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Zugunglück in Amsterdam: Über 100 Verletzte nach Frontalzusammenstoß

Am frühen Samstagabend sind in Amsterdam ein Schnellzug und ein Regionalzug aufeinandergeprallt. Über hundert Menschen wurden verletzt, 13 schweben in Lebensgefahr.

Bei einem Frontalzusammenstoß von zwei Zügen im Zentrum von Amsterdam sind am Samstagabend über hundert Menschen verletzt worden. Nach Angaben eines Sprechers der niederländischen Bahn prallten ein Schnellzug und ein doppelstöckiger Schnellzug unweit des Bahnhofs von Amsterdam-Sloterdijk aufeinander. Die Ursache des Unfalls ist noch unklar.

Feuerwehr und Polizei sprachen nach niederländischen Medienangaben am späten Abend von insgesamt 136 Verletzten. In einem anderen Bericht ist von 125 Verletzten die Rede. Mindestens 56 davon seien schwer verletzt, berichtet der Niederländische Rundfunk, 13 davon befänden sich in einem kritischen Zustand.

Die Verletztenzahl sei vermutlich so hoch, weil viele Passagiere zum Unglückszeitpunkt gestanden hätten oder noch auf der Suche nach einem Sitzplatz gewesen wären. Laut einem Polizeisprecher waren bis zum späten Abend alle Passagiere aus den Zügen gerettet. Doch der Frontalzusammenprall ging noch relativ glimpflich aus. Keiner der beiden Züge stürzte um. Die Zeitung "Volkskrant" veröffentlichte Fotos, die die beiden beschädigten Züge auf einem Gleis stehend zeigen. Die Vorderteile der Lokomotiven sind stark beschädigt, zahlreiche Fenster zerborsten. Die Verletzten hätten vor allem Knochenbrüche und Prellungen erlitten, sagte ein Sprecher der Bahngesellschaft.

Zugbetrieb eingestellt

Nach Angaben der Aufsichtsbehörde für das niederländische Schienennetz, ProRail, war einer der beiden Züge auf dem Weg nach Uitgeest Richtung Westen. Der andere Zug sei nach Nimwegen im Osten der Niederlande unterwegs gewesen, sagte ProRail-Sprecherin Babet Verstappen. Auf einer Brücke zwischen dem Bahnhof Sloterdijk und dem Hauptbahnhof von Amsterdam sei es zu der Kollision gekommen.

Augenzeugen berichteten der niederländischen Nachrichtenagentur ANP zufolge, sie hätten zunächst das Warnsignal eines Zuges gehört, dem Sekunden später das Geräusch des Aufpralls folgte. Laut einem Fernsehbericht soll der Zusammenstoß aber "nicht besonders stark" gewesen sein. Innerhalb von acht Minuten seien die ersten Rettungskräfte an der Unfallstelle gewesen. Sie verschafften sich teilweise mit Leitern Zugang zu den Waggons und hebelten Türen auf. Wegen des Unfalls wurde auch der Zugbetrieb zwischen dem Hauptbahnhof in Amsterdam und dem Flughafen Schiphol eingestellt.

"Ich bin nur gegen das Fenster geknallt", meldete ein Passagier über das Netzwerk Twitter. "Mein Abteil der 1. Klasse war leer, aber die 2. Klasse war sehr voll." Ein Sprecher der Bahngesellschaft sagte, der Sachschaden sei sehr hoch.

Das schlimmste Zugunglück in den Niederlanden ereignete sich am 8. Januar 1962, als zwei Passagierzüge in Harmelen aufeinander prallten. Damals starben 93 Menschen, 52 weitere wurden verletzt.

jwi/DPA/AFP / DPA
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.