Transrapid-Unglück Auf zwei Wellen gefunkt


Das Transrapid-Unglück im September vergangenen Jahres forderte 23 Todesopfer. Bis heute ist nicht eindeutig geklärt, wie es zu dem Unglück kommen konnte. Laut Medienbericht könnten das Funksystem der Mitarbeiter Grund der Katastrophe sein.

Zwei unterschiedliche Funksysteme haben laut einem Zeitungsbericht möglicherweise zu dem Transrapid-Unglück in Niedersachsen mit 23 Toten vom September 2006 beigetragen. Es habe ein System für die Schwebebahn und eines für andere Betriebsteile gegeben, berichtete die "Neue Osnabrücker Zeitung" unter Berufung auf Materialien, die in der nicht-öffentlichen Sitzung des Untersuchungsausschusses des niedersächsischen Landtags zu dem Thema präsentiert wurden.

Arbeiter im Werkstattwagen konnten Funkspruch nicht hören

Nach Angaben von Teilnehmern der Sitzung hätten die beiden Männer in dem auf der Strecke wartenden Werkstattwagen deshalb den Funkspruch nicht mithören können, der dem Transrapid den Start für eine Testfahrt freigab. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück habe diese Darstellung bestätigt, berichtete die Zeitung. Am 22. September war eine Magnetschwebebahn auf der Transrapid-Teststrecke im niedersächsischen Lathen in einen abgestellten Werkstattzug gerast. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Fehler des Führers des Transrapids und zweier Mitarbeiter des Leitstands der Strecke zu dem Unglück geführt haben.

Ein Untersuchungsausschuss des niedersächsischen Landtags beschäftigt sich derzeit mit dem Unfall. In der ersten Sitzung am Dienstag hatten SPD und Grüne der CDU/FDP-Landesregierung vorgeworfen, wichtige Akten zurückzuhalten.

Reuters Reuters

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