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+++ Ticker +++

News des Tages: Mann in Autowaschanlage von Bürste eingeklemmt

Haftstrafen nach Gruppenvergewaltigung einer 14-Jährigen +++ Hundebesitzerin beißt Schäferhund +++ Kim Wall beigesetzt +++ Palästinenser feiern Länderspiel-Absage +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Nachrichten aus Deutschland: Bild eines Rettungswagens

Rettungskräfte brachten einen Mann in ein Kraankenhaus, nachdem der aus einer Autowaschanlage befreit wurde (Symbolbild). 

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Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Mann in Bochum in Autowaschanlage eingeklemmt  (17.54 Uhr)
  • Hundebesitzerin beißt eigenen Schäferhund (14.52 Uhr)
  • 400 Menschen stürmen Grenzzaun zu Ceuta (12.08 Uhr)
  • Palästinenser loben Argentinien für Spielabsage (10.42 Uhr)
  • Europapark-Feuer wohl durch technischen Defekt (10.38 Uhr)
  • Regionalbahn rast in Schafherde - 40 Tiere tot (7.58 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:    

+++ 22.08 Uhr: Fünf Polizisten sterben bei mutmaßlichem Al-Shabaab-Anschlag in Kenia +++

Bei einem mutmaßlichen Anschlag der Terrorgruppe Al-Shabaab in Kenia sind fünf Polizisten getötet worden. Ihr Fahrzeug sei nahe Liboi im Osten des Landes, nur wenige Kilometer von der somalischen Grenze entfernt, über einen Sprengsatz gefahren, sagte der stellvertretende Sicherheitschef in der Region Harun Kamau. Drei weitere Beamte seien verletzt worden. "Wir vermuten, dass der Sprengsatz von Al-Shabaab gelegt wurde, und wir
haben mehr Polizisten in die Gegend geschickt", sagte er. Die mit Al-Kaida verbundenen sunnitischen Fundamentalisten kämpfen in Somalia seit Jahren für die Errichtung eines sogenannten Gottesstaats. Unter anderem Kenia unterstützt die somalischen Streitkräfte im Kampf gegen die Gruppe. Al-Shabaab verübt daher immer wieder Anschläge in Kenia, vor allem in den Regionen nahe der Grenze. bei dem bislang tödlichsten Anschlag auf die Garissa-Universität 2015 starben 148 Menschen.

+++ 21.45 Uhr: Facebook will neue Nachrichtensendungen mit großen US-Medien anbieten +++

Facebook will künftig mehrere neu entwickelte Nachrichtensendungen in Zusammenarbeit mit großen US-Medienunternehmen in seinem sozialen Netzwerk anbieten. Insgesamt acht Exklusiv-Sendungen unter anderem von CNN, ABC und Fox News sollen kostenlos über die Videoplattform Facebook Watch abrufbar sein, wie der Konzern bekannt gab. Facebook geht es nach eigenen Angaben darum, seinen Nutzern "vertrauenswürdige" Informationen anzubieten. Die Programme werden alle von Facebook finanziert, wie der Konzern der Nachrichtenagentur AFP bestätigte. Vier Sendungen sollen täglich veröffentlicht werden und sich mit aktuellen Themen befassen. Eine von dem bekannten CNN-Moderator Anderson Cooper präsentierte Nachrichtensendung werde live übertragen, hieß es. Zudem soll das Medienunternehmen Univision ein Programm auf Spanisch produzieren. Vier weitere Sendungen sollen laut Facebook eher im Magazinformat gestaltet werden

+++ 20.54 Uhr: Trump erlässt Strafe für seit mehr als 20 Jahren einsitzende Drogendealerin +++

US-Präsident Donald Trump hat einer 63-jährigen Frau Straferlass gewährt, die seit mehr als zwei Jahrzehnten wegen eines gewaltlosen Drogendelikts im Gefängnis einsitzt und für die sich der Reality-Star Kim Kardashian eingesetzt hatte. Zur Begründung erklärte das Weiße Haus, Alice Marie Johnson habe "Verantwortung für ihr früheres Verhalten" übernommen und sei ein vorbildlicher Häftling. Sie habe "hart daran gearbeitet, sich im Gefängnis zu rehabilitieren". 

+++ 19.34 Uhr:  Abgeordnete sprechen neuer Regierung in Italien das Vertrauen aus +++

Die letzte Hürde für die neue europakritische Regierung in Italien ist genommen. Das Abgeordnetenhaus sprach der Koalition aus Fünf-Sterne-Bewegung und rechtspopulistischer Lega in Rom das Vertrauen aus. 350 der Parlamentarier stimmten für die populistische Allianz, 236 dagegen, 35 enthielten sich. Die Regierung unter Führung des parteilosen Juristen Giuseppe Conte war am Freitag vereidigt worden, nachdem die Parteien wochenlang um eine Einigung gerungen hatten. Der Senat hatte dem Kabinett bereits am Dienstag das Vertrauen ausgesprochen.

+++ 19.24 Uhr: Rätsel um Jogger im Koma - Polizei sucht erneut mit Fotos +++

Ein unbekannter Mann im Koma gibt der Polizei in Berlin seit mehr als zwei Monaten Rätsel auf. Nochmals veröffentlichten die Ermittler der Vermisstenstelle deshalb Fotos des Mannes und auch der beiden Schlüssel, die er bei sich hatte.

Der Mann war am 13. März beim Joggen im Volkspark Wilmersdorf zusammengebrochen und dabei so schwer gestürzt, dass er ins Koma fiel, wie die Polizei mitteilte. Er ist bis heute nicht aus der Bewusstlosigkeit erwacht. Bisher haben sich weder Angehörige noch Freunde bei der Vermisstenstelle gemeldet. Auch ein DNA-Abgleich brachte keine Klärung, wer der Mann sein könnte. Zuvor hatte es die Polizei bereits mit Fingerabdrücken probiert - vergeblich. Die Polizei schätzt, dass der unbekannte Mann zwischen 60 und 70 Jahre alt ist.

+++ 18.33 Uhr: US-Botschafter offenbar unglücklich über Interview-Folgen +++

Nach teils harscher Kritik in Deutschland hat sich der neue US-Botschafter Richard Grenell um Entspannung bemüht. Er habe sich unglücklich über die Reaktionen gezeigt, die sein Interview ausgelöst habe, verlautete nach einem Treffen Grenells mit dem Staatssekretär im Auswärtigen Amt, Andres Michaelis, aus deutschen Regierungskreisen. Er wolle "nicht als Parteigänger rechtsgerichteter Kräfte in Deutschland wahrgenommen werden". Grenell wolle auch atmosphärisch dafür sorgen, dass "eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den deutschen Partnern" möglich werde.

Ein Interview mit der konservativen Plattform Breitbart London war so verstanden worden, dass sich Grenell für Bewegungen und Personen einsetzt, die den Kurs von US-Präsident Donald Trump teilen. Schon zuvor hatte er deutsche Unternehmen aufgefordert, nach dem US-Ausstieg aus dem Atomabkommen auf weitere Geschäfte im Iran zu verzichten. 

+++ 17.54 Uhr: Mann in Bochum in Autowaschanlage von Bürste eingeklemmt +++

Ein in einer Autowaschanlage eingeklemmter Mann hat in Bochum einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Der Mann lief aus zunächst unbekannter Ursache in die Waschhalle einer Tankstelle und wurde dort mit beiden Füßen von einer Bürstenrolle eingeklemmt, wie die Feuerwehr mitteilte. Die alarmierten Rettungskräfte mussten zuerst ein Auto aus der Waschanlage schieben und dann die Bürstenrolle mit Werkzeug und einer Brechstange demontieren. Der Mann wurde derweil von einem Notarzt und dem Rettungsdienst versorgt. Nach rund zehn Minuten konnte er befreit und in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Feuerwehr war mit 26 Einsatzkräften vor Ort.

+++ 17.47 Uhr: Tote Hosen bitten um Vergebung für Freibadeinbruch +++

Die Toten Hosen haben für ihren nächtlichen Freibadbesuch in Dresden um Vergebung gebeten und wollen dem Bad 5000 Euro spenden. "Wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen und werden uns bemühen, die Öffnungszeiten einzuhalten. Campino und Die Toten Hosen", endet das Schreiben an die Dresdner Bäder GmbH, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Man habe sich ja eigentlich fest vorgenommen, die Öffnungszeiten einzuhalten, schreibt die Band weiter. Nach dem Auftritt im Fußballstadion am Samstag sei das benachbarte Freibad aber bereits geschlossen gewesen, und der Tourplan habe es nicht zugelassen, zu warten, bis es wieder öffnet. Die Bäder GmbH deutete an, die Sache damit auf sich beruhen lassen zu wollen.

+++ 17.34 Uhr: Rauchwolken über Londoner Hotel - Großeinsatz der Feuerwehr +++

Die Londoner Feuerwehr ist zu einem Großeinsatz in der Innenstadt ausgerückt. 120 Feuerwehrleute und 15 Löschfahrzeuge seien bei einem Brand in der William Street im Stadtteil Knightsbridge im Einsatz, teilte die London Fire Brigade mit. Auf Fernsehbildern waren dicke Rauchschwaden zu sehen. Der Feuerwehr zufolge ist ein zwölfstöckiges Hotel von dem Brand betroffen. Die Ursache für das Feuer ist noch nicht bekannt.

+++ 17.30 Uhr: Kleines Mädchen mit Messer getötet - Vater muss lebenslang in Haft +++

Wegen der Tötung seiner kleinen Tochter hat das Landgericht Hamburg einen 34-Jährigen zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilt. Die Große Strafkammer stellte zugleich die besondere Schwere der Schuld fest. "Es war ein Rachemord", sagte der Vorsitzende Richter Stephan Sommer. Der Pakistaner habe seiner zweijährigen Tochter Ayesha aus einer Mischung aus Wut und Rache mit einem Messer fast den Kopf abgetrennt. Gleichzeitig habe er mit der Tat am 23. Oktober 2017 seine ebenfalls pakistanische Frau bestrafen wollen.

Die Kammer entsprach mit dem Urteil der Forderung der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte beantragt, ihren Mandanten wegen Totschlags bei verminderter Schuldfähigkeit zu sieben Jahren Haft zu verurteilen. Bereits zum Prozessauftakt hatte der 34-Jährige die Tat gestanden. Sein Anwalt kündigte an, dass die Verteidigung sehr wahrscheinlich in Revision gehen werde.

+++ 17.04 Uhr: Geblitzte Autofahrer erhalten wegen falscher Tempo-Schilder Geld zurück +++

Wegen einer falsch ausgeschilderten Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Autobahn 2 im Ruhrgebiet bekommen Tausende geblitzte Autofahrer Geld zurück - insgesamt über 60.000 Euro. Auch Punkte sollten gelöscht und sogar verhängte Fahrverbote aufgehoben werden, sagte ein Mitarbeiter des zuständigen Kreises Recklinghausen. Wie zunächst die Autobahnpolizei Münster mitgeteilt hatte, war den Behörden aus unbekannten Gründen ein Fehler unterlaufen: Statt, wie angeordnet, eine Baustelle bei Recklinghausen in Fahrtrichtung Oberhausen mit einer Höchstgeschwindigkeit von 80 Stundenkilometern zu belegen, waren Geschwindigkeitsbegrenzungen mit Tempo 60 ausgeschildert worden. An diesem Wert orientierten sich zwischen Dezember 2017 und März 2018 auch Radarmessungen der Polizei.

+++ 16.12 Uhr: Haftstrafen nach Gruppenvergewaltigung einer 14-Jährigen in Hamburg +++

Im Revisionsprozess wegen der Gruppenvergewaltigung eines 14-jährigen Mädchens im Hamburger Stadtteil Harburg sind drei der fünf Angeklagten zu Freiheitsstrafen verurteilt worden. Das Landgericht hatte die Angeklagten bereits im Oktober 2016 zu Haftstrafen verurteilt, vier davon jedoch auf Bewährung. Die Richter sprachen ihnen heute zwischen viereinhalb Jahren und zwei Jahren und neun Monaten Haft zu. Die drei Jugendlichen, die zum Tatzeitpunkt zwischen 14 und 17 Jahre alt waren, sowie ein 21-Jähriger hatten das Mädchen am 11. Februar 2016 auf einer Geburtstagsfeier zuerst betrunken gemacht und dann gemeinsam mit besonderer Brutalität vergewaltigt. Anschließend legten sie die 14-Jährige bei Temperaturen um den Gefrierpunkt nur mit Unterwäsche bekleidet im Hinterhof ab.

Der einzige erwachsene Angeklagte, ein damals 21-jähriger Serbe, hatte im ersten Verfahren eine Freiheitsstrafe von vier Jahren erhalten. Er wurde nun zu vier Jahren und sechs Monate verurteilt. Eine mitangeklagte, zum Tatzeitpunkt 15-Jährige Deutsche filmte das Tatgeschehen mit ihrem Handy. Sie wurde - ebenso wie ein damals 16-Jähriger - zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Bei den männlichen Jugendlichen handelte es sich um zwei Deutsche und einen Serben.

+++ 16.04 Uhr: Indische Polizistin stillt ausgesetztes Baby +++

Eine Polizistin in Südindien hat sich eines ausgesetzten Babys erbarmt und es gestillt. Der kleine Junge sei sehr schwach gewesen und habe kein Lebenszeichen mehr gezeigt, sagte die Polizistin Archana Shivanandiyya der Deutschen Presse-Agentur. "Da konnte ich meinen Mutterinstinkt nicht unterdrücken", berichtete die 31-Jährige, die erst vor Kurzem ein Kind zur Welt gebracht hatte.

Shivanandiyya und ihre Kollegen hatten das Baby am 1. Juni in einer Plastiktüte nahe einer Baustelle im Süden der Hightech-Metropole Bangalore gefunden. Die Beamten brachten den Säugling, dessen Nabelschnur noch nicht abgetrennt gewesen sei, zunächst in ein Krankenhaus und danach auf die Wache. "Die Milch war ein Elixier, das das Baby gerettet hat", sagte ein Mitarbeiter Shivanandiyyas. Der kleine Junge habe angefangen zu treten und laut zu schreien. Alle Kollegen auf der Polizeiwache hätten gejubelt. Das Baby bekam den Namen Kumaraswamy - nach dem Regierungschef des Bundesstaates Karnataka - und wurde zunächst in einem Kinderheim untergebracht. 

+++ 16.01 Uhr: Adelsbrüder streiten sich um Parkplätze +++

Ein Schloss, zwei blaublütige Brüder und eine Frage, die sie spaltet - darf der eine Bruder im Innenhof des gemeinsamen Schlosses parken? Das Oberlandesgericht in München hat geurteilt: Er darf. Vor zwölf Jahren hatte der ältere Bruder dem jüngeren einen Teil des Schlosses Ering in dem gleichnamigen bayerischen Ort an der Grenze zu Österreich verkauft: ein Quergebäude, das die beiden Höfe des Schlosses voneinander trennt. Er gestatte aber seinem kleinen Bruder und dessen Familie nicht, auch in den Höfen zu parken. Die wiederum klagten dagegen. Das Parken sei durch das Mitnutzungsrecht der beiden Innenhöfe im Kaufvertrag abgedeckt, argumentierten die Kläger vor dem Oberlandesgericht. Das gab ihnen recht.

Vor dem Urteil hatte die Richterin den aus einem alten Adelsgeschlecht stammenden Geschwistern die Möglichkeit gegeben, sich außergerichtlich zu einigen - vergeblich. Schon in einem ersten Verfahren vor dem Landgericht in Landshut war dies gescheitert. Dort waren weitere Streitigkeiten - wie die Gestaltung des Rosengartens und des Schwimmbads - geklärt worden. Den Anspruch auf das Parken bekamen die Kläger damals allerdings nicht zugesprochen und gingen in Berufung.

+++ 15.59 Uhr: Leiche nahe Wiesbaden gefunden - Ist es die vermisste 14-Jährige?+++

Am Nachmittag ist in Wiesbaden an der B455 eine Leiche gefunden worden. Laut dem "Wiesbadener Kurier" handelt es sich dabei um die vermisste 14-jährige Susanna Maria Feldmann aus Mainz. Eine offizielle Bestätigung durch die Staatsanwaltschaft gibt es noch nicht. Der "Bild"-Zeitung bestätigte die Staatsanwaltschaft lediglich den Fund einer Leiche. Dem Blatt zufolge war sie mit Reisig zugedeckt. Am 22. Mai war die 14-jährige Susanna Maria Feldmann nicht nach Hause zurückgekehrt. Zuletzt war sie am Abend in der Wiesbadener Innenstadt unterwegs gewesen.

Die Wiesbadener Polizei hatte am Vormittag die Suchmaßnahmen nach Susanna Maria Feldmann intensiviert. Eine Hundertschaft durchkämmte Bereiche in Wiesbaden-Erbenheim; auch ein Steinbruchgelände wurde einbezogen. "Bei den Ermittlungen wurden auch Vernehmungen durchgeführt, aufgrund derer eine Gewalttat zum Nachteil der 14-jährigen Vermissten nicht auszuschließen ist", hatten Staatsanwaltschaft und Polizei in einer Pressemitteilung geschrieben. Demnach hätten sich Hinweise auf einen 20-jährigen Tatverdächtigen aus dem Irak, der möglicherweise im Zusammenhang mit dem Verschwinden der Vermissten stehen könnte, verdichtet.

+++ 14.52 Uhr: Hundebesitzerin beißt eigenen Schäferhund +++

Eine Hundebesitzerin hat ihren eigenen Schäferhund gebissen, damit er von einem anderen Hund ablässt. Die Frau biss dem Tier bei dem Vorfall am Montagabend in Rheinau in Baden-Württemberg ins Ohr und in die Nase, wie die Polizei in Offenburg heute mitteilte. Der Schäferhund hatte zuvor einen Mischlingshund gebissen und nicht mehr losgelassen.

Nach den Ermittlungen der Polizei badete der Schäferhund eines Paares ohne Leine in einem Bach, als eine Spaziergängerin mit ihrem Hund vorbeikam. Der Schäferhund griff den angeleinten Mischlingshund an. Bei dem Kampf verletzten sich die drei Hundebesitzer und der angegriffene Hund. Die Polizei nahm Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung und Verstoßes gegen die Leinenpflicht auf.

+++ 14.33 Uhr: 15-jähriger Berliner Schüler wegen Mordes an Mitschülerin angeklagt +++

Rund drei Monate nach dem gewaltsamen Tod einer 14-Jährigen in Berlin hat die Staatsanwaltschaft Mordanklage gegen den nur ein Jahr älteren mutmaßlichen Täter erhoben. Der Mitschüler der Jugendlichen habe diese nach einem vorab gefassten Tatplan "mit einer Vielzahl von Messerstichen" getötet, erklärte die Behörde. Sie erhob Mordanklage vor der Jugendkammer des Berliner Landgerichts.

+++ 14.09 Uhr: Katar will Nato-Mitglied werden +++

Das Golfemirat Katar strebt eine Mitgliedschaft im nordatlantischen Verteidigungsbündnis Nato an. Katar sei bereits "ein wichtiger Verbündeter" der Nato und wolle auf lange Sicht vollständiges Mitglied werden, sagte Verteidigungsminister Chaled bin Muhammad al-Attijah in einem am Dienstag verbreiteten Interview mit dem Magazin seines Ministeriums. Die Nato erteilte den Ambitionen des Golfstaats allerdings umgehend eine Absage.

+++ 13.52 Uhr: Prozess wegen antisemitischen Angriffs mit Gürtel in Berlin am 19. Juli +++

Nach dem antisemitischen Übergriff auf zwei Männer mit Kippas in Berlin beginnt am 19. Juni der Strafprozess gegen den 19-jährigen mutmaßlichen Haupttäter. Dieser müsse sich wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung vor dem Amtsgericht verantworten, teilte die Gerichtspressestelle am Mittwoch mit. Es seien acht Zeugen geladen, das Verfahren könne noch am selben Tag mit einem Urteil enden.

+++ 13.27 Uhr: Schleswig-Holsteins Feuerwehr stoppt Gesinnungstest +++

Lieber Diktatur oder lieber Demokratie? Mit einer Online-Befragung hat Schleswig-Holsteins Landesfeuerwehrverband unter seinen Mitgliedern und in der Politik Empörung ausgelöst. Nach Intervention des schleswig-holsteinischen Innenministers Hans-Joachim Grote (CDU) stoppte Landesbrandmeister Frank Homrich einen umstrittenen Teil der Umfrage zur Gesinnung der Feuerwehrleute.

Neben Fragen zur Stimmung in den Feuerwehren und der Arbeitsbelastung sollten die Helfer bewerten, ob "unter bestimmten Umständen eine Diktatur die bessere Staatsform" wäre oder ob sie der These "Ohne Judenvernichtung würde man Hitler heute als großen Staatsmann sehen" in Abstufungen zustimmen oder ablehnen.

+++ 13.09 Uhr: Im U-Boot ermordete Journalistin Kim Wall beigesetzt +++

Fast ein Jahr nach ihrem spektakulären Tod ist die in einem U-Boot ermordete schwedische Journalistin Kim Wall beigesetzt worden. Die Zeremonie habe bereits am Freitag stattgefunden und sei rein privat gewesen, sagte die Mutter der 30-Jährigen am Mittwoch der dänischen Zeitung "BT". Auf Facebook veröffentlichte sie zudem ein Foto der Feier unter freiem Himmel. Die Familie hatte auch den Leiter der Kopenhagener Mordkommission eingeladen, der die Ermittlungen in dem grausamen Fall im vergangenen Sommer geleitet und einen engen Kontakt zu Walls Eltern aufgebaut hatte. 

+++ 13.06 Uhr: EU-Vergeltungszölle auf US-Produkten sollen im Juli starten +++

Die europäischen Vergeltungszölle auf US-Produkte wie Whiskey, Jeans und Motorräder sollen Anfang Juli wirksam werden. Die EU-Kommission traf nach eigenen Angaben am Mittwoch eine entsprechende Entscheidung. Die noch notwendigen Vorbereitungen sollten in Abstimmung mit den Mitgliedstaaten bis Ende Juni abgeschlossen werden, erklärte Vizekommissionspräsident Maro in Brüssel. Die EU reagiert mit den neuen Zusatzzöllen auf die Einführung von US-Sonderabgaben auf Stahl- und Aluminiumprodukte. Diese werden von den Europäern als nicht vereinbar mit den Regeln der Welthandelsorganisation WTO beurteilt. Zunächst hatte es geheißen,
der Start der EU-Zölle könnte frühestens zum 20. Juni kommen.

+++ 13.06 Uhr: Palästinensischer Steinewerfer von israelischer Armee erschossen +++

Ein israelischer Soldat hat während einer Militäroperation im Westjordanland einen palästinensischen Steinewerfer erschossen. Der Palästinenser habe sich der Truppe von der Seite genähert und einen großen Stein geworfen, der einen Soldaten am Kopf getroffen habe, teilte die Armee am Mittwoch mit. Daraufhin habe der Soldat geschossen und den Palästinenser tödlich verletzt. Es sei kein Soldat verletzt worden. 

+++ 12.24 Uhr: Amnesty fordert Freilassung ihres Ehrenvorsitzenden in der Türkei +++

Zum ersten Jahrestag der Festnahme des Amnesty-Ehrenvorsitzenden in der Türkei hat die Menschenrechtsorganisation dessen sofortige Freilassung gefordert. Taner Kilic sei seit einem Jahr wegen "unbegründeter Vorwürfe der Mitgliedschaft in einer Terrororganisation" in Haft, kritisierte Amnesty International am Mittwoch. Kilic wird vorgeworfen, zur verbotenen Bewegung des islamischen Predigers Fethullah Gülen zu gehören, der von der Regierung in Ankara für den Putschversuch vom Juli 2016 verantwortlich gemacht wird. 

+++ 12.20 Uhr Europäer mahnen USA Iran-Geschäfte nicht zu sanktionieren +++

Deutschland, Großbritannien und Frankreich haben gemeinsam an die US-Regierung appelliert, europäische Unternehmen nicht für Geschäfte im Iran zu bestrafen. "Wir bitten sie um Ausnahmen von US-Sanktionen für EU-Unternehmen, die nach dem Stichtag des JCPoA-Abkommens (16. Januar 2016) Verträge beabsichtigt oder
geschlossen haben", heißt es in einem Brief der Außen-, Finanz- und
Wirtschaftsminister der drei Staaten an US-Außenminister Mike Pompeo
und US-Finanzminister Steven Mnuchin. Der Brief liegt der Deutschen
Presse-Agentur vor. Zunächst hatte der "Spiegel" darüber berichtet. 

+++ 12.12 Uhr: Polizeigewerkschaft kritisiert Söder scharf +++

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) hat dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) eine Diskreditierung der Bundespolizei aus Wahlkampfgründen vorgeworfen. Sein Vorgehen sei "unerträglich", erklärte der Chef der für Bundespolizisten zuständigen Sparte der Gewerkschaft, Ernst Walter, am Mittwoch in Berlin. Söder solle "gefälligst zuerst mal seine eigenen Hausaufgaben" machen, bevor er mit "großbayerischen Visionen" die "professionelle Arbeit" von Bundespolizisten "in Frage stellt".

Walter reagierte auf die jüngsten Vorstöße Söders. Der Politiker hatte den Aufbau einer eigenen bayerischen Grenzpolizei bekanntgegeben und angekündigt, sein Bundesland werde künftig auf eigene Faust Abschiebeflüge für abgelehnte Asylbewerber mit Beamten der Landespolizei starten. Grenzschutz und Abschiebungen sind aber grundsätzlich Sache der Bundespolizei.

+++ 11.51 Uhr: Nordost-AfD schließt Ex-Parteichef Arppe aus Partei aus +++

Die AfD in Mecklenburg-Vorpommern hat nach eigenen Angaben ihren früheren Landesvorsitzenden Holger Arppe aus der Partei ausgeschlossen. Das Landesschiedsgericht habe dem Parteiausschluss mehrheitlich zugestimmt, hieß es aus Parteikreisen in Schwerin. Damit zog die Partei Konsequenzen aus gewaltverherrlichenden Äußerungen Arppes im Internet, die bereits im August 2017 öffentlich geworden waren und für Aufsehen sorgten. Dem heute 45-Jährigen waren auch kinderpornografische Fantasien zugeschrieben worden, deren Urheberschaft er jedoch bestreitet. Arppe, der dem rechtsnationalen Flügel der AfD zugerecht wurde, war 2016 in den Landtag gewählt worden, hatte die Fraktion auf Druck der damaligen Fraktionsspitze aber verlassen. Er ist nun fraktionsloser Abgeordneter. Den freiwilligen Austritt aus der Partei lehnte er aber ab.

+++ 11.24 Uhr: Nato will Einsatzbereitschaft in Krisenfällen bis 2020 deutlich erhöhen +++

Die Nato will ihre Einsatzbereitschaft in Krisenfällen bis zum Jahr 2020 deutlich erhöhen. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg kündigte am Mittwoch in Brüssel Pläne an, 90 bestehende Verbände von Heer, Luftwaffe und Marine sollten binnen "30 Tagen oder weniger" in den Einsatz geschickt werden können. Über das Vorhaben sollen ab Donnerstag die Nato-Verteidigungsminister beraten. Zu den schnell einsatzfähigen Verbänden sollen 30 Heeres-Bataillone, 30 Flugzeug-Staffeln und 30 größere Schiffe und U-Boote gehören. Sie sollen die bisherige schnelle Nato-Einsatztruppe NRF (Nato Response Force) ergänzen. Stoltenberg betonte, es gehe nicht um eine neue Einheit, sondern um die Erhöhung der Einsatzbereitschaft bestehender Verbände.

+++ 11.08 Uhr: 400 Menschen stürmen Grenzzaun zur spanischen Exklave Ceuta +++

Am Grenzzaun der spanischen Nordafrika-Exklave Ceuta ist es am Mittwoch erstmals seit sieben Monaten zu einem Massenansturm afrikanischer Migranten gekommen. Etwa 400 Menschen hätten versucht, über den sechs Meter hohen doppelten Zaun zu
klettern, berichtete die Nachrichtenagentur Europa Press unter Berufung auf die spanische Zivilgarde. Marokkanischen und spanischen Sicherheitskräften sei es gelungen, die meisten von ihnen abzuwehren, hieß es.

+++ 10.52 Uhr: US-Soldat fährt in gestohlenem Truppentransporter über den Highway +++

Mit einer Spritztour in einem gepanzerten Truppentransporter hat ein US-Soldat die Autobahnpolizei in Virginia in Atem gehalten. Polizisten folgten dem tonnenschweren Kettenfahrzeug am Dienstag mehr als eine Stunde lang über einen Highway in dem US-Bundesstaat, ehe der Soldat anhielt und sich ergab. Augenzeugen berichteten von filmreifen Szenen, als das Panzerfahrzeug durch die Straßen ratterte, Verkehrszeichen ignorierte und ein ganzes Geschwader Polizeiautos mit lärmenden Sirenen nach sich zog.

+++ 10.50 Uhr: Wegen der Hitze wird die Motorhaube zum Grill +++

In großen Teilen Chinas ist es seit Tagen extrem heiß - und das macht erfinderisch. In der Stadt Binzhou in der ostchinesischen Provinz Shandong war es bei Temperaturen um 40 Grad so warm, dass eine Frau Fisch und Süßkartoffeln auf einer Motorhaube eine Autos grillen konnte, wie auf einem Foto zu sehen ist. Die Sonderverwaltungszone Hongkong im Süden meldete Rekord-Hitze. Im Norden des Landes, in der Inneren Mongolei, kämpfte die Feuerwehr derweil gegen Waldbrände.

+++ 10.42 Uhr: Palästinenser loben Argentiniens Absage von Spiel in Jerusalem +++

Der Präsident des Palästinensischen Fußballverbandes, Dschibril Radschub, hat die Absage Argentiniens für das Länderspiel in Jerusalem gelobt. "Der Sport hat heute triumphiert, und Israel wurde durch die Absage des Spiels die Rote Karte vors Gesicht gehalten", sagte Radschub nach Angaben der palästinensischen Nachrichtenagentur Wafa in der Nacht.

Das argentinische Nationalteam und sein Starspieler Lionel Messi hätten Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu damit "einen Schlag verpasst". Argentinien hatte nach palästinensischen Protesten gegen den Auftritt des Vize-Weltmeisters in der Juden und Muslimen gleichermaßen heiligen Stadt das Spiel abgesagt. Radschub hatte zuvor Messi dazu aufgefordert, das Spiel zu boykottieren. Anderenfalls sollten Palästinenser sein Bild und Trikots mit seinem Bild verbrennen.

+++ 10.38 Uhr: Feuer im Europapark Rust wahrscheinlich durch technischen Defekt ausgelöst +++

Der Großbrand im Europapark Rust Ende Mai ist wahrscheinlich durch einen technischen Defekt verursacht worden. Das ergaben die bisherigen Ermittlungen zur Brandursache, wie die Polizei Offenburg und die Staatsanwaltschaft Freiburg mitteilten. Das Feuer dürfte demnach im Bereich der Attraktion "Fjord-Rafting" ausgebrochen sein. Hinweise auf ein Fremdverschulden lägen nicht vor. Die Auswertungen der Sachverständigen seien aber noch nicht endgültig abgeschlossen.

+++ 10.33 Uhr: Präsident von niedersächsischem Staatsgerichtshof fordert Ende von Leistungen an Kirchen +++

Der Präsident des niedersächsischen Staatsgerichtshofs, Herwig van Nieuwland, hat ein Ende der Staatsleistungen der Bundesländer an die großen Kirchen gefordert. "Es wäre staatsrechtlich sauber, wenn man die Staatsleistungen ablöst", sagte van Nieuwland der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". Dies sei "ein noch nicht eingelöster Auftrag unserer Verfassung". Der Staatsgerichtshofspräsident verwies dabei auf Artikel 140 des Grundgesetzes in Verbindung mit Artikel 138, Absatz 1 der Weimarer Reichsverfassung. Bisher unterblieben jedoch ernsthafte Anstrengungen, dieses Thema voranzutreiben. "Da will wohl in der Politik keiner ran."

+++ 10.13 Uhr: Ätzende Flüssigkeit aufgelaufen - sieben Verletzte in Thüringen +++

In einem Gewerbegebiet in Thüringen ist eine größere Menge einer ätzenden Flüssigkeit ausgelaufen. Sieben Menschen wurden bei dem Vorfall in Hermsdorf verletzt, wie die Polizei mitteilte. Nach ersten Erkenntnissen beschädigte ein Gabelstapler einen Tank mit der Flüssigkeit. Die Polizei ging zunächst davon aus, dass 1300 Liter ausgelaufen sind. Es handele sich um Terpenkohlenwasserstoffe, die bereits bei normalen Temperaturen mit Luft reagierten und gefährlich für Augen und Atemwege seien. 

+++ 10 Uhr: Siemens bestätigt Unfall mit zwei Toten mit elektrischem Testflugzeug +++

Bei einem Unfall mit einem mit Siemens-Elektroantrieb ausgestatteten Testflugzeug sind in Ungarn zwei Menschen ums Leben gekommen. Das Unternehmen bestätigte einen entsprechenden Bericht im Technologieblog "CNET". Der Unfall der zweisitzigen Maschine des Herstellers Magnus Aircraft ereignete sich bereits am 31. Mai auf einem kleinen Flugplatz in der Nähe von Budapest, wie ein Siemens-Sprecher sagte. Die Gründe und genaueren Begleitumstände seien noch unklar und würden derzeit von der ungarischen Luftfahrtbehörde sowie der Polizei untersucht. Man stehe in engem Kontakt mit den Ermittlern.

+++ 9.44 Uhr: Prozess im Missbrauchsfall Staufen: Schweizer Maurer vor Gericht +++

Knapp fünf Monate nach Bekanntwerden des schweren Missbrauchs eines Kindes in Staufen bei Freiburg hat der Prozess gegen den vierten der insgesamt acht mutmaßlichen Täter begonnen. Angeklagt vor dem Landgericht Freiburg ist ein 37 Jahre alter Mann aus der Schweiz. Dem gelernten Maurer aus dem Schweizer Kanton St. Gallen werde unter anderem schwere Vergewaltigung zur Last gelegt, sagte Staatsanwältin Nikola Novak zum Prozessauftakt. 

+++ 8.36 Uhr: US-Richterin weist Illinois' Abgas-Klage gegen VW ab +++

Der Volkswagen-Konzern hat im Abgas-Skandal einen wichtigen rechtlichen Erfolg in den USA verbucht. Die zuständige Richterin Kathleen Pantle wies eine Klage des Bundesstaates Illinois wegen Verstößen gegen Umweltgesetze ab. Durch die Entscheidung des Bezirksgerichts in Cook County entfällt für den deutschen Autoriesen ein hohes Finanzrisiko. 

+++ 7.58 Uhr Regionalbahn rast in Schafherde - 40 Tiere tot +++

Ein Regionalzug ist in Baden-Württemberg in eine Schafherde gerast - rund 40 Tiere wurden bei dem Zusammenstoß getötet. Menschen wurden bei dem Unfall am Mittwochmorgen bei Konstanz nicht verletzt, wie die Polizei mitteilte. Demnach hatte sich die Herde mit rund 150 Tieren aus bislang ungeklärter Ursache aus ihrem Gehege befreit und war am frühen Morgen auf das Bahngleis gelaufen. Der Lokführer konnte den Zug nicht mehr rechtzeitig bremsen und erfasste die Herde. Ein alarmierter Schäfer kümmerte sich um die Tiere.

+++ 7.42 Uhr: Mehr Altgeräte werden zu Elektroschrott +++

Die neue Fassung des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes (ElektroG) hat von Mitte August an auch Folgen für die Haushalte in Deutschland. Mit der Einführung des sogenannten offenen Anwendungsbereichs ("Open Scope") fallen zum 15.08. alle elektrischen und elektronischen Geräte unter das Gesetz, sofern sie nicht ausdrücklich davon ausgeschlossen sind. Damit können künftig auch ausgediente Möbel oder Kleidungsstücke mit fest eingebauten elektrischen Bauteilen zu Elektroschrott werden, der getrennt entsorgt werden muss. Deutlicher Hinweis ist dann das Symbol mit durchgestrichener Mülltonne.

+++ 7.15 Uhr: Rentner zahlt fünfstellige Summe für angebliche Millionen-Erbschaft +++

Für eine vermeintliche Millionen-Erbschaft in Australien hat ein Rentner aus Mecklenburg-Vorpommern Gaunern einen fünfstelligen Betrag überwiesen. Nach Angaben der Polizei vom Mittwoch wurde der 70-Jährige aus dem Raum Bad Doberan Opfer eines Internetbetrugs: Die unbekannten Täter nahmen per E-Mail Kontakt mit dem Mann auf und gaukelten ihm vor, er habe mehr als 13 Millionen von einem verstorbenen Verwandten aus Australien geerbt. Für den Erhalt der Erbschaft müsse er ein Konto eröffnen und Sicherheiten hinterlegen. Die Polizei appelliert zur Vorsicht bei merkwürdigen Anrufen oder verdächtigen E-Mails: Immer wieder fallen gerade Ältere auf diese Kriminalitätsmasche herein.

+++ 7.02 Uhr: Japanische Tüftler lassen frei fliegende Sonnenschirme über Köpfen schweben +++

Japanische Tüftler haben sich etwas für die heißen Tage ausgedacht: Ein drohnenbetriebener freischwebender Sonnenschirm soll die Nutzer vor Hitze und Strahlung schützen und ihnen gleichzeitig die Hände freihalten. Das Unternehmen Asahi Power Service stellte einen Prototyp vor, der im kommenden Jahr nach Lösung einiger technischer Probleme in Serie gehen soll.
    "Ich habe das entwickelt, weil ich nicht gerne einen Schirm halte", sagte Firmenchef Kenji Suzuki zur Nachrichtenagentur AFP in Tokio.

+++ 6.44 Uhr: Forscher enthüllen: Picasso überpinselte für Gemälde alte Zeitung +++

Die Infrarot-Untersuchung eines Picasso-Gemäldes hat eine überraschende Erkenntnis ans Licht gebracht: Für sein Bild "Mutter und Kind am Strand" hat der spanische Meister eine alte Zeitung überpinselt. Es sei "ein Rätsel", warum sich in den Farbschichten des Gemäldes eine Seite der französischen Zeitung "Le Journal" vom 18. Januar 1902 befinde, hieß es am Dienstag in einer Erklärung der National Gallery of Art in Washington, deren Wissenschaftler das Bild in einem japanischen Museum untersucht hatten.

+++ 6.23 Uhr: Iran trifft als erster WM-Teilnehmer in Russland ein  +++

Die iranische Fußball-Nationalmannschaft ist als erster ausländischer Teilnehmer im WM-Gastgeberland Russland angekommen. Das Team um den früheren Bundesligaprofi Ashkan Dejagah flog zehn Tage vor seinem ersten Gruppenspiel gegen Marokko aus dem Trainingslager in der Türkei nach Moskau. In einem Vorort der Hauptstadt wird die Auswahl des portugiesischen Trainers Carlos Queiroz ihr Quartier beziehen und sich auf dem Gelände von Lokomotive Moskau auf die Spiele vorbereiten.

+++ 5.55 Uhr: Fast 200 Vermisste nach Vulkanausbruch in Guatemala ++++

Zwei Tage nach dem verheerenden Vulkanausbruch in Guatemala werden noch fast 200 Menschen vermisst. Der Verbleib von insgesamt 192 Menschen sei unklar, teilte der Katastrophenschutz des mittelamerikanischen Landes mit. Der Feuervulkan war zunächst am Sonntag ausgebrochen, am Dienstag ereignete sich erneut eine heftige Explosion - die Zahl der Toten stieg auf mindestens 73.

+++ 4.29 Uhr: China will US-Güter im Wert von rund 70 Milliarden Dollar kaufen +++

Um die USA von der Verhängung der angedrohten Strafzölle abzubringen, hat China einem Medienbericht zufolge ein Angebot zum Kauf von US-Gütern im Wert von knapp 70 Milliarden Dollar (knapp 60 Milliarden Euro) vorgelegt. Das "Wall Street Journal" berichtete unter Berufung auf mit den Vorgängen vertraute Kreise, der chinesische Wirtschaftsberater Liu He habe das Angebot bei der jüngsten Verhandlungsrunde mit der US-Seite am Wochenende in Peking vorgelegt.

+++ 3.55 Uhr: Bund besitzt in teuersten Städten rund 970 unbebaute Grundstücke +++

Der Bund besitzt einem Bericht zufolge in den sieben größten deutschen Städten über 970 unbebaute Grundstücke, von denen er zahlreiche Flurstücke für die Wohnbebauung freigeben könnte. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der FDP-Fraktion hervor, aus der die "Rheinische Post" zitierte. Die FDP forderte die große Koalition auf, Grundstücke im Bundesbesitz zu verkaufen, zu entwickeln oder zu bebauen.

+++ 3.33 Uhr: Argentinien sagt WM-Testspiel in Jerusalem ab +++

Das für Samstag angesetzte Länderspiel zwischen Israel und Argentinien in Jerusalem ist offenbar abgesagt worden. Das berichten mehrere Zeitungen in Argentinien. Vorausgegangen waren palästinensische Proteste gegen den Auftritt des Vize-Weltmeisters in der Heiligen Stadt. Erst am Dienstag hatten sich Demonstranten vor dem argentinischen Trainingsquartier in Barcelona zu Wort gemeldet. Auch der palästinensischer Verbandspräsident soll seinen argentinischen Gegenpart kontaktiert haben. 

+++ 2.35 Uhr: US-Außenministerium versucht Grenells Äußerungen zu relativieren +++

Das US-Außenministerium hat die umstrittenen Äußerungen des US-Botschafters in Berlin, Richard Grenell, zu relativieren versucht. Grenell hatte zur Stärkung konservativer Kräfte in Europa aufgerufen, die US-Präsident Donald Trump freundlich gesonnen sind. Nach Ansicht der Sprecherin des Außenministeriums, Heather Nauert, haben Botschafter das Recht, ihre eigene Meinung auszudrücken, ob man diese nun teile oder nicht. Grenells Äußerungen waren in Deutschland scharf kritisiert worden. "Wir haben sehr starke Beziehungen zu Deutschland", sagte Nauert in Washington. "Wir möchten die Stärke dieser Beziehungen nochmals bestätigen." Weiter sagte Nauert, man unterstütze Länder, die über ihre gewählten Amtsinhaber selbst entschieden. Grenell habe eigentlich nur zum Ausdruck bringen wollen, dass es Parteien in Europa gebe, denen es gut gehe.

+++ 1.55 Uhr: Senat in Rom spricht populistischer Regierung Vertrauen aus +++

Der italienische Senat hat der neuen Regierung das Vertrauen ausgesprochen. 171 der Parlamentarier stimmten für die populistische Koalition aus Fünf-Sterne-Bewegung und fremdenfeindlicher Lega. Das Ergebnis war angesichts der Sitzverteilung erwartet worden. 25 Senatoren enthielten sich, 117 sprachen der Regierung das Misstrauen aus. Die Regierung unter Führung des Juristen Giuseppe Conte war am Freitag vereidigt worden, nachdem die Parteien wochenlang um eine Einigung gerungen hatten. Die Regierungsbildung klappte im zweiten Anlauf. Am Mittwoch steht die Vertrauensabstimmung in der Abgeordnetenkammer an. Dort haben die beiden Parteien eine noch klarere Mehrheit als im Senat.

+++ 01.12 Uhr: Trump und Kim treffen sich in Luxushotel auf Sentosa +++

Der für Dienstag kommender Woche geplante Gipfel zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un findet auf der zum Stadtstaat Singapur gehörenden Freizeitinsel Sentosa statt. Das historische Treffen wird in dem auf der Insel gelegenen Hotel "Capella" abgehalten, wie Trumps Sprecherin Sarah Sanders in Washington mitteilte. Das Luxushotel wurde von US-Diplomaten als Gipfelort ausgesucht, wie die Nachrichtenagentur AFP aus Insiderkreisen erfuhr. Das Hotel liegt relativ weit entfernt von den dichtbevölkerten Wohngebieten Singapurs und lässt sich deshalb gut absichern. Die Insel ist zudem nur durch eine einzige Brücke mit dem Festland verbunden, die sich leicht für den Autoverkehr sperren lässt.

+++ 0.10 Uhr: Weinstein plädiert auf nicht schuldig +++

Der einstige Hollywoodmogul Harvey Weinstein hat in dem ersten Gerichtsverfahren gegen ihn wegen sexueller Übergriffe auf nicht schuldig plädiert. Der frühere Erfolgsproduzent, der am Dienstag in dunklem Anzug und Krawatte vor dem Gericht im New Yorker Stadtteil Manhattan erschien, antwortete kaum hörbar auf die Fragen des Richters und überließ ansonsten seinem Star-Anwalt Ben Brafman das Reden. Dieser forderte für seinen Mandanten die Unschuldsvermutung ein. Weinstein war vor anderthalb Wochen wegen einer Vergewaltigung und erzwungenen Oralverkehrs in New York angeklagt worden. Ein Geschworenengremium bestätigte kurz darauf, dass für einen Prozess genügend Beweise gegen den 66-Jährigen vorlägen.

vik/fin/tis / AFP / DPA