HOME

News des Tages: Zwei US-Touristinnen in Marseille mit Säure angegriffen

CDU will Hamburger über Rote Flora abstimmen lassen +++ US-Touristinnen in Marseille mit Säure angegriffen +++ Raumfrachter Dragon von Weltraumstation ISS zurückgekehrt +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Polizisten in Marseille

Polizisten in Marseille

Die News des Tages im stern-Ticker.

+++ 20.23 Uhr: Raumfrachter Dragon von Weltraumstation ISS zurückgekehrt +++

Nach vier Wochen im All ist der private Raumfrachter "Dragon" von der Internationalen Weltraumstation ISS zur Erde zurückgekehrt. Nach Angaben seines Betreibers, der Firma SpaceX, landete der unbemannte Frachter im Pazifik vor Kalifornien.

"Dragon" war im August mit fast 3000 Kilogramm Proviant für die ISS-Astronauten und Zubehör für wissenschaftliche Experimente vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral (Florida) gestartet. Das Material ermöglicht Versuche, von denen sich Mediziner unter anderen eine neue Behandlung der Parkinson-Krankheit erhoffen. Weitere Experimente in der Raumstation sollen Lungengewebe aus Stammzellen gewinnen. Zur ISS brachte "Dragon" auch 20 Mäuse, an denen jetzt die körperlichen Strapazen von Weltraumflügen untersucht werden. 

+++ 19.59 Uhr: CDU will Hamburger über Rote Flora abstimmen lassen +++

Die CDU-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft fordert ein Referendum über eine Schließung des linksautonomen Zentrums Rote Flora. Dafür will die CDU noch in diesem Herbst einen Antrag in das Landesparlament einbringen, sagte CDU-Fraktionschef André Trepoll der "Welt am Sonntag". 2018 sollten die Hamburger sagen können, "ob sie es weiter wollen, dass dort ein rechtsfreier Raum fortbesteht - oder ob wir zu einer Räumung und einer sinnvolleren Nutzung kommen".

Benötigt wird eine Zweidrittel-Mehrheit im Parlament, was gemeinsam mit SPD und Grünen zu erreichen wäre. Die CDU-Fraktion hatte bereits kurz nach dem G20-Gipfel einen Aktionsplan gegen Linksextremismus vorgestellt - Kernpunkt ist die Schließung des linksautonomen Zentrums Rote Flora, einem Schwerpunkt der Ausschreitungen am Rande des G20-Gipfels.

+++ 19.26 Uhr: Iran will keine Zusammenarbeit mit möglichem, unabhängigen Kurdenstaat +++

Der Iran wird nach Angaben aus Teheran mit einem unabhängigen Kurdenstaat im Nordirak nicht zusammenarbeiten. Falls es zu einer Unabhängigkeit des kurdischen Autonomiegebiets im Nachbarland kommen sollte, werde der Iran die Zusammenarbeit, besonders die militärische, einstellen, sagte der Sekretär des nationalen Sicherheitsrats, Ali Schamchani, laut iranischer Nachrichtenagentur ISNA.

+++ 19.06 Uhr: USA prüfen Botschaftsschließung in Kuba wegen mysteriöser Erkrankungen +++  

Die USA erwägen eine Schließung ihrer Botschaft in der kubanischen Hauptstadt Havanna, nachdem mehrere Mitarbeiter mysteriöse Gesundheitsschäden erlitten haben. "Wir prüfen es", sagte US-Außenminister Rex Tillerson am Sonntag dem Sender CBS. Es sei eine "sehr ernste Frage". Einige der Botschaftsangehörigen seien zurück in die USA gebracht worden.

Vermutungen gehen dahin, dass die Probleme durch eine Art "akustischen Anschlag" ausgelöst wurden. Die Diplomaten könnten Schall ausgesetzt gewesen sein, der für das menschliche Ohr nicht hörbar, aber dennoch gesundheitsschädlich sei, spekulierten US-Medien.

Der Verband der Mitarbeiter des US-Außenamtes (AFSA) hatte Anfang September mitgeteilt, bei den betroffenen Botschaftsangehörigen seien "dauerhafter Hörverlust" sowie "leichte traumatische Gehirnschäden"
festgestellt worden. Außerdem seien Gleichgewichtsstörungen oder Kopfschmerzen diagnostiziert worden.

+++ 18.53: Zwei US-Touristinnen in Marseille mit Säure angegriffen +++

In der südfranzösischen Hafenstadt Marseille sind zwei junge Touristinnen aus den USA mit Säure angegriffen worden. Eine offenbar psychisch kranke Frau habe den beiden Frauen am Bahnhof Saint-Charles Salzsäure in die Augen gespritzt, teilte die Polizei mit. Einen "terroristischen Hintergrund" habe die Tat nicht. Auch die US-Nationalität der Frauen sei kein Grund für den Angriff gewesen. Die Angreiferin habe auf die Menschen gezielt, die gerade in ihrer Nähe waren. 

+++ 17.17 Uhr: US-Botschafterin Haley droht Pjöngjang mit Zerstörung +++

Pjöngjang muss nach Worten von US-Botschafterin Nikki Haley im Fall eines Angriffs auf den Westen mit verheerenden Folgen rechnen. "Wenn die USA sich oder ihre Verbündeten in irgendeiner Weise verteidigen müssen, wird Nordkorea zerstört", drohte Washingtons Botschafterin bei den Vereinten Nationen in New York. Haley sprach am Sonntag in der CNN-Sendung "State of the Union". Sie gab sich verhalten optimistisch, dass der Konflikt mit dem nordkoreanischen Staatschef Kim Yong Un noch auf friedliche Weise gelöst werden könne und meinte, sie sehe Anzeichen dafür, dass Pjöngjang auf die jüngsten UN-Sanktionen reagiere.

+++ 14.29 Uhr: Ankara bestellt deutschen Botschafter aus Protest ein +++

Aus Verärgerung über eine Kundgebung von Kurden in Köln hat das türkische Außenministerium den deutschen Botschafter einbestellt. Mit der Genehmigung der Veranstaltung hätten die deutschen Behörden der "Verbreitung von Terrorpropaganda" durch Unterstützer der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) Vorschub geleistet, erklärte das Ministerium am Samstagabend in Ankara. Nach Angaben der Kölner Polizei zeigten Teilnehmer der Veranstaltung verbotene Symbole.

+++ 14.25 Uhr: Neue Bedrohung für Karibikinseln durch Tropensturm "Maria" +++

Kurz nach dem verheerenden Hurrikan "Irma" mit schweren Zerstörungen auf mehreren Karibikinseln und im US-Staat Florida hat sich im Atlantik ein neuer potenziell gefährlicher Tropensturm gebildet. "Maria" steuerte am Sonntag mit Windgeschwindigkeiten von gut 100 Stundenkilometern auf die Kleinen Antillen zu. Der Sturm könnte in den nächsten Tagen - dann erstarkt zu einem Hurrikan - mehrere der Inseln treffen, die bereits von "Irma" heimgesucht und teilweise in Trümmerwüsten verwandelt worden waren.

+++ 14.04 Uhr: 29-Jährige stürzt in Berlin-Mitte aus 16. Stockwerk in den Tod +++

Eine 29-jährige Frau ist in Berlin aus dem 16. Stock eines Hauses in den Tod gestürzt. Der Vorfall ereignete sich am Samstagnachmittag im Stadtteil Mitte, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Die Hintergründe des Sturzes waren demnach zunächst unklar.

Ersten Ermittlungen zufolge hielt sich zum Zeitpunkt des tödlichen Zwischenfalls ein 30-jähriger Mann in der Wohnung auf. Er wurde festgenommen. Da ein Tötungsdelikt nicht gänzlich ausgeschlossen werden konnte, übernahm eine Mordkommission die Ermittlungen.

+++ 13:42 Reisebus kommt im Münsterland von der Fahrbahn ab - ein Toter +++

Bei einem Busunfall im münsterländischen Tecklenburg ist am Sonntag ein Fahrgast ums Leben gekommen. Wie die Kreispolizei Steinfurt mitteilte, kam war der voll besetzte Bus aus noch ungeklärter Ursache auf einer Landstraße von der Fahrbahn ab und kippte auf die Seite. "Wir haben eine Vielzahl von Verletzten", sagte ein Polizeisprecher. Darunter seien fünf Schwerverletzte. Die Insassen würden betreut. Nähere Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt.

+++ 13.09 Uhr: 44-Jährige bei Erntedankumzug in Niedersachsen schwer verletzt +++

Bei einem Erntedankumzug im niedersächsischen Surwold ist am Samstag eine 44-jährige Fußgängerin lebensgefährlich verletzt worden. Die Frau hatte beim Aufheben von Süßigkeiten ein an dem Umzug vorbeifahrendes Auto übersehen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Bei dem Unfall traf der Außenspiegel des Pkw die Frau am Kopf.

Die 44-Jährige wurde mit zunächst lebensbedrohlichen Verletzungen in eine Klinik gebracht. Am Sonntag hatte sich ihr Zustand stabilisiert. Die 32-jährige Autofahrerin erlitt einen Schock.

+++ 11.55 Uhr: Junger Mopedfahrer schleift Polizisten mit +++

Ein junger Mopedfahrer hat sich in Rheinland-Pfalz eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert und einen Beamten einige Meter mitgeschleift. Zunächst habe der 17-Jährige am Samstag in Windesheim (Kreis Bad Kreuznach) eine Verkehrskontrolle ignoriert und sei einfach weitergefahren, teilte die Polizeiinspektion Bad Kreuznach am Sonntag mit. Ein Streifenwagen habe den Jugendlichen daraufhin verfolgt. Als der Mopedfahrer dann zum Stehen kam, habe ein Beamter ihn an der Jacke gepackt.

Doch der Jugendliche habe erneut Gas gegeben und den Polizisten stehend hinter sich hergezogen. Nach einigen Metern seien dann beide Männer zu Fall gekommen. Der Polizist habe sich dabei leicht am Arm verletzt. Nach Polizeiangaben war das Moped nicht versichert und technisch so eingestellt, dass es schneller als die für Mopeds erlaubten 45 Kilometer pro Stunde fahren konnte. Der Jugendliche war auch ohne die benötigte Fahrerlaubnis unterwegs.

+++ 11.39 Uhr: Zufallsopfer in Krefeld stundenlang von Mann mit Messer bedroht +++

Als Zufallsopfer ist eine 68 Jahre alte Frau in der Krefelder Innenstadt stundenlang von einem Mann festgehalten und mit einem Messer bedroht worden. Nach knapp vier Stunden überwältigten Spezialkräfte am Samstag den 46 Jahre alten polizeibekannten Drogenabhängigen an einer Haltestelle in Bahnhofsnähe. Er wurde angeschossen und kam in ein Krankenhaus. Die Frau wurde bei der Festnahme im Gesicht verletzt und musste von einem Arzt behandelt werden.

+++ 11.32 Uhr: Hintergründe von tödlicher Disko-Schießerei in Berlin weiterhin unklar +++

Nach der tödlichen Schießerei vor einer Diskothek im Berliner Stadtteil Neu-Hohenschönhausen untersucht die Mordkommission weiter die Hintergründe der Tat. Der mutmaßliche Schütze sollte am Sonntag dem Haftrichter vorgeführt werden, wie eine Polizeisprecherin sagte. Er soll einen Mann erschossen und zwei weitere durch Schüsse schwer verletzt haben.

Die Gewalttat ereignete sich gegen 2.15 Uhr am Samstagmorgen vor der Diskothek "Cozy Club" in dem Ostberliner Stadtteil Neu-Hohenschönhausen. Berliner Medienberichten zufolge handelt es sich bei dem Club um eine "Russendisko". Offenbar kam es vor der Tat zum Streit vor der Tür der Disko.

+++ 11.29 Uhr: Familiendrama mit drei Toten - Suche nach Täter geht weiter +++

15-Beziehungstat: Drei Tote in Villingendorf-5576981434001Nach dem Familiendrama mit drei Toten im Schwarzwald fahndet die Polizei weiter nach dem mutmaßlichen Täter. Die Suche in einem Wald bei Villingendorf werde am Sonntag fortgesetzt, sagte ein Sprecher der Polizei in Tuttlingen. Bisher habe man noch keine Hinweise auf den 40-Jährigen gefunden. Am Samstag hatten etwa 100 Beamte das Gebiet nach Spuren abgesucht. Unterstützung erhielten sie von Hundestaffeln sowie einem Hubschrauber und einer Drohne. Nach dem Kroaten wird in Deutschland und international gefahndet. Er soll am Donnerstagabend seinen sechs Jahre alten Sohn, den neuen Lebensgefährten seiner Ex-Frau und dessen Cousine erschossen haben. Die Mutter des getöteten Jungen konnte zu einer Nachbarin flüchten. Der Sechsjährige war erst wenige Stunden vor der Tat eingeschult worden.

+++ 11.05 Uhr: Angriff auf AfD-Wahlinformationsstand - 72-Jähriger verletzt +++

Ein Mann hat in Dresden einen Wahlinformationsstand der AfD angegriffen und einen 72-jährigen Helfer der rechtspopulistischen Partei verletzt. Der 39-Jährige habe den Mann am Samstag verbal bedroht, gewürgt und mehrfach auf ihn eingetreten als dieser schon am Boden lag, teilte die Polizei in Dresden am Sonntag mit. Der 72-Jährige musste in einem Krankenhaus behandelt werden. Gegen den mutmaßlichen Täter wird wegen Körperverletzung ermittelt.


+++ 10.40 Uhr: Mann erschießt zwei Gäste in Lokal in Oberbayern - 62-Jähriger festgenommen +++

In einem Lokal im oberbayerischen Traunreut hat ein Mann am Samstagabend zwei Männer erschossen und zwei Frauen schwer verletzt. Als mutmaßlicher Täter wurde eine knappe Stunde nach dem Verbrechen ein 62-jähriger Mann aus dem Landkreis Traunstein in unmittelbarer Nähe des Tatorts festgenommen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Das Motiv für die Tat blieb zunächst unklar.

Wie die Ermittlungen der am Samstagabend gegen 22.30 Uhr alarmierten Polizei ergaben, hatte der Todesschütze mit einer Langwaffe das Lokal betreten und das Feuer eröffnet. Bei den getöteten Männern handelte es sich demnach um zwei 31-jährige Gäste, die aus dem Landkreis stammten.

+++ 10:25 Uhr: Merkel will Grenzkontrollen auf unbestimmte Zeit verlängern +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will die Kontrollen an den deutschen Grenzen auf unbestimmte Zeit verlängern. Zur Begründung verwies sie in einem Interview mit den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstagsausgaben) auf anhaltende Mängel beim Schutz der EU-Außengrenzen. "Bis der Schutz der Außengrenzen insgesamt so funktioniert, wie wir uns das vorstellen, ist es absolut richtig, dass es weiter Kontrollen an den entscheidenden Abschnitten der Binnengrenzen gibt", sagte sie.

+++ 10.25 Uhr: Spitzenkandidatin Weidel will AfD bis 2021 regierungsfähig machen +++

AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel will ihre Partei bis zur Bundestagswahl im Jahr 2021 regierungsfähig machen. "Das Ziel einer jeden Partei ist natürlich nicht nur Oppositionspolitik, sondern mittel- bis langfristig Regierungspolitik zu machen", sagte Weidel der "Frankfurter Rundschau" (Samstagsausgabe).

Die Mitglieder einer möglichen AfD-Bundestagsfraktion müssten auf dieses Ziel hinarbeiten, forderte die Spitzenkandidatin: "Alle Abgeordneten müssen sich in dieser ersten Legislaturperiode sehr schnell professionalisieren und in die Verwaltungsstrukturen einfinden, damit wir im Jahr 2021 regierungsfähig werden."

+++ 8.53 Uhr: Merkel zum Wahltag: "Das ist wie Zeugnisvergabe" +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel fühlt sich am Wahltag an ihre Schulzeit erinnert. "Bis zum Sonnabend kann ich noch etwas tun, danach bin ich zur Passivität verurteilt", sagte die CDU-Vorsitzende der "Bild am Sonntag". "Danach ist nur noch Warten und Gucken. Das ist wie Zeugnisvergabe." Die Kanzlerin gewährte auch einen Einblick in ihren Alltag als Regierungschefin. Das Amt verlange ständige Einsatzbereitschaft. Selbst im Urlaub habe sie immer ein Büro und einen Mitarbeiter dabei, der Anrufe so sortiere, dass sie entscheiden könne, was sofort erledigt werden müsse und was warten könne. "Die meisten Dinge können warten, aber ich musste auch schon einmal auf einer Berghütte telefonieren, als ich dort gerade mit letzter Kraft angekommen war", berichtete Merkel.

+++ 3.30 Uhr: 16-Jähriger auf A30 von Auto erfasst und getötet +++

Ein 16-Jähriger ist in der Nacht zum Sonntag auf der A30 bei Melle in Niedersachsen von einem Auto erfasst und getötet worden. Der Jugendliche sei zu Fuß im Bereich der Anschlussstelle Gesmold unterwegs gewesen, sagte eine Polizeisprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Während der Unfallaufnahme war die Autobahn in beide Richtungen vollgesperrt.

0.02 Uhr: Bangladesch schränkt Bewegungsfreiheit der Rohingya-Flüchtlinge ein +++

Die Regierung von Bangladesch hat die Bewegungsfreiheit der mehr als 400.000 Rohingya-Flüchtlinge aus dem Nachbarland Myanmar eingeschränkt. Eine Polizeisprecherin erklärte am Samstag, die Flüchtlinge müssten in den von der Regierung ausgewiesenen Lagern bleiben, "bis sie in ihr Land zurückkehren". "Sie können nicht über die Straßen, Schienen oder auf dem Wasser von einem Ort zum anderen reisen."

Die Flüchtlinge seien aufgefordert worden, nicht in Häusern von Verwandten oder Freunden zu wohnen, und die Bevölkerung solle keine Flüchtlinge bei sich aufnehmen. Auch Bus- und Lastwagenfahrer sollten keine Rohingya mitnehmen.


anb/dpa/AFP