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+++ Ticker +++

News des Tages: Massenschlägerei vor Bundesliga-Spiel: Verletzte und Festnahmen in Berlin

Mann fährt in Heidelberg in Menschenmenge +++ Spediteur will Terror-Lkw von Berlin zurück +++ Regierung will offenbar Smartphones in Wahlkabine verbieten +++ Grüne kritisieren Schulz' Pläne für Arbeitslosengeld I +++ Die News des Tages im Ticker.

Die Nachrichten des Tages für Sie im Überblick.

+++ 17:55 Uhr: Irakische Armee dringt in Wohnviertel in Westmossul vor +++

Irakische Streitkräfte sind eigenen Angaben zufolge in das erste Wohnviertel im Westen der IS-Hochburg Mossul eingedrungen. Im Stadtteil Wadi Hadschar im Süden wüteten Gefechte mit der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), berichtete General Thamer al-Husseini. Die Gegenwehr der Dschihadisten sei heftig, hieß es weiter. Eine unabhängige Bestätigung der Angaben gibt es bisher nicht. Irakische Regierungskräfte hatten im Oktober mit der Offensive auf Mossul begonnen. Ende Januar konnten sie den Ostteil der Stadt komplett einnehmen. Mossul gilt als letzte große Hochburg des IS im Irak. Sollte die Terrormiliz die Großstadt verlieren, wäre sie militärisch in dem Land weitgehend besiegt. Die Befreiung Westmossuls wird als deutlich schwieriger eingeschätzt als die Eroberung des Ostteils der Stadt. Es halten sich dort viele Zivilisten auf; zudem ist das Gebiet teilweise eng bebaut. Dies macht eine Einnahme schwierig, weil der IS sich besser verschanzen und Sprengfallen aufstellen kann. Laut UN könnten sich rund 750.000 Unbeteiligte, darunter viele Kinder, in den umkämpften Gebieten befinden.

+++ 17:46 Uhr: Mann fährt Fußgänger an und flieht mit Messer in der Hand +++

Ein Autofahrer hat in Heidelberg mehrere Fußgänger angefahren und ist dann mit einem Messer bewaffnet geflüchtet. Polizisten stoppten den Mann und schossen auf ihn, berichtete ein Polizeisprecher. Der Mann kam schwer verletzt in ein Krankenhaus. Mindestens drei Fußgänger wurden verletzt, einer von ihnen schwer. Die Hintergründe der Tat sind derzeit noch unklar.


+++ 16.54 Uhr: AfD in NRW wählt Landeschef Renner zum Bundestags-Spitzenkandidaten +++

Die nordrhein-westfälische AfD zieht mit ihrem Landesvorsitzenden Martin Renner als Spitzenkandidat in den Bundestagswahlkampf. Die Landeswahlversammlung wählte in Essen den 62 Jahre alten Politiker auf den ersten Platz der Landesliste. In einer Stichwahl setzte er sich gegen den Hamburger AfD-Politiker Kay Gottschalk durch, der vom Co-Landesvorsitzenden Marcus Pretzell unterstützt worden war. Renner und Pretzell sind tief zerstritten. Renner erhielt 179 Stimmen und damit eine mehr als nötig; für Gottschalk votierten 167 Delegierte. Der NRW-Landesverband ist mit knapp 4600 Mitgliedern der mitgliederstärkste Landesverband der rechtspopulistischen Partei. Bundesweit hat die AfD mehr als 26.000 Mitglieder.

+++ 15:23 Uhr: Randale vor Bundesliga-Spiel Hertha gegen Frankfurt +++

Rund 60 Fußball-Fans von Hertha BSC und Eintracht Frankfurt sind in Berlin-Moabit vor dem Bundesliga-Spiel der beiden Teams am Abend aneinander geraten. Dabei seien Flaschen und Feuerwerkskörper geflogen, teilte die Polizei mit. Nähere Angaben zu Festnahmen und Verletzungen machten die Sicherheitskräfte zunächst nicht. Die Zeitungen "Bild" und "B.Z." hatten von einer verabredeten Massenschlägerei mit bis zu 200 Beteiligten berichtet. In der Beusselstraße, in der es zu der Schlägerei kam, befindet sich ein Szene-Treffpunkt für Hertha-Fans. Dabei habe es mehrere Verletzte und 30 bis 40 Festnahmen gegeben, außerdem sei Pyrotechnik gezündet worden. Die Blätter beriefen sich auf Zeugen.

+++ 14:49 Uhr: Bürgermeister von Rio schwänzt den Karnevals-Auftakt +++

Zum Karnevalsauftakt überlassen Rios Behörden die Stadt den Narren gerne mit einer symbolischen Geste - dem neuen Bürgermeister war das aber anscheinend zu viel. Nach langem Hinhalten erschien der frühere Sektenbischof Marcelo Crivella (59) nicht zur traditionellen Übergabe des Stadtschlüssels an König Momo im brasilianischen Samba-Tempel Sambadrom. Bei Crivellas Vorgängern war der Karnevalsauftakt stets Ehrensache. Als Gründe wurden Crivellas streng religiöse Ansichten vermutet. Der Evangelikale wetterte mehrfach gegen Schwule und Schwarze. Seit Januar ist Crivella als Bürgermeister im Amt.

Momo, Karnevalskönig von Rio, hält den Schlüssel zum Rathaus der Stadt, in der Hand

Zu später Stunde erhielt Karnevalskönig Momo doch noch den Schlüssel zur Stadt. Da der Bürgermeister von Rio den Festakt schwänzte, sprang Kulturdezernentin Nilcea Nogueira bei der Schlüsselübergabe ein.


+++ 13:46 Uhr: Staatsanwaltschaft legt Revision gegen Freispruch von Musiklehrer ein  +++

Nach dem Freispruch vom Vorwurf der Freiheitsberaubung für einen Musiklehrer aus Kaarst geht die Staatsanwaltschaft in Revision. Das sagte der Düsseldorfer Oberstaatsanwalt Ralf Herrenbrück. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung berichtet. Der Lehrer war einst angezeigt worden, nachdem er Schüler daran gehindert hatte, den Klassenraum zu verlassen. Das Amtsgericht in Neuss verurteilte ihn in erster Instanz zu einer "Verwarnung mit Strafvorbehalt". Dagegen legte er Berufung ein. Das Düsseldorfer Landgericht sprach den Lehrer dann frei, weil es nach eigenen Angaben keine Straftat feststellen konnte.


+++ 12.41 Uhr: Prügelei mit rund 50 Menschen am Limburger Bahnhof  +++

Rund 50 Menschen haben sich am Bahnhof Limburg in Hessen eine Prügelei geliefert. Die beiden Gruppen griffen sich unter anderem mit Pfefferspray an, wie die Polizei mitteilte. Dabei seien drei Menschen leicht verletzt worden. Die Polizei war am Freitagabend mit mehreren Streifenwagen im Einsatz. Bevor die Beamten die Personalien feststellten konnten, flüchteten die Randalierer aber in verschiedene Richtungen. Die Hintergründe der Schlägerei waren am Samstag noch unklar

+++ 12.19 Uhr: Merkel in Mecklenburg-Vorpommern Spitzenkandidatin für Bundestagswahl +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist Spitzenkandidatin der CDU Mecklenburg-Vorpommerns für die Bundestagswahl am 24. September. Auf einem Landesparteitag in Stralsund votierten 95 Prozent der rund 140 Delegierten dafür, die CDU-Bundesvorsitzende auf Platz eins der CDU-Landesliste zu setzen. Die Spitzen von CDU und CSU hatten sich bereits darauf verständigt, dass Merkel erneut Kanzlerkandidatin der Union wird. Sie gehört dem Landesverband Mecklenburg-Vorpommern an und hat in Nordvorpommern ihren Wahlkreis, in dem sie seit 1990 immer das Direktmandat gewann. Ihr bislang bestes Ergebnis erreichte Merkel bei der Bundestagswahl 2013 mit einem Stimmenanteil von 56,2 Prozent. Damals hatte die Union im Nordosten sämtliche Wahlkreise und damit alle sechs Direktmandate gewonnen.

+++ 12.01 Uhr: Oppermann bezeichnet Höcke als "Nazi"+++

SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann hat den umstrittenen Thüringer AfD-Landesvorsitzenden Björn Höcke mit scharfen Worten angegriffen. "Für mich ist Björn Höcke ein Nazi", sagte Oppermann bei einer Landesdelegiertenversammlung der SPD in Erfurt. "Wer völkische Ideologie der Nationalsozialisten in Deutschland wiederbeleben will, der hat keinen Platz in der demokratischen Gesellschaft."

Oppermann reagierte damit auf eine Rede Höckes vom Januar, in der der AfD-Politiker Kritik am Holocaust-Gedenken geübt hatte. Später räumte Höcke Fehler ein. Der Bundesvorstand der AfD hatte am 13. Februar ein Parteiausschlussverfahren gegen den Landes- und Fraktionschef beschlossen.

"Wir können uns schon denken, wie dieses Parteiausschlussverfahren ausgeht", sagte Oppermann. Seine Partei stehe für einen respektvollen Umgang aller Menschen, unabhängig von Geschlecht oder Religion und Herkunft. "Wer diese Grundregel der Demokratie nicht beachtet, der hat im Bundestag nichts zu suchen", sagte der SPD-Politiker mit Blick auf die AfD und die Bundestagswahl im September.

+++ 11.56 Uhr: Lokführergewerkschaft bringt Alkoholverbot in Bordrestaurants ins Gespräch +++

Zum Schutz von Zugbegleitern gegen Gewalt und Aggressionen hat der Vorsitzende der Eisenbahnergewerkschaft GDL, Claus Weselsky, das Ende des Alkoholverkaufs in den Bordrestaurants ins Gespräch gebracht. "Wir müssen den Alkoholausschank auf den Prüfstand stellen aus Fürsorgepflicht für unsere Mitarbeiter", sagte Weselsky der "Heilbronner Stimme". Die Bahn sei gefordert, entsprechende Sicherheitskonzepte auf den Weg zu bringen.

Der GDL-Chef sprach sich für ein generelles Verkaufsverbot für Alkohol in den Zügen aus, da die Bordgastronomen nicht von Fall zu Fall entscheiden könnten, wem sie Alkohol verkaufen und wem nicht. Das provoziere Eskalationen.

Der Gewerkschaftsvorsitzende kann sich auch eine Videoüberwachung der Bordrestaurants vorstellen. Dies sei ein "sinnvolles Instrument" für Ermittlungszwecke. Allerdings dürfe dies "keinesfalls zur Kontrolle des Arbeitsverhaltens der Mitarbeiter" genutzt und damit missbraucht werden.

+++ 11.42 Uhr: Wochenende ohne Internet - 16-Jähriger randaliert in Uromas Wohnung +++

Ein 16-Jähriger hat in der Wohnung seiner Uroma in Rheinland-Pfalz randaliert, weil ihn der nicht funktionierende WLAN-Anschluss völlig aus der Fassung gebracht hat. Die 78-jährige Frau aus Weilerbach hatte für ihren Urenkel zwar einen schnelleren Internetzugang bestellt, wie die Polizei in Kaiserslautern mitteilte. Weil dieser aber erst am Montag installiert werden konnte und es bis dahin keinen Internetzugang gab, sei der Jugendliche am Freitagabend ausgerastet.

Berlin LKW

Der beschädigte LKW steht nach dem Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin nahe der Gedächtniskirche auf einem Gehweg


+++ 11.09 Uhr: Polnischer Spediteur will seinen Berliner Terror-Lastwagen zurück +++

Der polnische Spediteur Ariel Zurawski, dem der Unglückslastwagen des Terroranschlags auf einen Berliner Weihnachtsmarkt am 19. Dezember gehört, will sein Fahrzeug zurück. Dass der Lastwagen noch immer in Deutschland als Beweismittel beschlagnahmt bleibe und nicht eingesetzt werden könne, beschere ihm Verluste, für die seine Gläubiger kein Verständnis hätten, sagte Zurawski dem polnischen TV-Sender TVN24. Ihm drohe deshalb die Pleite.

Er wolle von Deutschland kein Geld, sondern eine rasche Entscheidung, damit sein Lastwagen wieder für Transporte freigegeben werden könne. Der Terrorist Anis Amri hatte bei dem Anschlag in Berlin auch den Fahrer des Lastwagens, Zurawskis Cousin, erschossen. Dann steuerte Amri den Lastwagen in den Weihnachtsmarkt und tötete dabei elf weitere Menschen und verletzte 50 zum Teil schwer.

+++ 10.13 Uhr: Regierung will offenbar Smartphones in der Wahlkabine verbieten +++

Keine Selfies mit Stimmzettel: Das Bundesinnenministerium will einem Bericht zufolge ausdrücklich verbieten, dass in der Wahlkabine mit Smartphones gefilmt oder fotografiert wird. Deswegen solle noch vor der Bundestagswahl im September eine entsprechende Regelung verabschiedet werden, berichtete der "Spiegel" unter Berufung auf Regierungskreise.

"Zum Schutz des Wahlgeheimnisses" soll demnach in der Wahlordnung klargestellt werden, dass "nicht fotografiert oder gefilmt werden darf". Hintergrund ist dem "Spiegel" zufolge eine Begebenheit aus dem US-Wahlkampf: Der Sohn des neuen US-Präsidenten Donald Trump, Eric, hatte noch aus der Wahlkabine über den Kurzbotschaftendienst Twitter ein Foto seiner Stimme für den Vater im Internet verbreitet.

+++ 9.45 Uhr: Mindestens 42 Tote bei Doppelanschlag in Syrien +++

Nach dem Doppelanschlag in der syrischen Stadt Homs ist die Zahl der Todesopfer nach Angaben von Aktivisten auf über 40 gestiegen. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte, wurden bei den Anschlägen vor Gebäuden der syrischen Staatssicherheit und des Militärgeheimdienstes mindestens 42 Menschen getötet. Zuvor war von mindestens 14 Toten die Rede gewesen.

+++ 8.50 Uhr: Laschet fordert nach Spitzel-Vorwurf Ausweisung betroffener Ditib-Imame +++

Angesichts der Spitzel-Vorwürfe gegen Imame der türkisch-islamischen Union Ditib hat der stellvertretende CDU-Vorsitzende Armin Laschet Konsequenzen gefordert. Ditib müsse alle Imame entlassen, "die Deutschtürken oder auch deutsche Lehrer denunziert haben", sagte Laschet der Zeitung "Die Welt". Die betroffenen Imame müssten "unverzüglich" verlassen. "Wir wolle einen islamischen Religionsunterricht, aber er muss auf Dauer unabhängig von einem fremden Staat sein", sagte Laschet.

Formal ist Ditib ein unabhängiger deutscher Verein, doch werden die Imame in den Ditib-Moscheen von der türkischen Religionsbehörde Diyanet entsandt und bezahlt.

Am Mittwoch vergangener Woche hatte die in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz die Wohnungen von vier Ditib-Imamen durchsuchen lassen. Die Imame werden verdächtigt, in ihren Gemeinden im Auftrag von Diyanet Informationen zu den Anhängern des islamischen Predigers Fethullah Gülen gesammelt zu haben, der von der türkischen Regierung für den gescheiterten Militärputsch vom 15. Juli verantwortlich gemacht wird.

+++ 7.23 Uhr: Grüne kritisieren Schulz' Pläne für Arbeitslosengeld I +++

Die Grünen halten die Idee von SPD-Kanzlerkandidat , das Arbeitslosengeld I länger zu zahlen, für falsch. "Er richtet den Blick nur auf die Gruppe der älteren Facharbeiter.
Dabei ist die Beschäftigungslage für Facharbeiter in Deutschland derzeit gut", sagte Bundestagsfraktionschefin Katrin Göring-Eckardt der "Rheinischen Post". Für kurzfristig Beschäftigte, für Leiharbeiternehmer oder für prekär beschäftigte Frauen habe Schulz dagegen nichts anzubieten. Sie landeten bei Arbeitslosigkeit meist direkt im Bezug von Arbeitslosengeld II (Hartz-IV).

In einem Acht-Punkte-Plan zum Arbeitsmarkt fordern die Grünen deshalb, dass das Arbeitslosengeld I künftig schon nach vier Monaten Beschäftigungszeit gezahlt werden soll, wie die Zeitung berichtet. Bislang gilt ein solcher Anspruch erst nach einem Jahr Beschäftigung.

+++ 7 Uhr: US-Behörde sammelt Entwürfe für Mauer zu Mexiko +++

Die US-Grenzschutzbehörde CBP hat zu einem Ideenwettbewerb für die von Präsident Donald Trump geplante Grenzmauer zu aufgerufen. Die entsprechende Aufforderung solle bis zum 6. März veröffentlicht werden, kündigte Behörde, die dem Heimatschutzministerium untergeordnet ist, an.

Bewerber sollen Konzeptstudien oder Prototypen "für das Design und den Bau" der Mauer nahe der Grenze zu Mexiko einreichen, hieß es in einer Stellungnahme auf der Webseite FedBizOpps.org. Auf diesem Portal kommen die Regierung und potenzielle Auftragnehmer zusammen.

ivi/dho / AFP / DPA