HOME
+++ Ticker +++

News des Tages: "Tragfähige Lösung" gesucht: Bundeskanzlerin Merkel äußert sich zur Causa Maaßen

Neue Beratungen über Causa Maaßen nicht ausgeschlossen +++ Geständnis bringt Bewegung in Fall Peggy +++ Baby und Mann stürzen aus Hochhaus in den Tod +++ Prozess gegen Jan Rouven in Las Vegas zieht sich weiter hin +++ Die News des Tages.

Merkel zur Zukunft Maaßens: "Wir sind übereingekommen, die Lage erneut zu bewerten"

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Bundeskanzlerin Merkel äußert sich zur Causa Maaßen (19.34 Uhr)
  • SPD-Chefin Andrea Nahles will Maaßen-Deal neu verhandeln (15.55 Uhr)
  • May sieht Brexit-Verhandlungen "in einer Sackgasse" (15.22 Uhr)
  • Fall Peggy: Geständnis bringt Bewegung in Mordfall (11 Uhr)
  • Moorbrand: Katastrophenfall ausgerufen - Evakuierung möglich (10.33 Uhr)

Die News des Tages:

+++ 20.29 Uhr: Weil und Schwesig loben Nahles +++

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat den Vorstoß seiner Parteivorsitzenden Andrea Nahles für Neuverhandlungen über die Zukunft des bisherigen Verfassungsschutzpräsidenten Hans-Georg Maaßen gelobt. "Sie hat erkannt und offen eingeräumt, dass das Ergebnis der Beratungen mit Merkel und Seehofer (...) mit dem Gerechtigkeitsempfinden vieler Menschen nicht vereinbar war", sagte Weil. Nahles habe "die vielen kritischen Stimmen in der Bevölkerung, in der SPD und in den Medien sehr ernst genommen".

Auch SPD-Vize Manuela Schwesig begrüßte den Schritt. Die Entscheidung, Maaßen einerseits aus mangelndem Vertrauen abzuberufen und andererseits zum Staatssekretär zu befördern, habe zu "Vertrauensverlust in der Bevölkerung" geführt. "Deshalb muss es erneut Gespräche geben und eine vernünftige Lösung gefunden werden."

+++ 20.19 Uhr: Indischer Bischof wegen Missbrauchsvorwurf einer Nonne festgenommen +++

 Ein katholischer Bischof in Indien ist wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung einer Nonne festgenommen worden. Das teilte der Polizeichef des Bezirks Kottayam im südindischen Bundesstaat Kerala, Hari Sankar, vor Reportern mit. Der Bischof der Diözese Jalandhar im nordindischen Punjab, Franco Mulakkal, hatte am vergangenen Samstag in einem Brief an den Vatikan darum gebeten, sein Amt vorübergehend niederlegen zu dürfen. Papst Franziskus hatte dem Gesuch am Donnerstag zugestimmt.

Die 44 Jahre alte Nonne aus Kerala, die derselben Diözese angehört wie der Bischof, wirft ihm vor, sie ab 2014 zwei Jahre lang immer wieder missbraucht zu haben. Sie hatte ihn bereits im Juni angezeigt. Als daraufhin zunächst nichts geschah, hatte es seltene Proteste durch Nonnen gegeben. Vor seiner Festnahme war der 54-jährige Mulakkal, der die Taten bestreitet, drei Tage lang von der Polizei vernommen worden.

20.13 Uhr: Iranische Kampfjets führen Übungen im Persischen Golf aus +++

Mehrere Kampfjets der iranischen Luftwaffe haben im Persischen Golf militärische Übungen durchgeführt. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA nahmen am Freitag sowohl Kampfjets der Revolutionsgarden als auch der klassischen Armee an den Übungen teil. Die fanden laut IRNA auch in der Nähe der Straße von Hormus, der internationalen Ölexport-Route am Persischen Golf, statt. Die Straße stand in den vergangenen Wochen wegen der Spannungen zwischen dem Iran und den USA besonders im Blickpunkt.

+++ 19.55 Uhr: Ukip-Chef Batten plädiert für Aufnahme des Rechtsextremen Tommy Robinson +++

Der Chef der rechtspopulistischen Ukip-Partei in Großbritannien, Gerard Batten, hat für eine Aufnahme des Gründers der rechtsextremen English Defence League, Tommy Robinson, plädiert. Er persönlich sei dafür, allerdings müsse das die Partei entscheiden, sagte Batten dem britischen Sender Sky News. "In naher Zukunft" werde dies aber wohl nicht geschehen, da die Partei dann erst ihre Statuten ändern müsse, sagte Batten.     

Der 35-jährige Robinson, dessen richtiger Name Stephen Yaxley-Lennon lautet, hat auch in den USA viele Anhänger, vor allem in der antisemitischen und rassistischen Alt-Right-Bewegung. Der zu einer 13-monatigen Haftstrafe verurteilte Brite erhielt während seines Prozesses Unterstützung vom Sohn des US-Präsidenten, Donald Trump Jr., und dem Ex-Berater des Präsidenten, Stephen Bannon. Derzeit befindet sich Robinson gegen Kaution auf freiem Fuß.

+++ 19.34 Uhr: Bundeskanzlerin Merkel äußert sich zur Causa Maaßen +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich zu der Forderung von SPD-Parteichefin Andrea Nahles geäußert, die Vereinbarung um Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen zu überdenken. "Wir sind übereingekommen, die Lage erneut zu bewerten. Das halte ich für richtig und für notwendig", so Merkel in einem kurzen Statement. Die Menschen im Land hätten "ein Anrecht" darauf, dass die Politik "ihre Sorgen und Probleme" löse. "Wir wollen eine gemeinsame, tragfähige Lösung finden. Im Laufe des Wochenendes", sagte die Bundeskanzlerin.

Nahles, Seehofer und Merkel hatten sich am Dienstag darauf verständigt, dass Maaßen als Verfassungsschutz-Präsident abgelöst wird und als Staatssekretär ins Bundesinnenministerium wechselt. Das hatte heftige Kritik in der SPD, aber auch von CDU-Politikern ausgelöst. Die Empörung in der SPD wuchs, nachdem bekannt wurde, dass zugunsten von Maaßen Bau-Staatssekretär und SPD-Mann Gunther Adler sein Amt verlieren soll.    

Am Rande eines Besuchs in Würzburg räumte Nahles nun Fehler ein. "Wir haben uns alle drei geirrt", sagte sie auch mit Blick auf Merkel und Seehofer. "Wir haben nicht Vertrauen geschaffen, sondern wir haben Vertrauen verloren." Es sei "nicht vermittelbar", dass Maaßen "einerseits aufgrund seines Verhaltens abberufen werden muss und auf der anderen Seite dann aber im Ministerium von Herrn Seehofer als Staatssekretär befördert wird".

Merkel zur Zukunft Maaßens: "Wir sind übereingekommen, die Lage erneut zu bewerten"

+++ 19.32 Uhr: Ermittler durchsuchen Bundeswehr-Dienststelle wegen des Moorbrandes +++

Wegen des Moorbrandes bei Meppen haben vier Polizisten und zwei Staatsanwälte am Freitag das betroffene Bundeswehrgelände durchsucht. Das teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die Beamten ermitteln gegen unbekannt wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Brandstiftung. Die Durchsuchungen seien in Zusammenarbeit mit dem Leiter der Wehrtechnischen Dienststelle 91 vorgenommen worden. Alle angeforderten Unterlagen seien übergeben worden. Den Start des Ermittlungsverfahrens hatte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag bekanntgegeben. 

Der Moorbrand war bei Raketentests auf dem Bundeswehrgelände Anfang September ausgebrochen. Mittlerweile brennen dort 800 Hektar Torf. Sturmböen drohten am Freitag den Brand weiter anzufachen. Der Landkreis Emsland rief den Katastrophenfall aus und erwog die Evakuierung benachbarter Dörfer.

Ziel der Durchsuchungen sei es gewesen, unter anderem Datenträger und Protokolle sicherzustellen, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die Unterlagen sollten Aufschluss darüber geben, wie genau die Schießübung abgelaufen ist und ob es dabei Verstöße gegen brandschutzrechtliche Schutzvorschriften gegeben haben könnte. Zu möglichen Erkenntnissen machten die Ermittler keine Angaben.

+++ 19.11 Uhr: Kühnert: Maaßen darf künftig kein öffentliches Amt mehr bekleiden +++

Juso-Chef Kevin Kühnert fordert angesichts der Neuverhandlungen der Koalitionsspitzen über die Zukunft von Hans-Georg Maaßen, der bisherige Verfassungsschutzchef dürfe künftig kein öffentliches Amt mehr bekleiden. "Eine Lösung, in der Hans-Georg Maaßen in einem öffentlichen Amt verbleibt, ist keine Lösung", sagte Kühnert den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstag). In der "Welt" (Samstag) ergänzte er: "Maaßen hat eindrucksvoll bewiesen, dass er in verantwortungsvoller Position nichts verloren hat." Es gehe um nichts weniger als das Vertrauen in den demokratischen Rechtsstaat. "Deshalb kann es nur ein Ziel geben: Maaßen gehört in den Ruhestand versetzt."

Auf Bitten der in schwere Turbulenzen geratenen SPD-Vorsitzenden Andrea Nahles wollen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Innenminister Horst Seehofer (CSU) Maaßens umstrittene Beförderung zum Innen-Staatssekretär neu verhandeln.

Kühnert sagte der "Welt", die Koalition müsse "nicht um jeden Preis erhalten werden". Die Causa Maaßen sei eine Frage von Haltung und Vertrauen. "Wenn die Union aber stur bleibt, weiter einen Beamten deckt, der rechtsextreme Verschwörungstheorien verbreitet, und die Empörung der Bevölkerung ignoriert, dann muss man sich die Frage stellen, warum man noch Teil dieser Koalition sein will."

+++ 18.43 Uhr: US-Kongresswahlen: Vorzeitige Stimmabgabe in zwei Staaten begonnen +++

Rund sechs Wochen vor den wichtigen Zwischenwahlen in den USA können die Menschen in Minnesota und South Dakota bereits wählen. In beiden Bundesstaaten begann die frühzeitige Stimmabgabe. Weitere Staaten folgen in den kommenden Tagen. 

Bei den Wahlen am 6. November steht für die Republikaner um Präsident Donald Trump viel auf dem Spiel. Alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und 35 der 100 Sitze im Senat werden neu vergeben. Die oppositionellen Demokraten hoffen, in einer der beiden Kammern die Mehrheit zu holen. Sollten sie das Repräsentantenhaus dominieren, könnten sie Trump bei wichtigen Gesetzesvorhaben massiv behindern.

+++ 18.30 Uhr: SPD-Vize Kohnen begrüßt Neuverhandlung - "Entscheidung korrigieren" +++

Die bayerische SPD-Chefin Natascha Kohnen hat die angekündigten Neuverhandlungen der Koalitionsspitzen über die Causa Maaßen begrüßt. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) habe mit der Entscheidung, den Verfassungsschutzpräsidenten für dessen Fehlverhalten auch noch zu befördern, die Regierung in eine schwierige Lage gebracht, erklärte Kohnen in München. "Ich habe direkt nach dieser Entscheidung erklärt, dass sie nicht vermittelbar ist und korrigiert werden muss. Ich bin froh, dass wir als SPD nun gemeinsam zu dem Entschluss gelangt sind, dies zu tun."

SPD-Chefin: "Ein Kompromiss": Nahles verteidigt ihr Verhalten in der Causa Maaßen

 

Kohnen, die auch stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende ist, hatte in einem Brief an SPD-Chefin Andrea Nahles zuletzt gefordert, die SPD müsse im Bundeskabinett gegen die Beförderung Maaßens stimmen.

+++ 18.00 Uhr: 16 Franzosen bei Unfall mit Kutsche in Tirol verletzt +++

Bei einem Kutschenunfall in Österreich sind 16 Menschen teils schwer verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, hatte eines der Pferde das Gespann plötzlich nach links gezogen, bis es einen Abhang hinabstürzte und mit den Rädern nach oben in einem Bachbett landete. Zwei Fahrgäste wurden dabei so schwer verletzt, dass sie mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus nach Innsbruck geflogen werden mussten. Eine der beiden Personen musste vor dem Flug reanimiert werden. 

Von den 14 anderen Fahrgästen erlitten zwölf leichte und zwei schwere Verletzungen. Der Fahrer der Kutsche und sein Begleiter blieben unverletzt. Auch die Pferde seien glimpflich davongekommen, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur. Bei den 16 Fahrgästen handelte es sich um eine Gruppe französischer Rentner, die anlässlich der Feierlichkeiten rund um den Alm-Abtrieb nach Tirol gekommen waren.

+++ 17.43 Uhr: AfD-Bundesschiedsgericht bestätigt Ausschluss von Ex-Landeschef Arppe +++

Gut drei Monate nach dem Parteiausschluss des früheren Rostocker AfD-Spitzenmannes Holger Arppe wegen gewaltverherrlichenden Äußerungen hat das Bundesschiedsgericht die Entscheidung des Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern bestätigt. Das Urteil sei beim Landesvorstand eingetroffen. Die Berufung Arppes sei abgelehnt worden, er somit nicht mehr Mitglied der AfD, erklärte Landesparteichef Leif-Erik Holm. Zuvor hatte die "Schweriner Volkszeitung" darüber berichtet. Arppe kündigte an, nun vor einem ordentlichen Gericht gegen den Rauswurf klagen zu wollen. Der 45-Jährige, der dem rechtsnationalen Flügel der AfD zugerechnet wurde, war nach der Parteigründung 2014 für knapp ein Jahr einer der beiden Landessprecher in Mecklenburg-Vorpommern. 2016 wurde er über die Parteiliste in den Landtag gewählt, dem er bis heute als fraktionsloser Abgeordneter angehört.

+++ 17.38 Uhr: Nahles zum neuen Maaßen-Deal: Entscheidung "nicht vermittelbar" +++

SPD-Parteichefin Andrea Nahles hat in einem Statement ihre Entscheidung erläutert, warum die Entscheidung um Verfasschungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen neu aufgerollt werden sollte. Die Einigung zwischen den drei Parteispitzen der Großen Koalition habe für "breites Unveständnis" in der Bevölkerung gesorgt, so Nahles in Würzburg. Daher habe sie Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vorgeschlagen, die "Entscheidung zu überdenken". Es sei "nicht vermittelbar, dass Verfassungsschutz-Präsident Maaßen aufgrund seines Verhaltens abberufen wird - auf der anderen Seite aber im Bundesinnenminister von Horst Seehofer befördert wird", so Nahles. 

+++ 17.30 Uhr: Merkel für Suche nach neuer Lösung im Fall Maaßen +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich für einen neuen Anlauf zur Suche nach einer Lösung im Fall des bisherigen Verfassungsschutz-Chefs Hans-Georg Maaßen ausgesprochen. "Die Bundeskanzlerin findet es richtig und angebracht, die anstehenden Fragen erneut zu bewerten und eine gemeinsame tragfähige Lösung zu finden", erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Merkel stehe dazu mit SPD-Chefin Andrea Nahles und CSU-Chef Horst Seehofer in Kontakt.

+++ 16.29 Uhr: Seehofer schließt neues Gespräch über Maaßen-Deal nicht aus +++

CSU-Chef und Bundesinnenminister Horst Seehofer schließt neue Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und SPD-Chefin Andrea Nahles über die Causa Maaßen nicht aus. "Ich denke, eine erneute Beratung macht dann Sinn, wenn eine konsensuale Lösung möglich ist. Darüber wird jetzt nachgedacht", sagte Seehofer der Deutschen Presse-Agentur. Die drei Parteivorsitzenden hätten auch miteinander am Telefon gesprochen, berichtete er.

+++ 15.55 Uhr: SPD-Chefin Andrea Nahles will Maaßen-Deal neu verhandeln +++

Die Fraktionsvorsitzende und Parteichefin der SPD, Andrea Nahles, will die Einigung in der Causa Maaßen offenbar neu verhandeln. Der "Spiegel" zitiert aus einem Brief, den die Politikerin verfasst haben soll: "Die durchweg negativen Reaktionen aus der Bevölkerung zeigen, dass wir uns geirrt haben. Wir haben Vertrauen verloren statt es wiederherzustellen. Das sollte Anlass für uns gemeinsam sein, innezuhalten und die Verabredung zu überdenken", heiße es darin. Das ZDF berichtet, dass Nahles die Zustimmung zur Beförderung des Verfassungsschutz-Chefs Hans-Georg Maaßen revidieren wolle. Auch der Deutschen Presse-Agentur liege der Brief an vor. Die SPD-Bundestagsfraktion kündigte für 17.30 Uhr in Würzburg ein Statement von Nahles zur aktuellen Lage an.

+++ 15.22 Uhr: May sieht Brexit-Verhandlungen "in einer Sackgasse" +++

Die britische Premierministerin Theresa May sieht die Brexit-Verhandlungen "in einer Sackgasse". Die Absage der EU an den Plan der britischen Regierung zur Ausgestaltung der künftigen Handelsbeziehungen sei "inakzeptabel", sagte May in einer Fernsehansprache in London. Am Donnerstag hatten die EU-Staats- und Regierungschefs in Salzburg die britischen Vorschläge zum Brexit abgelehnt.

+++ 15.06 Uhr: Messerangriff auf Babys in illegaler New Yorker Kita +++

In einer illegalen New Yorker Kindertagesstätte sind drei Säuglinge und zwei Erwachsene durch Messerstiche verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, wurde eine 52-jährige Frau festgenommen, die in der Einrichtung im Stadtteil Queens arbeitete. Sie soll in der Nacht drei Babys, einen anwesenden Vater sowie einen Kollegen angegriffen haben. Ein kleines Mädchen wurde schwer verletzt, keines der Opfer war aber in Lebensgefahr.    

Die Kita wurde vor allem von Kindern aus Familien mit asiatischen Wurzeln besucht. Sie war nicht bei den Sozialbehörden der Stadt registriert, wie ein Polizeisprecher sagte.    

Die Verdächtige wurde nach dem Angriff im Keller der Einrichtung gefunden. Sie hatte sich laut Polizei selbst Schnittwunden an den Handgelenken zugefügt.

+++ 14.59 Uhr: USA wollen Zahl getöteter Taliban nicht mehr veröffentlichen +++

Das US-Militär will künftig die Anzahl getöteter Aufständischer in Afghanistan nicht mehr veröffentlichen. "Wir merken, dass die Anzahl von Angriffen, Toten und Anführern, die vom Schlachtfeld entfernt wurden, für sich selbst nicht entscheidend ist, und wir behaupten auch nicht, dass sie das ist", sagte ein Sprecher des US-Militärs in Afghanistan, David Butler, am Freitag. Man werde daher davon Abstand nehmen, diese Art von Informationen zu veröffentlichen, und dies nur in Ausnahmefällen tun.

In rund 35 Pressemitteilungen seit Januar hatte das US-Militär von rund 2500 toten oder verwundeten Aufständischen berichtet. Diese Zahl stand in starkem Widerspruch zu anderen Informationen über den Bürgerkrieg, die hohen Verluste afghanischer Sicherheitskräfte oder den Verlust an Territorium an die radikalislamischen Taliban. 

+++ 14.48 Uhr: Medien: Erneut Deutscher in der Türkei inhaftiert +++

In der Türkei ist laut einem Medienbericht erneut ein deutscher Staatsbürger inhaftiert worden. Nach Informationen von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" wurde der ehemalige Vorsitzende der Alevitischen Gemeinde Hamburg, Nurali Demir, bei seiner Einreise auf dem Istanbuler Flughafen in Gewahrsam genommen. Die Alevitische Gemeinde Hamburg forderte in einer Erklärung "die sofortige Freilassung" Demirs. 

+++ 14.14 Uhr: Bauern müssen betäubungslose Ferkelkastration zum Jahresende einstellen +++

Die deutschen Landwirte müssen ab Anfang kommenden Jahres die Kastration von Ferkeln ohne Betäubung wohl einstellen. Im Bundesrat scheiterte ein Gesetzentwurf, mit dem der umstrittene Eingriff für eine Übergangszeit weiter ermöglicht werden sollte. Der Bauernverband kritisierte die Entscheidung der Länderkammer, auch Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) zeigte sich enttäuscht. Der Vorstoß Bayerns hatte vorgesehen, die für Ferkel schmerzhafte Kastration noch für einen Zeitraum von fünf Jahren zuzulassen.

Das Tierschutzgesetz lässt die chirurgische Kastration ohne Betäubung bei unter acht Tage alten männlichen Schweinen nur noch bis zum 31. Dezember dieses Jahres zu. Ab 1. Januar 2019 muss ein Verfahren angewandt werden, das Schmerzen wirksam ausschaltet. Sofern das nicht möglich ist, müssen die Tierhalter auf eine chirurgische Kastration verzichten. Die Ferkelkastration wird für notwendig gehalten, da männliche Schweine andernfalls den als unangenehm empfundenen Ebergeruch entwickeln. 

+++ 13.42 Uhr: Von der Leyen besucht Samstag Brandgebiet im Emsland +++

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) besucht am Samstag das niedersächsische Emsland, wo seit Wochen auf einem Testgelände der Bundeswehr ein Moorbrand wütet. Die Ministerin werde unter anderem die Stadt Meppen besuchen, kündigte ihr Sprecher Jens Flosdorff in Berlin an. Er bekräftigte, das Verteidigungsministerium bedaure "außerordentlich", dass durch einen Raketentest der Brand ausgelöst wurde.

+++ 13.27 Uhr: Flüchtlingsabkommen mit Italien noch nicht unterzeichnet +++

Die deutsch-italienische Vereinbarung zur Rücknahme von in Italien registrierten und an der deutsch-österreichischen Grenze aufgegriffenen Asylbewerbern ist noch immer nicht unterzeichnet. Sie gehe aber von einer "hoffentlich baldigen Unterzeichnung" aus, sagte eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums in Berlin. Es stehe noch die Zustimmung des italienischen Außenministeriums aus.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte am Donnerstag vergangener Woche gesagt: "Das Abkommen mit Italien ist auch abgeschlossen. Es fehlen jetzt nur noch die zwei Unterschriften von dem italienischen Kollegen und von mir." Die Unterlagen sollten ausgetauscht werden.

+++ 12.44 Uhr: Großrazzia mit 350 Beamten gegen professionelle Telefonbetrüger +++

Ermittler sind in Bremen und Niedersachsen mit einer Großrazzia gegen eine Bande mutmaßlicher Telefonbetrüger vorgegangen, die auch in organisierten Strukturen sogenannter Clankriminalität agiert haben sollen. Mehr als 350 Beamte von Polizei und Zoll durchsuchten 18 Anschriften und vollstreckten vier Haftbefehle, wie Staatsanwaltschaft und Polizei in Bremen mitteilten. Zudem beschlagnahmten sie Vermögen im Wert von 1,8 Millionen Euro.    

Dazu zählten Immobilien, teure Sportwagen, Goldmünzen und 250.000 Euro Bargeld. Die Ermittlungen richten sich gegen ein Netzwerk um einen 29-Jährigen aus Bremen, der über ein eigenes "Callcenter" in der Türkei Betrugsanrufe bei älteren Menschen in Deutschland organisiert haben soll, bei denen sich Mittäter als Polizisten ausgaben. Dieses sei von "Mitgliedern eines ethnischen Clans" geführt worden. Der Haupttäter gehörte zu den Festgenommenen.    

Die Anrufer gaben sich am Telefon als Polizisten aus und brachten ihre Opfer dazu, ihnen Ersparnisse auszuhändigen, um diese vor dem Zugriff angeblicher Krimineller zu sichern. Auf diese Weise sollen sie zwischen Juli und August 246.000 Euro erbeutet und über eine eigene Transportinfrastruktur weiter in die Türkei gebracht haben. Derartige Betrugstaten häufen sich seit längerer Zeit bundesweit.

+++ 12.32 Uhr: 21.000 Euro Geldstrafe für Schalke 04 +++

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat den FC Schalke 04 wegen unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger mit einer Geldstrafe in Höhe von 21.000 Euro belegt. Wie der Verband mitteilte, wurde der Bundesligist für die Vorfälle beim Pokalspiel in Schweinfurt am 17. August bestraft. Dort waren im Schalker Zuschauerbereich vor und während der Partie pyrotechnische Gegenstände abgebrannt worden. Der Beginn des Spiels hatte sich um fast drei Minuten verzögert. Bis zu 7000 Euro der Geldstrafe kann der Verein für sicherheitstechnische, infrastrukturelle und gewaltpräventive Maßnahmen verwenden.

+++ 12.08 Uhr: Polizei kündigt Beseitigung von Barrikaden im Hambacher Forst an +++

Ungeachtet der ausgesetzten Räumung im Hambacher Forst will der Energiekonzern RWE Barrikaden auf den Waldwegen beseitigen. Die Räumung der besetzten Baumhäuser sei nach dem Unfalltod eines Journalisten zwar weiterhin unterbrochen, in diesem Fall gehe es aber um Rettungswege, teilte die Polizei mit. "Die Notwendigkeit von Rettungswegen hat sich gezeigt. RWE ist rechtlich dazu verpflichtet, diese Wege im Wald frei zu halten."

Notärzte versorgen einen Mann, der von einem Baumhaus im Hambacher Forst gefallen war. Er überlebte nicht.

Die Polizei werde die Arbeiten schützen und auch Menschen von sogenannten Tri- und Monopods "holen müssen". Dabei handelt es sich um Konstruktionen auf Stelen, die die Waldbesetzer in der Vergangenheit immer wieder über Wegen errichtet hatten. RWE ist Besitzer des Hambacher Forstes und will den Wald im Herbst zu einem großen Teil weiter abholzen.

+++ 12.04 Uhr: Mehr als 100 Tote bei Fährunglück auf Victoria-See +++

Nach dem Fährunglück auf dem Victoria-See im Herzen Afrikas ist die Zahl der Toten auf mehr als hundert gestiegen. Das berichtete der staatliche Rundfunksender TBC Taifa unter Berufung auf den tansanischen Polizeichef, Simon Sirro. Zuvor war von 79 Toten die Rede gewesen.

+++ 12.03 Uhr: Feuerwehr will mit 500 Extrakräften Übergreifen von Moorbrand stoppen +++

Mit 500 zusätzlich angeforderten Einsatzkräften will die Feuerwehr im Emsland ein Übergreifen des Moorbrandes auf zivile Flächen außerhalb des betroffenen Bundeswehrgeländes verhindern. Vier Kreisfeuerwehren mit insgesamt 500 Mann seien angefordert worden, sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Hannover.

Die Feuerwehrmänner würden in der Nähe des Bundeswehrgeländes postiert, um sofort reagieren zu können, sollte der Brand auf den zivilen Flächen übergreifen. Weil befürchtet wird, dass ein aufkommender Sturm den Brand frisch anfachen könnte, hatte der Landkreis Emsland am Freitagmorgen den Katastrophenfall ausgerufen.

Insgesamt sind nach Angaben des Innenministeriums derzeit 782 Kräfte auf dem Bundeswehrgelände mit einem großen Löscheinsatz beschäftigt. Der großflächige Moorbrand war vor mehr als zwei Wochen infolge von Raketentests der Bundeswehr ausgebrochen.

Rauchwolken steigen beim Moorbrand auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle 91 (WTD 91) in Meppen auf. Auf einem Testgelände der Bundeswehr stehen seit etwa zwei Wochen riesige Flächen Moorland in Brand.

+++ 11.53 Uhr: Länder wollen Ausweiskontrolle vor Besteigen von Flugzeugen +++

Ausweiskontrollen vor dem Besteigen eines Flugzeugs sollen nach dem Willen der Bundesländer verpflichtend werden. Einen entsprechenden Vorschlag nahm der Bundesrat am Freitag an. Hintergrund ist Sorge um die Luftsicherheit: Ohne Kontrolle könnten Kriminelle oder Terroristen mit falscher Identität an Bord gelangen, so die Befürchtung. Mit dem Gesetzentwurf aus Niedersachsen muss sich nun der Bundestag befassen. In anderen europäischen Ländern wie Frankreich, Belgien oder Spanien sind Fluggesellschaften schon verpflichtet, die Identität eines Fluggastes durch Abgleich von Ausweis und Buchungsdaten sicherzustellen. 

Der Flughafenverband ADV lehnte die Pläne ab. "Das Vorhaben wird in der Praxis gar nicht umsetzbar sein", erklärte Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel. "Eine wirkliche Identitätskontrolle, also ein biometrischer Abgleich des Reisenden mit seinem Ausweis und seiner Bordkarte, ist eine hoheitliche Aufgabe und müsste von einem Polizeibeamten, nicht von Mitarbeitern von Airlines oder Flughäfen, wahrgenommen werden." Identitätskontrollen würden nur Passagiere belasten, argumentierte Beisel. Zudem gebe es bereits Luftsicherheitskontrollen für Reisende und Gepäck.

+++ 11.24 Uhr: Manuel S. bleibt auf freiem Fuß - "kein dringender Tatverdacht" +++

Der tatverdächtige Manuel S. ist nach seinen Vernehmungen und seinem Geständnis, dass er die Leiche von Peggy in ein Waldstück verbracht habe, wieder auf freiem Fuß. Es bestehe "kein dringender Tatverdacht", so die Behörden auf der Pressekonferenz.

+++ 11.20 Uhr: Manuel S. nannte Person, die ihm Leiche übergeben haben soll +++

Der Mann habe in den Vernehmungen auch die Person namentlich genannt, die ihm die Leiche übergeben haben soll. Zu dessen Identität, oder ob dieser Mann bereits einmal im Visier der Ermittler war, dazu wollen sich die Behörden aber nicht weiter äußern. Dies sei "kontraproduktiv". Er werde allerdings aktuell nur gegen einen Mann ermittelt, nämlich Manuel S und das wegen des Verdachts auf Mord.

Video: Ermittler sprechen von Durchbruch im Fall Peggy

+++ 11.15 Uhr: Tatverdächtiger: Mann übergab mir Leiche, ich fuhr sie in den Wald +++

Laut der aktuell laufenden Pressekonferenz soll der geständige 41-Jährige ausgesagt haben, ihm sei die Leiche von Peggy damals von einem Mann übergeben worden. Anschließend habe er noch versucht, sie wiederzubeleben. Dann habe er die Leiche in eine rote Decke eingewickelt und in ein Waldstück gefahren. Wenige Tage später habe er bei sich Zuhause den Ranzen und die Jacke des Mädchens verbrannt.

+++ 11 Uhr: Mann legt Geständnis im Fall Peggy ab +++

Der 41-jährige im Mordfall Peggy Tatverdächtige Manuel S. hat gegenüber der Polizei gestanden, die Leiche des Mädchens damals in ein Waldstück gebracht zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft auf einer Pressekonferenz mit. Die Polizei hatte in der vergangenen Woche Grundstücke von Manuel S. durchsucht. Umgebracht haben will er das Mädchen aber nicht.

+++ 10.41 Uhr: Messerattacke nach Beschwerde über zu laute Musik +++

Nach einer Beschwerde über zu laute Musik hat in Berlin ein Mann seinen Nachbarn mit einem Messer attackiert. Am Donnerstagabend klingelte ein 54-Jähriger bei seinem 61 Jahre alten Nachbarn, um ihn zu bitten, die Musik leiser zu machen, wie die Polizei mitteilte. Der 61-Jährige soll ihn demnach sofort mit Reizgas besprüht, geschlagen und mit einem Messer angegriffen haben. Der 54-Jährige floh laut Polizei in die Wohnung einer anderen Nachbarin und alarmierte die Polizei. Polizeibeamte nahmen den 61-Jährigen vorläufig fest. Er kam aber kurz darauf wieder auf freien Fuß. Der 54-Jährige wurde bei der Messerattacke leicht verletzt und musste nur ambulant im Krankenhaus behandelt werden.

+++ 10.33 Uhr: Moorbrand: Katastrophenfall ausgerufen - Evakuierung möglich +++

Wegen des Moorbrandes auf einem Bundeswehr-Testgelände in Niedersachsen hat der Landkreis Emsland am Freitag den Katastrophenfall ausgerufen. Eine Evakuierung der Gemeinden Groß Stavern und Klein Stavern könne nicht mehr ausgeschlossen werden, teilte Landrat Reinhard Winter mit.

+++ 9.58 Uhr: Mindestens zehn Tote bei Busunglück in Südafrika +++

Bei einem Busunglück in Südafrika sind mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 30 Insassen wurden verletzt, fünf davon schwer, wie der private Rettungsdienst ER24 am Freitag erklärte. Der Bus hatte sich aus bislang ungeklärter Ursache auf der Autobahn in der Nähe der nordöstlichen Stadt Polokwane überschlagen und kam auf der Seite zum Liegen. "Retter fanden zahlreiche Menschen verstreut um den Bus liegen", erklärten die Ersthelfer. Zehn Menschen waren beim Eintreffen der Rettungswagen demnach bereits ihren schweren Verletzungen erlegen.

+++ 9.44 Uhr: Zahl der Toten bei Fährunglück auf Victoria-See auf 79 gestiegen +++

Nach dem Fährunglück auf dem Victoria-See im Herzen Afrikas hat sich die Zahl der Toten fast verdoppelt. Wie der Gouverneur der Region Mwanza in Tansania, John Mongella, am Freitag im tansanischen Staatsfernsehen sagte, erhöhte sich die Zahl der Opfer von 44 auf 79. Die Zahl der Geretteten liegt weiter bei 37.

+++ 9.14 Uhr: Großrazzia gegen organisierte Kriminalität in Bremen +++

Bei einer Großrazzia gegen das organisierte Verbrechen haben mehr als 350 Polizisten in Bremen mehrere Gebäude durchsucht. Auch Spezialkräfte waren im Einsatz, wie eine Polizeisprecherin sagte. Zu Einzelheiten des Einsatzes wollte die Polizei sich im Laufe des Vormittags äußern.

+++ 8.48 Uhr: Grünen könnten in Bayern zweitstärkste Kraft werden +++

Dem ZDF-Politbarometer zufolge muss die CSU bei der Landtagswahl in Bayern mit herben Verlusten rechnen, während die Grünen hoffen können, zweitstärkste Kraft zu werden. Wenn schon am nächsten Sonntag gewählt würde, ergäben sich demnach die folgenden Projektionswerte für die Parteien: Die CSU käme zurzeit auf 35 Prozent, die SPD auf 13 Prozent, die Freien Wähler auf elf Prozent, die Grünen auf 18 Prozent, die FDP auf fünf Prozent, die Linke auf vier Prozent und die AfD auf zehn Prozent. Damit hätte praktisch nur eine Regierung aus CSU und Grünen bzw. aus CSU und SPD eine Mehrheit.

+++ 8.43 Uhr: RWE hält an Rodung in Hambach fest - Verzicht würde Milliarden kosten +++

Der Essener Energiekonzern RWE hält trotz des tragischen Todesfalls am Hambacher Forst an der geplanten Rodung fest. Ein kurzfristiger Verzicht auf die Rodung des Waldes würde das Unternehmen vier bis fünf Milliarden Euro kosten, sagte RWE-Chef Rolf Martin Schmitz in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner". "Die Annahme, dass der Forst gerettet werden kann, das ist Illusion", sagte Schmitz. Er sei tief betroffen, dass für eine solche Illusion, für ein solches Symbol ein Mensch gestorben sei. Ein 27 Jahre alter Journalist aus Leverkusen war am Mittwoch durch die Bretter einer Hängebrücke zwischen zwei Baumhäusern gebrochen und 15 Meter tief gestürzt. Die Staatsanwaltschaft geht von einem Unfall aus. 

+++ 8.30 Uhr: 14 Menschen sterben bei Busunfall in Afghanistan +++

Bei einem Busunfall in der afghanischen Provinz Farah sind mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen. Weitere 29 Personen seien verletzt worden, sagte ein Sprecher des Polizeichefs, Mohibullah Mohib. Unter den Toten seien Frauen und Kinder, sagte Mohib. Unfallursache sei überhöhte Geschwindigkeit des Busses gewesen. Er geriet ins Schleudern und kollidierte mit einem Lastwagen.

+++ 8.28 Uhr: Toter 15-Jähriger zwischen Heuballen - Handy gefunden +++ 

Nach dem Fund eines toten 15-Jährigen zwischen mächtigen Heuballen in Rheinland-Pfalz hat die Polizei das Handy des Jungen entdeckt. Zum genauen Fundort des Mobiltelefons machte ein Polizeisprecher  keine weiteren Angaben. Der tragische Fall des monatelang vermissten Jugendlichen sei jedoch damit abgeschlossen.  

Der 15-Jährige hatte im April abends sein Elternhaus bei Unnau im Westerwald verlassen, um sein Handy zu suchen. Eine großangelegte Fahndung blieb lange erfolglos. Erst rund fünf Monate später fand ein Bauer kürzlich die Leiche - zwischen den aufgestapelten Heuballen eingeklemmt. Die Polizei vermutet, dass der 15-Jährige von den bis zu 1000 Kilogramm schweren Ballen abgerutscht war und sich nicht mehr befreien konnte.

+++ 8.16 Uhr: Bund will fünf Milliarden Euro für sozialen Wohnungsbau geben +++

Der Bund will in dieser Legislaturperiode fünf Milliarden Euro für den sozialen Wohnungsbau bereitstellen. Das kündigte Justizministerin Katarina Barley (SPD) vor dem Wohngipfel im Kanzleramt in einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk an. Die Bundesregierung wolle das Grundgesetz ändern, so dass "der Bund dauerhaft sich möglichst an dem sozialen Wohnungsbau beteiligt, der eigentlich eben Sache der Länder ist", sagte die Ministerin.

+++ 7.52 Uhr: Gemälde von erschossenem Kriminellen in Berlin übermalt +++ 

Das heroische Wandgemälde des in Berlin erschossenen kriminellen Clanmitglieds Nidal R. ist übermalt worden. Zwei Maler übertünchten das Graffiti im Stadtteil Neukölln am frühen Freitagmorgen im Beisein von Polizisten und des stellvertretenden Bezirksbürgermeisters Falko Liecke (CDU). "Das Bild ist Geschichte", sagte Liecke der Deutschen Presse-Agentur. Er wertete das Übermalen des Graffitis als klare Ansage an kriminelle Banden in Berlin. Damit soll eine weitere Stilisierung des Verbrechers verhindert werden. Die Wand solle nun von Kindern aus einer Neuköllner Jugendeinrichtung neu gestaltet werden.

Nidal R. war am Nachmittag des 9. September am Rand des Tempelhofer Feldes niedergeschossen worden. Er starb später im Krankenhaus. Auf den 36-Jährigen wurden acht Schüsse abgefeuert, mehrere Männer waren an der Tat beteiligt. Die Polizei konnte bislang keinen Verdächtigen fassen. Wegen des Wandgemäldes hatte die Polizei Ermittlungen wegen Sachbeschädigung eingeleitet.

+++ 7.33 Uhr: Vietnams Präsident Quang gestorben +++

Vietnams Präsident Tran Dai Quang ist tot. Er sei nach schwerer Krankheit in einem Militärkrankenhaus gestorben, teilte die vietnamesische Regierung am Freitag mit. Weitere Details nannte sie zunächst nicht. Es hatte seit Längerem Gerüchte über den schlechten Gesundheitszustand des 1956 geborenen Politikers gegeben. Eine einmonatige Abwesenheit im August 2017 hatte diese Spekulation genährt.

+++ 6.40 Uhr: Mehr als 20 Tote und 60 Vermisste nach Erdrutsch auf Philippinen +++

Nach einem großen Erdrutsch auf den Philippinen haben Rettungsmannschaften 22 Tote geborgen. Mindestens 60 Menschen wurden nach offiziellen Angaben noch vermisst, nachdem starke Regenfälle infolge des Taifuns Mangkhut im Dorf Tinaan in der Provinz Cebu, knapp 570 Kilometer südlich von Manila, den Erdrutsch ausgelöst hatten. In anderen Teilen der Philippinen starben bei Überschwemmungen und Erdrutschen mindestens 95 Menschen.

+++ 5.57 Uhr: Fast eine halbe Million Euro für den Filzhut von Indiana Jones +++

Fast eine halbe Million Euro für den Filzhut von Indiana Jones: Bei einer Versteigerung in London hat der Hut des Archäologen und Abenteurers aus dem Streifen "Jäger des verlorenen Schatzes" die Erwartungen übertroffen. Das Auktionshaus Prop Store hatte den Preis auf 320.000 Pfund (360.000 Euro) geschätzt, letztlich erzielte das von Hollywoodstar Harrison Ford getragene und im Inneren signierte Stück 393.600 Pfund (443.000 Euro).

+++ 5.16 Uhr: Europäische Staaten fordern von Israel Verzicht auf Abriss von Beduinendorf +++

Acht europäische Staaten, darunter fünf Mitglieder des UN-Sicherheitsrates, haben Israel zur Abkehr von Plänen zum Abriss eines Beduinendorfs im besetzten Westjordanland aufgefordert. Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Schweden, Belgien, Polen und die Niederlande warnten in einer gemeinsamen Erklärung, der Abriss des Dorfes Chan al-Ahmar "würde die Realisierbarkeit der Zwei-Staaten-Lösung ernsthaft gefährden". "Wir fordern die israelischen Behörden deshalb auf, ihre Entscheidung zu überdenken, Chan al-Ahmar abzureißen", hieß es in der vor einem Treffen des Rates zum Nahen Osten veröffentlichten Erklärung. Das Oberste Gericht Israels hatte Anfang September endgültig grünes Licht für den Abriss des Beduinendorfes gegeben. Chan al-Ahmar, das östlich von Jerusalem in der Nähe israelischer Siedlungen liegt, hat rund 200 Einwohner.

+++ 4.40 Uhr: Mindestens 44 Tote bei Fährunglück auf Victoria-See in Afrika +++

Bei einem Fährunglück auf dem Victoria-See im Herzen Afrikas sind mindestens 44 Menschen ums Leben gekommen. Bislang seien 37 Überlebende gerettet worden, einige seien aber "in sehr schlechtem Zustand", sagte Regionalgouverneur John Mongella. Örtliche Politiker fürchten, dass die Zahl der Toten noch deutlich steigen könne, an Bord seien mehr als hundert Menschen gewesen. Der tansanische Präsidentensprecher Gerson Msigwa sagte im Fernsehen, die Fähre "MV Nyerere" sei im südlichen Teil des Sees gekentert. Die Zahl der Toten stehe bislang bei "über 40". Mongella gab die Zahl der Toten mit 44 an. Die Such- und Rettungsarbeiten seien am Donnerstagabend zunächst unterbrochen worden. Sie sollten am Freitagmorgen fortgesetzt werden.

+++ 4.06 Uhr: Baby und Mann stürzen aus Hochhaus in den Tod +++

Ein und ein erwachsener Mann sind bei Stürzen aus einem Hochhaus in Berlin-Friedrichsfelde ums Leben gekommen. Die Feuerwehr sei am späten Donnerstagabend zu dem Wohnhaus gerufen worden, sagte ein Sprecher. Das etwa neun Monate alte Kind und der Mann seien beim Eintreffen der Einsatzkräfte bereits tot gewesen. Laut Notrufprotokoll der Feuerwehr sollen die beiden nacheinander aus dem siebten Stock gefallen sein. Die Polizei wollte sich zunächst nicht zu dem Fall äußern. Die Staatsanwaltschaft habe die Ermittlungen übernommen, erklärte ein Sprecher. Vor Ort nahm eine Mordkommission die Arbeit auf.

+++ 4.04 Uhr: Expertin plädiert für Schadstoffmessungen in Nähe von Moorbrand +++

Ärzte haben angesichts des Moorbrandes bei Meppen für eine Ausweitung der Schadstoffmessungen in angrenzenden Ortschaften plädiert. "Es wäre aus meiner Sicht wichtig, in Gemeinden nahe dem Brandherd die Schadstoffkonzentration zu messen, um entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zu treffen", sagte die Umweltmedizinerin Barbara Hoffmann der . Ihr seien bisher keine Messungen aus diesen Orten bekannt. Nach Angaben des niedersächsischen Umweltministeriums hat das Feuer auf dem Übungsgelände der Bundeswehr vorübergehend zu höheren Feinstaubwerten etwa in Süd-Oldenburg geführt.

+++ 3.13 Uhr: 34 Tote bei Überschwemmungen in Ghana +++

Bei in Folge schwerer Regenfälle sind im westafrikanischen Ghana mindestens 34 Menschen ums Leben gekommen. Zu den Überschwemmungen im Norden des Landes habe auch Wasser aus den Überlaufkanälen des Bagre-Damms im benachbarten Burkina Faso beigetragen, teilten die Behörden mit. Zudem würden zwei Menschen vermisst. Insgesamt seien mehr als 52.000 Menschen von den Überschwemmungen betroffen. Die Situation sei inzwischen unter Kontrolle.

+++ 2.13 Uhr: Bericht: Zahlreiche Gespräche von Trumps Ex-Anwalt Cohen mit Mueller-Team +++

Der frühere Anwalt von US-Präsident Donald Trump, , hat einem Medienbericht zufolge in den vergangenen Wochen zahlreiche Gespräche mit dem Team vom US-Sonderermittler zur Russlandaffäre, Robert Mueller, geführt. Cohen habe an "zahlreichen Befragungsrunden teilgenommen, die über Stunden andauerten", berichtete der Sender ABC News.

Cohen hatte sich im August im Rahmen einer Abmachung mit der Staatsanwaltschaft zu einem Schuldeingeständnis bereit erklärt: Er räumte ein, Steuerbetrug begangen und gegen Verletzung der Gesetze zur Wahlkampffinanzierung verstoßen zu haben. Eine Kooperation mit den Ermittlern könnte ihm zu einem Strafnachlass verhelfen. 

+++ 1.40 Uhr: Prozess gegen Jan Rouven in Las Vegas zieht sich weiter hin +++

Im Prozess gegen den deutschen Magier Jan Rouven (41) in Las Vegas wegen Besitzes von Kinderpornografie gibt es einen weiteren Aufschub. Die für Ende September geplante Verkündung des Strafmaßes wurde aufgeschoben. Der neue Termin sei auf den 14. November festgesetzt worden, teilte eine Sprecherin der Staatsanwalt der Deutschen Presse-Agentur mit. Dies war der achte Aufschub.

Der Magier, der mit seiner Show "The New Illusions" in Las Vegas Erfolge feierte, war im März 2016 festgenommen worden. Laut Anklage entdeckten Ermittler auf Laptops und anderen Geräten in Rouvens Villa Tausende Videos und Fotos, die unter anderem auch Sex mit Kindern zeigten. Rouven hatte die Vorwürfe zunächst abgestritten, dann aber im Prozessverlauf im November 2016 seine Schuld in mehreren Anklagepunkten eingeräumt. Seine damaligen Anwälte hätten ihm dazu geraten, um im Gegenzug mit einer geringeren Strafe davonzukommen, erklärte Rouven später. Er heuerte neue Anwälte an und beantragte, sein Geständnis zu widerrufen. Diesen Antrag lehnte das Gericht im vorigen Juni ab. Dem gebürtigen Kerpener droht eine lange Haftstrafe.

+++ 1.25 Uhr: US-Medien: Professorin will im Senat zu Vorwürfen gegen Kavanaugh aussagen +++

Nach dem Vorwurf der versuchten Vergewaltigung gegen den US-Supreme Court-Kandidaten Brett Kavanaugh will das mutmaßliche Opfer Medienberichten zufolge kommende Woche im Senat aussagen. Das für Montag festgelegte Datum sei aber nicht zu halten, berichteten die "Washington Post" und die "New York Times". Die Frau sei zur Aussage vor dem Ausschuss bereit, allerdings unter der Voraussetzung, dass "wir uns auf faire Bedingungen einigen können", heißt es demnach. Die 51-jährige Hochschullehrerin bezichtigt Kavanaugh der versuchten Vergewaltigung bei einer Teenager-Party vor 36 Jahren.

+++ 1.10 Uhr: Hip-Hop-Produzent Suge Knight umgeht Mordprozess - lange Haftstrafe droht +++

Der amerikanische Hip-Hop-Produzent Suge Knight kommt um einen Mordprozess herum, doch dem Rap-Mogul droht eine lange Haftstrafe. Nach Mitteilung der Staatsanwaltschaft in Los Angeles hat sich der 53-jährige Produzent mit der Anklage auf einen Deal geeinigt. Damit räumt er quasi seine Schuld wegen Totschlags bei einem Vorfall im Januar 2015 ein. Im Gegenzug soll Knight eine Haftstrafe von 28 Jahren erhalten. Im Falle eines Prozesses mit einem Schuldspruch hätte ihm eine lebenslange Strafe gedroht. Das Strafmaß soll am 4. Oktober bekanntgegeben werden.

Knight war im Januar 2015 festgenommen worden. Er soll bei Los Angeles nach einem Streit mit seinem Truck zwei Männer auf einem Parkplatz überfahren haben und dann geflüchtet sein. Ein 55-Jähriger starb bei dem Vorfall. Der Musiker bestritt anfang

+++ 0.18 Uhr: Zahl der Krankschreibungen hat deutlich zugenommen +++

Die Zahl der Tage mit Arbeitsunfähigkeit nach Krankschreibungen in deutschen Unternehmen und Behörden ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. In den neun Jahren zwischen 2008 und 2016 betrage die Zunahme mehr als 60 Prozent auf fast 560 Millionen, wie aus einer Regierungsantwort auf eine Anfrage der Linksfraktion hervorgeht, die der "Rheinischen Post" vorliegt.

+++ 0.07 Uhr: Nigeria stellt veruntreute Millionenbeträge sicher +++

Die Polizei im westafrikanischen Nigeria hat veruntreute Staatsgelder in dreistelliger Millionenhöhe sichergestellt. Insgesamt seien 470,5 Millionen Dollar (rund 402 Millionen Euro) aus diversen bei verschiedenen Privatbanken beschlagnahmt worden, sagte PolizeisprecherJimoh Moshood in Lagos. Die Gelder seien bei Nigerias staatlicher Erdölgesellschaft abgezweigt worden. Ob es eventuelle Festnahme im Zusammenhang mit dieser Aktion gab, sagte Moshood nicht. 

fs