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+++ Ticker +++

News des Tages: Nach Tod einer Schülerin in Berlin: Obduktion bringt erste Erkenntnis

Brandursache für Feuer mit fünf Toten steht fest +++ 69 Tote in verborgenen Gräbern in Mexiko entdeckt  +++ Trump spricht von weiteren Geldquellen für Mauerbau +++ Sämtliche Häftlinge aus Gefängnis im Süden Haitis ausgebrochen +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker

An einer Straßenecke steht ein Schulgebäude aus Backstein und mit einigen weißen Verzierungen

Eine Schülerin dieser Grundschule in Berlin-Reinickendorf ist mit nur 11 Jahren gestorben - woran, steht noch nicht fest

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Keine öffentliche Unterrichtung nach Koalitionsrunde geplant (18.32 Uhr)
  • Iran: 20 Tote bei Anschlag auf Revolutionsgarden (17.19 Uhr)
  • Grundschülerin in Berlin obduziert (15.16 Uhr)
  • Doppelmord von Petershausen: Angeklagter kommt wohl in Psychiatrie (14.16 Uhr)
  • Zwei syrische Geheimdienstler in Deutschland festgenommen (13.20 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:    

+++  21.22 Uhr: Hamas soll TV-Sender für verschlüsselte Botschaften an Attentäter nutzen +++

Die radikalislamische Hamas übermittelt nach Angaben Israels über ihren Fernsehsender verschlüsselte Botschaften an mutmaßliche Attentäter im Westjordanland. Die Hamas nutze Al-Aksa TV für "terroristische Zwecke", erklärte der israelische Inlandsgeheimdienst Schin Bet am Mittwoch. Demnach leiten Nachrichtensprecher und Reporter geheime Anweisungen im Auftrag der palästinensischen Islamistenorganisation weiter. Die israelische Luftwaffe hatte die Zentrale des Hamas-TV-Senders im November bombardiert. Die Erkenntnisse über die Geheimaktivitäten des Senders seien dabei ein "Schlüsselfaktor" gewesen, erklärte Schin Bet. Bewohnern des Westjordanlands, die von der Hamas rekrutiert worden seien, werde mitgeteilt, wann sie den Sender einschalten sollten, um zu sehen, "wann der Nachrichtensprecher zu Beginn der Übertragung seine Tasse abstellt". Damit erhalten sie laut Schin Bet die Bestätigung, dass die Anschlagspläne, für die sie angeworben wurden, tatsächlich von Hamas-Agenten im Gazastreifen stammen ach Angaben des Geheimdienstes hatte die Hamas erst kürzlich vier Palästinenser im Westjordanland und einen Israeli in Ost-Jerusalem angeworben, die Anschläge gegen Israel verüben sollten.    

+++ 20.44 Uhr: Google muss blechen - EU einigt sich auf Leistungsschutzrecht für Presseverleger +++

Nachrichten-Suchmaschinen wie Google News sollen Presseverlagen in der EU künftig Geld für das Anzeigen von Artikel-Ausschnitten zahlen. Unterhändler der EU-Staaten und des Europaparlaments einigten sich am Mittwoch vorläufig auf eine Reform des europäischen Urheberrechts inklusive Leistungsschutzrecht, wie der Verhandlungsführer des Europaparlaments, Axel Voss (CDU), der Deutschen Presse-Agentur sagte.

+++ 20.32 Uhr: Nasa gibt Mars-Rover "Opportunity" nach Monaten der Funkstille auf +++

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat die Mission des Mars-Rovers "Opportunity" offiziell für beendet erklärt, nachdem es nun über Monate kein Lebenszeichen mehr von dem Roboter gegeben hat. Nasa-Experten erklärten am Mittwoch, sie hätten trotz aller Bemühungen nichts mehr von dem Rover gehört, ihr geliebter Roboter sei still geblieben. Die Mission werde daher beendet. Am 10. Juni hatte "Opportunity" seine bislang letzte Nachricht geschickt. Danach überzog ein gigantischer Staubsturm den Planeten - und der Roboter verstummte und war für das Kontrollzentrum nicht mehr zu erreichen.

+++ 19.30 Uhr: Deutsch-französischer Vorsitz im UN-Sicherheitsrat sorgt für Irritationen +++

Die Pläne für einen gemeinsamen deutsch-französischen Vorsitz im UN-Sicherheitsrat sorgen in Frankreich für Irritationen. Ein Video über das bilaterale Projekt im Online-Dienst Twitter sei gelöscht worden, um Missverständnisse zu vermeiden und das Vorhaben genauer zu erläutern, erklärte die Ständige Vertretung Frankreichs bei den Vereinten Nationen auf AFP-Anfrage. Im Twitter-Kanal der deutschen UN-Vertretung war das Video am Mittwoch hingegen weiter zu sehen.     

Frankreich übernimmt im März den monatlich rotierenden Vorsitz im UN-Sicherheitsrat, gefolgt von Deutschland. Beide Länder streben in dieser Zeit eine Art koordinierte Präsidentschaft mit einem gemeinsamen Programm an.

+++ 19.10 Uhr: Trump kritisiert Maduro für Blockade von US-Hilfslieferungen +++

US-Präsident Donald Trump hat den venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro dafür kritisiert, dass er US-Hilfsgüter nicht ins Land lässt. Maduro begehe einen "furchtbaren Fehler", sagte Trump im Weißen Haus bei einem Treffen mit Kolumbiens Präsident Iván Duque Márquez. 

Seit gut einer Woche stehen an der Grenze zwischen Kolumbien und Venezuela Laster mit Lebensmitteln, Medikamenten und Hygiene-Artikeln. Das venezolanische Militär lässt diese auf Geheiß von Maduro nicht passieren. Er hält sie für einen Vorwand für eine militärische Intervention in Venezuela. 

Trump schloss eine militärische Option am Mittwoch erneut nicht aus. Man schaue sich alle Optionen an, er spreche aber nicht darüber, erklärte er. 

+++ 18.55 Uhr: Iran dreht US-Agentin um - Anklage gegen 39-Jährige +++

Der Iran hat offenbar erfolgreich eine US-Geheimdienstmitarbeitern "umgedreht". Die Behörden in Washington hätten offiziell Anklage gegen die 39-Jährige erhoben, teilte das US-Justizministerium mit. Die Frau sei im Jahr 2013 in den Iran übergelaufen und soll dort den iranischen Geheimdiensten dabei geholfen haben, ihre früheren US-Kollegen auszuspionieren. Zusätzlich soll sie Codenamen aus vertraulichen Informationen aus einem US-Spionageprogramm preisgegeben haben. 

Nach der Frau wird gesucht. "Sie ist angeklagt, ein hoch-vertrauliches Geheimdienstprogramm an das iranische Regime weitergegeben zu haben sowie die Identität eines US-Geheimdienstmitarbeiters", sagte der stellvertretende US-Generalstaatsanwalt John Demers. Dies alle stehe dem Gesetz entgegen, dem von ihr geleisteten Amtseid und menschlicher Vernunft. Mit der Frau sind vier Iraner wegen Cyber-Spionage unter Anklage gestellt worden. Sie sollen mit Hilfe von Social-Media-Konten Daten von US-Geheimdienstlern abgegriffen haben.

+++ 18.32 Uhr: Keine öffentliche Unterrichtung nach Koalitionsrunde geplant +++

Die Spitzen von CDU, CSU und SPD wollen sich nach der ersten Koalitionsrunde in diesem Jahr am Mittwochabend nicht öffentlich zu den Ergebnissen ihres Treffens äußern. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen. Zuvor war in Berlin darüber spekuliert worden, dass die Vorsitzenden von CDU, CSU und SPD, Annegret Kramp-Karrenbauer, Markus Söder und Andrea Nahles, nach Abschluss der Beratungen vor dem Kanzleramt eine Stellungnahme abgeben könnten. 

Gleich zu Beginn der Gespräche sei festgelegt worden, dass es keine Statemente geben werde, hieß es am Abend. Es gehe vor allem um das Vorgehen und die geplanten Abläufe bei den zentralen Themen der Koalition in den nächsten Wochen und Monaten.

+++ 18.17 Uhr: Mexiko: UN soll Hilfsgüter in Venezuela verteilen +++

Mexikos Präsident hat vorgeschlagen, Hilfsgüter in Venezuela von den UN verteilen zu lassen. So lasse sich eine politische Färbung umgehen, sagte Andrés Manuel López Obrador bei einer Pressekonferenz. 

"Das ist ein Anliegen der humanitären Hilfe, das sich nicht mit politischen oder ideologischen Haltungen vermischen sollte." Venezuela solle sich an die Vereinten Nationen wenden, damit die Hilfsgüter das venezolanische Volk erreichen könnten, sagte der Linkspolitiker. 

+++ 17.42 Uhr: Brasiliens Präsident Bolsonaro nach Operation aus Klinik entlassen +++

Über zwei Wochen nach einer Bauchoperation ist der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro aus dem Krankenhaus entlassen worden. Er verließ gemeinsam mit seiner Ehefrau Michelle das Albert-Einstein-Hospital in São Paulo und flog in die Hauptstadt Brasilia, wie die staatliche Agência Brasil berichtete. "Brasilien über alles, Gott über allen", schrieb der rechtspopulistische Präsident auf Twitter. 

Nach einer lebensgefährlichen Messerattacke während des Wahlkampfs im vergangenen Jahr hatte sich Bolsonaro mehreren Operationen unterziehen müssen. Bei dem letzten Eingriff zur Wiederherstellung des Darmtrakts war ein künstlicher Darmausgang entfernt worden. "Ich danke Gott und allen, dass ich endlich wieder normal arbeiten kann", schrieb er auf Twitter. 

+++ 17.19 Uhr: Iran: 20 Tote bei Anschlag auf Revolutionsgarden +++

Bei einem Selbstmordanschlag auf einen Bus der Revolutionsgarden im Südosten des Iran sind mindestens 20 Menschen getötet worden. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna meldete, ereignete sich die Explosion in der unruhigen Provinz Sistan und Belutschistan. In der mehrheitlich sunnitischen Grenzregion im Südosten des Iran sind mehrere Rebellengruppen aktiv, die immer wieder Anschläge auf die Sicherheitskräfte verüben.

+++ 16.34 Uhr: Ungarn: Schriftsteller Dezsö Tandori ist tot +++

Der ungarische Schriftsteller und Übersetzer Dezsö Tandori ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Dies berichtete die staatliche Nachrichtenagentur MTI unter Berufung auf die Familie. Tandori galt als bedeutender Erneuerer der modernen ungarischen Literatur.

Er schrieb vor allem Gedichte, aber auch Romane, Essays und Literatur für Kinder und Jugendliche. Als Lyriker verstand er es, das subtile Spiel mit den vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten der ungarischen Sprache auf die Spitze zu treiben. Außerdem trat Tandori als Übersetzer aus dem Deutschen und Englischen hervor. Unter anderen übertrug er Werke von Rilke, Kafka, Musil, Thomas Bernhard und Elfriede Jelinek ins Ungarische.

+++ 16.30 Uhr: Litauen: Polizei beschlagnahmt 1,5 Tonnen Haschisch +++

Bei der Kontrolle eines Lastwagens hat die litauische Polizei an der Grenze zu Lettland Haschisch mit einem Schwarzmarktwert von 20 Millionen Euro beschlagnahmt. Die 1,5 Tonnen Rauschgift seien in einem Lastwagen entdeckt worden, der auf dem Weg von Litauen nach Russland war. Wie die Behörden mitteilten, war das in 335 Pakete gepresste Haschisch in Hohlräumen unter dem mit Mineralwasser beladenen Sattelauflieger versteckt. Zwei Litauer und ein Weißrusse wurden festgenommen.

+++ 16.26 Uhr: Mädchen ersticht 15-Jährige: Sechs Jahre Haft +++

Nach einem tödlichen Streit in einem Dortmunder Parkhaus ist eine 17-jährige Schülerin zu sechs Jahren und vier Monaten Jugendstrafe verurteilt worden. Die Richter des Dortmunder Landgerichts bestraften die Angeklagte wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Die Staatsanwaltschaft hatte hingegen eine Verurteilung wegen Totschlags beantragt. 

Vor rund einem Jahr soll die damals 16-Jährige eine ein Jahr jüngere Bekannte mit einem Messer attackiert haben, nachdem es zu einem Streit zwischen den beiden deutschen Jugendlichen gekommen war. Ein Stich hatte dabei das Opfer ins Herz getroffen. Die 15-Jährige erlag damals im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen. Die gesamte Hauptverhandlung fand wegen des jugendlichen Alters der Angeklagten unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

+++ 16.19 Uhr: Fünf Menschen sterben bei Flugzeugabsturz in Kenia +++

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs in Kenia sind alle fünf Insassen getötet worden. Das Flugzeug war von Keekorok im Süden des Landes nach Lodwar im Nordwesten unterwegs, wie die kenianische Zivilluftfahrtbehörde mitteilte. Es sei sehr niedrig geflogen, als es gegen einen Baum auf einer Farm in Londiani im Westen Kenias gekracht sei, sagte James Mugera, der Polizeichef des Bezirks Kericho. Demnach sind eine Frau und vier Männer unter den Opfern. Bei dem Absturz seien zwei US-Amerikaner getötet worden, sagte eine Sprecherin der US-Botschaft in Nairobi.

Weitere Informationen gab es zunächst nicht. Auch die Ursache für den Absturz war zunächst unklar. Das Transportministerium habe Ermittlungen eingeleitet, teilte die Luftfahrtbehörde mit. In dem ostafrikanischen Land werden vor allem die bei Touristen beliebten Gegenden mit kleinen Fliegern angeflogen.

+++ 16.13 Uhr: Nigeria: Wohl 15 Tote bei Wahlkampfauftritt des Präsidenten +++

Wahlkampfauftritt mit tödlichem Ausgang in Nigeria: Bei einem Massengedränge am Ende einer Kundgebung des nigerianischen Präsidenten Muhammadu Buhari sind mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. Ein Sprecher der Universitätsklinik von Port Harcourt im Süden des Landes sagte, "insgesamt sind 15 Leichen hereingebracht worden". Zwölf der Opfer seien Frauen, drei seien Männer, fügte er hinzu. Neun Verletzte würden noch im Krankenhaus behandelt.

Das Unglück habe sich am Dienstag in der Stadt Port Harcourt im ölreichen Bundesstaat Rivers ereignet. Medienberichten zufolge kam es nach Buharis Wahlkampfauftritt in einem Stadion zu einem Gedränge, als die Menschen durch einen verschlossenen Ausgang ins Freie gelangen wollten. Daraufhin sei Panik ausgebrochen. Menschen seien gestürzt und zu Tode getrampelt worden.

+++ 15.55 Uhr: Doppelmord in Petershagen: Angeklagter muss in Psychiatrie +++

Nach dem Mord an zwei Frauen in Petershausen bei München muss der Täter in eine geschlossene Psychiatrie. Das Landgericht München II verurteilte den 54 Jahre alten Angeklagten wegen zweifachen Mordes und Störung der Totenruhe zudem zu 15 Jahren Haft. Der Vorsitzende Richter bescheinigte ihm in der Urteilsbegründung eine schwere Persönlichkeitsstörung, Sadismus und "schwere seelische Abartigkeit". Das sexuelle Empfinden des Angeklagten sei "mit Gewaltfantasien gegen Frauen verknüpft" gewesen.

Der 54-Jährige hatte im Februar vergangenen Jahres seine beiden ebenfalls psychisch kranken Bekannten in seiner Wohnung getötet. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er die 40 und 41 Jahre alten Frauen umbrachte und sich danach an ihnen verging. Die Staatsanwaltschaft ging in ihrer Anklage von Hass auf Frauen als Motiv aus. Staatsanwaltschaft, Nebenklage und Verteidigung hatten alle die Unterbringung in der Psychiatrie beantragt.

+++ 15.47 Uhr: Außenminister Maas weist Vorwürfe im Fall Billy Six zurück +++

Im Fall eines in Venezuela inhaftierten deutschen Journalisten hat Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) dem Vorwurf der Untätigkeit widersprochen. Es habe bereits einen ersten Haftbesuch durch den deutschen Botschafter gegeben, betonte Maas am Mittwoch bei der Regierungsbefragung im Bundestag. Darüber hinaus habe der Botschafter mehrfach beim Außenministerium in Caracas vorgesprochen, und das Auswärtige Amt habe mit dem venezolanischen Botschafter in Berlin über den Fall geredet.

Der Journalist Billy Six war Mitte November in Venezuela festgenommen worden. Dem 32-Jährigen, der in der Vergangenheit unter anderem für die rechtskonservative Wochenzeitung "Junge Freiheit" geschrieben hat, werden Spionage und Rebellion zur Last gelegt. Die Organisation Reporter ohne Grenzen hält die Vorwürfe allerdings für "hanebüchen" und nicht belegt. Auf dem Facebook-Account Freebillysix wird der Bundesregierung vorgeworfen, sich nicht ausreichend für eine Freilassung einzusetzen.

+++ 15.41 Uhr: Nürnberger Messerstecher gesteht +++

Der vor zwei Monaten festgenommene Messerstecher von Nürnberg hat ein Geständnis abgelegt. Er sei selbst auf die Ermittler zugekommen und habe eingeräumt, am 13. Dezember drei Frauen auf offener Straße niedergestochen zu haben, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth. Mit seinem Geständnis habe er sein Gewissen erleichtern wollen.

Das Motiv für die Attacken ist aber noch immer unklar. Er könne sich den Angriff auch nicht erklären, habe der Mann gesagt. Die Frauen habe er nicht gekannt, er habe sie auch nicht gezielt als Opfer ausgesucht. Das Geständnis soll nun von der Polizei geprüft werden. Außerdem wird ein psychiatrisches Gutachten von dem in Untersuchungshaft sitzenden Mann erstellt.

Der Mann hatte jeweils ohne Vorwarnung an verschiedenen Stellen in der Nürnberger Innenstadt auf die drei Frauen eingestochen. Durch DNA-Spuren konnte er zwei Tage nach der Attacke identifiziert und festgenommen werden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm dreifachen versuchten Mord vor.

+++ 15.16 Uhr: Obduktion von 11-jähriger Schülerin: Kein Hinweis auf Gewalt +++

Nach dem Tod einer elfjährigen Schülerin in Berlin hat die Obduktion keine Hinweise auf "Gewalteinwirkung durch Dritte" - also Außenstehende - ergeben. Das teilte die Berliner Staatsanwaltschaft über Twitter mit. Weitere Details zur Todesursache wurden auch auf Nachfrage nicht genannt. Ein Sprecher der Justizbehörde sagte, es werde noch einige Zeit dauern, bis das Todesermittlungsverfahren abgeschlossen sei. Vor knapp zwei Wochen war der Tod des Mädchens aus dem Berliner Bezirk Reinickendorf bekanntgeworden. Die Umstände sind seitdem unklar. Medien gingen der Frage nach, ob Mobbing an ihrer Schule zu einem Suizidversuch geführt haben könnte.

Haben Sie suizidale Gedanken? Hilfe bietet die Telefonseelsorge. Sie ist anonym und rund um die Uhr kostenlos erreichbar unter: 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222. Auch ein Austausch per Chat oder E-Mail ist möglich.

+++ 14.41 Uhr: Drei Tote bei Brand im Sauerland +++

Bei einem Wohnhausbrand in Arnsberg (Nordrhein-Westfalen) sind am Mittwoch drei Menschen ums Leben gekommen. "Wir gehen nach jetzigen Stand nicht davon aus, dass sich weitere Personen im dem Haus befinden", sagte ein Polizeisprecher am frühen Nachmittag. 

Angaben zu den Todesopfern machte die Polizei zunächst nicht. Das Feuer sei aus ungeklärter Ursache im ersten Obergeschoss des Hauses ausgebrochen, die Flammen hätten dann schnell auf das Dach übergegriffen. Die Feuerwehr habe die drei Menschen nur noch leblos bergen können.

Die Polizei warnte Anwohner per Twitter, sie sollten Türen und Fenster schließen. Starker Brandrauch zog in Richtung eines Wohngebietes. Der Unglücksort in der Stadt im Hochsauerlandkreis wurde weiträumig abgeriegelt.

+++ 14.23 Uhr: Arbeiten zur Elbvertiefung haben begonnen +++

In der Elbmündung haben die Bauarbeiten für die Vertiefung des Flusses begonnen. Als erstes soll vor Brokdorf ein Damm unter Wasser aufgeschüttet werden, wie die Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt mitteilte. Dahinter werden später 670.000 Kubikmeter Baggergut aus der Elbe deponiert. Auf der anderen Elbseite vor Cuxhaven entsteht eine weitere Fläche zu diesem Zweck. Die Fahrrinne wird vermutlich von März an ausgebaggert. Künftig können große Containerschiffe die Elbe mit einem zusätzlichen Meter Tiefgang befahren und dann rund 1300 Standardcontainer mehr zum Hamburger Hafen transportieren.

+++ 14.15 Uhr: Uni Kiel verbietet Verschleierung bei Prüfungen +++

Die Kieler Christian-Albrechts-Universität hat ein Verbot der Vollverschleierung für Lehrveranstaltungen und Prüfungen erlassen. Die Entscheidung des Hochschulpräsidiums fiel Ende Januar als Folge eines Konflikt mit einer Studentin Ende vorigen Jahres, wie die "Kieler Nachrichten" berichteten.

Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) begrüßte den Beschluss des Präsidiums gegenüber der Zeitung und kündigte an, das Tragen von Gesichtsschleiern in Schulen ihres Bundeslands per Gesetz zu verbieten. Kritik an der Entscheidung übten die Grünen, die in Schleswig-Holstein mit CDU und FDP eine Dreierkoalition bilden.

Bereits Anfang 2017 hatte sich der Deutsche Hochschulverband für ein Verbot von Ganzkörperverschleierungen in Lehrveranstaltungen ausgesprochen. Dieses sei etwa mit Blick auf die Arbeitsabläufe, die Identifizierung von Prüflingen sowie die Bedeutung von nonverbaler Kommunikation beim Lehren und Lernen nötig und vertretbar.

+++ 14.01 Uhr: Generalstreik bringt Belgien zum Stillstand +++

Ein Generalstreik in Belgien hat das Land praktisch lahmgelegt. Dem Aufruf der drei größten Gewerkschaften des Landes folgten sowohl Angestellte des öffentlichen Dienstes als auch der Privatwirtschaft - sie fordern unter anderem mehr Gehalt und Zuschüsse sowie höhere Altersbezüge. Die Streikenden wollten "mehr Respekt", sagte die Generalsekretärin der Gewerkschaft CSC, Marie-Hélène Ska, im belgischen Radio. Sie wollten "würdevoll leben, statt nur zu überleben".

Der Luftraum über Belgien blieb praktisch geschlossen, es gab erhebliche Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr. Auch die Post, Schulen, Krankenhäuser, die Müllabfuhr und Einkaufszentren blieben weitgehend geschlossen.

"Gewerkschaften und Arbeitgeber müssen wieder zurück an den Verhandlungstisch", forderte Belgiens Regierungschef Charles Michel. Der Streik löse kein Problem. Zugleich dankte er allen Menschen, die trotzdem arbeiteten.

+++ 13.49 Uhr: Milde Temperaturen geben Vorgeschmack auf den Frühling +++

Blauer Himmel, reichlich Sonne und ausgesprochen milde Temperaturen: Das Wetter-Szenario für die nächsten Tagen gibt schon so etwas wie einen Vorgeschmack auf den Frühling. Abgesehen von ein paar Regentropfen im Nordosten bleibt es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vom Mittwoch in ganz Deutschland bis einschließlich des Wochenendes trocken. Vor allem im Süden und in der Mitte sei nach Auflösung morgendlicher Nebelfelder am Freitag und Samstag ein wolkenloser Himmel möglich, acht Stunden Sonnenschein gelten als realistisch. 

Am Donnerstag läuft sich Hoch "Dorit" gewissermaßen noch warm - die Höchsttemperaturen liegen wohl zwischen 6 und 13 Grad. Zumindest im Westen kann es am Freitag und Samstag bis 15 Grad warm werden, punktuell könnte diese Marke sogar überschritten werden. "Den ganz Mutigen könnte da sogar die Idee des "Angrillens" kommen", meinte der DWD-Meteorologe Martin Jonas. Allerdings sorgt der wolkenarme Himmel auch für eine Kehrseite der Wetterlage: Abends kann es empfindlich kalt werden, nachts vor allem in der Mitte und im Süden Deutschlands frostig mit Tiefstwerten um minus 6 Grad.

+++ 13.38 Uhr: Urteile zu Dieselfahrverboten in Aachen, Köln und Bonn im Sommer +++

Im Streit um Dieselfahrverbote in Nordrhein-Westfalen will das Oberverwaltungsgericht Münster im Juli für Aachen und im August für Köln und Bonn Urteile verkünden. Das teilte das Gericht mit. Zuvor soll es im Mai einen öffentlichen Beweis- und Erörterungstermin geben, in dem auch Sachverständige gehört werden. Termine für weitere betroffene Städte gibt es noch nicht. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat Klagen zu den Luftreinhalteplänen in insgesamt 14 nordrhein-westfälischen Städten erhoben. Am OVG sind fünf Berufungsverfahren anhängig. Betroffen sind die Städte Aachen, Köln, Bonn, Gelsenkirchen und Essen.

Wegen einer Gesetzesänderung werden alle Klagen, die nach dem 2. Juni 2017 eingereicht wurden, direkt vor dem OVG verhandelt. Hier geht es um Bielefeld, Bochum, Düren, Düsseldorf, Dortmund, Hagen, Oberhausen, Paderborn und Wuppertal.

+++ 13.20 Uhr: Zwei syrische Geheimdienstmitarbeiter in Deutschland festgenommen +++

Die Bundesanwaltschaft hat zwei frühere Mitarbeiter des syrischen Geheimdiensts in Deutschland festnehmen lassen. Den 42 und 56 Jahre alten Männern werden wegen Folterungen in Syrien Verbrechen gegen die Menschlichkeit zur Last gelegt, wie die Behörde in Karlsruhe mitteilte. Die Verdächtigen wurden demnach am Dienstag in Berlin und Rheinland-Pfalz festgenommen.

+++ 13.06 Uhr: Spanien: Parlament lehnt Haushalt der Regierung ab +++

Das spanische Parlament hat den Haushaltsentwurf der Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez abgelehnt. Bei der Abstimmung stimmten 191 Abgordnete für Änderungsanträge der konservativen Opposition und katalanischer Regionalparteien gegen den Haushalt, Unterstützung für den Etat kam von 158 Abgeordneten. Sánchez könnte nun den Weg für Neuwahlen freimachen.

+++ 12.36 Uhr: Flüchtlingsboot kentert vor Lesbos - 15-Jährige vermisst +++

Vor der griechischen Insel Lesbos ist ein Boot mit Dutzenden Migranten gekentert. 51 Menschen konnten von der griechischen Küstenwache aus den Fluten gerettet werden. Ein 15-Jähriges Mädchen wurde jedoch vermisst. In der Region herrschten Winde der Stärke neun. Dies erschwere die Suchaktion der Küstenwache, berichtete der staatliche Rundfunk (ERT-Ägäis) weiter.

Der Flüchtlingszustrom in der östlichen Ägäis hat zwar im Vergleich zu den  Jahren 2015 und 2016 deutlich nachgelassen. Damals waren mehr als eine Million Migranten aus der Türkei nach Griechenland gekommen. Seit Jahresbeginn haben nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks 2348 Menschen die gefährliche Fahrt von der türkischen Ägäisküste zu den griechischen Inseln unternommen. Weitere 1159 sind auf dem Landweg aus der Türkei nach Griechenland gekommen. 2018 waren in der Ägäis 174 Migranten ums Leben gekommen oder werden vermisst.

+++ 12.24 Uhr: Österreich plant härtere Strafen für Vergewaltiger und Stalker +++

Die rechtskonservative Regierung in Österreich hat eine Strafrechtsreform eingeleitet, die teils deutlich schärfere Strafen vorsieht. So soll bei Vergewaltigung - ähnlich wie bereits in Deutschland - die Mindeststrafe von einem auf zwei Jahre erhöht werden, beschloss der Ministerrat. "Wer sich in Österreich an Frauen und Kindern vergeht, der hat keine Milde verdient, sondern eine ordentliche, harte Strafe", sagte Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) in Wien. 

Auch der Stalking-Paragraf wurde erweitert, fortgesetzte Gewaltausübung soll strenger bestraft werden. Rückfalltäter müssen mit längerer Haft rechnen. Die mehr als 50 Maßnahmen, die auch Neuerungen beim Opferschutz und der Prävention umfassten, stünden unter dem Motto "Null Toleranz", wie von Regierungsseite betont wurde. Für die erste Jahreshälfte ist ein konkretes Gesetzespaket angepeilt.

+++ 12.18 Uhr: Streit beigelegt: doch keine Fahrverbote in Wiesbaden +++

Der Streit über Dieselfahrverbote in Wiesbaden ist beigelegt. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) erklärte vor dem Verwaltungsgericht, dass die bisher umgesetzten sowie die geplanten Maßnahmen zur Luftreinhaltung der Kommune voraussichtlich ausreichten, um die Belastung mit Stickstoffdioxid zu senken. Im Sommer werde die DUH aber die bis dahin erreichten Messwerte nochmals auswerten, kündigte der Kläger an. 

+++ 11.55 Uhr: Kabinett beschließt Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan +++

Das Bundeskabinett hat die Verlängerung des Auslandseinsatzes der Bundeswehr in Afghanistan beschlossen. Im Rahmen der Nato-geführten Mission Resolute Support sind derzeit etwa 1200 deutsche Soldaten in dem zentralasiatischen Land stationiert. Die Entscheidung über die Mandatsverlängerung trifft nun der Bundestag. Im Mittelpunkt der Mission stehen die Ausbildung und Beratung afghanischer Sicherheitskräfte.

Die Mandatsverlängerung kommt zu einer Zeit, in der in Afghanistan die Sorge wächst, die USA könnten ihre Truppen abziehen, bevor ein langfristiger Frieden mit den Islamisten erreicht ist. US-Präsident Donald Trump will rund die Hälfte der derzeit in Afghanistan stationierten 14.000 US-Soldaten abziehen. Noch steht dafür aber kein Zeitplan fest.

+++ 11.51 Uhr: Mutmaßliche Gruppenvergewaltigung: erste Anklagen erhoben +++

Vier Monate nach der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung einer 18-Jährigen in Freiburg hat die Staatsanwaltschaft Anklagen gegen die ersten zwei von insgesamt zehn Festgenommenen erhoben. Den 22 und 23 Jahre alten Männern aus Syrien werde Vergewaltigung, gemeinsamer Drogenhandel und unterlassene Hilfeleistung zur Last gelegt, teilte die Ermittlungsbehörde am Mittwoch mit. 

Der 22-Jährige gilt in dem Fall als Hauptbeschuldigter. Er soll die 18-Jährige, die sich in einem wehrlosen Zustand befand, Mitte Oktober nach einem Discobesuch in einem Gebüsch vor der Disco vergewaltigt und andere Männer zum Vergewaltigen animiert haben.

+++ 11.47 Uhr: Karnevalsverband verurteilt Werbung mit Wehrmachtsuniformen +++

Der Verband Sächsischer Carneval hat eine Werbeaktion der Karnevalisten im erzgebirgischem Jahnsdorf mit Stacheldraht und Wehrmachtsuniformen scharf verurteilt. "Wir distanzieren uns von dieser Art der Präsentation für eine Karnevalsveranstaltung", sagte Verbandssprecher Michael Rohde am Mittwoch. Mit diesem kritischen Geschichtsthema sollten auch Karnevalisten sehr feinfühlig umgehen. Zuvor hatten mehrere Medien über den Fall berichtet.

Auf dem Flyer zur großen Karnevalsparty Anfang März, der auch im Amtsblatt der Gemeinde abgedruckt wurde, wirbt der Verein unter dem Motto: "Uns're Party hat 'ne Norm, dieses Jahr in Uniform.". Illustriert ist die Reklame mit einer Foto-Collage aus der US-amerikanischen Satire-TV-Produktion "Ein Käfig voller Helden": Vor Zäunen mit Stacheldraht stehen drei Soldaten zum Teil mit Stahlhelm und in Wehrmachtsuniform.

+++ 11.45 Uhr: Vorpommern: Kaputte A20 wird frühestens Ende 2023 fertig +++

Das kaputte Teilstück der Autobahn 20 bei Tribsees in Vorpommern wird voraussichtlich frühestens Ende 2023 wieder vollständig befahrbar sein. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion hervor. Bislang war mit einem Abschluss der Bauarbeiten frühestens 2021 gerechnet worden. Der Neubau werde voraussichtlich 100 Millionen Euro kosten, für Planung und Bau der bereits befahrbaren Behelfsbrücke kommen noch einmal rund 58,4 Millionen Euro hinzu. Zuvor hatte die "Ostsee-Zeitung" berichtet.

Mit der Brücke kann das abgesackte Teilstück seit Dezember immerhin in jede Richtung einspurig befahren werden. An dieser Stelle führt die Fahrbahn über eine Torflinse. Im Herbst 2017 war die Autobahn zunächst abgesackt und schließlich vollständig weggebrochen, weil die ins Moor getriebenen Gründungssäulen versagten. Wieso diese versagten, ist der Bundesregierung zufolge bislang nicht abschließend geklärt.

+++ 11.33 Uhr: Radler und Busse statt Autos: München will die Verkehrswende +++

München hat sich offiziell für die Verkehrswende entschieden: Deutschlands drittgrößte Stadt setzt künftig verstärkt auf umweltfreundliche Mobilitätsformen statt auf Autoverkehr. Zudem sollen öffentliche Flächen zugunsten von öffentlichen Verkehrsmitteln, Fußgängern und Radlern neu aufgeteilt werden, wie der Stadtrat beschloss. Zu ihren Gunsten könnten beispielsweise Parkplätze abgeschafft werden. Bis Mitte des Jahres will das Gremium erste konkrete Entscheidungen unter anderem zu neuen Expressbuslinien und eigenen Busspuren treffen. Auch Radschnellwege und Sharing-Angebote wie Leih-Fahrräder und Leih-Autos sind im Gespräch. Ein Grundsatzbeschluss zu einer verkehrsberuhigten Innenstadt mitsamt ersten konkreten Maßnahmen soll bis zur Sommerpause fallen.

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+++ 11.07 Uhr:  Deutsche sehen USA als größte Gefahr für den Weltfrieden +++

Bundesbürger sehen die USA laut einer neuen Umfrage als größte Gefahr für den Weltfrieden. Das gaben 56 Prozent der Befragten in einer heute veröffentlichten Umfrage des Centrums für Strategie und höhere Führung zum Thema Sicherheit an. Die zweithöchste Gefahr sehen sie demnach aus Nordkorea (45 Prozent), gefolgt von der Türkei (42 Prozent) und Russland (41 Prozent). Auch sieht eine klare Mehrheit (62 Prozent) das Verhalten bestimmter Staatschefs als größtes Risiko für die Stabilität in der Welt - noch vor militärischen Konflikten (52 Prozent) und dem Klimawandel (43 Prozent).

+++ 11.04 Uhr: Polizei beschlagnahmt große Menge Drogen und Geld bei Razzia in Sachsen-Anhalt +++

Bei einer Großrazzia gegen mutmaßliche Rauschgifthändler hat die Polizei in Sachsen-Anhalt großen Mengen Drogen sowie Bargeld und Waffen beschlagnahmt. Nach Angaben der Beamten stießen sie in insgesamt 16 Objekten in Halle an der Saale und im Saalekreis unter anderem auf 36,5 Kilogramm Marihuana, neun Kilogramm Amphetamin und eine sechsstellige Summe Geld. Sieben Männer wurden festgenommen.

Die Ermittlungen liefen demnach bereits längere Zeit gegen insgesamt acht größtenteils bereits polizeibekannte Männer im Alter von 25 bis 30 Jahren, die Razzia erfolgte am Dienstag. Die Gruppe soll über das sogenannte Darknet mit Drogen gehandelt und diese per Post verschickt haben. Sie vertrieben sie aber auch direkt vor Ort in der Region. An dem Einsatz waren mehr als 150 Beamte und ein Bargeldspürhund beteiligt.

+++ 10.54 Uhr: Kieler Uni verbietet Vollverschleierung in Lehrveranstaltungen +++

Die Kieler Universität hat nach einem Konflikt mit einer muslimischen Studentin eine Vollverschleierung des Gesichts in Lehrveranstaltungen verboten. "Auf dem Campus könnten Studierende aber auch eine Burka oder eine Niqab, die nur einen Augenschlitz zulässt, tragen", sagte Uni-Sprecher Boris Pawlowski. Zu den Mindestvoraussetzungen für die Kommunikation in Forschung, Lehre und Verwaltung gehörten nicht nur das gesprochene Wort, sondern auch Mimik und Gestik.

Das Präsidium beschloss das Schleierverbot in einer Richtlinie vom 29. Januar. Bildungsministerin Karin Prien (CDU) begrüßte den Beschluss und kündigte eine Gesetzesinitiative gegen das Tragen von Gesichtsschleiern auch in den Schulen an.

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+++ 10.38 Uhr: Brennende Tabakreste lösten Brand mit fünf Toten aus +++

Der verheerende Brand mit fünf Toten in der vergangenen Woche im rheinland-pfälzischen Lambrecht ist offenbar durch Unachtsamkeit bei der Entsorgung noch brennender Tabakreste ausgelöst worden. Von einem dadurch in Brand geraten Müllbehälter breiteten sich die Flammen einem Sachverständigen zufolge von der Küche auf die Dachgeschosswohnung aus, wie die Ermittler am Mittwoch mitteilten.

Die fünf stark angetrunkenen Opfer waren bei dem Feuer in der Nacht zum vergangenen Freitag durch Rauchvergiftungen ums Leben gekommen. Die Blutalkoholwerte der drei Männer und zwei Frauen im Alter zwischen 43 und 54 Jahren lagen zwischen drei und vier Promille. Hinweise auf eine Schuld Außenstehender an der Entstehung des Brands haben die Ermittler nicht.

+++ 10.24 Uhr: Deutlicher Anstieg judenfeindlicher Straftaten in Deutschland +++

Die Zahl der judenfeindlichen Straftaten hat 2018 im Vergleich zum Vorjahr um knapp zehn Prozent zugenommen. Gewalttaten von Antisemiten stiegen zudem von 37 Fällen im Jahr 2017 auf 62 im vergangenen Jahr, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervorgeht, die dem Berliner "Tagesspiegel" vorliegt. Bei den 62 Gewaltdelikten mit antisemitischem Hintergrund seien 43 Personen verletzt worden.

Aus früheren Antworten der Regierung gehe zudem hervor, dass die meisten Täter der insgesamt 1646 Straftaten im vergangenen Jahr (2017: 1504) aus rechtsextremen Milieus stammen. Dabei könnte die Zahl der Straftaten noch steigen. Die Regierung betonte in ihrer Antwort, alle Zahlen befänden sich noch in der Abstimmung mit den Ländern.

+++ 10.22 Uhr: Seltenes Gastspiel: Schnee auf Hawaii +++

Ein seltenes Bild bietet derzeit das US-Tropenparadies Hawaii: Auf der bei Surfern beliebten Insel Maui hat es geschneit. Nicht nur auf dem Gipfel des rund 3055 Meter hohen Vulkans Haleakala, sondern selbst im Polipoli-Naturpark in nur 1900 Metern Höhe liege Schnee, berichtet "The Honolulu Star-Advertiser". Es sei vermutlich das erste Mal, dass es auf der Inselgruppe im Pazifik in so geringer Höhe geschneit habe. 

Ein Sturm hatte den Archipel am Wochenende getroffen. Heftige Winde rissen Bäume um, deckten Dächer ab, mancherorts war der Strom ausgefallen, wie die örtlichen Behörden mitteilten. In den kommenden Tagen könne es erneut schneien, sagten die Meteorologen voraus. Auch auf dem US-Festland brachte das Winterwetter Schwierigkeiten: Bei Schnee und Eis mussten landesweit am Dienstag rund 2500 Flüge gestrichen werden, wie die Zeitung "USA Today" berichtete.

+++ 10.16 Uhr: Kaliforniens neuer Gouverneur fordert Bezahlung für Daten der Verbraucher +++

Der neue Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, will Technologieunternehmen für die Nutzung von Daten ihrer Kunden bezahlen lassen. "Die Verbraucher haben ein Recht zu wissen, wie ihre Daten genutzt werden, und müssen sie kontrollieren können", sagte Newsom. Außerdem müssten sie einen Teil des Reichtums bekommen, der mit ihren Daten geschaffen werde. Der Gouverneur kündigte an, er arbeite an einem Plan für eine solche "Datendividende".  Er versicherte, Kalifornien sei stolz darauf, Standort von Technologieunternehmen zu sein, "die die Welt verändern wollen". Aber Unternehmen, die Milliarden damit verdienten, "unsere persönlichen Daten zu sammeln, pflegen und zu Geld zu machen", hätten die Pflicht, diese Daten zu beschützen. 

Kalifornien beherbergt das Silicon Valley mit Firmen wie Google und Facebook, die Daten ihrer Nutzer dazu verwenden, Werbung im Netz so zielgerichtet wie möglich zu gestalten. Sie stehen wegen des Datenschutzes in der Kritik. 

+++ 9.56 Uhr: Tabakreste im Müll lösten Brand mit fünf Toten aus +++

Der Brand mit fünf Todesopfern im pfälzischen Lambrecht ist durch Tabakreste im Abfall ausgelöst worden. So lautet eine erste Einschätzung eines Sachverständigen. Vom Hausmüll aus habe sich das Feuer in der Dachgeschosswohnung ausgebreitet, teilten die Staatsanwaltschaft Frankenthal und die Polizei in Ludwigshafen mit. Die Tabakreste seien unsachgemäß entsorgt worden. Hinweise auf einen technischen Defekt habe es keine gegeben, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt, Hubert Ströber, in Frankenthal. Das ausführliche Gutachten des Sachverständigen liege noch nicht vor. 

Bei dem Brand in der Nacht auf vergangenen Freitag waren drei Männer im Alter zwischen 43 und 54 Jahren sowie zwei 54-jährige Frauen ums Leben gekommen. Sie waren allesamt tot in der Dachgeschosswohnung gefunden worden. Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich bei allen Toten um polnische Staatsbürger handelt.

+++ 9.50 Uhr: Polizei erschießt mutmaßlichen Serienmörder +++

Nach einer umfangreichen neuntägigen Fahndung mit 1200 Sicherheitskräften hat die Polizei in Bosnien einen mutmaßlichen Seriemörder erschossen. Bei dem Schusswechsel gestern im Weiler Lepenica bei Sarajevo wurde ein Polizist verletzt, berichten bosnische Medien. Der Mann soll am 6. Februar eine alte Frau und drei Tage später einen Polizisten in verschiedenen Dörfern in der Umgebung von Sarajevo ermordet haben. Vor allem in den abgeschiedenen Siedlungen im gebirgigen Umland der bosnischen Hauptstadt hatten die Menschen große Angst vor dem frei herumlaufenden, schon früher verurteilten Mörder, der als unberechenbar und höchst gefährlich galt.  

Der 42-Jährige war nämlich erst vor etwas mehr als einem Jahr auf freien Fuß gekommen, nachdem er eine langjährige Gefängnisstrafe wegen zweifachen Mordes abgebüßt hatte. 1998 hatte er einen ehemaligen Kriegskameraden, 2002 seine eigene Mutter umgebracht. Im Bosnien-Krieg (1992-1995) hatte der bosnische Muslim in den Reihen der extremistischen Mudschaheddin-Milizen gekämpft. Diesen hatten sich damals auch Tausende Islamisten aus arabischen Ländern angeschlossen.

+++ 9.44 Uhr: Jennifer Lopez will im Sommer in den USA auf Geburtstagstour gehen +++

US-Sängerin und Schauspielerin Jennifer Lopez (49, "Manhattan Queen"") will im Juli ihren 50. Geburtstag groß feiern - mit einer "Partytour". Das sagte sie in der US-TV-Show von Moderatorin Ellen DeGeneres, die heute ausgestrahlt wird. "Diesen Sommer werde ich feiern. Mein Geburtstag ist im Juli und ich habe entschieden, dass ich etwas Großes machen muss, denn es ist ein großer Geburtstag. Ich werde auf US-Tour gehen, die ich "It's My Party" nenne. Es ist meine Partytour!"

Geplant seien 25 bis 28 Shows im Juni und Juli, so die Sängerin, die am 11. Februar mit Michelle Obama, Lady Gaga, Jada Pinkett Smith und Alicia Keys bei der 61. Grammy-Verleihung in Los Angeles auf der Bühne stand. Am 24. Juli wird sie 50 Jahre alt.

+++ 9.11 Uhr: Steuerbelastung der Deutschen weiter gestiegen +++

Die Steuerbelastung der Deutschen ist einem Bericht zufolge vergangenes Jahr weiter spürbar gestiegen. Die Steuerquote kletterte 2018 auf 22,8 Prozent des nominalen Bruttoinlandsprodukts, berichtete die "Rheinische Post" aus der Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der FDP-Fraktion. Die Quote nahm damit gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Prozentpunkte zu. Zu Beginn der ersten Legislaturperiode der großen Koalition unter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte die Quote 2005 noch bei 19,6 Prozent gelegen. Die Steuerquote ergibt sich aus dem Steueraufkommen im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt. Ein wichtiger Grund für den Anstieg  ist die sogenannte kalte Progression. Sie bedeutet, dass der Staat allein deshalb steigende Einnahmen verbucht, weil der Tarif nicht jedes Jahr an die Inflationsrate angepasst wird.

+++ 8.08 Uhr: Ex-BND-Chef warnt vor Risiken durch Huawei +++

Der ehemalige Präsident des Bundesnachrichtendienstes, Gerhard Schindler, hat eindringlich vor Risiken durch eine Beteiligung des chinesischen Unternehmens Huawei am Aufbau des Mobilfunkstandards 5G gewarnt. Wer die neue Technologie bereitstelle, sei auch "in der Lage, Kommunikationsinhalte abzugreifen", sagte Schindler dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Die Technologie von Huawei ist anderthalb bis zwei Jahre weiter als unsere. Wir sind also gar nicht in der Lage, zu beurteilen, was da eingebaut wird. Es sind daher Szenarien denkbar, dass im Krisenfall unser Netz abgeschaltet wird, worauf wir nicht vorbereitet sind." Zudem werde derjenige, der jetzt 5G bereitstelle, nahezu zwangsläufig auch die nächsten Mobilfunk-Generationen bereitstellen, mahnte der Ex-BND-Chef. "Wir würden also in eine strategische Abhängigkeit von China hinein rutschen."

Derzeit wird in der Bundesregierung beraten, ob und wie Huawei am deutschen Netzausbau beteiligt werden kann. Die USA und andere Länder werfen dem Konzern eine zu große Nähe zu den chinesischen Behörden vor und sehen Huawei als Gefahr für ihre Cybersicherheit.

+++ 8.02 Uhr: Basketballstar Dennis Schröder postet Baby-Foto +++

Basketball-Nationalspieler Dennis Schröder im Babyglück: Auf seinem Instagram-Account hat der 25-jährige NBA-Profi ein Foto mit einem Neugeborenen in den Händen gepostet. "Meine Liebe, meine Welt, mein Baby", schrieb er in Emoji-Schrift dazu. Schröder fehlte in der Nacht auf Mittwoch beim Spiel seiner Mannschaft Oklahoma City Thunder gegen die Portland Trail Blazers. Seine Mannschaft holte sich trotzdem mit 120:111 den vierten Sieg in Folge.

Schröder ist seit August 2018 verlobt und will im Sommer heiraten. "Höchstwahrscheinlich in Hamburg", sagte der gebürtige Braunschweiger vor wenigen Tagen. "Meine Mama ist aus Gambia, sie lädt immer 50 bis 100 Leute ein. Also wird's schon größer." Schröder und seine Freundin Ellen wohnen in Oklahoma City, nachdem der Aufbauspieler vor der laufenden Saison von den Atlanta Hawks zu Thunder gewechselt ist.

+++ 7.27 Uhr: Partei der Schwester von Thailands König soll aufgelöst werden +++

Die Partei der thailändischen Prinzessin Ubolratana soll aufgelöst werden. Die Wahlkommission kündigte heute in Bangkok an, das Verfassungsgericht um die Auflösung der Thai Raksa Chart zu bitten. Die Kandidatur der älteren Schwester von König Maha Vajiralongkorn bei der Parlamentswahl werde als "feindlich" für die konstitutionelle Monarchie eingestuft, erklärte die Wahlkommission. Ubolratana entschuldigt sich für den Wirbel um ihre Kandidatur.

Die 67-jährige Ubolratana hatte am Freitag angekündigt, bei der Wahl am 24. März als Spitzenkandidatin für die Thai Raksa Charta ins Rennen zu gehen. Nach einem öffentlichen Rüffel ihres Bruders König Maha Vajiralongkorn gab sie ihre politischen Ambitionen aber nach nur einem Tag wieder auf. Die Partei zog die Kandidatur der Prinzessin für das Amt der Ministerpräsidentin am Samstag zurück.

+++ 7.14 Uhr: Papua-Neuguinea vermisst nach Gipfel mehr als 280 Luxus-Autos +++

Auf Papua-Neuguinea - einem der ärmsten Staaten der Welt - werden seit dem ersten internationalen Gipfeltreffen der Landesgeschichte mehr als 280 Luxus-Autos vermisst. Nach einem Gipfel der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) im November sucht die Polizei des Pazifikstaats zahlreiche Fahrzeuge, die eigens dafür angeschafft worden waren. Chef-Fahnder Dennis Corcoran appellierte heute an alle widerrechtlichen Besitzer, die teuren Wagen sofort zurückzugeben. "Jeder, der sich auf illegalem Weg Staatseigentum angeeignet hat, wird verhaftet und angeklagt."

Für den Gipfel mit Staats- und Regierungschefs aus mehr als 20 Ländern, darunter auch China, Russland und die USA, hatte Papua-Neuguinea im Ausland zahlreiche Neuwagen bestellt. Neben Luxus-Geländewagen verschiedener Hersteller gehörten dazu auch 40 Maserati Quattroporte, eine sehr auffällige, viertürige Limousine der italienischen Luxusmarke. Die Anschaffung sorgte für viel Kritik. Der Polizei zufolge wurden nun zwar alle 40 Maserati zurückgegeben - bei 284 anderen Autos geschah dies aber nicht. Vermutet wird, dass viele Wagen jetzt privat genutzt werden.

+++ 6.54 Uhr: Flüchtiger Geldtransporter-Fahrer nach Millionendiebstahl gefasst +++

Einen Tag nach einem Millionendiebstahl in Frankreich ist der flüchtige Fahrer eines Geldtransporters gestern in der nordfranzösischen Stadt Amiens festgenommen worden, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Die Ermittler fanden bei Adrien D. einen Großteil der Beute, die bis zu drei Millionen Euro betragen könnte. Der 27-Jährige hatte am Montagmorgen zwei Kollegen im nördlich von Paris gelegenen Aubervilliers bei einer Agentur für Geldtransfers abgesetzt - und sich dann mit dem Fahrzeug aus dem Staub gemacht. Der leere Geldtransporter der Firma Loomis wurde wenig später mit offenen Türen einige Straßen entfernt gefunden.

Von dem Fahrer, dutzenden Geldsäcken und einer Pumpgun fehlte zunächst jede Spur. Eine Einheit für die Bekämpfung von Bandenkriminalität startete am Dienstag im Zuge der Fahndung einen Zeugenaufruf. Am Nachmittag wurde Adrien D. dann in einer Wohnung in Amiens gefasst. Polizeiangaben zufolge versuchte er vergeblich, durch einen Sprung aus dem Fenster zu entkommen. Festgenommen wurde auch eine Frau, die als Komplizin gilt.

+++ 6.15 Uhr: Von der Leyen will militärische Zusammenarbeit mit Briten ausbauen +++

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat sich vor der Münchner Sicherheitskonferenz für eine enge militärische Zusammenarbeit der EU mit Großbritannien ausgesprochen. "Das ist in beiderseitigem Interesse", sagte die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Dass sie die Sicherheitskonferenz am Freitag gemeinsam mit ihrem britischen Kollegen Gavin Williamson eröffne, sei als Signal in diese Richtung zu verstehen. Der Brexit habe für viele Felder negative Auswirkungen, "aber in der Sicherheitspolitik rücken wir enger zusammen denn je", sagte von der Leyen. "Der Brexit und die distanzierte Haltung des US-Präsidenten hat beschleunigt, dass wir eine eigene europäische Verteidigungsunion aufbauen. Das stärkt auch die Europäer in der Nato", sagte sie.

+++ 5.05 Uhr: 69 Tote in verborgenen Gräbern im Westen Mexikos entdeckt +++

Mexikanische Behörden haben 69 Leichen in mehreren verborgenen Gräbern im Westen des Landes gefunden. Es werde an der Identifizierung der Opfer gearbeitet, teilte die Staatsanwaltschaft des Bundesstaats Colima am Dienstag (Ortszeit) auf Twitter mit. Laut lokaler Medien wurden die Toten in rund 50 Gräbern in der Gemeinde Tecomán gefunden. Die Suche nach weiteren Toten dauert laut Staatsanwaltschaft an. Die bisherigen Gräbern seien nach und nach seit Anfang Februar gefunden worden. Der kleine Bundesstaat an der Pazifikküste leidet seit Jahren unter einer wachsenden Gewaltwelle. Im vergangenen Jahr verzeichnete Colima die höchste Tötungsdelikte-Rate des Landes mit rund 87,5 Toten auf 100 000 Einwohner. 

+++ 4.45 Uhr: Leichnam von Fußballer Sala wird morgen nach Argentinien überführt +++

Der Leichnam des bei einem Flugzeugunglück ums Leben gekommenen Fußballers Emiliano Sala wird morgen mit einer Linienmaschine der British Airway in seine Heimat Argentinien überführt. Das Flugzeug werde in London-Heathrow starten und am Freitagmorgen in Buenos Aires landen, wie ein Diplomat in der argentinischen Hauptstadt sagte. Die sterblichen Überreste des Stürmers werden dann in die 500 Kilometer nördlich gelegene Gemeinde Progreso gebracht, wo Sala aufgewachsen war. In der Sporthalle des dortigen Fußballvereins San Martín, bei dem Sala einst spielte, soll dann eine Totenwache abgehalten werden, wie Bürgermeister Julio Muller erklärte.

Sala war am 21. Januar bei einem Flugzeugunglück ums Leben gekommen. Die einmotorige Propellermaschine, die den 28-jährigen Stürmer nach einem Millionenwechsel vom FC Nantes zu seinem neuen Club Cardiff City bringen sollte, stürzte in den Ärmelkanal. Die Unglücksmaschine wurde knapp zwei Wochen nach dem Absturz auf dem Grund des Ärmelkanals gefunden, nachdem Salas Familie ein privates Suchunternehmen beauftragt hatte. Salas Leichnam wurde wenige Tage später aus dem Wrack geborgen und formell identifiziert.

+++ 4.15 Uhr: Trump spricht von weiteren Geldquellen für Bau einer Grenzmauer +++

Im Haushaltsstreit in den USA sieht Präsident Donald Trump die vorläufige Vereinbarung der Unterhändler von Republikanern und Demokraten nicht als einzige Geldquelle für den von ihm geplanten Bau einer Grenzmauer zu Mexiko. Senator Richard Shelby, der führende Unterhändler der Republikaner, habe ihm gerade die Details der Vereinbarung präsentiert, schrieb Trump am Dienstagabend (Ortszeit) auf Twitter. Er schaue sich alle Aspekte in dem Wissen an, dass noch "viel Geld aus anderen Quellen" hinzukomme. Man werde fast 23 Milliarden Dollar für Grenzsicherung bekommen, schrieb Trump in einem weiteren Tweet - allerdings ohne irgendwelche Einzelheiten zu nennen, wie er auf diese Summe kommt. Unabhängig von den Mitteln für die Mauer werde diese bereits gebaut, fügte er hinzu.

+++ 3.55 Uhr: Australien will umstrittenes Flüchtlingslager wiedereröffnen +++

Die australische Regierung will ein berüchtigtes Flüchtlingslager auf der Weihnachtsinsel im Indischen Ozean wiedereröffnen. Das kündigte der durch eine Abstimmungsniederlage in der Flüchtlingspolitik unter Druck geratene Premierminister Scott Morrison am Mittwoch an. Mit der Wiedereröffnung des Lagers solle auf einen zu erwartenden Anstieg der Flüchtlingszahlen reagiert werden, sagte der konservative Premier. Das Lager auf der abgelegenen Weihnachtsinsel war erst im Herbst geschlossen worden. Morrison hatte am Dienstag im Parlament eine herbe Abstimmungsniederlage erlitten. Die Abgeordneten stimmten mit knapper Mehrheit für einen Gesetzentwurf aus der Opposition zur medizinischen Versorgung von Flüchtlingen, den seine konservative Minderheitsregierung abgelehnt hatte. Das Gesetz gibt Asylsuchenden, die in Flüchtlingslagern auf abgelegenen Inseln festgehalten werden, das Recht, für eine Behandlung nach Australien gebracht zu werden.

+++ 3.30 Uhr: Mann schießt Ex-Freundin und sich selbst in den Kopf - Täter stirbt +++

Mitten in Wien hat ein Mann seiner Freundin und dann sich selbst in den Kopf geschossen. Wie die Polizei mitteilte, starb der 53-jährige Schütze kurz nach der Tat im Krankenhaus. Die 48 Jahre alte Frau liegt im Koma. Ursprüngliche Angaben, wonach der Tat ein Streit in einem Lokal und auf der Straße vorausging, bestätigten sich laut Polizei nicht. Es soll sich laut Zeugenaussagen um ein seit Jahren liiertes Paar handeln. Die Waffe dürfte der mutmaßliche Täter den Angaben zufolge illegal besessen haben. Das Motiv ist noch unklar.

Hinweis: Ursprünglich hatte die Polizei gemeldet, die Frau sei gestorben und der Mann liege in sehr kritischem Zustand im Krankenhaus. Wir haben die Meldung entsprechend den neuen Angaben der Polizei aktualisiert.

+++ 2.15 Uhr: Streit zwischen Paris und Rom: Macron und Mattarella telefonieren +++

Im Streit zwischen Frankreich und Italien haben die Staatschefs beider Länder, Emmanuel Macron und Sergio Mattarella, die Bedeutung der bilateralen Beziehungen hervorgehoben. Die beiden Präsidenten telefonierten nach Angaben des Elysée-Palasts am Dienstag miteinander, nachdem wiederholte Verbalattacken italienischer Minister Paris erbost hatten. Macron und Mattarella hoben demnach die "besondere Verantwortung" beider Länder hervor, sich gemeinsam für die "Verteidigung und Wiederbelebung der Europäischen Union" einzusetzen. Frankreich und Italien hätten Europa gemeinsam aufgebaut.

+++ 1.45 Uhr: Heil beharrt auf Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung +++

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) beharrt trotz Kritik aus der Union auf die Einführung einer Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung. Eine Ministeriumssprecherin wies am Dienstagabend einen Bericht der "Bild"-Zeitung zurück, wonach sich eine Einigung auf eine eingeschränkte Bedürftigkeitsprüfung abzeichne. Solche Berichte würden "jeder Grundlage" entbehren. "Wie angekündigt, wird das Bundesministerium für Arbeit und Soziales seinen Referentenentwurf in der ersten Jahreshälfte vorlegen und in die Ressortabstimmung geben", erklärte die Sprecherin. "Dieser wird auf dem vom Bundesminister für Arbeit und Soziales vorgestellten Modell, das keine Bedürftigkeitsprüfung enthält, basieren."

+++ 1.05 Uhr: Rapper 21 Savage kommt in USA gegen Kaution frei +++

Anderthalb Wochen nach seiner Festnahme durch die US-Einwanderungsbehörde ICE ist Rapper 21 Savage ("Rockstar") gegen Kaution auf freien Fuß gekommen. Der in Großbritannien geborene 26-Jährige war im Südstaat Georgia wegen eines mutmaßlichen Verstoßes gegen Einwanderungsgesetze festgehalten worden. Nach einer Gerichtsanhörung am Dienstag kam er seinen Anwälten zufolge gegen Kaution von 100 000 Dollar (88.000 Euro) frei. "Er hat seine Freiheit gewonnen. Er ist dankbar für die Unterstützung der Gemeinde und freut sich darauf, seine Geliebten zu sehen und weiterhin Musik zu machen, die Menschen vereint", twitterte Anwalt Charles Kuck. Unter anderem hatten sich Rapper Jay-Z, Lil Yachty sowie Rapperin Cardi B für seine Freilassung eingesetzt.

+++ 0.05 Uhr: Sämtliche Häftlinge aus Gefängnis im Süden Haitis ausgebrochen +++

Bei einem Massenausbruch aus einem Gefängnis im Süden Haitis sind am Dienstag alle 78 Häftlinge entkommen. Zeugen berichteten, dass sich die Flucht während einer Kundgebung gegen Präsident Jovenel Moïse vor einem an die Haftanstalt in Aquin angrenzenden Polizeirevier ereignet habe. Die Polizei teilte mit, es seien Ermittlungen zum Ausbruch eingeleitet worden. Die landesweiten Proteste gegen Moïse hatten am vergangenen Donnerstag begonnen. Seitdem gehen in der Hauptstadt Port-au-Prince und anderen Orten täglich tausende Menschen auf die Straße, um einen Rücktritt des seit zwei Jahren amtierenden Staatschefs zu fordern.  Auslöser der Demonstrationen, die teilweise in Gewalt umschlugen, war ein Bericht, der Missmanagement von zahlreichen Ex-Ministern und Regierungsvertretern sowie eine mögliche Veruntreuung von Hilfskrediten offenlegte.     Der Karibikstaat Haiti ist das ärmste Land der westlichen Hemisphäre. Verschärft wurde die Lage durch ein verheerendes Erdbeben im Januar 2010, bei dem etwa 200.000 Menschen ums Leben kamen. Die Bevölkerung leidet unter Massenarbeitslosigkeit und einer hohen Inflationsrate.      Auch die Lage in den Gefängnissen des Landes ist äußerst prekär. Die Haftanstalten sind überfüllt, es fehlt an Essen und die hygienischen Zustände sind katastrophal. Viele der Gefangenen müssen jahrelang auf ein Gerichtsverfahren warten.

US-Präsident : Peinlicher Fehler in El Paso: Trump überschätzt Zahl der Zuschauer um Zehntausende
jek / fs / DPA / AFP