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Monarch Mswati III.: König von Swasiland kauft 19 Rolls-Royce und 120 BMW, während sein Volk hungert

Der König von Swasiland, Mswati III., hat insgesamt 139 Autos für sich und seine Familie auf einmal gekauft. Dafür gab er etwa 15 Millionen Euro aus. Währenddessen hungert sein Volk. Die Löhne sind in dem Kleinstaat extrem niedrig und das Gesundheitssystem kollabiert.

König Mswati III. (M.) mit den Männern seiner Entourage bzw. seiner traditionellen Sicherheitseskorte

König Mswati III. (M.) mit den Männern seiner Entourage bzw. seiner traditionellen Sicherheitseskorte

DPA

Der König von Swasiland hat 139 Autos im Gesamtwert von etwa 15 Millionen Euro gekauft. Swasiland ist ein Kleinstaat im südlichen Afrika, es liegt zwischen Mosambik und Südafrika. In dem Binnenstaat leben knapp 1,4 Millionen Menschen. Das Land ist extrem arm. Dass der Monarch seinen Reichtum so zur Schau stellt, fassen vielen Bewohner als Beleidigung auf, berichtet die britische Zeitung "The Sun". Ein Journalist aus Südafrika, Mzilikazi wa Afrika, stellte ein Video und Bilder der Luxuswagen-Karawane online. Sie sollen auf vier Lkw transportiert worden sein, die sie von Südafrika nach Swasiland brachten.

"Als würde uns der König den Mittelfinger zeigen"

Ein swasiländischer Oppositionspolitiker, Wandile Dludlu, verurteilt den Kauf der Luxusautos. "Der schamlose König verwöhnt sich und seine Familie, ohne auf die unzähligen Probleme der Menschen zu achten, die er regiert", sagt er "Times Live". Der König ist mit 14 Frauen verheiratet. Medienberichte, wie viele Kinder er hat, sind nicht einheitlich. "Times Live" zählt 23 Kinder, während der Fernsehsender Euronews von 31 Kindern spricht. Laut "Forbes" ist König Mswati III. einer der reichsten Monarchen der Welt mit einem geschätzten Vermögen von 210 Millionen Euro. Während die Königsfamilie im Überfluss lebt, verarmt die restliche Bevölkerung immer weiter. "In Swasiland haben die Beschäftigten des öffentlichen Sektors seit drei Jahren keine Gehaltsanpassungen mehr erhalten, und das Gesundheitssystem ist völlig zusammengebrochen, was die Ärmsten der Armen schutzbedürftig macht", sagt Dludlu.

Er ruft dazu auf, weiterhin gegen das Monarchenhaus zu demonstrieren. Schon im Oktober dieses Jahres hatte es Demonstrationen in der Hauptstadt Mbabane gegen die ausufernden Ausgaben des Königs gegeben, berichtet "The Sun". 

Quellen: "The Sun", "Times Live", Euronews

fis