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News des Tages : Täuschungsverdacht: Studentin muss vor Aufnahmeprüfung BH ausziehen

Maskenmann gibt PC-Passwörter preis +++ Streit um Alkohol: Prostituierte beißen um sich +++ Unfallserie auf Autobahn - Gaffer behindern Rettungskräfte +++ Lehrerin und Sohn bei Explosion im Chemieraum verletzt +++ Die News des Tages zum Nachlesen.

BH hängt im Geschäft - In Indien musste eine Studentin ihren BH vor der Prüfung ausziehen

Problematisch in medizinischen Hochschulen in Indien: Dort musste ein Studentin ihren BH vor der Aufnahmeprüfung ausziehen.

Die aktuellsten Nachrichten des Tages für Sie im Überblick.

+++ 22.06 Uhr: Verletzten nicht geholfen - Polizei sucht Zeugen nach Unfall +++

Nach einem Unfall mit vier Verletzten in Hessen sollen zahlreiche Autofahrer einfach vorbeigefahren sein und nicht geholfen haben. Noch nicht einmal einen Notruf setzten sie ab, wie die Polizei am Montag mitteilte. Zur Aufklärung des Vorfalls vom Sonntag auf der A5 bei Reiskirchen suche man weitere Zeugen. Hilfe geleistet hätten aber Insassen eines Reisebusses. Autofahrer, die nicht halfen, seien über den Standstreifen direkt an dem erheblich beschädigten Auto vorbeigefahren. Einer von ihnen sei erwischt worden. Ihm drohen nun 100 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg. Auslöser des Unfalls soll ein geplatzter Autoreifen gewesen sein.

+++ 20.51 Uhr: Sechs Tote durch Autobombe in Mogadischu +++

Mindestens sechs Menschen sind bei der Explosion einer Autobombe in der somalischen Hauptstadt Mogadischu getötet worden. Die Zahl der Verletzten wurde von den Behörden mit mindestens zehn angegeben. Neben fünf Zivilisten sei ein führender Militär, General Abdi Bashir Adan, ums Leben gekommen. Ob der Anschlags neben einem Café bewusst dem Offizier galt, konnte zunächst nicht festgestellt werden. Dieradikalislamische Al-Shabaab-Miliz bekannte sich noch am Abend zu dem Anschlag.

+++ 19.17 Uhr: Medien: Türkische Soldaten erhalten Asyl in Deutschland +++

Mehrere türkische Soldaten und ihre Familien haben nach Medienberichten Asyl in Deutschland erhalten. Wie WDR, NDR und die "Süddeutsche Zeitung" am Montag berichteten, wurden die ersten Anträge auf politisches Asyl türkischer Bürger mit Diplomatenpässen positiv beschieden. Dies habe das Bundesinnenministerium bestätigt.

Bei den anerkannten Fällen handele es sich auch um Nato-Soldaten, die vor ihrer Entlassung aus der türkischen Armee in Deutschland stationiert waren. Sie besäßen in der Regel einen Diplomatenpass. Aus dem Ministerium war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.  

+++ 18.34 Uhr: Indische Studienanwärterin muss vor Prüfung öffentlich BH ausziehen +++

In Indien hat eine Studienanwärterin wegen Täuschungsverdachts vor ihrer Aufnahmeprüfung öffentlich den BH ausziehen müssen. Die Kontrolleure hätten ihr gesagt, dass sie zur Prüfung nur zugelassen werde, wenn sie den Büstenhalter ablege, erzählte die Studentin dem Sender NDTV. Der BH-Verschluss habe den Metall-Detektor an der Zugangstür zu der medizinischen Hochschule ausgelöst. "Also habe ich den BH dort ausgezogen und meiner Mutter gegeben, die draußen wartete", sagte die junge Frau, deren Name nicht mitgeteilt wurde. Eltern einer anderen Studentin erzählten, dass ihre Tochter den Knopf einer Jeans-Hose entfernen musste, bevor sie zur Prüfung zugelassen wurde. In den Unterlagen über die Zulassung zur Prüfung ist von BHs und Jeans-Knöpfen nicht die Rede, allerdings werden dort allerhand Kleidervorschriften mitgeteilt, darunter der Verzicht auf dunkle Kleidung, lange Ärmel, Broschen, Abzeichen, feste Schuhe und Socken. Die College-Leitung verwies darauf, es gebe strikte Anweisungen nur diejenigen zur Prüfung zuzulassen, bei denen der Metall-Detektor nicht ausschlage.

Text gegen sexuellen Missbrauch: Dieses Gedicht einer jungen Inderin müssen Sie hören


+++ 18.22 Uhr: Verfolgungsjagd in Saarbücken: Mann tötet Nachbarin und sich selbst +++

Ein Mann soll im Saarland seine Nachbarin erschossen und sich auf der Flucht selbst getötet haben. Die 42-Jährige saß vor ihrem Haus in ihrem Auto, als sie von dem tödlichen Schuss getroffen wurde, wie ein Sprecher der Polizei in Saarbrücken mitteilte. Nach dem Abfeuern der Waffe floh der Täter mit einem Auto. Bei der Fahndung stoppten Polizeibeamte das Fahrzeug später an einer Kreuzung und kontrollierten den Mann. Er schoss dabei nach bisherigen Erkenntnissen in Richtung der Polizisten. Auch ein Beamter schoss, der Mann blieb aber unverletzt und setzte seine Flucht fort. Ein Spezialeinsatzkommando fand die Leiche des Mannes in dem Wagen kurz darauf in einem Waldstück bei Homburg. Er hatte sich nach ersten Ermittlungen selbst getötet. Die Hintergründe zu der Bluttat sind noch völlig unklar. 

+++ 18.01 Uhr: Täglich Tausende neue Flüchtlinge im Kongo +++

Die Vereinten Nationen haben sich besorgt über den dramatischen Anstieg der Flüchtlingszahlen in der Demokratischen Republik Kongo gezeigt. Täglich sähen sich im Schnitt 4600 Menschen in dem von zahlreichen Konflikten erschütterten Land zum Verlassen ihrer Häuser gezwungen, sagte der Leiter des dortigen UN-Büros für die Koordinierung humanitärer Hilfe (Ocha), Rein Paulsen, in Genf. Ende März waren insgesamt 3,7 Millionen Menschen im Kongo auf der Flucht - mehr als doppelt so viele wie noch Anfang 2016. Paulsen nannte die Zahlen "schockierend und dramatisch". Nach seinen Angaben flohen seit September allein in der Konfliktregion Kasai im Zentrum des Landes 1,27 Millionen Menschen vor Gewalt. In dem Zeitraum wurden in der Region mindestens 400 Menschen bei Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Rebellen getötet, und die Spannungen dauern an. Wegen Gewalt und Vertreibung sind in der Demokratischen Republik Kongo nach UN-Angaben zudem 3,8 Millionen Menschen auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Vor allem für Kinder sei die Lage dramatisch.

+++ 16.25 Uhr: Rollstuhlfahrer wird vom Zug erfasst und mitgeschleift +++

Ein 86-Jähriger in einem elektrischen Rollstuhl ist im Bremer Hauptbahnhof von einem abfahrenden Zug mitgeschleift und getötet worden. Wie die Bundespolizei in der Hansestadt mitteilte, wollte der Mann offensichtlich die Bahn noch erreichen, obwohl die Tür bereits verschlossen und der Zug abfahrbereit war. Er geriet dabei mit zwei Rädern zwischen die Bahn und die Bahnsteigkante und hielt sich in einem Spalt an der Tür fest. Etwa 30 Meter wurde der Senior den Angaben zufolge mitgeschleift, bis der Rollstuhl umkippte und der Mann schwer verletzt auf dem Bahnsteig liegen blieb. Das Zugpersonal habe den Unfall am Ende der Bahn nicht bemerken können. Auch wartende Reisende hätten keine Chance gehabt, rechtzeitig einzugreifen. "Folglich ist von einer Verkettung tragischer Umstände auszugehen, wobei keine Hinweise auf ein Fremdverschulden ermittelt werden konnten", erklärten die Beamten. Der schwere Unfall hat sich bereits am Freitagnachmittag ereignet, die Ermittlungen wurden jedoch erst jetzt abgeschlossen.

+++ 15.30 Uhr: Dutzende Menschen im Mittelmeer vermisst ++++

Nach dem Untergang eines Flüchtlingsbootes vor der libyschen Küste werden mindestens 80 Menschen vermisst. Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR teilte unter Berufung auf Überlebende mit, am Freitag habe ein Schlauchboot mit 132 Menschen an Bord in Libyen abgelegt. Nachdem dieses binnen weniger Stunden Luft verloren habe, seien nur 50 Menschen von einem Handelsschiff geborgen worden.

+++ 14.54 Uhr: Millionenteures Diadem in Karlsruhe gestohlen +++

Unbekannte Diebe haben ein kostbares, brillantbesetztes Diadem aus dem Badischen Landesmuseum in Karlsruhe gestohlen. Der Wert des Schmuckstückes wird auf 1,2 Millionen Euro geschätzt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Das Diadem wurde aus einer verschlossenen Vitrine im sogenannten Thronsaal des Museums entwendet - wann genau sei unklar. Das Fehlen des wertvollen Stückes sei am 29. April aufgefallen. Die Goldschmiedearbeit aus Gold, Platin und 367 Brillanten gehörte der Großherzogin Hilda von Baden und stammt den Angaben zufolge aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts. Das Landeskriminalamt übernahm die Ermittlungen.

Das in Karlsruhe gestohlene Diadem hat einen geschätzten Wert von 1,2 Millionen Euro

Das in Karlsruhe gestohlene Diadem hat einen geschätzten Wert von 1,2 Millionen Euro


+++ 14.34 Uhr: Bundeswehr kauft gebrauchte Panzer für 760 Millionen Euro +++

Die Bundeswehr will die Zahl ihrer Panzer in den kommenden Jahren um ein Drittel erhöhen. Das Bundesamt für Ausrüstung der Bundeswehr unterschrieb daher einen Vertrag mit dem Rüstungsunternehmen Krauss-Maffei Wegmann zur Lieferung von 104 ausgemusterten Kampfpanzern und 32 gebrauchten Fahrgestellen für rund 760 Millionen Euro. Bis 2023 solle damit die von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) geplante Zahl von 328 Panzern erreicht werden, berichtete das Bundesamt in Koblenz. Die gekauften Leopard-Panzer sollen zum Typ 2 A7V umgerüstet werden, der besser für Einsätze in der Nacht und in heißen Gebieten ausgelegt sei.

+++ 14.26 Uhr: Streit um Alkohol: Prostituierte beißen um sich +++

Im Streit um Alkohol am Arbeitsplatz haben zwei Prostituierte in Bayern um sich gebissen. Sowohl ihre Chefin als auch ein Bordellbesucher wurden in der Nacht Opfer der Beißattacken, wie die Polizei mitteilte. Die 29 Jahre alte Geschäftsführerin des Etablissements in Bad Kissingen hatte die Zwillingsschwestern auf deren mangelnde Arbeitsmoral angesprochen, weil die 44-Jährigen sich betranken. Die Chefin wurde daraufhin an den Haaren gezogen und in den Arm gebissen. Als sich der 43-jährige Gast einschaltete, biss das Duo ihn mehrfach.

Erst zwei Polizeistreifen bekamen die Situation unter Kontrolle, indem sie die Prostituierten fesselten. Dabei erwischte die Faust einer der Frauen auch einen Beamten am Kinn. Die angetrunkenen Zwillinge wurden in Gewahrsam genommen und mussten die Nacht zur Ausnüchterung hinter Gittern verbringen. 

+++ 13.55 Uhr: "Maskenmann": Serienmörder Martin N.  gibt Passwörter preis +++

Der als "Maskenmann" bekannt gewordene Serientäter Martin N. hat rund fünf Jahre nach seiner Verurteilung die Passwörter zu den bisher verschlüsselten Datenträgern preisgegeben. Die Beamten der Sonderkommission werten derzeit die Datenträger aus, die 2011 in der Wohnung des Manns gefunden wurden, wie die Polizei im niedersächsischen Verden mitteilte. Die Ermittler wollen dadurch mögliche weitere Straftaten aufdecken, die bislang nicht ans Licht kamen. Bislang gebe es keine Hinweise auf weitere Tötungsdelikte oder Missbrauchstaten. Die Beamten hatten bislang erfolglos versucht, die Passwörter auf eigene Faust zu knacken.

Martin N. war im Februar 2012 vom Landgericht Stade wegen dreifachen Mordes und sexuellen Missbrauchs von Jungen zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Das Gericht stellete eine besondere Schwere der Schuld fest. Die Anordnung der Sicherungsverwahrung hob der Bundesgerichtshof später wieder auf, weil bei einer besonderen Schwere der Schuld gefährliche Mörder über die Mindestverbüßungsdauer von 15 Jahren hinaus womöglich ohnehin bis an ihr Lebensende in Haft bleiben müssen.


+++ 13.21 Uhr: Bande überrumpelte bundesweit ältere Menschen - jahrelange Haft +++

Eine Bande von Trickbetrügern, die es bundesweit auf ältere Menschen abgesehen hatte, ist zu hohen Haftstrafen verurteilt worden. Das Landgericht Wuppertal ging dabei über die Forderungen der Staatsanwaltschaft hinaus: Haft von drei Jahren und drei Monaten bis zu neun Jahren und drei Monaten verhängte das Gericht gegen die sechs Angeklagten, die einer Großfamilie angehören. Die 24 bis 52 Jahre alten Männer hatten nach Mitteilung des Gerichts in ganz Deutschland gezielt ältere Menschen als Opfer ausgesucht und ihnen vorgeworfen, sie befänden sich im Besitz von Falschgeld. Dabei hätten sie sich als Bankmitarbeiter oder Polizisten ausgegeben und ihre überrumpelten Opfer geschickt zur Herausgabe von Bargeld, Schmuck oder EC-Karten samt PIN-Nummern überredet. 

+++ 13.09 Uhr: Zeuge zeichnet düsteres Bild von Schleckers Entwicklung vor Insolvenz +++

Ein ehemaliger Verwaltungsdirektor hat im Bankrottprozess gegen den Anton Schlecker ein düsteres Bild über die letzten Jahre der Drogeriemarktkette gezeichnet. "Das Ergebnis ist in der Summe von Jahr zu Jahr schlechter geworden, weil halt die Gesamtumsätze pro Filiale schlechter geworden sind", sagte der ehemalige Leiter der Verwaltung, der bis 2010 Mitglied der Geschäftsleitung war, bei seiner Vernehmung vor dem Stuttgarter Landgericht. Von 2008 habe Schlecker Verluste nicht mehr ausgleichen können. Er sei damals zu dem Schluss gekommen, dass weitere Sparmaßnahmen keine Wirkung mehr zeigen würden. In den Folgejahren habe er immer wieder auf eine drohende Zahlungsunfähigkeit hingewiesen. Allerdings räumte der Zeuge auch ein, dass Schlecker Ende 2010, Anfang 2011 noch nicht überschuldet gewesen sei. "Die Situation hat sich dann eigentlich im Jahr 2011 dramatisch verschärft", so der Zeuge, der bis 2008 auch für Controlling und Finanzen im Unternehmen zuständig war.


+++ 12.30 Uhr: Unfallserie auf Autobahn - Gaffer behindern Rettungskräfte +++

Nach mehreren Lkw-Auffahrunfällen mit einem Schwerverletzen auf der Autobahn 6 nahe Nürnberg haben rund 80 Schaulustige die Arbeit der Rettungskräfte behindert. Ein Polizeisprecher sprach von "katastrophalen Zuständen". Die Gaffer hätten teils direkt im Unfallbereich versucht, Foto- und Filmaufnahmen von einem Getränkelaster zu machen, dessen Ladung - vor allem Getränke-Dosen - sich über die gesamte Fahrbahn verteilt hatte. "Die Leute standen in mehreren Reihen mit ihren Kameras." Die Polizei musste letztlich mit Absperrungen die Schaulustigen zurückzudrängen. "Das hat eine große Zahl Einsatzkräfte gebunden, die eigentlich dazu da sind, Leben zu retten", betonte der Sprecher. Weil etliche Personen ihre Fahrzeuge verlassen hatten, um Fotos zu machen, sei auch die Bildung einer Rettungsgasse so gut wie nicht möglich gewesen. "Die Rettungsfahrzeuge sind zunächst überhaupt nicht zum Unfallort durchgekommen", erläuterte der Sprecher.


+++ 11.26 Uhr: Zahl der Drogentoten in Deutschland zum vierten Mal in Folge gestiegen +++

Die Zahl der Drogentoten in Deutschland ist zum vierten Mal in Folge gestiegen. Im vergangenen Jahr starben insgesamt 1333 Menschen durch Rauschgiftkonsum, wie die Bundesdrogenbeauftragte Marlene Mortler und der Präsident des Bundeskriminalamts (BKA), Holger Münch, mitteilten. Das waren 107 Menschen oder neun Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders stark stieg die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Konsum sogenannter Designerdrogen. 2016 wurden demnach 98 Todesfälle durch sogenannte Legal Highs registriert, das waren fast dreimal so viele im Jahr davor. 2015 starben 39 Menschen infolge des Konsums solcher neuer psychoaktiver Stoffe, die meist über Onlineshops als vermeintlich unbedenkliche Kräutermischungen, Badesalze, Lufterfrischer oder Pflanzendünger deklariert und verkauft werden. Ihre Zusammensetzung ist oft nicht bekannt, was hohe Risiken für die Konsumenten birgt.

+++ 11.07 Uhr: Neue Flüchtlingstragödien im Mittelmeer befürchtet +++

Bei zwei Bootsunglücken im Mittelmeer könnten wieder rund 200 Menschen ertrunken sein. 113 Migranten werden laut Aussage eines Überlebenden nach einem Schiffbruch vor der libyschen Küste vermisst, wie der Sprecher der Internationalen Organisation für Migration (IOM), Flavio Di Giacomo, sagte. Sieben Menschen hätten das Unglück überlebt. Die Nachrichtenagentur Ansa berichtete von einem weiteren Schiffbruch, bei dem nach Aussagen von Geretteten 80 Menschen ums Leben gekommen sein könnten. Die Staatsanwaltschaft in Ragusa untersuche, ob sich die Tragödie in libyschen oder internationalen Gewässern abgespielt habe, berichtete Ansa. IOM lagen dazu keine Informationen vor. 

+++ 10.14 Uhr: Putin ruft Macron zur Überwindung des Misstrauens auf +++

Der russische Staatschef Wladimir Putin hat den künftigen französischen Präsidenten Emmanuel Macron zur Überwindung von gegenseitigem Misstrauen aufgerufen. Nur so seien international Stabilität und Sicherheit zu erreichen, schrieb Putin in einem Glückwunschtelegramm. Im Wahlkampf hatte Moskau Sympathien für die Rechtspopulistin Marine Le Pen erkennen lassen, Putin hatte sie noch im März empfangen. Putin schrieb nach Kreml-Angaben, er sei zu konstruktiver Zusammenarbeit bereit. Insgesamt erwarteten russische Politiker unter Macron aber ein schwieriges bilaterales Verhältnis. "Macron hat im Wahlkampf einige Aussagen gemacht, die gegen Russland gerichtet waren", sagte der Senator Alexej Puschkow vom Föderationsrat in Moskau der Agentur Interfax zufolge.


+++ 9.53 Uhr: Familiendrama im Sauerland: Mutter und ihre Kinder tot +++

Eine 44-jährige Mutter hat nach Ermittlungen der Polizei im Sauerland ihre zwei Töchter und sich selbst getötet. Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft wurden die Leichen der sechs- und siebenjährigen Kinder und ihrer Mutter am Sonntag in einer Wohnung in Arnsberg gefunden. Als einen möglichen Hintergrund der Tat nannten die Behörden Angst der Mutter vor einer bevorstehenden Wegnahme der Kinder.

+++ 9.54 Uhr: Kubicki schließt Ampel-Koalition unter Führung Albigs aus +++

Nach der Landtagswahl in Schleswig-Holstein hat FDP-Spitzenkandidat Wolfgang Kubicki eine Ampel-Koalition unter dem bisherigen Ministerpräsidenten Torsten Albig ausgeschlossen. Auch insgesamt tendiere die Wahrscheinlichkeit einer Ampel aus SPD, Grünen und FDP gegen null, sagte Kubicki. Albigs Sozialdemokraten hatten bei der Wahl am Sonntag eine klare Niederlage erlitten.

+++ 7.40 Uhr: IS-Anführer in Afghanistan getötet +++

Der Anführer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Afghanistan, Abdul Hasib, ist bei einem Angriff von afghanischen und US-Soldaten getötet worden. Die US-Streitkräfte bestätigten in einer Erklärung den Tod Hasibs und "mehrerer weiterer ranghoher Vertreter" sowie von 35 Kämpfern der Dschihadistenmiliz bei einem Angriff Ende April im Osten des Landes. Der Tod Hasibs und seiner Vertrauten könne den IS am Hindukusch "bedeutend" schwächen und das Ziel der Zerstörung der Miliz noch in diesem Jahr näher rücken lassen, hieß es in einer älteren Erklärung der US-Truppen. 

+++ 7.20 Uhr: Zwölf Verletzte bei Wohnhaus-Brand +++

Bei einem Wohnhaus-Brand in Baden-Württemberg sind zwölf Menschen verletzt worden, einer von ihnen schwer. Nach Angaben der Polizei war das Feuer im Keller des Gebäudes in Murr im Kreis Ludwigsburg ausgebrochen. Bei elf Verletzten bestand der Verdacht einer Rauchvergiftung. Ein weiterer erlitt Verbrennungen beim Versuch, die Flammen zu löschen. Nähere Angaben zu den Verletzten oder zur Brandursache gab es zunächst nicht.

+++ 6.30 Uhr: Sechsjähriger bei Zusammenstoß mit Auto schwer verletzt +++

Ein sechsjähriges Kind ist bei einem Verkehrsunfall im niederrheinischen Kaarst bei Neuss schwer verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, kam es zu dem Unfall, als der Junge am Sonntagnachmittag zwischen geparkten Autos vor den Wagen einer 28-jährigen Fahrerin lief. Trotz Vollbremsung erfasste das Fahrzeug das Kind und verletzte es schwer. Der Junge wurde zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht.

+++ 4.50 Uhr: Linke: Macrons Kurs kann Rechtsruck nicht aufhalten +++

Linken-Chef Bernd Riexinger sieht den Rechtspopulismus in Europa durch den Wahlsieg des Linksliberalen Emmanuel Macron in Frankreich nicht gebannt. "Macrons politische Vision ist die französische Version der Agenda 2010", sagte Riexinger der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Damit seien weitere Privatisierungen und eine Vertiefung der sozialen Widersprüche vorprogrammiert. "Dadurch kann der tiefgreifende Rechtsruck nicht aufgehalten werden."

+++ 4.06 Uhr: Explosion in Chemieraum - Lehrerin und Sohn verletzt  +++

Bei einer Explosion in einem Chemieraum eines niedersächsischen Gymnasiums sind eine Lehrerin und ihr Sohn leicht verletzt worden. "Die beiden waren am Sonntag vermutlich damit beschäftigt, Chemikalien aufzufüllen, als das Unglück passierte", sagte ein Polizeisprecher. Durch die Explosion einer Flasche mit einer flüssigen Substanz sei Salzsäure freigesetzt worden. Die 56-jährige Lehrerin der Schule in Hameln und ihr 24 Jahre alter Sohn kamen in eine Klinik. Über die Art ihrer Verletzungen konnte der Sprecher zunächst nichts sagen. Die Feuerwehr rückte an und entsorgte die Chemikalien.

+++ 2.24 Uhr: Hilfsorganisation vermutet hunderte Cholera-Fälle im Jemen +++

Im Jemen sind hunderte Menschen mutmaßlich an Cholera erkrankt. Ein Sprecher der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) sagte, in den vergangenen drei Wochen seien mehr als 570 Menschen behandelt worden, bei denen der Verdacht auf Cholera bestehe. "Wir haben die Sorge, dass die Krankheit sich zu einer Epidemie ausweiten könnte", sagte Sprecher Ghassan Abu Tschaar. Die schiitischen Huthi-Rebellen sprachen indes von mehr als 1600 Cholera-Fällen in zwölf Provinzen, wie es auf dem Nachrichtenportal Sabanews hieß. Ein Sprecher des jemenitischen Gesundheitsministeriums bestätigte, dass die Cholera im Jemen wieder ausgebrochen sei.

ivi/wue / AFP / DPA