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Landestelle des Rovers: "Curiosity" verteilt seinen Müll auf dem Mars

Eines haben imaginäre Marsianer von "Curiosity" schon lernen müssen: Wo Menschen aktiv sind, produzieren sie Müll. So auch der neue Nasa-Rover, wie ein Foto belegt. Die Experten begeistert selbst das.

Ein Foto der Landestelle des Forschungsroboters "Curiosity" - aufgenommen von der Raumsonde "Mars Reconnaissance Orbiter" in der Umlaufbahn des Mars' - hat Wissenschaftler begeistert - und zeigt gleichzeitig ein wesentliches Merkmal menschlichen Schaffens: die Produktion von Müll. Rund um den Rover verteilt liegen die Bestandteile des komplizierten Landemanövers, die nun nicht mehr gebraucht werden: Der Hitzeschutz liegt etwa einen Kilometer weit weg, die Kapsel, der Kran und der Fallschirm rund 600 Meter vom Rover entfernt. Einsammeln wird "Curiosity" den Müll nicht. Genau wie seine Vorgänger wird er vielmehr selbst zu irdischem Unrat auf dem Roten Planeten werden.

"Das Bild befriedigt nicht nur unsere Neugier, es kann auch wichtige Informationen darüber geben, wie diese Bestandteile die Landung gemeistert haben, und darüber, wo genau der Rover ist", sagte Nasa-Manager Mike Watkins bei einer Pressekonferenz im kalifornischen Pasadena.

Schutzhülle beeinträchtigt noch die Foto-Qualität

"Curiosity" hat unterdessen nach zahlreichen Schwarz-Weiß-Bildern sein erstes Farbfoto vom Mars geschickt. Auf dem Bild ist eine rötlich-braune Landschaft mit Hügeln im Hintergrund zu erkennen. "Das ist das erste Farbfoto von der Gegend, in der wir gelandet sind", sagte Ken Edgett, der mit seinem Unternehmen Kameras für die Marsmission konstruiert hat. "Es ist wirklich sehr aufregend." Die Qualität der Aufnahme ist allerdings nicht optimal, da die Kamera noch von einer durchsichtigen Schutzhülle bedeckt wird.

"Curiosity" hat inzwischen eine Antenne ausgefahren, die die Kommunikation mit der Erde erleichtern soll. Sie zeige aber noch nicht genau in die korrekte Richtung, sagte Nasa-Manager Watkins. "Das müssen wir jetzt korrigieren." Insgesamt sei der Rover nach einem neuen "arbeitsreichen Tag" aber in bester Verfassung. Weiterhin würden die Instrumente an Bord gecheckt. Eine Art Kamerakran, der auch einen Laser beinhaltet, werde demnächst ausgefahren.

Route des Rovers muss noch festgelegt werden

Anhand der gesammelten Informationen müssen Nasa-Wissenschaftler entscheiden, wohin sie den Rover genau rollen lassen wollen. "Sie treffen sich jeden Tag und arbeiten an einem Plan, in dem sie Prioritäten festlegen", sagte Watkins. Es werde aber noch mindestens einige Wochen dauern, bis der Rover losrollen könne.

"Curiosity" war am Montag nach rund acht Monaten Flug auf dem Mars gelandet. Es ist die bisher teuerste und technisch ausgefeilteste Mission zur Erkundung des Roten Planeten.