheitsbehörden nahmen Ermittlungen auf. Verletzt wurde bei dem Vorfall am Donnerstagabend niemand.

Die Moschee im Pariser Vorort Creteil

Die Moschee im Pariser Vorort Creteil


Die französische Nachrichtenagentur AFP berichtete unter Berufung auf Ermittlerkreise, bei dem Mann handele es sich um einen 43 Jahre alten Armenier, der psychologisch behandelt werde und der Polizei wegen eines harmlosen Delikts bekannt gewesen sei. Er habe "wirre Äußerungen" von sich gegeben und sich dabei auf islamistisch motivierte Anschläge bezogen, die Frankreich seit 2015 erschüttert haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft von Créteil sei der Mann nicht alkoholisiert gewesen.



wue/pg/DPA/AFP