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Maßnahme gegen Amokläufer Studenten in Texas dürfen jetzt mit Waffen zur Uni

Waffen-Aktivisten protestieren im vergangenen Jahr vor der Uni in Austin
Waffen-Aktivisten protestieren im vergangenen Jahr vor der Uni in Austin für ihre Sache
© Drew Anthony Smith/Getty Images
Ein neues Gesetz in Texas ermöglicht es Studenten, bewaffnet in die Vorlesung zu gehen. Das soll Amokläufer abschrecken. Viele Studenten und Professoren waren gegen das Gesetz.

Im US-Staat Texas erlaubt ein umstrittenes neues Gesetz Studenten, bewaffnet zur Vorlesung zu kommen. Das sogenannte "Campus Carry"-Gesetz trat am Montag in Kraft. Es gestattet Studenten, Lehrenden und Besuchern mit Waffenlizenz das verdeckte Tragen von Waffen auf dem Hochschulgelände. Texas hatte das Gesetz im vergangenen Jahr gegen den Widerstand vieler Studenten und Professoren beschlossen.

Privatuniversitäten dürfen Waffen weiterhin verbieten; öffentlichen Hochschulen ist es dem Gesetz zufolge erlaubt, waffenfreie Zonen einzurichten. Das in Texas erlaubte offene Tragen von Schusswaffen bleibt an den Universitäten weiter untersagt. An den öffentlichen Community Colleges mit ihren nur zwei Jahre dauernden Lehrgängen soll das Gesetz erst 2017 kommen.

Gesetz soll Amokläufer abschrecken

Mit dem Gesetz sollen nach Willen der regierenden Republikaner Amokläufer abgeschreckt werden. Das Gesetz tritt auf den Tag genau 50 Jahre nach einem Amoklauf an einer texanischen Universität in Kraft.

Am 1. August 1966 erschoss Charles Whitman vom Uhrenturm der Universität von Texas in Austin 14 Menschen, mehr als 30 wurden verletzt. Auch mehrere andere US-Bundesstaaten erlauben unter bestimmten Voraussetzungen das Tragen von Waffen an Hochschulen.

tis DPA

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