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Kosmisches Bombardement Röntgenstrahlen legen Satelliten lahm


Wissenschaftler sind fasziniert: Der Nasa-Satellit "Swift" hat den bis jetzt hellsten Gammablitz in den Tiefen des Weltalls entdeckt. Der Strahlenausbruch war so gewaltig, dass sogar die Software des Gerätes zweitweise abstürzte.

Ein gewaltiger Strahlenausbruch im All hat einen Satelliten vorübergehend "erblinden" lassen. Bei dem Vorfall Ende Juni habe es sich um das bislang hellste jemals entdeckte Phänomen dieser Art gehandelt, berichtete der Astronom David Burrows von der Penn State Universität in den USA.

Die Röntgenstrahlen waren fünf Milliarden Jahre durch das All gereist und trafen am 21. Juni den Nasa-Satelliten "Swift". Wie Gammablitze entstehen, ist noch nicht endgültig geklärt. Wissenschaftler gehen davon aus, dass sie beim Kollaps eines massereichen Sterns auftreten, der zu einem Schwarzen Loch kollabiert.

Software abgestürzt

Bei dem jetzt beobachteten hochenergetischen Ausbruch hätten so viele Photonen (Lichtteilchen) "den Detektor in jeder Sekunde bombardiert, dass dieser sie nicht schnell genug zählen konnte", sagte Phil Evans von der britischen Universität Leicester. Es sei so gewesen, als ob man mit Regenmesser und Eimer die Folgen eines Tsunamis erfassen wollte. Die Folge: Die Software stürzte vorübergehend ab.

Der Satellit "Swift" war 2004 ins All gebracht worden. Mit seiner Hilfe versuchen Astronomen, unter anderem die mysteriösen Gammastrahlenblitze zu erforschen. Ein Militärsatellit, der Atombombentests aufspüren sollte, beobachtete 1967 erstmals diese Erscheinungen.

DPA DPA

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