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News des Tages: Offiziell: Oslo-Attentäter Anders Behring Breivik hat einen neuen Namen

Horrorclown zu Freiheitsstrafe verurteilt +++ Generalbundesanwalt ermittelt zu Kabul-Anschlag +++ Iran: "USA entwickeln sich zum Verbündeten des IS" +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker.

Anders Behring Breivik hat sich offiziell in Fjotolf Hansen umbenannt

Anders Behring Breivik hat sich offiziell in Fjotolf Hansen umbenannt.

Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker:

+++ 18.54 Uhr: Londoner "Skateboard-Held" erhält posthum Zivilcourage-Preis +++

Nach dem Anschlag auf London-Bridge und Borough Market mit acht Toten hat die Regierung in Madrid einen Spanier posthum für seinen selbstlosen Einsatz zum Schutz einer von den Attentätern attackierten Frau ausgezeichnet. Ignacio Echeverría wurde das Große Kreuz für Zivilcourage verliehen, mit dem der spanische Staat "außerordentliche Dienste" von Landsleuten oder Ausländern würdigt, wie ein Sprecher der spanischen Regierung am Freitag mitteilte. Echeverría, nach dem Anschlag für seinen Mut auch als "Skateboard-Held" in den britischen Medien gefeiert, war während der Attacke einer Frau zur Hilfe geeilt. Der 39-jährige Experte für den Kampf gegen Geldwäsche bei der internationalen Großbank HSBC verteidigte sie und sich selbst mit seinem Skateboard und wurde dabei getötet. Echeverría habe den Mut gehabt, sich den "Terroristen entgegenzustellen, um das Leben einer jungen Frau zu retten, die angegriffen wurde", sagte der Sprecher.


+++ 18.27 Uhr: Helikopter stürzt ins Schwarze Meer - Pilot stirbt +++

Der Pilot eines bulgarischen Helikopters ist bei einem Absturz ins Schwarze Meer ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich während einer Militärübung, wie das Verteidigungsministerium in Sofia mitteilte. Der Helikopter vom Typ Panther 565 habe eine Fahne auf einer Fregatte gerammt und war dann ins Meer gestürzt. Das Unglück ereignete sich im Küstengebiet bei Warna. Die beiden anderen Besatzungsmitglieder wurden verletzt.

+++ 18.10 Uhr: Oslo-Attentäter Anders Behring Breivik ändert seinen Namen +++

Der rechtsradikale Oslo-Attentäter Anders Behring Breivik hat sich umbenannt. Der Anwalt des 38-Jährigen teilte mit, fortan werde sein Mandant amtlich als Fjotolf Hansen geführt. Über die Gründe wollte Anwalt Öystein Storrvik sich nicht äußern. Unter dem Namen Fjotolf Hansen ist der inhaftierte Attentäter fortan auch als Eigentümer des Unternehmens Geofarm eingetragen, über das er den Sprengstoff für den Anschlag 2011 beschafft hatte. Am 22. Juli 2011 hatte Breivik alias Hansen 69 Teilnehmer eines Sommercamps der sozialistischen Partei Norwegens umgebracht - die meisten von ihnen waren Jugendliche. Kurz zuvor hatte er mit einer Bombe vor einem Regierungsgebäude in Oslo acht Menschen getötet. Derzeit verbüßt der 38-Jährige eine Haftstrafe von 21 Jahren, die möglicherweise darüber hinaus verlängert werden kann.

+++ 16.33 Uhr: Manchester-Attentäter wollte möglichst viele Menschen töten +++

Der Attentäter von Manchester hat nach Polizeiangaben die "größtmögliche Zahl unschuldiger Menschen" töten wollen. Die in seinem Rucksack mitgeführte Bombe habe eine "riesige Zahl kleiner Metallobjekte enthalten", die bei der Detonation "mit hoher Geschwindigkeit in alle Richtungen" geflogen seien, sagte Kriminalkommissar Jonathan Chadwick bei einer gerichtlichen Anhörung in der nordenglischen Stadt. Neunzehn der Opfer seien am Ort des Terroranschlags gestorben, drei weitere seien später im Krankenhaus für tot erklärt worden. Salman Abedi, ein Brite libyscher Herkunft, hatte am 22. Mai nach einem Pop-Konzert der US-Sängerin Ariana Grande mit einer Bombe 22 Menschen getötet. Nach dem Anschlag wurden insgesamt 21 Menschen festgenommen. Davon sind 18 inzwischen wieder auf freiem Fuß.

+++ 15.40 Uhr: Horrorclown aus NRW zu Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt +++

Ende des Spuks: In einem der ersten Strafprozesse gegen sogenannte Horrorclowns ist eine Freiheitsstrafe verhängt worden. Angeklagt war ein Paar aus dem nordrhein-westfälischen Datteln. Wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr wurde eine 35-jährige Frau zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt, ihr 29 Jahre alter Freund muss 1000 Euro Geldstrafe zahlen. Laut Urteil des Amtsgerichts Recklinghausen waren die Angeklagten im Oktober 2016, neun Tage vor dem Gruselfest Halloween, mit einer Clownsmaske und einer Totenkopfmaske auf eine Straße bei Datteln gesprungen. Dabei wurden mehrere Autofahrer zu riskanten Ausweichmanövern gezwungen. Die Richterin sprach von einem "gefährlichen Schauspiel". Die Angeklagten seien mehrfach hektisch auf die Straße gesprungen und hätten dabei mit den Händen herumgefuchtelt. Teilweise sollen sie auch auf Motorhauben geschlagen haben. Zeugen hatten im Prozess berichtet, dass sich die Maskierten "wie die Irren" aufgeführt hätten. Einer sprach davon, er habe den "blanken Horror" erlebt.

+++ 15.25 Uhr: Früherer Motorrad-Rennfahrer Max Biaggi bei Unfall schwer verletzt +++

Der ehemalige italienische Motorradrennfahrer Max Biaggi ist nach Medienberichten bei einem Unfall schwer verletzt worden. Der 45-Jährige sei nach dem Unglück auf der Rennstrecke Sagittario in der Stadt Latina in ein römisches Krankenhaus gebracht worden, berichteten die Nachrichtenagenturen Ansa und ADN Kronos. Offenbar war Biaggi bei einem Training gestürzt. Er sei nicht in Lebensgefahr. Biaggi gewann 2010 und 2012 unter anderem die Superbike-Weltmeisterschaft, bevor er sich zurückzog.

+++ 15.06 Uhr: Hannelore Kraft löscht alle Social-Media-Accounts +++

Sie galt einmal als aussichtsreiche Herausforderin von Angela Merkel, nun zieht sich die abgewählte Ministerpräsidentin von NRW, Hannelore Kraft, praktisch vollkommen aus der politischen Öffentlichkeit zurück. Die auch als Landeschefin ihrer Partei zurückgetretene SPD-Politikerin hat sämtliche Nutzerkonten in sozialen Medien löschen lassen. Im Kurznachrichtendienst Twitter erscheint bei Aufruf ihres Namens nur noch der Hinweis: "Sorry, diese Seite ist nicht existent". Außerhalb von Wahlkampfzeiten war Kraft allerdings ohnehin keine besonders aktive Nutzerin sozialer Medien. Oft gab es tagelang keine neuen Einträge. Wie der WDR berichtete, wird Kraft auch nicht am außerordentlichen Parteitag der NRW-SPD an diesem Samstag in Duisburg teilnehmen. Dort will sich Bauminister Michael Groschek als neuer Landesparteichef bewerben.

+++ 14.57 Uhr: Mann überfällt Banken nahe München – auf der Flucht +++

Ein bislang unbekannter Mann hat gegen Mittag zwei Banken in der Nähe von München überfallen. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge schlug der Bankräuber im Landkreis Freising zu, wo er zwei Filialen der Freisinger Bank überfallen haben soll. Der Mann soll die Bankangestellten mit einer Waffe bedroht haben. Der Räuber ist aktuell auf der Flucht, ein Großeinsatz läuft. Der Unbekannte soll mehrere Tausend Euro Bargeld erbeutet haben. 

+++ 14.33 Uhr: Ein gewittriges Sommer-Wochenende steht bevor +++

Deutschland steht ein heißes, aber auch gewittriges Wochenende bevor: Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) steigen die Temperaturen in den kommenden Tagen auf Werte bis zu 32 Grad. Doch damit steigt zugleich auch die Gefahr von Gewittern.

"Blitze, Blitze, Blitze - so lautet das Motto der nächsten Tage bis einschließlich Montag", sagte ein Meteorologe des DWD in Offenbach.

Vor allem am Sonntagnachmittag und in der Nacht zum Montag können sich kräftige Gewitter entladen. Am stärksten sind sie den Angaben zufolge im Norden Deutschlands und an der Küste. 

+++ 13.28 Uhr: Galt Anschlag in Kabul deutscher Botschaft? Generalbundesanwalt ermittelt +++

Der Generalbundesanwalt hat Ermittlungen zu dem verheerenden Bombenanschlag von Kabul mit rund 150 Toten und mehr als 450 Verletzten aufgenommen. Das sagte der Sprecher des Auswärtigen Amts, Martin Schäfer, in Berlin. Einen Bericht des "Focus", nach dem die deutsche Botschaft das Ziel des Anschlags war, wollte er mit Hinweis auf die noch laufenden Ermittlungen nicht kommentieren. "Ich glaube, es ist nicht opportun, diesen Ermittlungen in irgendeiner Weise öffentlich vorzugreifen." Schäfer kündigte an, dass bald ein deutsches Expertenteam nach Kabul geschickt werde, um die Ermittlungen zu unterstützen.


+++ 13.13 Uhr: Viele Tote durch Selbstmordanschläge im Irak +++

Bei zwei IS-Selbstmordanschlägen im Irak sind mindestens 29 Menschen getötet und mehr als 46 verletzt worden. Ein Angreifer sprengte sich in der Stadt Al-Hilla nach Polizeiangaben auf einem Markt in die Luft. Dabei starben mindestens 20 Zivilisten, 30 weitere wurden verletzt. Al-Hilla liegt rund 100 Kilometer südlich der Hauptstadt Bagdad. In der zentralirakischen Stadt Kerbela riss ein Selbstmordattentäter mindestens neun Menschen an einem Parkhaus mit in den Tod, wie es aus Sicherheitskreisen hieß. 16 Menschen seien verletzt worden. Kerbela ist für Schiiten einer der bedeutendsten Wallfahrtsorte. Hier liegt die Grabmoschee von Imam Hussein, einem von Schiiten verehrten Enkel des Propheten Mohammed.

+++ 13.09 Uhr: G20-Gipfel in Hamburg - In vielen Bereichen der Stadt herrscht Demoverbot +++

Die Polizei in Hamburg hat für den G20-Gipfel Anfang Juli ein Demonstrationsverbot in großen Teilen der Stadt erlassen. Dieses betrifft insbesondere die Route zwischen dem Flughafen und der Innenstadt und soll die sichere Beförderung der Gipfel-Teilnehmer zum Tagungsort gewährleisten. Von der Allgemeinverfügung betroffen sind auch die Stadtteile rund um die Messe und die Außenalster, wie Innensenator Andy Grote (SPD) und Polizeipräsident Ralf Martin Meyer erklärten. Zeitweise soll das Demonstrationsverbot auch rund um die Elbphilharmonie und die Speicherstadt gelten, wo die Gipfelteilnehmer ein Konzert besuchen werden.

+++ 11.41 Uhr: Philip-Morris-Chef würde seinen Kindern vom Rauchen abraten +++

Der weltgrößte Tabakkonzern Philip Morris International läutet seine Abkehr von der herkömmlichen Zigarette ein - und will künftig immer stärker auf E-Zigaretten setzen. Seinen eigenen Kindern würde Philip-Morris-Europachef Fred de Wilde allerdings vom Rauchen abraten, wie er dem "Handelsblatt" sagte.

Auf die Frage, ob er seinen Kindern die E-Zigarette "Iqos" des Unternehmens empfehlen würde, sagte de Wilde der Zeitung: "Wenn sie Raucher wären, dann würde ich ihnen sofort zu dem neuen Produkt raten. Wenn sie Nichtraucher wären, würde ich sagen: 'Fangt erst gar nicht mit dem Rauchen an.'"

Langfristig wolle Philip Morris "alle klassischen Zigaretten durch weniger schädliche Alternativen ersetzen", sagte de Wilde. Der Konzern, der für Marken wie Marlboro und Chesterfield bekannt ist, investierte dem "Handelsblatt" zufolge in den vergangenen zehn Jahren drei Milliarden Dollar (2,7 Milliarden Euro) in die Forschung und stellte 400 Wissenschaftler ein.

+++ 11.15 Uhr: Polizei sichert Spuren nach Entführung von Zwölfjähriger +++

Nach der Entführung eines zwölfjährigen Mädchens in Leipzig wertet die Polizei Spuren aus. Unter anderem werde der Transporter untersucht, in dem der 36 Jahre alte Verdächtige das Kind verschleppt haben soll, sagte ein Polizeisprecher. Der mutmaßliche Täter hatte den Miettransporter für die Entführung extra präpariert und die Scheiben abgeklebt. Die Zwölfjährige war am Mittwochnachmittag nach der Schule entführt worden. Sie konnte jedoch aus dem Fahrzeug heraus mit dem Handy den Notruf der Polizei wählen. Die Fahnder machten daraufhin den Wagen ausfindig, stoppten ihn in Sachsen-Anhalt und befreiten das Mädchen. Gegen den 36-Jährigen wurde Haftbefehl erlassen.

+++ 10.58 Uhr: "USA entwickeln sich zum Verbündeten des IS" +++

Nach Einschätzung des Irans entwickeln sich die USA zu einem Verbündeten der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Nur so sei es zu erklären, dass genau am Tag der zwei IS-Anschläge in Teheran, neue Sanktionen des US-Senats gegen die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) erlassen wurden. "Das war herzlos und dumm", sagte Parlamentspräsident Ali Laridschani. Die Amerikaner berücksichtigten dabei nicht, dass genau diese Revolutionsgarden in Irak und Syrien gegen IS-Terroristen kämpften und diese ausrotten wollten, so Laridschani.

Es sei bedauerlich zu sehen, dass der ehemalige Vorreiter der Demokratie in der Welt nun nur darauf bedacht sei, mit undemokratischen Ländern Geschäfte zu machen, erklärte der Parlamentspräsident. Für diesen neuen Kurs der USA sei der Waffendeal von US-Präsident Donald Trump mit einem autoritärem Land wie Saudi Arabien ein klarer Beleg.   

+++ 10.40 Uhr: Geiselnahme in Newcastle +++

In einer Arbeitsvermittlungsstelle in Newcastle, einer Stadt im Nordosten von England, hat ein Mann offenbar mehrere Personen in Geiselhaft genommen. Das berichten britische Medien übereinstimmend. Der Mann habe das Gebäude mit einem Messer betreten und mehrere Personen festgehalten.

Fünf Personen seien mittlerweile wieder frei, berichtete der "Mirror" und berief sich dabei auf Zeugenaussagen. Eine Person sei wohl noch in der Gewalt des Mannes. 

Verletzte gebe es keine, einige Mitarbeiter hätten zudem fliehen können, erklärte die Polizei. Derzeit liefen Verhandlungen mit dem Geiselnehmer.

+++ 9.55 Uhr: Majestätsbeleidigung - Mann in Thailand zu 35 Jahren Haft verurteilt +++ 

Ein 34-jähriger Mann ist in Thailand wegen Majestätsbeleidigung zu 35 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Ein Militärgericht in Bangkok verurteilte den 34-Jährigen unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu 70 Jahren Haft, halbierte die Strafe dann aber wegen des Geständnisses des Mannes, von dem nur der Vorname Wichai bekanntgegeben wurde. Er hatte sich zunächst für unschuldig erklärt, nach mehr als einem Jahr im Gefängnis aber gestanden.
Der Mann soll die Familie des thailändischen Königs Maha Vajiralongkorn mit Fotos und Videos beleidigt haben, die er auf der Online-Plattform Facebook veröffentlichte. Seit 2014 wurden nach den drakonischen Gesetzen zur Majestätsbeleidigung mehr als hundert Menschen verurteilt. Die UNO sieht darin mögliche Menschenrechtsverletzungen.

+++ 9.48 Uhr: Feuerwehr rettet Katzenbabys aus Glascontainer +++

Zwei Katzenbabys sind in Thüringen aus einem Glascontainer gerettet worden. Sie wurden vermutlich ausgesetzt. Die Feuerwehr befreite sie am Donnerstag aus ihrer misslichen Lage, wie die Polizei in Saalfeld mitteilte. Eine Anwohnerin hatte die Tiere in Rehmen jammern gehört und die Rettungskräfte alarmiert.
Sie öffneten daraufhin den Container und holte die Katzenbabys heraus. Laut Polizei wären sie ohne Hilfe nicht allein aus dem Behälter gekommen. Die Katzen kamen in eine Pflegestelle. Die Polizei prüft nun, ob sie absichtlich in den Container gesteckt wurden.

+++ 8.42 Uhr: Pferd stoppt Züge zwischen Hamburg und Berlin +++

Ein Pferd im Gleis hat eine kurzzeitige Sperrung der Bahn-Schnellfahrstrecke von Hamburg nach Berlin ausgelöst. Das aus einer Koppel ausgebüxte Tier war am Donnerstag nahe der Ortschaft Schwanheide mit dem Huf in eine Weiche geraten und konnte sich nicht mehr befreien, wie die Bundespolizei am Freitag in Rostock mitteilte. Ein herannahender IC kam noch rechtzeitig vor der Weiche zum Stehen.

Wegen des tierischen Missgeschicks wurde die Schnellfahrstrecke am Donnerstagnachmittag von 15.45 Uhr bis 16.35 Uhr voll gesperrt. In dieser Zeit konnte das Pferd aus seiner misslichen Lage befreit werden - eine Untersuchung durch einen Tierarzt ergab, dass der Vierbeiner unverletzt geblieben war. Durch die Streckensperrung hatten sieben Züge insgesamt 208 Minuten Verspätung.

+++ 8.35 Uhr: Auto rammt Polizisten in Washington +++

In einem Ausgehviertel in Washington sind zwei Polizisten und ein städtischer Mitarbeiter von einem Auto angefahren und verletzt worden, einer von ihnen lebensbedrohlich. Die beiden Insassen des Fahrzeugs konnten festgenommen werden, wie die Polizei am Donnerstagabend (Ortszeit) mitteilte. Bei ihnen wurde eine Waffe gefunden. Den Angaben nach streiften sie mit ihrem schnell fahrenden Wagen die beiden Fahrradpolizisten, bevor sie im Viertel Adams Morgan über eine Kreuzung rasten und dabei einen geparkten Lkw rammten. Ein Beamter sei in einem äußerst kritischen Zustand, die Verletzungen der beiden anderen seien nicht lebensbedrohlich. Die Polizei werde nun prüfen, ob die Tat einen terroristischen Hintergrund habe, hieß es.


+++ 7.57 Uhr: Frau stirbt bei Wohnungsbrand in Berlin +++

Beim Brand einer Wohnung in Berlin ist eine Frau ums Leben gekommen. Nach Angaben der Feuerwehr hatten Rettungskräfte noch versucht, sie zu reanimieren. Todesursache ist den Angaben zufolge vermutlich eine Rauchgasvergiftung. Die Frau wohnte im dritten Stock des Altbaus in Kreuzberg, der am Freitagmorgen in Brand geriet. Ein Bewohner erlitt schwere Verletzungen, vier weitere leichte.

Das Feuer brach nach Angaben der Einsatzkräfte im ersten Stock des Mehrfamilienhauses aus. Anwohner berichteten von einem lauten Knall und hohen Stichflammen. Der Brand griff laut Feuerwehr auf die darüber liegenden Stockwerke über. Die Bewohner konnten alle in Sicherheit gebracht werden. Etwa 100 Feuerwehrleute waren vor Ort. Die Löscharbeiten dauerten am Morgen an. Weshalb es zu dem Brand kam, war zunächst unklar.

+++ 6.33 Uhr: US-Whistleblowerin bekennt sich nicht schuldig +++

Nach ihrer Festnahme wegen der mutmaßlichen Weitergabe eines geheimen Dokuments des US-Geheimdienstes NSA an ein Medienunternehmen hat Reality Leigh Winner vor einem Gericht auf nicht schuldig plädiert. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft gab die 25-Jährige während einer Anhörung in Augusta im US-Bundesstaat Georgia allerdings zu, ein vertrauliches Dokument an eine Nachrichtenagentur weitergegeben zu haben. Eine Freilassung gegen Kaution sei abgelehnt worden.

Die Vorwürfe gegen Winner drehen sich um ein als streng geheim eingestuftes NSA-Dokument aus dem Mai. Es geht darin um angebliche Erkenntnisse des Geheimdienstes zu bislang unbekannten russischen Hackeraktivitäten, die auf die US-Präsidentschaftswahl im November 2016 zielten. Russland bestreitet die neuen Vorwürfe. 

+++ 5.17 Uhr: Massengrab in Mexiko entdeckt +++

Ermittler haben in der mexikanischen Urlaubsregion Los Cabos ein Massengrab entdeckt. Mindestens 14 Leichen seien in San José de los Cabos im Bundesstaat Baja California Sur gefunden worden, teilte die örtliche Staatsanwaltschaft mit. Sie seien bereits stark verwest gewesen. Forensiker entnahmen Gewebeproben, um die Toten zu identifizieren.

In dem beliebten Urlaubsgebiet an der Pazifikküste hatte die Kriminalität zuletzt zugenommen. Die Sicherheitsbehörden machen Revierkämpfe zwischen verfeindeten Banden für die jüngste Gewaltwelle verantwortlich. In Mexiko entdeckt die Polizei immer wieder Massengräber. In dem lateinamerikanischen Land werden rund 30.000 Menschen vermisst.

+++ 5.06 Uhr: Innenminister wollen bessere Sicherheits-Checks +++

Die Innenministerkonferenz von Bund und Ländern wird sich nach einem Zeitungsbericht mit Sicherheitsüberprüfungen von Mitarbeitern bei Großveranstaltungen befassen. Der Mainzer Innenminister Roger Lewentz (SPD) wolle das Thema bei der Konferenz Mitte Juni in Dresden zur Sprache bringen - als Reaktion auf den Terrorverdacht beim Festival "Rock am Ring", schreibt die Zeitung "Die Welt".

Ruhig und gelassen haben die Besucher von Rock am Ring das Gelände nach der Terrorwarnung verlassen


Geprüft werden solle beispielsweise, ob künftig alle Beschäftigten auf einem Festivalgelände einen Ausweis mit Lichtbild tragen müssen. Die beiden verdächtigen Syrer, die bei einer Aufbaufirma für "Rock am Ring" tätig waren, hatten lediglich Bändchen bekommen. Wegen des Verdachts war das Festival unterbrochen und das Festivalgelände vorübergehend evakuiert worden. Die Behörden sind bisher darauf angewiesen, dass die von den Veranstaltern übermittelten Daten korrekt sind. Dies sei aus Sicht des rheinland-pfälzischen Innenministeriums aber ein Problem, hieß es.

+++ 4.15 Uhr: Japanisches Parlament ermöglicht Rückzug des Kaisers +++

Japan ermöglicht seinem beliebten Kaiser Akihito den ersehnten Ruhestand: Nach dem Unterhaus stimmte auch das Oberhaus für ein Gesetz, das erstmals seit 200 Jahren eine Abdankung des Monarchen erlaubt. Es gilt nur für den 83-jährigen Akihito, der nun binnen drei Jahren abdanken muss. Japanische Medien rechnen damit, dass dieser Schritt Ende 2018 erfolgen könnte.

Der Monarch hatte Japan im vergangenen Sommer mit dem Wunsch in Aufruhr versetzt, die Krone an seinen ältesten Sohn, Kronprinz Naruhito, weiterzureichen. Als Gründe für seinen Entschluss nannte er sein Alter und gesundheitliche Probleme. Akihito wurde zuletzt wegen Prostatakrebs behandelt und musste sich einer Herzoperation unterziehen. Der überaus beliebte Kaiser sitzt seit fast drei Jahrzehnten auf dem Chrysanthemen-Thron. Japan hat bereits Abdankungen seiner Kaiser erlebt, die letzte liegt aber mehr als 200 Jahre zurück.

+++ 3.02 Uhr: 8000 Puten sterben bei Feuer +++

8000 Puten sind bei einem Feuer im Stall eines Mastbetriebs im Münsterland verendet. Nach ersten Erkenntnissen war der Brand am wegen eines technischen Defekts in der Futteranlage in Borken ausgebrochen, wie die Polizei mitteilte.

Die Feuerwehr habe die Situation schnell in den Griff bekommen und Schäden am Gebäude verhindert, sagte eine Polizeisprecherin. In einer ersten Mitteilung hatte es noch geheißen, der Stall brenne in voller Ausdehnung. Menschen wurden nicht verletzt. Wie genau die Tiere umkamen, ob durch Kohlenmonoxidvergiftung oder in den Flammen, wurde zunächst nicht bekannt.

+++ 2.43 Uhr: Syrien: 400 Angriffe auf Ärzte und Krankenhäuser in einem Jahr +++

Krankenhäuser und medizinisches Personal in Syrien sind einer Studie zufolge innerhalb eines Jahres mehr als 400 Mal attackiert worden. 261 Menschen seien bei den zwischen November 2015 und Dezember 2016 registrierten Angriffen getötet und fast 700 weitere verletzt worden, hieß es in einem in der Fachzeitschrift "The Lancet" veröffentlichten Artikel. In dem Bürgerkriegsland werde in beispielloser Weise gezielt Gewalt eingesetzt, um den Zugang zur Gesundheitsversorgung zu blockieren.

Der Untersuchung zufolge wurde in diesem Zeitraum fast jedes zweite Krankenhaus in den von Rebellen kontrollierten Gebieten attackiert, ein Drittel von ihnen mehrfach. Die Studie beruht auf Daten, die von Krankenhausmitarbeitern via WhatsApp gesammelt wurden. Die Angaben der knapp 300 Informanten wurden mit anderen Berichten über die jeweiligen Angriffe abgeglichen.

Syrien Krieg Kämpfer Bombeneinschlag


+++ 1.16 Uhr: Starke Vermüllung deutscher Küsten +++

Die Müllbelastung an den deutschen Küsten ist dem Umweltbundesamt (UBA) zufolge besorgniserregend. In der Nordsee und an deren Küstenabschnitten habe es im Vergleich zum Jahr 2012 "keine signifikanten abnehmenden Trends" beim Meeresmüll gegeben, heißt es nach einem Bericht der "Funke Mediengruppe" in einem Faktenpapier des Umweltbundesamtes. An den Stränden seien im Durchschnitt 389 Müllteile auf 100 Metern gefunden worden.

Der ganz überwiegende Teil sei Plastik, aber auch Glas, Gummi oder verarbeitetes Holz. Dafür verantwortlich seien unter anderem die Fischerei sowie Tourismus- und Freizeitaktivitäten. Auch an der erstmals untersuchten Ostseeküste hätten Forscher eine problematische Vermüllung festgestellt. Durchschnittlich seien hier rund 70 Teile auf 100 Meter Küstenlinie gefunden worden. Alarmiert hätten sich die Forscher über die weite Verbreitung von Mikroplastikartikeln gezeigt. In Nord- und Ostsee untersuchte tote Fische hätten zu 69 Prozent solche Mikroplastikartikel aufgewiesen.


+++ 0.51 Uhr: Großbritannien-Wahl: Tories verlieren absolute Mehrheit +++

Die Parlamentswahl in Großbritannien hat Premierministerin Theresa May laut ersten Prognosen nicht das gewünschte starke Mandat für die bevorstehenden Brexit-Verhandlungen verschafft. Nachwahlbefragungen zufolge, die mehrere Sender unmittelbar nach Schließung der Wahllokale veröffentlichten, wurden die Konservativen zwar erneut stärkste Kraft, würden aber mit 314 von 650 Sitzen die absolute Mehrheit verfehlen. Die oppositionelle Labour-Partei gewann den Prognosen zufolge deutlich hinzu.


+++ 0.12 Uhr Mindestens 17 Zivilisten bei Luftangriff in Syrien getötet +++

Bei Luftangriffen der US-geführten Militärkoalition auf die syrische Dschihadistenhochburg Raka sind nach Angaben von Aktivisten mindestens 17 Zivilisten getötet worden. Bei den Bombardements in der Nacht sei unter anderem ein Internetcafé im westlichen Vorort Dschasra getroffen worden, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Es seien weitere Tote zu befürchten, da es zahlreiche Verletze gebe.

+++ 0.07 Uhr: Bombenanschlag in Kabul galt offenbar deutscher Botschaft +++

Der verheerende Bombenanschlag von Kabul mit 160 Toten und über 450 Verletzten aus der Vorwoche sollte nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus" gezielt die deutsche Botschaft treffen. Einem aufmerksamen Wachmann sei es zu verdanken, dass die deutschen Diplomaten und ihre Mitarbeiter durch splitternde Scheiben nur Schnittwunden erlitten, berichtet das Magazin unter Verweis auf ein "erstes Fazit deutscher Sicherheitsbehörden" und einen ersten Untersuchungsbericht.


Der Wachmann habe am Morgen einen Tanklaster angehalten, der Zufahrt zur Botschaft verlangte, um dort Altwasser abzupumpen. Nachfragen des Wachpostens über Funk hätten ergeben, dass ein Tankeinsatz in der Botschaft nicht vereinbart worden sei, schreibt der "Focus" unter Berufung auf den Untersuchungsbericht. Personen- und Objektschützer innerhalb der Botschaft hätten daraufhin zu größter Vorsicht geraten. Als der Hausmeister zu dem nur 50 Meter vor der Einfahrt stehenden Tanklaster gehen wollte, um die Lage zu klären, habe der Attentäter die rund 1000 Kilogramm schwere Sprengladung gezündet.

+++ 0.01 Uhr: Drei verletzte bei Gasexplosion in Hamburg +++

Wegen einer defekten Gas-Leitung ist es in einem Hamburger Mehrfamilienhaus zu einer Explosion gekommen, drei Menschen wurden dabei verletzt. Das Gas war im Keller ausgetreten und hatte sich im Haus ausgebreitet, wie die Polizei mitteilte. In einer Erdgeschosswohnung kam es dann aus zunächst unbekannten Gründen zu der Verpuffung, einer schwächeren Explosion.

Ein 35-jähriger Mann sowie eine 69 Jahre alte Frau erlitten dabei leichte Verbrennungen und kamen in ein Krankenhaus. Ein weiterer Mensch kam mit Kreislaufbeschwerden ebenfalls in die Klinik. Wegen der Druckwelle gingen Scheiben zu Bruch, Türen wurden beschädigt.

wue/dho/pg / DPA / AFP