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News von heute Frankreich bekommt neue Regierung: Castex löst Philippe als Premier ab

Jean Castex (r.) löst Edouard Philippe (l.) als Premierminister von Frankreich ab
Jean Castex (r.) löst Edouard Philippe (l.) als Premierminister von Frankreich ab
Söder kündigt große Studie zu Kinder-Infektiosität an +++ Spitzen von CDU und CSU gegen Lockerungen bei der Maskenpflicht +++ Filmkomponist Ennio Morricone gestorben +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Macron ernennt Frankreichs neue Regierung (19.32 Uhr)
  • Gesundheitsminister beharren auf Maskenpflicht (16.49 Uhr)
  • Gericht setzt Lockdown in Gütersloh außer Kraft (16.20 Uhr)
  • Französischer Busfahrer nach Attacke hirntot ( 15.04 Uhr)
  • Söder kündigt Langzeit-Studie zur Corona-Infektiosität von Kindern an (14.10 Uhr)
  • Schauspieler Tilo Prückner ist tot (12.53 Uhr)
  • Italienischer Filmkomponist Ennio Morricone gestorben (9.15 Uhr)

Die News des Tages im stern-Ticker: 

+++ 19.46 Uhr: NRW-Gesundheitsminister plant keine neuen Corona-Maßnahmen für Kreis Gütersloh +++

Nach der gerichtlichen Aufhebung der strengen Auflagen zum Eindämmen des Coronavirus für den Kreis Gütersloh will die NRW-Landesregierung keine gesonderten neuen Maßnahmen verfügen - auch nicht für einzelne Gemeinden. Das machte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Abend in Düsseldorf deutlich. Es sei nicht zu einem Übertritt der Infektionen auf die übrige Bevölkerung des Kreises Gütersloh gekommen. Vor diesem Hintergrund erwartet die NRW-Landesregierung nach eigenen Angaben, "dass nunmehr auch alle Beherbergungsverbote in Urlaubsorten aufgehoben werden".

Aktuelle Zahlen belegten, dass es gelungen sei, einen größeren Ausbruch durch konsequente und schnelle Maßnahmen einzudämmen. Die Maßnahmen im Kreis Gütersloh könnten nun vollständig auf die bereits verhängte Quarantäne für die von der Infektion betroffenen Mitarbeiter des Fleischwerkes von Tönnies in Rheda-Wiedenbrück sowie im Bedarfsfall ihre Familien begrenzt werden. An die Stelle der vom Oberverwaltungsgericht NRW am Montag außer Vollzug gesetzten Maßnahmen für den gesamten Kreis Gütersloh würden daher auch keine auf einzelne Gemeinden des Kreises beschränkte Maßnahmen mehr treten.

+++ 19.32 Uhr: Frankreichs neue Regierung: Macron tauscht zentrale Minister aus +++

Nach dem Rücktritt der französischen Regierung hat Präsident Emmanuel Macron zentrale Ministerinnen und Minister ausgetauscht. Neuer Innenminister sei der 37-jährige Gérald Darmanin, teilte der Generalsekretär des Élyséepalastes, Alexis Kohler, am Abend in Paris mit. Darmanin war zuvor Haushaltsminister. Neue Umweltministerin wird Barbara Pompili. Die 45-jährige war von 2016 bis 2017 Staatssekretärin für Biodiversität.

Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire und Verteidigungsministerin Florence Parly können auf ihren Posten bleiben. Jean-Yves Le Drian bleibt Außenminister. Die beliebte ehemalige Ministerin unter Nicolas Sarkozy, Roselyne Bachelot, wird Kulturministerin.

+++ 18.51 Uhr: Griechenland: 36 Touristen positiv auf Coronavirus getestet +++

Zum ersten Mal seit Wochen sind in Griechenland wieder mehrere Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Insgesamt wurden 43 Fälle registriert. Davon waren nach Angaben der zuständigen Gesundheitsbehörde 36 Touristen. Die meisten davon (20) waren nach Informationen des griechischen Staatsrundfunks (ERT) Urlauber aus Serbien. Weitere 16 Touristen stammen aus verschiedenen Staaten, hieß es. Ob darunter auch Deutsche waren, blieb zunächst unklar. Die meisten Fälle wurden an der Grenze zu Bulgarien registriert. Seit dem 1. Juli sind nach Schätzungen griechischer Medien mehr als 100.000 Urlauber über den Grenzübergang Promachonas/Kulata nach Griechenland gekommen. Griechenland hat seit Montagmorgen wegen erhöhter Coronavirusinfektionen in Serbien seine Grenzen für Reisende aus diesem Balkanland geschlossen.

+++ 18.37 Uhr: Deutscher Soldat in Afghanistan mit Coronavirus infiziert +++

Ein deutscher Soldat der Nato-Ausbildungsmission Resolute Support" in Afghanistan ist mit dem Coronavirus infiziert. Ein Test habe den Nachweis gebracht, teilte das Einsatzführungskommando am Montag mit. Der Soldat sei nun isoliert untergebracht. Er solle mit einem speziell ausgerüsteten Flugzeug MedEvac") nach Deutschland gebracht werden. Der gesamte Ausbildungseinsatz ist wegen der Corona-Pandemie vor einiger Zeit weitgehend beschränkt worden.

+++ 18.26 Uhr: Milliarden-Schaden nach Ölkatastrophe in russischer Arktis +++

Bei der Ölkatastrophe in der russischen Arktis ist nach Behördenangaben ein Milliarden-Schaden für die Umwelt entstanden. Allein an den Gewässern belaufe sich die Summe auf mehr als 147 Milliarden Rubel (1,8 Milliarden Euro), teilte die russische Naturschutzbehörde Rosprirodnadsor in Moskau mit. Der Schaden für die Böden liege noch einmal bei rund 739 Millionen Rubel. Ende Mai waren nach einer Havarie in einem Heizkraftwerk 21.000 Tonnen Öl ausgeflossen. Umweltschützer der Organisation Greenpeace sprachen von der größten Ölkatastrophe in der Geschichte der russischen Arktis.

Das Ausmaß des Schadens an den arktischen Gewässern ist beispiellos", sagte Umweltminister Dmitri Kobylkin laut Agentur Interfax. Präsident Wladimir Putin hatte den Ausnahmezustand angeordnet. Er verpflichtete einen der reichsten Männer des Landes, Wladimir Potanin, für den Schaden aufzukommen. Der Chef des Nickelproduzenten Nornickel hatte nur eine Millionen-Summe genannt für die Beseitigung der Schäden nahe der Industriestadt Norilsk.

+++ 18.18 Uhr: USA: Wahlleute sind an Mandat gebunden +++

Die bei der US-Präsidentenwahl entscheidenden Wahlmänner und Wahlfrauen dürfen sich dem Obersten Gerichtshof zufolge nicht frei für einen Kandidaten entscheiden. Die Bundesstaaten dürfen die von ihnen aufgrund des Wahlergebnisses ernannten Wahlmänner an die Entscheidung zugunsten des Kandidaten binden, der in dem Bundesstaat die Wahl gewonnen hatte, wie der Supreme Court in Washington erklärte. Bei Verstößen dürfen sie die Wahlmänner auch sanktionieren, hieß es weiter.

Hintergrund ist das komplexe US-Wahlsystem: Bei der Präsidentenwahl stimmen Amerikaner über ihren nächsten Staatschef ab, es ist aber keine direkte Wahl. Die Wahlsiegerin oder der Wahlsieger in einem Bundesstaat gewinnt eine bestimmte Anzahl Wahlmänner. Diese von den Bundesstaaten ernannten Personen sind Mitglieder im "Electoral College", das schließlich den Präsidenten wählt. Bislang war nicht in allen Bundesstaaten völlig klar gewesen, ob sich die Wahlmänner dabei an das aus der Wahl hervorgehende Mandat ihres Bundesstaats halten müssen und ob sie bei abweichendem Verhalten bestraft werden dürfen.

+++ 18.12 Uhr: Mehrere Tote bei Tanklaster-Explosion in Kolumbien +++

Bei der Explosion eines verunglückten Tanklastwagens sind im Norden von Kolumbien mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Rund 60 weitere Menschen wurden verletzt, sagte der Gesundheitsbeauftragte der Ortschaft Ciénaga, Fernández Quinto, im Radiosender Emisora Atlántico.

Der Tanklastwagen war zuvor nahe der Siedlung Tasajeras zwischen Barranquilla und Ciénaga im Department Magdalena von der Landstraße abgekommen und hatte sich überschlagen. Zahlreiche Dorfbewohner näherten sich daraufhin mit Kanistern dem Lkw, um Benzin abzuzapfen. Dabei kam es offenbar zu der Explosion.

+++ 17.54 Uhr: Weniger Asylanträge im ersten Halbjahr +++

Beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) sind im ersten Halbjahr 2020 deutlich weniger Asylanträge eingegangen als im Vorjahr. Das hängt auch mit der Corona-Pandemie zusammen, durch die zuletzt kaum noch Schutzsuchende nach Deutschland gekommen waren. Außerdem verzögerten sich aufgrund der Kontaktbeschränkungen zeitweise die Abläufe beim Flüchtlingsamt. Das Bamf zählte in den ersten sechs Monaten dieses Jahres nach eigenen Angaben 47.309 Erstanträge. Das waren rund 35 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum 2019.

Wie die Behörde am Montag weiter mitteilte, stellten die Syrer mit rund 31 Prozent erneut die mit Abstand größte Gruppe unter den Antragstellern, gefolgt von Bürgern aus dem Irak (9,4 Prozent) und aus Afghanistan (7,6 Prozent). Rund sechs Prozent der Schutzsuchenden kamen aus der Türkei. Rund 49.000 Asylverfahren sind beim Bamf derzeit anhängig.

+++ 17.47 Uhr: Katar meldet mehr als 100.000 Corona-Infizierte +++

Das Emirat Katar hat als zweites Land der arabischen Welt mehr als 100.000 Corona-Fälle gemeldet. Bislang infizierten sich 100.345 Menschen mit dem Coronavirus, wie das katarische Gesundheitsministerium über Twitter mitteilte. Demnach kam es bislang zu 133 Todesfällen in Verbindung mit dem Virus. Das Emirat ist Gastgeber der nächsten Fußball-WM im Jahr 2022.

In dem reichen Emirat am Golf leben rund 2,7 Millionen Menschen, davon etwa 300 000 Einheimische. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen war in den vergangenen Wochen kontinuierlich gesunken. Am Montag meldete Katar 546 neue Fälle. Das Emirat hatte wie benachbarte Länder strenge Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beschlossen, hat diese aber mittlerweile gelockert.

+++ 17.28 Uhr: Mann tötet von ihm getrennt lebende Frau in Linienbus +++

Vor den Augen von Passagieren eines Linienbusses in Bayern hat ein Mann seine getrennt von ihm lebende Ehefrau getötet. Der 37-Jährige stach nach Polizeiangaben am Mittag in Obergünzburg im Ostallgäu auf seine Ex-Partnerin ein. Die 27-Jährige starb später in einer Klinik. Der mutmaßliche Täter wurde nach kurzer Flucht gefasst. Der Busfahrer und die anderen Fahrgäste wurden nach der Tat psychologisch betreut.

+++ 17.16 Uhr: EU-Kommission erwartet Deutschlands Kohleausstieg vor 2038 +++

Die EU-Kommission erwartet, dass Deutschland schneller aus der Kohle aussteigt als angekündigt. "2038 ist das Datum, aber ich glaube, wir können einen beschleunigten Wandel sehen", sagte Vizepräsident Frans Timmermans am Montag. Europa verabschiede sich definitiv von der Kohle.

Für einige EU-Staaten werde der Wandel schwierig, sagte Timmermans. Dafür würden EU-Hilfen geplant. Klar sei aber auch, dass dramatisch sinkende Kosten für erneuerbare Energien wie Sonne oder Wind die Stromgewinnung aus Kohle so schnell aus dem Markt treibe, wie es noch vor wenigen Jahren kaum vorstellbar gewesen wäre.

+++ 17.11 Uhr: Gruppenvergewaltigung in Freiburg: Ankläger fordern Haftstrafen +++

Im Prozess um die Gruppenvergewaltigung einer 18-Jährigen vor einer Diskothek in Freiburg haben die Staatsanwälte Gefängnisstrafen von bis zu fünfeinhalb Jahren gefordert. Acht der elf Angeklagten müssten wegen Vergewaltigung verurteilt werden, sagte ein Sprecher der Anklagebehörde am Montag. Sie sollten jeweils zwei Jahre und zehn Monate bis fünfeinhalb Jahre in Haft. Zwei Angeklagte hätten sich der unterlassenen Hilfeleistung schuldig gemacht. Sie sollten jeweils sieben Monate in Haft, einer davon auf Bewährung. Ein Angeklagter könne freigesprochen werden.

Der Prozess am Landgericht Freiburg hatte vor etwas mehr als einem Jahr begonnen. Angeklagt sind elf Männer im Alter von zur Tatzeit 18 bis 30 Jahren, die meisten von ihnen Flüchtlinge. Ihnen wird vorgeworfen, Mitte Oktober 2018 die 18-Jährige nachts vor der Disco in einem Gebüsch vergewaltigt oder ihr nicht geholfen zu haben. Sie bestreiten dies oder schweigen zu den Vorwürfen.

+++ 16.49 Uhr: Gesundheitsminister der Länder bestehen auf Maskenpflicht +++

Die 16 Gesundheitsminister der Länder haben sich darauf geeinigt, dass die Maskenpflicht auch im Einzelhandel wie bisher gelten soll. Es dürfe nicht der falsche Eindruck entstehen, die Pandemie wäre vorbei, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur nach einer Schalte der Ressortchefs mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) aus Kreisen der Gesundheitsminister.

+++ 16.20 Uhr: Gericht setzt Lockdown in Gütersloh außer Kraft +++

Das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht hat die Corona-Beschränkungen für das öffentliche Leben im Kreis Gütersloh vorläufig außer Vollzug gesetzt. Das Land Nordrhein-Westfalen hätte nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies inzwischen eine differenziertere Regelung erlassen müssen - ein Lockdown für den ganzen Kreis sei nicht mehr verhältnismäßig, teilte das Gericht am Montag mit. Die Entscheidung ist rechtskräftig.

Hintergrund der Auflagen sind mehr als 1000 positiv auf das Coronavirus getestete Tönnies-Mitarbeiter am Standort in Rheda-Wiedenbrück. Die Befunde hatten zu regionalen Einschränkungen im öffentlichen Leben in den Kreisen Gütersloh und Warendorf geführt. Die regionale Verordnung der Landesregierung wäre in der Nacht zum Mittwoch um 0.00 Uhr ausgelaufen.

+++ 15.48 Uhr: Sachsen-Anhalt bekommt 2300 Kilometer Breitband-Netz +++

Im Norden Sachsen-Anhalts ist das flächenmäßig größte Breitbandprojekt gestartet, das öffentlich gefördert wird. Der Bund gibt 135 Millionen Euro, damit 2300 Kilometer Glasfaserkabel in der dünn besiedelten Altmark verlegt werden können, wie Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer am Montag in Gardelegen sagte. Damit könnten mehr als 30.000 Haushalte, fast 3000 Unternehmen und fast 800 Institutionen mit einem schnellen Anschluss versorgt werden.

Er sei jetzt bei mehreren Projekten in Deutschland, in denen im großen Stil ausgebaut werde, sagte Scheuer. Als Beispiel nannte er ein bereits laufendes Projekt auf der Insel Poel (Mecklenburg-Vorpommern) und ein anstehendes Projekt in der brandenburgischen Uckermark.

+++ 15.39 Uhr: Verfassungsschutz will Daten von AfD-Abgeordneten erneut prüfen +++

Die vom sächsischen Verfassungsschutz gesammelten Daten über AfD-Abgeordnete sollen noch einmal rechtlich geprüft werden. "Wir werden alle zulässigen Möglichkeiten ausschöpfen, um bestehende Bezüge zwischen der AfD und dem rechtsextremistischen Flügel aufzuspüren und nachzuweisen, wie dies in Einzelfällen bei Abgeordneten der AfD bereits erfolgt ist", erklärte der neue Behördenchef Dirk-Martin Christian in Dresden. Dazu werde kurzfristig mehr qualifiziertes und juristisch erfahrenes Personal eingesetzt. 

+++ 15.21 Uhr: Berliner Fluggastzahlen im Juni mehr als verdreifacht +++

Im Juni haben sich die Fluggastzahlen an den beiden Hauptstadtflughäfen Tegel und Schönefeld im Vergleich zum Vormonat mehr als verdreifacht. Insgesamt reisten im vergangenen Monat rund 168.900 Passagiere über Berlin, wie die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) mitteilte. Im Mai waren es lediglich knapp 52.000 Menschen. "Im Juni haben viele Fluggesellschaften ihre Verbindungen insbesondere innerhalb Europas langsam wieder aufgenommen", teilte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup mit. "Dieser Trend hat sich im Juli deutlich verstärkt, so dass jetzt wieder 20 Prozent des Vorjahresniveaus erreicht werden."

+++ 15.09 Uhr: Migranten harren auf Viehtransport-Schiff vor Malta aus +++

Mehr als 50 aus dem Mittelmeer gerettete Migranten harren Berichten zufolge seit dem Wochenende unter schlimmen Bedingungen auf einem Frachtschiff vor Malta aus. Sie hätten in Tierställen an Bord der "MV Talia" schlafen müssen, hieß es in Medien in Valletta, der Hauptstadt Maltas. Die 53 Menschen seien am Samstag von dem Transportschiff, das Vieh nach Libyen gebracht habe, aus dem Meer gerettet worden. Wegen der rauen See hätten sie in dreckigen Ställen schlafen müssen, sagte der Kapitän der Zeitung "Times of Malta". 

+++ 15.05 Uhr: Schweden bereitet sich auf mögliche zweite Corona-Welle vor +++

Schweden will für den Fall einer zweiten Corona-Welle im Herbst gerüstet sein. Auch wenn die Zahlen der Todesfälle und der schweren Covid-19-Erkrankungen erfreulicherweise zurückgingen, bedeute dies nicht, dass die Gefahr vorüber sei, sagte die schwedische Sozialministerin Lena Hallengren in Stockholm. Ihre Regierung erteile verschiedenen staatlichen und regionalen Behörden deshalb den Auftrag, sich für eine mögliche zweite Infektionswelle vorzubereiten und für den Fall der Fälle eine gute Krisenbereitschaft gewährleisten zu können. 

+++ 15.04 Uhr: Französischer Busfahrer nach Attacke an Haltestelle hirntot +++

Nach einem brutalen Angriff an einer Haltestelle ist ein französischer Busfahrer für hirntot erklärt worden. Ein Verdächtiger wurde nach dem Vorfall festgenommen, wie es von der Polizei in Bayonne im Südwesten Frankreichs hieß. Weitere gelten als flüchtig. Der Fahrer war am Sonntagabend von einer Gruppe attackiert worden, weil er sie ohne Masken und Fahrausweise nicht in seinen Bus lassen wollte.

+++ 14.53 Uhr: Erstmals wieder mehr als 1000 aktive Corona-Fälle in Österreich +++

In Österreich sind erstmals seit Mai wieder mehr als 1000 Menschen akut mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl stieg auf 1012, wie das Gesundheitsministerium in Wien mitteilte. Für eine spürbare Zunahme sorgt weiterhin der regionale Ausbruch rund um Linz in Oberösterreich, wo die Zahl der Fälle seit Sonntag um 57 auf 414 stieg. 347 aktive Fälle waren aus der Hauptstadt Wien gemeldet. Vier der neun Bundesländer in Österreich wiesen dagegen keine Neuinfektionen auf. 

+++ 14:50 Uhr: Brutaler Angriff auf Busfahrer schockiert Frankreich +++

Ein Übergriff auf einen Busfahrer im Südwesten des Landes sorgt derzeit in Frankreich für Entsetzen. Der 50-Jährige wurde lebensgefährlich verletzt, wie mehrere Medien berichteten. Demnach hatte der Fahrer im nahe der Grenze zu Spanien gelegenen Bayonne am Sonntagabend vier Menschen an einer Haltestelle zurückgewiesen. Sie wollten trotz Maskenpflicht ohne Schutzmasken und gültige Fahrscheine in den Bus einsteigen. Ein Mann schlug den Busfahrer den Berichten zufolge daraufhin von hinten heftig auf den Kopf.

+++ 14.46 Uhr: Mehr als 60 Deutsche sitzen derzeit in türkischen Gefängnissen +++

In türkischen Gefängnissen sind derzeit nach Informationen der Bundesregierung 61 deutsche Staatsbürger in Gewahrsam. Wie viele von ihnen wegen politischer Vorwürfe festgehalten würden, sei schwer zu ermitteln, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts in Berlin. "Die Fallkonstellationen sind zum Teil komplex", fügte sie hinzu. Zum "ganz größten Teil" gehe es aber um Strafdelikte wie Drogenvergehen, Körperverletzungen und ähnliches. Gegen insgesamt 65 deutsche Staatsbürger habe die Türkei Ausreisesperren verhängt, sagte die Sprecherin weiter. Deutsche Diplomaten hätten konsularischen Zugang zu den Gefangenen.

+++ 14.45 Uhr: Pressekonferenz zur Covid-Langzeitstudie endet +++

Nach einigen Detailfragen von Journalisten endet die Pressekonferenz zum Start der Langzeit-Studie "Covid Kids Bavaria". Die Mediziner wollen in den kommenden Monaten immer wieder Zwischenergebnisse vorstellen.

+++ 14.30 Uhr: Studie soll 15.000 Kinder erfassen +++

An der Langzeit-Studie sind alle sechs Unikliniken in Bayern beteiligt. Die Mediziner hoffen, binnen sechs Monaten ein wenig Licht in die Verbreitung des Coronavirus zu bringen. Die Vermutung sei erst einmal, dass Kinder keine Hotspots der Corona-Verbreitung sind. In jedem Wahlkreis werde eine Grundschule ausgesucht und je zwei Kitas in der Nachbarschaft der gewählten Grundschule. Insgesamt werden Daten von 15.000 Kindern erfasst - auf freiwilliger Basis, wie Söder mehrfch betont.

+++ 14.10 Uhr: Pressekonferenz mit Markus Söder: Langzeit-Studie über die Ansteckungsgefahr durch SARS-CoV-2 bei Kindern startet +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hält eine Pressekonferenz zum Start einer Langzeit-Studie über die Ansteckungsgefahr durch Sars-CoV-2 bei Kindern ab. Neben Söder sind auch die leitenden Forscher der Studie "COVID Kids Bavaria" anwesend.

Söder nennt die Studie "eine wichtige Etappe im Kampf gegen Corona". Er mahnt, dass es jederzeit dramatische Entwicklungen der Corona-Pandemie geben könne. Er kritisiert die "Strategie des Ignorierens" wie in den USA. Die deutsche Strategie mit Maske und Abstand sei einfach, aber wirksam. Söder betont, dass Wissenschaftler aufgrund neuer Studien ihre Meinung ändern würden - und das sei klug.

Die neue Studie sei ein neuer Schritt, so Söder. Dabei gehe es vor allem um den Regelunterricht in Schulen. Die Studie sei nicht die erste zum Thema, sei aber anders angelegt. "COVID Kids Bavaria" sei ganz speziell auf Schulen und Kitas abgestimmt.  Kindern, Eltern und Erzieher sollen begleitet werden. Dabei werde der Verlauf, Auswirkungen und Geschwindigkeit der Corona-Pandemie beobachtet.

"Unser Ziel ist, regional reagieren zu können", sagt Söder. Aus der Studie könnten auch Rückschlüsse für andere Bundesländer gezogen werden, hofft Söder.

+++ 13.56 Uhr: Staatsanwaltschaft fordert drei Jahre Jugendhaft in Prozess gegen früheren SS-Wachmann +++

Im Hamburger Prozess gegen einen 93-jährigen früheren SS-Wachmann des Konzentrationslagers Stutthof hat die Staatsanwaltschaft eine Jugendhaft von drei Jahren gefordert. Der Angeklagte habe an einem "kaum beschreibbaren Verbrechen teilgenommen", das jeden "auf ewig voller Schrecken und Scham zurücklässt", sagte Anklagevertreter Lars Mahnke in seinem Plädoyer vor dem Landgericht der Hansestadt. Er sei der Beihilfe des Mordes in 5230 Fällen schuldig zu sprechen.

+++ 13.54 Uhr: Landrat rechnet nicht mit baldigem Produktionsstart bei Tönnies +++

Der Gütersloher Landrat Sven-Georg Adenauer rechnet nicht mit einem kurzfristigen Hochfahren der Produktion im Schlachtbetrieb von Tönnies in Rheda-Wiedenbrück. "Das Konzept, das die Firma vorgelegt hat, beantwortet bei Weitem nicht alle Fragen, die geklärt werden müssen. Also bis der Betrieb wieder anläuft, kann es noch dauern!", sagte der CDU-Politiker am Montag dem WDR vor einem Treffen von Vertretern der Behörden und des Unternehmens.

Hintergrund sind mehr als 1000 positiv auf das Coronavirus getestete Tönnies-Mitarbeiter am Standort in Rheda-Wiedenbrück. Die Befunde hatten zu regionalen Einschränkungen im öffentlichen Leben in den Kreisen Gütersloh und Warendorf geführt. Für den Kreis Gütersloh gelten die Einschränkungen noch bis in die Nacht auf Mittwoch 0 Uhr. Für den Kreis Warendorf waren sie bereits Ende Juni ausgelaufen.

+++ 13.34 Uhr: Mutprobe bei Junggesellenabschied geht schief: Kreuzotter beißt Mann in die Zunge +++

Verwechslung mit schmerzhaften Folgen: Ein Mann aus Berlin ist bei einem Junggesellenabschied in Österreich von einer Kreuzotter in die Zunge gebissen worden. Der 38-Jährige habe die Baby-Schlange bei einem Polterabend am Samstagabend auf einer Almhütte in der Steiermark mit einem Wurm verwechselt, teilte das Österreichische Rote Kreuz mit. Als er sie im Rahmen einer Mutprobe mit der Zunge berührte, habe das giftige Tier zugebissen. Weil der Rachen des 38-Jährigen daraufhin zuschwoll, musste er den Angaben nach von einem Notarzt versorgt und ins rund 60 Kilometer entfernte Landeskrankenhaus in der Wiener Neustadt gebracht werden.

+++ 13.16 Uhr: SPD-Chefin Eskens gegen neue Wehrpflicht +++

SPD-Chefin Saskia Esken steht Überlegungen zu einem Pflichtjahr für junge Menschen im Dienst der Allgemeinheit offen gegenüber. "Grundsätzlich würde ich es sehr begrüßen, wenn der Haushaltsgesetzgeber und die Regierung insgesamt sich aufmachen würde, all denen, die gerne so ein soziales Dienstjahr leisten wollen, auch einen Platz anzubieten", sagte sie im baden-württembergischen Calw auf eine Frage zur allgemeinen Dienstpflicht. Derzeit gebe es mehr Bewerber für das freiwillige soziale Jahr als Plätze. "Wenn wir soweit sind, dass wir allen einen Platz anbieten können, dann können wir gerne auch über ein verpflichtendes Jahr sprechen."

Zugleich bekräftigte Esken, dass sie gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht sei. "Ich bin der festen Überzeugung, dass die sogenannte Wehrgerechtigkeit, nämlich die Gerechtigkeit gegenüber den jeweiligen Jahrgängen junger Menschen, nicht mehr gewährleistet werden könnte." Dies habe auch zur Aussetzung der Wehrpflicht und zur Neuaufstellung der Bundeswehr geführt. "Da nach zehn Jahren den Schlüssel wieder umzudrehen, wäre ohnehin sehr schwierig, aber ich halte es auch für fragwürdig."

+++ 13.10 Uhr: Laschet wirbt bei CDU-Spitze wohl für Corona-Hotspot-Strategie +++

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hat in der CDU-Spitze für eine gezielte Hotspot-Strategie im Kampf gegen die Corona-Pandemie geworben. Es solle aus seiner Sicht eine mehr regionale Differenzierung bei möglichen Maßnahmen gegen das Auftreten von Corona-Infektionen an Hotspots geben, zitierten Teilnehmerkreise Laschet am Montag aus der letzten Videoschalte der CDU-Spitze vor der Sommerpause. Eine solche zielgerichtete Strategie dürfe nicht an Kreisgrenzen halt machen. Laschet habe sich zudem für ein Beibehalten der Maskenpflicht im Handel ausgesprochen.

Der aus dem NRW-Kreis Gütersloh stammende Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) lobte Laschet nach diesen Informationen in den Beratungen von Präsidium und Vorstand für dessen "konsequentes Vorgehen" im Fall Tönnies. Laschet sei voll ins Risiko gegangen, als er dem gesamten Kreis Gütersloh wieder strikte Beschränkungen auferlegt habe. Nun sehe man die Erfolge. Mehrere Sitzungsteilnehmer hoben hervor, Brinkhaus habe Laschet außergewöhnlich deutlich gelobt.

+++ 12.53 Uhr Schauspieler Tilo Prückner ist tot +++

Der Schauspieler Tilo Prückner ist tot. Prückner starb bereits am Donnerstag in Berlin im Alter von 79 Jahren, wie seine Agentin der Nachrichtenagentur DPA unter Berufung auf die Familie sagte. Prückner wurde einem breiten Publikum durch viele Nebenrollen in Fernsehsendungen bekannt, etwa in den Krimiserie "Kommissarin Lucas" ZDF) und "Adelheid und ihre Mörder" (Das Erste). Prückner ermittelte als Oberkommissar Eduard Holicek von 2001 bis 2008 an der Seite von Kommissar Jan Casstorff beim "Tatort" aus Hamburg. Eine Hauptrolle spielte er seit 2015 in der ARD-Serie "Rentnercops"

Für seine Rolle in "Bomber & Paganini" an der Seite von Mario Adorf erhielt er 1976 den Deutschen Darstellerpreis. Ende 2013 veröffentlichte Prückner seinen ersten Roman, "Willi Merkatz wird verlassen". Der gebürtige Augsburger stand auch häufig auf Theaterbühnen. Er war Mitbegründer der Schaubühne Berlin, spielte am Schauspielhaus Zürich und gastierte am Bayerischen Staatsschauspiel.

+++ 12.50 Uhr: Seehofer bleibt bei Nein zu Studie über Rassismus bei der Polizei +++

Eine Untersuchung zu rassistischen Kontrollen durch die Polizei wird es mit Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) vorerst nicht geben. Seehofer wolle keine neue Studie in Auftrag geben, bevor die bereits mit den Ländern abgestimmten Maßnahmen gegen Rechtsextremismus und Rassismus umgesetzt seien, sagte der Sprecher des Innenministeriums, Steve Alter, in Berlin. Er verwies unter anderem auf ein entsprechendes Lagebild, das eine beim Verfassungsschutz geschaffene neue Zentralstelle zur Aufklärung rechtsextremistischer Umtriebe im öffentlichen Dienst erstellen soll.

Das ursprünglich bereits für dieses Frühjahr angekündigte Lagebild soll nun erst nach der parlamentarischen Sommerpause vorliegen. Es wird nach Informationen aus dem Innenministerium zunächst nur die Sicherheitsbehörden, später dann den gesamten öffentlichen Dienst umfassen.

+++ 12.29 Uhr: EU-Kommission gibt Curevac Darlehen über 75 Millionen Euro +++

Die Europäische Kommission stellt der Tübinger Firma Curevac 75 Millionen Euro zur Entwicklung von Impfstoffen insbesondere gegen das Coronavirus zur Verfügung. Wie Curevac am Montag mitteilte, haben das Biopharma-Unternehmen und die Europäische Investitionsbank ein entsprechendes Darlehen vereinbart. Curevac forscht seit Januar an einem Corona-Impfstoff und hat im Juni die erste klinische Studie an Menschen begonnen.

Den Angaben nach ist die Förderung auch für die Fertigstellung einer vierten Produktionsstätte des Unternehmens in Tübingen bestimmt. Das Geld wird in drei Tranchen von je 25 Millionen Euro jeweils nach Erreichen vorab festgelegter Etappenziele bereitgestellt.

+++ 12.19 Uhr: AfD-Vorsitzender Chrupalla für ein Ende der Maskenpflicht +++ 

Die Maskenpflicht beim Einkaufen sollte nach Ansicht des AfD-Vorsitzenden Tino Chrupalla so bald wie möglich enden. "Die Wirkung von Mund-Nasen-Masken ist nicht nur medizinisch umstritten, die Masken sind auch eine zunehmende Gefahr für den lokalen Einzelhandel", sagte Chrupalla. Er könne gut nachvollziehen, dass viele Bürger mit Maske ungern ihre Einkäufe erledigten. Das Geschäft machten dann nicht die Einzelhändler, sondern internationale Konzerne, die ihre Waren über das Internet anböten. Der AfD-Chef erklärte: "Wir brauchen ein klares Bekenntnis zum lokalen Einzelhandel, der vor Ort Arbeitsplätze schafft und Steuern zahlt. Auch deshalb gehört die Maskenpflicht endlich abgeschafft."

+++ 12.12 Uhr: Rechtsextremisten sammelten wohl Daten von Polizisten +++

Nach einer Großrazzia gegen die rechtsextreme Organisation "Freie Kräfte Prignitz" werten die Brandenburger Ermittler die sichergestellten Daten aus. Der Staatsschutz des Landeskriminalamts habe Erkenntnisse, dass die Mitglieder der Gruppe Informationen über Polizisten sammelten, teilte das Polizeipräsidium am Montag auf Anfrage mit.

Sie hätten unter anderem Daten über Personen, Familienverhältnisse und Dienststellen sowie auch über Tarnkennzeichen von Zivilfahrzeugen zusammengetragen. Die Auswertung der Daten aus mehr als 20 Mobilfunktelefonen, diversen Laptops und Speichermedien dauert nach Angaben des Sprechers des Polizeipräsidiums, Torsten Herbst, voraussichtlich mehrere Wochen.

+++ 11.54 Uhr: SPD-Vorsitzende Esken gegen Ende der Maskenpflicht +++

Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken ist gegen eine Ende der Maskenpflicht in der Corona-Pandemie. "Ich bin der festen Überzeugung, dass wir Corona als Pandemie, als Bedrohung bei weitem nicht überwunden haben", sagte sie im baden-württembergischen Calw. Es sei weiter dringend nötig, Abstand zueinander zu halten und auf die Hygieneregeln zu achten, damit es keine zweite Welle und keinen zweiten Lockdown gebe. "Da sind wir alle in hoher Verantwortung. Deswegen empfehle ich dringend, weiterhin auch bei der Maskenpflicht zu bleiben." Eine Rückkehr zu umfassenden Beschänkungen wäre nach ihren Worten für die Wirtschaft und die Gesellschaft ein großes Problem.

+++ 11.39 Uhr: Auftragslage für deutsche Industrie bessert sich +++

Die deutsche Industrie hat im Mai nach dem Einbruch in der Corona-Krise wieder deutlich mehr Aufträge erhalten. Wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte, lag der Auftragseingang 10,4 Prozent über dem Niveau des Vormonats. Im Jahresvergleich gingen die Bestellungen dagegen immer noch drastisch um 29,3 Prozent zurück.

Trotz der Erholung wurden die Markterwartungen enttäuscht. Analysten hatten im Schnitt für Mai einen höheren Anstieg im Monatsvergleich und einen geringeren Rückgang im Jahresvergleich erwartet.

+++ 11.25 Uhr: Südkorea: Gericht lehnt Auslieferung von Kinderporno-Seitenbetreiber ab +++

Ein Gericht in Südkorea hat die Auslieferung des Betreibers der einst größten Website für pornografische Darstellungen von Kindern in die USA abgelehnt. Die Auslieferung von Son Jong Woo könnte die eigenen Ermittlungen Südkoreas zur sexuellen Ausbeutung von Kindern in Verbindung mit der Website "Welcome to Video" behindern, hieß es laut Berichten südkoreanischer Sender und der nationalen Nachrichtenagentur Yonhap am Montag zur Begründung der Entscheidung durch das Obergericht in Seoul. Es sei daher besser, dass Son in Südkorea bleibe. Son wurde den Berichten zufolge aus der Untersuchungshaft entlassen.

Die vom Südkoreaner Son im Darknet betriebene Plattform, die mit Hilfe von Bitcoin-Zahlungen funktionierte, war bereits im März 2018 ausgehoben worden. Das Darknet ist ein abgeschirmter Teil des Internets. Nach Angaben des US-Justizministeriums wurden bei den Ermittlungen etwa acht Terabyte Daten sichergestellt, darunter rund 250.000 pornografische Videos mit Kindern. Rund um die Welt wurden demnach 337 Nutzer der Plattform festgenommen und angeklagt. Son wurde von der US-Justiz in neun Punkten angeklagt.

+++ 11.23 Uhr:  "Doktormacher" scheitert mit Klage gegen Entzug des Doktortitels +++

Mehr als ein Jahrzehnt nach dem Auffliegen einer bundesweiten "Doktormacher"-Affäre hat das Bundesverfassungsgericht die Klage eines Verantwortlichen gegen den Entzug seines eigenen Titels abgewiesen. Der Beschluss wurde in Karlsruhe veröffentlicht. Rechtlich wäre die Beschwerde demnach vielleicht sogar aussichtsreich gewesen. Wegen Begründungsmängeln erfüllte sie aber nicht die Annahmevoraussetzungen. Der Mann hatte als Geschäftsführer eines "Instituts für Wissenschaftsberatung" Promotionswillige gegen Geld an Professoren vermittelt. Er wurde wegen Bestechung zu drei Jahren Haft und einer Geldstrafe verurteilt.

+++ 11.19 Uhr: Ein Toter und mehrere Verletzte nach Schlägerei in Moria +++

Ein 19-jähriger Asylsuchender ist im überfüllten Migrantenlager von Moria auf der griechischen Insel Lesbos während eines Streits zwischen Migranten erstochen worden. Offenbar eskalierte ein Streit um ein gestohlenes Handy. In die schwere Schlägerei seien Afghanen und Afrikaner aus der Elfenbeinküste und dem Kongo verwickelt gewesen. Andere Migranten erlitten leichte Verletzungen, berichteten örtliche Medien. In Moria gibt es immer wieder Streitigkeiten zwischen den Menschen, die auf engstem Raum zum Teil in Hütten und unter Plastikplanen leben.

+++ 11.06 Uhr: Wong fordert Solidarität mit Hongkongern nach Inkrafttreten von Sicherheitsgesetz

Der prominente  Demokratie-Aktivist Joshua Wong hat die internationale Gemeinschaft nach dem Inkrafttreten des umstrittenen Sicherheitsgesetzes zur Solidarität mit der Bevölkerung Hongkongs aufgerufen. "Mit dem Glauben der Menschen in Hongkong an den Kampf für Freiheit werden wir nie aufgeben und uns Peking ergeben", sagte Wong vor einem Gericht, wo ihm und Mitstreitern derzeit wegen Beteiligung an den Massenprotesten vom vergangenen Jahr der Prozess gemacht wird. "Wir müssen die Welt weiter wissen lassen, dass jetzt die Zeit ist, den Hongkongern zur Seite zu stehen", sagte der 23-Jährige vor Journalisten. China könne "die Stimme der Menschen in Hongkong nicht ignorieren und zum Schweigen bringen". Er selbst werde sich weiter für Demokratie einsetzen.

+++ 11.04 Uhr: Trauer um Willi Holdorf: Zehnkampf-Olympiasieger von 1964 tot +++

Der deutsche Sport trauert um Zehnkampf-Olympiasieger Willi Holdorf. Der Goldmedaillengewinner von Tokio 1964 starb im Alter von 80 Jahren nach schwerer Krankheit zuhause in Achterwehr/Schleswig-Holstein. Dies bestätigte seine Ehefrau Sabine Holdorf-Schust. Als erster Deutscher wurde Holdorf am 19. Oktober 1964 zum "König der Leichtathleten" gekürt. Nach ihm gelang dies nur dem damaligen DDR-Leichtathleten Christian Schenk 1988 in Seoul. Weniger Erfolg hatte er als Fußball-Trainer bei Fortuna Köln. In der Rückrunde der Saison 1974/75 konnte er in fünfmonatiger Amtszeit nach 14 Spielen den Bundesliga-Abstieg nicht verhindern.

+++ 11 Uhr: Söder: Bayern wird auf keinen Fall Maskenpflicht lockern oder abschaffen +++

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat das Festhalten an der Maskenpflicht im Freistaat bekräftigt. Bayern werde "auf keinen Fall die Maskenpflicht lockern oder abschaffen", sagte er in München. Sie sei "eines der ganz wenigen Instrumente" gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Die CSU habe sich am Montagmorgen dazu "nochmal mit der CDU abgestimmt", sagte Söder. "Es gibt für uns keinen Anlass, das jetzt zu ändern", betonte der CSU-Vorsitzende. Zuvor hatten sich auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer gegen ein Ende der Maskenpflicht ausgesprochen.

+++ 10.41 Uhr: Koalition will Leistungen der Pflegeversicherung anheben +++

Die große Koalition will die Leistungen der Pflegeversicherung anheben. Sie sollten ab dem kommenden Jahr "an die Preisentwicklung angepasst werden und um ein paar Prozentpunkte steigen", sagte der Chef des Gesundheitsausschusses im Bundestag, Erwin Rüddel (CDU), dem Nachrichtenportal "The Pioneer". "Das ist schon länger nicht mehr geschehen." Damit bezieht sich Rüddel auf den Teil der Pflegekosten, die von der Pflegeversicherung übernommen werden.

+++ 10.14 Uhr: Umweltamt: Kinder und Jugendliche haben zu viele Chemikalien im Blut +++

Viele Kinder und Jugendliche in Deutschland haben nach Angaben des Umweltbundesamts (UBA) zu viele langlebige Chemikalien im Blut. Behördenchef Dirk Messer warnte, es sei häufig noch unerforscht, welche Schäden die Chemikalien aus der Stoffgruppe der per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen, kurz PFAS, anrichten könnten. Die Chemikalien werden laut UBA etwa in der Beschichtung von Kaffeebechern oder Outdoorjacken verwendet, weil sie Fett, Wasser und Schmutz abweisen. Bei Kindern und Jugendlichen von 3 bis 17 Jahren seien unter anderem in 21 Prozent der Proben eine Konzentration von Perfluoroktansäure festgestellt worden, die als bedenklich gelten.

+++ 10.14 Uhr: Waldbrand in Kalifornien ausgebrochen +++

In Kalifornien ist ein Waldbrand ausgebrochen. Es brenne auf einer Fläche von rund 4,5 Quadratkilometern rund 40 Kilometer nördlich von Los Angeles, sagte David Richardson, stellvertretender Feuerwehrchef des Los Angeles Countys. Betroffen sei eine Fläche in der Nähe der kalifornischen Kleinstadt Agua Dulce im Soledad Canyon, weshalb der Waldbrand "Soledad Fire" genannt wird. Laut Ronald Shaffer vom Sheriff-Büro in Los Angeles County wurden die Bewohner von rund zehn Häusern in Sicherheit gebracht.

+++ 10.09 Uhr: Auto in Prag in Straßenbahn-Tunnel gefahren +++

Ein Autofahrer ist in Prag mehrere Hundert Meter weit in einen Straßenbahntunnel gefahren. Der Pkw blieb erst stehen, als die Ölwanne durchschlagen war und die Airbags auslösten, wie die Zeitung "Pravo" berichtete. Für Abschleppfahrzeuge war die Stelle unzugänglich, doch die Feuerwehr fand letztlich eine Lösung: Eine Straßenbahn nahm das Auto an einem Seil ins Tau und bugsierte es im Rückwärtsgang aus dem Tunnel heraus. Ein Alkoholtest bei dem Fahrer ergab nach Polizeiangaben mehr als drei Promille.

++ 9.46 Uhr: Kramp-Karrenbauer gegen rasches Ende der Maskenpflicht im Handel +++

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat sich gegen ein rasches Ende der Maskenpflicht im Handel im Kampf gegen die Corona-Pandemie ausgesprochen. Es sei zu beobachten, dass immer mehr Menschen ohne Maske unterwegs seien, sagte Kramp-Karrenbauer in einer Videoschaltung der CDU-Spitze. Es sei es das falsche Signal, die Maskenpflicht aufzuheben. Das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes sei weiterhin notwendig und wichtig, damit Deutschland gut durch die Pandemie komme. Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann relativierte seine Forderung zur langsamen Abschaffung der zur Maskenpflicht. "Ich spreche mich keinesfalls für eine völlige Aufhebung der Maskenpflicht aus", sagte er auf NDR Info.

+++ 9.21 Uhr: Erstmals Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr in der Schweiz +++

Erstmals seit Beginn der Corona-Krise gilt in der Schweiz seit Montag landesweit eine Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr. Das betrifft auch Flüge der Swiss, wie ein Sprecher im Radio bestätigte. Bislang hatten Behörden und Verkehrsbetriebe nur das Maskentragen in Stoßzeiten empfohlen. Nach dem Augenschein in Genf ignorierten das in den vergangenen Wochen praktisch alle Fahrgäste. Die gemeldeten Infektionen waren in den Land in jüngster Zeit stark gestiegen.

+++ 9.17 Uhr: Australien schottet Bundesstaat Victoria nach neuen Corona-Fällen ab +++

Die australische Regierung schottet den Bundesstaat Victoria nach zahlreichen neuen Corona-Infektionen in dessen Hauptstadt Melbourne vom Rest des Landes ab. Die Grenze zwischen New South Wales und Victoria im Süden des australischen Kontinents werde in der Nacht zu Mittwoch geschlossen, teilten Vertreter beider Bundesstaaten mit. Die Grenze zu South Australia ist bereits geschlossen, Pläne zu einer Öffnung wurden auf Eis gelegt. Die Behörden von Victoria hatten am Montag 127 neue Fälle gemeldet, ein neuer Höchstwert.

+++ 9.13 Uhr: Jedes fünfte Unternehmen sieht Existenz durch Corona bedroht +++

Jedes fünfte deutsche Unternehmen sieht sich durch die Corona-Krise gefährdet. Insgesamt sagen 21 Prozent, dass sie die Beeinträchtigungen durch die Pandemie als "existenzbedrohend bewerten", wie das Münchner Ifo-Institut mitteilte. "In den kommenden Monaten könnte sich eine Insolvenzwelle anbahnen", warnt Ifo-Forscher Stefan Sauer vor diesem Hintergrund. Besonders verbreitet sind die Existenzsorgen laut Ifo im Dienstleistungssektor, wo 27 Prozent der Befragten sich entsprechend äußerten. Dahinter folgen der Einzelhandel mit 21 Prozent, das verarbeitende Gewerbe mit 17 und der Großhandel mit 15 Prozent. Das Baugewerbe ist dagegen kaum betroffen: Hier äußern nur 2 Prozent Existenzängste wegen der Corona-Krise.

+++ 9.15 Uhr: Italienischer Komponist Ennio Morricone gestorben +++

Der für seine Filmmusiken ("Spiel mir das Lied vom Tod") berühmte italienische Komponist Ennio Morricone ist tot. Er sei im Alter von 91 Jahren gestorben, wie ein Anwalt der Familie bestätigte. In seiner langen Karriere schrieb er mehr als 500 Filmmusiken. Berühmt wurde der Römer durch seine Zusammenarbeit mit dem Regisseur Sergio Leone, der ab den 1960er Jahren zahlreiche Italo-Western drehte, die Kinogeschichte geschrieben haben: "Für eine Handvoll Dollar", "Zwei glorreiche Halunken", "Spiel mir das Lied vom Tod, "Es war einmal in Amerika". 2016 gewann er einen Oscar für die Vertonung von Quentin Tarantinos "The Hateful 8".

+++ 9.02 Uhr: Emden wird zweiter E-Auto-Standort von VW in Deutschland +++

Der VW-Konzern hat mit dem Aufbau einer zweiten Elektrofabrik in Deutschland begonnen. Für rund eine Milliarde Euro wird die Fabrik im ostfriesischen Emden umgerüstet, wie das "Handelsblatt" berichtet. "Wir wandeln Emden zu einer der modernsten Fabriken unserer Industrie und entwickeln den Standort zu einem weiteren Leuchtturm-Projekt für E-Mobilität", sagte Volkswagen-Produktionsvorstand Andreas Tostmann dem Blatt. Im ersten Halbjahr 2022 soll die Fertigung von ID-Modellen in Emden starten. Die VW-Fabrik in Zwickau war die erste Fabrik, die der Konzern auf seine neuen E-Modelle umgerüstet hatte.

+++ 8.50 Uhr: Infektions-Kennziffer im Kreis Gütersloh nur knapp über Grenzwert +++

Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies ist im Kreis Gütersloh die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in die Nähe des Grenzwerts für die Kontaktbeschränkungen gesunken. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz mittlerweile bei 50,5 - also nur noch knapp über dem Grenzwert von 50. Am Vortag wurde diese Infektions-Kennziffer noch mit 56,0 angegeben und am Freitag mit 76,6. Zum Höhepunkt des Corona-Ausbruchs bei Tönnies vor knapp zwei Wochen lag der Wert bei 270,2.

+++ 8.36 Uhr: Mindestens zwei Tote bei Zusammenstoß zweier Kleinflugzeuge in USA +++

Mindestens zwei Menschen sind beim Zusammenstoß zweier Kleinflugzeuge über einem See im US-Bundesstaat Idaho ums Leben gekommen. Rettungskräfte bargen die Leichen aus dem Wasser, wie das Sheriffbüro im Bezirk Kootenai County auf seiner Facebook-Seite mitteilte. Berichte, wonach acht Menschen an Bord der Maschinen gewesen sein sollen, könne man derzeit nicht bestätigen. Es sei aber davon auszugehen, dass es keine Überlebenden gebe, hieß es in der Pressemitteilung weiter. Die Wracks der beiden Kleinflugzeuge spürten die Einsatzkräfte der Mitteilung zufolge mit Hilfe von Sonargeräten in knapp 40 Meter Tiefe auf. Augenzeugen hatten demnach gesehen, wie die beiden Maschinen am frühen Nachmittag über dem See Coeur d'Alene kollidierten und ins Wasser stürzten.

+++ 8.26 Uhr: Deutsche Industrie erhält nach Corona-Einbruch wieder mehr Aufträge +++

Die deutsche Industrie hat im Mai nach dem Einbruch in der Corona-Krise wieder deutlich mehr Aufträge erhalten. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, lag der Auftragseingang 10,4 Prozent über dem Niveau des Vormonats. Im Jahresvergleich gingen die Bestellungen dagegen immer noch drastisch um 29,3 Prozent zurück. Trotz der Erholung wurden die Markterwartungen enttäuscht. Analysten hatten im Schnitt einen höheren Anstieg im Monatsvergleich und einen geringeren Rückgang im Jahresvergleich erwartet.

+++ 8.27 Uhr: Deutschland zahlte fast eine Milliarde Euro für US-Truppen +++

Die Bundesregierung hat in den vergangenen zehn Jahren fast eine Milliarde Euro für die Stationierung von US-Truppen in Deutschland gezahlt. Mit 648,5 Millionen Euro entfielen etwa zwei Drittel davon auf Zuschüsse für Baumaßnahmen und 333,9 Millionen auf sogenannte Verteidigungsfolgekosten. Dazu zählen vor allem Beihilfezahlungen an ehemalige Beschäftigte der US-Streitkräfte, die Behebung von durch US-Soldaten verursachte Schäden und die Erstattung von US-Investitionen an ehemaligen Truppen-Standorten. Das geht aus einer Antwort des Finanzministeriums auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsabgeordneten Brigitte Freihold hervor. Die USA zahlen für die Truppenstationierung in diesem Jahr rund 8,125 Milliarden US-Dollar (7,234 Milliarden Euro).

+++ 7.56 Uhr: Israel bringt neuen Spionagesatelliten "Ofek 16" ins All +++

Vor dem Hintergrund neuer Spannungen mit dem Iran hat Israel einen Spionagesatelliten ins All geschossen. Der Satellit "Ofek 16" sei in der Nacht in eine Erdumlaufbahn gebracht worden, teilte das israelische Verteidigungsministerium mit. Die Datenübertragung habe plangemäß begonnen. Vor Beginn des vollen Einsatzes seien aber noch mehrere Tests geplant. Der elektrooptische Satellit wurde vom Verteidigungsministerium und von der Israelischen Raumfahrtindustrie (IAI) entwickelt. Er sei von einem Ort im Zentrum Israels aus von einer Schavit-Rakete ins All geschossen worden, hieß es in der Mitteilung.

+++ 7.38 Uhr: Indien überholt Russland bei Zahl der Corona-Fälle +++

Indien hat Russland bei der Zahl der Corona-Fälle überholt - nur Brasilien und die USA haben nun mehr gemeldete Infektionen. Das zeigen Zahlen der Johns Hopkins Universität. Indien hatte demnach bereits mehr als 697.000 Fälle, Russland mehr als 680.000. Die Zahlen in Indien steigen schneller an, seit die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie deutlich gelockert wurden, um die Wirtschaft anzukurbeln. Während des strikten Lockdowns waren Millionen Menschen arbeitslos geworden, viele hatten Angst zu verhungern.

+++ 5.37 Uhr: Gesetzlich Versicherte zahlen fast 700 Millionen Euro für Hilfsmittel +++

Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen haben laut einem Zeitungsbericht im vergangenen Jahr insgesamt fast 700 Millionen Euro aus eigener Tasche für Gesundheitshilfsmittel ausgegeben. Sie zahlten 692,1 Millionen Euro an Mehrkosten etwa für Einlagen, Hörgeräte oder Prothesen, wie nach Informationen der Funke Mediengruppe aus einem Bericht des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenkassen hervorgeht. Die Krankenkassen betonen, dass sich Versicherte freiwillig für Modelle von Hilfsmitteln entschieden, bei denen sie Mehrkosten tragen.

+++ 5.13 Uhr: 219 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland +++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge 219 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise mindestens 196.554 Menschen in Deutschland mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI meldete (Datenstand 6.7., 0.00 Uhr). Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen bei 0,96 (Vortag: 0,93). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel in etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Das sogenannte Sieben-Tage-R lag unverändert bei 0,94.

+++ 5.07 Uhr: Mehr als 400 Tote bei Blitzeinschlägen im Nordosten Indiens +++

Bei Blitzeinschlägen im Nordosten Indiens sind in den vergangenen Monaten mehr als 400 Menschen ums Leben gekommen. Seit Ende März seien etwa 215 Todesopfer gemeldet worden, teilten die Behörden des verarmten Bundesstaats Bihar mit. Alleine in den vergangenen zehn Tagen seien 147 Menschen gestorben. Es handele sich um die höchste Opferzahl seit Jahren. Aus dem benachbarten Bundesstaat Uttar Pradesh wurden mehr als 200 Tote gemeldet. Der staatliche indische Wetterdienst warnte vor weiteren Blitzen in den kommenden beiden Tagen. Der vom Klimawandel verursachte Anstieg der Temperaturen sei der Grund für die Zunahme der Blitzeinschläge, sagte Bihars Katastrophenschutzminister Lakshmeshwar Rai. 

+++ 4.14 Uhr: Lewis Hamilton: Niemanden zum Kniefall zwingen +++

Weltmeister Lewis Hamilton hat Verständnis für seine sechs Fahrerkollegen, die beim Formel-1-Saisonauftakt nicht zum gemeinsamen Kniefall als Zeichen gegen Rassismus bereit waren. "Niemand sollte gezwungen werden. Ich bin denen dankbar, die mit mir gekniet haben", sagte der Mercedes-Pilot nach dem Großen Preis von Österreich. Jeder habe das Recht zu tun, was er für richtig halte, betonte Hamilton. Vor dem Rennen in Spielberg am Sonntag waren 14 der 20 Fahrer als Geste für mehr Vielfalt und Chancengleichheit auf ein Knie gegangen.

+++ 4.06 Uhr: Drogen-Flugzeug landet auf Landstraße in Mexiko +++

Im Süden von Mexiko ist ein mutmaßliches Drogen-Flugzeug auf einer Landstraße notgelandet. Der zweistrahlige Geschäftsflieger vom Typ Hawker 700 sei auf einer Straße zwischen Chunhuhub und José María Morelos im Bundesstaat Quintana Roo gelandet und von der Besatzung in Brand gesteckt worden, teilte das mexikanische Verteidigungsministerium mit. Später entdeckten Soldaten in der Nähe einen Geländewagen mit 390 Kilogramm einer weißen Substanz, bei der er sich vermutlich um Kokain handelte. Die Drogen dürften einen Wert von rund 109 Millionen Peso (4,3 Millionen Euro) haben. Mexiko ist ein wichtiges Transitland für in den Andenländern hergestelltes Kokain in die USA.

+++ 3.57 Uhr: Regenfälle erschweren Bergungsarbeiten in Japans Überflutungsgebieten +++

In den von schweren Unwettern heimgesuchten Überschwemmungsgebieten im Südwesten Japans haben die Einsatzkräfte ihre Such- und Rettungsarbeiten fortgesetzt. In der schwer betroffenen Provinz Kumamoto wurden bislang 22 Todesfälle bestätigt. Weitere 17 Menschen seien mit "Herz- und Atemstillstand" diagnostiziert worden, berichteten lokale Medien. Dies ist eine in Japan oft benutzte Formulierung, bevor der Tod von Menschen amtlich bestätigt wird. Elf Menschen würden noch vermisst. Massiver Regen hatte am Wochenende schwere Überflutungen und Erdrutsche ausgelöst. Die weiter andauernden starken Regenfälle erschwerten die Bergungsarbeit der Einsatzkräfte, Helikopter konnten nicht fliegen.

+++ 2.42 Uhr: Baum fällt auf Gebäude – mindestens 19 Verletzte in den USA +++

Bei dem Einsturz eines Gebäudes in Pasadena im US-Bundesstaat Maryland sind mindestens 19 Menschen verletzt worden, darunter auch zwei Kinder. Die Opfer seien in nahe gelegene Krankenhäuser gebracht worden, teilte die örtliche Feuerwehr mit. Eines der Opfer befinde sich in kritischem Zustand, fünf weitere in ernstem Zustand, die übrigen hätten nur leichte Verletzungen. Der Feuerwehr zufolge war ein großer Baum auf die Garage gefallen, in der sich zum Zeitpunkt des Unglücks mehr als 20 Menschen befunden hätten. Einige der Betroffenen hätten ausgesagt, sie hätten in dem frei stehenden Gebäude vor einem Unwetter Schutz gesucht, berichteten örtliche Medien. Die Gegend um Pasadena an der Ostküste der USA wird derzeit von heftigen Gewittern und Regenfällen heimgesucht.

+++ 1.54 Uhr: Acht Jahre altes Mädchen in Atlanta erschossen +++

Ein achtjähriges Mädchen ist in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia von Schüssen getötet worden. Das Kind habe sich zum Zeitpunkt des Vorfalls mit seiner Mutter und einem Freund in einem Auto befunden, berichteten örtliche Medien unter Berufung auf die Polizei. Der Freund habe am Samstagabend mit dem Auto auf einen Parkplatz fahren wollen, als sich eine Gruppe Bewaffneter dem Fahrzeug genähert und ihm den Zugang versperrt habe, hieß es weiter. Aus der Gruppe heraus seien mehrere Schüsse auf das Fahrzeug abgefeuert worden. Dabei sei das Kind tödlich verletzt worden. Das Mädchen starb später im Krankenhaus. Der Ort des Geschehens befand sich nahe dem Schnellrestaurant, wo der Schwarze Rayshard Brooks Mitte Juni bei einem Polizeieinsatz getötet worden war. Des Restaurant war in der Nacht nach der Tat in Flammen aufgegangen. Seitdem wird der Ort von Demonstranten besetzt.

+++ 0.27 Uhr: Israel greift nach Raketenbeschuss aus Gazastreifen Hamas-Stellungen an +++

Als Reaktion auf Raketenangriffe aus dem Gazastreifen hat Israel Stellungen der radikalislamischen Hamas angegriffen. Die Luftwaffe habe unterirdische Einrichtungen der Palästinenserorganisation bombardiert, teilte die israelische Armee mit. Wenige Stunden zuvor waren nach Armeeangaben drei Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert worden. Ein Geschoss wurde demnach von der Luftabwehr abgefangen. Die anderen beiden Raketen schlugen Medienberichten zufolge in unbewohntem Gebiet ein. Zunächst bekannte sich niemand zu den Attacken. Weder aus Israel noch aus dem Gazastreifen gab es Berichte über Verletzte.

+++ 0.23 Uhr: Rechte Regierungspartei HDZ gewinnt Parlamentswahl in Kroatien klar +++

Die regierende Kroatische Demokratische Gemeinschaft (HDZ) hat die Parlamentswahl im EU-Land Kroatien klar für sich entschieden. Die konservative Partei von Ministerpräsident Andrej Plenkovic kam auf 68 der 151 Mandate, wie die Staatliche Wahlkommission in Zagreb in der Nacht nach Auszählung von 83 Prozent der Stimmen mitteilte. Die oppositionellen Sozialdemokraten (SDP) landeten mit 43 Mandaten abgeschlagen auf dem zweiten Platz.

+++ 0.22 Uhr: Coronavirus-Alarm an Bord von kanadischem Militärflugzeug +++

Ein kanadisches Militärflugzeug hat einen Flug nach Lettland wegen Coronavirus-Alarms abgebrochen. Es habe die Sorge geherrscht, dass sich Soldaten an Bord der Maschine mit dem Virus infiziert haben könnten, teilte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums in Ottawa mit. Nach ihren Angaben drehte das Flugzeug um, nachdem die Armee erfahren hatte, dass an der Trenton-Militärbasis in der kanadischen Provinz Ontario jemand positiv auf das Virus getestet worden war. Es sei möglich, dass die insgesamt 70 Passagiere und Crew-Mitglieder mit dem infizierten Patienten in Kontakt gewesen seien, sagte die Sprecherin.

+++ 0.05 Uhr: Rheinland-Pfalz hält an Maskenpflicht fest +++

Die rheinland-pfälzische Landesregierung will an der Maskenpflicht im Handel festhalten. "Das Coronavirus ist noch da und noch gefährlich, das zeigen lokale Ausbrüche", sagte eine Sprecherin des Landesgesundheitsministeriums der Düsseldorfer "Rheinischen Post". "Gerade die Ferienzeit und die Zeit nach den Ferien werden entscheidend sein, um zu beurteilen, wie sich das Infektionsgeschehen weiter entwickelt." Aktuell wäre die Aufhebung der Maskenpflicht das falsche Signal, so die Sprecherin.

nik / tkr DPA AFP

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