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News des Tages: Vierjähriger stürzt von Balkon zehn Meter in die Tiefe

Staatsanwaltschaft durchsucht offenbar Blackrock +++ Söder zum bayerischen Ministerpräsidenten gewählt +++ Bericht: Widerstand in Unionsfraktion gegen UN-Migrationspakt +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

In Mannheim ist ein vierjähriger Junge zehn Meter in die Tiefe gestürzt und schwer verletzt worden. Die Polizei ermittelt.

In Mannheim ist ein vierjähriger Junge zehn Meter in die Tiefe gestürzt und schwer verletzt worden. Die Polizei ermittelt.

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Vierjähriger stürzt von Balkon zehn Meter in die Tiefe (18.23 Uhr)
  • Offenbar Durchsuchungen bei Blackrock (16.00 Uhr)
  • Anschlag auf Macron geplant? Sechs Verdächtige festgenommen (13.46 Uhr)
  • Kongresswahlen in den USA haben begonnen (12.05 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 18.23 Uhr: Vierjähriger stürzt von Balkon zehn Meter in die Tiefe +++

Von einem Balkon eines Hochhauses ist ein vierjähriger Junge im baden-württembergischen Mannheim zehn Meter in die Tiefe gestürzt und schwer verletzt worden. Das Kind wurde in Begleitung eines Notarztes in ein Krankenhaus eingeliefert, wie die Polizei mitteilte. Ersten Erkenntnissen zufolge habe der Junge mit einem Bruder in der Wohnung gespielt und sei dann auf die Balkonbrüstung geklettert und abgestürzt.    

Das Unglück ereignete sich am späten Nachmittag im Stadtteil Vogelstang. Die Polizei leitete Ermittlungen ein und bat mögliche Zeugen, sich zu melden.     

+++ 17.25 Uhr: UNHCR: Mehr als 2000 Migranten seit Januar im Mittelmeer gestorben +++

Mehr als 2000 Menschen sind nach UN-Angaben seit Jahresbeginn bei ihrer Flucht über das Mittelmeer in Richtung Europa ums Leben gekommen. Mehr als die Hälfte von ihnen verlor dabei auf dem Weg nach Italien das Leben, wie das UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR in Genf mitteilte. Insgesamt erreichten 2018 bisher rund 105.000 Menschen auf der Suche nach Asyl Europa - ein Rückgang im Vergleich mit den beiden Vorjahren.    

Ein Sprecher der Internationalen Organisation für Migration (IOM) erklärte, 2018 sei "das fünfte Jahr in Folge", in dem die Zahl von 100.000 Flüchtlingen übertroffen werde. In diesem Jahr sei diese Schwelle jedoch sehr viel später überschritten worden als etwa 2017, als dies bereits im Juli der Fall war.     

Spanien ist in diesem Jahr zum Hauptankunftsland von Flüchtlingen in Europa geworden, vor Griechenland und Italien. Seit Jahresbeginn kamen nach IOM-Angaben mehr als 49.000 Flüchtlinge an Spaniens Küsten an. 564 kamen bei der Überfahrt ums Leben oder gelten als vermisst. 

+++ 17.04 Uhr: Feuerwehr rettet vier Pferde aus Moor in Lübeck +++

Die Feuerwehr hat in Lübeck in einer anderthalbstündigen Rettungsaktion vier Pferde aus einem Moor befreit. Die Tiere steckten am Dienstagnachmittag bis zum Rumpf im Schlamm fest und konnten sich nicht mehr aus eigener Kraft befreien, wie die Feuerwehr mitteilte. Knapp 40 Helfer waren demnach im Einsatz, um die Tiere zu retten. Auch zwei Tierärzte kamen ins Herrenmoor im Lübecker Stadtteil Kücknitz, um sich um die Pferde zu kümmern. Alle vier Tiere konnten danach gesund ihren Besitzern übergeben werden.

+++ 16.35 Uhr: 14-Jähriger nach Explosion in russischem Geheimdienstbüro verhaftet +++

Knapp eine Woche nach einer Explosion beim russischen Inlandsgeheimdienst FSB ist ein 14-jähriger Verdächtiger verhaftet worden. Ein Gericht in Moskau entschied, dass der Jugendliche bis Anfang Dezember in Haft genommen werden darf, wie ein Sprecher nach Angaben russischer Medien sagte. Die Ermittler glauben demnach, dass er Verbindungen zu einem 17-Jährigen hatte, der sich am vergangenen Mittwoch in der Hafenstadt Archangelsk im Norden des Landes in die Luft gesprengt hat. Drei FSB-Beamte wurden dabei verletzt, der junge Mann starb. Die Behörden sprachen danach von einem Terrorakt. Bei dem 14-Jährigen hätten die Ermittler einen ähnlichen Sprengsatz gefunden, wie er in Archangelsk verwendet worden sei, hieß es.

+++ 16.00 Uhr: Staatsanwaltschaft durchsucht offenbar Vermögensverwalter Blackrock +++

Ermittler der Staatsanwaltschaft Köln sollen das Gebäude des Vermögensverwalters Blackrock in München durchsucht haben. Das sagte ein Insider der Nachrichtenagentur "Reuters". Zuvor hatte die "Bild" darüber berichtet. Friedrich Merz, der als Nachfolger von Angela Merkel für den CDU-Parteivorsitz kandidiert, ist Aufsichtsratsvorsitzender des Unternehmens. Bei den Ermittlungen soll es allerdings um einen Zeitraum von 2007 bis 2010 gehen, also vor dem Einstieg des 62-Jährigen. Merz ist seit 2016 Aufsichtsratschef bei Blackrock. 

Den Berichten zufolge suchten 15 bis 20 Ermittler nach Unterlagen zu sogenannten Cum-Ex-Geschäften zwischen 2007 und 2010. Bei diesen Geschäften verschoben diverse Banken und Fonds rund um den Dividenden-Stichtag Aktien und konnten sich so eine einmal gezahlte Kapitalertragssteuer mehrfach vom Fiskus erstatten lassen. Für die Steuerzahler entstand ein Schaden in Milliardenhöhe.     

Ein Blackrock-Sprecher sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Blackrock arbeitet in einer laufenden Untersuchung im Zusammenhang mit "Cum-Ex"-Transaktionen im Zeitraum 2007 bis 2011 uneingeschränkt mit den Ermittlungsbehörden zusammen."

Friedrich Merz gehört neben Blackrock auch dem Aufsichtsrat der HSBC Bank an, die ebenfalls mit Cum-Ex-Geschäften in Verbindung gebracht wird. Im Zusammenhang mit der HSBC wies er kürzlich darauf hin, dass er sich stets gegen solche Praktiken gewandt habe: "Aktien-Geschäfte wie Cum-Ex und Cum-Cum dienen letztlich dazu, die Steuerzahler auszunehmen", sagte Merz vergangene Woche der "Süddeutschen Zeitung". Derartige Geschäfte seien "vollkommen unmoralisch", unabhängig von der juristischen Bewertung. "Dieser Meinung war ich schon immer und habe dies auch immer zum Ausdruck gebracht." 

+++ 15.55 Uhr: Lange Haftstrafen nach Foltertod von Sqeezer-Sänger Jim Reeves +++

Im Prozess um die grausame Tötung des Sqeezer-Sängers Jim Reeves sind die zwei Angeklagten vor dem Berliner Landgericht zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Pawel A. muss für 14 Jahre ins Gefängnis, Adam K. für 13 Jahre. Sie wurden des besonders schweren Totschlags in Tateinheit mit besonders schwerem sexuellem Missbrauch einer wehrlosen Person schuldig gesprochen.     

Die Männer hatten dem Urteil zufolge Reeves Ende Januar 2016 in einem Hostelzimmer zu Tode gequält. K. gestand im Prozessverlauf, den 48-jährigen Reeves mit einem Stuhlbein vergewaltigt zu haben. Der in den 90er Jahren mit der Band Sqeezer bekannt gewordene Reeves starb in Folge schwerer innerer Verletzungen durch die ihm zugefügten Rippenbrüche.

+++ 15.05 Uhr: Vier Nashörner sterben nach Umsiedlung von Südafrika in den Tschad +++

Ein halbes Jahr nach der Umsiedlung von sechs Nashörnern aus Südafrika in den Tschad sind vier der vom Aussterben bedrohten Tiere verendet. Die Ergebnisse einer Obduktion legen nahe, dass sich die Spitzmaulnashörner nicht hinlänglich an ihre neue Umwelt gewöhnen konnten, wie das südafrikanische Umweltministerium mitteilte. Die beiden noch lebenden Rhinozerosse im Zakouma-Nationalpark sollen demnach zunächst wieder eingefangen werden, damit sie von Experten gut versorgt werden können. 

Das Verenden der Nashörner im zentralafrikanischen Tschad war bereits der zweite Rückschlag dieser Art für die Bemühungen zur Erhaltung der gefährdeten Art in diesem Jahr: Im Juli waren in Kenia nach einer Umsiedlung in den Tsavo-Nationalpark zehn von elf Spitzmaulnashörnern verendet. Untersuchungen zufolge konnten sich die Tiere auch dort nur schwer an ihre neue Umwelt gewöhnen. Sie sollen infolge von Stress verendet sein, der durch eine Salzvergiftung verstärkt wurde. 

+++ 14.43 Uhr: Spezialeinheiten aus ganz Deutschland üben in Hamburg Terror-Lage +++

Schwer bewaffnete Polizisten in Schutzanzügen laufen durch die Hafencity in Hamburg, Verletzte liegen blutend auf den Straßen - Einsatzkräfte aus ganz Deutschland haben in Hamburg den Ernstfall geprobt. An vier Stellen in der Stadt wurden unter realistischen Bedingungen Anschlagsszenarien geübt. Beteiligt waren etwa 850 Einsatzkräfte aus ganz Deutschland, darunter auch die Bundespolizei-Eliteeinheit GSG9.

Die Einsatzkräfte mussten bei der Übung gegen vier Terroristen vorgehen, die sich nach einem Anschlag bei einer Tagung in eine U-Bahnstation geflüchtet hatten, wie Hamburgs Polizeipräsident Ralf Martin Meyer dem NDR sagte. Die ersten SEK-Einheiten mit ihren für Übungen blau gekennzeichneten Waffen mussten gegen die Terroristen in der U-Bahnstation vorgehen und sie mit Platzpatronen erschießen. Das fand zum Großteil unter Ausschluss der Medien und Öffentlichkeit statt, um die Taktik nicht zu verraten. Sofort danach bargen Notfall-Sanitäter, ebenfalls alle SEK-Beamte, die Verletzten. Das sei auch das Wichtige an der Übung gewesen, die schnelle Versorgung der Verletzten, sagte der Polizeipräsident. Für das Training dieser Schnittstelle brauche man so eine Großübung.

+++ 14.33 Uhr: EuGH: Italien muss Steuererleichterungen vom Vatikan zurückfordern +++

Italien muss nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom Vatikan nicht gezahlte Steuern vergangener Jahre zurückfordern. Das entschied der Gerichtshof und hob damit eine frühere Entscheidung der EU-Kommission auf. Diese hatte 2012 erklärt, eine Steuererleichterung zugunsten vatikanischen Eigentums sei zwar illegal, dem Vatikan jedoch die Rückzahlung erspart. Da sowohl das italienische Grundbuch als auch die Steuerdatenbank unvollständig gewesen seien, wäre es "absolut unmöglich" gewesen, die dem Land zustehenden Summen zu berechnen, hieß es zur Begründung. 

Der EuGH stellte nun fest, dass die EU-Kommission die Möglichkeit einer zumindest teilweisen Rückforderung hätte prüfen sollen. Der Vatikan ist nach dem Urteil nicht mehr von der Rückzahlungspflicht befreit, allerdings ist die Höhe der unbezahlten Steuerrechnung weiterhin unklar. 

Hintergrund der Entscheidung vom Dienstag war eine Beschwerde einer Montessori-Grundschule sowie eines Bed-and-Breakfast-Besitzers in Rom. Ihrer Meinung nach hatten vatikanische Schulen und Hostels einen unfairen Vorteil: Nach italienischem Recht sind "nicht gewerbliche" Immobilien im Besitz religiöser Institutionen wie Kirchen und Sportvereine von der Grundsteuer befreit.

+++ 14.03 Uhr: Eingestürzte Häuser in Marseille - zweite Leiche in Ruinen entdeckt +++

In den Ruinen der eingestürzten Häuser in Marseille ist eine zweite Leiche entdeckt worden. Dabei handelt es sich um eine Frau, wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft berichtete. Bereits am Morgen hatten Einsatzkräfte einen Toten aus den Trümmern geborgen. 

Zwei baufällige Häuser waren am Montagmorgen im Zentrum der südfranzösischen Hafenstadt eingestürzt, eins von ihnen war bewohnt. Mehrere Menschen wurden am Dienstag noch vermisst. Das italienische Außenministerium teilte mit, dass auch eine Italienerin unter den Vermissten sei.

+++ 13.52 Uhr: EU-Staaten stimmen für mehr Jugendschutz auf Video-Plattformen +++

Für Video-Plattformen wie Netflix und YouTube gelten in der EU bald strengere Jugendschutz-Regeln. Damit wolle man Kinder und Jugendliche vor allem vor gewaltverherrlichenden Inhalten schützen, teilten die EU-Staaten in Brüssel mit. Nachdem das Europaparlament bereits im Oktober zugestimmt hatte, tritt die Reform der Richtlinie für audiovisuelle Medien nun offiziell in Kraft. Die EU-Länder haben 21 Monate Zeit, sie in nationales Recht umzusetzen.  

Statt wie bisher gelten die neuen Vorschriften nicht mehr nur für klassische Rundfunkanstalten, sondern auch für Online-Video-Dienste wie YouTube oder Netflix. Damit reagiert die EU auf die veränderte Mediennutzung vieler Menschen. Den neuen Regeln zufolge müssen Plattformen schnell reagieren, wenn Nutzer gefährliche oder anstößige Videos melden. Für solche Meldungen müssen die Anbieter leicht zu handhabende Mechanismen bereitstellen. 

Außerdem müssen die Plattformen Maßnahmen dazu ergreifen, Jugendliche und Kinder vor schädlichen Werbeinhalten zu schützen. Ansonsten sieht die Richtlinie etwas mehr Freiheit für Sender beim Werben vor. Statt wie bisher höchstens zwölf Minuten pro Stunde, dürfen die Rundfunkanstalten in der Zeit zwischen 18 und 24 Uhr 72 Minuten Werbung frei verteilen, dabei aber das Programm höchstens alle 30 Minuten unterbrechen.

+++ 13.46 Uhr: Anschlag auf Macron geplant? Sechs Verdächtige festgenommen +++

Sechs Menschen sind in Frankreich wegen eines geplanten Gewaltakts auf den Präsidenten Emmanuel Macron festgenommen worden. Die Verdächtigen wurden vom Inlandsgeheimdienst DGSI festgenommen, wie der Senders France Info unter Berufung auf Justizkreise berichtete. Die Pariser Staatsanwaltschaft hat demnach Anti-Terrorermittlungen eingeleitet. Wie die französische Nachrichtenagentur AFP berichtete, soll es sich bei den Verdächtigen um Personen aus dem rechten Spektrum handeln.

+++ 13.31 Uhr: Debattencamp soll Schwung in Erneuerung der SPD bringen +++

Mit einem Debattencamp und internationalen Gästen will die SPD Dynamik in die versprochene Neupositionierung der Partei bringen. SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil sagte in Berlin, es werde den Mut geben, auch neue Themen zu diskutieren. "Ich bin mir sicher, Sie werden auf dem Debattencamp eine ganz andere SPD erleben als in den letzten Tagen", sagte er.

Unter den mehr als 1000 angemeldeten Teilnehmern und Referenten sind auch die SPD-Spitze und internationale Gäste wie der griechische Regierungschef Alexis Tsipras. Zu den 50 Veranstaltungen gehören "Was kommt nach Hartz IV?", "Ewig auf der Flucht - Ist Europas Migrationspolitik gescheitert?" und "Bezahlbarer Wohnraum in Großstädten. Konzepte, Vorbilder (Stadt Wien)".

"Es ist eine Veranstaltung, die uns helfen wird bei der Neupositionierung der SPD", sagte Klingbeil. Die Analyse des letzten Bundestagswahlkampfes habe gezeigt, dass sich die SPD klarer positionieren und auf ausgewählte Themen konzentrieren müsse. Der Parteivorstand will die Ergebnisse des Debattencamps bündeln. Bis zum Bundesparteitag Ende 2019 soll ein SPD-Zukunftsprogramm stehen.

Die SPD steckt bundesweit im Umfragetief. Nach dem RTL/n-tv-Trendbarometer des Forsa-Instituts liegt die SPD nur noch bei 13 Prozent.

+++ 13.18 Uhr: Experten: 33.000 Todesfälle jährlich in Europa durch Antibiotika-Resistenzen +++

Antibiotika-resistente Bakterien verursachen europaweit jährlich etwa 33.000 Todesfälle. Dies schätzen Experten nach der Auswertung von Daten, die unter anderem ein europäisches Netzwerk zur Beobachtung antimikrobieller Resistenzen (EARS-Net) im Jahr 2015 erhoben hatte. In Deutschland starben demnach mehr als 2300 Menschen an einer Infektion, gegen die es keine oder nur wenige wirkende Antibiotika gibt. Die Zahl solcher Infektionen sei europaweit seit 2007 gestiegen, zwischen einzelnen Ländern gebe es teils erhebliche Unterschiede, berichtet die internationale Forschergruppe im Fachblatt "The Lancet Infectious Diseases".

+++ 12.46 Uhr: Zentralafrika: weitere 27.000 Menschen auf der Flucht +++

Knapp eine Woche nach dem Ausbruch neuer Kämpfe im Norden der Zentralafrikanischen Republik sind laut Vereinten Nationen rund 27.000 Menschen auf der Flucht. Bei den Gefechten bewaffneter Gruppen in der Stadt Batangafo habe es auch Tote und Verletzte gegeben, erklärte ein UN-Sprecher in Genf. Die Situation sei extrem instabil und es müsse mit "weiteren Kämpfen der Milizen und Racheakten gegen Zivilpersonen" gerechnet werden. Bei den Kämpfen waren am vergangenen Mittwoch zahlreiche Häuser, ein Marktplatz und auch ein Lager für Binnenflüchtlinge in Flammen aufgegangen. 

Rund 1,2 Millionen Zentralafrikaner - etwa ein Viertel der Bevölkerung - sind in dem Krisenland auf der Flucht vor Gewalt. In der Zentralafrikanischen Republik war Ende 2012 ein Bürgerkrieg ausgebrochen, in dem sich Milizen der christlichen Mehrheit und der muslimischen Minderheit gegenüberstanden. Erst infolge einer französischen Militärintervention, der ein UN-Friedenseinsatz folgte, stabilisierte sich die Lage. Allerdings kommt es seit 2017 wieder verstärkt zu Kämpfen.

+++ 12.38 Uhr: 33-Jähriger stirbt bei Haiattacke in Australien +++

Bei einer Haiattacke an Australiens Great Barrier Reef ist ein Mann ums Leben gekommen. Der 33-Jährige erlitt schwere Bisswunden an beiden Beinen und einem Arm, wie die Rettungskräfte mitteilten. Der Vorfall ereignete sich bei den Whitsunday-Inseln. Haiattacken sind dort eigentlich selten, hatten sich in den vergangenen Wochen allerdings gehäuft.     Der 33-Jährige wurde nach dem Hai-Angriff mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen, wie der Rundfunksender ABC berichtete. Dort erlag er aber seinen Verletzungen.

Australien: Weißer Hai tötet Delfin, dann taucht ein zweiter Raubfisch auf - und ein gnadenloser Kampf beginnt

+++ 12.17 Uhr. Schärfere Vorgaben für Glyphosat-Nutzung geplant +++

Das Umweltbundesamt will bestimmte Pestizide nur noch unter strengeren Auflagen für den Naturschutz zur Anwendung in Deutschland zulassen. Ab 2020 sollen Bauern im Schnitt zehn Prozent ihrer Ackerfläche für den Schutz der biologischen Vielfalt nutzen müssen, wenn sie Pflanzenschutzmittel wie Glyphosat anwenden wollen, die die Artenvielfalt nachweislich schädigen. Das sagten Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) und die Chefin des Umweltbundesamts, Maria Krautzberger, in Berlin. Entsprechende Bescheide für drei glyphosathaltige Mittel, die gerade zur Wiederzulassung anstünden, seien an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) verschickt.

+++ 12.09 Uhr: Massengrab in früherem IS-Gebiet im Irak entdeckt +++

Die Vereinten Nationen haben auf dem einstigen Gebiet der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Irak rund 200 Massengräber entdeckt. Darin seien teilweise mehrere Tausend Opfer verscharrt worden, teilten die Unterstützungsmission der UN im Irak (UNAMI) und das UN-Menschenrechtsbüro in Genf mit. Die Gräber seien zwischen 2014 und 2017 angelegt worden, als der IS weite Teile des Landes unter seiner Kontrolle hatte. Sie seien Belege des erbarmungslosen Terrors und der Gewalt, heißt es in dem UN-Bericht

+++ 12.05 Uhr: Kongresswahlen in den USA haben begonnen +++

In den USA haben die mit Spannung erwarteten Kongresswahlen begonnen. Erste Wahllokale öffneten an der Ostküste um 6.00 Uhr (Ortszeit/12.00 Uhr MEZ). Bei den Zwischenwahlen, den sogenannten Midterms, werden alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und 35 der 100 Sitze im Senat vergeben. Die Abstimmung ist auch ein Referendum über die Politik von US-Präsident Trump. Kritiker werfen ihm vor, das Land mit seiner aggressiven Rhetorik gespalten zu haben. Mit aussagekräftigen Ergebnissen wird am frühen Mittwochmorgen mitteleuropäischer Zeit gerechnet. 

Trump war im Wahlkampf bis zuletzt im Dauereinsatz. Bei den Kongresswahlen in der Mitte zwischen zwei Präsidentenwahlen bekommt meist die Regierungspartei einen Denkzettel verpasst. Tatsächlich müssen Trumps Republikaner Umfragen zufolge befürchten, die Mehrheit im Repräsentantenhaus - dem Unterhaus im US-Parlament - zu verlieren. Dafür müssten die oppositionellen Demokraten 23 Sitze zulegen. Im Senat - dem Oberhaus - zeichnet sich ab, dass die Republikaner ihren knappen Vorsprung von derzeit 51 zu 49 Sitzen halten können.

Verfolgen Sie die Wahl in den USA hier im stern-Liveblog.

+++ 11.46 Uhr: Prozess gegen früheren SS-Mann wegen Verbrechen im KZ Stuffhof begonnen +++

Vor dem Landgericht im nordrhein-westfälischen Münster hat der Prozess gegen einen ehemaligen SS-Wachmann des Konzentrationslagers Stutthof bei Danzig begonnen. Dem heute 94-Jährigen wird Beihilfe zum Mord in mehreren hundert Fällen vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, von den an den Häftlingen verübten Naziverbrechen gewusst und diese in seiner Funktion als Mitglied der Wachmannschaften unterstützt zu haben.    

In Stutthof seien Lagerinsassen vergast und in Genickschussanlagen getötet worden sowie durch Hunger und Kälte ums Leben gekommen, sagte der zuständige Oberstaatsanwalt Andreas Brendel zum Verfahrensauftakt. An dem Prozess beteiligen sich diverse Angehörige von Naziopfern als Nebenkläger. In Deutschland gibt es seit einigen Jahren noch einmal vermehrt Anklagen und Prozesse wegen der Massenverbrechen in Vernichtungs- und Konzentrationslagern währen der Nazizeit.

+++ 11.20 Uhr: Söder zum bayerischen Ministerpräsidenten gewählt +++

 Trotz der herben Pleite der CSU bei der Landtagswahl darf Markus Söder bayerischer Ministerpräsident bleiben. Wie erwartet wählte der Landtag Söder am Dienstag erneut zum Regierungschef des Freistaats. Der CSU-Politiker erhielt in der geheimen Abstimmung 110 Ja-Stimmen und 89 Nein-Stimmen bei drei Enthaltungen. Damit erzielte er im ersten Wahlgang die notwendige einfache Mehrheit der 202 abgegebenen gültigen Stimmen, erhielt aber eine Ja-Stimme weniger als an dem Tag anwesende Abgeordnete von CSU und Freien Wählern im Landtag vertreten waren.

+++ 11.04 Uhr: Steuerzahlerbund kritisiert Verschwendung öffentlicher Gelder +++

Der Bund der Steuerzahler hat erneut die Verschwendung öffentlicher Gelder kritisiert. In dem neuen jährlichen "Schwarzbuch", das in Berlin vorgestellt wurde, listet der Verband mehr als 100 Beispiele auf. Bund, Länder und Kommunen seien in zahlreichen Fällen sorglos mit dem Geld der Bürger umgegangen, so die Kritik. 

Konkret geht es um Probleme etwa bei öffentlichen Bauprojekten, um eine millionenschweren Werbekampagne des Bundesarbeitsministeriums, eine Straße in Berlin mit zahllosen Verkehrsschildern oder um eine Rasenheizung in einem Stadion in Erfurt, die aber nicht genutzt worden sei. 

Kritisiert werden auch Fälle bei der Bundeswehr. So geht es um eine aus Sicht des Verbandes überteuerte Anschaffung von Drohnen sowie um sechs U-Boote der Marine. Diese hätten drei Milliarden Ezro gekostet, für Einsätze aber stehe derzeit kein einziges zur Verfügung.

+++ 9.34 Uhr: Erstes Todesopfer nach Hauseinsturz in Marseille gefunden +++

Einen Tag nach dem Einsturz baufälliger Wohnhäuser im Marseille haben Rettungskräfte die Leiche eines Mannes gefunden. Das berichtete die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Nach früheren Angaben werden acht Menschen vermisst, die womöglich tot unter den Trümmern liegen. 

Zwei Häuser waren am Montag im Zentrum der südfranzösischen Hafenstadt eingestürzt. Eines davon stand leer, weil es baufällig war. Das andere Gebäude, in dem ebenfalls Bauarbeiten anstanden, war bewohnt. Rettungskräfte hatten die ganze Nacht über Verschütteten gesucht.

+++ 9.27 Uhr: Neuseeländerischer Angler rettet 18-monatigen Jungen aus dem Wasser +++

In Neuseeland hat ein Angler einen 18 Monate alten Jungen vor dem Ertrinken gerettet - und das eigentlich nur aus Versehen. Der Rentner Gus Hutt war morgens in der Nähe eines Campingplatzes bei der Kleinstadt Matata auf der neuseeländischen Nordinsel am Meer unterwegs. Dabei sah er etwas im Wasser treiben, das er anfangs nur für eine Porzellanpuppe hielt. Es war jedoch ein Kleinkind, das aus dem Zelt der Eltern ausgebüchst war. Dank des Anglers überstand der Junge nach Angaben der Polizei die Angelegenheit ohne Schaden.

Hutt berichtete der Lokalzeitung "Whakatane Beacon", er habe das Kind auch dann noch für eine Puppe gehalten, als er bereits dessen Arm gepackt habe. "Sein Gesicht hat ausgesehen wie Porzellan", erzählte er. "Aber dann hat es einen kleinen Quietscher von sich gegeben, und ich dachte: "Oh Gott, das ist ein Baby! Und es lebt!"" Auf dem Campingplatz gelang es dann recht schnell, die Eltern ausfindig zu machen. Sie hatten noch gar nicht mitbekommen, dass ihr Sohn verschwunden war.

Der Junge wurde am Strand behandelt und dann ins Krankenhaus gebracht. Vermutlich war er nur sehr kurze Zeit im Wasser. Inzwischen ist er wieder bei den Eltern. Die Polizei bestätigte die Angaben, ließ die Angelegenheit ansonsten aber auf sich beruhen. Die Feuerwehr appellierte an alle Eltern mit kleinen Kindern, beim Campen den Reißverschluss der Zelte immer so zu schließen, dass er vom Nachwuchs nicht geöffnet werden kann.

+++ 8.47 Uhr: Mindestens 25 Grenzsoldaten in Westafghanistan getötet +++

Bei einem Überfall radikalislamischer Taliban auf eine Basis von Grenzsicherungskräften in der westafghanischen Provinz Farah sind mindestens 25 Grenzsoldaten getötet worden. Mindestens acht weitere seien verwundet worden, sagte der Provinzrat Dadullah Kanih. Die Taliban hätten rund 20 Soldaten, darunter die Verwundeten, bei dem Angriff in der Nacht gefangen genommen.

Die Basis in dem Bezirk Puscht-e Koh nahe der iranischen Grenze - mit rund 60 Soldaten eine der größten in der Provinz Farah - stehe nun unter Kontrolle der Taliban. Noch seien keine Sicherheitskräfte der Regierung unterwegs, um den Stützpunkt zurückzuerobern oder die Leichen der gefallenen Soldaten zu bergen, sagte Kanih. 

Nach Angaben des Provinzrats Chair Mohammed Nursai kontrolliert die Regierung in dem Bezirk Puscht-e Koh nicht mehr als einen Kilometer Umkreis um das Regierungsgebäude im Bezirkszentrum sowie eine Polizeistation. Die Basis habe sich rund drei Kilometer davon entfernt befunden.

+++ 8.22 Uhr: Macron fordert Bildung einer "wahren europäischen Armee" +++

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat die Einrichtung einer eigenen europäischen Armee gefordert. Ohne eine "wahre europäische Armee" könnten die Europäer nicht verteidigt werden, sagte Macron in einem Interview mit dem Radiosender Europe 1. Mit Blick auf "Russland, das an unseren Grenzen steht und das zur Bedrohung werden könnte", dürften sich die Europäer "nicht allein auf die USA verlassen".

+++ 7.32 Uhr: Großeinsatz gegen mutmaßliche Schleuserbande - Scheinehen arrangiert? +++

Bei einem Großeinsatz gegen eine mutmaßliche Schleuserbande hat die Bundespolizei 47 Wohnungen in drei Bundesländern durchsucht. Es gab vier Festnahmen, wie eine Sprecherin der Bundespolizei der Deutschen Presse-Agentur sagte. Vorgeworfen werde den Festgenommenen, in bislang etwa 200 ermittelten Fällen Scheinehen arrangiert zu haben.

Mehr als 570 Beamte waren an dem Einsatz beteiligt. Der überwiegende Teil der durchsuchten Wohnungen befinde sich in Berlin, hieß es. Aber auch in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen seien Privatwohnungen durchsucht worden. "Wir erhoffen uns, bei den Durchsuchungen umfangreiche Beweismittel sicherzustellen", sagte die Sprecherin. Die Ermittlungen liefen seit Oktober 2017.

+++ 7.04 Uhr: Studie: Grundschüler wissen wenig über Juden und Roma +++

Grundschüler in Deutschland wissen einer neuen Studie zufolge wenig über Juden und noch weniger über Roma. Zwar hat die Hälfte aller Sechs- bis 13-Jährigen das Wort "Jude" schon mal gehört, erklären kann es jedoch nur ein gutes Drittel, wie das Internationale Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) in München herausgefunden hat.

Dass Juden zur Zeit des Zweiten Weltkriegs verfolgt wurden, wissen laut der Umfrage zwar die Hälfte der Acht- bis Neunjährigen und fast alle Zwölf- bis 13-Jährigen (94 Prozent), ganz sicher über diesen historischen Fakt ist sich jedoch bei den Acht- bis Neunjährigen nur knapp jeder Fünfte (18 Prozent).

Noch schlechter ist es der Studie zufolge um das Wissen über Roma bestellt. Den Begriff "Roma" hat die Hälfte der Sechs- bis 13-Jährigen noch nie gehört.

+++ 6.51 Uhr: Häuser in Marseille eingestürzt - Helfer suchen nach Verschütteten +++

Auch Stunden nach dem Einsturz mehrerer baufälliger Wohnhäuser im Zentrum von Marseille werden noch immer acht Menschen vermisst, die womöglich tot unter den Trümmern liegen. Rettungskräfte durchkämmten die riesigen Schutthaufen in der Nacht zum Dienstag bei grellem Flutlicht nach Verschütteten, wie die französische Nachrichtenagentur AFP berichtete. Innenminister Christophe Castaner, der sich am Unglücksort über die Lage informieren ließ, sprach von "wenig Optimismus angesichts der Situation". Neben dem Schicksal von acht Hausbewohnern ist nach Behördenangaben auch das von zwei Passanten fraglich, die unmittelbar vor dem Unglück von einer Videokamera auf der Straße gefilmt worden waren und ebenfalls zu Schaden gekommen sein könnten.

Zwei Häuser in der südfranzösischen Hafenstadt waren am Montagmorgen eingestürzt. Am Abend zerstörten Einsatzkräfte dann ein drittes Gebäude, das ebenfalls einzustürzen drohte. Dutzende Anwohner anliegender Wohnungen wurden in Sicherheit gebracht. Die eingestürzten Häuser standen in einer kleinen Einkaufsstraße im Zentrum der Stadt. Eines davon stand nach Angaben der Behörden leer, weil es baufällig war. Das andere Gebäude, in dem ebenfalls Bauarbeiten anstanden, war bewohnt.

+++ 6.37 Uhr: US-Zeitschrift kürt Idris Elba zum "Sexiest Man Alive" +++

Der britische Schauspieler Idris Elba (46, "Luther") ist nach Ansicht des US-Magazins "People" der "Sexiest Man Alive". Elba zeigte sich nach Angaben der Zeitschrift vom Dienstag überrascht: "Ich sagte: "Komm schon, auf keinen Fall. Wirklich?" Er habe sich selbst erst einmal kritisch im Spiegel betrachtet, als er von der Auszeichnung erfahren habe, so der 46-Jährige. "Ich sagte: "Ja, du bist heute irgendwie sexy." Aber um ehrlich zu sein, es war nur ein schönes Gefühl." Für ihn sei es "eine nette Überraschung" gewesen - und mit Sicherheit "ein Ego-Schub".

Im vergangenen Jahr war der US-Country-Star Blake Shelton zum "Sexiest Man Alive" gekürt worden, davor US-Schauspieler Dwayne Johnson, die Fußballlegende David Beckham und der australische Schauspieler Chris Hemsworth. Seit 1985 vergibt die Zeitschrift den Titel jährlich, als erster war der Schauspieler Mel Gibson ausgezeichnet worden.

+++ 5.31 Uhr: Facebook sperrt vor Kongresswahlen rund 30 Nutzerkonten +++

Unmittelbar vor den US-Kongresswahlen hat das soziale Netzwerk Facebook rund 30 Nutzerkonten wegen mutmaßlicher ausländischer Einflussnahme gesperrt. Auch 85 Nutzerkonten des Tochter-Netzwerks Instagram seien blockiert worden, teilte Facebook am Montag mit.    

Demnach wurde der Konzern am Sonntagabend von US-Behörden über Online-Aktivitäten informiert, die in Verbindung zu ausländischen Akteuren stehen könnten. Daraufhin seien rund verdächtige 30 Facebook-Konten und 85 Instagram-Konten identifiziert worden. "Wir haben diese Konten sofort blockiert und untersuchen sie nun detailliert", erklärte Facebook. Es bestehe der Verdacht eines "koordinierten" Vorgehens. 

Bei den Kongresswahlen werden die Weichen für die zweite Amtshalbzeit von US-Präsident Donald Trump gestellt. Gewählt werden sämtliche 435 Abgeordnete des Repräsentantenhauses sowie 35 der 100 Senatoren. Bislang beherrscht Trumps Republikanische Partei beide Kammern. Die Umfragen geben den oppositionellen Demokraten gute Chancen, zumindest das Repräsentantenhaus zu erobern.

+++ 5.08 Uhr: Japan strebt baldige Ratifizierung von Handelsabkommen mit EU an +++

Japan treibt das Ratifizierungsverfahren für ein Freihandelsabkommen mit der Europäischen Union voran. Die Regierung beschloss eine entsprechende Gesetzesvorlage und hofft auf die parlamentarische Billigung in der noch bis zum 10. Dezember laufenden Sitzungsperiode. Damit könnte das Ratifizierungsprozedere in Japan bis Jahresende abgeschlossen werden. Wenn auch die EU ihren Ratifizierungsprozess bis zum Ende des Jahres abschließt, könnte das Handelsabkommen schon zum Februar 2019 in Kraft treten.

Die Europäische Union hatte mit Japan ihr bislang größtes Freihandelsabkommen im Juli nach mehr als fünfjährigen Verhandlungen besiegelt. Zusammen stehen die EU und Japan für mehr als ein Drittel des weltweiten Bruttoinlandsprodukts.

+++ 5.05 Uhr: Bericht: GroKo lockert Bedingungen für geförderte Jobs +++

Union und SPD wollen bei ihrem geplanten Programm für Langzeitarbeitslose die Hürden für geförderte Jobs absenken. Das geht nach Informationen des Redaktionsnetzwerkes Deutschland aus einem Änderungsantrag der großen Koalition für das sogenannte Teilhabechancengesetz hervor, das am Donnerstag im Bundestag verabschiedet werden soll. Die Koalition will ihre Pläne an diesem Dienstag vorstellen.  

Vom geplanten Jobprogramm mit einem Volumen von zunächst vier Milliarden Euro sollten nach den ursprünglichen Koalitionsplänen Arbeitslose im Alter von über 25 Jahren profitieren, die innerhalb von acht Jahren mindestens sieben Jahre Grundsicherung bezogen haben.

Der Änderungsantrag sieht dem Bericht zufolge nun als Bedingung sechs Jahre Grundsicherung innerhalb von sieben Jahren vor. Bei Erwerbslosen mit Schwerbehinderung sollten dem Bericht zufolge fünf Jahre Leistungsbezug ausreichen, ebenso wie bei Arbeitslosen, die in einer Bedarfsgemeinschaft mit mindestens einem minderjährigen Kind leben. 

+++ 4.36 Uhr: Gates-Stiftung verstärkt medizinische Hilfe für Mütter und Babys +++

Der Microsoft-Gründer Bill Gates, 62, und seine Frau Melinda verstärken ihr Engagement für die medizinische Versorgung von Frauen und Kindern in Entwicklungsländern. Vor einem Gebertreffen in Oslo kündigte Melinda Gates an, ihre Stiftung werde 200 Millionen US-Dollar (rund 176 Millionen Euro) spenden, damit in lokalen Gesundheitszentren Medikamente gegen Blutungen, Kurse zur Familienplanung oder auch Stillberatungen finanziert werden könnten.

"Überall auf der Welt retten diese Gesundheitszentren das Leben von Müttern und Babys, wenn sie die richtigen Medikamentenlieferungen haben und die Mitarbeiter richtig ausgebildet sind", sagte Melinda Gates der Deutschen Presse-Agentur. "Das ist unser Weg zu einer Finanzierung. Wir wollen sicherstellen, dass weniger Frauen im Kindbett sterben und wir den frühen Kindstod zurückdrängen."

+++ 2.24 Uhr: Bericht: Widerstand in Unionsfraktion gegen UN-Migrationspakt wächst +++

In der Unionsfraktion wächst einem Medienbericht zufolge der Widerstand gegen den geplanten UN-Migrationspakt. Der CDU-Innenpolitiker Marian Wendt sagte der Zeitung "Die Welt", zwar sei ein "international abgestimmter Umgang mit der globalen Migration ein deutsches Kerninteresse". Trotzdem werde er sich gemeinsam mit einigen Kollegen in einer Fraktionssitzung "gegen die Unterzeichnung der aktuellen Fassung des Globalen Migrationspaktes aussprechen".    

Das Rahmendokument werfe noch zu viele Fragen auf, auch wenn es rechtlich nicht bindend sei, sagte Wendt. "Die fehlende Unterscheidung von Flucht- und Arbeitsmigration ist ein weiterer Nachteil des Paktes."    

Am Wochenende war bereits Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf Distanz zum UN-Migrationspakt gegangen. "Die Debatte über den Migrationspakt steht in der Bundestagsfraktion noch aus", sagte der Kandidat für den CDU-Parteivorsitz der "Welt am Sonntag". Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich dagegen hinter die geplante Vereinbarung gestellt.

+++ 2.09 Uhr: Regierungen in Mittelamerika wollen gegen Migranten vorgehen +++

Angesichts von Tausenden Auswanderern auf dem Weg in die USA wollen die Regierungen von Honduras und Guatemala gegen die Organisatoren der sogenannten Migrantenkarawane vorgehen. "Guatemala, Honduras, El Salvador, Mexiko und die USA sollten mit Hochdruck gegen die Verantwortlichen ermitteln und die volle Härte des Gesetzes gegen jene anwenden, die diese Wanderungen mit politischen oder kriminellen Zielen organisieren und fördern", sagte der honduranische Präsident Juan Orlando Hernández am Montag nach einem Treffen mit seinem guatemaltekischen Kollegen Jimmy Morales.

Auf der Flucht vor Armut und Gewalt ziehen derzeit Tausende Menschen aus Mittelamerika in Gruppen durch Mexiko gen Norden Richtung Vereinigte Staaten. US-Präsident Donald Trump hat sie vor den wichtigen Kongresswahlen am Dienstag immer wieder zum Wahlkampfthema gemacht. Er drohte, die Menschen notfalls an der Grenze von Soldaten stoppen zu lassen. Zudem warf er den Regierungen in Mittelamerika vor, nicht genug gegen die Auswanderung zu tun und kündigte die Kürzung von Hilfszahlungen an.

+++ 2.02 Uhr: Fox News und weitere Sender verbannen flüchtlingsfeindlichen Trump-Werbespot +++

Der konservative US-Sender Fox News und weitere Sender haben einen flüchtlingsfeindlichen Werbespot des Wahlkampfteams von US-Präsident Donald Trump verbannt. Der Werbespot werde nicht mehr auf Fox News und im Wirtschaftssender Fox Business Network gezeigt, erklärte eine Verantwortliche der als Trump-nah geltenden Sendergruppe am Montag.    

Auch der Sender NBC und das soziale Netzwerk Facebook zogen das umstrittene Video zurück. CNN hatte den Werbespot gar nicht erst ausgestrahlt und als "rassistisch" kritisiert. 

In dem Werbespot werden Bilder des wegen zweifachen Polizistenmordes in den USA verurteilten Mexikaners Luis Bracamontes gezeigt. Der Fall hatte auch deswegen für Aufsehen gesorgt, weil Bracamontes nach seiner Verurteilung grinsend angekündigt hatte, weitere Polizisten zu töten.

Trump hatte im Wahlkampf für die Kongresswahlen am Dienstag seine flüchtlingsfeindliche Rhetorik immer weiter verschärft und Ängste vor einer "Invasion" von Flüchtlingen geschürt.

+++ 1.10 Uhr: Liebes-Aus via Instagram: Italiens Vize-Premier Salvini wieder Single +++

Mit seinen Gegnern geht Italiens Innenminister Matteo Salvini selten zimperlich um, doch nun hat der rechtspopulistische Politiker selbst einen Tiefschlag hinnehmen müssen - und das in aller Öffentlichkeit. Seine Lebensgefährtin Elisa Isoardi, bekannt als Moderatorin einer Fernseh-Kochshow, verkündete die Trennung des prominenten Paares am Montag medienwirksam über Instagram. Ihre Gefühle zum Liebes-Aus umschrieb sie mit einem Gedicht: "Ich werde nicht das vermissen, was wir uns gegeben haben, sondern das, was wir uns noch hätten geben können. Mit größtem Respekt für die wahre Liebe, die da war. Danke, Matteo."

Ihren Eintrag versah sie mit einem Foto, auf dem sie lächelnd im Bademantel auf dem Bett liegt - und sich Salvini mit nacktem Oberkörper und geschlossenen Augen an sie schmiegt. Isoardis offenherziger Post erntete binnen kürzester Zeit zehntausende Reaktionen von Instagram-Nutzern und avancierte unter dem Hashtag #Isoardi zeitweise zum meistdiskutierten Thema auf Twitter.

+++ 0.16 Uhr: Autopsie: US-Rapper Mac Miller an versehentlicher Überdosis gestorben +++

Der Anfang September tot gefundene US-Rapper Mac Miller ist laut Gerichtsmedizinern an einer versehentlichen Überdosis von Drogen, Medikamenten und Alkohol gestorben. Dem Autopsiebericht zufolge wurden unter anderem Kokain und das starke Schmerzmittel Fentanyl nachgewiesen, wie die Behörde in Los Angeles mitteilte.

Sanitäter waren am 7. September per Notruf zum Haus des 26 Jahre alten Musikers in Studio City, einem Stadtteil von Los Angeles, gerufen worden. Dort sei sein Tod festgestellt worden, teilte die Gerichtsmedizin mit.

Der in Pittsburgh geborene Ex-Freund von Sängerin Ariana Grande hatte mit Songs wie "Weekend", "Cinderella" und "Donald Trump" Erfolg. In diesem Herbst wollte er auf Tournee gehen. Der Rapper mit dem bürgerlichen Namen Malcolm James McCormick hatte in seinen Songs und in Interviews Suchtprobleme angesprochen.

+++ 0.04 Uhr: EU-Kommissar Hahn fordert Ende der Beitrittsgespräche mit der Türkei +++

Die Verhandlungen über eine Mitgliedschaft der Türkei in der EU sollten nach Ansicht des zuständigen EU-Kommissars Johannes Hahn offiziell aufgegeben werden. "Ich finde, langfristig wäre es ehrlicher für die Türkei und die EU, neue Wege zu gehen und die Beitrittsgespräche zu beenden", sagte Hahn der "Welt". Das Festhalten an den seit 2005 laufenden Beitrittsverhandlungen habe bislang den Weg für eine "realistische, strategische Partnerschaft" versperrt.

Hahn machte allerdings zugleich deutlich, dass die Entscheidung in der Frage weiter bei den Regierungen der Mitgliedstaaten liegt. Unter ihnen war bis zuletzt keine Mehrheit für einen offiziellen Abbruch der Gespräche absehbar. Bei Beratungen zum Thema wurde im Juni nur festgehalten, dass die Verhandlungen praktisch zum Stillstand gekommen sind und nur grundlegende Änderungen in der Türkei Fortschritte ermöglichen könnten.

Die EU-Staaten konstatierten in diesem Zusammenhang zutiefst besorgniserregende Rückschritte bei Rechtsstaatlichkeit, Grundrechten und Meinungsfreiheit. Das Vorgehen gegen Journalisten, Akademiker, Menschenrechtler, Oppositionspolitiker und Nutzer sozialer Medien könne nicht geduldet werden, hieß es zudem in einer im Juni beschlossenen Erklärung.

fs / DPA / AFP