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Wetter in Deutschland Flughafen BER kämpft gegen Schnee und Eis: "Wir räumen, räumen, räumen"

Viel Schnee zum Wochenstart in Münster
Sehen Sie im Video: Wetterdienst warnt vor weiteren Schneefällen  Probleme im Verkehr erwartet.




Nach dem heftigen Wintereinbruch in vielen Regionen Deutschlands am Wochenende soll es auch am Montag mit Extremwetter weitergehen: Der Deutsche Wetterdienst warnte in der Nacht vor teils kräftigen Schneefällen. Mit bis zu 25 Zentimetern Neuschnee soll besonders die Mitte Deutschlands betroffen sein. Aber auch andernorts müssen die Menschen weiter mit Einschränkungen durch den Wintereinbruch rechnen.   Besonders im Straßen-und Bahnverkehr werden wieder Probleme erwartet.  Reisende wurden beispielsweise von der Deutschen Bahn gebeten, sich vor Fahrtantritt über ihre Verbindung zu informieren. Ein heftiger Schneesturm hatte in Teilen Deutschlands am Sonntag ein Verkehrschaos verursacht. Es fielen mancherorts mehr als 30 Zentimeter Schnee, dazu kamen meterhohe Verwehungen.  Polizei und Feuerwehr fuhren zahllose Einsätze. Bei der Bahn kam es im Regional- und Fernverkehr zu großen Einschränkungen.
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Bahn: Nah- und Fernverkehr auch am Montag eingeschränkt +++ Auch in Braunschweig fällt der Unterricht aus +++ Sinkende Pegelstände beim Rhein-Hochwasser in Köln in Sicht  +++ Wetterdienst: NRW-Unwetterwarnung wird wohl gegen 21 Uhr aufgehoben +++ News zum Wetter im stern-Ticker.

Aktuelle Top-Meldung:

Flughafen BER kämpft gegen Schnee und Eis - Einige Verspätungen

Der Hauptstadt-Flughafen BER hat sich am Wochenende seiner ersten harten Winter-Bewährungsprobe stellen müssen. "Wir räumen, räumen, räumen", sagte eine Flughafensprecherin am Sonntag in Berlin. Insgesamt seien 40 Spezialfahrzeuge und -geräte gegen Schnee und Eis im Einsatz. Geräumt werde auf einer Fläche von 350 Hektar auf der nördlichen Start- und Landebahn, den Rollwegen und dem Vorfeld.

Je Schicht seien 40 Mitarbeiter unterwegs. Bis Sonntagnachmittag sei alles problemfrei gelaufen, sagte die Sprecherin. Lediglich einige Flüge hätten wegen der Räumungsarbeiten Verspätungen zwischen zehn und 45 Minuten. Flugzeuge mussten enteist werden. Wegen der Corona-Pandemie verzeichnet der BER zur Zeit einen deutlichen Rückgang bei der Zahl der Starts und Landungen. Im Januar waren es rund 4000 - annähernd 80 Prozent weniger im Vergleich zum Januar 2020 mit fast 20.000 Flugbewegungen auf den Berliner Flughäfen.

Die Wetter-Nachrichten von heute im stern-Ticker: 

+++ 17.58 Uhr: Bahn: Nah- und Fernverkehr auch am Montag eingeschränkt +++

Der Nah- und Fernverkehr der Deutschen Bahn wird auch am Montag wegen der starken Schneefälle und des heftigen Windes deutlich eingeschränkt sein. Die Kulanzregelung für Reisende im Fernverkehr werden laut Bahn auf Tickets für Fahrten am 8. Februar ausgeweitet. Bereits gebuchte Fahrkarten können demnach bis einschließlich 7 Tage nach Störungsende flexibel genutzt oder kostenfrei storniert werden. Für Sonntag erklärte die Bahn, die verschärfte Wetterlage sorge derzeit im Bahnknoten Erfurt für weitere Einschränkungen im Fernverkehr. Es fahren demnach keine Züge von Frankfurt/Main und Kassel in Richtung Osten. Auf der Verbindung Halle/Leipzig/Magdeburg komme es weiter zu Ausfällen der Fernverkehrslinien. Auch im nördlichen Nordrhein-Westfalen sei der Bahnverkehr weiter stark eingeschränkt. „In Niedersachsen, Bremen und insbesondere im Großraum Hannover gibt es keine Entspannung der Lage“, hieß es weiter.

+++ 17.55 Uhr: Auch in Braunschweig fällt der Unterricht aus +++

Aufgrund der Wetterbedingungen fällt auch in Braunschweig morgen die Schule aus. Das twitterte die Stadt am Sonntagnachmittag. "Der Präsenzunterricht und die Notbetreuung an Braunschweiger Schulen finden morgen wegen der starken Schneefälle nicht statt. Auch Kita-Kinder in Notbetreuung sollten nach Möglichkeit zu Hause betreut werden", hieß es.

+++ 17.35 Uhr: Sinkende Pegelstände beim Rhein-Hochwasser in Köln in Sicht +++

Beim Hochwasser am Rhein sind erstmals seit Tagen wieder deutlich sinkende Pegelstände in Sicht. Nach der Prognose der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes könnte ab Dienstag sogar der Schiffsverkehr bei Köln wieder aufgenommen werden. Der Hochwasserschutz für die historische Altstadt von Köln wurde am Wochenende trotzdem vorsichtshalber noch einmal verstärkt. Wirklich gefährlich wurde das Rhein-Hochwasser den Städten aber nicht. Der Rheinpegel in Köln sollte am Sonntagabend mit knapp 8,70 Meter seinen Höchststand erreichen und danach spürbar zurückgehen. Dienstagmittag könnte dann sogar die Marke von 8,30 Meter unterschritten werden, ab der in Köln der Schiffsverkehr wieder aufgenommen werden kann. Der Schiffsverkehr auf dem Rhein in Köln war wegen des Hochwassers bereits am Donnerstag eingestellt worden, als der Pegelstand von 8,30 Meter erstmals überschritten wurde. In anderen NRW-Städten ist der Schiffsverkehr erst bei deutlich höheren Pegelständen betroffen.

+++ 17.20 Uhr: Thüringen lässt Schulen am Montag geschlossen +++

Aufgrund der aktuellen Wetterwarnungen und der Wetter- und Straßenbedingungen bleiben die Schulen am Montag im gesamten Freistaat Thüringen geschlossen. Dies teilte die Stadt am Sonntag auf ihrem Internetauftritt mit. "Es finden kein Präsenzunterricht und auch keine Notbetreuung statt. Schulen, die sonst eine Betreuung anbieten würden, sind am Montag notfallmäßig besetzt, um vereinzelt ankommende Kinder aufnehmen zu können, bis eine Abholung organisiert werden kann", heißt es weiter. Alle Schulen seien entsprechend informiert. 

+++ 16.55 Uhr: Flughafen BER kämpft gegen Schnee und Eis - Einige Verspätungen +++

Der Hauptstadt-Flughafen BER hat sich am Wochenende seiner ersten harten Winter-Bewährungsprobe stellen müssen. "Wir räumen, räumen, räumen", sagte eine Flughafensprecherin am Sonntag in Berlin. Insgesamt seien 40 Spezialfahrzeuge und -geräte gegen Schnee und Eis im Einsatz. Geräumt werde auf einer Fläche von 350 Hektar auf der nördlichen Start- und Landebahn, den Rollwegen und dem Vorfeld.

Je Schicht seien 40 Mitarbeiter unterwegs. Bis Sonntagnachmittag sei alles problemfrei gelaufen, sagte die Sprecherin. Lediglich einige Flüge hätten wegen der Räumungsarbeiten Verspätungen zwischen zehn und 45 Minuten. Flugzeuge mussten enteist werden. Wegen der Corona-Pandemie verzeichnet der BER zur Zeit einen deutlichen Rückgang bei der Zahl der Starts und Landungen. Im Januar waren es rund 4000 - annähernd 80 Prozent weniger im Vergleich zum Januar 2020 mit fast 20.000 Flugbewegungen auf den Berliner Flughäfen.

+++ 16.30 Uhr: Wetterdienst: NRW-Unwetterwarnung wird wohl gegen 21 Uhr aufgehoben +++ 

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) geht davon aus, dass die Unwetterlage im Norden Nordrhein-Westfalens am Sonntagabend gegen 21 Uhr endet. Der Schneefall schwäche sich allmählich ab, sagte Maria Hafenrichter vom DWD in Essen am Nachmittag. Verwehungen seien wegen kräftigen Windes im nördlichen Münsterland und in Ostwestfalen weiterhin möglich. Am Abend werde der Wind aber nachlassen. Allerdings werden in der Nacht auf Montag in Westfalen neue, mäßige Schneefälle mit fünf bis zehn Zentimetern Neuschnee erwartet. Hafenrichter sprach jedoch von einer "deutlichen Wetterberuhigung".

+++ 16.15 Uhr: Schneesturm: Zugverkehr in den Niederlanden eingestellt +++

Ein heftiger Schneesturm hat den öffentlichen Verkehr in den Niederlanden stark beeinträchtigt. Der landesweite Zugverkehr wurde für den gesamten Sonntag eingestellt, wie die Niederländische Bahn in Utrecht mitteilte. Aus dem ganzen Land wurden Störungen vor allem an Weichen gemeldet. Es sei unklar, ob der Zugverkehr am Montag wieder aufgenommen werden könne. Auch der öffentliche Nahverkehr war in mehreren Gebieten stark eingeschränkt. Busse, Straßenbahnen und Metros fuhren nicht. Am regionalen Flughafen Eindhoven wurde der Flugverkehr vorläufig eingestellt. Der Amsterdamer Flughafen Schiphol warnte Reisende vor Verspätungen.

+++ 16.01 Uhr: Deutsche Bahn stellt Nahverkehr in Westfalen weitgehend ein +++

Wegen des Schnee-Unwetters hat die Deutsche Bahn ihren Nahverkehr in Westfalen bis auf wenige Ausnahmen eingestellt. Wie das Unternehmen am Sonntag mitteilte, fallen bis auf weiteres witterungsbedingt folgende Linien aus: RE2, RE17, RE18, RE42 sowie zahlreiche Regionalbahn- und S-Bahn-Linien. Hinzu kamen Oberleitungsstörungen auf den Strecken zwischen Duisburg und Krefeld, Hagen und Wuppertal, Witten und Hagen sowie Duisburg und Essen. Auf betroffenen Streckenabschnitten seien derzeit keine Zugfahrten möglich, es komme zu Verspätungen und Teilausfällen. "Bisher haben wir leider keine Informationen zur Dauer der Störung", hieß es.

+++ 15.43 Uhr: Verkehrsminister Scheuer: Am Montag lieber zu Hause bleiben +++

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat den vom Schneechaos betroffenen Menschen in Deutschland geraten, am Wochenbeginn besser zu Hause zu bleiben. Man könne nicht garantieren, im Laufe des Montags den Bahnverkehr wieder zum Laufen zu bekommen, sagte Scheuer nach einer Lagebesprechung am Sonntag bei "Bild live". Das Thema Glatteis werde weniger, aber der Schnee höre nicht auf. Der Wind mache "megamäßig" Probleme, vor allem mit Schneeverwehungen. Betroffen seien auch die Autobahnen und die Bahn. Das heiße, in Absprache mit dem Arbeitgeber "lieber zu Hause bleiben", so der Minister. Heftige Schneefälle hatten am Sonntag den Bahn- und Straßenverkehr teilweise lahmgelegt.

+++ 15.27 Uhr: Deutsche Bahn stellt Aufenthaltszüge für Reisende bereit +++

Die Deutsche Bahn hat an Bahnhöfen in den besonders schwer vom Winterunwetter betroffenen Regionen Aufenthaltszüge für Reisende bereit gestellt, beispielsweise in Hamburg, Hannover, Dortmund, Münster, Halle, Leipzig und Kassel. "Hier können sich Fahrgäste, die derzeit nicht mit dem Zug weitereisen können, hinsetzen und aufwärmen", hieß es in einer Mitteilung. Auch Hotelkapazitäten habe sich die DB gesichert, hieß es.

+++ 15 Uhr: Bundesliga-Spiel Bielefeld gegen Bremen wegen Schneefalls abgesagt +++

Das Bundesliga-Heimspiel von Arminia Bielefeld gegen Werder Bremen am Sonntagabend ist wegen des massiven Wintereinbruchs in der Region abgesagt worden. Die ordnungsgemäße Durchführung des Spiels sei nicht gewährleistet, teilte die Deutsche Fußball Liga mit. Die Entscheidung sei wegen der "starken und anhaltenden Schneefälle in Verbindung mit Frost" im Einvernehmen mit dem Schiedsrichter getroffen worden. Für die Begegnung in der Fußball-Bundesliga muss nun ein neuer Termin gefunden werden. Dieser solle zeitnah bekanntgegeben werden, teilte die DFL mit. Nach Angaben von Arminias Medienchef Daniel Mucha hatte der Club zuvor noch alles versucht, um den Platz bespielbar zu machen. Mitarbeiter sollten den Rasen vom Schnee befreien. Zuvor war bereits das Heimspiel des SC Paderborn gegen den 1. FC Heidenheim in der 2. Bundesliga wegen der starken Schneefälle abgesagt worden.

+++ 14.47 Uhr: Winterdienst in Münster stößt an seine Grenzen +++

Der Winterdienst in Münster hat Probleme mit der Schneebeseitigung. "Wir haben in #Münster eine extreme Wetterlage und auch unser Winterdienst stößt an seine Grenzen", meldeten die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster am Sonntag. "Die massiven Schneemengen von bringen auch unsere Spezialfahrzeuge zunehmend an ihre Grenzen. Radwegegeräte stecken trotz Räumschild ebenso wie einzelne Großfahrzeuge fest."

+++ 14.04 Uhr: DWD meldet weitere Schneefälle und Temperaturen von bis zu minus 20 Grad +++ 

DWD meldet weitere Schneefälle und Temperaturen von bis zu minus 20 Grad Nach dem Schneesturm kommt eine Kältewelle auf Deutschland zu. Tief "Tristan" über Mitteleuropa und dem zentralen Mittelmeer sorgt im Zusammenspiel mit Hoch "Gisela" über Skandinavien weiterhin für eisiges Winterwetter hierzulande mit bis zu minus 20 Grad nachts. "Nach dem schnee- und windreichen Wochenende kommt nun aus Osten die große Kälte auf uns zu", sagte Meteorologe Simon Trippler vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach am Sonntag. Die Höchsttemperaturen sinken schon am Montag - außer im Süden - fast überall unter den Gefrierpunkt. "Zarte Plusgrade sind noch in den letzten Mild-Bastionen vom südlichen Rheinland-Pfalz bis nach Baden-Württemberg und im südlichen Bayern zu erwarten", sagte Trippler.

Am Dienstag lassen die Schneefälle dann größtenteils nach, außer an der Küste. "Die kalte Ostströmung verstärkt sich aber immer weiter", mahnte Trippler. Südlich der Donau erreicht die Temperatur tagsüber noch null bis drei Grad. Ansonsten müsse mit bis zu minus zehn Grad gerechnet werden. Für die Nächte sagen die Meteorologen klirrende Kälte vorher, häufig mit strengem Frost unter minus zehn Grad. Lokal seien insbesondere über Schneeflächen bis zu minus 20 Grad "gut möglich".

+++ 13.51 Uhr: Linienverkehr im Märkischen Kreis komplett eingestellt +++

Wie die Märkische Verkehrsgesellschaft MVG mitteilte, wird im Märkischen Kreis der Linienverkehr komplett eingestellt. "Aufgrund von Eisregen und Schneeglätte bleiben alle Busse vorerst in den Depots", hieß es in einer Mitteilung auf der Internetseite des Unternehmens.

+++ 13.36 Uhr: Kontinuierlicher Wind lässt Wasserstände an der Ostsee steigen +++

Menschen in Norddeutschland müssen sich auf Hochwasser an der Ostsee einstellen. Ein kontinuierlicher Ostwind bringt Wassermassen an die Ostseeküste, wie Meteorologe Frank Böttcher am Sonntag in einer Online-Pressekonferenz sagte. Am Sonntag gebe es vor allem im Raum Flensburg erhöhte Wasserstände von bis zu 90 Zentimetern. Für den Montag sei in der Kieler Bucht mit bis zu 80 Zentimeter höheren Wasserständen zu rechnen und auch in der Lübecker Bucht steige das Wasser deutlich an. An der Nordseeküste war Böttcher zufolge hingegen Niedrigwasser angesagt. Die Wyker Dampfschiffs-Reederei strich für den Sonntag einige Fährverbindungen zwischen Dagebüll und den Nordseeinseln Föhr und Amrum aufgrund der niedrigen Wasserstände. Zwischen Schlüttsiel und den Halligen Hooge und Langeneß entfiel der Fährverkehr komplett.

In Kombination mit den vorherrschenden frostigen Temperaturen erwartete Böttcher angesichts des Hochwassers für die nächsten Tage auch Eisschollen auf der Ostsee sowie geschlossene Eisflächen auf den Seen im Binnenland. Er warnte jedoch davor, diese zu betreten. Aufgrund der zu geringen Dicke bestehe Lebensgefahr.

+++ 12.23 Uhr: Mehr als 55 Sattelzüge hängen bei Eis und Schnee fest +++

Wegen starken Schneefalls bei Minustemperaturen ist der Lastwagenverkehr auf den Autobahnen in Osthessen in der Nacht zum Sonntag zeitweise zum Erliegen gekommen. Mehr als 55 Sattelzüge hätten aufgrund der glatten Fahrbahn und ihres Gewichts die Steigungen nicht überwinden können, teilte die Polizei in Bad Hersfeld am Sonntag mit.

In der Steigungsstrecke im Knüllwald zum 448,1 Meter hohen Pommer in Richtung Kassel sei der Verkehr von Mitternacht bis vier Uhr morgens komplett zum Erliegen gekommen. 35 Sattelzüge hatten sich auf allen drei Fahrspuren aufgrund der Schneeglätte festgefahren. Mehrere Streifen der Autobahnpolizei und Streufahrzeuge konnten den Verkehr nach vier Stunden wieder zum Fließen bringen. In der Gegenrichtung war die Steigungsstrecke zum Pommer für etwa zwei Stunden blockiert - zehn Sattelzüge hatten sich festgefahren.

Etwa zehn Sattelzüge waren zuvor an der Autobahn 7 nahe Kirchheim liegen geblieben. Die anderen Fahrbahnen hätten weiter befahren werden können. Die Steigung nach Friedewald auf der Autobahn 4 konnten ebenfalls mehrere Sattelzüge nicht überwinden. Sie blockierten die Autobahn aber nicht vollständig.

+++ 12 Uhr:  Wintereinbruch sorgt auf Straßen für Verkehrsbehinderungen +++

Der Wintereinbruch sorgte für teils heftigen Behinderungen auf einigen Straßen. Auf der eingeschneiten A7 bei Kirchheim in Hessen blieben in einer Steigung zehn Sattelzüge stecken, wie die Polizei in Bad Hersfeld mitteilte. Im weiteren Verlauf der A7 kam der komplette Verkehr in der Nacht zum Sonntag für vier Stunden zum Erliegen. In  Niedersachsen musste in der Nacht zum Sonntag die A30 am Schüttorfer Kreuz nach einem Unfall in Fahrtrichtung Hannover voll gesperrt werden. Bei starkem Schneefall und Schneeverwehungen war der Fahrer eines Sattelzugs von der Fahrbahn abgekommen. Der Lkw kippte auf die Fahrerseite und legte sich quer über die Fahrbahn. Der 30-jährige Fahrer kam mit leichten Verletzungen davon.

+++ 11.42 Uhr: Sechs Menschen aus Schwebebahn in Wuppertal befreit +++

Einsatzkräfte haben sechs Menschen aus einer Schwebebahn in Wuppertal befreit. Die Bahn konnte wegen des eisigen Wetters nicht mehr fahren und sei stehen geblieben, sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Sonntag. Die Fahrgäste wurden mit Drehleitern aus luftiger Höhe befreit. Alle seien unverletzt. Wann die Bahn wieder fahren würde, konnte der Sprecher nicht sagen.

Einsatzkräfte der Feuerwehr befreien mit einer Drehleiter Fahrgäste aus einem Wagen der Schwebebahn
Einsatzkräfte der Feuerwehr befreien mit einer Drehleiter Fahrgäste aus einem Wagen der Schwebebahn in Wuppertal
© Christoph Petersen / DPA

+++ 11.34 Uhr: Amsterdamer liefern sich Schneeballschlacht mit der Polizei +++ 

Durch den für sie relativ ungewohnten Schnee sind einige Amsterdamer offenbar total aus dem Häuschen: Am frühen Sonntagmorgen gegen 5 Uhr lieferten sich Spaziergänger mit der Polizei mitten in Amsterdam vor dem Palast eine Schneeballschlacht. Umstehende filmten die ungewöhnliche und eigentlich verbotene Szene.

Denn sowohl die Bürger als auch die Polizisten verstießen damit gegen die Corona-Regeln fürs Winterwetter. Die niederländische Regierung hatte erst am Samstag neue Schnee-Regeln erlassen. Danach sind Schneeballschlachten nur mit dem eigenen Haushalt erlaubt. Und da auch die 1,5 Meter-Regel weiterhin gilt, ist Einseifen grundsätzlich nicht möglich. Einige Amsterdamer schnallten sich auch die Skier unter und glitten auf den Straßen durch die Stadt. Wegen der Coronakrise sind Reisen ins Ausland untersagt.

+++ 11.21 Uhr: DWD meldet weitere Schneefälle und Temperaturen von bis zu minus 20 Grad +++

Der Deutsche Wetterdienst sagt weitere Schneefälle für Montag und Dauerfrost für die kommenden Tage voraus. "Nach dieser Einwinterung gibt es am Montag noch weitere Schneefälle, wobei die Neuschneemengen nicht mehr so hoch sind wie an diesem Wochenende", heißt es auf der Internetseite. "Im weiteren Verlauf der Woche fällt nur noch gebietsweise ein wenig Schnee (vor allem am Mittwoch), vielfach bleibt es aber auch länger trocken und die Sonne kommt zum Vorschein". Allerdings setze sich dann die kalte Luft, die durch Hoch "Gisela" mit Schwerpunkt über Skandinavien zu uns strömt, aus dem Norden und Osten Deutschlands immer mehr durch und erreiche auch die Gebiete im bisher milden Südwesten, heißt es. "Damit steht außer im äußersten Süden fast landesweit Dauerfrost ins Haus! In den Nächten ist häufig strenger Frost unter  minus 10 Grad zu erwarten, über Schnee kann es sogar bis auf  minus 20 Grad oder noch etwas darunter abkühlen!"

+++ 10.46 Uhr: Polizei NRW bittet Autofahrer zu Hause zu bleiben +++

Nordrhein-Westfalen ist von den Schneemassen besonders betroffen. Die Polizei meldete am Sonntagvormittag mehrere witterungsbedingte Straßensperrungen. "Bleiben Sie bitte bestmöglich zu Hause", twitterte beispielsweise die Polizei Paderborn. Auch die Polizei Dortmund bat: "Lassen Sie Ihr Auto möglichst stehen". 

+++ 10.38 Uhr: Deutsche Bahn meldet mehrere Zugausfälle im Fernverkehr +++

Die Deutsche Bahn meldete am Sonntag mehrere Ausfälle im Fernverkehr. Eingestellt wurden bis auf weiteres die Verbindungen zwischen:

  • Berlin und Frankfurt über Braunschweig/Kassel
  • Berlin, Hannover und Dortmund/Köln
  • Hamburg und Dortmund/Köln

Bis mindestens in die Mittagsstunden fallen folgende Verbindungen aus: 

  • Berlin, Leipzig/Halle und Erfurt
  • Dresden, Leipzig und Erfurt
  • Köln/Dortmund, Hannover, Magdeburg, Leipzig und Dresden
  • Hamburg, Hannover und Kassel
  • Hannover und Bremen

Wie bereits am Samstag verkehren auch am Sonntag keine Fernzüge zwischen Hamburg und Kiel, Hamburg und Lübeck sowie Hamburg und Westerland verkehren. Zudem auch keine Intercity-Züge zwischen Bremen und Norddeich Mole sowie zwischen Münster (Westfalen) und Norddeich Mole. Aktuelle Informationen finden Reisende auf bahn.de/aktuell.

+++ 10.15 Uhr: Bahn stellt Zugverkehr zwischen Deutschland und Niederlande ein +++

Die Deutsche Bahn hat den Fernverkehr zwischen Deutschland und den Niederlanden bis auf weiteres eingestellt. "Die ICE-Züge zwischen Frankfurt und Amsterdam, sowie die Intercity-Züge zwischen Berlin und Amsterdam entfallen auf dem gesamten Laufweg", informierte das Unternehmen die Reisenden auf bahn.de/aktuell

+++ 10.01 Uhr: Winterwetter macht Autofahrern in Sachsen-Anhalt zu schaffen +++

Schneeverwehungen und winterliche Glätte haben am Sonntagmorgen den Autofahrern in Sachsen-Anhalt zu schaffen gemacht. Auf zahlreichen Straßen kam es zu Sperrungen, meist weil sich Autos oder Lastwagen wegen der Straßenverhältnisse quer stellten. Menschen wurden nicht verletzt, wie die Polizei mitteilte. Die Lage sei noch nicht prekär, sagte ein Sprecher im Lagezentrum des Innenministeriums. In Magdeburg holten die Verkehrsbetriebe (MVB) ihre Straßenbahnen in die Depots. Wegen der Schneeverwehungen im gesamten Stadtgebiet sei ein sicherer und stabiler Betrieb nicht möglich, hieß es. Der Busverkehr sei nicht betroffen. Auch in Halle wurde der Verkehr mit Straßenbahnen eingestellt.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes in Leipzig waren in der Nacht verbreitet etwa 10 bis 20 Zentimeter Neuschnee gefallen. Vor allem in Anhalt, am Harz, dem Raum Wittenberg und der Börde soll es auch während des Sonntags weiter schneien. Es seien Schneeverwehungen bis zu einem halben Meter Höhe möglich, hieß es.

+++ 9.09 Uhr: Lage auf NRW-Autobahnen spitzt sich durch Schneeverwehungen zu +++

Heftige Schneeverwehungen sorgen in Teilen Nordrhein-Westfalens zunehmend für Probleme auf den Autobahnen. Einige Strecken waren gesperrt, anderswo ging es nur im Schneckentempo voran. Auf den Autobahnen in den Regierungsbezirken Münster und Detmold ordneten die Behörden ein Fahrverbot für Lastwagen ab 7,5 Tonnen an. Es gelte vorerst bis 12 Uhr, sagte ein Sprecher der Landesleitstelle der Polizei am Sonntagmorgen.

In Bielefeld sperrte die Polizei die Autobahn 2 am Bielefelder Berg. Weil starker Wind immer neuen Schnee auf die Fahrbahn wehte, kamen die Räumfahrzeuge nicht hinterher. Der Deutsche Wetterdienst hatte im Vorfeld bereits gewarnt, dass vor allem Schneeverwehungen zu Problemen führen könnten. Ein starker Ostwind wehte den vielen Neuschnee aus der Nacht immer wieder auf die gerade geräumten Fahrbahnen.

+++ 7.10 Uhr: Heftiger Schneefall: Münster stellt Busverkehr komplett ein +++

Wegen des heftigen Wintereinbruchs hat die Stadt Münster ihren Busverkehr am Sonntagmorgen komplett eingestellt. "Schnee und glatte Straßen machen eine sichere Fahrt unmöglich", teilten die Stadtwerke am Sonntagmorgen mit. Die Entscheidung gelte "bis auf Weiteres" - man werde die Wetterlage genau beobachten. In Münster waren in der Nacht zum Sonntag innerhalb kurzer Zeit 20 bis 30 Zentimeter Schnee gefallen.

+++ 7 Uhr: Wintereinbruch führt zu 222 Unfällen in NRW +++

Dichter Schneefall und Glätte haben am Wochenende den Verkehr in Nordrhein-Westfalen teilweise lahmgelegt. Seit Samstagnachmittag sei es zu bislang 222 Unfällen aufgrund des Wetters gekommen, sagte ein Sprecher der Landesleitstelle der Polizei am frühen Sonntagmorgen. Dabei seien zwei Menschen schwer und 26 leicht verletzt worden. Der Sachschaden belaufe sich auf etwa eine Million Euro. Der "WDR" hatte zuvor berichtet.

+++ 6.42 Uhr: Wintereinbruch sorgt für Probleme im Bahnverkehr in NRW +++

Bei der Bahn in Nordrhein-Westfalen gibt es vor allem im Ruhrgebiet erste Probleme durch den heftigen Wintereinbruch. An mehreren Stellen seien Oberleitungen beschädigt worden, sagte eine Bahn-Sprecherin im Sonntagmorgen. Das betreffe etwa die wichtige Strecke zwischen Duisburg und Essen. Auch die Regionalbahnen zwischen Münster und Recklinghausen und die S-Bahnen zwischen Dortmund und Hagen konnten wegen einer Oberleitungsstörung nicht mehr fahren oder mussten umgeleitet werden.

 +++ Die Nachrichten von Samstag, den 6. Februar 2021 +++

+++ 21.06 Uhr: Eisregen beginnt in Nordrhein-Westfalen +++

In Teilen Nordrhein-Westfalens hat am Samstagabend ein gefährlicher Eisregen eingesetzt. Zunächst habe es aber nur sehr kleine Hagelkörner gegeben, sagte eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes in Essen am Samstagabend. Lediglich im Siegerland schätzten die Wetterexperten die Gefahr sehr hoch ein und warnten vor verbreitetem Glatteis. Vom Siegerland aus ziehe sich der Eisregen in der Nacht in einem breiten Streifen über Wuppertal und Düsseldorf bis zur niederländischen Grenze. In diesem Gebiet sei zumindest örtlich mit Glätte zu rechnen, teilte der Wetterdienst mit. Deutlich kritischer könnte es im Verlauf der Nacht weiter nördlich in NRW werden. Für die Region vom Kreis Lippe über Bielefeld und Paderborn bis nach Münster und Unna warnte der Wetterdienst ab 21.00 Uhr vor starkem Schneefall und ab Mitternacht vor extrem starken Schneeverwehungen.

+++ 18.06 Uhr: Bahn streicht wegen Unwetterwarnung Zugverbindungen im Norden +++

Wegen einer Unwetterwarnung sind im Norden Deutschlands mehrere Zugverbindungen gestrichen worden. Am Wochenende verkehren keine Fernverkehrszüge zwischen Hamburg und Kiel, Hamburg und Lübeck sowie zwischen Hamburg und Westerland, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Am Samstag und Sonntag fahren demnach auch keine Intercity-Züge zwischen Bremen und Norddeich Mole sowie zwischen Münster und Norddeich Mole. Zudem ist nach Angaben der Bahn der Fernverkehr zwischen Hamburg und den Städten Rostock, Stralsund und Binz am Wochenende stark ausgedünnt.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte, von Samstagabend bis weit in den Sonntag hinein sei in der Mitte sowie in Teilen Norddeutschlands mit Unwettern durch starken Schneefall mit Verwehungen zu rechnen. Südlich davon bestehe Glatteisgefahr. Am Alpenrand seien schwere Sturmböen zu erwarten. Im Norden, der Mitte und Osten des Landes rechnet der DWD mit Sturm- und Windböen.

+++ 17.34 Uhr: Sahara-Staub färbt Himmel in Teilen Bayerns gelb-rötlich +++

Staub aus der Sahara hat in Teilen Bayerns den Himmel in ein trübes Licht getaucht. "Wenn man in München rausschaut zum Beispiel, sieht es leicht gelb-rötlich aus", sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Samstag. Grund sei ein Tiefdruckgebiet über Südwesteuropa: Die entstandenen Winde transportieren Staub aus der Wüste über das Mittelmeer direkt nach Deutschland. Bayern ist dem Sprecher zufolge besonders von den Auswirkungen betroffen. 

+++ 16.56 Uhr: DWD warnt vor schweren Sturmböen am Alpenrand +++

Neben starken Schneefällen in weiten Teilen von Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Hessen und Thüringen ab dem Abend mit zum Teil extremen Schneeverwehungen (Unwetter), warnte der Deutsche Wetterdienst am Samstag auch vor schweren Sturmböen am Alpenrand sowie Sturm- und Windböen im Norden, der Mitte und im Osten des Landes. Hinzu käme verbreitet leichter Frost und Glätte, in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg zum Teil auch strenger Frost, hieß es in einer Meldung am Nachmittag.

+++ 16.30 Uhr: Von wegen Winterchaos: Surfen im München +++

Während in weiten Teilen Deutschlands heftiger Schneefall droht, haben sich Wassersportler in München im Eisbach getummelt. Das Wetter in Bayern präsentierte sich am Samstag weitgehend unspektakulär."Wenn man vom äußersten Norden und dem äußersten Süden absieht, ist es überall recht einheitlich, dicht bewölkt und zwischen vier und acht Grad", sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Nachmittag.

Das vorhergesagte frühlingshafte Wetter im Süden trat zwar nicht ein - was die Eisbach-Surfer aber nicht von ihrem Hobby abhielt. Viele nutzen die stehende Welle eingehüllt in dicke Neoprenanzüge auch im Winter."Es fehlt so ein bisschen die Sonneneinstrahlung, sonst wären es mit Sicherheit Richtung 15 Grad geworden", erläuterte der DWD-Fachmann.

+++ 14.05 Uhr: Köln verstärkt Hochwasserschutz für die Altstadt +++

Wegen des weiter steigenden Pegelstands am Rhein verstärkt die Stadt Köln noch einmal ihren Hochwasserschutz. Am Samstagnachmittag würden unter anderem an der Kölner Altstadt drei weitere Hochwassertore geschlossen, sagte eine Sprecherin. Für das zu Köln gehörende Örtchen Kasselberg, das durch das Rhein-Hochwasser bereits zur Insel geworden ist, richtet die Stadt einen Fährverkehr ein. Für die Anwohner sei das im Moment die einzige Möglichkeit, den Ort zu erreichen oder zu verlassen. Seit Tagen sind in Kasselberg Stege aufgebaut, weil die Straßen überflutet sind.

Der Pegelstand in Köln war am Samstag leicht auf 8,58 Meter gesunken. Am Montagmorgen könnte nach einer Abschätzung der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes aber ein vorläufiger Höchstwert von 8,85 Metern erreicht werden. Gefährlich wird es für die Kölner Innenstadt aber erst bei deutlich höheren Pegelständen ab 11,30 Metern.

+++ 14.02 Uhr: Deutsche Bahn meldet Ausfälle von Regional- und S-Bahn +++

Aufgrund der aktuellen Wetterlage fallen bei der Deutschen Bahn auf der Strecke zwischen Hannover Hauptbahnhof und Bremen Hauptbahnhof einige Regionalzüge aus. Betroffen seien die Züge mit den Zugnummern RE4445, RE4444, RE4440, RE4447, RE4446, hieß es in einer Mitteilung auf der Internetseite bahn.de/aktuell. Zudem fallen ab Mitternacht Züge der S5 der S-Bahn Hannover aus. Ein Ersatzverkehr kann nicht angeboten werden. Reisende werden gebeten, sich unmittelbar vor Reiseantritt über Ihre Reiseverbindung zu informieren.

+++ 13.09 Uhr: Deutscher Wetterdienst gibt Unwetterwarnung heraus +++

Der Deutsche Wetterdienst hat am Samstagmittag eine Unwetterwarnung für Teile Deutschlands herausgegeben. "Im Norden und in der Mitte starke Schneefälle, teils extrem starke Schneeverwehungen und Glatteis (Unwetter/Vorabinformation Unwetter)", hieß es auf der Internetseite des DWD. "Gebietsweise Schneefall in der Mitte. Sturmböen an der Nordsee sowie in den Alpen. Windböen im Nordwesten. Im Norden und Osten verbreitet leichter Frost und Glätte". 

Vor allem in der nördlichen Mitte Deutschlands sei von Samstagabend bis in die Nacht zum Montag mit 15 bis 40 Zentimeter Neuschnee und Schneeverwehungen bis über einen Meter zu rechnen. Straßen und Schienenwege könnten durch extreme Schneeverwehungen unpassierbar werden. Es bestehe die Gefahr von Schneebruch. "Fahren Sie nur mit Winterausrüstung und vermeiden Sie grundsätzlich Autofahrten!", hieß es in der Warnmeldung.

Im Norden des Landes waren am Samstag vorsorglich bereits einige Bahn-Verbindungen im Fernverkehr eingestellt worden. Der Süden hingegen dürfte einen Vorgeschmack auf den Frühling bekommen.

+++ 10.25 Uhr: Warten auf das Unwetter - Prognosen für NRW weiter schwierig +++

Vor dem erwarteten heftigen Wintereinbruch in Teilen Deutschlands ist weiter unklar, wo genau in Nordrhein-Westfalen das Unwetter die Menschen treffen wird. Noch ließen die Wettermodelle keine sichere Prognose zu, sagte Meteorologin Ulrike Zenkner vom Deutschen Wetterdienst in Essen am Samstagmorgen. Voraussichtlich werde man gegen Samstagmittag genauer sagen können, wo es heftig schneien werde. Am Nachmittag werde dann klar sein, in welchen Teilen des Landes gefrierender Regen für gefährlich glatte Straßen sorgen könnte.

Sicher ist, dass es in NRW vor allem den Norden des Landes treffen wird. Bereits am Freitag hatte der Deutsche Wetterdienst gewarnt, dass am Wochenende mit massiven Behinderungen im Schienen- und Straßenverkehr zu rechnen sei. Losgehen soll es am Samstagabend. Innerhalb von zwölf Stunden müsse mit 15 bis 25 Zentimeter Neuschnee gerechnet werden. Auch 40 Zentimeter seien nicht ausgeschlossen. Bei starkem bis stürmischem Ostwind seien zusätzlich starke, teils auch extreme Schneeverwehungen zu erwarten. Die Bahn und die Autobahnmeistereien haben sich auf zahlreiche Einsätze vorbereitet.

+++ 10.11 Uhr Bahn meldet erste Einschränkungen im Bahnverkehr +++

Die Deutsche Bahn meldet aufgrund des drohenden Unwetters erste Einschränkungen im Bahnverkehr. So würden am Samstag und Sonntag beispielsweise keine Fernzüge zwischen Hamburg und Kiel, Hamburg und Lübeck sowie Hamburg und Westerland verkehren. Zudem würden keine Intercity-Züge zwischen Bremen und Norddeich Mole sowie zwischen Münster (Westfalen) und Norddeich Mole verkehren. Stark ausgedünnt sei an beiden Tagen auch der Fernverkehr zwischen Hamburg und Rostock/Stralsund/Binz.

+++ 9.06 Uhr: Deutscher Wetterdienst kündigt Warnungen an +++

Der Deutsche Wetterdienst meldete am Vormittag eine Wetterlage, die es "in sich hat": starker Schneefall, starke Schneeverwehungen sowie gefrierender Regen mit erheblicher Glatteisbildung. Am Vormittag soll es erste konkrete Warnungen geben, teilt der DWD auf Twitter mit.

+++ 8.15 Uhr: Wasserstand im Rhein steigt weiter an - Keine Entspannung in Sicht +++

Beim Hochwasser am Rhein zeichnet sich in Köln noch einmal eine leichte Verschärfung ab. Am Samstagmorgen sank der Pegelstand zwar leicht auf 8,58 Meter. Für Sonntag und Montag rechnete die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung aber noch einmal mit einem steigenden Wasserstand. Der vorläufige Höchstwert könnte demnach mit knapp 8,80 Metern am Montagmorgen erreicht werden - weiter reichen die Modelle noch nicht. Der Schiffsverkehr am Rhein in Köln war wegen des Hochwassers bereits am Donnerstag eingestellt worden. Erst bei einem Pegelstand unter 8,30 Meter dürften die Schiffe den Abschnitt wieder passieren. In anderen NRW-Städten ist der Schiffsverkehr erst bei deutlich höheren Pegelständen betroffen. Seit Tagen sind Uferpromenaden und Landungsstege überschwemmt, auch in nah am Fluss gelegene Wohngebiete schwappte das Wasser. Wirklich dramatisch ist das noch nicht, allerdings greifen diverse Schutzmaßnahmen. Im Örtchen Kasselberg etwa sind Stege aufgebaut. Für die Kölner Innenstadt wird es erst bei deutlich höheren Pegelständen ab 11,30 Metern gefährlich.

+++ Nachrichten von Freitag, 5. Februar +++

+++ 15.58 Uhr: Bahn warnt vor Zugausfällen wegen Winterwetter im Norden am Wochenende +++

Die Deutsche Bahn hat angesichts des angekündigten Winterwetters vor Zugausfällen und Verspätungen im Norden Deutschlands am Wochenende gewarnt. Ab Samstagmittag seien Auswirkungen des angekündigten starken Schneefalls auf das Bahnnetz möglich, hieß es am Freitag auf der Internetseite des Unternehmens. Die Warnung gilt bis einschließlich Sonntag. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) kündigte für das Wochenende starken Schneefall und Glatteis vom Münsterland bis nach Brandenburg an.

Fahrgäste, die ihre für das Wochenende geplante Reise verschieben möchten, können ihr bereits gebuchtes Ticket für den Fernverkehr bis einschließlich sieben Tage nach Ende der Störung flexibel nutzen oder kostenlos stornieren. In Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hamburg und Bremen seien auch Einschränkungen im Regionalverkehr möglich.

Wetter in Deutschland: Flughafen BER kämpft gegen Schnee und Eis: "Wir räumen, räumen, räumen"

Wetter-Karte: Sehen Sie, wo es am kältesten ist

Möchten Sie wissen, wo es am kältesten ist oder wo am meisten Neuschnee erwartet wird? Die untenstehende interaktive Karte zeigt es. Darüber hinaus kann man über den Zeitstrahl unten in der Grafik auch die Vorhersage für einen späteren Zeitpunkt abrufen. Im Menü oben rechts kann die dargestellte Ebene auch beispielsweise auf Regen oder die Temperaturen umgestellt werden. 

Bereitgestellt wird der Service von Windy.com. Die Macher nutzen für ihre Darstellungen und Vorhersagen das Modell vom "Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage".

+++ 15.55 Uhr: Netzbetreiber bereiten sich wegen Schneesturm auf Störungen vor +++

Angesichts der vorhergesagten Unwetter mit Schnee, Sturm und Eisregen stellen sich Netzbetreiber auf mögliche Störungen ein. "Mit Blick auf die nächsten Tage halten wir eine erhöhte Alarmbereitschaft und vielfältige Leitungsreserven vor und stehen dazu auch mit anderen Netzbetreibern im Austausch", teilte der Sprecher von Tennet, Mathias Fischer, auf Anfrage mit. Sollten Leitungen beschädigt werden, könne Tennet den Schaden durch Sicherheitsreserven über andere Leitungen ausgleichen. Auch ein kurzfristiges Hochfahren zusätzlicher Kraftwerke sei möglich. Das Unternehmen betreibt von Schleswig-Holstein bis Bayern das längste Höchstspannungsnetz in Deutschland.

+++ 12.56 Uhr: Auto in Hochwasser festgefahren - Sportbootführerschein gezückt +++

Ein 41 Jahre alter Mann hat sein Auto in Rheinland-Pfalz im Hochwasser festgefahren. Das Fahrzeug musste durch einen Abschleppdienst geborgen werden, teilte die Polizei am Freitag mit. Die Polizei geht von einem Totalschaden des Motors aus. Passend zur Situation händigte der 41-Jährige den Beamten zunächst nicht seinen Pkw-Führerschein, sondern seinen Sportbootführerschein aus, hieß es.

Der Mann wollte demnach am Donnerstagabend in Leubsdorf am Rhein trotz des hohen Wasserstandes die Bundesstraße 42 entlang fahren. Erst als der Motorblock unter Wasser stand, beendete er sein Vorhaben und versuchte verzweifelt, das Auto wieder aus dem Wasser zu schieben, was ihm aber misslang.

12.33 Uhr: Bis zu 40 Zentimeter Neuschnee in Norddeutschland erwartet +++

Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes rechnen mit bis zu 40 Zentimeter Neuschnee in Norddeutschland in den kommenden Tagen. Dazu drohen  "enorme Schneeverwehungen" durch den Sturm, sagte ein Mitarbeiter des DWD der Nachrichtenagentur dpa in Offenbach. Besonders betroffen ist den Angaben zufolge ab Samstagabend die Region vom Emsland und dem Münsterland bis hin zum Harz. Im Ruhrgebiet, dem Siegerland, in Mittelhessen und Oberfranken hingegen gibt es von Sonntagnachmittag bis Montag gefrierenden Regen, der eine mehrere Zentimeter dicke Eisschicht zur Folge haben könnte. Der DWD rechnet mit "erheblichen Verkehrsbehinderungen" durch den unwetterartigen Eisregen und Schäden an der Natur durch Eisbruch.

+++ 11.01 Uhr: Autobahnmeistereien im Norden für Wintereinbruch gerüstet +++

Der Winterdienst bereitet sich auf einen Schneeeinsatz auf den Autobahnen in Norddeutschland vor. Die Autobahnmeistereien stünden mit rund hundert Räum- und Streufahrzeugen und 250 Mitarbeitern rund um die Uhr bereit, um am Wochenende die etwa 750 Kilometer Autobahn im Norden schnee- und eisfrei zu halten, sagte eine Sprecherin der Niederlassung Nord der Autobahn GmbH des Bundes am Freitag. Die Niederlassung ist für die Autobahnen in Schleswig-Holstein, Hamburg und dem nördlichen Niedersachsen zuständig.

Die Sprecherin appellierte an die Autofahrer, ihre Fahrweise den Witterungsverhältnissen anzupassen und Schneeräum- und Streufahrzeuge nicht zu überholen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes muss vor allem ab Sonntag im Norden mit Schneefall, Glätte, Schneeverwehungen und tiefen Temperaturen gerechnet werden.

+++ 8.21 Uhr: Hang rutscht nahe Wangen im Allgäu ab +++

Ein Hang ist auf einer Länge von 80 Metern bei Wangen im Allgäu abgerutscht. Mehrere Menschen mussten ihre Häuser vorsichtshalber verlassen, wie die Polizei mitteilte. Bei dem Erdrutsch am Donnerstagabend im Südosten Baden-Württembergs stürzte der Hang etwa 50 Meter ab, verletzt wurde dabei niemand. Bereits am Mittwoch seien Unterspülungen in dem Bereich festgestellt worden, aber "damit hatte niemand gerechnet", so ein Sprecher der Polizei. Der weitere Verlauf werde nun von Experten überwacht.

In dieser Woche war es bereits im baden-württembergischen Schopfheim nach Regen und Schneeschmelze zu einem Erdrutsch gekommen. Mehrere Häuser mussten evakuiert werden, verletzt wurde auch hier niemand.

+++ 7.01 Uhr: Hochwasser im Rhein steigt weiter - "Ganz normales Winter-Hochwasser" +++

Die Pegelstände des Rheins in Nordrhein-Westfalen sind weiter gestiegen. Der Wasserstand in Köln lag nach Angaben des Hochwasserzentrums in Mainz am frühen Freitagmorgen bei 8,54 Metern. Das waren etwa 33 Zentimeter mehr als einen Tag zuvor. Die Lage sei aber nicht dramatisch, sagte Marlene Willkomm, stellvertretende Leiterin der Hochwasserschutzzentrale in Köln. "Das ist ganz normales Winter-Hochwasser."

Das Rheinufer in Köln mit dem Dom am Freitagmorgen bei Dunkelheit
Das Rheinufer in Köln mit dem Dom am Freitagmorgen. Die Pegelstände des Rheins in Nordrhein-Westfalen sind weiter gestiegen. Bereits am Donnerstag war die Schifffahrt am Rhein in Köln eingestellt worden.
© Oliver Berg / DPA

+++ Nachrichten von Donnerstag, 4. Februar +++

+++ 18.18 Uhr: Hochwassermarke II in Köln erreicht, Schifffahrt wird eingestellt +++

Die Hochwasserlage bleibt in mehreren Bundesländern angespannt. Am Rhein in Köln wurde die Schifffahrt deswegen am Donnerstag eingestellt. Die Hochwassermarke II von 8,30 Metern wurde am Nachmittag erreicht, im Laufe des Freitags rechnet die Stadt mit dem höchsten Stand. "Er wird über das Wochenende nicht wirklich sinken", erklärte die Hochwasserschutzzentrale von Köln. Erst zum Wochenbeginn werde erwartet, dass die Fluten langsam zurückgehen. 

Demnach rechnet das Hochwassermeldezentrum Rhein in Mainz für Köln am Freitag mit einem Höchststand zwischen 8,40 und 8,70 Metern. In der Stadt sollen am Freitag vorsichtshalber mobile Wände an den Zugängen vom Rhein zur Altstadt aufgebaut werden. Bei Bonn war die Hochwassermarke II bereits zuvor überschritten worden, die Schiffe auf dem Abschnitt mussten vor Anker gehen.

anb/jek DPA AFP

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