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Suche nach vermisstem AirAsia-Flugzeug: Suchkräfte entdecken Ölspur im Meer

Die Behörden gehen davon aus, dass die vermisste Maschine mit 162 Menschen ins Meer vor Indonesien gestürzt ist - und jetzt gibt es auch einen ersten Hinweis: Suchkräfte entdeckten eine Ölspur.

Das indonesische Militär sucht nach den Überresten der Maschine - und hat zumindest eine Ölspur entdeckt

Das indonesische Militär sucht nach den Überresten der Maschine - und hat zumindest eine Ölspur entdeckt

Bei der Suche nach dem verschwundenen AirAsia-Flugzeug ist im Meer vor Indonesien eine Ölspur gesichtet worden. "Wir prüfen, ob es sich um Flugbenzin handelt", sagte ein Sprecher der Luftwaffe am Montag. Die Ölspur befindet sich in dem Suchgebiet, wo die Maschine nach bisherigen Annahmen am Sonntag abgestürzt ist, etwa hundert Seemeilen vor der Insel Belitung. Zudem habe ein australisches Flugzeug in der Region ein Signal aufgefangen, doch sei an der Stelle nichts gefunden worden.

Die indonesischen Behörden gehen mittlerweile davon aus, dass der Airbus A320-200 ins Meer gestürzt ist. Der Direktor der indonesischen Such- und Rettungsbehörde, Bambang Soelistyo, sagte am Montag auf einer Pressekonferenz, auf der Grundlage der verfügbaren Koordinaten sei davon auszugehen, dass die am Sonntagmorgen mit 162 Menschen an Bord verschollene Maschine "auf dem Meeresgrund" liege. Indonesien verfüge nicht über die notwendigen Geräte, um ein Wrack im Meer zu finden und zu bergen, doch werde die Regierung andere Länder um Unterstützung bitten.

Heftige Gewitter zum Absturzzeitpunkt

Es gebe bereits Angebote Großbritanniens, Frankreichs und der USA, sagte Soelistyo. Das Flugzeug war am Sonntagmorgen auf dem Weg von Surabaya im Osten der indonesischen Insel Java nach Singapur von den Radarschirmen verschwunden. Als der Funkkontakt abbrach, gab es heftige Gewitterstürme in der Region. Die über Nacht unterbrochene Suchaktion wurde am Montagmorgen unter Beteiligung von Flugzeugen aus Indonesien, Malaysia, Singapur und Australien fortgesetzt.

Infolge des Unglücks sackte der Aktienkurs von AirAsia am Montag deutlich ab. Zur Eröffnung der Börse in Kuala Lumpur brach der Börsenwert der malaysischen Billigfluglinie um zwölf Prozent ein, erholte sich später etwas, lag jedoch immer noch gut sieben Prozent im Minus. Die Fluggesellschaft war 2001 von dem malaysischen Unternehmer Tony Fernandes übernommen und auf einen aggressiven Wachstumskurs geführt worden. Inzwischen ist sie die größte Billigfluglinie in Südostasien. Ihr größter malaysischer Konkurrent, Malaysia Airlines, ist nach zwei Flugzeugunglücken dieses Jahr stark angeschlagen.

tis/DPA / DPA