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News des Tages: US-Präsidentschaftswahl: Clintons Team unterstützt Neuauszählung

+++ Therapeutin zwei Tage lang entführt +++ Syrische Truppen erorbern Rebellenviertel von Aleppo +++ Fotograf David Hamilton tot +++ Vermisster Bergsteiger abgestürzt +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Trotz Neuauszählung wird Hillary Clinton laut Experten wohl nicht mehr US-Präsidentin

Trotz Neuauszählung wird Hillary Clinton laut Experten wohl nicht mehr US-Präsidentin

+++ 21.08 Uhr: Clinton-Team unterstützt Neuauszählung +++

Das Wahlkampf-Lager der unterlegenen US-Präsidentschaftskandidatin unterstützt eine Neuauszählung der Wahlstimmen in drei Bundesstaaten und will sich aktiv an den Prozeduren beteiligen. Das teilte der Rechtsberater der Clinton-Kampagne, Mark Erik Elias, mit.

Im Einzelnen geht es um , Pennsylvania und Michigan, wo das Wahlergebnis jeweils extrem knapp ausgefallen ist. Hätte Clinton am 8. November in diesen drei Staaten gewonnen, wäre sie und nicht ihr republikanischer Gegner Donald Trump der Gesamtsieger geworden.

Experten halten die Chance, dass Clinton nachträglich die Präsidentschaft bescheren, aber für äußerst gering. So hatte das Lager auch nicht selber die Inititive dafür ergriffen, sondern schließt sich jetzt lediglich Vorstößen der - bei der Wahl völlig chancenlosen - Grünen-Bewerberin Jill Stein an. Sie hat bereits einen "Recount" in Wisconsin beantragt, der genehmigt wurde, und plant entsprechende Petitionen auch in den beiden anderen Staaten.

Trump hatte in Wisconsin mit einem Vorsprung von etwa 23.000 Stimmen gewonnen und auch knapp für sich entschieden. Er scheint außerdem auf einen Sieg in Michigan zuzusteuern, woF das Ergebnis erst am Montag offiziell feststehen wird.

+++ 20.36 Uhr: Türkei nimmt BBC-Journalistin fest +++

Im kurdisch geprägten Südosten der Türkei ist eine Journalistin festgenommen worden, die für das türkischsprachige Programm der öffentlich-rechtlichen britischen Sendergruppe BBC arbeitet. Hatice Kamer sei festgenommen worden, als sie über ein Unglück in einer Kupfermine in der Region Siirt berichtet habe, berichtete BBC Türkce auf seiner Website.

Bei dem Minenunglück in der mehrheitlich von Kurden bewohnten Region waren mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen, nach sechs Vermissten wird noch gesucht. Kamer habe versucht mit Angehörigen der Bergleute in Kontakt zu treten, erklärte die BBC. Gründe für ihre Festnahme seien nicht mitgeteilt worden. Kamer ist laut BBC die Chefin einer Journalistenvereinigung im Südosten der Türkei.

+++ 18.53 Uhr: Therapeutin überredet ihren Entführer zur Aufgabe +++

Fast zwei Tage war sie in der Hand ihres Entführers, dann konnte eine Therapeutin aus Weimar den Kidnapper zur Aufgabe überreden. Der 54-Jährige - nach ersten Erkenntnissen ein Klient der Frau - wurde festgenommen, wie die Weimar und die Staatsanwaltschaft Erfurt am Samstag mitteilten.

Der Mann soll die 50-Jährige am Donnerstagmorgen in seine Gewalt gebracht haben. Er habe sie zunächst gezwungen, mit ihm in ihrem Auto zwischen Weimar und Suhl herumzufahren. Später seien sie zu Fuß unterwegs gewesen. Während der Entführung habe der Mann seinem Opfer Gewalt angetan. Einzelheiten nannten die Behörden nicht.

Die Polizei suchte mit einem Großaufgebot, einer Rettungshundestaffel und einem Hubschrauber nach der Frau. Dies habe der Verdächtige bemerkt und sich deshalb mit seinem Opfer unter anderem in Wäldern im Schutz der Bäume aufgehalten, um nicht entdeckt zu werden, teilten die Behörden mit. Die Therapeutin konnte den Mann schließlich zum Aufgeben bewegen und die Polizei alarmieren. Der Mann wurde dann in Osthausen bei Arnstadt festgenommen.

Der Verdächtige ist laut Polizei wegen schwerer Gewalttaten vorbestraft und soll die Tat geplant haben.

+++ 18.20 Uhr: "Feinde": Hoeneß entschuldigt sich bei RB Leipzig +++

Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß hat sich für seine Wortwahl in Bezug auf RB Leipzig entschuldigt. Bei seiner Rückkehr ins Präsidentenamt beim deutschen Fußball-Rekordmeister hatte der 64-Jährige am Freitagabend den Bundesliga-Tabellenführer als "Feind" bezeichnet. "In meiner Euphorie habe ich ein völlig falsches Wort gewählt", sagte er beim TV-Sender Sky vor dem Spiel gegen Bayer Leverkusen. Nur im Krieg gebe es Feinde. "Im Fußball gibt es keine Feinde, sondern nur Gegner oder Rivalen", fügte Hoeneß hinzu. "Ich nehme das Wort zurück und entschuldige mich."

+++ 18.46 Uhr: Syrisches TV: Regierungstruppen erobern Rebellenviertel von Aleppo +++

Syrische Regierungstruppen haben nach Angaben des Staatsfernsehens das größte Rebellenviertel der hart umkämpften Stadt Aleppo eingenommen. Die Regierungstruppen hätten die "vollständige Kontrolle" über das bisher von Rebellen gehaltene Viertel Massaken Hanano erlangt, hieß es in dem Bericht. Die amtliche Nachrichtenagentur Sana berichtete, nun werde das Viertel in Aleppos Ostteil von Minen und anderen Sprengsätzen geräumt.

+++ 16.37 Uhr: Seehofer erleidet Schwächeanfall +++

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat bei einer Veranstaltung mit Bürgern in der Münchner Staatskanzlei einen kurzen Schwächeanfall erlitten. Seehofer habe bei der Bürgersprechstunde ein "kurzes Unwohlsein" gehabt und sich hinsetzen müssen, sagte ein Sprecher der Staatskanzlei. Danach habe der CSU-Chef aber die Veranstaltung wie geplant fortsetzen können. "Es geht ihm gut", sagte der Sprecher weiter. Seehofer sei in den vergangenen Tagen leicht erkältet gewesen.

+++ 15.14 Uhr: Bombenanschlag in Somalia +++

Bei einem Bombenanschlag in Somalia sind nach Polizeiangaben mindestens acht Menschen getötet worden. Die Autobombe ging am Samstag nahe einem belebten Markt in der Hauptstadt Mogadischu hoch, wie die Polizei mitteilte. Mehr als zehn Menschen seien verletzt worden, weitere Tote würden befürchtet. Rettungskräfte sprachen von mindestens 28 Leichen.

Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand, der Verdacht der Behörden fiel auf die islamistische Shebab-Miliz. Sie ist mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbunden und kämpft in Somalia seit Jahren mit Gewalt für einen islamischen Staat. Die islamistischen Rebellen wurden zwar vor fünf Jahren durch die Regierungstruppen und Soldaten der Afrikanischen Union (AU) aus der Hauptstadt Mogadischu vertrieben. Sie kontrollieren aber immer noch einige ländliche Regionen.

+++ 13.31 Uhr: Siedler fliehen vor Bränden im Westjordanland +++

Hunderte jüdische Siedler im israelisch besetzten Palästinensergebiet Westjordanland sind nach Polizeiangaben vor verheerenden Bränden geflohen. Die Häuser von etwa tausend Bewohnern der Siedlung Halamisch bei Ramallah mussten evakuiert werden, sagte eine Polizeisprecherin. 45 Häuser seien durch die Flammen zerstört oder beschädigt worden.

Brände wurden auch aus den im Westjordanland gelegenen Siedlungen Dolev, Alfei Menasche und Karnei Schomron gemeldet. Evakuierungen gab es dort jedoch nicht.

Löschflugzeuge aus Israel, Russland, der Türkei, Griechenland, Frankreich, Spanien und Kanada warfen weiterhin tonnenweise Wasser und flammenhemmende Mittel auf die Feuer ab, unter anderem bei der Ortschaft Nataf nahe Jerusalem. Ihnen sollte sich am Samstag ein Löschflugzeug aus den USA anschließen, das als das weltweit größte gilt.

+++ 12.24 Uhr: Lufthansa fliegt Morgen wieder normal +++

Die Lufthansa rechnet nach den Streiks der Vortage für Sonntag mit einem weitgehend normalen Flugbetrieb. Das teilte das Unternehmen am Samstag in Frankfurt am Main mit. Die Pilotenvereinigung Cockpit hatte zuvor bekanntgegeben, sie wolle am Sonntag auf Streikmaßnahmen verzichten.

Gleichwohl könnte es auch an diesem Tag nach Angaben von Lufthansa "aufgrund der vorangegangenen Streiktage noch zu vereinzelten Flugstreichungen kommen". Das Unternehmen forderte daher alle Kunden auf, "sich vor der Anreise zum Flughafen auf lh.com über den Status ihres Fluges zu informieren".

+++ 12.07 Uhr: Ticketkontrolleure erwischen verurteilten Räuber +++

Bei einer Fahrscheinkontrolle in Stuttgart ist der Polizei ein 30-Jähriger ins Netz gegangen, der eine Haftstrafe von knapp sieben Jahren noch nicht angetreten hat. Die Polizei und die Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) führten in der vergangenen Nacht breit angelegte Fahrscheinkontrollen durch, wie die Polizei mitteilte. Dabei kontrollierten sie auch einen Mann, bei dem sich herausstellte, dass er wegen Raubes verurteilt worden war. Laut Polizei wurde er seit 2015 von der Staatsanwaltschaft Stuttgart gesucht. Beamten nahmen ihn fest.

+++ 11.23 Uhr: Neun Tage Staatstrauer auf Kuba +++

Nach dem Tod von Revolutionsführer Fidel Castro hat die kubanische Führung eine neuntägige Staatstrauer ausgerufen. Die Trauer gelte ab heute und werde bis Sonntag, den 4. Dezember dauern, erklärte der Staatsrat in einer kurzen Mitteilung. In dieser Zeit würden "alle öffentlichen Aktivitäten und Veranstaltungen" ausgesetzt, hieß es. Am 4. Dezember werde Castro dann beigesetzt, hieß es weiter.

+++ 11.06 Uhr: Richard Lugner leidet an Prostatakrebs +++

Der Wiener Bauunternehmer Richard Lugner, 84, leidet an Prostatakrebs und unterzieht sich derzeit einer Strahlenbehandlung.
Das gab der 84-jährige bekannt. "Mir geht es trotzdem grundsätzlich ganz gut", sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Die Krankheit wurde Mitte Oktober diagnostiziert, schilderte Lugner in einer Stellungnahme an die österreichische Presseagentur APA. Nach Konsultationen mit vier Urologen begann er mit einer täglichen Strahlentherapie, die bis Weihnachten dauern wird.

Seine Frau Cathy habe ihn zu den Untersuchungen begleitet und ihm Mut zugesprochen, sagte Lugner, der mit seinen prominenten Gästen auf dem Wiener Opernball jährlich Schlagzeilen macht. In jüngster Zeit hatten sich Berichte über Eheprobleme mit der gut 57 Jahre jüngeren Cathy gehäuft. "Ich möchte meiner Frau nicht über die Medien ausrichten, wie es unserer Beziehung geht", sagte er.

+++ 10.17 Uhr: Seehofer für harte Linie gegen Türkei +++

Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer hat eine harte Linie gegen Ankara angemahnt. Zu den Drohungen des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, den Flüchtlingspakt mit der Europäischen Union aufzukündigen, sagte der bayerische Ministerpräsident der "Passauer Neuen Presse": "Wir werden uns nicht erpressen lassen." Europa müsse "Menschenrechte, Freiheit und Demokratie verteidigen".

Nach der Empfehlung des EU-Parlamentes, die Beitrittsgespräche mit der Türkei einzufrieren, hatte Erdogan am Freitag damit gedroht, die Grenzübergänge für Flüchtlinge, die nach Europa wollen, zu öffnen.

+++ 6.34 Uhr: Fidel Castro ist tot +++

Der kubanische Revolutionsführer Fidel Castro ist tot. Wie sein Bruder, Staatschef Raúl Castro, im staatlichen Fernsehen mitteilte, starb er am späten Freitagabend im Alter von 90 Jahren. Fidel Castro hatte wegen einer schweren Krankheit die Amtsgeschäfte im Juli 2006 an seinen Bruder abgegeben.

+++ 3.03 Uhr: Vermisste Polizistin bleibt verschwunden +++

Von einer vermissten Hamburger Polizistin fehlt weiter jede Spur. Die Suche nach der 22-Jährigen sei in der Nacht zu Samstag ausgesetzt worden, sagte ein Sprecher der Polizei am frühen Morgen. Die Ermittlungen liefen aber weiter. Der Aufruf an die Bevölkerung, sich mit Hinweisen an die Polizei zu wenden, habe zunächst keine Ergebnisse gebracht, sagte der Sprecher.

Seit Freitagabend suchen die Beamten öffentlich und mit einem Foto nach Maxime Linder aus Hamburg. Die etwa 1,65 Meter große, schlanke Frau war bereits am Mittwoch nicht zum Dienst erschienen und am Donnerstag vermisst gemeldet worden. Weil es Hinweise darauf gibt, dass sich die Vermisste vor ihrem Verschwinden am S-Bahnhof Aumühle bei Hamburg aufgehalten hatte, durchkämmte eine Hundertschaft der Polizei am Freitag einen nahegelegenen Wald. Auch ein Hubschrauber und mehrere Suchhunde waren im Einsatz.

+++ 2.18 Uhr: Fotograf David Hamilton ist tot +++

Der britische Fotograf und Filmemacher David Hamilton ist tot. Er wurde am Freitagabend in seiner Pariser Wohnung leblos gefunden, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen erfuhr. Französische Medien hatten zuvor berichtet, der 83-Jährige habe Selbstmord begangen. Einige seiner ehemaligen Models hatten ihm vor wenigen Tagen sexuellen Missbrauch vorgeworfen. Hamilton bestritt dies. In den 1960-er und 1970-er Jahren war der Brite mit Aktfotos von jungen Mädchen bekanntgeworden. Seine Arbeiten wurden in hochwertigen Modemagazinen gedruckt. Die meiste Zeit seines Lebens verbrachte er in Paris.

+++ 0.40 Uhr: Vermisster Bergsteiger ist tot +++

Ein vermisster Bergsteiger ist tot in den Berchtesgadener Alpen gefunden worden. Der 59-Jährige sei in steilem Gelände vermutlich ausgerutscht und rund 100 Meter tief gefallen, teilte die Polizei am Freitagabend mit. Wann der Mann genau ums Leben gekommen war, war demnach zunächst unklar. Sein Auto stand bereits seit mehreren Tagen auf einem Wanderparkplatz nahe Ramsau. Zeugen hatten deswegen die Polizei alarmiert. Polizisten einer Suchhundestaffel fanden den Mann am Freitagmorgen in etwa 1440 Meter Höhe auf dem Stanglahnerkopf.

tkr / DPA / AFP