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Hitze und Trockenheit Auch im Harz brennt der Wald – Karte zeigt, wo in Deutschland weitere Feuer drohen

Die Feuerwehr muss hierzulande einen weiteren Waldbrand bekämpfen. Dieses Mal ist die Natur nahe Schierke im Nationalpark Harz betroffen. Bei der Trockenheit ist die Brandgefahr auch woanders groß.

In Deutschland gibt es bei Sommerhitze und Trockenheit einen weiteren Waldbrand: Am Freitagmorgen brannte der Wald nahe Schierke im Nationalpark Harz noch immer. Nach letzten Erkenntnissen sei etwa eine Fläche von 37 Hektar betroffen, teilte die Rettungsleitstelle Harz mit. Es seien derzeit aber keine bestimmten Orte direkt gefährdet. Die Ausbreitung des Feuers müsse allerdings am Morgen erneut überprüft werden, so ein Sprecher der Leitstelle.

Der Waldbrand war am Donnerstag ausgebrochen. Die Rauchentwicklung war weithin sichtbar, wie die Freiwillige Feuerwehr Wernigerode auf Facebook mitteilte.

In der Nacht hatten sich die Feuerwehren etwas zurückgezogen und waren nur mit den nötigsten Einsatzkräften vor Ort. Am Freitagmorgen soll nun der Kampf gegen die Flammen wieder verstärkt werden, mit mehreren Hubschraubern und der Unterstützung von Feuerwehren aus umliegenden Landkreisen.

Waldbrand in der Sächsischen Schweiz eingedämmt

Zuletzt hatte es mehrere Waldbrände in Deutschland gegeben, und die Gefahr, dass weitere Feuer ausbrechen, ist groß. Beim Waldbrand im hinteren Teil der Sächsischen Schweiz an der Grenze zu Tschechien hatte sich die Lage zuletzt entspannt. "Im Grenzbereich wurden bei Überflügen vereinzelte Glutnester entdeckt, deren Gesamtfläche sich im Vergleich zu den Vortagen reduziert hat", teilte das Landratsamt in Pirna am Donnerstag mit. Schwerpunkte der Brandbekämpfung seien der Grenzsteig und der Bereich Partschenhörner. Dort werde mit viel Personal und mit Unterstützung durch Löschflüge die Glut im Boden bekämpft. Am Donnerstag waren den Angaben zufolge etwa 750 Leute im Einsatz, die von zehn Hubschraubern unterstützt werden.

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Das Feuer war vor gut zweieinhalb Wochen im Nationalpark Böhmische Schweiz ausgebrochen und griff dann auf den Nationalpark Sächsische Schweiz über. Auf tschechischer Seite ist nach Einschätzung der dortigen Behörden der Brand unter Kontrolle. Dennoch bekämpfen dort noch Hunderte Feuerwehrleute gegen immer wieder aufflammende Glutnester. Auf sächsischem Gebiet war eine Fläche von 150 Hektar betroffen. Die Ortschaft Schmilka wurde abgeriegelt, Evakuierungen waren jedoch nicht erforderlich.

Die Kirnitzschtalbahn nimmt ab Samstag ihren Betrieb wieder planmäßig auf. Wegen der Waldbrände blieb der historischen Straßenbahn ab 26. Juli nur das Abstellgleis. Der Regionalverkehr Sächsische Schweiz-Osterzgebirge setzt ab Samstag drei Drei-Wagen-Züge ein, so dass wie gewohnt ein 30-Minuten-Takt auf der Bahn durch den Nationalpark angeboten wird, teilte der Verkehrsverbund Oberelbe am Donnerstag mit.

Die Kirnitzschtalbahn befördert seit 1898 Wanderer, Touristen und Kurgäste zu ihren Zielen. Auf einer Länge von etwa acht Kilometern begleitet die Bahn mit einer Spurbreite von einem Meter das Flüsschen Kirnitzsch auf seinem Lauf durch die Felsenwelt des Elbsandsteingebirges von Bad Schandau zum Lichtenhainer Wasserfall.

Sehen Sie in der Fotostrecke, wie die Feuerwehr den Brand im Berliner Grunewald bekämpfte.

anb DPA

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