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Abschied von Britannien: Niederländer laden zur großen europäischen Brexit-Party am Strand von Wijk ein

Dass Großbritannien die EU verlassen will, finden viele bedauerlich. Auch ein junger Niederländer, der trotzdem findet: Diese Trennung ist Anlass für eine zünftige Abschiedsparty. Und da sind überraschend viele Menschen seiner Meinung.

Eine junge Frau am Nordsee-Strand

"Abschied von einem alten Freund, der sich in ein Abenteuer stürzt, das nicht sehr klug ist" – so beschreibt der Party-Veranstalter den Abschied Britanniens von der EU

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Abschied mit Augenzwinkern: Tausende Niederländer wollen sich am Tag des geplanten britischen EU-Austritts Leckereien aus ganz Europa an einem Strand im Westen des Landes schmecken lassen. Bislang sagten knapp 7000 Nutzer für die bei Facebook veröffentlichte Veranstaltung am Strand von Wijk aan Zee zu, 52.000 weitere Nutzer interessieren sich für das Event.

Vorgesehen ist, sich von den Briten am 31. Oktober "mit niederländischen Kartoffelchips, französischem Wein und deutschem Bier auf einem Liegestuhl" zu verabschieden. Initiiert wurde das Vorhaben von dem Niederländer Ron Toekook. Er habe nicht mit so vielen Zusagen gerechnet, sagte er der Nachrichtenagentur ANP.

"Ein netter Abschied für einen Freund"

"Das sollte ein netter kleiner Abschied für einen Freund werden, der sich in ein Abenteuer stürzt, das zwar aufregend, aber möglicherweise nicht sehr klug ist", scherzt Toekook. In der Beschreibung der Veranstaltung schlug er vor, dass eine Band Lieder wie "We'll meet again" ("Wir werden uns wiedersehen") oder "Het is stil aan de overkant" ("Es ist ruhig auf der anderen Seite") spielen könnte.

Großbritannien ist für die Niederlande ein wichtiger Wirtschaftspartner. Daher hat sich das Land mit einer Reihe von Vorkehrungen auf den Brexit vorbereitet. Der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union ist für den 31. Oktober vorgesehen. Der neue britische Premierminister Boris Johnson hatte angekündigt, den Brexit auf jeden Fall zu diesem Datum durchzusetzen.

Quelle: AFP / Facebook

AFP