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Österreich: Salzburger Polizei rettet einen ausgebüxten Flamingo aus dem Almkanal – und "fühlt sich fantastisch"!

Noch hat sich nicht herausgestellt, ob der zurzeit noch namenlose österreichische Flamingo in diesem Jahr das "Sommerloch-Tier" wird. Aber den Polizeibericht über die Rettung des Vogels lohnt es sich trotzdem zu lesen.

Zwei Polizisten hocken neben einem Flamingo

So sehen glückliche Retter aus: In der Nacht auf den 28. August konnte die Salzburger Polizei einen Flamingo nach seinem abenteuerlustigen Ausflug aus einem Treibgutgitter des Almkanals bergen

Meist sind die Nachrichten von der Polizei eher nüchtern verfasst und oft auch nicht erfreulich. Nach einem Einsatz in der Nacht auf den 28. August allerdings gab es etwas Schönes zu verkünden: Ein Flamingo konnte erfolgreich geborgen werden. Diese Mitteilung hat den für die Social-Media-Arbeit zuständigen Kollegen offenbar derart beflügelt, dass er daraus einen mit zahlreichen Adjektiven blumig ausgeschmückten Abenteuertrip des Vogels gemacht und diesen mit einem glücklichen Foto der Retter bei Facebook veröffentlicht hat. Inklusive sieben Emojis, vier Hashtags und der Statusmeldung der Stimmungslage: fantastisch.

Einsatz - Flamingo im Almkanal 🐦🐧🐤 Ein #Flamingo der Kolonie des Sankt Peter Weihers begab sich gestern auf große...

Gepostet von Polizei Salzburg am Dienstag, 27. August 2019

Dass sich eine Flamingo-Kolonie abends in den idyllischen Teichen der St-Peter-Weiher im Landschaftsschutzgebiet Leopoldskroner Weiher niederlässt, ist für die Salzburger nichts Ungewöhnliches. Dort befindet sich die Heimat zahlreicher Vogelarten, Familien schätzen den mehr als sechs Hektar großen Ort als eine Art Mini-Tierpark. Es handelt sich um einen Privatzoo, der auch Ziegen, Schweine und seltene Kuhrassen beherbergt.

"In den Fluten des Almkanals"

In unmittelbarer Nähe fließt der Almkanal, zu dem sich der abtrünnige Flamingo aufgemacht hatte. Spaziergänger bemerkten, dass der Vogel mit dem fließenden Gewässer Schwierigkeiten hatte und riefen die Polizei um Hilfe. In einer Gemeinschaftsaktion machten sie sich auf die Suche nach dem inzwischen abgetriebenen Tier. Nach zwei Kilometern auf dem Almkanal war der Vogel von einem sogenannten Treibgutgitter gestoppt worden, konnte sich allein aber nicht wieder freischwimmen.

Die Polizisten erlösten den Flamingo aus seiner unglücklichen Lage und holten ihn aus dem Wasser. "Bei seiner Anhaltung leistete er keinerlei Widerstand", heißt es auf der Website der österreichischen Landespolizeidirektion. Der Vogel wurde an die Berufsfeuerwehr übergeben, die ihn zurück zu seinen Artgenossen auf den heimischen Teich brachte.

Quellen: Landespolizeidirektion, Facebook

bal