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News des Tages Um "zu schwächen und zu spalten": USA werfen Russland Einmischung in Kongresswahlen vor

US-Regierung: Russland mischt sich weiter in US-Wahlen ein
Im Vorfeld der Wahlen im November gebe es eine russische Kampagne im Internet, um die USA "zu schwächen und spalten", sagte der Nationale Geheimdienstdirektor Dan Coats (l., Archivbild)
© AFP
Jagdhund beißt Baby in Australien tot +++ Youtuber Leon Machère soll hohe Geldstrafe zahlen +++ Deutschland droht kein Trinkwassermangel +++ Bayern wirbt um Tesla-Fabrik +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • US-Regierung: Russland mischt sich weiter in US-Wahlen ein (19.37 Uhr)
  • Seehofer legt Schirmherrschaft für Nachbarschaftspreis nieder (18.31 Uhr)
  • Apple erstes Privatunternehmen mit Wert von einer Billion Dollar (18 Uhr)
  • Tödlicher Unfall: Mann in Hamburg unter Fahrstuhl begraben (15.41 Uhr)
  • Nackte Männer rufen Polizei auf den Plan (14.10 Uhr)

Die News des Tages im stern-Ticker:

+++ 20.34 Uhr: Seehofer wirft Kritikern gezielte Kampagne vor +++

CSU-Chef und Bundesinnenminister Horst Seehofer hat seinen Kritikern eine gezielte Kampagne gegen seine Person und eine völlig unangemessene Wortwahl vorgeworfen. "Genau diejenigen, die jeden Tag dafür eintreten, dass man in der Politik Anstand und Stil zu bewahren hat, überschütten mich mit Worten und Eigenschaften und Attributen, die weit unter der Gürtellinie liegen", sagte Seehofer am Donnerstagabend in einer Bierzelt-Rede im oberbayerischen Töging am Inn. "Jetzt steht also der böse Seehofer vor Ihnen - der Mörder, der Terrorist, der Rassist", sagte er mit Blick auf die Kritik an ihm zu den mehreren hundert Besuchern, betonte aber dann: "Kampagnen, da können sie sich drauf verlassen, die beschäftigen mich nicht."

+++ 19.37 Uhr: US-Regierung: Russland mischt sich weiter in US-Wahlen ein +++

Russland mischt sich nach Erkenntnissen der US-Geheimdienste in "umfassender" Weise auch in die bevorstehenden US-Kongresswahlen ein. Im Vorfeld der Wahlen im November gebe es eine russische Kampagne im Internet, um die USA "zu schwächen und spalten", sagte der Nationale Geheimdienstdirektor Dan Coats in Washington. Das Onlinenetzwerk Facebook hatte am Dienstag mitgeteilt, wegen eines koordinierten Versuchs zur verdeckten Wahlbeeinflussung 32 Nutzerkonten geschlossen zu haben.

+++ 19.12 Uhr: Kremlkritiker: Russland zahlt Nawalny Entschädigung für Urteil +++

Der Kremlkritiker Alexej Nawalny hat nach eigener Darstellung eine Entschädigung für ein unrechtmäßiges Gerichtsurteil erhalten. Der russische Staat habe ihm mehr als vier Millionen Rubel (rund 55.000 Euro) gezahlt, teilte der Oppositionelle auf seinem Blog mit. Er habe das Geld bereits vor drei Wochen erhalten, hieß es. Eine offizielle Bestätigung gab es zunächst nicht.

Nawalny und sein Bruder Oleg waren 2014 im Streit um angeblichen Betrugs zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Während die Strafe für den Kremlkritiker zur Bewährung ausgesetzt wurde, musste Oleg Nawalny die Strafe absitzen. Die Brüder wiesen die Vorwürfe vehement zurück und kritisierten den Prozess als politisch motiviert.

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte bezeichnete das Moskauer Urteil im Herbst 2017 als willkürlich. Die Gerichte hätten das Strafrecht extensiv und unvorhersehbar zulasten der Brüder
ausgelegt, hieß es damals. Sie bekamen von Straßburg eine Entschädigung zugesprochen.

+++ 18.54 Uhr: Ex-Nationalspieler Özil will E-Sport-Team gründen +++

Mesut Özil will sein eigenes E-Sport-Team gründen. Der ehemalige Fußball-Nationalspieler kündigte zu Beginn der FIFA-E-Weltmeisterschaft in London an, dass er weltweit nach Spielern für seine E-Sport-Mannschaft suchen wolle. In London kämpfen noch bis Samstag die besten FIFA18-Profis um den Titel. 32 der besten Spieler aus aller Welt hatten sich für die Veranstaltung qualifiziert. Der Sieger erhält ein Preisgeld in Höhe von umgerechnet 215.000 Euro. Der 29 Jahre alte Özil ist Marken-Botschafter der Veranstaltung in der britischen Hauptstadt. Zusammen mit der Agentur eSportsReputation will der Mittelfeldspieler des FC Arsenal nun das "#teamozil" aufbauen.

+++ 18.35 Uhr: Tausende Feuerwehrleute kämpfen weiter gegen Waldbrände in Kalifornien +++

Im US-Bundesstaat Kalifornien kämpfen tausende Feuerwehrleute weiter gegen zahlreiche Waldbrände. Die zwei größten - das Carr-Feuer und das Ferguson-Feuer -  waren nach Angaben der Behörden trotz der Bemühungen der Einsatzkräfte noch immer nur teilweise eingedämmt. Allein das seit mehr als einer Woche brennende Carr-Feuer vernichtete bislang 51.000 Hektar Land und mehr als 1400 Gebäude. Mehrere Menschen starben bereits in den Flammen. Das Carr-Feuer sei erst zu etwa 35 Prozent eingedämmt, teilte die kalifornische Forst- und Waldbrandbekämpfungsbehörde Cal Fire mit. Der Wind, steiles Gelände und Dürre behinderten die Löscharbeiten.

+++ 18.31 Uhr: Seehofer legt Schirmherrschaft für Nachbarschaftspreis nieder +++

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat die Schirmherrschaft für den Deutschen Nachbarschaftspreis niedergelegt. Das teilte das Innenministerium im Internetdienst Twitter mit. Zuvor hatten zwei Initiativen aus Berlin und Köln ihre Nominierung für den Preis wegen der Rolle Seehofers als Schirmherr abgelehnt.

+++ 18 Uhr: Apple erstes Privatunternehmen mit Wert von einer Billion Dollar +++

Als erstes Privatunternehmen der Welt hat Apple einen Börsenwert von einer Billion Dollar (860 Milliarden Euro) erreicht. Die Apple-Aktie stieg an der New Yorker Wall Street auf 207,05 Dollar, womit die Eine-Billion-Dollar-Schwelle durchstoßen wurde. Wenig später gab die Aktie allerdings ein wenig nach. 

+++ 17.57 Uhr: Schwedens höchster Berg schrumpft wegen Rekordhitze +++

Die hohen Temperaturen haben Schweden um eine seiner bedeutendsten Naturstätten gebracht - zumindest vorerst: Der Kebnekaise-Berg ist nach Berechnungen von Wissenschaftlern nicht länger der höchste Punkt des Landes. Grund dafür ist das dramatische Abschmelzen des Gletschers auf dem mehr als 2000 Meter hohen Berg. "Das ist ziemlich beängstigend", sagte Gunhild Ninis Rosqvist, Geografin an der Universität in Stockholm. Rosqvist vermisst den Kebnekaise seit vielen Jahren. Zuletzt maß der Berg 2097 Meter und war damit nur noch 20 Zentimeter höher als der benachbarte eisfreie Nordgipfel. Den Messungen zufolge verlor der Südgipfel zwischen Anfang und Ende Juli vier Meter Schnee.

+++ 17.48 Uhr: Mindestens neun tote Zivilisten in Südafghanistan +++

Mindestens neun Zivilisten sind bei zwei Bombenexplosionen in Südafghanistan getötet worden. Sechs Menschen, darunter vier Kinder, starben, als im Bezirk Gerischk in der südlichen Provinz Helmand ein am Straßenrand versteckter Sprengkörper detonierte, wie ein Sprecher der Provinzregierung mitteilte. Drei weitere Zivilisten seien ebenfalls durch eine am Straßenrand platzierte Bombe im Bezirk Arghistan in der Provinz Kandahar getötet worden, sagte ein Sprecher des Polizeichefs der Provinz. Drei weitere seien verletzt worden.

+++ 17.13 Uhr: Arbeiter stoßen bei Abriss von Kalksilo auf menschliches Skelet +++

Beim Abriss eines Kalksilos sind Arbeiter in Baden-Württemberg auf menschliche Knochen gestoßen. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Ulm mitteilten, fanden sie im verbliebenen Kalk Teile eines menschlichen Skeletts und Kleidung. Die Arbeiten in Lonsee wurden daraufhin eingestellt und die Polizei verständigt. Die Ermittler durchsuchten sowohl das Silo als auch bereits abgetragenen Bauschutt und trugen ein fast vollständiges Skelett zusammen. Der Todesfall dürfte bereits längere Zeit zurückliegen. Erkenntnisse über die Identität des Toten oder die Todesumstände gab es zunächst nicht. Weitere Untersuchungen sollen folgen.

+++ 17.08 Uhr: Mehrheit der Deutschen freut sich trotz Hitze über Rekordsommer +++

Trotz Hitze und Trockenheit freut sich eine Mehrheit der Deutschen noch immer über den Rekordsommer. Nach einer Umfrage von "Welt" und Emnid genießen 54 Prozent das Wetter. 44 Prozent empfinden die Hitze dagegen als so große Belastung, dass sie sich gar nicht mehr richtig über den Sommer freuen können. Die meisten Deutschen haben sich gleichwohl inzwischen auf die Hitze eingestellt - 82 Prozent trinken mehr als sonst, 51 Prozent vermeiden körperliche Belastungen und 41 Prozent bleiben ganz bewusst in den eigenen vier Wänden.

+++ 16.40 Uhr: Menschen strömen bei Hitze in kühle Museen +++

Bei der anhaltenden Hitze suchen viele Menschen Zuflucht an kühlen Orten wie Museen. Die Münchener Pinakotheken und das Neue Museum Nürnberg vermelden für diesen Juli erkennbar gestiegene Besucherzahlen im Vergleich zum Juli letzten Jahres. Auch das Deutsche Museum spricht vom "besten Juli seit 2015". Alle drei Museen führen das unter anderem auch auf die Hitze zurück.

+++ 16.15 Uhr: Seit 2008 sind in Deutschland hunderte Flugzeugteile vom Himmel gefallen +++

Nicht nur Gutes kommt von oben: Mindestens 400 Flugzeugteile sind in den vergangenen zehn Jahren auf Deutschland gestürzt. Dabei handelte es sich oft um Kleinteile wie Schrauben oder Abdeckklappen mit einem Gewicht von 20 Gramm, aber auch um Dinge wie einen sechs Meter langen Zusatztank und ein zwölf Kilogramm schweres Teil der Triebwerksverkleidung. In sämtlichen Fällen wurde niemand schwerer verletzt. Das geht aus der Antwort des Verkehrsministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen hervor, über die zuerst die "Süddeutsche Zeitung" berichtet hatte. Für die Jahre 2008 bis 2018 werden darin 57 Fälle aus der zivilen Luftfahrt aufgeführt sowie 351 Fälle, in denen Militärmaschinen ein Bauteil verloren haben. In einem Mainzer Garten, der in der Einflugschneise des Frankfurter Flughafens liegt, war Anfang Juni ein anderthalb Meter langes Gummiteil gefunden worden, das sich womöglich von einem Flugzeug gelöst hatte. Trotzdem sind dem Verkehrsministerium nach eigenen Angaben keine Fälle bekannt, "bei denen seit dem Jahr 2008 durch herabgestürzte Flugzeugteile Siedlungsgebiete betroffen waren". 

+++ 15.55 Uhr: Tausende Potsdamer müssen wegen Fliegerbombe ihr Zuhause räumen +++

Wegen der Entschärfung einer Fliegerbombe müssen am Freitag rund 3000 Anwohner in der Potsdamer Innenstadt ihre Häuser verlassen. In dem etwa 800 Meter großen Sperrkreis um den Fundort werden auch Ministerien der brandenburgischen Landesregierung und das Präsidium der Bundespolizei geräumt. Während der Bombenentschärfung ist auch der Bahnverkehr zwischen Potsdams Hauptbahnhof und dem S-Bahnhof Babelsberg unterbrochen. Auch Straßenbahn- und Buslinien verkehren nicht. Der Blindgänger in rund 60 Zentimetern Tiefe sei leicht deformiert und müsse je nach Zustand entschärft oder gesprengt werden, sagte eine Stadtsprecherin. Während der Räumung sollen etwa 200 Helfer der Stadt, der Feuerwehr und der Polizei im Einsatz sein.

+++ 15.41 Uhr: Tödlicher Unfall: Mann in Hamburg unter Fahrstuhl begraben +++

Ein Techniker ist in Hamburg bei Wartungsarbeiten unter einem Fahrstuhl begraben und tödlich verletzt worden. Der 42-Jährige arbeitete in dem Aufzugschacht, als der Fahrkorb aus ungeklärter Ursache abstürzte, wie die Feuerwehr mitteilte. Der Mann wurde unter Wiederbelebungsmaßnahmen in ein Krankenhaus gebracht, wo er seinen schweren Verletzungen erlag. In welcher Höhe der Fahrkorb für die Arbeiten gesichert worden war, konnte der Feuerwehrsprecher nicht sagen. Laut Feuerwehr handelte es sich um einen außen angebrachten gläsernen Fahrstuhl an einem Wohnhaus im Stadtteil Eppendorf. Mit hydraulischen Geräten wurde der Fahrstuhl von der Feuerwehr angehoben, um den Monteur zu befreien. Auch Höhenretter waren im Einsatz. Zwei Mitarbeiter des Mannes sowie eine Zeugin des Unfalls wurden seelsorgerisch betreut.

+++ 15.35 Uhr: Mann soll Hunde auf Katze des Nachbarn gehetzt haben +++

Ein Mann in Thüringen soll seine Hunde auf die drei Monate alte Katze seines Nachbarn gehetzt haben. Die Katze starb bei der Attacke. Der 66-Jährige habe das tote Tier anschließend mit einer Schaufel auf das Grundstück seines 59 Jahre alten Nachbarn in Wutha-Farnroda geworfen - vor den Augen des sieben Jahre alten Enkelkinds des Katzenbesitzers, wie die Polizei in Gotha mitteilte. Zwischen den beiden Männern schwele schon seit Längerem ein Nachbarschaftsstreit. Die Katze sei am Mittwoch auf das Grundstück des 66-Jährigen gelaufen. Als der Mann hörte, wie der 59-Jährige versuchte, das drei Monate alte Tier zurück zu locken, habe er die Hunde aufgehetzt. Gegen den 66-Jährigen wird wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt.

+++ 15.30 Uhr: Israelische Luftwaffe tötet sieben Kämpfer im Süden Syriens +++

Die israelische Luftwaffe hat im Süden Syriens sieben bewaffnete Männer an der Grenze zu den besetzten Golan-Höhen getötet. Wie die israelischen Streitkräfte mitteilten, hatten sich die Kämpfer auf mehrere hundert Meter der Grenze zu den Golan-Höhen genähert, die Israel besetzt und annektiert hat. Demnach handelte es sich vermutlich um Kämpfer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS), die nach Israel eindringen wollten. Die Männer seien allem Anschein nach nicht auf der Flucht gewesen, sondern in Gefechtsformation vorgerückt, sagte ein Armeesprecher. Nach dem Angriff seien bei ihnen fünf Gewehre, Sprengstoffgürtel und Granaten gefunden worden.

+++ 15.25 Uhr: Zu wenig Wasser für Flusskreuzfahrt - Passagiere müssen Bus nehmen +++

Wegen des hitzebedingten Niedrigwassers müssen am Mannheimer Hafen derzeit viele Passagiere die Flusskreuzfahrtschiffe verlassen. Für diese Schiffe führe der Rhein nicht genug Wasser, um Richtung Basel weiterzufahren, erläuterte Hafenmeisterin Regine Güntert. Die Gäste werden dann von ihren Reisegesellschaften per Bus nach Süden gebracht.

+++ 15.21 Uhr: Bericht: US-Behörde prüft Abschaffung von Sicherheitschecks an kleinen Flughäfen +++

Die Sicherheitskontrollen bei Passagieren an kleineren Flughäfen in den USA könnten laut einem Medienbericht möglicherweise eingestellt werden. Die Verkehrssicherheitsbehörde TSA prüfe als mögliche Sparmaßnahme, ob die Kontrollen an mehr als 150 Airports beendet werden könnten, an denen lediglich Maschinen mit bis zu 60 Sitzen verkehren, berichtete der Fernsehsender CNN. Die von solchen Flughäfen startenden Reisenden sowie ihr Gepäck sollten laut diesem Vorschlag nur noch überprüft werden, wenn sie später an größeren Flughäfen umsteigen, hieß es in dem Bericht. 

+++ 15.05 Uhr: Bremer Feuerwehrleute retten in Panik geratenes Pferd aus Schlammgraben +++

Die Feuerwehr hat in Bremen ein in Panik geratenes Pferd gerettet, das unweit eines Baggersees in einen Graben gerutscht war und zu ertrinken drohte. Der Zwischenfall ereignete sich am Waller Feldmarksee, wie die Feuerwehr in der Hansestadt mitteilte. Die 25-jährige Stute "Milein" reagierte demnach auf Rettungsversuche zunächst mit Panik und wühlte sich bedrohlich weit in den Schlammgraben. Gemeinsam mit der Pferdehalterin gelang es den Helfern schließlich, die Stute zu beruhigen und mit Schläuchen sowie einem Traktor zu stabilisieren. Letztlich wurde "Milein" mit der Zugmaschine und Manneskraft vorsichtig aus ihrer Notlage befreit. Nach einer Untersuchung durch den Tierarzt übergaben die Retter das Pferd wohlbehalten seiner Besitzerin.

+++ 15 Uhr: Polizei warnt Vereine vor gefälschten Zahlungsanweisungen +++

Die Polizei warnt vor einer neuen Masche von Trickbetrügern, die sich als Vorgesetzte ausgeben und die Überweisung von Geld auf eigene Konten anfordern. Offenbar haben diese Vereine als neues Ziel entdeckt, wie die Polizei in Frankfurt am Main mitteilte. Demnach wandte sich die Kassenwartin eines Vereins an die Strafverfolger, nachdem Betrüger ihr Glück bei der Frau probiert hatten. Bislang ist der Trick hauptsächlich bei Unternehmen bekannt. Mit einer gefälschten E-Mail an die Buchhaltung veranlasst der vermeintliche Chef eine Überweisung auf ein ausländisches Konto. Dabei üben die Täter in der Regel Zeitdruck auf das Opfer aus.

+++ 14.30 Uhr: Prominenter buddhistischer Geistlicher in China des Missbrauchs beschuldigt +++

Die oberste chinesische Religionsbehörde hat Ermittlungen im Fall eines Vorstehers eines berühmten buddhistischen Kloster aufgenommen, dem vorgeworfen wird mehrere Nonnen zum Sex genötigt zu haben. Sie sei informiert und werde den Anschuldigungen nachgehen, teilte die Behörde mit. Anfang der Woche hatte ein Bericht früherer Mönche des Pekinger Longquan-Klosters in den sozialen Medien den Skandal um den berühmten Geistlichen Xuecheng losgetreten. Die ehemaligen Mönche beschuldigten Xuecheng, obszöne Nachrichten an mindestens sechs Frauen geschickt zu haben, in denen er sie dazu drängte, Sex mit ihm zu haben. Er habe unter anderem versucht, die Frauen zu manipulieren, indem er behauptete, der Sex sei Teil ihrer buddhistischen Studien. Vier der Frauen hätten nachgegeben, heißt es in dem 95-seitigen Bericht.

+++ 14.10 Uhr: Nackte Männer rufen Polizei auf den Plan +++

Der Anblick ungewöhnlich vieler nackter Männer auf einem Parkplatz hat in einem Naherholungsgebiet bei Speyer zu einem Polizeieinsatz geführt. Eine 23-jährige Frau hatte die unbekleidete Gruppe entdeckt und den Vorfall auf der Wache gemeldet, wie die Polizei mitteilte. Bei der Überprüfung durch eine Streife stellte sich heraus, dass es sich um Taucher gehandelt haben dürfte, die sich am Mittwochabend auf dem Parkplatz lediglich umgezogen hatten. Die Polizei beruhigte die 23-Jährige. Allerdings suchte sich die Frau, die ursprünglich mit ihrer Freundin in einem Fahrzeug auf dem Parkplatz übernachten wollte, dennoch einen anderen Standplatz.

+++ 13.40 Uhr: Drei Bergsteiger am Mont-Blanc tödlich verunglückt +++

Drei Bergsteiger sind im Mont-Blanc-Massiv in der französischen Region Savoyen tödlich verunglückt. Der Unfall habe sich in der Gegend der Berggipfel Dômes de Miage auf etwa 3600 Meter Höhe ereignet. Das bestätigte die Polizei auf Anfrage. Wie der Sender France Bleu Savoie ergänzend berichtete, könnten die Bergsteiger der Gruppe abgestürzt sein. Der Herkunft der Unfallopfer blieb zunächst offen.

+++ 13.12 Uhr: Papst verbannt Todesstrafe aus dem Katechismus +++

Papst Franziskus verbannt die Todesstrafe aus dem Katechismus. Künftig heißt es in der Zusammenfassung der offiziellen Lehren der katholischen Kirche, dass die Todesstrafe als "Angriff auf die Unverletzlichkeit und Würde einer Person unzulässig" ist, teilte der Vatikan mit. Zudem bekennt sich die Kirche darin zu einem entschiedenen Kampf für eine Abschaffung der Todesstrafe weltweit. 

+++ 13.05 Uhr: Berichte: Fünftes Todesopfer nach Urlauberdrama in Korsika gefunden +++

Trauer auf Korsika: Einen Tag nach dem schweren Sportunfall haben Retter ein fünftes Todesopfer geborgen. Es sei die Leiche einer jungen Frau, berichteten der Radionachrichtensender Franceinfo und andere französische Medien unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Die zu Frankreich gehörende Mittelmeerinsel ist im Sommer ein beliebtes Urlaubsziel. 

Die Urlauber und ihr Führer waren am Mittwoch in einer Schlucht von einer Flutwelle überrascht und mitgerissen worden. Zuvor war in der Gegend des Ortes Soccia nordöstlich der Inselhauptstadt Ajaccio ein starkes Gewitter niedergegangen. 

+++ 12.55 Uhr: Ostsee-Badetemperaturen fast so hoch wie am Mittelmeer +++

Dank dem Ausnahme-Sommer ist das Wasser in der Ostsee fast so warm wie an Mittelmeerstränden. Zwischen der Lübecker Bucht und der dänischen Grenze pendeln die Temperaturen an der Oberfläche aktuell zwischen 23 und 25 Grad, wie aus den Prognosen des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie in Hamburg hervorgeht. Zum Vergleich: An der französischen Côte d'Azur werden im Wasser zurzeit rund 27 Grad gemessen.

Schwimmer in der Lübecker Bucht können sich nahe der Urlauberhochburg Timmendorfer Strand über Wassertemperaturen von 24 bis 25 Grad freuen. Die Insel Fehmarn liegt mit 23 bis 24 Grad nahezu gleichauf. An der Kieler Förde sind es 24 Grad, ebenso in Eckernförde. In der Flensburger Förde soll die Wassertemperatur am Ostseebad sogar 25 bis 26 Grad erreichen. 

+++ 12.26 Uhr: Diebe bedienen sich beim Wacken-Festival aus Zelten +++

Beim "Wacken Open Air" sind mehrere Geldbörsen und Handys aus Zelten gestohlen worden, während die Opfer darin schliefen. Den Diebstahl bemerkten die Bewohner in den meisten Fällen nicht oder zu spät, wie die Polizei am Donnerstagmorgen mitteilte. Zwar handele es sich noch um eine einstellige Zahl bekannter Fälle, jedoch sei es gut möglich, dass sich weitere Opfer im Laufe des Tages melden.

+++ 12.05 Uhr: Fast neuneinhalb Jahre nach Archiveinsturz zweiter Strafprozess in Köln begonnen +++

Knapp neuneinhalb Jahre nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs hat am Donnerstag ein zweiter Strafprozess um die Katastrophe mit zwei Toten begonnen. Vor dem Kölner Landgericht muss sich ein 64-jähriger Oberbauleiter wegen fahrlässiger Tötung verantworten. Der Mann soll von Problemen bei den U-Bahnbauarbeiten vor dem Archivgebäude gewusst, aber nicht eingegriffen haben.

+++ 12.01 Uhr: Armutsrisiko von Alleinerziehenden bleibt überdurchschnittlich hoch +++

Das Armutsrisiko von Alleinerziehenden und ihren Kindern ist in den vergangenen Jahren leicht gesunken - es liegt aber noch immer weit über dem Bevölkerungsdurchschnitt. Das geht aus den neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor, die am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurden.

Von den Erwachsenen und Kindern, die im Haushalt eines Alleinerziehenden leben, waren demnach 2011 noch 37 Prozent von Armut bedroht - bis 2016 ging diese Quote auf weniger als 33 Prozent zurück. In Haushalten, in denen zwei Erwachsene mit Kindern leben, waren allerdings nur 11 Prozent von Armut bedroht.

Als armutsgefährdet gelten Personen, denen weniger als 60 Prozent des Durchschnittseinkommens zur Verfügung stehen.

+++ 11.55 Uhr: Eiffelturm weiter geschlossen - Touristen enttäuscht +++

Große Enttäuschung für Paris-Besucher: Der Eiffelturm ist weiterhin wegen eines Streiks geschlossen. Es werde mit den Gewerkschaften verhandelt, um die Touristenattraktion mit über sechs Millionen Besuchern pro Jahr so schnell wie möglich wieder zu öffnen. Das teilte die Betreibergesellschaft Sete mit. 

Der Turm war am Mittwochnachmittag für Besucher geschlossen worden. Beschäftigte wehren sich der Gewerkschaft CGT zufolge gegen ein neues Zugangssystem. Demnach wird die Hälfte der Tickets über das Internet verkauft. Zu bestimmten Tageszeiten komme es dennoch zu langen Warteschlangen vor den Zugängen. 

+++ 11.45 Uhr: Mitglied von Gruppe spanischer Sexualstraftäter wegen Diebstahls festgenommen +++

Einer der fünf mutmaßlichen Sexualstraftäter, die in Spanien eine 18-Jährige missbraucht haben, ist wegen Diebstahls und anschließender gewaltsamer Flucht festgenommen worden. Der Mann sei am Mittwoch in Sevilla von Sicherheitsmitarbeitern eines Geschäfts ertappt worden, als er eine Sonnenbrille stehlen wollte, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Er habe dann versucht, in seinem Auto zu fliehen, und dabei zwei seiner Verfolger verletzt.

Der 26-Jährige ist der jüngste der fünf Männer unter 30 Jahren, die im Sommer 2016 eine 18-jährige Frau beim San-Fermín-Fest in Pamplona missbraucht hatten. Im April waren die Männer aus Sevilla, die sich selbst als "La Manada" ("Das Rudel") bezeichneten, zu jeweils neun Jahren Haft verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft legte gegen das Urteil Berufung ein, weshalb die Angeklagten im Juni aus der Untersuchungshaft entlassen wurden. Bis zum Berufungsurteil sollten sie auf freiem Fuß bleiben.

+++ 11.10 Uhr: Drei Ausländer in Afghanistan getötet +++

In Afghanistan sind die Leichen von drei entführten Ausländern gefunden worden. Laut dem Sprecher der Kabuler Polizei, Haschmat Stanaksai, wurden sie gegen Mittag im Bezirk Musahi der Provinz Kabul gefunden. Die drei Männer waren zuvor gegen 08.00 Uhr morgens (Ortszeit) in Ostkabul von Unbekannten entführt worden. Ersten Untersuchungen zufolge stammten die Getöteten aus Mazedonien, Indonesien und Indien. Dies sei allerdings noch nicht endgültig bestätigt, sagte Stanaksai.

Zu dem Vorfall hat sich noch niemand bekannt. Wegen der schlechten Sicherheitslage hatten ausländische Organisationen ihre Sicherheitsmaßnahmen zuletzt weiter verstärkt.

+++ 11.05 Uhr: "Operation Old Boys": Zwei Rentner rauben in Barcelona 30 Büros aus +++

Zwei spanische Rentner sind in Barcelona in mehr als 30 Büros eingebrochen, um elektronisches Material und Geld zu klauen. Die 66 und 67 Jahre alten Männer seien der Polizei nun nach einjährigen Ermittlungen durch Videoaufzeichnungen ins Netz gegangen, auf denen sie während einem ihrer Diebszüge zu sehen seien, berichtete das spanische Fernsehen. Die Pensionäre hätten stets gewartet, bis die letzten Mitarbeiter die Büros am Abend verlassen hätten, die Tür aufgebrochen und in aller Ruhe nach möglichem Diebesgut gesucht.

Die Sicherheitskräfte führten die Ermittlungen unter dem Namen "Operation Old Boys". Die Verdächtigen gaben bei ihrer Festnahme an, nicht genug Rente zu bekommen. Nach Angaben der Zeitung "ABC" lebten sie aber nicht in ärmlichen Verhältnissen: Einer besitze ein Haus mit Swimmingpool, hieß es.

+++ 10.45 Uhr: Anklage gegen 45-Jährigen wegen 20 Überfällen auf Banken und Geschäfte +++

Die Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt am Main hat einen 45 Jahre alten Mann wegen einer Serie von 20 Überfällen auf Sparkassen, Banken und Geschäfte angeklagt. Mehr als 15 Jahre lang soll der aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein stammende Tatverdächtige in verschiedenen Bundesländern auf Raubzüge gegangen sein, wie die Ermittler im hessischen Korbach mitteilten. Details zu den umfassenden Ermittlungen sollen am kommenden Dienstag veröffentlicht werden.

Der Tatverdächtige sitzt seit März in Untersuchungshaft. Nach einem erneuten Überfall auf die Waldecker Bank in Diemelsee-Adorf am 2. Januar kamen die Ermittler auf seine Spur. Bei der weiteren Aufarbeitung der Tatserie, an der verschiedene Polizeistellen und das hessische Landeskriminalamt beteiligt waren, konnten die Ermittler die weiteren angeklagten Überfälle ermitteln.

+++ 10.35 Uhr: Türkei: Festnahme von 27 Soldaten wegen Gülen-Verbindungen angeordnet +++

Wegen angeblicher Verbindungen zum in den USA lebenden islamischen Prediger Fethullah Gülen haben die türkischen Behörden die Festnahme von 27 hochrangigen Marinesoldaten angeordnet. Der Polizeieinsatz laufe in acht Provinzen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Den Soldaten werde vorgeworfen, mit Imamen der Gülen-Bewegung kommuniziert zu haben. Fünf der Soldaten seien noch im aktiven Dienst.

+++ 10.10 Uhr: Eifersüchtige Ehefrau in Indien schneidet Mann Genitalien ab +++

Eine Frau in Indien hat aus Eifersucht ihrem Ehemann den Penis abgeschnitten. Der 45 Jahre alte Mann wurde in ernstem Zustand in ein Krankenhaus im nordindischen Muzaffarnagar gebracht, wie die Polizei mitteilte. Er hatte den Angaben zufolge im vergangenen Jahr nach islamischem Recht eine zweite Frau geheiratet, weil er mit seiner ersten Ehefrau keinen Sohn hatte zeugen können. Die 35-jährige erste Frau hatte der zweiten Ehe zugestimmt. 

Zuletzt habe sie sich aber vernachlässigt gefühlt, sagte ein Polizeisprecher. Das Paar habe sich häufig darüber gestritten, dass der Mann oft bei der zweiten Frau übernachtete. Schließlich sei der Streit eskaliert. Die Frau habe ihrem Mann K.o.-Tropfen verabreicht und zu einem Messer gegriffen. Sie wurde festgenommen, ihr drohen zehn Jahre Haft.

+++ 9.55 Uhr: Spanische Taxifahrer beenden Streik gegen Uber +++

Der seit vergangener Woche andauernde Streik der spanischen Taxifahrer wegen des Umgangs der Behörden mit konkurrierenden Fahrdiensten wie Uber ist vorerst beendet. Demonstrierende Fahrer, die mit Hunderten Taxen die Hauptverkehrsadern Gran Vía in Barcelona und Paseo de la Castellana in Madrid blockiert hatten, seien am Mittwochabend abgezogen, berichtete das spanische Fernsehen.

Hintergrund des Ausstands war die Forderung, die Lizenzvergaben an Konkurrenzunternehmen wie Uber und Cabify zu begrenzen. Der Streik hatte vor einer Woche in Barcelona begonnen und sich anschließend auf ganz Spanien ausgebreitet.

+++ 9.02 Uhr: Jagdhund beißt in Australien Baby tot +++

In Australien hat ein Jagdhund ein erst 14 Monate altes Mädchen totgebissen. Der Hund von der Rasse Deutsch-Drahthaar ging in der kleinen Gemeinde Neerim Junction im Südosten des Landes plötzlich auf das Baby los, wie die Polizei mitteilte. Die Mutter versuchte noch, das Tier wieder von ihrer Tochter loszureißen, jedoch ohne Erfolg. Die Rettungsärzte konnten nur noch den Tod der Kleinen feststellen. Nach Angaben eines örtlichen Fernsehsenders hatte sie zahlreiche Bisse im Gesicht.

Die Polizei nahm den Hund in Gewahrsam. Sie soll jetzt klären, wie es zu dem tödlichen Angriff kommen konnte. Deutsch-Drahthaare entstanden aus einer Züchtung im 19. Jahrhundert. Sie werden etwa 70 Zentimeter groß und haben drahtartige, eng anliegende Haare. In der Fachliteratur wird insbesondere ihre vermeintliche Kinderfreundlichkeit gelobt.

News des Tages: Um "zu schwächen und zu spalten": USA werfen Russland Einmischung in Kongresswahlen vor

+++ 8.58 Uhr: Mit 98 Taranteln in der Wohnung - Knapp 6000 Euro Strafe +++

Wegen nicht weniger als 98 Taranteln in seiner Wohnung muss ein Spinnen-Liebhaber aus Singapur eine empfindliche Geldstrafe zahlen. Der 34-Jährige muss wegen des illegalen Besitzes und Handels mit Tieren umgerechnet fast 6000 Euro an die Staatskasse überweisen, wie der Zoll des südostasiatischen Stadtstaats mitteilte.

Der Mann war bei einer Grenzkontrolle aufgefallen, weil er auf der Rückbank seines Autos in einer Plastikdose sechs Taranteln dabei hatte. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung entdeckten die Beamten dann noch 92 andere Exemplare. In Singapur ist es nicht erlaubt, solche Spinnen als Haustiere zu halten. Die Taranteln sind jetzt in der Obhut eines Zoos.

+++ 8.50 Uhr: Fenster von Synagoge in Gelsenkirchen offenbar mit Stein eingeworfen +++

In Gelsenkirchen haben Unbekannte ein Fenster einer Synagoge in der Altstadt beschädigt. Ein Einbruchsalarm alarmierte am frühen Mittwochabend die Einsatzkräfte, wie die Polizei in der Ruhrgebietsstadt mitteilte. Die Beamten gehen davon aus, dass das Fenster mit einem Stein eingeworfen wurde. Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren ein und sucht nach Zeugen.

+++ 8.10 Uhr: Australische Supermarktkette nimmt doch wieder Geld für Plastiktüten +++

Nach heftiger Kritik von Umweltschützern hat die australische Supermarktkette Coles beim Umgang mit Plastiktüten nochmals eine Kehrtwende gemacht. Der Konzern kündigte an, nun doch wieder Geld für seine Tüten zu verlangen. Pro Stück müssen künftig 15 australische Cent (knapp 10 Euro-Cent) gezahlt werden. Mit dem Zick-Zack-Kurs sorgte Australiens zweitgrößte Supermarktkette bei Kunden für große Verwirrung.

Seit 1. Juli ist es in ganz Australien bis auf den Bundesstaat New South Wales untersagt, dünne Einweg-Plastiktüten mit einer Dicke von weniger als 0,035 Millimetern anzubieten. An den Kassen der Coles-Märkte gab es seither landesweit Mehrwegtüten für umgerechnet 13 Euro-Cent. Dagegen protestierten jedoch Kunden, so dass Coles am Mittwoch bekanntgab, dass Tüten bis auf weiteres wieder gratis sind.

Daraufhin gab es wiederum Schelte von Greenpeace und anderen Umweltorganisationen: Mehrwegtüten seien - weil dicker - noch schlechter für die Umwelt. Auch Kunden warfen Coles vor, wegen der Proteste einer kleinen Minderheit eingeknickt zu sein. Schließlich machte Coles dann noch einmal kehrt. Die Neuregelung gilt allerdings erst vom 29. August an.

+++ 7.30 Uhr: Youtuber Leon Machère soll 37.000 Euro Zahlen +++

Wegen Amtsanmaßung und Vortäuschens einer Straftat soll der Hamburger Youtuber Leon Machère 37.000 Euro zahlen. Ein entsprechender Strafbefehl über 150 Tagessätze à 250 Euro wurde vom Amtsgericht Hamburg erlassen. Die Staatsanwaltschaft hatte dies beantragt, nachdem der 26-jährige Angeklagte nicht zur Hauptverhandlung erschienen war. Wie Richter Thomas Semprich sagte, hatte sich Machère, der bürgerlich Rustem Ramaj heißt, kurzfristig wegen Krankheit entschuldigt. "Erstaunlich ist, dass er gerade heute einen plötzlichen Krankheitsanfall kriegt", sagte er.

Laut Anklage hatte der 26-Jährige, dessen Videokanal mehr als 2,1 Millionen Abonnenten hat, in der Hamburger Innenstadt in Sichtweite von Polizeibeamten mit einem Kältespray vorgetäuscht, Wände mit Farbe zu besprühen, und sie so zum Eingreifen provoziert. Videos von dem "Prank" (englisch für Streich) lud er im Februar vergangenen Jahres bei YouTube hoch.

Ein knappes halbes Jahr später habe er ein weiteres Video veröffentlicht, auf dem zu sehen sei, wie er in einem weißen Auto mit Blaulicht und Martinshorn durch die Straßen fahre, so die Staatsanwaltschaft. Mit einem Megafon habe er Passanten, die das für einen echten Polizeieinsatz gehalten hätten, aufgefordert, die Hände zu heben, einen Atemalkoholtest zu machen oder sich auszuziehen.

+++ 4.55 Uhr: Stadtwerke: In Deutschland droht kein Trinkwassermangel +++

 Trotz Hitze und Dürre wird das Trinkwasser nach Angaben der kommunalen Wasserversorger in Deutschland nicht knapp. Die Lage sei größtenteils entspannt, sagte ein Sprecher des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) der Deutschen Presse-Agentur. "Das Grundwasser speichert die Niederschläge. Talsperren und Tiefbrunnen sind somit bis in die Sommermonate hinein versorgt." Lokale Engpässe könnten durch eine Zusammenarbeit der Wasserversorger ausgeglichen werden, zudem seien Puffer Vorschrift. "Trockene Felder und braune Wiesen bedeuten aber nicht, dass das Trinkwasser für den Bürger knapp wird", sagte der Sprecher. Die Versorgung sei gesichert.

+++ 4.10 Uhr: Bahn: Klimaanlagen in Zügen trotz Hitze zuverlässig +++

Trotz der wochenlange Hitzewelle in Deutschland fallen die Klimaanlagen in den Fernzügen zwar etwas häufiger, aber insgesamt relativ selten aus. "Weit über 90 Prozent aller Klimaanlagen" in ICE und IC-Zügen funktionierten, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn auf Anfrage in Berlin. Bei bundesweit rund 3500 klimatisierten Wagen bedeute dies an heißen Tagen den Ausfall der Kühlsysteme in mehr als 100 Wagen.

Jeder Wagen hat nach Angaben der Bahn seine eigene Klimaanlage. Meistens versage in einem Zug lediglich eine Anlage wegen Überlastung den Dienst. Die Fahrgäste könnten sich dann in andere Wagen setzen, sofern es genug freie Plätze gebe, erläuterte der Sprecher. Dass ein Zug aus dem Verkehr genommen werden müsse, weil die Luft im ganzen Zug nicht mehr ausreichend gekühlt werden könne, sei die Ausnahme. Bei den neuen Zügen (Intercity 2, ICE 3 Velaro und ICE 4) liege die Ausfallquote der Klimageräte bei einem Prozent.

+++ 2.45 Uhr: Obama kündigt Unterstützung für demokratische Kandidaten bei Wahlen im Herbst an +++

Ex-US-Präsident Barack Obama hat seine Unterstützung für mehrere Dutzend Kandidaten der Demokraten bei den bevorstehenden Kongress- und Gouverneurswahlen angekündigt. "Ich möchte darlegen, warum die demokratischen Kandidaten in diesem Herbst unsere Stimme verdienen", hieß es in einer Erklärung Obamas, in der er seine Unterstützung für 81 Demokraten aus 14 Bundesstaaten ankündigte. "Ich bin zuversichtlich, dass sie zusammen dieses Land, das wir lieben, stärken, indem sie Chancen, unsere Bündnisse und unsere Position in der Welt wieder herstellen und unser fundamentales Bekenntnis zu Gerechtigkeit, Fairness, Verantwortlichkeit und dem Rechtsstaat hochhalten", erklärte Obama.

Zu den Demokraten, für die Obama sich einsetzen will, zählt etwa der Kandidat Harley Rouda, der in Kalifornien gegen den republikanischen Abgeordneten Dana Rohrabacher antritt. Das dortige Rennen ist für die Demokraten besonders wichtig, um wieder die Mehrheit im Repräsentantenhaus erlangen zu können. 

+++ 1.20 Uhr: Bayern wirbt um Tesla-Fabrik +++

Nach mehreren anderen Bundesländern hat sich auch Bayern als Standort für eine Fabrik des US-Elektroauto-Pioniers Tesla ins Spiel gebracht. Als möglichen Sitz nannte Landeswirtschaftsminister Franz Josef Pschierer (CSU) in der "Süddeutschen Zeitung" die Region Hof in Nordostbayern. Es gebe bereits Kontakte, "der Freistaat bietet für eine Ansiedlung exzellente Voraussetzungen".

+++ 0.55 Uhr: Minister: Simbabwes Regierung wird keine weiteren Proteste tolerieren +++

Die Regierung in Simbabwe wird weitere Proteste nach den Parlaments- und Präsidentschaftswahlen nach eigenen Angaben nicht tolerieren. "Wir werden keine der Aktionen, die wir heute gesehen haben, tolerieren", sagte Innenminister Obert Mpofu bei einer Pressekonferenz. "Möglicherweise hat die Opposition unser Verständnis als schwach interpretiert", sagte der Minister. "Ich denke, sie testen unsere Entschlossenheit", dies sei "ein großer Fehler".

Bei gewaltsamen Protesten waren am Mittwoch in der Hauptstadt Harare mindestens drei Menschen getötet worden, nachdem hunderte Demonstranten gegen angebliche Manipulationen der Parlaments- und Präsidentschaftswahlen vom Montag auf die Straße gegangen waren.

vit/fs DPA AFP

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