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Internationale Raumstation: Astronauten warten auf Obst und Briefe

Der Versorgungsfrachter "Progress M-58" hat Wasser, Obst, Gourmetmenüs, Briefe und Geschenke an Bord. Schon am Donnerstagabend hat er die Internationale Raumstation ISS erreicht - doch bisher blieben die Luken geschlossen.

Wegen technischer Probleme muss die Besatzung der Internationalen Raumstation ISS am Freitag weiter auf neue Versorgungsgüter warten: Die Ladeluken des unbemannten russischen Versorgungsfrachters "Progress M-58" seien noch nicht geöffnet worden, sagte eine Sprecherin der Bodenkontrolle, Wera Medwedewa. An Bord befinden sich 2,5 Tonnen Fracht - Wasser und Lebensmittel, darunter Obst und auch einige Spezialgerichte des französischen Starkochs Alain Ducasse, sowie Briefe, CDs, DVDs und andere Geschenke für die Crew.

Selbst wenn sich das Entladen der "Progress" weiter verzögere, bestehe keine Gefahr für die Besatzung, betonte die russische Raumfahrtbehörde. Der deutsche Astronaut Thomas Reiter, der Russe Michail Tjurin und Michael Lopez-Alegria aus den USA hätten noch genügend Lebensmittel und Sauerstoff.

Widerspenstige Antenne

Bereits am Donnerstag hatte es Probleme mit einer Antenne der "Progress" gegeben: Sie habe sich zunächst nicht richtig eingefahren. Die Verbindungsstelle zwischen Raumstation und angekoppeltem Fluggerät muss hermetisch abgedichtet sein, ehe die Luke der ISS geöffnet werden darf. Anderenfalls droht in der Raumstation ein gefährlicher Druckverlust.

Das Problem sei nach gut drei Stunden behoben worden, hatte es am Abend geheißen: Man habe dafür gesorgt, dass sich die "Progress" etwa 40 Zentimeter von der ISS entfernt und sich ihr dann aufs Neue genähert habe. Dieses Manöver sei gelungen. Die Bodenkontrolle konnte am Freitag jedoch nicht bestätigen, ob die Störung an der Antenne vollständig beseitigt werden konnte.

Die "Progress" war am Montag von Kasachstan aus mit einer Sojus-Rakete ins All gestartet. Sie transportiert auch Material für die Reparatur eines Sauerstoffgenerators, der im vergangenen Monat überhitzte.

AP/DPA/Reuters / AP / DPA / Reuters