HOME
+++ Ticker +++

News des Tages : Frankreichs Metzger erhalten Hilfe der Polizei - gegen Veganer

Ali B. soll 11-Jährige vergewaltigt haben +++ Österreich erwägt schärfere Grenzkontrollen +++ Jungen in Höhle in Thailand müssen möglicherweise noch Monate ausharren +++ Die News des Tages im Ticker. 

Französische Metzger

Französische Metzger bekommen Unterstützung von der Polizei (Symbolbild)

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Frankreichs Metzger bekommen Hilfe von der Polizei (17.05 Uhr)
  • Krankenhaus-Mitarbeiterin des mehrfachen Baby-Mordes verdächtigt (15.15 Uhr)
  • Mordfall Susanna: Ali B. soll mit seinem Bruder ein 11-jähriges Mädchen vergewaltigt haben (14.01 Uhr)
  • Für tot erklärte Frau in Leichenschauhaus aufgewacht (11.15 Uhr)
  • Wien will bei Koalitionseinigung zu Asyl "Grenzen schützen" (8.37 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im Ticker:

+++ 18.23 Uhr: Mehrheit der Bürger war für Seehofers Rücktritt +++

 Im Asylstreit der Union hätte Horst Seehofer (CSU) aus Sicht der meisten Bürger als Bundesinnenminister zurücktreten sollen. 69 Prozent der Befragten sprachen sich dafür aus, wie eine am Dienstag veröffentlichte repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa für das "RTL/n-tv-Trendbarometer" zeigt. Selbst 45 Prozent der CSU-Anhänger befürworteten demnach einen Rücktritt. Lediglich ein Viertel (25 Prozent) findet es gut, dass Seehofer sein Ministeramt behält.

Am Sonntag hatte Seehofer den Rücktritt von seinen Ämtern als Parteichef und Innenminister angeboten. Nach Gesprächen in der engsten Parteiführung sagte er dann, er werde seine politische Zukunft von einem Einlenken der CDU abhängig machen. Nach dem Kompromiss im Asylstreit kündigte er dann an, er wolle doch Minister bleiben. 

+++ 17.48 Uhr: Salvini trifft Seehofer am 11. Juli in Innsbruck +++

In der Debatte um Migration und die Sicherung der Grenzen trifft Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) am 11. Juli Italiens Innenminister Matteo Salvini. Die erste Begegnung der beiden werde am Vorabend des EU-Innenministertreffens in Innsbruck stattfinden, teilte das italienische Ministerium in Rom mit. Seehofer und der Chef der rechtspopulistischen Lega hätten telefoniert und über "gemeinsame Lösungen" im Kampf gegen illegale Einwanderung und über die Sicherung der europäischen Außengrenzen gesprochen. 

+++ 17.35 Uhr: Brennender Bus blockiert Autobahn am Düsseldorfer Flughafen +++

Ein brennender Bus hat die Autobahn 44 in der Nähe des Düsseldorfer Flughafens blockiert. Die Fahrtrichtung Velbert/Essen sei gesperrt, sagte ein Feuerwehrsprecher. Es komme zu massiven Behinderungen des Berufsverkehrs. Über Verletzte wurde zunächst nichts bekannt. Die Ursache des Brandes sei ebenso unklar. Die Feuerwehr sei mit einem Großaufgebot vor Ort, weil auch die Böschung in Brand geraten sei. Die Flughafen-Feuerwehr unterstütze die Löscharbeiten. 

+++ 17.05 Uhr: Frankreichs Metzger erhalten Hilfe der Polizei +++

Die französischen Metzger bekommen Unterstützung von der Polizei - gegen angeblich militante Veganer. Der Chef des nationalen Fleischerverbandes, Jean-François Guihard, zeigte sich nach einem Empfang im Pariser Innenministerium zufrieden. "Ich denke, dass die Straflosigkeit aufhören wird", sagte er. Guihard und andere Vertreter der Metzgerzunft forderten nach seinen Worten Polizeischutz, "damit die Meister ihre Arbeit machen können". Der Chef des Fleischerverbandes lobte, die Berater von Innenminister Gérard Collomb hätten bei dem einstündigen Treffen "wirklich genau zugehört". Der Minister selbst nahm nicht teil.

"Wir haben niemals verlangt, vor jedes Geschäft einen Polizisten zu stellen", fügte Guihard hinzu. "Aber die Berater des Ministers haben uns versichert, dass die Präfekturen in den Verwaltungsbezirken das Nötige bei der örtlichen Polizei und Gendarmerie veranlassen werden", sagte er.

+++ 16.20 Uhr: Zehn Jahre Haft für Mutter eines IS-"Emirs" +++

Die Mutter eines französischen Mitglieds der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) muss für zehn Jahre ins Gefängnis. Das Pariser Berufungsgericht bestätigte ein Urteil aus erster Instanz vom Oktober. Die heute 52-Jährige soll ihren Sohn in Syrien unterstützt und sich die Ideologie der IS-Miliz vollständig zu eigen gemacht haben. Nach Angaben der Anklage bestärkte die Französin ihren jüngsten Sohn Tyler in seiner Radikalisierung. Sie konvertierte demnach zum Islam und reiste mehrfach nach Syrien, wo ihr Sohn als einer der ersten französischen IS-Anhänger den Rang eines "Emirs" innehatte.

+++ 15.50 Uhr: Zwei Bürgermeister in nur zwei Tagen auf den Philippinen erschossen +++

Auf den Philippinen ist zum zweiten Mal innerhalb von zwei Tagen ein Bürgermeister erschossen worden. Ein Mann hatte sich dem Auto des Bürgermeisters von General Tinio genähert und mehrere Schüsse abgegeben, teilte die Polizei mit. Im Krankenhaus habe nur noch der Tod des 57-Jährigen festgestellt werden können. Wer hinter der Tat stecke, sei noch unklar.

Am Vortag war bereits der Bürgermeister der Stadt Tanauan erschossen worden. Ihm wurden Verbindungen zum Drogenhandel nachgesagt. Zugleich hatte er aber verdächtige Dealer öffentlich vorgeführt, um sie zu beschämen. 

+++ 15.36 Uhr: Frankreich nimmt gut 130 Flüchtlinge von "Lifeline" und "Aquarius" auf +++

Frankreich nimmt gut 130 Flüchtlinge von den beiden Rettungsschiffen "Lifeline" und "Aquarius" auf. Die Menschen sollen Malta und Spanien bald verlassen, wie die Flüchtlingsbehörde Ofpra in Paris mitteilte. Dabei handele es sich überwiegend um Staatsbürger der afrikanischen Länder Eritrea und Sudan, die gute Chancen auf Asyl hätten.

Von der "Lifeline" werden laut Ofpra 52 Menschen übernommen. Das deutsche Rettungsschiff hatte nach einer tagelangen Irrfahrt Ende Juni insgesamt 234 aus Seenot gerettete Flüchtlinge nach Malta gebracht. Von den mehr als 230 Menschen, die mit der "Aquarius" nach Spanien gelangten, sollen 80 nach Frankreich kommen, wie die Ofpra nach Missionen in beiden Ländern weiter mitteilte.

+++ 15.35 Uhr: Kanufahrer tot in Hamburg geborgen +++

Ein 42 Jahre alter Kanufahrer ist beim Paddeln auf der Außenalster mitten in Hamburg ums Leben gekommen. Bei einer Leiche, die aus dem Wasser geborgen wurde, handelt es sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur um den seit Samstag vermissten Paddler. Die Feuerwehr hatte den Leichnam am Vormittag im Stadtteil Uhlenhorst geborgen, wie ein Sprecher sagte. Nur ein paar hundert Meter entfernt war der 42-Jährige in der Nacht zum Samstag verschwunden. Anwohner hatten Hilferufe vom Wasser her gehört und die Polizei alarmiert. Die Beamten fanden zunächst nur ein treibendes Kanu. Nach ersten Ermittlungen hatte sich der 42-Jährige vor seinem Verschwinden mit Bekannten getroffen.

+++ 15.30 Uhr: Camperin vergewaltigt - Zweiter Prozess beginnt im September +++

Der zweite Prozess gegen den sogenannten Siegauen-Vergewaltiger beginnt am 18. September. Das teilte das Bonner Landgericht mit. Der 32 Jahre alte Asylbewerber aus Ghana war im vergangenen Oktober wegen besonders schwerer Vergewaltigung und räuberischer Erpressung zu elfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Nun muss er sich jedoch erneut vor Gericht verantworten, weil der Bundesgerichtshof (BGH) das erste Urteil teilweise aufgehoben hat. Für den neuen Prozess hat das Bonner Landgericht vier Verhandlungstage angesetzt, das Urteil soll bereits am 5. Oktober fallen. 

Die obersten deutschen Strafrichter hatten zwar den Schuldspruch bestätigt, das Landgericht muss aber die Schuldfähigkeit des Mannes erneut prüfen. Laut Urteil hatte der 32-Jährige im April 2017 ein junges Paar in seinem Zelt überfallen. Er bedrohte seine Opfer mit einer Astsäge und vergewaltigte die damals 23 Jahre alte Frau. Im Prozess bestritt der abgelehnte Asylbewerber aus Ghana die Tat.

+++ 15.15 Uhr: Krankenhaus-Mitarbeiterin in England des mehrfachen Baby-Mordes verdächtigt +++

In Großbritannien ist die Mitarbeiterin eines Krankenhauses unter dem Verdacht festgenommen worden, mehrere Neugeborene ermordet zu haben. Im Zuge der Ermittlungen zum Tod von 17 Babys in einem Krankenhaus im nordwestenglischen Chester zwischen März 2015 und Juli 2016 sei eine "medizinische Fachkraft" festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Untersucht würden außerdem 15 Fälle von Schwächeanfällen von Neugeborenen, die nicht tödlich verliefen.

Die festgenommene Frau werde bislang mit acht der tödlichen und sechs der nicht tödlichen Vorfälle in Verbindung gebracht. Die Festnahme sei ein wichtiger Schritt gewesen, aber "die Ermittlungen gehen weiter", sagte der Polizeikommissar Paul Hughes. Die Frau gehörte zum Pflegepersonal, doch blieb offen, ob sie Ärztin oder Krankenschwester ist oder eine andere Ausbildung hat.

+++ 15.00 Uhr: Falscher Banker und MI6-Agent betrügt Frau um fast eine Million Euro +++

Ein Brite, der sich als Banker und Spion des britischen Auslandsgeheimdienstes MI6 ausgab, soll eine Frau um ihre Ersparnisse in Höhe von fast einer Million Euro betrogen haben. Der britische Staatsangehörige Mark Acklom sei in der Schweiz festgenommen worden, teilte die britische Polizei mit. Der 45-Jährige habe seine Beziehung mit der 61-Jährigen ausgenutzt, um sie um 850.000 Pfund (umgerechnet rund 960.000 Euro) zu erleichtern.

Ihrer Aussage nach gab sich Acklom als Agent des britischen Geheimdienstes MI6 aus, erklärten die Ermittler. Zur Tarnung würde er bei einer Schweizer Bank arbeiten, habe er vorgegeben. Auf diese Weise habe er die Frau dazu gebracht, ihm die hohen Summen zu leihen, erklärte die Polizei.

Als der Mann verschwand, wurde eine europaweite Fahndung eingeleitet. Von Spanien verfolgten die Ermittler seine Spur nach Zürich in die Schweiz, wo er am Samstagabend festgenommen wurde. In Zürich lebte Acklom unter einem Decknamen mit seiner Frau und zwei Kindern. Nun wartet er auf seine Auslieferung nach Großbritannien, wo er sich in 20 Betrugsfällen vor Gericht verantworten muss.

+++ 14.40 Uhr: Irans Präsident bekräftigt Festhalten an Atomabkommen +++

Der Iran wird an seinen Verpflichtungen aus dem Atomabkommen festhalten, wenn seinem Land die darin gemachten Versprechungen zu Gute kommen. Das sagte Präsident Hassan Ruhani bei einem Besuch in Bern. Er hatte zuvor mit der schweizerischen Regierung eine Vertiefung der Beziehungen vereinbart, ohne dass beide Seiten nähere Einzelheiten nannten.

Tiefere Wirtschaftsbeziehungen sind für Firmen mit starkem US-Geschäft problematisch, weil US-Präsident Donald Trump aus dem Atomabkommen mit dem Iran ausgestiegen ist und die Sanktionen wieder verschärft hat. International tätige Firmen müssen bei Geschäften mit Teheran deshalb mit Sanktionen rechnen. Ein Leidtragender ist die Schweizer Firma Stadler Rail. Sie hatte eine Absichtserklärung zur Lieferung von mehr als 900 U-Bahn-Waggons nach Teheran unterzeichnet. Die Verhandlungen liegen aber nach Angaben von Stadler nun auf Eis.

+++ 14.20 Uhr: Psychiaterin vergleicht Höxter-Angeklagten mit Grundschulkind +++

Der Angeklagte im Mordprozess um die tödlichen Misshandlungen im sogenannten Horrorhaus von Höxter ist nach Einschätzung einer Gutachterin nur vermindert schuldfähig. "Er beurteilt, besonders wenn er unter Druck steht, Dinge komplett falsch", sagte die forensische Psychiaterin Nahlah Saimeh bei der Vorstellung ihres ersten Gutachtens im Landgericht Paderborn. Was eine Misshandlung sei, habe er nicht beantworten können. Seiner Meinung nach sei es keine Straftat, wenn eine Frau an eine Heizung angekettet würde. Auch ein Schuss auf einen Menschen sei nach seinem Verständnis keine Straftat, sagte Saimeh.

Das Verhalten des 48-Jährigen erinnere eher an das Auftreten eines Grundschulkindes, schilderte die Gutachterin. Sie hält ihn aus diesen Gründen für vermindert schuldfähig. Saimeh soll im Auftrag des Gerichts klären, ob die beiden Angeklagten schuldfähig sind.

+++ 14.10 Uhr: HTC streicht fast jeden Vierten Job - Aktie fällt +++

Der unter Druck geratene Smartphone-Anbieter HTC streicht 1500 Arbeitsplätze in seiner Produktion in Taiwan. Damit fällt fast jeder Vierte der weltweit 6450 Jobs weg. Die Aktie reagierte auf die Ankündigung mit einem Sturz um fast sieben Prozent auf den tiefsten Stand seit Herbst 2015.

+++ 14.01 Uhr: Mordfall Susanna: Ali B. soll mit seinem Bruder ein 11-jähriges Mädchen vergewaltigt haben +++

Der wegen des Mordes an der 14-jährigen Susanna aus Mainz tatverdächtige Ali B. soll ein weiteres Kind vergewaltigt haben. Es habe sich der Verdacht erhärtet, dass Ali B. im März eine Elfjährige in einer Flüchtlingsunterkunft in Wiesbaden vergewaltigt habe, erklärte die Wiesbadener Staatsanwaltschaft.

Wie die "Bild"-Zeitung aus Polizeikreisen erfahren haben will, soll Ali B. zusammen mit seinem noch nicht strafmündiger Bruder und einem weiteren 13-Jährigen ein elfjähriges Mädchen vergewaltigt haben. Der 13-Jährige, der den Behörden angeblich so maßgeblich bei der Aufklärung des Verbrechens geholfen haben soll, wurde jetzt selbst festgenommen.

+++ 13.16 Uhr: Fast 70 Millionen Fahrräder in Deutschland +++

Nur in einem Fünftel der deutschen Haushalte steht kein Fahrrad. Das hat das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitgeteilt. Insgesamt wurden Anfang 2017 rund 69,5 Millionen Drahtesel in Deutschland gezählt, etwa eine Million mehr als noch ein Jahr zuvor. Einen besonders hohen Anstieg gab es bei den Elektrofahrrädern, deren Zahl sich in Privathaushalten von 2014 bis 2017 auf 3,1 Millionen fast verdoppelte. Vorhanden waren sie zuletzt in 2,3 Millionen Haushalten - was zeigt, dass vielerorts gleich mehrere Fahrräder mit elektrischem Hilfsmotor standen. Wie eine Befragung des Bundesverkehrsministeriums ergeben hat, fahren drei Viertel der 14- bis 69-jährigen Bundesbürger Rad.

+++ 12.53 Uhr: Achtjährige in Frankfurt zwei Tage nach Sturz aus Fenster gestorben +++

Ein achtjähriges Mädchen ist in Frankfurt am Main zwei Tage nach dem Sturz aus einem Fenster gestorben. Das Kind erlag am Montag seinen schweren Verletzungen, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Es sei ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet worden.

Die Achtjährige war am Samstag aus dem zweiten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses gestürzt und kam schwerverletzt in ein Krankenhaus, wo sie nun starb. Den Ermittlungen zufolge passierte das Unglück offenbar beim Spielen. Die Polizei ging vorerst von einem Unfall aus.

+++ 12.14 Uhr: Zahl der toten Flüchtlinge im Mittelmeer 40 Prozent höher als gedacht +++

 Die Zahl der tödlich verunglückten Flüchtlinge im Mittelmeer ist deutlich höher als bislang gedacht: Seit 1. Januar sind nach Angaben der Organisation für Migration (IOM) 1405 Menschen ums Leben gekommen, 40 Prozent mehr, als die IOM noch am Montag annahm. Die Zahlen schnellten nicht wegen neuer Tragödien in die Höhe, wie die IOM betonte. Vielmehr sei es erst jetzt gelungen, die Vermisstenangaben von älteren Unglücken vom 19. und 20. Juni zu verifizieren. 2017 waren bis zum 1. Juli nach IOM-Angaben 2268 Menschen bei der Flucht über das Mittelmeer ums Leben gekommen.

+++ 12.10 Uhr: Bericht: Außenministertreffen in Wien für Rettung des Iran-Atomdeals +++

In Wien soll nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Irna am Freitag ein Außenministertreffen zur Rettung des Atomdeals mit dem Iran stattfinden. Die Chefdiplomaten der sogenannten 4+1-Gruppe - die Außenminister aus Deutschland, China, Frankreich, Großbritannien sowie Russland würden dabei ihren iranischen Amtskollegen Mohamed Dschawad Sarif treffen. Bei dem Treffen sollen dem Iran die Vorschläge der 4+1-Gruppe zur Rettung des Atomdeals nach dem Ausstieg der USA aus dem Abkommen präsentiert werden. Eine offizielle Bestätigung für das Treffen gab es zunächst nicht.

+++ 12.05 Uhr: Fliegerbombe in Potsdam erfolgreich entschärft +++

In Potsdam ist eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich entschärft worden. In weniger als einer Stunde machte ein Experte vom Kampfmittelbeseitigungsdienst die 250-Kilogramm-Bombe unschädlich, wie die brandenburgische Landeshauptstadt berichtete. Rund zehntausend Menschen mussten wegen des Sprengkörpers zeitweise ihre Wohnungen verlassen. Von den Sperrungen waren auch der Hauptbahnhof, der Brandenburger Landtag, drei Pflegeheime, mehrere Schulen und Kitas sowie Museen betroffen.

+++ 11.53 Uhr: Fähre mit rund 130 Menschen verunglückt vor Indonesien +++

Eine Fähre mit rund 130 Menschen an Bord ist vor der Küste der indonesischen Insel Sulawesi leckgeschlagen und auf Grund gelaufen. Dabei sind mindestens sechs Menschen getötet worden, wie Polizeisprecher Dicky Sondana mitteilte. Demnach hatten Passagiere versucht, sich durch einen Sprung ins Wasser zu retten. Bergungsarbeiten seien im Gange. Die Zahl der Geretteten und Vermissten war zunächst unklar. Das Schiff, das auch 48 Autos und Lastwagen transportierte, war den Angaben zufolge wegen des Lecks erst umgekippt und dann vor der Küste gestrandet.

+++ 11.42 Uhr: 90-Jähriger in Fachkrankenhaus in Bernburg offenbar von 88-Jährigem getötet +++

In Bernburg in Sachsen-Anhalt hat ein 88-jähriger Patient einer psychiatrischen Fachklinik offenbar einen 90-jährigen Mitbewohner getötet. Das Opfer starb an den Folgen stumpfer Gewalteinwirkung, wie die Polizei in Magdeburg mitteilte. Der 88-jährige Tatverdächtige wurde vorläufig festgenommen. Aufgrund seines Krankheitsbilds und einer damit einhergehenden Haftuntauglichkeit befindet er sich den Angaben zufolge nach wie vor im Fachklinikum. Über die Tatumstände und das Motiv wurde zunächst nichts bekannt.

+++ 11.38 Uhr: Suspendierter Korrespondent verlässt US-Sender ABC +++

Der wegen einer Falschmeldung zur Russland-Affäre um US-Präsident Donald Trump suspendierte Investigativ-Korrespondent Brian Ross verlässt den Sender ABC endgültig. Gemeinsam mit seiner Produzentin Rhonda Schwartz höre er nach "24 tollen Jahren" auf, schrieb der 69-Jährige bei Twitter. Im Investigativjournalismus wolle er bleiben: "Es gibt noch viel zu tun." ABC hatte Ross im Dezember für vier Wochen ohne Gehalt suspendiert, nachdem er fehlerhaft über die brisanten Aussagen des früheren Trump-Beraters Michael Flynn berichtet hatte.  

+++ 11.34 Uhr: Polizei zieht mehr als anderthalb Tonnen Dönerfleisch aus dem Verkehr +++

Die Polizei in Schleswig-Holstein hat mehr als anderthalb Tonnen unzureichend gekühltes Dönerfleisch aus dem Verkehr gezogen. Insgesamt wurden 83 Gammelspieße mit einem Gewicht von 1600 Kilogramm vernichtet, wie die Polizei in Flensburg mitteilte. Beamte hatten am Montag in Husum einen Kleintransporter mit Dönerfleisch kontrolliert und festgestellt, dass die Ware nicht ordnungsgemäß gekühlt wurde.

Messungen von Lebensmittelkontrolleuren bestätigten, dass die vorgeschriebene Temperatur von minus 18 Grad Celsius deutlich überschritten wurde. Zudem waren der Laderaum verschmutzt und das Fahrzeug überladen.

+++ 11.25 Uhr: Unfreiwillig blinder Passagier - 77-Jähriger in Bus-Gepäckraum eingesperrt +++

Dreißig Kilometer können endlos sein - vor allem für jemanden, der im Gepäckraum eines Busses eingesperrt ist. Das musste ein 77-Jähriger auf der Südsee-Inselgruppe Neukaledonien erfahren, der unfreiwillig zum blinden Passagier wurde. 

Der Vorfall spielte sich auf der Hauptinsel Grande-Terre ab. Der Senior kroch in das Gepäckfach unter dem Bus, um seine weit hinten liegende Tasche zu holen, wie das Inselradio berichtete. Der Fahrer, der den Mann nicht gesehen hatte, schloss das Fach automatisch vom Führerstand aus und fuhr los.

Der ältere Herr hatte aber Glück im Unglück, wie seine Tochter dem Sender Nouvelle-Calédonie la 1ère sagte: "Zum Glück hatte er sein Handy dabei, um mich anzurufen. Leider konnte ich den Busfahrer nicht erreichen, denn er ging vorschriftsgemäß während der Fahrt nicht ans Telefon." Die Tochter alarmierte daraufhin die Polizei der zu Frankreich gehörenden Inselgruppe. Diese stoppte den Bus in der Nähe des internationalen Flughafens. Der 77-Jährige wurde befreit, nachdem er gut 20 Minuten zwischen Koffern in der Dunkelheit verbracht hatte.

Eine Mitreisende erzählte, der Senior sei "völlig durcheinander" gewesen und seine Anzugjacke stark zerknittert. Für den Fahrer hat die Episode ein Nachspiel: Er wurde vom Dienst suspendiert.

+++ 11.15 Uhr: Für tot erklärte Südafrikanerin im Leichenschauhaus aufgewacht +++

Totgeglaubte leben länger: Sanitäter in Südafrika haben eine Frau infolge eines Verkehrsunfalls fälschlicherweise für tot erklärt und ins Leichenschauhaus abtransportieren lassen. Dort sollte sie bis zu einer Autopsie in einer Kühlkammer gelagert werden. Doch nach der Ankunft im Leichenschauhaus bei Johannesburg sei dem Forensiker aufgefallen, "dass die Person tatsächlich noch lebendig war", erklärte das Gesundheitsministerium der Provinz Gauteng.

Es werde nun untersucht, wie es zu dem Irrtum des privaten Rettungsdienstes gekommen sei und welche Konsequenzen daraus gezogen werden müssten, erklärte das Ministerium am Montagabend weiter. Ein Vertreter des betroffenen Rettungsdienstes, Gerrit Bradnick, sagte, wegen der Schwere ihrer Verletzungen sei es der Frau wohl nicht möglich gewesen, durch Bewegungen oder Laute auf sich aufmerksam zu machen. Das Rettungsteam sei wegen des Irrtums "am Boden zerstört".

+++ 11.05 Uhr: Funkstille im Parlament: EU-Abgeordnete blockieren Mikrofon-Reparatur +++

Abgeordnete haben im EU-Parlament den Beginn der Rede von Bulgariens Regierungschef Boiko Borissow verzögert. Sie blockierten die Reparatur der nach einer Störung ausgefallenen Mikrofon- und Lautsprecheranlage, wie EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani sagte, als die Technik wieder funktionierte. Die Parlamentarier hätten damit ihre Solidarität mit den Dolmetschern zum Ausdruck bringen wollen. "Es ist inakzeptabel, die Arbeit des Parlaments zu blockieren", kritisierte er.

Die Dolmetscher wehren sich gegen geänderte Arbeitsbedingungen. Der Europäische Gewerkschaftsbund EPSU kritisierte, dass die Regeln ohne Absprache mit den Arbeitnehmervertretern geändert worden seien. Bereits in der Parlamentswoche vom Juni hatten Gewerkschaften zu Streikaktionen in den Dolmetscherkabinen aufgerufen. 

+++ 10.41 Uhr: Hotel angezündet - Angeklagter schweigt zu achtfachem Mordversuch +++

Ein mutmaßlicher Auftrags-Brandstifter steht wegen achtfachen Mordversuchs an Hotelgästen vor Gericht. Beim Prozessauftakt am Landgericht Düsseldorf äußerte sich der 29-Jährige nur zu seinem bisherigen Lebensweg und schwieg zu den Tatvorwürfen.  Vor eineinhalb Jahren soll er nachts mit einem Komplizen fünf Liter Benzin im Eingangsbereich eines Hotels verschüttet und angezündet haben. "Er nahm den Tod der schlafenden Gäste billigend in Kauf", sagte Staatsanwältin Britta Zur. Ein Gast habe noch eine Matratze aus dem Fenster geworfen, bevor er hinterher sprang - und sich dennoch die Wirbelsäule gebrochen. Ein weiterer erlitt beim Sprung aus dem ersten Stock leichte Verletzungen. 

Der angeklagte Kroate ließ über seinen Anwalt erklären, er sei 2014 nach Deutschland gekommen und habe in Düsseldorf bei einer Baufirma gearbeitet. 2015 habe er begonnen, Kokain und Amphetamin zu konsumieren.

+++ 10.37 Uhr: Monsunregen verursacht Überschwemmungen in Nepal - Mindestens 17 Tote +++

Bei Überschwemmungen und Erdrutschen durch schweren Monsunregen sind in Nepal mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen. Weitere drei Menschen wurden vermisst, wie ein Sprecher des Innenministeriums am Dienstag mitteilte. Unter den Opfern waren eine 22 Jahre alte Frau und ihr Baby, deren Haus im gebirgigen Bezirk Rolpa am Montag einstürzte. Im niedriger gelegenen Bezirk Banke riss ein Fluss drei Menschen, darunter einen fünfjährigen Jungen, in den Tod. In verschiedenen Teilen des Himalaya-Staates liefen Rettungs- und Hilfseinsätze.

+++ 10.29 Uhr: Tausende Menschen müssen wegen Fliegerbombe in Potsdam Wohnungen verlassen +++

Wegen einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg müssen in Potsdam tausende Menschen ihre Wohnungen verlassen. Rund zehntausend Menschen sind von den umfangreichen Sperrungen rund um den Hauptbahnhof betroffen, wie die brandenburgische Landeshauptstadt berichtete. Die 250 Kilogramm schwere britische Fliegerbombe sollte anschließend von Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes entschärft werden.

Der Blindgänger liegt in etwa drei Meter Tiefe im Nuthepark am Hauptbahnhof. Das Areal wird derzeit planmäßig auf Munition untersucht. Um den Fundort wurde ein Sperrkreis von rund 800 Metern eingerichtet, der komplett geräumt werden muss. Betroffen waren neben dem Hauptbahnhof unter anderem auch der Brandenburger Landtag, drei Pflegeheime, mehrere Schulen und Kitas sowie Museen. Ein Teil der Menschen kommt in Ausweichquartieren unter.

+++ 8.37 Uhr: Wien will bei Koalitionseinigung zu Asyl "Grenzen schützen" +++

Bei einer Einigung der großen Koalition in Berlin auf den Asylkompromiss von CDU/CSU will Österreich besonders die Grenzen im Süden schützen.  Bei einer solchen Einigung sehe sich die Regierung gezwungen, Maßnahmen zu ergreifen, um Nachteile für Österreich und seine Bevölkerung zu verhindern, erklärte die Regierung in Wien. Vor allem die Grenzen nach Italien und Slowenien müssten dann geschützt werden. Bundeskanzler Sebastian Kurz betonte mehrfach, dass auch Grenzkontrollen am italienisch-österreichischen Grenzpass Brenner zur Debatte stünden. 

+++ 7.40 Uhr: Amazon macht Abokunden-Aktion Prime Day länger +++

Amazon weitet sein Einkaufs-Event Prime Day in diesem Jahr auf 36 Stunden aus. Die Aktion, bei der es Angebote nur für Mitglieder von Amazons kostenpflichtigem Abo-Dienst Prime gibt, wird am Mittag des 16. Juli beginnen und bis zum Ende des 17. Juli laufen, wie der Konzern mitteilte. Der Prime Day ist ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor für Amazon: Im vergangenen Jahr brachte er dem weltgrößten Online-Händler in 30 Stunden die bisher höchste Zahl neuer Prime-Kunden, rund 50 Prozent mehr Käufer griffen bei den Deals zu. Im Vorlauf zum diesjährigen Prime Day gibt es erste Angebote für Abo-Kunden bereis ab Dienstag. 

+++ 6.53 Uhr: Jungen in Höhle in Thailand müssen möglicherweise noch Monate ausharren +++

Die nach neun Tagen lebend in einer überfluteten Höhle in Thailand gefundenen Jungen einer Fußballmannschaft müssen möglicherweise noch für lange Zeit dort ausharren: Wie die thailändische Armee mitteilte, werden die zwölf  Jungen und ihr Trainer mit Nahrung "für mindestens vier Monate" versorgt, zudem sollen alle Tauch-Training erhalten. Währenddessen soll das Wasser in der verwinkelten, kilometerlangen Höhle weiter abgepumpt werden.

+++ 6.25 Uhr: Mann sticht Flughafen-Mitarbeiter mit Cuttermesser in den Kopf +++

Am Düsseldorfer Flughafen hat ein Mann einen Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes mit einem Cuttermesser in den Kopf gestochen und lebensgefährlich verletzt. Im Ankunftsbereich des Flughafens habe sich der 24-Jährige dem Mitarbeiter am frühen Dienstagmorgen von hinten genähert und ihm unvermittelt mit dem Messer in den Kopf gestochen, sagte ein Sprecher der Polizei. Das Opfer wurde in ein Krankenhaus gebracht und operiert. Laut Polizei bestand keine Lebensgefahr mehr. Der mutmaßliche Täter konnte festgehalten werden. Die Polizei ermittelt wegen versuchter Tötung und geht derzeit davon aus, dass der Verdächtige psychische Probleme hat.

+++ 5.15 Uhr: Mindestlohn steigert deutsche Wirtschaftsleistung +++

Der Mindestlohn erhöht einer Studie zufolge die deutsche Wirtschaftsleistung konstant um bis zu ein halbes Prozent. Das geht aus einer Untersuchung des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) hervor, die der "Süddeutschen Zeitung" vorliegt. Demnach beschert der Mindestlohn Geringverdienern im Schnitt 18 Prozent mehr Gehalt. Auch angrenzende Lohngruppen profitierten. Durch die höheren Löhne nehme der Konsum um 0,5 bis 0,7 Prozent zu, was das Wachstum anrege. Damit falle das Bruttoinlandsprodukt über einen Zeitraum von zehn Jahren durchgehend um 0,25 Prozent höher aus als ohne Mindestlohn. Gebe der Staat seine Mehreinnahmen, etwa höhere Steuern, wieder aus, steige die Wirtschaftsleistung sogar doppelt so stark.

Rettung
ivi / AFP / DPA