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News von heute "Wie bitte?!"-Moderator Geert Müller-Gerbes ist tot

Geert Müller-Gerbes wurde 83 Jahre alt
Geert Müller-Gerbes wurde 83 Jahre alt
© Hermann Wöstmann / Picture Alliance
Mecklenburg-Vorpommerns früherer Ministerpräsident Ringstorff gestorben +++ Türkei verurteilt deutsche Waffenembargo-Kontrolle von Frachtschiff +++ Hongkonger Aktivist Joshua Wong muss in Haft +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Aktuelle Top-Meldung:

"Wie Bitte?!"-Moderator Geert Müller-Gerbes ist tot

Der Journalist und Talkshow-Pionier Geert Müller-Gerbes ist im Alter von 83 Jahren in Bonn gestorben. Das berichteten seine Söhne Stefan und Hartmut Müller-Gerbes Nachrichtenagentur DPA. Ihr Vater sei am Sonntag daheim im Kreis der Familie friedlich eingeschlafen. Vor rund zehn Jahren hatte er eine schwere Krebserkrankung samt Rückfall überstanden. 

Geert Müller-Gerbes kam in Jena auf die Welt und wuchs im Harz auf. Er studierte Jura, Geschichte und Soziologie. Von 1969 bis 1974 war er Pressereferent des Bundespräsidenten Gustav Heinemann. Ab 1976 arbeitete er für Radio Luxemburg als Deutschlandkorrespondent in Bonn. Von 1984 an war er Chefkorrespondent für den RTL-Hörfunk und später für den damals neuen Privatfernsehsender RTL plus.

Von 1988 bis 1992 war Geert Müller-Gerbes Gastgeber der RTL-Sendung "Die Woche – Menschen im Gespräch". Von 1992 bis 1999 moderierte er die preisgekrönte RTL-Verbraucher-Sendung "Wie bitte?!" und wurde mit ihr bundesweit bekannt. Die wöchentliche Samstagabend-Sendung erreichte durchschnittlich 4,3 Millionen Zuschauer und einen Marktanteil von fast 20 Prozent. Müller-Gerbes erwarb sich den Ruf eines engagierten Anwalts der kleinen Leute und die "Süddeutsche Zeitung" nannte ihn den "Rächer der Entnervten, den Robin Hood von RTL".

+++Alle Nachrichten zur Coronavirus-Pandemie lesen Sie hier.+++

Die Nachrichten von heute im stern-Ticker:

+++ 19.25 Uhr: EU-Spitzen bieten Biden enge neue Partnerschaft an +++

Die EU-Spitzen Ursula von der Leyen und Charles Michel haben mit dem gewählten US-Präsidenten Joe Biden telefoniert und ihm eine enge Zusammenarbeit angeboten. "Es ist der Anfang einer globalen EU-US-Partnerschaft", schrieb EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen auf Twitter und verwies auf starke gemeinsame Werte.

+++ 19.02 Uhr: Helgoland 48 Stunden ohne Telefon und Internet +++

Zwei Tage lang mussten die Bewohner der Hochseeinsel Helgoland ohne Telefon und Internet auskommen. Selbst bei den beiden Telefonzellen der Insel, dem Rettungsfunk sowie der Nordsee-Klinik war von Freitag bis Sonntag nur Rauschen in den Leitungen, berichtete Insel-Bürgermeister Jörg Singer dem "Hamburger Abendblatt". Grund für den Netzausfall: Der erste heftige Herbststurm des Jahres.

+++ 18.52 Uhr: Deutschland geht bei International Emmys leer aus +++

Die deutschen Nominierten sind bei den diesjährigen International Emmys leer ausgegangen. Die 1998 in Monheim am Rhein geborene Schauspielerin Emma Bading, die für ihre Rolle in dem ARD-Film "Play" in der Kategorie "beste Leistung einer Schauspielerin" nominiert war, musste sich bei der Verleihung am Montag ihrer britischen Kollegin Glenda Jackson geschlagen geben. Jackson wurde für ihre Rolle in dem TV-Drama "Elizabeth Is Missing" ausgezeichnet.

+++ 18.25 Uhr: Biden-Team bestätigt Antony Blinken als künftigen Außenminister und Ex-Außenminister John Kerry als US-Klima-Beauftragten +++

+++ 18.19 Uhr: Stoltenberg: Nato entscheidet im Februar über Afghanistan-Einsatz +++

Die Nato wird nach Angaben von Generalsekretär Jens Stoltenberg bei einem Verteidigungsministertreffen im Februar über die Zukunft ihres Ausbildungseinsatzes in Afghanistan entscheiden. Wir werden vor einer schwierigen Wahl stehen", sagte der Norweger in einer Rede vor Parlamentariern aus den 30 Bündnisstaaten. Entweder werde man in Afghanistan bleiben und dann auch den Preis für das fortgesetzte militärische Engagement zahlen müssen. Oder man verlasse das Land. Dann bestehe aber das Risiko, dass die bisherigen Errungenschaften verloren gingen, und dass der laufende Friedensprozess scheitere.

+++ 17.45 Uhr: Wieder Proteste gegen verschärftes Abtreibungsrecht in Polen +++

In der Innenstadt von Warschau haben erneut viele Menschen gegen eine Verschärfung des Abtreibungsrechts protestiert. Die Organisation Allpolnischer Frauenstreik hatte zu einer Autoblockade aufgerufen. In der Hauptverkehrszeit am späten Nachmittag kam der Verkehr auf einer Brücke über die Weichsel mit Ausnahme der Busspur zum Erliegen, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Ein großes Polizeiaufgebot war rund um die Proteste im Einsatz. 

+++ 17.28 Uhr: "Wie Bitte?!"-Moderator Geert Müller-Gerbes ist tot +++

Der Journalist und Talkshow-Pionier Geert Müller-Gerbes ist im Alter von 83 Jahren in Bonn gestorben. Das berichteten seine Söhne Stefan und Hartmut Müller-Gerbes Nachrichtenagentur DPA. Ihr Vater sei am Sonntag daheim im Kreis der Familie friedlich eingeschlafen. Vor rund zehn Jahren hatte er eine schwere Krebserkrankung samt Rückfall überstanden. 

Geert Müller-Gerbes kam in Jena auf die Welt und wuchs im Harz auf. Er studierte Jura, Geschichte und Soziologie. Von 1969 bis 1974 war er Pressereferent des Bundespräsidenten Gustav Heinemann. Ab 1976 arbeitete er für Radio Luxemburg als Deutschlandkorrespondent in Bonn. Von 1984 an war er Chefkorrespondent für den RTL-Hörfunk und später für den damals neuen Privatfernsehsender RTL plus.

Von 1988 bis 1992 war Geert Müller-Gerbes Gastgeber der RTL-Sendung "Die Woche – Menschen im Gespräch". Von 1992 bis 1999 moderierte er die preisgekrönte RTL-Verbraucher-Sendung "Wie bitte?!" und wurde mit ihr bundesweit bekannt. Die wöchentliche Samstagabend-Sendung erreichte durchschnittlich 4,3 Millionen Zuschauer und einen Marktanteil von fast 20 Prozent. Müller-Gerbes erwarb sich den Ruf eines engagierten Anwalts der kleinen Leute und die "Süddeutsche Zeitung" nannte ihn den "Rächer der Entnervten, den Robin Hood von RTL".

+++ 16.42 Uhr: 13-Jähriger sticht in Schule mit Messer auf Mitschüler ein +++

An einer Realschule im baden-württembergischen Östringen ist am Morgen ein 13-Jähriger mit einem Messer schwer verletzt worden. Er soll von einem gleichaltrigen Mitschüler angegriffen worden sein, wie die Polizei mitteilte. Der Angreifer kam den Angaben zufolge nach der Pause in das Klassenzimmer seines Opfers und fügte ihm mehrere Stichverletzungen am Oberkörper zu.

Der schwerverletzte Schüler wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Der Tatverdächtige war von einem Lehrer in einem Zimmer separiert worden und wurde von der Polizei festgenommen. Auch das Messer wurde sichergestellt. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei soll es zwischen den beiden 13-Jährigen seit Monaten Streit gegeben haben. Beide besuchen verschiedene siebte Klassen der Schule.

+++ 16.39 Uhr: Mecklenburg-Vorpommerns früherer Ministerpräsident Ringstorff gestorben +++

Mecklenburg-Vorpommerns langjähriger Ministerpräsident Harald Ringstorff (SPD) ist tot. Er starb bereits am vergangenen Donnerstag im Alter von 81 Jahren, wie die Staatskanzlei in Schwerin mitteilte. Ringstorff war von 1998 bis 2008 Regierungschef im Nordosten – so lange, wie kein anderer in der Geschichte des Bundeslandes.

+++ 16.20 Uhr: Regenbogenfahnen gehisst: Pussy-Riot-Frauen zu Geldstrafen verurteilt +++

Weil sie Regenbogenfahnen an wichtigen russischen Behörden gehisst haben, sind zwei Mitglieder der Punkband Pussy Riot zu Geldstrafen verurteilt worden. Gerichte in Moskau hätten Maria Aljochina zur Zahlung von 15.000 Rubel (rund 166 Euro) und Veronika Nikulschina zu einer Strafe in Höhe von 10.000 Rubel verpflichtet, meldete die Agentur Interfax unter Berufung auf Anwälte. Die beiden Frauen wurden demnach wegen Störung der öffentlichen Ordnung schuldig gesprochen.

+++ 15.28 Uhr: Enthüllungsjournalist in Türkei zu über 17 Jahren Haft verurteilt +++

In der Türkei ist ein bekannter Enthüllungsjournalist zu langer Haft verurteilt worden. Ein türkisches Gericht verhängte eine Gefängnisstrafe von 17 Jahren und einem Monat gegen Mehmet Baransu, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Baransu habe unter anderem die Staatssicherheit betreffende geheime Dokumente veröffentlicht, schrieb Anadolu unter Berufung auf das Gericht. Der Journalist der mittlerweile eingestellten Zeitung Taraf sei in insgesamt vier Anklagepunkten schuldig gesprochen worden.

+++ 15.22 Uhr: Armenien gibt mehr als 120 Orte in Karabach an Aserbaidschan ab +++

Im Konflikt mit Aserbaidschan um die Südkaukasusregion Berg-Karabach gibt Armenien die Kontrolle über mehr als 120 Ortschaften ab. Die armenische Regierung veröffentlichte eine Liste mit insgesamt 121 Städten und Dörfern, die in die aserbaidschanische Kontrolle übergehen. Teils hatte Armenien die Kontrolle über die Orte zuletzt bei Kämpfen verloren, teils kommt es zu einer kampflosen Übergabe.

+++ 15.02 Uhr: Verfassungsklage gegen staatliche Überwachungsbefugnisse in Hamburg +++

Die Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) klagt mit anderen Organisationen in Karlsruhe gegen neue Überwachungsbefugnisse von Hamburger Polizei und Verfassungsschutz. Dabei haben die Kläger auch die Bundesebene im Blick, wie die GFF mitteilte. Es gehe darum, Grundsatzfragen zum Einsatz von Geheimdienst-Trojanern frühzeitig durch das Bundesverfassungsgericht klären zu lassen. Die Beschwerde sollte am Montag eingereicht werden. Ein Gerichtssprecher konnte den Eingang noch nicht bestätigen.

+++ 14.37 Uhr: Frankreichs Ex-Präsident Sarkozy in Paris vor Gericht +++

Der Strafprozess gegen den französischen Ex-Staatschef Nicolas Sarkozy wegen vermuteter Bestechung und unerlaubter Einflussnahme hat in Paris begonnen. Der 65-Jährige erschien vor Gericht, wie französische Medien berichteten. Der Konservative, der von 2007 bis 2012 im Élyséepalast regierte, hatte die Vorwürfe mehrfach zurückgewiesen.

+++ 14.28 Uhr: Türkei verurteilt deutsche Waffenembargo-Kontrolle von Frachtschiff +++

Die Türkei hat die Durchsuchung eines türkischen Frachtschiffes im Mittelmeer zur Kontrolle des UN-Waffenembargos gegen Libyen verurteilt. "Wir protestieren gegen diese Aktion, die ohne Befugnis und mit Gewaltanwendung durchgeführt wurde", teilte das Außenministerium in Ankara mit. Diese "heuchlerische und gesetzeswidrige Behandlung" von türkischen Frachtschiffen, die nach Libyen unterwegs seien, "ist keinesfalls zu akzeptieren."

+++ 13.50 Uhr: Missbrauch Münster: Staatsanwaltschaft fordert dreieinhalb Jahre Haft +++

Im ersten Prozess um den Missbrauchskomplex Münster hat die Staatsanwaltschaft drei Jahre und sechs Monate Haft für den Angeklagten gefordert. Der 53-Jährige aus Norderstedt in Schleswig-Holstein soll laut Anklage im Sommer 2019 einen damals neun Jahre alten Jungen schwer sexuell missbraucht haben. Bei dem Opfer handelt es sich den Ermittlungen zufolge um den Ziehsohn des Hauptbeschuldigten in dem Gesamtkomplex. Die Verteidigung sprach sich für eine angemessene Strafe aus, ohne ein konkretes Strafmaß zu nennen. Der 53-Jährige hatte gegenüber den Ermittlern die Taten eingeräumt und Hinweise auf weitere Beschuldigte gegeben.

+++ 13.40 Uhr: Mindestens siebten Tote bei Erdrutsch in Kolumbien +++

Bei einem Erdrutsch im Nordwesten von Kolumbien sind mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Neun weitere Menschen seien verletzt aus den Trümmern eines Gebäudes in der Ortschaft Puerto Valdivia geborgen worden, teilte der Katastrophenschutz des Departments Antioquia mit. Zum Zeitpunkt des Unglücks sollen sich 20 Personen in dem Gebäude aufgehalten haben.

+++ 12.47 Uhr: Barnier beklagt Differenzen bei Verhandlungen über Brexit-Handelspakt +++

EU-Unterhändler Michel Barnier sieht in der Schlussphase der Verhandlungen immer noch "fundamentale Meinungsverschiedenheiten" mit Großbritannien bei dem geplanten Brexit-Handelsvertrag. "Aber wir arbeiten weiter hart für einen Deal", schrieb Barnier auf Twitter.

+++ 12.19 Uhr: Gauland: Verbotsdiskussion zeigt Nervosität der Altparteien +++

Zur Diskussion über ein mögliches Verbotsverfahren gegen die AfD teilt der Vorsitzende der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag, Alexander Gauland, mit: "Der Versuch einiger Politiker der Regierungsparteien Union und SPD, eine Diskussion über das Verbot der größten Oppositionspartei vom Zaun zu brechen, zeigt die Nervosität der Altparteien angesichts des bevorstehenden Superwahljahres. Das gleiche gilt für die neuerliche Forderung nach einer Beobachtung der AfD durch den Verfassungsschutz."

+++ 12.12 Uhr: Weidels Spendenaffäre: AfD will gegen Strafbescheid klagen +++

Mit einer Klage will sich die AfD gegen eine Strafzahlung für eine rechtswidrig erhaltene Spende an den Kreisverband der heutigen Vorsitzenden der Bundestagsfraktion, Alice Weidel, zur Wehr setzen. Wie die Nachrichtenagentur DPA von Teilnehmern einer Telefonkonferenz des Bundesvorstandes erfuhr, einigte sich die Parteispitze darauf, vor dem Verwaltungsgericht gegen den Strafbescheid der Bundestagsverwaltung zu klagen, der in der vergangenen Woche zugestellt worden war.

+++ 12 Uhr: Israel schlägt Libanon Gespräche über Seegrenze in Europa vor +++

Israels Energieminister Juval Steinitz hat dem Libanon Gespräche in Europa über die zwischen beiden Ländern umstrittene Seegrenze im Mittelmeer vorgeschlagen. An den libanesischen Präsidenten Michel Aoun gerichtet schrieb Steinitz bei Twitter, es gäbe eine gute Chance, den Konflikt endgültig beizulegen, sollte es in einem europäischen Land offene oder geheime Verhandlungen von Angesicht zu Angesicht geben. Von der libanesischen Seite gab es zu dem Vorschlag zunächst keine Stellungnahme.

+++ 11.20 Uhr: Türkei erzwingt Abbruch von deutscher Waffenembargo-Kontrolle +++

Die Türkei hat den Abbruch eines Einsatzes deutscher Marinesoldaten zur Kontrolle des UN-Waffenembargos gegen Libyen erzwungen. Nach Angaben des Einsatzführungskommandos waren die deutschen Soldaten im Mittelmeer an Bord eines verdächtigen türkischen Frachtschiffes gegangen, um die Ladung zu kontrollieren. Wenig später habe dann allerdings die Türkei als Flaggenstaat ein Veto gegen die Durchsuchung des Schiffes eingelegt. Die deutschen Soldaten mussten daraufhin den Einsatz abbrechen.

Deutschland beteiligt sich seit August mit der Fregatte "Hamburg" an der EU-Operation Irini zur Kontrolle des Libyen-Embargos. Neben Waffen soll der Einsatz auch das Schmuggeln von Öl und Kraftstoff verhindern.

+++ 10.35 Uhr: Berichte: Israels Regierungschef führte geheime Gespräche in Saudi-Arabien +++

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat laut israelischen Medienberichten geheime Gespräche in Saudi-Arabien geführt. Der Sender Kan berichtete, Netanjahu habe sich in der Stadt Neom mit dem saudiarabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman getroffen. An den Gesprächen teilgenommen habe auch US-Außenminister Mike Pompeo. Es wäre die erste Reise eines israelischen Regierungschefs in den Golfstaat.

Namentlich nicht genannte israelische Regierungsvertreter sagten Kan, Netanjahu und Mossad-Chef Jossi Cohen seien am Sonntag nach Saudi-Arabien geflogen und hätten den Kronprinzen sowie Pompeo in Neom getroffen. Ähnliche Berichte gab es in weiteren israelischen Medien. Netanjahus Büro bestätigte die Berichte zunächst nicht.

+++ 10.33 Uhr: Unbekannte stellen Holzkreuze vor Merkels Wahlkreisbüro in Stralsund +++

Unbekannte haben mehrere Holzkreuze vor dem Wahlkreisbüro von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Stralsund aufgestellt. Wie die Polizei mitteilte, wurden an den insgesamt zwölf Kreuzen Zettel gefunden, deren Inhalt Rückschlüsse auf die "Identitäre Bewegung" zuließen. An den Kreuzen, die in der Nacht aufgestellt wurden, seien zudem Grablichter und Blumen abgelegt worden. Nach Angaben der Polizei standen an den Holzkreuzen die Namen von Getöteten sowie die Namen mutmaßlicher ausländischer Täter. Eine Polizeistreife hatte den Vorfall gegen 2.30 Uhr am Morgen bemerkt und die Gegenstände sichergestellt.

Vor dem Wahlkreisbüro der CDU-Politikerin in Stralsund wurden schon mehrfach Gegenstände abgelegt, die polizeiliche Ermittlungen nach sich zogen, darunter auch Schweineköpfe. Zuletzt war im Mai eine Grabstein-Nachbildung aufgestellt worden. Darauf war ein Mundschutz angeheftet und es standen untereinander geschrieben die Worte: "Pressefreiheit. Meinungsfreiheit. Bewegungsfreiheit. Versammlungsfreiheit. Demokratie 1990-2020". Die Ermittlungen dauerten noch an, hieß es. Im Fall der Holzkreuze werde nun das Ordnungsamt eingeschaltet.

+++ 9.59 Uhr: Weiterer Mitinitiator der "Ice Bucket Challenge" gestorben +++

Pat Quinn, einer der Mitinitiatoren des Internet-Phänomens "Ice Bucket Challenge", ist tot. Er starb im Alter von 37 Jahren, wie die ALS-Stiftung mitteilte. Er erlag der ALS-Krankheit sieben Jahre, nachdem diese bei ihm diagnostiziert worden war. Er habe dazu beigetragen, "eine der größten Social-Media-Kampagnen der Geschichte" populär zu machen, schrieb die Stiftung.

Die 2014 gestartete "Ice Bucket Challenge" (Mutprobe mit einem Eiswasserkübel) bestand darin, sich mit eiskalten Wasser überschütten zu lassen und Videos davon ins Internet zu stellen. Ziel war es, die Nervenkrankheit ins Bewusstsein zu rücken und Spenden zu generieren. Die nassen Teilnehmer nominierten in den Videos dann andere Leute, es ihnen gleichzutun. 

Weltweit beteiligten sich unzählige Menschen an der Aktion, darunter auch viele Prominente. Im Kampf gegen ALS kamen Spenden in dreistelliger Millionenhöhe zusammen. Im Dezember 2019 starb bereits der Co-Initiator Pete Frates. Er erlag im Alter von 34 Jahren der Krankheit.

+++ 9.14 Uhr: Gericht: Mann muss OP wegen Penisverkrümmung selbst bezahlen +++

Eine Operation zur Behandlung einer Penisverkrümmung ist eine Privatleistung, die nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung bezahlt werden muss. Das hat das Landessozialgericht Niedersachsen/Bremen bestätigt. Ein 59-Jähriger hatte von seiner Krankenkasse verlangt, die Kosten von fast 14.000 Euro für den Eingriff bei einem Privatarzt zu übernehmen, wie das Gericht in Celle mitteilte. Er argumentierte, ohne die OP drohten ihm Erektionsstörungen und damit der Verlust einer herausgehobenen Körperfunktion.

Das Gericht bestätigte dagegen in seinem Urteil vom 17. November die Rechtsauffassung der Kasse, die die Kostenübernahme verweigert hatte: Nicht anerkannte Behandlungsmethoden bei Privatärzten seien grundsätzlich nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung zu übernehmen. Weil die bisher nur leichte Beeinträchtigung der Erektion eines 59-Jährigen weder lebensbedrohlich noch damit vergleichbar sei, liege auch kein Ausnahmefall vor (Az L 16 KR 143/20).

+++ 9.04 Uhr: Bahn kündigt Probebetrieb mit Wasserstoffzug für 2024 an +++

Wasserstoffzüge könnten bei der Deutschen Bahn eines Tages Dieselzüge ersetzen und so die Klimabilanz verbessern. Dafür ist für 2024 ein Probebetrieb im Raum Tübingen geplant, wie das Unternehmen mitteilte. Der Zug von Siemens soll eine Reichweite von 600 Kilometern haben.

"Die klimafreundliche Verkehrswende ist möglich", sagte Bahn-Vorstandsmitglied Sabina Jeschke. Die Bahn will in 30 Jahren klimaneutral unterwegs sein. Dafür müssen unter anderem 1300 Dieseltriebzüge ersetzt werden. Denn 13.000 Kilometer Schiene haben keine Oberleitung, das sind 39 Prozent des Netzes. Die Elektrifizierung geht nur sehr langsam voran. Oft sind die Strecken ohne Stromanschluss aber auch nicht besonders stark befahren.

+++ 8.46 Uhr: Kommission soll Israels U-Boot-Käufe in Deutschland beleuchten +++

Israels Verteidigungsminister Benny Gantz will die Verfahren zur milliardenschweren Beschaffung deutscher U-Boote und Korvetten für die Marine des Landes überprüfen lassen. Aus diesem Grund soll eine Untersuchungskommission eingerichtet werden, wie eine Sprecherin von Gantz mitteilte.

Die Kommission solle Aufschluss über Punkte geben, die sich aus Gesprächen von Gantz mit früheren hochrangigen Mitarbeitern aus dem Justiz- und Verteidigungsbereich ergeben hätten. Binnen vier Monaten sollen Ergebnisse vorliegen.

+++ 8.04 Uhr: Ölpreise legen dank Hoffnung auf Corona-Impfstoff zu +++

Die Hoffnung auf eine schnelle Einführung eines wirksamen Corona-Impfstoffes hat die Ölpreise einmal mehr steigen lassen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 45,27 US-Dollar. Das waren 31 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 27 Cent auf 42,69 Dollar.

+++ 6.52 Uhr: Hongkonger Aktivist Joshua Wong muss in Haft +++

Der prominente Hongkonger Aktivist Joshua Wong und zwei seiner Mitstreiter müssen vorläufig in Haft. Ein Hongkonger Gericht ordnete laut einem Sprecher von Wong an, dass die Aktivisten bis zum Ende des laufenden Prozesses am kommenden Mittwoch (2. Dezember) nicht mehr auf freien Fuß dürfen.

Zum Auftakt der Verhandlung hatte sich Wong schuldig bekannt, einen unerlaubten Protest organisiert zu haben. Dafür könnten ihm und seinen Mitstreitern bis zu fünf Jahre Gefängnis drohen.

+++ 6.05 Uhr: Taylor Swift räumt bei American Music Awards erneut ab +++

US-Sängerin Taylor Swift, 30, hat wie im Vorjahr bei den American Music Awards abgeräumt. Swift wurde bei der Gala in der vergangenen Nacht in Los Angeles in der Top-Sparte als "Künstler des Jahres" ausgezeichnet. Zudem gewann sie den Preis als beliebteste Pop/Rock-Sängerin und für das beste Musik-Video ("cardigan"). Der kanadische Sänger Justin Bieber heimste ebenfalls drei Trophäen ein, als beliebtester Pop/Rock-Sänger und zusammen mit dem Country-Pop-Duo Dan + Shay für den Song "10.000 Hours" und die beste Zusammenarbei

+++ 5.06 Uhr: Mann bei Schusswechsel mit Polizisten nahe Bonn getötet +++

Ein bewaffneter Mann ist bei einem Schusswechsel mit der Polizei in Meckenheim nahe Bonn getötet worden. Anwohner hätten am Sonntagabend einen Randalierer gemeldet, teilte die Polizei mit. Der Mann zog nach Zeugenaussagen eine Waffe und gab Schüsse ab, durch die offenbare niemand verletzt wurde. Mehr Informationen finden Sie in diesem Artikel:

+++ 4.39 Uhr: Biden will Berater Blinken als Außenminister nominieren +++

Der gewählte US-Präsident Joe Biden will Medienberichten zufolge seinen Berater Antony Blinken als Außenminister nominieren. Biden werde den 58-Jährigen vermutlich am Dienstag als künftigen Chefdiplomaten vorstellen, berichteten am Sonntag die "New York Times" und die Nachrichtenagentur Bloomberg.

Blinken war unter Präsident Barack Obama bereits stellvertretender Außenminister. Er ist auch ein langjähriger Vertrauter Bidens, den er in außenpolitischen Fragen berät. Blinken gilt Befürworter des Multilateralismus. Seine Nominierung als Nachfolger von Mike Pompeo würde auf eine Kehrtwende in der US-Außenpolitik hindeuten. Der abgewählte Präsident Donald Trump, dessen Leitspruch "Amerika zuerst" lautet, steht dem Multilateralismus höchst kritisch gegenüber. 

+++ 4.34 Uhr: Deutsche Rüstungsexporte für türkische Marine in Milliardenhöhe +++

Die deutsche Rüstungsindustrie hat seit 2004 Kriegsschiffe oder Teile dafür im Wert von 1,5 Milliarden Euro in die Türkei exportiert. Das geht aus einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Linken-Außenpolitikerin Sevim Dagdelen hervor, die der Nachrichtenagentur DPA vorliegt. 

Solche Rüstungslieferungen sind inzwischen wegen des Konflikts der Nato-Partner Griechenland und Türkei um Erdgasvorkommen im östlichen Mittelmeer höchst umstritten. Bisher unterbindet die Bundesregierung nur den Export von Rüstungsgütern an die Türkei, die im Syrien-Krieg eingesetzt werden können. Güter für den "maritimen Bereich" werden aber weiter genehmigt und ausgeführt. 

+++ 4.08 Uhr: Zweite Stufe des Berliner Mietendeckels tritt in Kraft +++

Heute tritt die zweite Stufe des umstrittenen Mietendeckels in Berlin in Kraft. Damit müssen Vermieter dort Bestandsmieten senken, welche die im entsprechenden Gesetz festgeschriebenen Obergrenzen um mehr als 20 Prozent übersteigen. Den Eilantrag eines Vermieters gegen die Absenkung hatte das Bundesverfassungsgericht Ende Oktober abgewiesen. Sollte es das Gesetz im kommenden Jahr für verfassungswidrig erklären, könnten allerdings rückwirkend Mieten nachgefordert werden.

+++ 3.56 Uhr: Trump-Team trennt sich von umstrittener Anwältin +++

Wenige Tage nach einer aufsehenerregenden Pressekonferenz zu angeblichem Wahlbetrug hat US-Präsident Donald Trump die Zusammenarbeit mit der Anwältin Sidney Powell beendet. Powell arbeite nicht länger für Trumps Anwaltsteam und auch nicht für den Präsidenten persönlich, erklärte Trumps Privatanwalt Rudy Giuliani am Sonntag.

Powell hatte am Donnerstag an der Seite von Giuliani einen angeblichen Betrug bei der Präsidentschaftswahl am 3. November angeprangert. Die Anwältin behauptete, Trump habe seinen Herausforderer Joe Biden in Wirklichkeit mit großem Vorsprung geschlagen. Zudem äußerte sie die Vermutung, dass Kuba, Venezuela und andere "kommunistische" die Wahl mit Hackerangriffen zugunsten von Biden manipuliert hätten. Für ihre Behauptungen führte sie keinerlei Belege an.

+++ 3.19 Uhr: Mehr als 100 Leichen in Massengrab in Mexiko entdeckt +++

Im Westen von Mexiko haben Ermittler mehr als 100 Leichen in einem Massengrab entdeckt. In der Ortschaft El Salto im Bundesstaats Jalisco seien die Überreste von mindestens 113 Menschen entdeckt worden, sagte der örtliche Generalstaatsanwalt Gerardo Octavio Solís Gómez am Sonntag. 30 Opfer wurden demnach bereits identifiziert. Das Massengrab war bereits Anfang Oktober entdeckt worden. Seitdem bergen die Ermittler die Leichen und identifizieren die Opfer. 

In Mexiko gelten rund 60.000 Menschen als vermisst. Viele dürften von den mächtigen Verbrechersyndikaten verschleppt und getötet worden sein. Das lateinamerikanische Land bekommt sein Gewaltproblem seit Jahren nicht in den Griff. Im vergangenen Jahr wurden in Mexiko über 35.000 Menschen getötet. Ein großer Teil der Gewalt geht auf das Konto krimineller Organisationen, die in Drogenhandel, Entführungen und Erpressung verwickelt sind. Die meisten Taten werden nie aufgeklärt.

+++ 3.01 Uhr: Guatemalteken gehen gegen Regierung auf die Straße +++

Den zweiten Tag in Folge sind in Guatemala zahlreiche Menschen gegen den umstrittenen Haushaltsplan für das kommende Jahr auf die Straße gegangen. Hunderte Demonstranten protestierten am Sonntag vor dem Kongress im Zentrum von Guatemala-Stadt gegen das im Eilverfahren verabschiedete Budget für 2021 und die Regierung von Präsident Alejandro Giammattei. Im Gegensatz zum Vortag blieb es zunächst friedlich.       

Am Samstag hatten Demonstranten Teile des Kongressgebäudes in Brand gesteckt. Am Rande der weitgehend friedlichen Demonstration schleuderten Demonstranten Steine auf die Polizei, die Beamten feuerten Tränengas in die Menge. Mindestens 14 Menschen wurden bei den Auseinandersetzungen verletzt und in einem Krankenhaus behandelt.

+++ 1.13 Uhr: Neue Proteste in Brasilien nach gewaltsamem Tod von Schwarzem +++

Nach dem Tod eines Schwarzen bei einer Prügelattacke weißer Wachmänner vor einem Carrefour-Supermarkt in Brasilien haben Demonstranten am Sonntag in mehreren Städten erneut gegen Rassismus protestiert. In Rio de Janeiro versammelt sich rund hundert Menschen vor einem Einkaufszentrum, in dem sich eine Filiale der französischen Supermarktkette befindet, wie AFP-Journalisten berichteten. Die Demonstranten trugen Schilder mit der Aufschrift "Mörderischer Carrefour" und "Das Leben von Schwarzen zählt".

+++ 0.06 Uhr: Tatverdächtiger mit Waffe in Meckenheim überwältigt +++

Nach Schüssen in der Stadt Meckenheim nahe Bonn hat die Polizei nach eigenen Angaben einen Tatverdächtigen überwältigt. Der Mann sei bei dem Zugriff von Spezialkräften am Sonntagabend schwer verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur DPA . Im Verlauf des Einsatzes sei auch ein Polizist an der Hand verletzt worden. Erkenntnisse über weitere Verletzte oder gar Tote gab es zunächst nicht.

wue / mod DPA AFP

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