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News von heute Eurojackpot steigt auf 90 Millionen Euro

Es ist mal wieder soweit: Einer neuer Rekordjackpot von 90 Millionen Euro ist zu knacken
Es ist mal wieder soweit: Einer neuer Rekordjackpot von 90 Millionen Euro ist zu knacken
© Federico Gambarini / DPA
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die Nachrichten zur Coronavirus-Pandemie lesen Sie hier

Die News von heute im stern-Ticker:

21.21 Uhr: Eurojackpot steigt auf 90 Millionen Euro

Der Hauptgewinn bei der Lotterie Eurojackpot steigt auf seine Maximalhöhe von 90 Millionen Euro. Der Jackpot habe sich über sechs Ziehungen hinweg aufgebaut, teilte Westlotto am Freitag in Münster mit. Daher sei bei der Ziehung am kommenden Freitag (28. Mai) das Maximum herauszuholen. Zuletzt ging der Mega-Jackpot im Januar an einen Tipper aus Nordrhein-Westfalen.

19.28 Uhr: Präsident des Internationalen Auschwitz Komitees gestorben

Der Präsident des Internationalen Auschwitz Komitees, Roman Kent, ist tot. Kent sei im Alter von 92 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit in New York gestorben, teilte das Komitee mit. Kents Tochter Susan bestätigte der "New York Times" ebenfalls den Tod ihres Vaters. Kent war 1929 im polnischen Lodz als Roman Kniker geboren worden, seiner jüdischen Familie gehörte eine Textilfabrik. Die Nationalsozialisten zwangen die Familie zuerst ins Ghetto und dann ins Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. Kent und sein Bruder konnten schließlich von US-Soldaten befreit werden und wanderten in die USA aus, wo er Unternehmer wurde und sich unter anderem im Internationalen Auschwitz Komitee engagierte. Seit 2011 war er dessen Präsident.

19.26 Uhr: Berufung gescheitert: Mädchen darf nicht in Knabenchor singen

Ein Mädchen ist vor Gericht endgültig damit gescheitert, in den nur von Jungen besetzten Staats- und Domchor Berlin aufgenommen zu werden. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg wies mit dem Urteil eine Berufung zurück. Das Mädchen hatte sich als damals Neunjährige um die Aufnahme in den Chor beworben. Der Chorleiter lehnte sie ab. Die Begründung: Sie erreiche nicht das vorausgesetzte Niveau, und ihre Stimme füge sich nicht in das Klangbild eines Knabenchors.

Vor Gericht gezogen war die Mutter des Mädchens, weil sie das Recht ihrer Tochter auf Gleichberechtigung verletzt sah. Das Berliner Verwaltungsgericht hatte die Klage 2019 zurückgewiesen, sah aber in dem Streit einen "Pilotfall" und hatte deswegen eine Berufung zugelassen. Das Oberverwaltungsgericht erklärte nun, die Auswahlentscheidung des Chorleiters lasse Beurteilungsfehler nicht erkennen. Insbesondere die "Orientierung daran, ob die Bewerberinnen und Bewerber zusätzlich zum hohen Ausbildungsstand stimmlich zum Klang eines Knabenchores passen", sei nicht zu beanstanden. Dem Land Berlin sei es es durch die Landesverfassung erlaubt, zum Schutz des kulturellen Lebens die aus der christlichen Sakralmusik entstandene Tradition der Knabenchöre zu pflegen. 

17.42 Uhr: Erdbeben der Stärke 6,1 erschüttert südwestchinesische Provinz Yunnan

Ein schweres Erdbeben hat am Freitag die südwestchinesische Provinz Yunnan erschüttert. Das Beben ereignete sich nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS um 21.48 Uhr (Ortszeit) in der Nähe der bei Touristen beliebten Stadt Dali. Zuvor hatte es demnach "eine Reihe kleinerer Erdstöße" gegeben. Das chinesische Erdbebenzentrum rief auf der Twitter-ähnlichen Plattform Weibo die Menschen auf, sich nicht in die Nähe von Gebäuden zu begeben. Es gab zunächst keine Berichte über Verletzte oder größere Schäden. 

17.38 Uhr: G7-Runde einigt sich auf Ende der staatlichen Finanzierung von Kohlekraftwerken

Die Gruppe der G7 hat sich nach Angaben des Bundesumweltministeriums auf ein Ende der staatlichen Finanzierung von Kohlekraftwerken im Ausland verständigt. Die Länder seien sich einig, "dass weltweit weitere Investitionen in Kohleverstromung jetzt stoppen müssen", da sie nicht mit dem 1,5-Grad-Ziel vereinbar seien, erklärte Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) anach zweitägigen Beratungen mit ihren Kolleginnen und Kollegen aus Frankreich, Italien, Japan, Kanada, den USA und Großbritannien sowie der EU.

"Das ist ein wichtiger Fortschritt, denn nur so können wir als Industriestaaten glaubwürdig von anderen verlangen, uns auf diesem Weg zu folgen", fuhr die Ministerin fort. "In diesem Jahrzehnt braucht die Welt eine Trendumkehr hin zum Schutz unserer Lebensgrundlagen." Konkret sprachen sich die Beteiligten neben dem Ende der staatlichen Kohlefinanzierung noch in diesem Jahr auch dafür aus, 30 Prozent des Landes und der Meeresfläche bis 2030 unter Schutz zu stellen. Außerdem soll die Stromversorgung in den 2030er Jahren weitestgehend ohne Kohle, Öl und Gas auskommen. Die Konferenz unter dem Vorsitz Großbritanniens hatte zwei Tage lang virtuell stattgefunden.

17.02 Uhr: Großfahndung nach gefährlichem rechtsextremen Soldaten in Belgien geht weiter

Unter Hochdruck suchen belgische, niederländische und deutsche Sicherheitskräfte in Belgien nach einem mutmaßlich schwerbewaffneten rechtsextremen Soldaten, der Regierungsvertreter und einen bekannten Virologen bedroht. Der 46-jährige Jürgen Conings wurde zuletzt im Nationalpark Hoge Kempen vermutet, der in der Nähe der niederländischen Grenze, aber auch nicht weit von der deutschen Grenze entfernt liegt. Brüssel kündigte Konsequenzen aus der Affäre an.

An der Suche beteiligen sich über 400 belgische Polizisten und Soldaten, sie erhalten zudem Unterstützung durch die GSG9 der Bundespolizei und niederländische Sicherheitskräfte. Doch bisher gelang es nicht, den seit Dienstag gesuchten Mann aufzuspüren. In seinem am Rande des Nationalparks in der Nähe des Dorfes Niel-bij-As entdeckten Auto waren vier Raketenwerfer und Munition gefunden worden. Es wird vermutet, dass er auf seiner Militärbasis auch Schusswaffen gestohlen hat.

16.22 Uhr: Nawalny-Unterstützer sollen bei Wahlen nicht mehr kandidieren dürfen

Mitarbeiter und Unterstützer des inhaftierten Kremlgegners Alexej Nawalny sollen künftig bei Wahlen in Russland nicht mehr kandidieren dürfen. Das sieht ein neues Gesetzesvorhaben der Kremlpartei Geeintes Russland vor, das Unterstützern oder Mitgliedern extremistischer oder terroristischer Bewegungen die Teilnahme an allen Wahlen verbieten soll. Zuvor hatten Behörden die politischen Regionalstäbe Nawalnys ohne Gerichtsurteil auf eine Liste solcher Organisationen gesetzt.

Bisher sollte das neue Gesetz nur für die Parlamentswahl gelten - die nächste ist im September. Nun seien Korrekturen eingebracht worden, wonach sich die neue Regel auf alle Abstimmungen landesweit beziehe, meldete die Staatsagentur Tass. Die Opposition wirft der Kremlpartei vor, sich mit dem Gesetz dauerhaft die Macht sichern zu wollen.

15.55 Uhr: Viele Tote bei Unglück in Kläranlage in Russland

Bei Reinigungsarbeiten in einer Kläranlage im Süden Russlands sind mindestens zehn Arbeiter ums Leben gekommen. Das teilten die Behörden mit. Sie seien ohne Lebenszeichen aus einem Becken geborgen worden, meldeten mehrere Nachrichtenagenturen und lokale Medien übereinstimmend. Den Behörden zufolge sind acht Menschen ins Krankenhaus gekommen. Der Zustand von zwei Betroffenen sei kritisch, hieß es. Es wurde zudem nach Vermissten gesucht - wie viele, das war am Nachmittag noch unklar. Die genauen Umstände waren nicht bekannt. Zunächst hieß es, dass Methan freigesetzt worden sei.

15.38 Uhr: Berliner Ermittlern gelingt Schlag gegen Bande von Enkeltrickbetrügern

Ermittlern in Berlin ist ein Schlag gegen einen international agierenden Ring von Enkeltrickbetrügern gelungen. Bei einer Razzia wurden neun Frauen und Männer festgenommen, wie die Generalstaatsanwaltschaft Berlin am Freitag mitteilte. Während des Einsatzes flüchtete ein 29-Jähriger aus einer Wohnung im vierten Stock und sprang vom Balkon auf den Balkon der Wohnung darunter. Dort wurde er festgenommen.

Fünf Wohnungen im Bezirk Mitte wurden durchsucht. Von dort aus sollen die Verdächtigen Menschen in Polen mit betrügerischen Absichten angerufen haben. Die Angerufenen wurden mit erfundenen Geschichten dazu aufgefordert, Geld an Menschen zu übergeben, die im Anschluss bei ihnen zu Hause erschienen.

Von der Betrugsmasche sind vor allem ältere und alleinstehende Menschen konfrontiert

15.33 Uhr: Nach Todesschüssen in Schleswig-Holstein: Taucher finden Waffenteile in Hafen

Nach den tödlichen Schüssen auf eine Frau und zwei Männer in Dänischenhagen und Kiel haben die Ermittler zahlreiche Details aufgeklärt. Taucher fanden nach einem Hinweis Waffenteile im Hafenbecken von Eckernförde. Der Fund stehe im Zusammenhang mit der Tat, sagte der Kieler Oberstaatsanwalt Micheal Bimler. Der Verdächtige hatte bei seiner Festnahme in Hamburg auch eine Schusswaffe bei sich. Ob die Taten mit verschiedenen Waffen ausgeführt wurden, war zunächst unklar. Dazu müsse das Ergebnis der ballistischen Untersuchung abgewartet werden.

Der 47-Jährige sitzt seit Donnerstag in Kiel in Untersuchungshaft und ließ durch seinen Verteidiger erklären, dass er die Taten nicht bestreite. Die Obduktion der Opfer sei abgeschlossen, sagte Bimler am Freitag. Der Obduktionsbericht lag aber noch nicht vor.

14.38 Uhr: Millionenbetrug mit Rechnungen für Handelsregister-Einträge

Mit amtlich wirkenden Gebührenbescheiden für Handelsregister-Einträge soll eine Bande bei Geschäftsleuten Beute in Millionenhöhe gemacht haben. Gegen zwölf Verdächtige werde wegen gewerbsmäßigen Betruges ermittelt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag in Düsseldorf mit.

Bezahlt werden sollten Gebühren zwischen 700 und 1000 Euro für einen Eintrag in das örtliche Handelsregister. Die Rechnungen hätten professionell und seriös gewirkt. Viele der geforderten Beträge seien gezahlt worden: Mehr als 1000 Unternehmen seien auf die Masche hereingefallen.

Acht Objekte seien in dem Zusammenhang am Donnerstag durchsucht worden. Bei dem Zugriff seien Computer, Mobiltelefone, Drucker und sonstige Speichermedien beschlagnahmt worden. Außerdem stießen die Ermittler auf rund ein Kilogramm Marihuana. Bargeld in Höhe von 123.000 Euro, Luxusuhren im Wert von 300.000 Euro und hochwertige Kleidung wurden sichergestellt. Fünf Beschuldigte kamen in Untersuchungshaft. Als Kopf der Bande gilt ein 31-Jähriger.

13.36 Mindestens sechs Tote bei Kundgebung gegen Israel in Pakistan

Bei der Explosion einer Bombe auf einer Demonstration gegen Israel sind am Freitag in Pakistan mindestens sechs Menschen getötet worden. Durch den Anschlag in dem abgelegenen Ort Chamman in der Unruheprovinz Baluchistan im Westen des Landes seien etwa ein weiteres Dutzend Teilnehmer verletzt worden, teilte ein Polizeisprecher mit. Wer dahinter steckt, war zunächst unklar.

Die Demonstration hatte eine religiöse Gruppe organisiert, um das Vorgehen Israels im jüngst wieder eskalierten Konflikt mit der islamistischen Hamas im Gazastreifen anzuprangern. Eigentliches Ziel des Anschlags war offensichtlich ein einflussreicher Geistlicher, der die Kundgebung anführte, wie Polizeisprecher Khan Mohamed der Deutschen Presse-Agentur sagte. Der Mann sei schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden.

12.35 Uhr: Fahrer von japanischem Hochgeschwindigkeitszug verlässt Führerstand für Toilettengang

Weil er ein dringendes Bedürfnis verspürte, hat der Fahrer eines Hochgeschwindigkeitszuges in Japan den Führerstand bei einer Geschwindigkeit von 150 Kilometern pro Stunde verlassen. Der Mann sei wegen Bauchschmerzen auf die Toilette gegangen und habe die Verantwortung für den Zug mit rund 160 Passagieren einem dafür unqualifizierten Schaffner überlassen, teilte der Bahnbetreiber mit. 

Das kurze Austreten des glücklosen Zugführers wäre vermutlich unbemerkt geblieben, hätte der Zug nicht eine Minute Verspätung gehabt. Dies löste bei der für ihre Pünktlichkeit berühmten japanischen Bahn automatisch eine Untersuchung aus. Von seinen Vorgesetzten nach den Gründen befragt, räumte der Zugführer ein, er habe seinen Posten drei Minuten lang verlassen. "Ich habe es nicht gemeldet, weil es mir peinlich war", sagte er.

Voyageurs Wolf Project: Wissenschaftler installieren eine Halsband-Kamera bei einem wilden Wolf.

12.19 Uhr: Wolf mitten in Köln gesichtet

Mitten in Köln ist in der Nacht zum Mittwoch ein Wolf durch die Straßen geirrt. "Das ist extrem selten, dass so etwas passiert – aber es passiert", sagte ein Sprecher des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV). "Der Wolf – der läuft einfach, und er kann einmal an einer Straße die falsche Abzweigung nehmen." Der Wolf wurde in der Nacht zum Mittwoch zunächst von einer Bürgerin mit ihrem Handy im innenstadtnahen Szeneviertel Ehrenfeld gefilmt. Von dort bewegte er sich stadtauswärts und wurde dabei noch mehrmals gesichtet oder gefilmt. Bilder einer Überwachungskamera wurden nach LANUV-Angaben von der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) eindeutig als Wolf bestätigt. Über Geschlecht, Alter und Identität des Tieres seien hingegen keine Aussagen möglich. Einen Tag später, wurden in der nördlichen Kölner Rheinaue vier tote Schafe gefunden, die in der Nacht von einem großen Hund oder einem Wolf getötet worden waren.

12.11 Uhr: Verhandlungen über Aussöhnungsabkommen mit Namibia beendet

Das geplante Abkommen zur Aufarbeitung der deutschen Kolonialzeit zwischen der Bundesrepublik und Namibia ist nach inoffiziellen Angaben unterschriftsreif. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen der namibischen Verhandler erfuhr, gelten die Gespräche nach mehreren Jahren nun als abgeschlossen. Die beiden Außenminister könnten eine entsprechende Deklaration unterzeichnen. Am Mittwoch werde dazu eine Bekanntmachung erwartet. Die Unterzeichnung könnte dann Anfang Juni in Windhuk erfolgen, der Hauptstadt des Staates im Südwesten Afrikas. Dann muss das Abkommen noch den Parlamenten zur Ratifizierung vorgelegt werden.

Nach Informationen des Deutschlandfunks ist die Bundesregierung bereit, die Tötung Zehntausender Menschen in der Ex-Kolonie Deutsch-Südwestafrika aus heutiger Sicht als Völkermord anzuerkennen. Geplant sei zudem, dass Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei einem Festakt im namibischen Parlament offiziell um Entschuldigung bittet. Das Deutsche Reich war von 1884 bis 1915 Kolonialmacht im heutigen Namibia und schlug Aufstände brutal nieder. Historikern zufolge wurden etwa 65.000 von 80.000 Herero und mindestens 10.000 von 20.000 Nama getötet. 

Junge schwamm mit Plastikflaschen durchs Mittelmeer: "Ich würde lieber sterben, als zurückzugehen"

11.22 Uhr: Zwei Tote bei Lawinen-Unglück in den französischen Alpen

Bei einem Lawinen-Unglück in den französischen Alpen sind erneut zwei Menschen ums Leben gekommen. Zwei italienische Skifahrer im Alter von 31 und 49 Jahren konnten am Mont-Blanc-Massiv nur noch tot geborgen werden, wie die Rettungskräfte am Freitag mitteilten. Bereits am Mittwoch waren dort ein Skifahrer und ein Bergsteiger tödlich verunglückt.

Für das bevorstehende Pfingstwochenende hat die Präfektur des Verwaltungsbezirks Haute-Savoie zu besonderer Vorsicht aufgerufen. In dem Gebiet um den Mont Blanc gebe es nach starken Schneefällen ein "ausgeprägtes" Lawinen-Risiko der Stufe drei auf einer Skala bis fünf.

11.04 Prozess um Mord im Altenheim - Mann muss in Psychiatrie bleiben

Nach der Vergewaltigung und dem gewaltsamen Tod einer dementen Altenheimbewohnerin muss ein 88-jähriger Mann dauerhaft in der geschlossenen Psychiatrie bleiben. Das Landgericht München II sah es als erwiesen an, dass der Alzheimer-Patient im Juli vergangenen Jahres brutal über die 85-Jährige herfiel, sie vergewaltigte und dabei so schwer verletzte, dass sie wenige Tage danach an den Folgen starb.

Der 88-Jährige habe "Kraft und boxerisches Vorwissen" gehabt, sagte der Vorsitzende Richter Thomas Bott. Außerdem habe das Opfer "massive Verletzungen im Halsskelett" erlitten. Dadurch schloss das Gericht auf einen Tötungsvorsatz. Die Staatsanwaltschaft hatte dem Mann Vergewaltigung und Mord vorgeworfen. Diese Vorwürfe sah dann auch das Gericht bestätigt: Der Mann sei "für seinen Geschlechtstrieb über Leichen" gegangen. Es sei darum "ein klassischer Mord zur Befriedigung des Geschlechtstriebes". 

10.16 Uhr Höchststrafe im Prozess um tödlichen Messerangriff in Dresden

Im Prozess um einen mutmaßlich islamistisch motivierten Messerangriff auf zwei Männer in Dresden hat das sächsische Oberlandesgericht die Höchststrafe gegen den Angeklagten verhängt. Das Gericht verurteilte Abdullah A. unter anderem wegen Mordes und versuchten Mordes am Freitag zu lebenslanger Haft. Zudem stellte es die besondere Schwere der Schuld fest und behielt sich die anschließende Anordnung einer Sicherungsverwahrung vor.

9.51 Uhr Mann wegen Missbrauchs und Zwangsprostitution von Mädchen in Bayern verurteilt

Ein 49-Jähriger ist in Bayern wegen  Missbrauchs und Zwangsprostitution der Tochter seiner Lebensgefährtin zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht in Schweinfurt sah es in seiner am Donnerstag verkündeten Entscheidung einem Sprecher zufolge als erwiesen an, dass er das  Mädchen missbrauchte, kinderpornografische Bilder von ihr angefertigte und sie zur Prostitution zwang.

Die Mutter soll davon gewusst haben, gegen sie wird aber in einem getrennten Verfahren verhandelt. Bekannt wurde der Fall, nachdem der Angeklagte das Mädchen Ende Juli 2020 auf einer Autobahnraststätte in Bayern Lastwagenfahrern als Prostituierte angeboten hatte. Ein Fahrer verständigte daraufhin die Polizei.

Laut Anklageschrift lebte das 2009 geborene Mädchen seit 2018 in der gemeinsamen Wohnung ihrer Mutter und deren Freunds. Dort kam es wiederholt zu sexuellen Handlungen vor sowie an dem damals neunjährigen Mädchen. Darüber hinaus  wurden von dem Angeklagten zahlreiche  kinderpornografische Bilder und Videos hergestellt worden sein. Mehrfach soll der Angeklagte das Mädchen zudem auf Autobahnraststätten Fremden als Prostituierte angeboten haben.

8.36 Uhr: Google kündigt ersten Laden an

Der Internetriese Google will erstmals überhaupt einen Laden eröffnen: In New York soll noch dieses Jahr der Google Store aufmachen, wie Manager Jason Rosenthal am Donnerstag mitteilte. Zu kaufen geben werde es dort "eine große Auswahl von Google-Produkten - von Pixel-Telefonen über Nest-Produkte bis hin zu Fitbit-Geräten und Pixelbooks sowie vieles anderes". Käuferinnen und Käufer könnten die Sachen auch online bestellen und im Laden abholen. 

Der Laden soll im Stadtteil Chelsea stehen - dort hat Google bereits viele Büroräume für seine Angestellten. Aus dem Hause Google kommen Smartphones und Tablets unter dem Namen Pixel, Smart-Home-Geräte unter dem Namen Nest oder Fitnessuhren von Fitbit; den Hersteller hatte Google 2019 gekauft.

6.38 Uhr: Überreste von 14 Mordopfern in Haus von Ex-Polizisten in El Salvador gefunden

Im Haus eines ehemaligen Polizisten in El Salvador sind die Überreste von mindestens 14 Mordopfern gefunden worden. Ein Team aus gerichtsmedinzischen Spezialisten war in das Haus in der Stadt Chalchuapa geschickt worden, wo sie die Leichenreste an verschiedenen Stellen fanden, wie Justizminister Gustavo Villatoro am Donnerstag mitteilte. 

Der Ex-Polizist war vor zwei Wochen als Hauptverdächtiger im Fall eines Mordes an einer Frau und ihrer Tochter festgenommen worden. Seine Festnahme führte dann zur Durchsuchung seines Hauses.  

Der Mann soll nach seinem Ausscheiden aus dem Polizeidienst zum Anführer einer Verbrecherbande in dem kleinen zentralamerikanischen Land geworden sein. Ein Richter ordnete am Mittwoch auch die Festnahme von elf Verdächtigen aus dem Umfeld des Ex-Polizisten im Zuge von Mordermittlungen an.

6.37 Uhr: Nach Kabelbrand – 20.000 Haushalte in München ohne Strom

Wegen eines Kabelbrands ist in Teilen Münchens der Strom ausgefallen. Betroffen sind ungefähr 20.000 Haushalte in den Stadtteilen Haidhausen, Ramersdorf und Berg am Laim, wie die Stadtwerke München am Freitagmorgen mitteilten. Es könne auch zu Verkehrsbeeinträchtigungen kommen, da etwa der Tram-Betriebshof in dem Gebiet liege und teilweise auch Ampeln ausgefallen seien. 

Der Strom fiel den Angaben nach am Freitag gegen 3.50 Uhr aus. Die Reparaturen sollen bis zum Mittag dauern. Dies bedeutet laut einem Sprecher aber nicht, dass die Haushalte auch bis dahin ohne Strom sein werden. Weitere Details waren noch offen. Auch die Ursache des Kabelbrandes war zunächst unklar.

5.00 Uhr: Immer mehr Menschen zu Videosprechstunde beim Arzt bereit

n Deutschland wächst die Zahl der Patienten, die sich in einer Video-Sprechstunde mit ihrem Arzt beraten würden. Laut einer repräsentativen Allensbach-Umfrage im Auftrag des Medizintechnikkonzerns Fresenius zeigten sich Ende vergangenen Jahres 46 Prozent der Befragten dafür offen, während es vier Jahre zuvor erst 22 Prozent gewesen waren. Im gleichen Zeitraum ging der Anteil derer, die Videosprechstunden mit ihrem behandelnden Arzt ausschließen, von 70 auf 41 Prozent zurück.

Eigene Erfahrungen mit Videosprechstunden haben aber erst zwei Prozent der Befragten in Deutschland gemacht, im Gegensatz zu 22 Prozent in den USA und 6 Prozent in Spanien. Ohnehin scheint Deutschland in dem Drei-Länder-Vergleich bei der Digitalisierung des Gesundheitsbereichs hinterher zu hinken. So berichteten nur 15 Prozent der deutschen Patienten, dass man bei ihrem Hausarzt auch online Termine vereinbaren könne, was in Spanien und den USA schon bei 55 Prozent der Befragten möglich ist und auch deutlich stärker genutzt wird.

4.48 Uhr: Berglöwe in den Straßen von San Francisco

Ein ausgewachsener Berglöwe ist nach einem zweitägigen Streifzug durch die Straßen von San Francisco von Wildhütern geschnappt worden. Die Raubkatze sei in der Nacht zum Donnerstag in dem Stadtviertel Bernal Heights in einem Baum gesichtet und mit einem Betäubungspfeil ruhiggestellt worden, teilte die Tierschutzbehörde mit. Das gut 45 Kilogramm schwere zweijährige Männchen wurde in den Zoo von Oakland gebracht.

"Er ist prachtvoll, sehr gesund und gut ernährt", teilte die Veterinärin Dr. Alex Herman nach einer Untersuchung des betäubten Pumas am Donnerstag mit. Das Tier mit dem Spitznamen "Mr. Handsome" (Schönling) wurde mit einem Mikrochip gekennzeichnet und anschließend in einem Wildnisgebiet im Bezirk Santa Clara südlich von San Francisco ausgesetzt. 

In Kalifornien werden Berglöwen mitunter in Randzonen von Ortschaften gesichtet, nur gelegentlich dringen sie in Stadtgebiete ein. Die Raubkatzen gelten als scheu, Angriffe auf Menschen sind selten.

4.09 Uhr: Fast 70 Raubkatzen in "Tiger King Park" in den USA beschlagnahmt

Die US-Behörden haben von aus der Netflix-Doku "Tiger King" bekannten Privatzoo-Betreibern fast 70 Raubkatzen beschlagnahmt. Die 68 Löwen, Tiger und Löwen-Tiger-Mischlinge sowie ein Jaguar wurden aus dem "Tiger King Park" in Thackerville im Bundesstaat Oklahoma geholt, wie das US-Justizministerium am Donnerstag mitteilte.

Den Besitzern Jeffrey and Lauren Lowe werden Verstöße gegen ein Gesetz zum Schutz bedrohter Tierarten zur Last gelegt. Das Justizministerium prangerte eine ungenügende tierärztliche Betreuung und unangemessene Nahrung an. Außerdem seien die Gehege zu klein und würden den Tieren keinen ausreichenden Schutz vor schlechtem Wetter bieten.

4.08 Eiffelturm öffnet am 16. Juli wieder für Besucher

Der Eiffelturm in Paris soll ab dem 16. Juli wieder öffnen. Die tägliche Besucherzahl solle zunächst auf 10.000 Menschen begrenzt werden, teilte die Betreibergesellschaft des Wahrzeichens der französischen Hauptstadt am Donnerstag mit. Vor der Corona-Pandemie konnten 25.000 Menschen pro Tag den Turm besuchen.

Der Eiffelturm war wegen der Corona-Beschränkungen seit vergangenen Oktober gesperrt gewesen. Tickets für die Zeit nach der Wiederöffnung sollen ab dem 1. Juni verkauft werden. Alle Stockwerke des Bauwerks sollen ab 16. Juli wieder zugänglich sein, abgesehen von Sperrungen für Instandhaltungsarbeiten.

2.30 Uhr: Snapchat-Macher stellen Brille zum Einblenden virtueller Inhalte vor

ie Macher der Foto-App Snapchat haben als erste in der Tech-Branche eine alltagstaugliche Computerbrille vorgestellt, mit der sich digitale Inhalte ins Blickfeld des Nutzers einblenden lassen. Solche Brillen werden unter anderem von Apple und Facebook erwartet - aber die Entwicklerfirma Snap überholte sie mit der Präsentation am Donnerstag. Die "Spectacles"-Brille blendet die virtuellen Objekte zugleich nur in einen eingeschränkten Teil des Blickfelds ein. Sie ist zunächst nur für von Snap ausgewählte Nutzer verfügbar und wird nicht zum Kauf angeboten.

Die Kombination aus digitalen Inhalten und der realen Welt ist bekannt unter der Bezeichnung erweiterte Realität (AR, Augmented Reality). Bisher wird die Technologie vor allem auf Smartphone-Bildschirmen genutzt, auch Apple baut seit Jahren darauf.

yak / rw / luh DPA AFP

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