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Kidnapping Ins Auto gezerrt: Schüler wird wegen Bitcoins entführt

Das Bradford Crown Court, vor dem sich der Täter verantworten musste.
Der Täter der Bitcoin-Entführung musste sich vor dem Bradford Crown Court verantworten
© Owen Humphreys / Picture Alliance
Ein Schüler gibt in den Sozialen Medien mit seinem angeblichen Bitcoin-Vermögen an und wird daraufhin gekidnappt. Die Entführer fordern 10.000 Pfund von der Mutter.

Ein paar Prahlereien auf Social Media führten für einen Jungen aus Großbritannien zu einem erschreckenden Ereignis. Nachdem der Schüler aus Bradford im Internet mit seinem angeblichen Bitcoin-Vermögen angab, wurde er kurzerhand vor einem Take-Away-Restaurant entführt. Die Täter forderten 10.000 Pfund von der Mutter.

Vor einem Imbiss entführt

Der Junge, dessen Name unbekannt ist, befand sich vor einem Take-Away in Bradford, West Yorkshire, als ihm einer der Kidnapper den Mund zuhielt und ihn nach einem Faustschlag in ein Auto zerrte. Der Besitzer des Autos verriegelte daraufhin den Toyota und schlug dem Schüler erneut mit einem Quarzsandhandschuh ins Gesicht.

Der völlig verängstigte Junge sei gezwungen worden, seine Mutter anzurufen, um ihr zu sagen, sie solle 10.000 Pfund (knapp 12.000 Euro) bezahlen oder der Junge würde nicht mehr nach Hause kommen, so Staatsanwältin Laura McBride. Die Täter hätten im Internet Beiträge des Jungen gesehen, die auf eine Summe aus mit Kryptowährungen erwirtschaftetem Geld schließen ließen, und den Schüler daraufhin aufgespürt.

Täter kurz darauf gefasst

McBride erzählt, die Mutter habe sich schließlich mit den Tätern auf ein Lösegeld von 900 Pfund geeinigt, woraufhin diese den Jungen nach Hause brachten und das Geld entgegennahmen. Kurz darauf meldete die Mutter den Fall der Polizei, welche Khubaib wenige Tage ausfindig machen konnte und ihn festnahm. Vor Gericht wurde der Täter der Entführung und Erpressung schuldig gesprochen und gestand sein Vergehen. Er muss nun vier Jahre Haft absitzen. Die drei weiteren beteiligten Männer konnten allerdings noch nicht ausfindig gemacht werden.

Vorfall hat tiefgreifende Folgen für das Opfer

Während des Prozesses wurde bekannt, dass das Opfer nicht mehr in Bradford lebt. Richter Mansell beschreibt die Folgen der Tat für Mutter und Sohn als "tiefgreifend". Auch Detective Constable Paul Maxwell von der Polizei aus West Yorkshire gibt zu bedenken: "Der Vorfall war sowohl für das Opfer als auch für die Mutter des Opfers sehr belastend, aber glücklicherweise wurde keiner der beiden dabei verletzt und sie bekamen Hilfe und Unterstützung durch die Polizei sowie Partnerorganisationen."

Quellen:Daily Mail, Bild


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