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News des Tages: Giraffe stranguliert sich im Zoo an Astgabel

Ermittler finden nach Terrorattacke Sprengsätze im Supermarkt  +++ Polizei geht ersten Hinweisen zum Findelkind von Schwerin nach +++ Schweigeminute zum Germanwings-Absturz +++ Die News des Tages.

Holland Giraffe

Eine Giraffe (Symbolbild)

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Ermittler finden nach Terrorattacke Sprengsätze im Supermarkt (17.48 Uhr) 
  • Russischer Verband bestraft Neustädter und Rausch nach Club-Besuch (16.26 Uhr)
  • Pinkelnder Hund löst Streit mit Schüssen und Reizgas aus (14.09 Uhr)
  • Noah Becker will Schmerzensgeld von AfD-Mann (9.23 Uhr)
  • Polizist erliegt nach Geiselnahme in Frankreich Verletzungen (6.28 Uhr)
  • Washington kündigt neues Verbot von Transgender-Rekruten an (4.24 Uhr)

Die News des Tages im stern-Nachrichtenticker.

+++ 18.53 Uhr: Zoo-Giraffe stranguliert sich an Astgabel +++

Eine Giraffe hat sich in einem niederländischen Zoo in Kerkrade unweit der Grenze zu Deutschland den Hals in einer Astgabel eingeklemmt und ist gestorben. Dies teilte Zoodirektor Rob Huppertz am Samstag mit. Die Giraffe namens "Philani" sei am Morgen vermutlich gestolpert, während sich ihr langer Hals in der Astgabel befand. Es sei ihr dann nicht gelungen, sich selbst zu befreien.

Das Tier habe nicht schnell gerettet werden können, weil sich andere Giraffen in direkter Nähe befanden, hieß es. Als Pfleger schließlich Zugang zu dem Tier hatten, war es bereits tot. Huppertz sagte, der Baum stehe dort seit mehr als zehn Jahren, ohne dass jemals etwas passiert sei. Der Zoo blieb mehrere Stunden lang geschlossen. Huppertz: "Das war kein schöner Anblick, schon gar nicht für Kinder." 

+++ 17.59 Uhr: NPD darf trotz Ja aus Kalrsruhe nicht in die Stadthalle +++

Die hessische Stadt Wetzlar hat sich über eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts hinweg gesetzt und der NPD die Stadthalle für eine Wahlkampfveranstaltung am Samstag verwehrt. Sie begründete ihr Vorgehen damit, dass die rechtsextreme Partei nicht alle Bedingungen für einen Mietvertrag erfülle. "Der NPD wurde soeben die Möglichkeit gegeben, die Erfüllung dieser Mietbedingungen nachzuweisen, was nicht erfolgt ist", teilte die Stadt am Nachmittag mit. "Deshalb findet die Veranstaltung der NPD in der Stadthalle Wetzlar nicht statt."

Bei den Bedingungen geht es unter anderem um einen ausreichenden Versicherungsschutz. Das NPD-Treffen sollte eigentlich am frühen Nachmittag beginnen. Bis zum frühen Abend blieb die Halle von der Polizei abgesperrt. Ungeachtet des Verbotes waren NPD-Mitglieder nach Wetzlar gekommen. Wegen der drohenden NPD-Veranstaltung demonstrierten am Samstag rund 1500 Menschen in Wetzlar gegen Rechtsextremismus und Rassismus.

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+++ 17.48 Uhr: Ermittler finden nach Terrorattacke Sprengsätze im Supermarkt +++

 Nach dem islamistischen Terrorangriff in Südfrankreich haben Ermittler in dem Supermarkt, wo die Geiselnahme stattfand, drei selbst gemachte Sprengsätze entdeckt. Wie die Deutsche Presse-Agentur weiter aus Justizkreisen erfuhr, wurden am Tatort in dem Örtchen Trèbes auch eine Pistole vom Kaliber 7,65 und ein Jagdmesser entdeckt.

Der beim Zugriff erschossene Täter, der 25-jährige Radouane L., hatte am Freitagabend in dem Supermarkt Geiseln genommen. Bei seinen Angriffen kamen neben dem Attentäter insgesamt vier Menschen ums Leben, 15 wurden verletzt.   

+++ 17.10 Uhr: Finnische Polizei bemüht sich um Festnahme von Puigdemont +++

Die finnische Polizei bemüht sich nach eigenen Angaben um die Festnahme des ehemaligen katalanischen Regionalpräsidenten Carles Puigdemont. Finnland habe einen europäischen Haftbefehl erhalten, der Fall werde nach der "normalen Auslieferungsprozedur" behandelt, teilte Finnlands nationale Ermittlungsbehörde (NBI) in einer Stellungnahme mit. Doch sei der Aufenthaltsort Puigdemonts "den Behörden aktuell nicht bekannt", hieß es weiter. 

+++ 16.59 Uhr: Tausende Kroaten demonstrieren gegen Anti-Frauengewalt-Konvention +++

 Aus Furcht vor einer weitergehenden Liberalisierung hin zur Ehe für alle haben tausende Kroaten am Samstag in Zagreb gegen die Ratifizierung einer Konvention gegen geschlechterbezogene Gewalt protestiert. Kroatiens konservative Regierung hatte das Übereinkommen am Donnerstag dem Parlament übergeben, das noch nicht über das Abkommen abgestimmt hat.

Die sogenannte Istanbul-Konvention des Europäischen Rates von 2011 dient der Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen sowie häuslicher und geschlechtsspezifischer Gewalt. Bisher haben 46 Länder, darunter auch Kroatien, das Abkommen unterzeichnet, 27 haben es bereits ratifiziert. Die katholische Kirche, die im Land einflussreich ist, und rechtsgerichtete Kräfte lehnen die Konvention ab. Ihrer Ansicht nach führt sie ein "drittes Geschlecht" ein.

+++ 16.26 Uhr: Russischer Verband bestraft Neustädter und Rausch nach Club-Besuch +++

Der russische Fußball-Verband hat die ehemaligen Bundesliga-Profis Roman Neustädter und Konstantin Rausch nach einem Besuch in einem Moskauer Nachtclub bestraft. Das Verhalten verstoße gegen die Regeln und schade dem Image der russischen Nationalmannschaft, teilte der Verband am Samstag mit. Es soll sich um eine Geldstrafe in nicht bekannter Höhe handeln.

Neustädter und Rausch waren Medienberichten zufolge nach dem WM-Test am Freitag gegen Brasilien (0:3), bei dem sie beide nicht zum Einsatz kamen, mit Freunden nach Mitternacht im Zentrum der russischen Hauptstadt unterwegs. Im Internet kursierte ein Video, das das Duo beim Verlassen der Disco zeigen soll. 

+++ 14.39 Uhr: Gewerkschaft der Polizei lehnt Bayerns-Grenzpolizei-Pläne ab +++

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) zeigt sich angesichts der Pläne des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) für eine eigene Grenzpolizei verärgert. Der Vize-Chef der Gewerkschaft, Jörg Radek, sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Die Kollegen von der Bundespolizei sehen darin eine Geringschätzung ihrer Arbeit. Außerdem schafft das zusätzliche Verwaltungsstrukturen." Die Ankündigung Söders sei ganz offensichtlich ein "wahltaktisches Manöver" mit Blick auf die bayerische Landtagswahl im Oktober.

+++ 14.20 Uhr: Geldbote mit Schusswaffe bedroht und ausgeraubt +++

Kriminelle haben in Köln einen 60-jährigen Geldboten mit einer Schusswaffe bedroht und ausgeraubt. Die Täter überfielen den Mann am Samstag auf einem Parkplatz neben seinem Auto, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Die Angreifer seien mit einem dunklen Auto geflüchtet. Kurz danach wurde in der Nähe des Tatorts ein brennender dunkler Wagen gefunden. Zeugen berichteten, dass zwei Männer von dort geflohen seien. Die Polizei fahndete mit einen Hubschrauber nach den Verdächtigen. Ob der Geldbote verletzt wurde und wie hoch die Beute war, war zunächst unklar.

+++ 14.09 Uhr: Pinkelnder Hund löst Streit mit Schüssen und Reizgas aus +++

Ein Streit um einen pinkelnden Hund ist in Ulm mit Schüssen und Reizgas ausgetragen worden. Weil der Vierbeiner immer an der Hecke eines 29 Jahre alten Mannes sein Bein gehoben habe, sei es regelmäßig zum Streit gekommen, teilte die Polizei mit. So auch in der Nacht zum Samstag. Diesmal rief der Hundebesitzer aber Verstärkung. Zusammen mit zwei Männern schlug er die Wohnungstür des 29-Jährigen ein und versprühte Reizgas. Es fielen auch Schüsse. Der genaue Hergang war zunächst unklar. Die Polizei konnte die Männer im Alter von 21 bis 23 Jahren kurz nach dem Übergriff festnehmen. Dabei seien Platzpatronenhülsen und Reizgas, aber keine Waffen gefunden worden, sagte ein Sprecher. Gegen das Trio werde nun wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

+++ 13.52 Uhr: Findelkind von Schwerin: Polizei geht ersten Hinweisen nach +++

Einen Tag nach dem Fund eines unterkühlten Neugeborenen in einem Plattenbaugebiet in Schwerin geht die Polizei ersten Hinweisen nach. Die Beamten hatten ein Infotelefon geschaltet und um die Meldung möglicher Beobachtungen gebeten. "Wir haben Hinweise bekommen", sagte ein Polizeisprecher. Zur Mutter oder zu der Person, die das Kind dort abgelegt hat, hätten sie bisher allerdings noch nicht geführt. Der kleine, schreiende Junge war am frühen Freitagmorgen von einer Zeitungszustellerin von der Haustür des Plattenbaus gefunden worden. Das wenige Stunden alte Kind soll nach den bisherigen Ermittlungen etwa eine halbe Stunde in der Kälte gelegen haben, nur in eine Decke gehüllt. Die Lufttemperatur betrug etwa ein Grad Celsius.

+++ 13.22 Uhr: Kataloniens Parlament unterbricht nach Verhaftungen Präsidentenwahl +++

Das katalanische Parlament hat die Wahl von Jordi Turull zum Regionalpräsidenten unterbrochen, nachdem der 51-Jährige tags zuvor in Untersuchungshaft genommen worden war. Entgegen der Forderung der spanischen Zentralregierung nach einer Aussetzung der Abstimmung hielt der katalonische Parlamentspräsident Roger Torrent daran fest. "Ich werde nicht ruhen, bis ich euch in Freiheit sehe", sagte er während der Sitzung an seine festgenommenen Kollegen gerichtet.

+++ 12.57 Uhr: Spanien stellt in Finnland Antrag auf Festnahme Puigdemonts +++

Während eines Besuchs des ehemaligen katalanischen Präsidenten Carles Puigdemont in Finnland hat Spanien einen Antrag auf dessen Festnahme gestellt. Man habe den Antrag an einen Staatsanwalt weitergeleitet, gleichzeitig aber mehr Informationen von Spanien angefordert, teilte die finnische Polizei mit. Puidgemont lebt derzeit in Belgien, um einer Verhaftung durch die spanische Justiz zu entgehen. Der 55-Jährige wurde am Donnerstag zu Gesprächen ins finnische Parlament eingeladen und hielt am Freitag einen Vortrag an der Universität Helsinki. Der finnische Abgeordnete Mikko Kärnä kritisierte Spaniens Antrag: "Meiner Meinung nach können wir ihn nicht nach Spanien ausliefern", sollte der katalanische Führer in Finnland festgenommen werden. "Er hat nichts Gewalttätiges getan und die Anschuldigungen der Rebellion sind völlig absurd", sagte Kärnä.

+++ 12.41 Uhr: Vollsperrung bei der Bahn im Ruhrgebiet - Fernverkehr umgeleitet +++

Wegen einer Vollsperrung im Ruhrgebiet werden Fernverkehrszüge zwischen Dortmund und Köln seit der Nacht zum Samstag umgeleitet. Die Stopps in Bochum, Essen und Mülheim/Ruhr entfallen, es kommt zu veränderten Ankunfts- und Abfahrtszeiten. Hintergrund ist der Neubau einer Straßenbrücke in Mülheim/Ruhr. Die Bahn nutzt die Zwangspause für Baumaßnahmen wie Weichenerneuerungen und Oberleitungsarbeiten. Der Abschnitt gehört zu den meistbefahrenen Bahnstrecken Deutschlands mit täglich rund 700 Zügen. Die Vollsperrung soll bis zum 9. April um 4.00 Uhr dauern. 

+++ 12.31 Uhr: Polizist bei Bombenanschlag in Alexandria getötet +++

Bei einem Bombenanschlag in der ägyptischen Küstenstadt Alexandria ist am Samstag ein Polizist getötet worden. Vier Menschen seien verletzt worden, als ein mit Sprengstoff beladenes Auto nahe einem Konvoi mit Sicherheitskräften detonierte, wie die ägyptischen Sicherheitsbehörden mitteilten. Demnach saß in einem der Fahrzeuge der Sicherheitschef der Stadt.

+++ 11.57 Uhr: Schweigeminute zum Germanwings-Absturz vor drei Jahren +++

Mit einer Schweigeminute zum Unglückszeitpunkt haben am Samstag in Haltern in Nordrhein-Westfalen zahlreiche Bürger der Toten des Germanwings-Absturzes vor genau drei Jahren gedacht. Um 10.41 Uhr hielten sie auf dem Marktplatz der Stadt inne. Anschließend suchten viele eine angrenzende Kirche auf, um an einer ökumenischen Gedenkandacht teilzunehmen. Die Germanwings-Maschine mit der Flugnummer 4U9525 war am 24. März 2015 um 10.41 Uhr an einem Berg in den südfranzösischen Alpen zerschellt. Alle 150 Insassen kamen ums Leben. Unter den Toten waren 16 Schüler und zwei Lehrerinnen des Joseph-König-Gymnasiums in Haltern am See. Sie befanden sich auf dem Rückflug von einem Schüleraustausch in Spanien. Nach Überzeugung der Ermittler brachte der Copilot die Maschine absichtlich zum Absturz.

++++ 11.30 Uhr: Britischer Schriftsteller Philip Kerr gestorben +++

Der britische Schriftsteller Philip Kerr ist tot. Das teilte der Rowohlt Verlagmit. "Wir trauern um Philip Kerr. Der Autor der Bernie Gunther Reihe und vieler wunderbarer Kinder- und Jugendbücher ist im Alter von 62 Jahren verstorben", hieß es in einer Twitter-Botschaft des Verlags. Zuvor hatte bereits der britische Verlag Kerrs, Quercus Books, über den Tod des Autors berichtet. Kerr wurde in Deutschland vor allem mit der Krimireihe um den Detektiv Bernie Gunther bekannt.

+++ 11.20 Uhr: Datenschützer sichern Beweise in Cambridge-Analytica-Zentrale +++

Im Skandal um die unerlaubte Nutzung von Facebook-Daten für Wahlkampfzwecke ist die Londoner Zentrale der Beratungsfirma Cambridge Analytica durchsucht worden. Das bestätigte die britische Datenschutzbehörde ICO (Information Commissioner's Office). Cambridge Analytica steht unter Verdacht, Millionen US-Wähler im Internet gezielt mit verbotener Wahlwerbung für Donald Trump beeinflusst zu haben. Geholfen haben sollen dabei unrechtmäßig gesammelte Facebook-Daten.

Medienberichten zufolge verschafften sich 18 ICO-Mitarbeiter am Freitagabend Zugang zu der Firmenzentrale. Nur kurz zuvor hatte ein Gericht die Durchsuchung angeordnet. "Das ist nur ein Teil größerer Ermittlungen in die Verwendung persönlicher Daten und Analysen für politische Zwecke", hieß es in einer Mitteilung auf der ICO-Webseite. Man werde nun Beweise sichern, auswerten und bewerten, bevor Schlüsse gezogen würden.

+++ 10.47 Uhr: Betrunkener in Unterhose bricht in Einfamilienhaus ein +++

Nur mit einer Unterhose bekleidet ist ein 19-Jähriger in ein Einfamilienhaus in Nordrhein-Westfalen eingebrochen - aber wohl nicht, um etwas zu stehlen. Er sei betrunken und desorientiert gewesen und wahrscheinlich vorher in den Gartenteich gefallen, teilte die Polizei mit. Seine Kleidung war durchnässt, deshalb habe er sie ausgezogen. Zunächst habe der junge Mann am Freitagabend in Brüggen vergeblich versucht, die Terrassentür zu öffnen. Dann zog er sich aus und lief in Unterhose um das Haus. Mit einer Gasflasche schlug er die Scheibe der Terrassentür ein. Dann nahm ihn die Polizei fest. Die Bewohner hatten die Beamten bereits gerufen. Mit einer Schnittverletzung wurde der 19-Jährige in ein Krankenhaus gebracht. Ihn erwartet ein Strafverfahren wegen Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung. Eine Atemalkoholmessung ergab rund zwei Promille.

+++ 9.23 Uhr: Noah Becker will Schmerzensgeld von AfD-Mann +++

Wegen eines rassistischen Tweets verlangt Noah Becker nach "Spiegel"-Informationen 15.000 Euro Schmerzensgeld von dem sächsischen -Bundestagsabgeordneten Jens Maier. Der Sohn von Tennislegende Boris Becker war auf Maiers Twitter-Account Anfang Januar als "kleiner Halbneger" bezeichnet worden. Die Staatsanwaltschaft Dresden ermittelt gegen den Abgeordneten wegen des Verdachts der Beleidigung. Das Nachrichtenmagazin zitiert Beckers Anwalt Christian-Oliver Moser mit den Worten: "Uns bleibt in Anbetracht von Maiers Reaktion nichts anderes übrig, als den Entschädigungsanspruch einzuklagen." Auf Beckers Angebot, alternativ mittels einer Spende von 7500 Euro an eine karitative Organisation den Streit beizulegen, sei der AfD-Abgeordnete nicht eingegangen, schreibt der "Spiegel".

+++ 8.41 Uhr: Ex-FBI-Vize beklagt "andauernde Demütigung" durch Trump +++

 Der zwei Tage vor seinem Ruhestand entlassene frühere FBI-Vize Andrew McCabe hat US-Präsident Donald Trump scharf attackiert. In einem Gastbeitrag für Zeitung " Post" beklagte er sich über die "andauernde Demütigung" und die "gestörten öffentlichen Angriffe" durch Trump. Er habe von seiner Entlassung Mitte März von einem Freund erfahren, der ihn auf einen entsprechenden Medienbericht aufmerksam machte, schrieb McCabe. Erst danach erhielt McCabe nach eigener Aussage eine E-Mail des Justizministeriums, in der er über seine Entlassung offiziell unterrichtet wurde. "Nach zwei Jahrzehnten im Staatsdienst fand ich heraus, dass ich auf die unwirklichste, unpersönlichste Weise gefeuert worden war", schrieb er. McCabe war bereits im Januar zurückgetreten, blieb aber noch beim FBI angestellt.

+++ 7.37 Uhr: Gewerkschaft der Polizei lehnt Söders Grenzpolizei-Pläne ab +++

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) zeigt sich angesichts der Pläne des bayerischen Ministerpräsidenten (CSU) für eine eigene Grenzpolizei verärgert. Der Vize-Chef der Gewerkschaft, Jörg Radek, sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Die Kollegen von der Bundespolizei sehen darin eine Geringschätzung ihrer Arbeit. Außerdem schafft das zusätzliche Verwaltungsstrukturen." Die Ankündigung Söders sei ganz offensichtlich ein "wahltaktisches Manöver" mit Blick auf die bayerische Landtagswahl im Oktober. Radeks Angaben zufolge hat die Bundespolizei an der Grenze in Bayern aktuell etwa 1700 Beamte in Einsatz. Ihre Zahl werde bis Anfang 2019 auf 2600 steigen.

+++ 6.28 Uhr: Polizist erliegt nach Geiselnahme in Frankreich Verletzungen +++

Ein Polizist, der bei der Geiselnahme in einem französischen Supermarkt eine Frau gerettet hatte und selbst lebensgefährlich verletzt wurde, ist tot. Der 45-jährige Gendarm erlag seinen Verletzungen, wie Innenminister Gérard Collomb mitteilte. Damit erhöhte sich die Zahl der bei dem islamistischen Angriff in Südfrankreich am Freitag getöteten Menschen auf vier.

+++ 4.24 Uhr: Washington kündigt neues Verbot von Transgender-Rekruten an +++

Das Weiße Haus hat ein neues Verbot von -Rekruten im US-Militär angekündigt. Nach der neuen Regelung sollen weitgehend Transgender vom Militärdienst disqualifiziert werden, die aufgrund einer Geschlechtsidentitätsstörung eine "umfassende medizinische Behandlung", einschließlich Medikamente und operative Eingriffe benötigten. Verteidigungsminister James Mattis und Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen seien zu dem Schluss gekommen, dass die Zulassung solcher Rekruten ein "bedeutendes Risiko" für den militärischen Erfolg darstellten, hieß es in der Mitteilung aus Washington weiter. Mit der neuen Regelung nehme Präsident Donald Trump ein früheres Memorandum zu der Sache zurück. Trump hatte im vergangenen August bereits ein Memorandum unterzeichnet, das Transgender vom Militärdienst ausschließt. Ein Bundesgericht in Washington stoppte die Anordnung im Oktober per einstweiliger Verfügung. Im Dezember entschied die Kammer, dass das Militär ab 1. Januar Transgender aufnehmen müsse. Die Regierung legte daraufhin bei einem Berufungsgericht in Virginia Einspruch ein und verlangte mehr Zeit. Das Berufungsgericht in Richmond lehnte den Antrag jedoch ab.

+++ 3.45 Uhr: Weitere Vergewaltigungsklage gegen Hip-Hop-Produzenten Simmons +++

Gegen den Hip-Hop-Produzenten ist eine weitere Klage wegen Vergewaltigung eingereicht worden. Eine Frau, deren Identität nicht genannt wurde, wandte sich an ein Gericht in Los Angeles und verlangte zehn Millionen Dollar (acht Millionen Euro) Schadenersatz. Sie wirft Simmons vor, sie nach einem gemeinsamem Party-Besuch in einem Hotelzimmer vergewaltigt zu haben. Nach ihren Angaben lernte sie Simmons bei einem Konzert kennen, das sie zusammen mit seinem Sohn besuchte. Danach sei sie mit Simmons auf eine Party gegangen. Später habe er sie im Hotelzimmer auf das Bett geworfen und vergewaltigt.

Der 60-Jährige wies den Vorwurf von sich und bekräftigte, niemals gegenüber Frauen gewalttätig geworden zu sein. Mehrere Frauen werfen dem Musikproduzenten sexuellen Missbrauch vor, verklagt wurde er bislang offenbar aber nur von zwei Frauen. Die Filmproduzentin Jennifer Jarosik hatte im Januar Klage eingereicht. Sie wirft Simmons vor, sie 2016 in seinem Haus in Los Angeles vergewaltigt zu haben, und fordert fünf Millionen Dollar Schadenersatz.  

+++ 3.12 Uhr: Seoul: Nordkorea zu Gesprächen mit Südkorea kommende Woche bereit +++

Nordkorea hat sich nach Angaben aus Seoul zu hochrangigen Gesprächen mit Südkorea kommende Woche bereit erklärt. Das südkoreanische Vereinigungsministerium teilte mit, beide Seiten würden am Donnerstag eine Delegation aus jeweils drei Vertretern in den Grenzort Panmunjom entsenden. Die Gespräche sollten den Weg zu einem für Ende April vorgesehenen Gipfeltreffens ebnen.

+++ 2.42 Uhr: US-Regierung legt Gesetz für Verbot von Bump Stocks vor +++

Einen Tag vor einer Großdemonstration für ein strengeres Waffenrecht hat die US-Regierung ein Gesetz zum Verbot sogenannter Bump Stocks vorgelegt. "Wir werden Vorrichtungen verbieten, die legale Waffen in illegale Maschinengewehre umwandeln", schrieb US-Präsident Donald Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter. Justizminister Jeff Sessions sagte, die neue Regelung stufe Bump Stocks unter dem nationalen Verbot für Maschinengewehre ein. Das neue Gesetz sieht vor, dass Waffenbesitzer ihre mit Bump Stocks hochgerüsteten Schusswaffen vernichten oder abgeben müssen. Binnen einer Frist von 90 Tagen dürfen Einwände gegen das Gesetz vorgebracht werden, was noch zu Änderungen führen könnte. Nach Ablauf dieser Frist tritt das Gesetz in Kraft.

+++ 1.58 Uhr: Australien: Nur fünf von mehr als 150 gestrandeten Walen überleben +++

Nach vergeblichen Versuchen mehr als 150 an der Westküste Australiens gestrandete Wale zurück ins Wasser zu bugsieren, haben nur fünf der Tiere überlebt. Zunächst waren sechs mithilfe von Kränen zu einem anderen Teil des Strandes an der Hamelin Bay gebracht und zurück ins tiefe Wasser geleitet worden, wie der Sender ABC berichtete. Einer von ihnen strandete aber erneut und musste getötet werden. Die Räumung der Tierkadaver könnte mehrere Tage dauern, wie der Sender ABC am Samstag berichtete.

+++ 0.12 Uhr: Betrunkener Co-Pilot vor Abflug gestoppt +++

Ein Flughafenmitarbeiter hat einen betrunkenen Co-Piloten am Flughafen Stuttgart kurz vor dem Abflug nach Lissabon mit 106 Passagieren an Board gestoppt. Der 40-jährige Co-Pilot hatte am Freitagabend bereits im Cockpit mit den Vorbereitungen für den Flug begonnen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Dem Flughafenmitarbeiter waren bei dem Co-Piloten ein unsicherer Gang und Alkoholgeruch aufgefallen - er informierte die Luftaufsicht und die Polizei. Die Beamten stellten fest, dass der Mann deutlich alkoholisiert war. Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln nun wegen des Verdachts der versuchten Gefährdung des Luftverkehrs gegen den 40-jährigen Portugiesen.

fin / AFP / DPA