HOME

Tsunami-Warnung: Seebeben mit der Stärke 7,3 vor El Salvador

Neben der inzwischen wieder aufgehobenen Tsunami-Warnung für Zentralamerika kam es auch zu einem seltenen "Schwarmbeben" im US-Mexikanischen Grenzgebiet.

Vor der Küste von El Salvador hat sich am Montagmorgen ein starkes Seebeben ereignet. Eine daraufhin herausgegebene Tsunami-Warnung für ganz Zentralamerika und Mexiko galt aber nur kurzzeitig und wurde rasch wieder aufgehoben. Weiter nördlich erschütterte am Sonntag eine seltene Serie von dicht aufeinanderfolgenden Beben Teile der Westküste der USA.

Die US-Erdbebenwarte USGS gab die Stärke des Bebens vor El Salvador mit 7,3 an, die salvadorianischen Behörden sprachen von einer Stärke von 6,7. Das Epizentrum befand sich laut USGS mehr als hundert Kilometer südlich der Stadt Puerto El Triunfo. Die vorübergehende Tsunami-Warnung galt für Costa Rica, Nicaragua, Honduras, Guatemala, Panama, Mexiko und El Salvador. Berichte über Schäden oder Verletzte gab es zunächst nicht.

Bevor die Erde vor El Salvador bebte, hatte die US-Erdbebenwarte eine seltene Reihe von dicht aufeinanderfolgenden Beben in den US-Bundesstaaten Kalifornien und Arizona sowie im mexikanischen Grenzgebiet registriert. Sie hätten eine Stärke von bis zu 5,4 erreicht, teilte die USGS am Sonntag mit. Die kleinen und mittelgroßen Beben begannen demnach nördlich von El Centro in Kalifornien und setzten sich dann Richtung Arizona nach Osten fort.

Kalifornien wartet auf Jahrhundertbeben

USGS-Expertin Lucy Jones sagte, ein solches "Schwarmbeben" habe es seit den 70er Jahren nicht mehr gegeben. "Unser System war mit Erdbeben verstopft." Berichte über Schäden oder Verletzte lagen es zunächst nicht vor.

Nach Angaben von Geologen besteht eine Wahrscheinlichkeit von 99 Prozent, dass Kalifornien in den nächsten 30 Jahren von einem verheerenden Erdbeben getroffen wird. Grund ist die San-Andreas-Verwerfung, die den bevölkerungsreichsten US-Bundesstaat von Nord nach Süd durchquert. Ein starkes Erdbeben in der Region könnte nach Schätzungen der Wissenschaftler zwischen 2000 und 50.000 Menschen töten und Schäden in Milliardenhöhe anrichten.

amt/AFP / AFP