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Bezirk Mitte: Spaziergänger entdecken neues Stück der Berliner Mauer

Vor bald 30 Jahren fiel die Berliner Mauer, aber noch immer scheinen nicht alle Abschnitte entdeckt. Ein neues Stück ist Spaziergängern im Bezirk Mitte aufgefallen. Es soll als Teil der Vorfeldsicherungs-Mauer zur Sicherung der eigentlichen Mauer beigetragen haben.

Besucher besichtigen die Gedenkstätte Berliner Mauer

In der Gedenkstätte Berliner Mauer ist am Montag an die Opfer des Mauerbaus erinnert worden

DPA

Über all die Jahre unbeachtet hat ein weiteres Stück der Berliner Mauer mitten in der Bundeshauptstadt gestanden. Der Abschnitt steht nahe dem Areal des Bundesnachrichtendienstes an der Ida-von Arnim-Straße. Er sei im Juni bei einem Kiezspaziergang mit Bürgern entdeckt worden, teilte der Bezirksstadtrat von Mitte, Ephraim Gothe, am 57. Jahrestag des Mauerbaus mit. Die Echtheit des Fundes wurde von der Stiftung Berliner Mauer bestätigt.

"Ich war total überrascht, dass es noch Unentdecktes gibt", freute sich SPD-Politiker Gothe am Montag über das Mauerstück. Das rund 20 Meter lange Betonstück mit Lampenhaltern sei inzwischen in die Denkmalliste eingetragen worden, so Gothe. Es soll Teil einer sogenannten Vorfeldsicherungs-Mauer gewesen sein - einer zusätzlichen Sicherung vor der eigentlichen Mauer. 

Mauer zerschnitt Berlin 28 Jahre lang

In der zentralen Mauer-Gedenkstätte wurde am Montag an die Opfer des Mauerbaus erinnert. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller, SPD, derzeit auch Präsident des Bundesrates, die Vizepräsidentin des Bundestages, Petra Pau, sowie der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Roland Jahn, legten Kränze nieder. 

Am 13. August 1961 hatte die SED-Führung unter Walter Ulbricht mit dem Bau der Mauer begonnen. Das rund 155 Kilometer lange Bollwerk zerschnitt Berlin mehr als 28 Jahre. Die Teilung endete erst mit dem Fall der Mauer am 9. November 1989.

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fri / DPA
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