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News von heute: Konjunkturpaket beschlossen: Mehrwertsteuer sinkt, Kinderbonus für Familien, Milliarden für die Bahn

Große Koalition einigt sich auf 130-Milliarden-Euro-Konjunkturpaket +++ Tegel wird wegen Corona nicht geschlossen +++ Schwedens Chef-Epidemiologe zeigt sich selbstkritisch +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Olaf Scholz

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Olaf Scholz, Vizekanzler, stellvertretender Vorsitzender der SPD und Bundesminister der Finanzen, kommen zur Sitzung des Bundeskabinetts im Kanzleramt

DPA

Alle Entwicklungen in den Vereinigten Staaten finden Sie in unserem Ticker zu den Unruhen in den USA

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Milliarden-Konjunkturpaket beschlossen: Mehrwertsteuer sinkt - Kinderbonus für Familien (22.57 Uhr)
  • Mordermittlungen gegen Deutschen im Fall Madeleine McCann (20.30 Uhr)
  • Flughafen Tegel bleibt geöffnet (14.45 Uhr)
  • Reisewarnung für Länder in Europa fällt am 15. Juni (10.53 Uhr)
  • Schwedens Chef-Epidemiologe räumt Fehler ein (10.47 Uhr)
  • Drosten bleibt  bei Aussage zur Ansteckungsgefahr durch Kinder (10.01 Uhr)
  • Zahl der Arbeitslosen im Mai um 169.000 gestiegen (9.59 Uhr)

Die News des Tages im stern-Ticker:

+++ 23.14 Uhr: Söder: Deutschland kann sich 130 Milliarden Konjunkturpaket leisten +++

Durch das 130 Milliarden Euro schwere Konjunkturpaket wird Deutschland nach Ansicht von CSU-Chef Markus Söder nicht dauerhaft überschuldet. Es sei eine große Summe vereinbart worden, die aber wegen der Rücklage des Bundes vertretbar sei, sagte der bayerische Ministerpräsident am Mittwochabend nach dem Ende der zweitägigen Beratungen im Koalitionsausschuss. 

+++ 23.04 Uhr: Keine Kaufprämie für abgasarme Benziner und Dieselautos +++

Die große Koalition hat sich gegen eine Kaufprämie für abgasarme Benziner und Dieselautos entschieden. Die Spitzen von Union und SPD beschlossen am Mittwoch allerdings deutlich höhere Prämien für Elektroautos, wie sie nach dem Koalitionsausschuss in Berlin mitteilten.

+++ 23 Uhr: Milliarden für die Deutsche Bahn +++

Auch die Deutsche Bahn soll vom Bund wegen Einnahmeausfällen in der Corona-Krise milliardenschwere Finanzhilfen bekommen. Demnach will der Bund dem Unternehmen weiteres Eigenkapital in Höhe von fünf Milliarden Euro zur Verfügung stellen. Geplant sind außerdem Hilfen von 2,5 Milliarden Euro für den Öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV).

+++ 22.57 Uhr: Familien sollen pro Kind 300 Euro Bonus erhalten +++

Familien sollen pro Kind einen einmaligen Bonus von 300 Euro Bonus erhalten. Darauf verständigten sich Union und SPD im Rahmen ihres Konjunkturpakets zur Überwindung der Corona-Krise. Jeder Jugendliche soll einen Ausbildungsplatz bekommen.

+++ 22.56 Uhr: Scholz: Verbraucher sollen niedrige Mehrwertsteuer spüren +++

Die Verbraucher sollen die von der großen Koalition beschlossene Mehrwertsteuer-Senkung in den kommenden Monaten auch im Portemonnaie spüren. Er erwarte, dass die Wirtschaft sie nicht zu ihrem Vorteil nutze, sondern an die Bürger weitergebe, sagte Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) am Mittwochabend nach dem Koalitionsausschuss in Berlin. 

+++ 22.32 Uhr: Merkel: Mehrwertsteuer soll zeitweise gesenkt werden +++

Die Spitzen der schwarz-roten Koalition haben sich im Kampf gegen die Folgen der Corona-Krise auf ein milliardenschweres Konjunkturpaket geeinigt. Es soll Deutschland möglichst schnell aus dem schwersten Wirtschaftseinbruch der Nachkriegszeit heraushelfen. Vom 1. Juli an bis zum 31. Dezember 2020 soll der Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent auf 16 Prozent und für den ermäßigten Satz von 7 Prozent auf 5 Prozent gesenkt werden, verkündete Angela Merkel am Mittwochabend. 

Auch die finanziell schwer getroffenen Kommunen bekommen Milliardenhilfen. Der Bund werde die Gewerbesteuerausfälle für die Jahre 2020 und 2021 hälftig ausgleichen, so Kanzlerin Merkel.

+++ 20.30 Uhr: Mordermittlungen gegen Deutschen im Fall Madeleine McCann +++

Im Zusammenhang mit dem Verschwinden des damals dreijährigen britischen Mädchens Madeleine Beth McCann aus einer Appartementanlage in Praia da Luz in Portugal ermittelt die Staatsanwaltschaft Braunschweig gegen einen 43-jährigen deutschen Staatsangehörigen wegen des Verdachts des Mordes. Bei dem Beschuldigten handelt es sich  nach Angaben des Bundeskriminalamts um einen mehrfach vorbestraften Sexualstraftäter, der unter anderem auch wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern verurteilt worden ist.

Derzeit verbüßt der Beschuldigte in anderer Sache eine längere Haftstrafe.

+++ 18.37 Uhr: Weltgrößte Kinokette bangt in Corona-Krise um ihre Zukunft +++

Die weltgrößte Kinokette AMC warnt, dass die Corona-Krise ihr Überleben gefährden könnte. Es gebe "erhebliche Zweifel" am Fortbestand des Unternehmens, wenn sich die Wiedereröffnung der Filmtheater verzögern und das dann nötige zusätzliche Kapital nicht zu bekommen sein könnte, erklärte AMC am Mittwoch in einer Pflichtmitteilung bei der US-Börsenaufsicht SEC.

AMC gehört dem chinesischen Immobilienentwickler Dalian Wanda. Teil des Konzerns sind auch die UCI-Kinos in Deutschland. Für das erste Quartal – das nur zum Teil von der Schließung der Kinos in der Corona-Krise betroffen war – rechnet AMC mit einem Verlust von 2,1 bis 2,4 Milliarden Dollar.

Der Konzern hatte im April für Aufsehen mit einem handfesten Streit mit dem Hollywood-Studio Universal gesorgt. Universal hatte angesichts der Kino-Schließungen den Animationsfilm "Trolls World Tour" direkt in den Online-Verleih gebracht. Das Studio war zufrieden damit: Ein Top-Manager stellte in Aussicht, dass neue Filme in Zukunft gleichzeitig in die Kinos und in den Online-Verleih kommen könnten. AMC verkündete daraufhin, man werde keine Filme des Studios mehr in den Kinos des Konzerns zeigen, weder in den USA noch in Europa.

+++ 17.33 Uhr: Trächtiger Elefant frisst Ananas mit Feuerwerk und stirbt an Folgen +++

In Indien hat ein trächtiger Elefant eine mit Feuerwerkskörpern gefüllte Ananas gegessen und ist an den Folgen gestorben. Die Böller seien im Mund des wilden Tieres explodiert, sagte der Chef der örtlichen Wildtierbehörde im südlichen Bundesstaat Kerala, Surendrakumar, der Deutschen Presse-Agentur. Dann sei die werdende Elefantenmutter in der vergangenen Woche noch tagelang herumgeirrt und schließlich samt des ungeborenen Jungen verhungert, weil sie wegen schwerer Verletzungen nicht mehr habe essen können.

Mit Feuerwerkskörpern gefüllte Ananas werden in der Region nach Angaben Surendrakumars, der wie viele Menschen in Südindien nur einen Vornamen, aber keinen Nachnamen hat, von Farmern genutzt, um Wildschweine von Feldern fernzuhalten. Immer wieder würden Wildschweine auf diese Weise verletzt. Von einem auf diese Weise verletzten Elefanten habe er zuvor aber noch nie gehört, sagte Surendrakumar.

In sozialen Netzwerken forderten nach dem Vorfall Tausende in Indien eine Bestrafung der oder des Verantwortlichen sowie strengere Tierschutzgesetze.

+++ 17.27 Uhr: Mordfall Greta: Staatsanwaltschaft räumt Versäumnis ein +++

Nach dem gewaltsamen Tod der dreijährigen Greta in Viersen hat die Staatsanwaltschaft Kleve ein Versäumnis eingeräumt. Bei vorangegangenen älteren Ermittlungen wegen Vortäuschens einer Straftat seien Erkenntnisse zur psychischen Verfassung der Kindergärtnerin nicht wie vorgeschrieben der Aufsichtsbehörde ihrer Kindertagesstätte mitgeteilt worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Die Behörde hatte die damaligen Ermittlungen gegen die inzwischen mordverdächtige Erzieherin wegen geringer Schuld eingestellt. Eine Rechtsmedizinerin hatte dabei festgestellt, dass die Erzieherin dringend psychologische Hilfe benötige und es sich bei der Straftat um einen Hilferuf gehandelt haben könnte. Die Erzieherin selbst habe den Bedarf bestätigt. Sie und ihre Eltern hatten versichert, dass man sich um professionelle Hilfe kümmern werde.

Weil nicht auszuschließen gewesen sei, dass die psychische Auffälligkeit auch eine Gefahr für die betreuten Kinder darstellen könne, hätte dies der Aufsichtsbehörde gemeldet werden müssen, so Oberstaatsanwalt Günter Neifer.

Viersen: Nach Tod einer Dreijährigen: Ermittler werfen Kita-Erzieherin Mord vor

+++ 16.37 Uhr: Druck der Kirche: Rumänien schafft Sexualkunde als Pflichtfach ab +++

Rumäniens Parlament hat auf Druck der mächtigen Rumänisch-Orthodoxen Kirche den verpflichtenden Sexualkunde-Unterricht in Schulen abgeschafft. 269 Parlamentarier stimmten dafür, drei dagegen, 35 enthielten sich der Stimme. Sexualkunde soll zwar weiter in den Schulen angeboten werden, jedoch benötigen die Schüler das schriftliche Einverständnis der Eltern für eine Teilnahme. Das Fach wurde zudem umbenannt. Es heißt nicht mehr Sexualerziehung", sondern "Gesundheitserziehung". 86 Prozent der Rumänen bekennen sich zur orthodoxen Konfession.

Die Volksvertreter änderten damit mit den Stimmen der bürgerlichen Regierungspartei PNL und der Oppositionspartei PSD (Sozialdemokraten) ein Gesetz für verpflichtenden Sexualkundeunterricht. Dieses war im März dieses Jahres von der grün-liberalen Partei USR initiiert und vom Parlament beschlossen worden.

+++ 16.13 Uhr: Verband: Mindestens 600 Pflegekräfte nach Coronainfektion gestorben +++

Weltweit sind nach Verbandsangaben mindestens 600 Pflegekräfte durch eine Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Mehr als 230 000 hätten sich infiziert. Diese Zahlen meldete der Internationale Verband der Pflegekräfte (ICN) am Mittwoch in Genf. Die wahren Zahlen liegen wahrscheinlich weitaus höher, wie der Verband berichtet. Der Vorsitzende Howard Catton nannte eine Zahl von womöglich 450 000. Aus vielen Ländern lägen keine Informationen vor. In Deutschland liege die Todeszahl der infizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitswesen relativ niedrig.

Nicht nur die Pflegekräfte selbst, auch die Patienten seien durch die hohen Ansteckungsraten in Gefahr. Er rief Länder auf, die Infektionen und Todesfälle unter Mitarbeitern des Gesundheitswesens systematisch zu erheben. Nur so könnten Muster erkannt und wichtige Fragen beantwortet werden: In welchen Teilen des Gesundheitswesens die Ansteckungen besonders hoch oder welche Schutzmaßnahmen besonders effektiv seien. "Pflegeberufe gehören offenbar zur Zeit zu den gefährlichsten Jobs der Welt", meinte Catton. ICN ist ein Dachverband mit 130 nationalen Pflegeverbänden, die nach ICN-Angaben zusammen mehrere Millionen Mitglieder haben.

+++ 14.45 Uhr: Berliner Flughafen Tegel wird wegen der Corona-Pandemie nicht geschlossen +++

Der Berliner Flughafen Tegel wird nun doch nicht vorübergehend geschlossen. Man rechne wieder mit steigenden Passagierzahlen, sagte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup zur Begründung. Beide Berliner Flughäfen - Tegel und Schönefeld - würden gebraucht. "Damit schaffen wir unter Corona-Bedingungen den notwendigen Platz", sagte Lütke Daldrup.

Zuvor hatte die Bundesregierung angekündigt, ihre Reisewarnung für 29 europäische Länder am 15. Juni aufzuheben. An diesem Tag sollte Tegel eigentlich vorübergehend vom Netz gehen. Weil wegen der Corona-Beschränkungen kaum noch Menschen flogen, wollte Lütke Daldrup aus Kostengründen schon seit März den Berliner Luftverkehr am Flughafen Schönefeld konzentrieren. Der Bund gab seinen Widerstand aber erst vor zwei Wochen auf.

+++ 14.38 Uhr: Corona-Rebellen breiten sich aus - 29 Chat-Gruppen in NRW +++

Selbst ernannte "Corona-Rebellen" breiten sich nach Erkenntnissen des Bundesinnenministeriums zunehmend aus. Allein in Nordrhein-Westfalen gibt es demnach 29 entsprechende Untergruppen im Messengerdienst Telegram, über den die Anhänger sich vernetzen. Begründer der Gruppierung soll ein Reichsbürger sein. Die "Corona-Rebellen" rufen bundesweit zu Demonstrationen gegen die Corona-Einschränkungen auf. Zuerst hatte die "Rheinische Post" (Mittwoch) darüber berichtet.

+++ 14.16 Uhr: Aktivisten zufolge fliegt  Russland erstmals seit März wieder Luftangriffe in Syrien  +++

Russland hat Aktivisten zufolge das erste Mal seit einer im März beschlossenen Waffenruhe wieder Luftangriffe in Syrien geflogen. Die russische Luftwaffe habe am Dienstagabend und Mittwochmorgen das nordwestliche Grenzgebiet zwischen den Provinzen Hama, Idlib und Latakia angegriffen, teilte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Mittwoch mit. Der Nordwesten Syriens ist die letzte Hochburg islamistischer Milizen in dem Land.    

Etwa die Hälfte der Provinz Idlib sowie Teile der angrenzenden Provinzen Hama, Aleppo und Latakia werden vom früheren Al-Kaida-Ableger Hajat Tahrir al-Scham (HTS) und anderen islamistischen Milizen kontrolliert. Die Truppen des syrischen Machthabers Baschar al-Assad kontrollieren hingegen mehr als 70 Prozent des Landes.

+++ 14.15 Uhr: WHO erinnert Russland vor Militärparade an Corona-Gefahr +++

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Russland vor den Militärparaden und vor dem Verfassungsreferendum aufgerufen, sich an die Corona-Empfehlungen bei Massenveranstaltungen zu halten. Auch bei Großereignissen im Freien müssten Abstand gehalten und Hygienevorschriften beachtet werden, sagte die WHO-Vertreterin in Russland, Melita Vujnovic, am Mittwoch bei einer Videoschalte. In Russland gibt es täglich mehr als 8000 neue Corona-Infektionen. Trotzdem hat Kremlchef Wladimir Putin die am 9. Mai zunächst abgesagte Parade zum 75. Jahrestag des Sieges der Sowjetunion über Hitler-Deutschland nun für den 24. Juni angesetzt.

+++ 13.51 Uhr: Mindestens 14 Tote bei Bombenattentaten in Afghanistan +++

Im Süden Afghanistans sind am Mittwoch mindestens zehn Zivilisten durch eine am Straßenrand versteckte Bombe getötet worden. Vier weitere seien in der Provinz Kandahar verletzt worden, als ihr Fahrzeug von der Explosion erfasst wurde, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur. In der Nacht zuvor waren in der Provinz Paktia ein Polizeichef und drei weitere Polizisten durch einen Sprengsatz getötet worden, als sie einen Angriff auf einen Kontrollposten abwehren wollten.

+++ 13.44 Uhr: Österreich öffnet Grenzen zu Nachbarländern - mit Ausnahme von Italien +++          

Österreich öffnet ab Donnerstag seine Grenzen zu allen Nachbarländern wieder - mit Ausnahme von Italien. Ab Donnerstag würden die Grenz- und Gesundheitskontrollen gegenüber Deutschland, Liechtenstein, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn eingestellt, sagte Außenminister Alexander Schallenberg am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Wien.

+++ 13.41 Uhr: Fachzeitschrift "Lancet" distanziert sich von Sudie zu Hydroxychloroquin als Covid-19 Medikament  +++

Nach massiver Kritik an einer folgenreichen Studie zum Einsatz von Hydroxychloroquin als Corona-Medikament hat sich die Fachzeitschrift "Lancet" von ihrer Veröffentlichung distanziert. In einem am Dienstagabend veröffentlichten offiziellen Warnhinweis wies die renommierte Fachzeitschrift ihre Leser darauf hin, dass "schwerwiegende wissenschaftliche Fragen" an der Studie an sie herangetragen worden seien. Auch wenn "Lancet" die Studie damit noch nicht zurückgezogen hat, sorgt die Warnung für erhebliche Zweifel an der Untersuchung.

"Lancet" hatte die Studie am 22. Mai veröffentlicht. Sie kam zu dem Ergebnis, dass Hydroxychloroquin sowie der verwandte Wirkstoff Chloroquin nicht nur keinen Nutzen bei Covid-19-Patienten hätten, sondern möglicherweise wegen schwerer Nebenwirkungen sogar das Sterberisiko erhöhten. Daraufhin hatten mehrere Länder die Behandlung von Covid-19-Erkrankten mit dem Malariamittel untersagt, die Weltgesundheitsorganisation WHO setzte klinische Tests mit dem Mittel unter Verweis auf die Studie aus.

+++ 13.33 Uhr: Schlauchboot-Party in Berlin - Spahn mahnt Disziplin an +++

Angesichts eines Party-Protests mit 400 Schlauchbooten auf einem Berliner Kanal hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Disziplin angemahnt. "Diese Bilder bereiten mir Sorgen", schrieb der Minister auf Twitter. "Beim Feiern verbreitet sich das Virus besonders leicht." Zwar seien die Infektionszahlen in Deutschland aktuell auf niedrigem Niveau. "Gleichwohl sind wir noch mitten in der Pandemie. Lasst uns das Erreichte sichern und weiterhin im Alltag aufeinander Acht geben", schrieb Spahn.

+++ 13.22 Uhr: Boris Johnson bietet Hongkongern persönlich die Einbürgerung an +++

Im Streit um das geplante Sicherheitsgesetz Chinas für Hongkong hat der britische Premierminister Boris Johnson einem großen Teil der Bevölkerung der chinesischen Sonderverwaltungsregion die Einbürgerung in Großbritannien in Aussicht gestellt. In einem persönlichen Gastbeitrag in der Hongkonger Zeitung "South China Morning Post" vom Mittwoch schrieb Johnson, falls China das Gesetz verabschieden sollte, hätte Großbritannien "keine andere Wahl", als sein Einwanderungsgesetz weitreichend zu ändern.

China kritisierte die Überlegungen scharf und drohte mit "Gegenmaßnahmen": Alle Hongkonger seien chinesische Staatsbürger. Der britische Premier argumentierte hingegen, das Sicherheitsgesetz würde die bei der Rückgabe der britischen Kronkolonie 1997 an China garantierten Freiheiten einschränken und die Autonomie aushöhlen. 

+++ 13.13 Uhr: Wiener Staatsoper spielt nach Corona-Pause wieder auf +++

Die Wiener Staatsoper plant noch in diesem Monat erste Konzerte nach der verordneten Pause aufgrund der Corona-Pandemie. Nach mehreren Wochen Stillstand stehen nun bis Ende Juni 14 Konzerte für jeweils maximal 100 Besucher am Programm, wie das Opernhaus mitteilte. Alle Konzerte werden zudem als Livestream kostenfrei übertragen. Das Opernhaus verfügt eigentlich über 1709 Sitz- und 567 Stehplätze.

+++ 12.44 Uhr: Europol: 1346 Tonnen gefährlicher Pestizide beschlagnahmt +++

Europäische Ermittler haben in einer Operation in 32 Ländern 1346 Tonnen illegaler Pestizide beschlagnahmt. Das sei doppelt soviel wie bei einer ähnlichen Aktion im vergangenen Jahr, teilte die EU-Polizeibehörde Europol am Mittwoch in Den Haag mit. Die Menge wäre ausreichend, um mehr als das gesamte landwirtschaftlich genutzte Gebiet in Deutschland zu besprühen. Zwei Personen seien festgenommen worden. Ermittlungen liefen derzeit noch in Belgien, Frankreich, Deutschland, Polen, Slowenien und der Schweiz.

+++  12.39 Uhr: Wertvollste Konzerne trotz Corona noch wertvoller - aber Ausreißer +++

Trotz Corona-Pandemie ist der Wert der 100 wertvollsten Unternehmen der Welt einer Studie zufolge erneut gestiegen. Ihre Marktkapitalisierung lag Ende März bei fast 21,5 Billionen US-Dollar, wie aus einer Auswertung der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers (PwC) hervorgeht, die nun veröffentlicht wurde. Damit liegt dieser Wert rund 400 Milliarden beziehungsweise zwei Prozent höher als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr. Dass die Corona-Krise wirtschaftliche Auswirkungen hat, zeigt sich laut PwC jedoch daran, dass dies dem geringsten prozentualen Anstieg seit 2016 entspricht. Besonders in Europa gab es aufgrund eines recht strikten Lockdowns in vielen Ländern große Einbußen.

Als wertvollstes Unternehmen gilt der Ölkonzern Saudi Aramco aus Saudi-Arabien. Aus Deutschland schaffte es mit dem Walldorfer Softwarekonzern SAP nur ein Unternehmen auf die Top 100-Liste. Dessen Börsenwert lag zum Stichtag PwC zufolge bei 136 Milliarden Dollar und damit niedriger als im Vorjahr (142 Milliarden Dollar).

+++ 12.34 Uhr: Transatlantik-Koordinator sieht Trump auf "Steinzeitniveau" +++

Deutsche Politiker attackieren US-Präsident Donald Trump wegen dessen Verhaltens angesichts der aktuellen Unruhen in seinem Land. "Trump spaltet auch noch zwischen den politischen Führungsebenen. Das ist Steinzeitniveau", sagt der Beuftragte der Bundesregierung für die transatlantische Zusammenarbeit, Peter Beyer (CDU), der "Passauer Neuen Presse" vom Mittwoch. Trump wirke nicht deeskalierend - "im Gegenteil", sagte Beyer. "Er spricht davon, dass er Hunde auf die Demonstranten loslassen werde, auf sie schießen lassen will. Er gießt Öl ins Feuer."

+++ 12.27 Uhr: Linkes Hausprojekt in Berliner Liebigstraße zu Räumung verurteilt +++

Das Berliner Landgericht hat ein linkes Hausprojekt im Stadtteil Friedrichshain zur Räumung verurteilt. Der beklagte linke Verein hat nun zwei Wochen Zeit, das als "Liebig 34" bekannte Grundstück zu räumen, wie das Gericht am Mittwoch mitteilte. Außerdem wurde der Verein zur Zahlung von rund 20.000 Euro verurteilt. Der Hauseigentümer war auch wegen nicht gezahlter Nutzungsgebühren gegen den Verein mit einer Räumungsklage vor Gericht gezogen.

+++ 12.24 Uhr: 100.000 Menschen in Indien wegen Wirbelsturms evakuiert +++

Wegen eines tropischen Wirbelsturms sind in Indien Hunderttausend Menschen in Notunterkünfte gebracht worden. Sturm "Nisarga" soll am Mittwochnachmittag (Ortszeit) rund 100 Kilometer südlich der Millionenmetropole Mumbai an der Westküste auf Land treffen, wie der indische meteorologische Dienst mitteilte. Der Sturm soll viel Regen bringen und Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Stundenkilometern erreichen.

+++ 12.19 Uhr: Proteste in Frankreich - Tod von George Floyd erinnert an Fall Traoré +++

Demonstrationen in Frankreich gegen Polizeigewalt und Rassismus haben erneut ein Schlaglicht auf den Fall eines 2016 in Polizeigewahrsam gestorbenen Mannes geworfen. "Leider erinnert der Tod von George Floyd an den Tod meines kleinen Bruders", sagte Assa Traoré am Mittwochmorgen dem Sender BFMTV. Damit verwies sie auf den Fall des Afroamerikaners, der in den USA nach einem brutalen Polizeieinsatz gestorben war. Assa Traorés Bruder, der schwarze Adama Traoré, war vor vier Jahren nach seiner Festnahme in Val-d'Oise bei Paris gestorben. Seitdem streiten Angehörige und Polizei immer wieder über die Ursache des Todes des damals 24-Jährigen.

Die Anwälte der Familie sagen, Ersticken durch Außeneinwirkung habe damals zum Tod des jungen Mannes geführt. Die drei Polizisten hätten Traoré zu Boden gedrückt und ihm die Luft abgeschnitten. Er starb schließlich kurz darauf. Ein jüngstes Gutachten der Justiz hingegen schließt eine Verantwortung der Polizisten aus und sieht die Ursache für den Tod in einer Herzerkrankung. Dieses Gutachten wurde Ende vergangener Woche bekannt und heizte den Protest nun erneut an - bereits in der Vergangenheit waren Menschen wegen Traorés Tod auf die Straße gegangen. Die Familie weist das Gutachten der Justiz zurück.

+++ 12.07 Uhr: Laut Studie denkt jeder dritte Pole bei Deutschland an "Krieg" +++

Eine wachsende Zahl von Polen verbindet mit Deutschland laut einer Studie vor allem das Thema Krieg. Knapp ein Drittel der polnischen Befragten (30 Prozent) hatten diese Assoziation, ist das Ergebnis des Deutsch-Polnischen Barometers 2020. Vor zwei Jahren lag der Anteil der Polen, die vor allem an diesen Abschnitt der deutsch-polnischen Geschichte denken, demnach noch bei 25 Prozent, 2016 waren es 21 Prozent. Die gemeinsame Studie zur Wahrnehmung des jeweils anderen Landes, an der unter anderem das Warschauer Institut für Öffentliche Angelegenheiten und das Deutsche Polen-Institut beteiligt waren, wurde am Mittwoch vorgestellt. 

Auf die Frage "Was verbinden Sie mit "Deutschland" und den "Deutschen"?" nannten die befragten Polen am häufigsten Stichwörter wie "Krieg", "Kriminelle", "Besatzer", "Konzentrationslager" und "Hitler".  Das Stichwort "Entschädigung" fiel dagegen nur ein einziges Mal. Gleichzeitig bewerteten 72 Prozent der befragten Polen und 55 Prozent der Deutschen die deutsch-polnischen Beziehungen als gut

+++ 11.50 Uhr: Mit AfD aufgetreten - Brandenburger Linke-Politiker lehnt Rücktritt ab +++

Nach einem umstrittenen Auftritt mit der AfD geht der Brandenburger Linke-Kommunalpolitiker Ingo Paeschke in eine offene Konfrontation mit seinem Landesverband. "Ich werde nicht zurücktreten", sagte der Fraktionschef der Stadtverordnetenversammlung von Forst (Landkreis Spree-Neiße) der Deutschen Presse-Agentur. "Auf unserer Fraktionssitzung am Dienstagabend gab es auch keinen entsprechenden Antrag." 

Die Stadtfraktionen der Linken und der AfD in Forst hatten nach Angaben der Linken vor zwei Wochen einem Antrag der Fraktion "Gemeinsam für Forst" zugestimmt, der einen Neubau für einen Jugendclub vorsah. Anschließend hatten die drei Fraktionsvorsitzenden das Projekt auf einer gemeinsamen Pressekonferenz vorgestellt. Paeschke war deshalb unter Druck geraten. Der Landesvorstand hatte ihn zum Rücktritt aufgefordert, weil es für die Linke keinerlei Zusammenarbeit mit der AfD geben dürfe.

+++ 11.37 Uhr: US-Verbraucherklage wirft Google unerlaubte Datensammlung vor +++ 

Eine Gruppe von US-Verbrauchern wirft Google in einer potenziellen Sammelklage vor, ohne Erlaubnis Daten über ihr Verhalten im Netz zu sammeln. Bisher sind es nur drei Kläger, die jeweils mindestens 5000 Dollar erstreiten wollen. Die Anwaltskanzlei, die sie vertritt, geht aber von Millionen Betroffenen aus - was in einer Sammelklage auf eine Milliarden-Forderung hinauslaufen könnte. Ein Google-Sprecher wies die Vorwürfe umgehend zurück.

Bei der am Dienstag in Kalifornien eingereichten Klage stehen der Auswertungsdienst Google Analytics und die Anzeigenplattform Google Ad Manager im Mittelpunkt. Die Kläger argumentieren, dass der Internet-Konzern damit immer Daten sammele, ohne dass ein Nutzer irgendetwas dagegen unternehmen könne. Das passiere auch beim Surfen im sogenannten Inkognito-Modus, bei dem Google weitreichende Privatsphäre verspreche.

+++ 11.28 Uhr: Israels Behörden ziehen 1,5 Millionen Corona-Masken aus dem Verkehr +++

Die Behörden in Israel haben die Auslieferung von 1,5 Millionen fehlerhaften Corona-Schutzmasken an medizinisches Personal verhindert. Diese entsprachen nicht den Standards des Gesundheitsministeriums, wie die Polizei und das Ministerium für Sicherheit mitteilten. Die Minderwertigkeit sei bereits bei der Lieferung der Masken vermutet worden. Ihre Verwendung sei verboten worden. Tausende Masken wurden demnach beschlagnahmt. 

+++ 11.05 Uhr: Papst verurteilt Rassismus und Gewalt +++

Papst Franziskus hat nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd und den Unruhen in den USA Rassismus und Gewalt verurteilt. Das katholische Kirchenoberhaupt nannte Rassismus in seiner Generalaudienz am Mittwoch im Vatikan eine "Sünde", wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. "Wir können es weder tolerieren noch die Augen verschließen vor jedweder Art von Rassismus oder Ausgrenzung und dabei den Anspruch erheben, die Heiligkeit jedes menschlichen Lebens zu verteidigen", sagte der 83-Jährige den Angaben zufolge. Gleichzeitig müsse man feststellen, dass die Gewalt der letzten Nächte selbstzerstörerisch sei. "Durch Gewalt wird nichts gewonnen und viel verloren", ergänzte der Papst. 

+++ 10.53 Uhr: Bundesregierung hebt Reisewarnung ab 15. Juni für EU-Länder auf +++

Die Bundesregierung will die weltweite Reisewarnung für Touristen ab dem 15. Juni für rund 30 europäische Staaten aufheben, falls die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie es zulässt. Das hat Außenminister Mass bestätigt. Danach soll die am 17. März für alle Länder der Welt pauschal verhängte Warnung vor touristischen Reisen durch individuelle Reisehinweise ersetzt werden, mit denen über die landesspezifischen Risiken informiert wird. Aufgehoben werden soll die Reisewarnung für die 26 Partnerländer Deutschlands in der Europäischen Union, das gerade aus der EU ausgetretene Großbritannien und die vier Staaten des grenzkontrollfreien Schengenraums, die nicht Mitglied in der EU sind: Island, Norwegen, die Schweiz und Liechtenstein.

+++ 10.49 Uhr: Leck in russischem Wärmekraftwerk - 20.000 Tonnen Diesel in Fluss ausgelaufen +++

Nahe der sibirischen Stadt Norilsk ist es zu einem schweren Umweltunglück gekommen: 20.000 Tonnen Diesel-Treibstoff seien nach einem Leck in einem Wärmekraftwerk vergangene Woche in den Fluss Ambarnaja geströmt, teilte die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk am Dienstag mit. Die Behörden riefen den Notstand aus. Die Umweltschutzorganisation WWF begrüßte die Errichtung eines schwimmenden Damms, mit dem ein Abfließen des Diesels in einen See verhindert werden soll.

+++ 10.48 Uhr: Virologe: Bilder von eng zusammensitzenden Menschen beunruhigend +++

Angesichts des Corona-Ausbruchs in Göttingen und Bildern von Menschenansammlungen im Freien hat sich der hessische Virologe Friedemann Weber besorgt gezeigt. Prinzipiell sei die Lage zwar eher erfreulich, sagte er am Mittwoch in einem Interview der "Rhein-Neckar-Zeitung" mit Blick auf die Infektionszahlen. "Die Bilder von Menschen in Parks und am Wasser, die dicht zusammensitzen, sind aber beunruhigend." Die Ansteckungsgefahr mit dem Virus sei in geschlossenen, schlecht belüfteten Räumen am höchsten - "das bedeutet aber nicht, dass die Gefahr im Freien nicht gegeben ist".

+++ 10.47 Uhr: Schwedens Chef-Epidemiologe gibt sich selbstkritisch +++

Schwedens Staatsepidemiologe Anders Tegnell hat sich erstmals selbstkritisch über den schwedischen Sonderweg in der Corona-Krise gezeigt. Schweden hätte schon von Beginn an mehr Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus ergreifen sollen, sagte Tegnell in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit dem schwedischen Radio. "Ich glaube, dass es sicherlich Verbesserungspotenzial bei dem gibt, was wir in Schweden gemacht haben, klar. Und es wäre gut gewesen, wenn man exakter gewusst hätte, was man schließen soll, um die Infektionsausbreitung besser zu verhindern." Zu viele Schweden seien zu früh gestorben.

+++ 10.03 Uhr: Michael Rüdiger löst Friedrich Merz als Aufsichtsratschef von Blackrock Deutschland ab +++

Der ehemalige Dekabank-Chef Michael Rüdiger wird Aufsichtsratsvorsitzender des US-Finanzkonzerns Blackrock in Deutschland. Der 56-Jährige werde die Führungsaufgabe im Kontrollgremium der Blackrock Asset Management Deutschland AG zum 1. Juli 2020 übernehmen, teilte der Vermögensverwalter in Frankfurt/Main mit. Der Banker wird damit Nachfolger des CDU-Politikers Friedrich Merz. Merz hatte den Posten im Zuge seiner Bewerbung für den Parteivorsitz - und damit indirekt auch um die Kanzlerkandidatur seiner Partei - zum Ende des ersten Quartals dieses Jahres abgegeben.

+++ 10.01 Uhr: Drosten bleibt bei Aussagen zur Ansteckungsgefahr durch Kinder +++

In einer überarbeiteten Fassung seiner Studie zur Infektiosität von Kindern während der Corona-Krise hält das Forscherteam um den Berliner Virologen Christian Drosten an seiner grundlegenden Aussage fest. Es gebe keine Hinweise darauf, dass Kinder im Bezug auf Sars-CoV-2 nicht genauso ansteckend seien wie Erwachsene, heißt es in der aktualisierten Version der Studie. Ein erster Entwurf der Untersuchung war Ende April veröffentlicht worden und hatte Kritik und teils heftige Auseinandersetzungen in den Medien nach sich gezogen. Die Aussage bereits damals: Kinder tragen eine ebenso hohe Viruslast wie Erwachsene - und sind mithin vermutlich genauso ansteckend. Die Forscher hatten aufgrund dieser Ergebnisse vor einer uneingeschränkten Öffnung von Schulen und Kindergärten in Deutschland gewarnt.

+++ 9.59 Uhr: Arbeitslosenzahl steigt wegen Coronakrise weiter an +++

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Mai wegen der Folgen der Coronakrise im Vergleich zum April noch einmal um 169.000 auf 2,813 Millionen Menschen gestiegen. Die Arbeitslosenquote kletterte um 0,3 Punkte auf 6,1 Prozent, teilte die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mit. Im Vergleich zum Mai 2019 ging die Arbeitslosigkeit sogar um 577 000 Personen nach oben.

+++ 4.36 Uhr: Arbeitgeber geben 1,6 Milliarden mehr für Lohnfortzahlung aus +++

Wegen des sprunghaften Anstiegs der Krankenzahlen in der Corona-Krise müssen die Arbeitgeber laut einer Studie im laufenden Jahr voraussichtlich rund 1,6 Milliarden Euro zusätzlich für die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall ausgeben. Zum Jahresende drohten damit die Kosten der Entgeltfortzahlung bei Krankheit auf insgesamt knapp 69 Milliarden Euro zu steigen, zitiert die Düsseldorfer "Rheinische Post" in ihrer Mittwochsausgabe aus der Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Das Institut führt demnach den außergewöhnlich starken Anstieg des Krankenstandes vor allem auf die vom 9. März bis Ende Mai geltende Sonderregelung zurück, wonach Krankschreibungen lediglich nach Telefonat und ohne Arztbesuch möglich waren. Der Anteil der krankgemeldeten Arbeitnehmer schnellte im März laut einer Erhebung der Techniker Krankenkasse (TK) auf 6,84 Prozent und damit den höchsten Wert seit 20 Jahren hoch.

+++ 4.21 Uhr: Republikaner werden Parteitag wegen Coronakrise verlegen +++

Die US-Republikaner werden ihren kommenden Parteitag Präsident Donald Trump zufolge wegen zu strenger Corona-Auflagen an einen anderen Ort verlegen. Die für Ende August im Bundesstaat North Carolina geplante Großveranstaltung müsse wegen fehlender Garantien von Gouverneur Roy Cooper verlegt werden, schrieb Trump auf Twitter. Der Parteitag soll mit Blick auf die Präsidentenwahl im November eine Krönungszeremonie für Trump als Kandidat der konservativen Partei werden. Cooper hatte zuvor in einem Schreiben erklärt, dass der geplante Parteitag mit rund 19.000 Delegierten in einem Stadion angesichts der anhaltenden Coronavirus-Pandemie nur mit Einschränkungen durchführbar wäre. Ein Parteitag ohne Vorsichtsmaßnahmen wie das Tragen von Masken und einer geringeren Teilnehmerzahl erscheine derzeit als "sehr unwahrscheinlich", so der Gouverneur. 

+++ 3.23 Uhr: USA verhängen Sanktionen wegen Transports von venezolanischem Öl +++

Die Vereinigten Staaten haben Sanktionen gegen vier Schifffahrtsunternehmen verhängt, die im venezolanischen Ölsektor operieren, und vier Schiffe zu beschlagnahmtem Eigentum erklärt. Dies geht aus einer Erklärung des US-Finanzministeriums hervor. "Die Vereinigten Staaten bekräftigen, dass die Förderung von Rohöl in Venezuela zugunsten des unrechtmäßigen Regimes von Nicolás Maduro inakzeptabel ist", hieß es. Die vier Unternehmen sollen auf den Marshallinseln und in Griechenland registriert sein. 

+++ 2.41 Uhr: Forscher: Corona-Krise könnte gesellschaftlichen Aufbruch bringen +++

Der Hirn- und Entwicklungsforscher Gerald Hüther rechnet zumindest bei einem Teil der Bevölkerung nach der Coronakrise mit positiven Veränderungen. "Nach der Corona-Pandemie könnte sogar ein gesellschaftlicher Aufbruch stattfinden", sagte Hüther den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Sicher werde ein Großteil der Gesellschaft zu seinem Leben zurückkehren - "aber die Anzahl der Menschen, die ihr Leben künftig nicht mehr so weiterführen wollen, ist gewachsen". Während der Krise würden Menschen aus ihren üblichen Mustern und Abläufen herausgeworfen. "Die meisten haben bestimmte Pflichten, Regeln und Denkmuster, der ganze Tag ist durchfunktionalisiert." Doch in der Krise veränderte sich der Blick auf manche Dinge und Werte.

+++ 1.06 Uhr: "Golden Girl" Peggy Pope gestorben +++

Die US-amerikanische TV- und Filmschauspielerin Peggy Pope ist tot. Nach Angaben ihrer Familie starb sie bereits am vergangenen Mittwoch im US-Staat Colorado. Pope wurde 91 Jahre alt. Die Schauspielerin, die ihre Karriere in den 1950er Jahren in New Yorker Theatern begann, spielte in TV-Serien wie "Soap - Trautes Heim", "Unter der Sonne Kaliforniens" und "Golden Girls" mit. Sie drehte auch ein Dutzend Spielfilme. Ihre größte Leinwandrolle hatte Pope an der Seite von Jane Fonda, Dolly Parton und Lily Tomlin in der Komödie "Warum eigentlich... bringen wir den Chef nicht um?" (1980).

+++ 0.50 Uhr: Alle Schulen in Göttingen wegen Coronavirus-Ausbruchs geschlossen +++

Nach einem Coronavirus-Ausbruch in Göttingen im Zusammenhang mit privaten Familienfeiern werden alle Schulen in der niedersächsischen Stadt geschlossen. Die präventiven Schulschließungen gelten bis zum Wochenende, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Auch werden fünf Kitas in der Stadt sowie eine Reihe von Schulen im Umfeld von Göttingen bis zum Wochenende geschlossen. Inzwischen wurden den Angaben zufolge 80 Menschen, die an den Feiern teilgenommen hatten, positiv auf das Coronavirus getestet. Die Schließungen von Schulen und Kitas verschafften die Zeit, um Tests auszuwerten, mögliche Infektionsketten nachzuverfolgen, Quarantäne-Anordnungen auszusprechen "und ein weiteres Infektionsgeschehen möglichst frühzeitig einzudämmen", erklärte die Stadtverwaltung. Zudem sollen in einem Wohnblock alle Bewohner getestet werden.

+++ 0.04 Uhr: Organisation klagt gegen Trumps Verfügung zu Online-Medien +++

Gegen die Verfügung, mit der US-Präsident Donald Trump den Handlungsspielraum von Twitter und anderen Plattformen einschränken will, ist eine Klage eingereicht worden. Die Order verstoße gegen den ersten Zusatzartikel zur US-Verfassung, der Redefreiheit garantiere, argumentierte die Organisation Center for Democracy and Technology am Dienstag. Sie klagte deswegen vor einem Bezirksgericht in der US-Hauptstadt. Trump unterzeichnete die Verfügung, nachdem Twitter einen Tweet des US-Präsidenten einem Faktencheck unterzogen hatte.

wue / fs / DPA / AFP