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Simbabwe Arme Großmutter lief meilenweit, um für Zyklonopfer zu spenden – Milliardär will es ihr danken


Der Zyklon "Idai" hat in Südostafrika verheerende Schäden angerichtet und zahlreiche Menschenleben gefordert. Doch selbst inmitten dieser Tragödie gibt es noch schöne Geschichten wie diese hier.

Sie hatte keine 50 Cent für den Bus, aber als sie vom Leid der Menschen hörte, das Zyklon "Idai" verursacht hatte, wollte sie unbedingt helfen. Also machte sich die 71-jährige Plaxedes Dilon auf, die knapp zehn Kilometer von Mbare nach Highlands zu Fuß zu laufen. Dort spendete sie einen Sack mit Kochtöpfen und der Kleidung, die sie normalerweise verkauft, um ihr spärliches Leben zu finanzieren. So zumindest schildert es die "Highlands Presbyterian Church" der simbabwischen Hauptstadt Harere auf Facebook. Eben dort fiel sie auch dem reichsten Mann des Landes auf, der nun plant, Dilons Leben ein Stück weit einfacher zu machen.

Strive Masiyiwa, Afrikas achtreichster Mann und laut "Forbes" rund 2,3 Milliarden US-Dollar schwer, hatte auf Facebook einen langen Eintrag zu den Hilfsaktionen nach dem verheerenden Wirbelsturm gepostet und mit dem Foto der Frau bestückt. Darunter wies ihn ein Nutzer auf die Geschichte hinter dem Bild hin, woraufhin er versprach: "Wenn das alles vorbei ist, werde ich sie finden (...) dann werde ich IHR EIN HAUS BAUEN, WO IMMER SIE WILL IN SIMBABWE." Dieses soll von Solar-Energie betrieben werden und fließend Wasser haben, verspricht der Unternehmer. Zudem soll die selbstlose Frau ein monatliches Taschengeld von 1000 US-Dollar bis an ihr Lebensende von ihm erhalten.

Und er erklärt auch gleich, warum: "Ich bewundere Menschen, die in Krisensituationen sofort anpacken." Was die Frau getan habe, sei "einer der außergewöhnlichsten Akte des Mitgefühls", den er je erlebt habe, so der in London wohnende Geschäftsmann, der sein Vermögen hauptsächlich mit dem vom ihm gegründeten Medien- und Technik-Konzern Econet Wireless gemacht hat.

Zyklon "Idai" hat Millionen getroffen

Insgesamt sind laut WFP fast drei Millionen Menschen im südlichen Afrika von den Folgen des Zyklons betroffen. Rund 500.000 Menschen wurden aus ihren Häusern vertrieben. Im bitterarmen Mosambik vernichteten Sturm und Fluten die Ernte auf 400.000 Hektar Land. In Simbabwe, Malawi und Mosambik wurden mindestens 750 Menschen getötet.  

In Mosambik engagiert sich die christliche Gemeinschaft Sant'Egidio für die Ärmsten der Armen. Wir vom stern wollen diese Menschen unterstützen. Und deshalb bitten wir Sie um eine Spende für das geplagte Land. Helfen Sie, damit andere weiterhin helfen können! Danke!

Stiftung stern - Spenden für Sant'Egidio

Sant’Egidio ist für seine Arbeit gegen Armut und für Frieden auf Spenden angewiesen. Wir leiten Ihre Hilfe weiter: Hier können Sie direkt online spenden. IBAN DE20 2007 0000 0469 9500 00 BIC DEUTDEHH – Stichwort "Mosambik"; www.stiftungstern.de

Quellen: Facebook / CNN / Zimlive"Forbes" 

Das Ausmaß des Leids und der Zerstörung in Mosambik infolge des Zyklons "Idai" übertrifft die schlimmsten Befürchtungen. Der Tropensturm der Stärke vier von fünf war mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 190 Kilometern pro Stunde vom Indischen Ozean kommend bei Beira auf Land getroffen. Es folgten Sturmfluten, massive Überschwemmungen und schwerer Regen. Den Behörden zufolge gibt es in den betroffenen Ländern Mosambik, Malawi und Simbabwe bereits mehr als 700 Tote. Allein in Mosambik sollen rund 400.000 Menschen zeitweise obdachlos geworden sein. Im Interview spricht der stern mit Nelson Moda, der im schwer getroffen Beira für die christliche Gemeinschaft Sant’Egidio arbeitet. "Mein Name ist Nelson Moda. Ich bin Mosambikaner und lebe in Beira. Ich bin 34 Jahre alt und befinde mich zurzeit in Rom. Ich habe Beira zwei Tage nach dem Zyklon verlassen. Es war traumatisch. Es war eine Situation, die ich noch nie erlebt hatte. Selbst die älteren Bewohner der Stadt hatten so eine Zerstörung nie gesehen." Der Zyklon "Idai" ist der stärkste seit 2008, der auf Mosambik getroffen ist. In den drei Staaten Mosambik, Malawi und Simbabwe sind nach UN-Angaben rund drei Millionen Menschen direkt von den Folgen des Sturms betroffen. "Ich sah zu, wie die Häuser zerstört, die Autos vom Wind verweht, und die Bäume umgehauen wurden. Ich habe persönlich tote Menschen auf der Straße gefunden – Kinder, Senioren, Behinderten. Sie könne sich nicht leisten, ihre ungeschützten Häuser zu verlassen, um eine Notunterkunft zu finden. Viele Menschen rannten zum Dream Center, dem Zentrum der Sant'Egidio Gemeinschaft in Beira." Der tropische Wirbelsturm zählt zu den opferreichsten der südlichen Hemisphäre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. "Obwohl das Zentrum von starken Winden zerstört wurde, bleibt es ein Willkommenspunkt für die Armen und Obdachlosen. Die Priorität in Beira sind Hilfslieferungen von Essen, Wasser und Medikamenten – für alle Menschen. Danach müssen wir das zerstörte Zentrum wiederaufbauen. Über die Jahre war es ein einzigartiger Ort in Beira, wo Kinder jeden Tag hinkommen, essen und sich duschen konnten. Dort wurden Menschen mit HIV behandelt. Deutsche können auch ihren Beitrag leisten. Sie können sofort durch die Sant'Edgidio Gemeinde helfen, um die Gemeinschaft zu unterstützen."
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