Die Wal-Rettung ist in vollem Gange. Auch ist klar, wo genau die Wal-Reise hingehen soll. Sämtliche Einsatzhelfer stehen bereit. Alle Entwicklungen im stern-Newsblog.
Der gestrandete Buckelwal soll aus der Kuhle vor der Insel Poel gezogen werden. In eine Art stählernes Aquarium gesperrt, soll der Wal bis in tiefere Gewässer geschleppt werden. Dieses neue Konzept der privaten Initiative für einen Transport des Tiers hat von Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus grünes Licht bekommen – die Verantwortung liege weiterhin bei der Initiative.
Wal liegt in Seitenbucht bei Poel fest
Das von Fachleuten bereits aufgegebene und mutmaßlich schwer kranke Tier war seit Anfang März vor der Ostseeküste umhergeirrt und dabei wiederholt gestrandet. Seit dem 31. März liegt es in einer Seitenbucht bei Poel vor Wismar fest.
Alle Entwicklungen im stern-Newsblog:
Wichtige Updates
Kai Müller
Wal bewegt Schwanzflosse, etliche Helfer sind bei ihm
Derzeit versuchen die Helfer vor Ort, den Wal in die richtige Richtung zu drehen. Das Tier soll vorwärts in den Lastkahn bugsiert werden.
Circa 20 Retter arbeiten gerade vor Ort. Der Wal erhebt mehrfach die Schwanzflosse und schnauft etwas häufiger als gewöhnlich. Zeitweise steigt ein Helfer gar auf das Tier drauf.
Helfer versuchen mit Gurten, den gestrandeten Buckelwal vor der Insel Poel zu einem Transportschiff zu ziehen. Jens Büttner / DPA
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Anna Aridzanjan

Hier wird der Wal „angeschnallt“: Helfer versuchen mit Gurten, den Buckelwal vor der Insel Poel zu dem Transportschiff zu ziehen.
dpa
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Kai Müller
Poel-Touristen dürfen heute nicht Schiff fahren
Gäste, die vom Kirchdorfer Hafen auf Poel in Richtung Wismar schippern wollten, müssen ihre Pläne ändern.
Wegen der Rettungsarbeiten fährt heute kein Ausflugsschiff zwischen den beiden Orten. Das gilt auch für die Gegenrichtung.
Die schmale Fahrrinne wird gebraucht, um den Lastkahn für den Waltransport zu manövrieren.
Wegen der Rettungsarbeiten fährt heute kein Ausflugsschiff zwischen den beiden Orten. Das gilt auch für die Gegenrichtung.
Die schmale Fahrrinne wird gebraucht, um den Lastkahn für den Waltransport zu manövrieren.
Infotafel am Kirchdorfer Hafen. Kai Müller : stern
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Kai Müller
Heute „Tag der Entscheidung“ – Rettungsversuch läuft
Der Versuch, den gestrandeten Buckelwal in der Ostsee zu bringen, ist angelaufen. Helfer haben am Vormittag im Hafen von Kirchdorf auf Poel Boote bestiegen und sind zum Wal hinausgefahren. Sie beginnen, dem Tier Gurte anzulegen, um es durch eine ausgebaggerte Rinne zu einem bereitliegenden Lastkahn zu führen. Der Wal lässt die Prozedur ruhig über sich ergehen.
Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus gibt sich optimistisch: „Bis Sonnenuntergang sollte es möglichst gelungen sein, den Wal auf der Barge zu haben.“ Auch Karin Walter-Mommert, eine Geldgeberin der privaten Initiative, bekräftigt: „Wir wollen heute fertig werden.“
Es sei der „Tag der Entscheidung“, betont Backhaus. „Wir brauchen heute Ruhe, wir brauchen heute Glück.“ Mit Blick auf einen möglichen Erfolg fügt er hinzu: „Für mich wäre es mit eines meiner schönsten Erlebnisse in meinem Leben.“
Er gibt jedoch zu bedenken, dass es sich bei dem Wal um ein Wildtier handele, dessen Reaktion etwa auf das Anlegen des Gurtsystems nicht absehbar sei.
„Wir brauchen heute Ruhe, wir brauchen heute Glück“Umweltminister Till Backhaus
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Moritz Dickentmann
Route der „Robin Hood“ live nachverfolgen
Mit dem Schlepper „Robin Hood“ soll der für den Transport des Buckelwals eingeplante Lastkahn im Laufe des Tages in Richtung Nordsee gezogen werden. Beim Schiffortungsdienst „Marine Traffic“ können Sie den aktuellen Standort der „Robin Hood“ und somit auch deren Route live in der unten stehenden Karte nachverfolgen.
Noch liegt der Schlepper „Robin Hood“ im Hafen von Wismar (Stand 11 Uhr). Demnächst soll er in Richtung Poel und dann im weiteren Verlauf gen Nordsee aufbrechen . www.marinetraffic.com
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Kai Müller
Läuft alles nach Plan, soll der schätzungsweise zwölf Tonnen schwere Meeressäuger nach vier Wochen in einem flachen Seitenarm der Wismarbucht seine Reise Richtung Nordsee antreten – lebend, samt Wasser an Bord eines Lastkahns, mit dem normalerweise etwa Schiffe transportiert werden.
Die Barge, ein Lastkahn, steht für den gestrandeten Buckelwal (l.) vor der Insel Poel bereit. Marcus Golejewski / DPA
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Kai Müller
Minister Backhaus hoffe, dass das Retterteam, „das längst draußen sein sollte, jetzt möglichst schnell rausfährt und dann der Bergungsprozess beginnen kann“.
Die Atmung des Wals sei tief und ohne Geräusche, was laut Backhaus ein gutes Zeichen sei. Das Tier soll vorwärts durch eine eigens im flachen Wasser geschaffene Rinne zur und in die sogenannte Barge gelenkt werden.
Zuvor hatte der Minister bereits angekündigt, dass er die Aktion „auf jeden Fall begleiten“ wolle. Es sei seine „absolute Priorität“, den Wal lebend zu bergen. Er versuche, „alles zu tun, um dem Tier zu helfen“.
Die Atmung des Wals sei tief und ohne Geräusche, was laut Backhaus ein gutes Zeichen sei. Das Tier soll vorwärts durch eine eigens im flachen Wasser geschaffene Rinne zur und in die sogenannte Barge gelenkt werden.
Zuvor hatte der Minister bereits angekündigt, dass er die Aktion „auf jeden Fall begleiten“ wolle. Es sei seine „absolute Priorität“, den Wal lebend zu bergen. Er versuche, „alles zu tun, um dem Tier zu helfen“.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Kai Müller
„Bis Sonnenuntergang sollten wir durch sein“ – Backhaus gibt Startschuss zum Rettungsversuch
Minister Backhaus spricht soeben über den Gesundheitszustandes des Wals. Transportfähig und fit genug sei das Tier. Dies bestätigten ihm die von ihm konsultierten Tiermediziner. Er kann jetzt losgehen, sagt Backhaus. „Bis Sonnenuntergang sollten wir durch sein“, formuliert Backhaus.
Auch gegen das Gurtsystem gibt es nun keine Vorbehalte mehr. Alle durch das Rettungsteam vorgesehenen Maßnahmen würden geduldet.
Auch gegen das Gurtsystem gibt es nun keine Vorbehalte mehr. Alle durch das Rettungsteam vorgesehenen Maßnahmen würden geduldet.
Till Backhaus. Kai Müller / stern
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Kai Müller
Eine Rettungsmannschaft macht sich am frühen Dienstagmorgen vom Kirchdorfer Hafen aus auf in Richtung Wal. Kai Müller / stern
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Kai Müller
Umweltminister Backhaus erwartet das Ergebnis der Gurtprüfung im Verlauf des Vormittags. Ohne die Genehmigung durch das zuständige Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommerns, dem Backhaus als Minister vorsteht, kann die Rettung nicht wie geplant ablaufen.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Kai Müller
Gurtsystem bislang noch ohne Genehmigung
Minister Backhaus ist inzwischen vor Ort. Er betont, dass nach wie vor keine Genehmigung für den Einsatz des geplanten Gurtsystems vorliege.
Erst am gestrigen Abend wurde das Vorhaben von der Initiative dem Ministerium vorgelegt. Dort werde derzeit geprüft, ob die Rettung mit dem Gurtsystem wie geplant ablaufen darf.
Erst am gestrigen Abend wurde das Vorhaben von der Initiative dem Ministerium vorgelegt. Dort werde derzeit geprüft, ob die Rettung mit dem Gurtsystem wie geplant ablaufen darf.
Umweltminister Till Backhaus . Kai Müller / stern
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Kai Müller
Tierärztin: Wal wird nicht überbeansprucht
„Wir versuchen, das so schonend wie möglich zu machen, und das ist nur eine Unterstützung“, sagt die an der Rettung beteiligte Tierärztin Kirsten Tönnies. Der Wal werde nicht überbeansprucht, versichert sie. Olliver Bartelt von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), die die Initiative unterstützt, sagt, der Wal werde sich „floatend bewegen“. Das Tier werde nicht aufliegen. „Er wird über keinen Sand gezogen.“
Dennoch ist bis zuletzt offen, ob es überhaupt zu dem Versuch kommt. Bis zum späten Nachmittag des Vortags wurden nach Angaben des Schweriner Umweltministeriums trotz mehrfacher Nachfragen keine Unterlagen für den Einsatz des Gurtes eingereicht. Das Ministerium hatte in der Vergangenheit betont, dass es bei der Abstimmung entsprechender Maßnahmen nicht um Genehmigungen, sondern die Frage der Duldung gehe.
Der absenkbare Lastkahn, der den Wal aufnehmen soll, war eigens aus der Elbe kommend durch den Nord-Ostsee-Kanal geholt worden. Nach früheren Angaben der Initiative soll ein Schiff die Barge samt Wal in Richtung Skagen zum Eingang der Nordsee bringen. Dafür sind demnach etwa dreieinhalb Tage eingeplant.
Dennoch ist bis zuletzt offen, ob es überhaupt zu dem Versuch kommt. Bis zum späten Nachmittag des Vortags wurden nach Angaben des Schweriner Umweltministeriums trotz mehrfacher Nachfragen keine Unterlagen für den Einsatz des Gurtes eingereicht. Das Ministerium hatte in der Vergangenheit betont, dass es bei der Abstimmung entsprechender Maßnahmen nicht um Genehmigungen, sondern die Frage der Duldung gehe.
Der absenkbare Lastkahn, der den Wal aufnehmen soll, war eigens aus der Elbe kommend durch den Nord-Ostsee-Kanal geholt worden. Nach früheren Angaben der Initiative soll ein Schiff die Barge samt Wal in Richtung Skagen zum Eingang der Nordsee bringen. Dafür sind demnach etwa dreieinhalb Tage eingeplant.
„Wir versuchen, das so schonend wie möglich zu machen, und das ist nur eine Unterstützung“Tierärztin Kirsten Tönnies
Tierärztin Kirsten Tönnies. Kai Müller / stern
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Kai Müller
Wetter laut Vorhersagen günstig für Rettung
Sollte der Transport wie geplant starten, ist laut Vorhersagen immerhin das Wetter günstig. Richtung Schleswig-Holstein könnte es Dienstag Wind höchstens bis zur Windstärke 4 geben, heißt es vom Seewetteramt des Deutschen Wetterdienstes (DWD).
Auch der morgige Mittwoch werde in der Region „total schwachwindig“, sagt ein Meteorologe. Laut Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) werden demnächst zudem keine außergewöhnlichen Pegelschwankungen vor Poel erwartet.
Auch der morgige Mittwoch werde in der Region „total schwachwindig“, sagt ein Meteorologe. Laut Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) werden demnächst zudem keine außergewöhnlichen Pegelschwankungen vor Poel erwartet.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Kai Müller
Entscheidender Tag im Wal-Drama: Klappt der Transport heute?
Nach vier Wochen vor der Insel Poel soll heute der aufwendige Abtransport des Buckelwals starten. Man werde früh anfangen, sagt Olliver Bartelt von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), die die Aktion unterstützt.
Dem Wal geht es am Morgen gut. Er liegt ruhig an der Strandungsstelle vor Fährdorf.
„Im Laufe des Vormittags ist es angedacht, dass der Rettungsversuch startet.“ Mithilfe eines Gurtes soll das Tier in eine Art Lastkahn gezogen werden, die ihn bis zur Nordsee bringen soll. Dieser absenkbare Lastkahn war eigens aus der Elbe kommend durch den Nord-Ostsee-Kanal geholt worden und erreichte inzwischen den Wal.
Der Lastkahn für den Wal auf dem Weg nach Wismar. Bodo Marks / DPA
„Im Laufe des Vormittags ist es angedacht, dass der Rettungsversuch startet“DLRG-Einsatzleiter Olliver Bartelt
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Kai Müller
Das erste Konzept zur Rettung des gestrandeten Buckelwals ist gescheitert, nun soll ihn ein Transportschiff in die Nordsee bringen. Aber kann das wirklich gelingen? (stern+)
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
DPA